CGE und ihre Tragfähigkeit?

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Flextor

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Hallo an alle CGE Besitzer

mal eine Frage in die Runde, was verträgt bei euch die CGE so an *entfernt*, visuell alsauch fotografisch.
Der von Celestron angegebene Wert mit etwa 30 kg kann nicht stimmen , meiner Erfahrung nach liegt er weit darunter.

Also bitte mal etwas ehrliches Feedback zu der Montierung.

Lg Martin
 
Hi,
na ja... 30 würd ich fotografisch nicht draufpacken, aber es gibt durchaus einige Leute die mit einem C14 erfolgreich fotografieren. Und meinen 12" f/4 Newton (kein Carbon) hat sie anstandslos getragen.
Hier werden Montierungs/Teleskop - Kombinationen gesammelt mit subjektiven Einschätzungen: http://www.montidatenbank.de/Montierungen_Fotografisch_select.php

Clear Skies, Marcus
 
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Hallo Martin,

da die CGE von der Losmandy G11 abstammt, denke ich, man kann die Tragkraft als nahezu, wenn nicht sogar als absolut identisch bezeichnen.
Die G11 trägt etwa 28kg. Maximal. Fotografisch, je nach Hebel und eigenem Anspruch, 15 bis 20kg.

Meine G11 hatte fotografisch ca. 14 bis 15 kg zu tragen, das hat sie bei wenig Wind problemlos geschluckt. Bei aufkommendem Wind, so ab 4-5 Windstärken war es aufgrund des Hebels des verwendeten Refraktors aber grenzwertig.
Mit einem SC wäre es wohl noch gegangen.

Meine jetzt verwendete Fornax 50, zum Vergleich, hat mit dem gleichen Equipment schon einwandfreie Bilder bei Böen bis Windstärke 7 geliefert!

Viele Grüße

Thomas
 
Hallo Martin,

ich hoffe meine Antwort hilft dir weiter.

Ich habe die CGE seit 4 Jahren in folgender Konstellation fotografisch
im Einsatz.

Hauptgerät TMB 105 CNC mit 3 Zoll Auszug.
Darauf einen Pentax 75 und als Leitrohr einen Tak 60.
Das ganze noch mit einer QSI 583 und einer Canon DSLR bestückt
läuft die CGE ohne mit der Wimper zu zucken mit hoher Präzision.
Jetzt muß ich dazu sagen, der Hebel macht es.
Sind halt alles kurze Geräte.

Viele Grüße Jürgen
 
Hi,

ich habe die CGE auch relativ lange gehabt und war damit wirklich mehr als zu frieden :)

Link zur Grafik: http://www.amos.observatory.at/files/uploadimage/Amos/cge.png

C11 mit großem Leitrohr 102/660, Canon, GEG und ST-4 hat sie fotografisch super getragen. Der Grund warum ich sie verkauft habe war der, dass ich dachte sie würde auch ein C14 problemlos fotografisch tragen. Was leider ein rießen Irrtum. Selbst Visuell war es eine einzige wackelei auf der Monti. Wer auf der CGE mit einem C14 fotografiert muss einen Motorfokus haben und es darf absolut kein Wind gehen. Dann dürfte die CGE auf fotografisch ein C14 tragen.

Ich hab mir echt schweren herzens von meiner CGE getrennt, weil sie wirklich perfekt funktioniert hat. Aber wer einmal durch ein C14 beobachtet hat, will einfach nicht mehr downgraden ;)

Unter Strich spitzen Monti wenn man sie nicht überbelastet. C11 mit Zubehör trägt sie tadelos alles was drüber liegt fällt in die Kategorie selbst Schuld wenns wakelt.

CS,
Michi
 
Tja, Grund der Anfrage ist folgender.

Mit meinem TAK FS152 ist die Montierung nicht mehr so souverän, bei 1200mm Brennweite und ca. 20kg Beobachtungsgewicht ist schluss mit Ruhe und Lustig, da braucht´s eigentlich überhaupt keinen Wind mehr dazu :-(.
Unbegreiflich für mich sind dann erstens die Angaben der Hersteller, auch von Losmandy, als auch Berichte von fotografischen Setup´s mit 20-30kg - wenn auch mit Sc´s oder Mak´s mit tlw. kürzeren Hebeln.

Ich habe mich gestern mal etwas mit meinen beiden Montierungen gespielt, einerseits die CGE und auf der anderen Seite eine Vixen GPD2 - aka GP-DX.
Die CGE war auf dem originalen Stativ, die Vixen auf einem Eigenbau mit Einfachklemmung und OHNE Beinvertrebung auf gleichem Untergrund ( Schotterboden hart) aufgestellt. Das Eigenbaustativ ist sogar noch ca. 15cm höher als das Celestron, beide waren aber auf der tiefsten Stellung - Beine total eingefahren.
Die absolut ernüchternde Erkenntniss: weder beim normalen Beobachten noch bei vorsäzlicher Erschütterung im Bereich der Montierung/Refraktor/Stativ ist ein Unterschied in der Anfälligkeit für Vibrationen, noch in der Ausschwingzeit erkennbar!
Die Vixen GPD2 "trägt" den Refraktor mit gleichem Ach und Weh wie die, in der Tragkraft deutlich überlegenere, Celestron CGE.
Erst als ich den Vixen FL102S auf beiden Montierungen probierte merkte man einen deutlichen Unterschied, die CGE war nicht mehr aus der Ruhe zu bringen, bei der Vixen waren Ausschwingzeiten unter einer Sekunde fest zu stellen.

Das gleiche Verhalten in Bezug auf Überforderung mit 6" Refraktoren ist mit der Losmandy G11 zu beobachten, weder mein Tak FS 152 noch der AP 160 werden mit ausreichender Lockerheit rein visuell !!! getragen.

Eine Frage stellt sich nun, welche Montierung soll ich mir kaufen, transportabel sollte sie sein, aber auch bezahlbar ?!

lg Martin



 
Hallo Martin,

wenn du solche Geräte hast, dann ist es doch wohl klar, dass
die Montierung dazu passen sollte.
Manchmal bin ich sprachlos über solche Experimente!
Ich mache Astronomie schon seit 35 Jahren und das "A" und "Oh"
war schon damals...... lieber eine fette Montierung, als ein fettes
Rohr! Ich gehe ja auch nicht mit 200 Kilo auf eine freistehende
5 Meter hohe Aldi Leiter.
Suche dir eine Montierung aus, die genug Reserven hat und die vom Preis
und Tragfähigkeit zu deinen Optiken passt!

Ich gehe jetz raus und nutze den klaren Himmel ohne wackeln.

Viele Grüße und gute Nacht
 
Hallo Martin,
wir wissen ja nicht, was für Dich als bezahlbar gilt...
Bei Deinen Geräten fallen mir als mögliche Montierungen mal so spontan Dinge wie WAM400, Fornax, Gemini, Alt D6/D7, Losmandy Titan, ASA DMD60 oder eine größere Astro-Physics ein, ev. noch eine CGE Pro (hab ich aber noch nicht viel drüber gehört).
 
Hallo Martin,

aus eigener Erfahrung kann ich die Fornax empfehlen.
Ich persönlich habe die "alte" 50er im Einsatz.
Die ist zwar 5kg schwerer als die Losmandy G11 (21 gegen 16kg), da sie aber zwei Griffe hat und nicht so zerklüftet ist wie die G11, lässt sie sich -für mich- sogar etwas besser händeln.

Allerdings muss ich die Montierung auch nur aus dem Kofferraum auf das Berlebach Planet wuchten. Eine Strecke von vielleicht 5m.
Die neue Fornax 51 ist nochmal einige Kilo schwerer, da sie mit der 50er eigentlich nur noch das Achsenkreuz gemeinsam hat und die Antriebe voll gekapselt sind. Zum Tragen wäre mir das Teil wohl zu schwer. Zumindest auf Dauer...
Bliebe die Gemini, die in der gleichen Liga spielt oder die von Ralf erwähnten aber z.T. deutlich teureren Alternativen.

Viele Grüße

Thomas
 
Hallo Martin,


Zitat von Flextor:
Das gleiche Verhalten in Bezug auf Überforderung mit 6" Refraktoren ist mit der Losmandy G11 zu beobachten, weder mein Tak FS 152 noch der AP 160 werden mit ausreichender Lockerheit rein visuell !!! getragen.

Ist die G11 mit dem Hebel echt so stark überfordert bei deinen Optiken?
Das ist bedenklich, da ja die max. Zuladung mit 30kg angegeben wird, glaub ich. Zumal ich mit dieser Monti schon geliebäugelt hatte. Denn sie ist noch recht leicht für die Zuladung(laut Datenblatt).
Aber nun erklärt das geringe Eigengewicht schon einiges...

Gruß,
Stefan
 
Hallo

danke erstmal für die Antworten, ich werd mich mal umsehen.
Am Gewicht wird es zumindest die nächsten 10-20 Jahre nicht scheitern, ich bin ja noch recht jung und kräftig ;-) , die größeren Montierungen haben ja meistens den Vorteil, das sie zerlegbar sind, was die CGE nicht ist.

Vom Optischen, ich gestehe auch meine Augen kaufen mit, gefallen mir die AP 900/1200 und auch die Tak NJP/400/500 am besten, die anderen genannten sind sicherlich auch keine schlechten Montierungen.

lg Martin

PS. Ja die G11 trägt meinen 152er nicht mehr, beim 160er Astrophysics ist auch nur mehr Gezitter beim Scharfstellen im Okular, das mit den 30 Kilos mit Refraktoren kannst vergessen, ich sag mal eher 12-15kg , dann ist schluss.

 
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Servus,

ich glaube man kann hier in vielen Threads nachlesen dass man nicht nur nach den Gewichtsangaben gehen kann. Eine Montierung mag z.B. einen 15kg Mak anstandslos tragen, aber einen 15kg Refraktor nicht mehr. Das liegt einfach am anzulegenden Hebel der beim Refraktor durch die Länge viel Größer ist als z.B. beim Mak. Die Herstellerangaben sind hier ja ungefähre Richtwerte wie jeder weiß, daraus würd ich denen keinen Strick drehen, ausser man will eine Tabelle mit empfohlenen Belastungen bei gegebener Tubuslänge haben ;)

Grüsse,
Tom
 
Hallo,
besonders problematisch bei der CGE ist auch noch, daß die Montierung nicht direkt auf dem Stativ sitzt, sondern auf der "Elektronikbox". Dadurch kommt ne Menge Verwindung in das System. Abhilfe schafft ein Adapter, der die CGE direkt mit dem Stativ verbindet.
Auch das Stativ selbst ist nicht wirklich sensationell. Ich habe sowohl einen Adapter fertigen lassen, als auch das Stativ gegen eine sehr gute und stabile Säule ausgetauscht.
Was soll ich sagen.... jetzt ist das Teil wirklich stabil :). Ein Bekannter von mir hatte ein C14, welches wir "mal schnell" da draufgepackt haben. Hat super funktioniert, kein wackeln beim fokusieren. Mein C11 trägt es sicher, selbst wenn Sturm aufkommt (naja, etwas übertrieben).
Na, davon kann man sich demnächst selbst überzeugen, ich werde mich von meiner Ausrüstung trennen - leider. Aber Familie geht halt mal vor ;).
gruß
michael
 
Hallo Michael

Das mit der Elektronikbox habe ich schon gelesen, auch deren Umbau wäre einen Versuch wert bevor ich die CGE verkloppe.
Ich werde mal kommende Woche einen Adapter drehen damit ich die CGE auf meine Säule bringe und den Umweg über die "Halbsäule" erspare - bin schon gepannt um wie viel besser es wird.

vg Martin

PS. Hi Tom

ich will weder die CGE madig reden, noch will ich dem Hersteller einen Strick drehen, nur sollte man auch mal festhalten, das die Herstellerangaben manchmal sehr weit der Realität sind, das wollte ich damit erreichen.

Schaut mal, es gibt doch recht viele Amateure die sich einen Refraktor in der Größe 5-6" leisten , diese werden jedoch bald ernüchtert feststellen, das Ihre "Premium Einsteiger Montierung" wie es halt mal die G11/CGE Klasse darstellt, nicht so uneingeschränkt toll trägt , wie es die Werbeabteilung gerne hätte.

Mir gefällt die CGE, das Goto ist absolut eine Wucht, sofern die Montierung sehr gewissenhaft aufgestellt und aligned wird , 240x und alles am Himmel ist je nach Schwenkweg im Zentrum des Okulars oder zumindest wenige Grad der GF ausserhalb der Mitte, vom Precise Goto noch gar nicht gesprochen.....
Wenn sie den 6" Tak nicht trägt, vielleich verkaufe ich sie wieder, oder verwend sie für meine beiden Kleinen zu Fotografieren....

lg


 
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Hallo,

da ja von Torsten gerade die 10Micron ins Spiel gebracht wurde: Wie schaut es mit einer Paramount ME oder MX aus? Wäre halt was für die Zukunft...


Mich wunderte ein wenig, dass die Paramount ME in Europa nicht so stark verbreitet ist wie in den USA oder Australien.

PS:
Bin auch gerade auf der Suche nach einer "finalen Montierung". In diesem Zusammenhang ein ganz großes und herzliches Dankeschön an das Forum für die vielen aufschlussreichen Beiträge.

Liebe Grüße aus den Alpen
Max
 
Zitat von Femto:
Mich wunderte ein wenig, dass die Paramount ME in Europa nicht so stark verbreitet ist wie in den USA oder Australien.
Das liegt m.E. daran, daß die ME über viele Jahre quasi die Standardlösung für Remote-Observatorien war und die sind in Amerika nun mal viel verbreiteter.

Die GM2000 hatte ich vor allem auch deshalb empfohlen, weil ich annehme, daß Flextor keine feste Sternwarte hat und ohne feste Sternwarte macht eine Paramount ME keinen Sinn. Naja, und mit ist ihre beste Zeit wohl auch vorbei.

VG
Torsten
 
Hi

ich kenne beide Montierungen, beide sind in meinem näheren Astrokollegen Umfeld im Einsatz.
Die GM2000 hat mit der Originalsteuerung ein großes Feuchtigkeitsproblem, mein Kollege hat eine FS2 am Laufen, mit der gibt es keinerlei Probleme.
Die Paramount und ASA´s sind meines Erachtens Sternwartenmontierungen, diese ist aber zur Zeit wie bereits vermutet nicht in Planung.
Zudem, die ME 1100 ist eine tolle Montierung, keine Frage, aber hässlich wie die Neumondnacht finster ;-) - just my 2 cents

Jetzt sofort kann ich mir zwar keine AP1200 bar leisten, wird aber sicher im laufe des Jahres kommen, der Eigenimport aus USA einer Gebrauchten ist schon recht konkret angedacht.

lg Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Dann funktioniert bei dir die Abdichtung der Elektronik im Sockel offenbar, von anderen Benutzern hört man leider weniger Erfreuliches - beim ITT 2009 und 2010 in Kärnten waren´s nur am Föhnen ;-) ,hab ich selber gesehen.

VG Martin
 
Hm, meine bleibt immer in der Rolldachhütte und nach einer langen Nacht ist da oftmals alles klatschnass vom Tau. Hatte nie ein Problem damit.

Aber wie auch immer, deine Entscheidung scheint ja gefallen zu sein und eine AP1200 ist sicher eine gute Wahl. :super:

VG
Torsten
 
Gratulation zur Entscheidung für die AP1200. War auch meine erste Wahl - aber leider heuer nicht mehr lieferbar, daher mein Schwenk zur ME.

Bezüglich der 10Micron: Da gibts ja die Option für eine externe Elektronikbox.

Liebe Grüße aus den Alpen
Max
 
Servus Martin,

da hast Du natürlich recht. Ich habe jetzt einfach mal unterstellt, dass sich die Leute die mehrere Tausend Euro in solch eine Montierung investieren auch intensiv zuvor mit der Materie beschäftigt haben um die Herstellerangaben einschätzen zu können. Das die Hersteller natürlich lieber die obere Grenze angeben ist natürlich klar und wie Du schon sagtest ohne zusätzlichen Hinweis ein wenig irreführend.

Ich habe ebenfalls einen Adapter hier im Forum gekauft um die Elektronikbox anders montieren zu können. Damit sitzt mein Newton nicht nur wesentlich tiefer und damit angenehmer im Einblick, auch die Stabilität mit dem Standardstativ hat sich stark verbessert. Solltest Du auf jeden Fall ausprobieren.

Grüsse,
Tom

Zitat von Flextor:
Hallo Michael

Das mit der Elektronikbox habe ich schon gelesen, auch deren Umbau wäre einen Versuch wert bevor ich die CGE verkloppe.
Ich werde mal kommende Woche einen Adapter drehen damit ich die CGE auf meine Säule bringe und den Umweg über die "Halbsäule" erspare - bin schon gepannt um wie viel besser es wird.

vg Martin

PS. Hi Tom

ich will weder die CGE madig reden, noch will ich dem Hersteller einen Strick drehen, nur sollte man auch mal festhalten, das die Herstellerangaben manchmal sehr weit der Realität sind, das wollte ich damit erreichen.

Schaut mal, es gibt doch recht viele Amateure die sich einen Refraktor in der Größe 5-6" leisten , diese werden jedoch bald ernüchtert feststellen, das Ihre "Premium Einsteiger Montierung" wie es halt mal die G11/CGE Klasse darstellt, nicht so uneingeschränkt toll trägt , wie es die Werbeabteilung gerne hätte.

Mir gefällt die CGE, das Goto ist absolut eine Wucht, sofern die Montierung sehr gewissenhaft aufgestellt und aligned wird , 240x und alles am Himmel ist je nach Schwenkweg im Zentrum des Okulars oder zumindest wenige Grad der GF ausserhalb der Mitte, vom Precise Goto noch gar nicht gesprochen.....
Wenn sie den 6" Tak nicht trägt, vielleich verkaufe ich sie wieder, oder verwend sie für meine beiden Kleinen zu Fotografieren....

lg
 
Hi

Wo gibs denn denn den Adapter zu kaufen ? Knapp 300 Euro bei Astromann finde ich etwas happig...

Gruß

Oliver
 
Servus Oliver,

hier in diesem Thread sind ein paar Fotos dieses Adapters:
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/735593/Re_Verbesserung_CGE_Montierung

Ich konnte damals noch ein Set aus privater Herstellung günstig erwerben. Nimm doch mal mit demjenigen dort im Thread Kontakt auf, vielleicht kann er dir da weiterhelfen. Der Preis lag weit unter 300 Euro.

Das Set bestand aus (siehe Fotos im anderen Thread):
- Kurzer Adapter zum Anschluss der CGE Montierung direkt an das Originalstativ (da würde sich sonst die Elektronikbox befinden)
- Zwei Schraubdeckel zum Abschließen der beiden Seiten der Elektronikbox mit Gewindebohrung. In die Bohrung fasst ein Adapter damit man die Elektronikbox zwischen den Stativbeinen befestigen kann.

Grüsse,
Tom
 
€ 300.-- ist schon "etwas" überteuert , ich mach dir das um 299.-- ;-).

Na Scherz beiseite, der Adapterring kann nicht mehr als etwa 50-70 Euros roh ohne Beschichtung kosten, die beiden Deckel zum Verschliessen der Elektronikeinheit sind etwas kniffliger aber sicher dicht und recht formschön um max. den selben Preis machbar - also bei 299.-- könnte man sicher noch 150-180 Euro verdienen ;-) , so mal über den Daumen gepeilt.

Ich werd euch mal schreiben was mir so der Spass kosten wird, ich mache mir in den nächsten 1-2 Wochen sowas für meine CGE selber.

lg Martin
 
Hallo Martin,
leider kann ich erst heute schreiben.

Ich finde die von Dir angestoßene Diskussion sehr wichtig und hilfreich, da offenbar auch andere ähnliche Schwierigkeiten kennen. Ich z.B. suche für meinen Refraktor 130/1200 eine tragfähige Montierung. Obwohl mein Problem "einige Kilo leichter" ist, übersehe ich nicht die durch die Tubuslänge verursachte "Hebelwirkung" auf die Montierung.

Ernüchternd finde ich Deine Feststellung:

"Das gleiche Verhalten in Bezug auf Überforderung mit 6" Refraktoren ist mit der Losmandy G11 zu beobachten, weder mein Tak FS 152 noch der AP 160 werden mit ausreichender Lockerheit rein visuell !!! getragen."

Eine Erklärung für Deine Beobachtung könnte sein, dass die Achsen der beiden Losmandymontierungen G8 und G11 mit D=36mm Durchmesser gleich dimensioniert sind und schon deshalb ihre Tragfähigkeit nicht so unterschiedlich sein sollte:
(Fundstelle, z.B. http://www.apm-telescopes.net/de/Mo...risierte-Montierungen/G11-Montierung-651.html)
Bei der G8 sind die Achsen aus Alu und bei der G11 zwar aus Stahl; das Widerstandsmoment der Achsen hängt jedoch mit der dritten Potenz vom Durchmesser ab. Folglich ist aus dieser Sicht die Tragkraft der G11 nicht sehr viel größer wie die der G8. Da ich keine Angaben über die Lagerabmessungen der beiden Achsen bei den beiden Montierungen habe, kann ich deren Einfluss hier nicht abschätzen.

Vielleicht noch folgendes: Hans Oberndorfer stellte grundsätzlich zum Bau einer schweren Montierung fest: "Eine alte Regel sagt, daß die Achsenstärke einer Montierung mindestens 1/4 der verwendeten Fernrohröffnung betragen soll. ... Erfahrungsgemäß kann man hier jedoch von einer unteren Grenze sprechen, ... Die Zunahme der Festigkeit steigt bei Achsen in der 3.Potenz, eine Achse mit 50mm Durchmesser ist nicht um 25% sondern um 100% stabiler als eine solche mit 40mm Durchmesser. ...[Oberndorfer, Fernrohr-Selbstbau, S.71; Mannheim 1964].

Bedenkt man den heutigen Trend zur Montage von photografischem Equipment, so wird deutlich, dass die "bombenfeste" Montierung ohne entsprechend groß dimensionierte Achsen nicht realisierbar ist.

Dieser besonderen Bedeutung des Achsendurchmessers werden nicht alle Auflistungen der "Technischen Daten" in den Online-Katalogen gerecht. Statt diese Zahl hinzuschreiben, werden ...

Nun, die ungarische Firma Gemini Telescope Design hat für die neue G42 veröffentlicht, dass die RA 60mm und die DA 17,5mm im Durchmesser betragen. Die Dimensionierung der Stundenachse ließe zwar hoffen, dass diese Montierung einen Sechszöller tragen könnte, andererseit ist die "spacke" Deklinationsachse wenig vertrauenserweckend. Hier wird der Zwang zur Gewichtsverringerung deutlich, die Montierungen sollen transportabel bleiben.

Vielleicht gibt es bald einige Berichte über diese Montierung. Ich wünsche Dir ein glückliches Händchen bei der Wahl einer Montierung für Deine Sechszöller. Bin sehr an Deiner Entscheidung interessiert!

Hoffentlich konnte ich Dir ein wenig behilich sein!

Gruß
Bernd

 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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