Chaos auf dem US Astromarkt

P_E_T_E_R

Aktives Mitglied
Die Trumpsche Zeitenwende schlägt jetzt auch auf dem US Astromarkt voll ein, mit amerikanischen Zöllen von 145% auf chinesische Importe:

Tariffs Alarm the Amateur Astronomy Industry

Sky-Watcher und Celestron haben deshalb schon mal sämtliche Importe eingefroren, und das ist nur der Anfang. Es trifft auch die Hersteller in USA, da diese kaum ohne chinesische Teile produzieren können.

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja nu, da bekommt doch MAGA eine ganz neue Bedeutung - make astronomy great again

Kopfschütteln - Frank
 
Mh, ist halt ein Problem, wenn man aus einem nicht produzierenden Immobilienmarktsegment kommt und kein Verständnis für globalisierte Produktionsprozesse hat.
Ich jedenfalls mag mein in China produziertes Celestron-Teleskop, das über die USA nach Europa geliefert wurde ...

Klare Nächte und sich beruhigende Gemüter,
Micha
 
Na ja die spinnen die Römer äh die Ammis mit ihrem Zoll Chaos.
Na ja wenn nun die Chinesen die Lieferrungen in die USA runterfahren oder gar auf Eis legen werden sie die Sachen ja anderswo verkaufen wollen zb. in Europa.
Das könnte hier zu günstigeren Preisen führen.
Ich finde Sonderangebote und Rabatte sieht man bei uns momentan bei Astro Artikeln schon auffallend häufig.

Na ja bisher haben wir ja immer neidvoll rüber in die USA geschaut weil dort Astroartikel deutlich günstiger als bei uns zu haben waren.
Wenn Trump diese dort jetzt nach aktuellem Stand 145% teurer macht werden die Ammis wohl in Zukunft neidisch nach Europa schauen weil nun bei uns das ganze Astro Zeug aus China wesentlich günstiger ist als bei den Ammis
Und heutzutage ist bei Astro ja so gut wie alles aus China oder zumindest Asien.

Grüße Gerd
 
Mal schauen, wann die ersten "neues Mitglied" Anfragen mit amerikanisch klingenden Namen hier aufschlagen, die auf dem Biete-Markt nach Schnäppchen suchen. ;)
 
Bei Skywatcher Produkten sieht man bereits die gravierenden Auswirkungen.
Kostet ein Skywatcher Esprit 150 bei uns aktuell €4799.-- wird in den USA dafür $8250 ausgerufen.
Ähnlich beim Skywatcher 152ED in der DeLuxe Version kostet dieser bei uns aktuell €2200 und in den USA $4100.--
Beide Teleskope sind übrigens in den USA zur Zeit kaum erhältlich.
 
So einfach ist das nicht. SV wird in dem Artikel auch zitiert, die brauchen Gläser aus China, andere vermutlich auch. Selbst wenn die jetzt noch Vorrat haben, könnte sie später ein Ausfall treffen, da die Produktion auch eine Zeit braucht und sie jetzt nichts bestellen können/wollen.

Gruß Torsten
 
> Da geht die Tendenz sicher eher in Richtung Agema, StellarVue, TeleVue und Co.

Du hast den S&T-Artikel oben nicht gelesen, oder?!
Was glaubst du, wo die Amis ihre Sondergläser für die Teleskop-Optiken und die Elektronik für die Montierungen, Kameras usw. herkriegen?
Diese Spinner da drüben werden sich noch ganz gehörig wundern in den komenden Monaten.
Mitlied? Nein, habe ich nicht. Schließlich haben sie den Orangenmann da drüben gewählt und nun mindestens vier weitere Jahre am Hacken.
Das wird noch lustig.
 
Glaube ja kaum das der Astromarkt den Gentlemen aus dem wilden Westen nur ein µ interessiert, geschweige den weiß wie die Wertschöpfungskette funktioniert.
 
Das betrifft ja nicht nur den Astromarkt (übrigens liefert Proxiskies auch nicht mehr in die US of A) Wenn man sich mal überlegt, was sonst noch alles aus Fernost kommt - das kann mit einer innländischen Produktion nie und nimmer kompensiert werden und der Import von einzelnen Bestandteilen wird sich enorm verteuern. Hier sitzt China ganz einfach am längeren Hebel.
 
Tach auch zusammen,

das kann mit einer innländischen Produktion nie und nimmer kompensiert werden
wenn denn dann noch eine Produktionskette bestehen würde.
Das meiste muss doch erst wieder aufgebaut werden. Und das wird dauern. Das wird nicht so fix gehen, wie damals in China. Als die ein Krankenhaus innerhalb von vier Wochen aus dem Boden gestampft haben. Man erinnere sich an die Corona-Zeit.
Ist doch (fast) alles nach Fernost ausgelagert worden.

Ist doch das gleiche Problem was wir in Europa mit unseren Arzneimitteln haben. Hier existieren auch nicht die Kapazitäten um das auf zu fangen. Da bastelt man (hoffentlich) dran. OK, wir haben nicht das Problem mit den Zöllen in diese Richtung.
 
...ist ja ein schönes Dauerthreadthema, das wird den einen oder anderen noch eine Weile beschäftigen, also gibt es auch von mir noch Senf dazu...
Beruflich habe ich mit Infrarotkameras zu tun, die nun gerade nicht in China, sondern in Deutschland gefertigt werden. ABER: Die Objektive bestehen zwangsläufig aus Germanium. Na, woher kommt da wohl der Hauptanteil? Genau, China. Was auch hier dann massive Preisanstiege zur Folge hat, und das schon seit Monaten oder fast Jahren. Grund: Russlands Überfall auf die Ukraine, allgemein gestiegener Bedarf im Rüstungsmarkt. Aber das ist "nur" eine Begleiterscheinung. Richtig wild wird es seit dem vergangenen Herbst, denn da hat China begonnen, den Germanium-Export in die USA zu regulieren - und nun ist das Material (das ja auch in der Halbleiterindustrie verwendet wird) sogar Embargoware Richtung USA! Das können die Chinese natürlich auch mit anderen Rohstoffen machen...
Nebeneffekt: Ein großer belgischer Germanium-Importeur sichert sich nun Anteile an Germanium-Vorkommen im Kongo. Na, da werden sich die Lieferkettenüberwacher noch freuen...

Wilde Zeiten also... Geht also gut mit dem Material um, was Ihr habt!

CS,
Stefan Korth
 
Unsere Freunde in Übersee wollten ja mehrheitlich mehr für ihr Astroequipment, ihre Autos und sonstige Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter bezahlen.

Glaubt bei denen jemand im Ernst, dass ein Produkt in den USA für den selben Preis wie in China gefertigt werden kann? Insofern können sie sich ja schon mal an die hohen Preise gewöhnen. Erst MAGA wählen und sich dann wundern...

Kopfschüttelnde Grüße,

Günther
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein großer belgischer Germanium-Importeur sichert sich nun Anteile an Germanium-Vorkommen im Kongo.
Besser als ein chinesischer oder US amerikanischer Inverstor. Ich verstehe schon den Hintergrund Deines Kommentars, aber wir sollten uns bewusst sein, das in anderen Ländern die Arbeitsbedingungen auch nicht gerade gut sind.

Der Welthandel mit den USA macht 13% aus, der Rest ist der Rest der Welt.

Wenn wir es schaffen, große Freihandelsabkommen mit den Ländern in Asien, Afrika und Südamerika zu machen, werden die USA ein Deja Vu mit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erleben. Zudem sollten Rohstoffexporte und Schlüsseltechnologieexporte in die USA streng reglementiert und mit hohen Ausfuhrabgaben belegt werden. Solange, bis Trumps Oligarchen so viel Geld verloren haben, dass sie mal den Kopf einschalten. Von Trumps besten Freund hat man in den letzten Wochen nicht mehr soviel gehört, seitdem Tesla eine hübsche Kurskorrektur erfahren hat und der Freund etliche Milliarden verloren hat. Die Marktmechanismen greifen!

Viele Grüße,

Günther
 
Trump hat nun dafür gesorgt, dass ein Anti-Trump in Kanada zu Wahlsieger mit eventuell absoluter Mehrheit geworden ist.
Das letzte Beispiel von Stefan Korth zeigt eigentlich nur wie sehr sich die USA in den Abgrund begeben. Was haben die Amis denn außer Software, militärische Übermacht und Junk-Food? Nichts.
Sobald Europa Steuern auf Amazon und Co. erhebt oder europäische Alternativen kommen, haben sie auch hier verloren.
Hinzu kommt die Antipathie gegenüber amerikanischen Produkten aufgrund Trump und seiner Politik. Wobei die negative Handelsbilanz einfach an der mangelnden Qualität amerikanischer Produkte liegt.
Der Zweck des Handels ist ja, dass der andere was hat, was man gerne hätte. Und dafür bietet man eine Gegenleistung (Geld oder Ware). Mit Angebot und Nachfrage entsteht ein Markt. Die USA verstehen das im Moment einfach nicht. Geld sucht sich seinen Weg sowieso, und wir eben unsere neuen Märkte, beispielsweise in Indien. Das wird schon gut gehen (für uns).
 
Man sollte auch nicht vergessen, dass der Rest der Welt und allen voran China die Verschwendungssucht der USA finanziert hat.

Falls Ihr es noch nicht mitbekommene haben solltet, schaut Euch mal Kommentare von John Bolton, Trumps ehemaligen Sicherheitsberater an. Es loht sich!

Viele Grüße,

Günther
 
Glaubt bei denen jemand im Ernst, dass ein Produkt in den USA für den selben Preis wie in China gefertigt werden kann?
Nein, tun sie nicht. Deswegen ja die Zölle - man macht die im Ausland gefertigten Produkte künstlich so teuer, dass es billiger wäre, sie im Inland zu produzieren.

Soweit die Theorie. In der Praxis wird aber wohl kaum jemand da fertigen lassen, wo nicht absehbar ist, auf welche Ideen der Staatslenker noch so kommt. Außerdem dauert es, bis eine Produktion steht - wenn man denn Facharbeiter findet, die das gewünschte überhaupt können. Und die Rohstoffe bzw. Vorprodukte muss auch einer liefern / fertigen und und und.
Ergebnis: dann wird eben gar nichts mehr dorthin geliefert und verkauft. Andere nehmen's gerne.

Gruß
Thomas
(*der vom vielen Kopfschütteln wie das alles passieren konnte irgendwann mal ein Schleudertrauma bekommt*)
 
Deswegen ja die Zölle - man macht die im Ausland gefertigten Produkte künstlich so teuer, dass es billiger wäre, sie im Inland zu produzieren.
Auch das nicht. Er bestraft einfach pauschal andere Länder, deren Staat, Industrie und Bewohner, weil sie nicht genügend amerikanische Produkte kaufen.

Ob damit importierte Produkte teurer werden als wenn man sie im Inland produziert, ist ja nicht zwangsläufig der Fall. Für viele Produkte haben sie einfach die Ressourcen garnicht.

Ach egal.. der will nur Aufmerksamkeit.
 
Also: Nützt ja nix.... da werden wird also mit vorhandenem Equipment beobachten "müssen" und dem Konsum entsagen:whistle:. Dann sitzen wird das Chaos eben am Okular aus.

Uwe

Warum wir, wohnst du in USA?
Uns in der EU kann es völlig Wurst sein was die Ammis wegen der Trump Zölle zahlen müssen.
Die EU Zölle zu China ändern sich ja nicht.
Im Gegenteil wenn die Ammis die extrem teuer gewordene China Ware nicht mehr kaufen können werden die Chinesen versuchen diese Ware bei und zu verkaufen und das dürfte Preisnachlässe für uns bedeuten.
Wir können dann ja unsere alten Sachen mit dem Hinweis auf den aktuellen Neupreis dort zu hohen Preisen den Ammis verkaufen und uns dann günstig mit neuer Chinaware eindecken.;)

Grüße Gerd
 
Warum wir, wohnst du in USA?
Uns in der EU kann es völlig Wurst sein was die Ammis wegen der Trump Zölle zahlen müssen.
Die EU Zölle zu China ändern sich ja nicht.
Im Gegenteil wenn die Ammis die extrem teuer gewordene China Ware nicht mehr kaufen können werden die Chinesen versuchen diese Ware bei und zu verkaufen und das dürfte Preisnachlässe für uns bedeuten.
Wir können dann ja unsere alten Sachen mit dem Hinweis auf den aktuellen Neupreis dort zu hohen Preisen den Ammis verkaufen und uns dann günstig mit neuer Chinaware eindecken.;)

Grüße Gerd
Glaube ich nicht. Sinkende Stückzahlen waren nur selten ein Grund für Preisnachlass.

Irgendwie muss man ja auch kompensieren.
Wird sicher mir steigenden Rohmaterial-Preisen argumentatiert, egal ob wahr oder nicht.
 
Bei diesen Preisen kauft keiner mehr einen SW. Da geht die Tendenz sicher eher in Richtung Agema, StellarVue, TeleVue und Co.
Genau das, was Trump erreichen möchte.

Wer soll sich das leisten können?
Bei diesen Preisen kaufen die meisten Ammis weder Chinaware noch Agema, StellarVue, TeleVue und Co. aus den USA.
Da werden die meisten Astro Ware schlicht nicht mehr kaufen können, weil es zu teuer geworden ist und nur die wenigen die auch jetzt schon das Geld für Agema, StellarVue, TeleVue und Co. übrig hatten werden das auch weiterhin kaufen.
Die meisten anderen Ammis die auf günstige Chinaware angewiesen waren werden in Zukunft in die Röhre schauen.
Und Trump hat dann Garnichts gekonnt weil Agema, StellarVue, TeleVue und Co. eben nicht mehr verkaufen werden weil sie für die meisten schlicht zu teuer sind.

Und wenn dann die reichen Chinesen die bisher bei Agema, StellarVue, TeleVue und Co. gekauft hatten das wegen der Gegenzölle künftig nicht mehr tun werden Agema, StellarVue, TeleVue und Co. noch weniger verkaufen als jetzt.

Gerade für sehr teure Astroartikel ist China ein lohnender Markt da dort durchaus etliche sehr reiche Astrofreunde leben die bereit sind viel Geld auszugeben.

Grüße Gerd
 
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