CZJ C50/540 - vom Bastelgewerks zum Teleskop

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas EckyH
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

EckyH

Aktives Mitglied
Hallo,

wie schon in meiner Vorstellung erzählt, bin ich stolzer Besitzer des C50/540-Bausatzes.

Derzeit (seit ca. 20 Jahren - damals wandte sich mein Interesse anderen Sachen als der Astronomie zu) ist das Gerät mit Papierwicklungen in Plastikrohren zusammengepfuscht, so daß man zwar durchgucken kann und auch mehr auf dem Mond sieht als mit bloßem Auge, aber das wird dem Objektiv nicht gerecht.

Jetzt soll das richtig aufgebaut werden: parallaktische Montierung (erst mal nur manuell), lichtdichter Tubus und vernünftiger OAZ.

Die erste Frage:
Ich habe hier noch ein altes Stativ aus DDR-Zeiten mit einem Montierungs-Anschluß mit 12mm Durchmesser und 35mm Länge. Ist das noch verwendbar mit (bzw. kompatibel zu) einer modernen Montierung?

Oder sollte ich das Stativ besser zum Foto-Flohmarkt bringen?

E.
 
Hallo E?,

ein kleines feines Teil und es wird Zeit für eine edle Behausung.
Such mal ein wenig im Netz, da gibt es tolle Beispiele wie das Optikset veredelt wurde.
Wenn du das Sativ auch aufarbeitest passt es doch gut zur Optik, wenn die Stabilität stimmt. Aufgrund deiner Beschreibung kann ich nicht beurteilen, ob es zur Optik passt.
Warum muss es parallaktisch sein, denn bei den Vergößerugen kommst du auch prima mit einer azimutalen Montierung (z.B.Giro mini) klar.
Ich hatte mir als Schüler auch so einen Bausatz zusammengespart und nach der Wende für einen Appel und 'nen Ei verkloppt. Anschließend ein Superteleskop im Quellesshop bestellt und schnell gemerkt was ich [zensiert] da für einen Schrott gekauft habe. Lehrgeld!

Gruß
Thomas


 
Zitat von wurzelwaerk:
Eher würde ich versuchen eine alte passende Zeiss-Montierung zu bekommen, um die Optik stilgerecht zu montieren.
Ich habe gerade mal nach den Preisen für die alten Zeiss-Montierungen geschaut.
Zum Glück habe ich gesessen. :o

Die Zeiss T-Montierung scheint auch beim derzeitigen ebay-Angebot auf einem anderen Stativ zu sein - da ist der Durchmesser des Gußteils unter dem Zapfen, auf dem die Montierung sitzt, deutlich größer als bei meinem Stativ: http://r.ebay.com/lW84dw

Gab es damals unterschiedliche Anschlüsse?
Zumindest tauchte hier im Forum schon mal was auf: http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/565008/Stativanschluss_Zeiss_T_Montie - mit 20mm Durchmesser und 70mm Höhe...

Und vor dem Kauf des ebay-Angebots würde ich eher hier zuschlagen, wenn ich das Geld derzeit übrig hätte: http://www.ait-trading.com/astro/special/telementor.html

(Mit dem Ergebnis: größeres Teleskop gekauft und mit dem Bausatz immer noch keinen schritt weiter. ;) )

E.
 
Zitat von eckehardt70:
Hallo Thomas,

streich bei Deinem Forumsnamen das zweite e, das h und das d - dann paßt es. Aber Ecky reicht, ist einfacher zu schreiben. :)


Wenn du das Sativ auch aufarbeitest passt es doch gut zur Optik, wenn die Stabilität stimmt. Aufgrund deiner Beschreibung kann ich nicht beurteilen, ob es zur Optik passt.
Ein Bild sagt mehr als Worte:
Link zur Grafik: https://lh4.googleusercontent.com/-EOojezoIiJM/UcivGeFeKuI/AAAAAAAAAt4/qV91nvBAhwU/s800/stativ.jpg

Das ist eine rhetorische Frage, oder?

Wenn nicht: Wenn schon richtig, dann richtig richtig. Mit parallaktisch macht es doch auch mehr Spaß als mit azimutal...

E.
 
Zitat von yukons:
Oder du verkaufst das Stativ gewinnbringend an einen Sammler und kaufst dafür eine kleine parallaktische Montierung.
Dagegen spricht der Beitrag von wurzelwaerk, der mir nur wenig Erlös beim Verkauf prophezeiht. ;)

Inzwischen habe ich mich auch über die T-Montierung eingelesen - anscheinend muß ich da tatsächlich Geld in die Hand nehmen, weil die einfach sehr hoch gehandelt werden.

E.
 
Auf Prophezeihungen versteh ich mich nicht so, musste aber die Erfahrung schon am eigenen Leib machen: ca. 50 Taler für ein komplett restauriertes Zeiss-Stativ.

Das mit der Zeiss-Montierung war ja nur so eine Idee, falls mal irgendwo eine günstig angeboten wird. Unter Zeitdruck wird das teuer...
 
Zitat von wurzelwaerk:
Das mit der Zeiss-Montierung war ja nur so eine Idee, falls mal irgendwo eine günstig angeboten wird.
Provokative Frage: unter welchem Preis ist denn eine T-Montierung günstig?
(Die Suche bei ebay nach beendeten Angeboten "zeiss montierung" liefert derzeit keine Ergebnisse.)

Danke,

E.
 
Hallo EckyH:
ich habe mal ein paar Bilder von meinem selbstgebauten Zeiss C 50/540 gemacht. Den mechanischen Profis hier wird es wohl das Grauen den Rücken herunterlaufen, aber alles allein gemacht mit Haushaltswerkzeug und einem ganz kleinen Schraubstock.

Der Tubus ist Stahl (ein Tischbein aus dem Baumarkt um dieses unter eine Platte zu schrauben, war schon aussen weiss lackiert). 60mm aussen und 58mm innen im Durchmesser. Innen dann geschwärzt mit Schultafelfarbe und zwei Blenden eingebaut.

Das Objektiv ist vorn und hinten (es hat ja eine lange eigene Fassung)mit so einer Art Stoffklebeband umwickelt und in den Tubus geschoben. Da wackelt nichts mehr und verspannen kann es bei Temperaturänderung so auch nicht. Vor und nach der Fassung je eine kleine Schraube einbauen gegen langsames verutschen, also zum sichern.

Mein ganzer Stolz: die Rohrschellen. Aus einem Holzbrett gesägt, die Form erkennt man ja gut auf den Bildern. Die Rundung ging gut mit so einem billigen Lochbohrer für die Bohrmaschine aus dem Baumarkt. Das Gewinde zum Zuspannen ist ein Loch mit einer eingeschlagenen Mutter.

Der 1 1/4 Anschluß ist ein zwei Zoll auf 1 1/4 Zoll Adapter, wieder mit dem Stoffklebeband, diesmal reingewürgt.

Viel Spaß beim Betrachten der Bilder wünscht Olaf.
 

Anhänge

  • _6259878klein.jpg
    _6259878klein.jpg
    89,2 KB · Aufrufe: 2.390
  • _6259880kl.jpg
    _6259880kl.jpg
    82,3 KB · Aufrufe: 2.312
  • _6259881kl.jpg
    _6259881kl.jpg
    98,7 KB · Aufrufe: 2.338
Hallo Ecky,

das Stativ würde ich behalten und aufarbeiten. Stabil genug ist es allemahl. Ich hatte auch mal ein baugleiches aus NVA beständen in olivgrün. Habe ich komplett überarbeitet und trug dann einen 8 Zoll f/4 auf einer ADM.
Die Frage war nicht rhetorisch gemeint, aber ist ja deine Entscheidung und eine T-Montierung ist auch ein feines Teil. Dann ist das Gesamtbild stimmig. Man muss halt die Zeit haben, bis man irgendwann sein Schnäppchen machen kann.
Auf den Zapfen bekommst du die Monti auf jeden Fall adaptiert.

Gruß
Thomas
 
Vielen Dank, Olaf!

Meine derzeitige Billiglösung mache ich mit diesen Rohrschellen: http://www.pvc-profi.de/PVC-Fittings/PVC-Rohrklemmen/PVC-Rohrklemme-Rohrschelle-63mm::3738.html
(Für 2,58 € stelle ich mich nicht in den Keller und bastel selbst was.)
Dagegen ist Deine Lösung schon High End. :super:

Die Idee mit den Anschlagschrauben finde ich gut.
Dein Adapter hat 50mm Außendurchmesser, die Du mit dem Gewebeklebeband auf die 58mm Innendurchmesser des Tubus aufgefüttert hast, richtig?
Da hinein kommt dann der 1 1/4" Anschluß des Zenitspiegels und wird mit der Rändelschraube fixiert.
Das Okular kommt in den gerändelten (kordierten) Teil, der aber auch nur zwei Rändelschrauben zur Fixierung hat. Wie fokussiert man denn da? ?)

E.
 
Hallo Thomas,

Zitat von eckehardt70:
das Stativ würde ich behalten und aufarbeiten. [...] Habe ich komplett überarbeitet und trug dann einen 8 Zoll f/4 auf einer ADM.
8" sind eine Ansage.
Bitte entschuldige die Frage: Was ist eine ADM?

eine T-Montierung ist auch ein feines Teil. [...] Auf den Zapfen bekommst du die Monti auf jeden Fall adaptiert.
Die historisch passende und wohl auch mechanisch recht gute Montierung reizt mich schon. Bleibt nur die Frage: bis zu welchem Preis ist die T-Montierung plus Stativ ein Schnäppchen?

12x35mm + Reduzierhülse ist eine andere Qualität als 20x70mm + Direktmontage.
Ich möchte jetzt möglichst wenig Aufwand in eine Bastellösung stecken. Dann lieber die richtige und mechanisch vernünftige Lösung, auch wenn es etwas mehr kostet.
Daher motte ich das Stativ erst mal wieder ein und achte auf das passende Asiola.

E.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo EckyH: ja, alles gut erkannt. Der gerändelte Aufsatz auf dem Zenitspiegel ist ein Drehfokusierer zur Feineinstellung. Weiterhin sind noch zwei Möglichkeiten zur groben Voreinstellung des Fokus: der Zenitspiegel kann etwas herausgezogen werden (lange Hülse beim Intes ZS) und auch der Drehfokusierer kann vor dem Klemmen etwas herausgezogen werden.
Übrigens die hier gezeigte Version mit dem Holzteil zwischen den Rohrschellen dient zur Befestigung auf einem Fotostativ. Mein Manfrotto Kopf für das Stativ hat eine extrem große Auflagefläche. Ist das Holzteil abgebaut, dann haben die zwei Rohrschellen noch zwei Gewinde, hier auch zu sehen für den Anschluß an meine Vixen Super Polaris.
Viele Grüße Olaf.
 
Nein, ich bin noch keine multiple Persönlichkeit. Sagt mein zweites Ich.

Aber:
Zitat von EckyH:
Bleibt nur die Frage: bis zu welchem Preis ist die T-Montierung plus Stativ ein Schnäppchen?
Ich habe ein Angebot für ein recht gut aussehendes Stativ mit T-Montierung für 330 € bekommen.
Kann man das kaufen oder ist der Preis zu hoch?

E.
 
Geduld hilft manchmal weiter. Ich habe vor 2 Jahren für eine T-Montierung in gutem Zustand bei ebay nur 75 Euro bezahlt.

Gruß

Karsten
 
Hallo Ecky,

wenn die T-Mont in sehr gutem Zustand ist, kann man den Preis bezahlen. Die Montierung ist auf jeden Fall ein Klassiker und zudem sehr präzise. Sehr praktikabel sind auch die großen Teilkreise. Damit kann man beispielsweise die Venus gut am Tageshimmel finden.
Wenn man Fan ist und/oder Astronomie dauerhaft betreiben möchte, kann man die 330,- ausgeben.

Allerdings wird der kleine Refraktor auch von einer billigen Chinamontierung gut getragen. Da gibt's schon was ab 20 - 30,- € gebraucht.

Du kannst auch versuchen, die azimutale Asiolamontierung zu bekommen. Ich habe da eine für 15,- € gekriegt. Die verwende ich für mein Spektiv und aber auch früher als Reisemontierung für ein 50/540.

Die T-Montierung passt übrigens nicht auf den Zapfen des Asiolastativs. Die T-Mont braucht einen 20mm Zapfen, die vom Asiola 12mm.

Mein Zeiss 50/540 hat einen Auszug aus einem alten 135-iger Teleobjektiv bekommen. Das habe ich ausgeschlachtet und mit Adaptern versehen.

Falls Dich die Lösung interessiert, kann ich morgen ein paar Bilder einstellen.

Gruß Hans-Jürgen


 
Hallo Karsten,

danke für die "Hausnummer". :)


Hallo Hans-Jürgen,
Zitat von Kerringa:
wenn die T-Mont in sehr gutem Zustand ist, kann man den Preis bezahlen.[...]
Allerdings wird der kleine Refraktor auch von einer billigen Chinamontierung gut getragen. Da gibt's schon was ab 20 - 30,- € gebraucht.
Nein, kein Billiggewerks. Damit ärgert man sich nur und kauft später doch was richtiges. Da ist "gleich richtig" im Endeffekt billiger.

Momentan tendiere ich allerdings zu einer EQ3-Montierung statt der Zeiss T. Laut Suche hier im Forum sollte die Stabilität der EQ3 ausreichen.
Die EQ3 ist samt Stativ für ca. 210 € neu zu haben. Da kann ich die restlichen 120 € Differenz zur Zeiss T doch besser in Zenitspiegel und/oder einen gescheiten Okularauszug investieren.
Oder gibt es gegen diesen Ansatz pragmatische Gegenargumente, die ich noch nicht bedacht habe?

Du kannst auch versuchen, die azimutale Asiolamontierung zu bekommen. Ich habe da eine für 15,- € gekriegt. Die verwende ich für mein Spektiv und aber auch früher als Reisemontierung für ein 50/540.
Das ist eine prima Idee. Danke!

Mein Zeiss 50/540 hat einen Auszug aus einem alten 135-iger Teleobjektiv bekommen. Das habe ich ausgeschlachtet und mit Adaptern versehen.
Falls Dich die Lösung interessiert, kann ich morgen ein paar Bilder einstellen.
Das interessiert mich auf jeden Fall und ich bitte um Bilder!
Solche Objektive bekommt man ja auf Fotomessen mittlerweile aus der Wühlkiste. Traurigerweise.

E.
 
Hallo Ecky,
Zitat von EckyH:
Nein, kein Billiggewerks. Damit ärgert man sich nur und kauft später doch was richtiges. Da ist "gleich richtig" im Endeffekt billiger.
Momentan tendiere ich allerdings zu einer EQ3-Montierung statt der Zeiss T. Laut Suche hier im Forum sollte die Stabilität der EQ3 ausreichen.
Wenn die EQ 3 nur für den 50/540 sein soll, ist sie schon überdimensioniert. Wenn Du sie aber später mit einem 4" Refraktor oder gar mit einem größeren Spiegel belasten willst, ist sie meines Erachtens zu schwachbrüstig. Da ist für mein Dafürhalten eine gut gebrauchte Vixen GP "gleich richtig".

Ich musste einmal mein Intes MK 67 auf einer EQ 3 betreiben, weil ich zu einem Teleskoptreffen ein entscheidendes Bauteil - nämlich das GP Achskreuz - zu Hause habe liegen lassen. Ich war richtig erschrocken, wie wackelig dann die Angelegenheit wurde.
Wenn es die EQ 3 sein soll, dann versuche eine gebraucht zu bekommen. Da ist dann der Wertverlust für einen eventuellen Weiterverkauf nicht so hoch.

Gruß Hans-Jürgen

PS: Fotos folgen morgen
 
Hallo Hans-Jürgen,

Zitat von Kerringa:
Wenn die EQ 3 nur für den 50/540 sein soll, ist sie schon überdimensioniert. Wenn Du sie aber später mit einem 4" Refraktor oder gar mit einem größeren Spiegel belasten willst, ist sie meines Erachtens zu schwachbrüstig. Da ist für mein Dafürhalten eine gut gebrauchte Vixen GP "gleich richtig".
Danke für die klare Ansage. Dann soll es die Vixen GP sein.
Wenn der 50/540 dann mal zu klein sein sollte, muß ich ja "nur noch" ein größeres Teleskop... aber das ist dann ein anderes Thema weit in der Zukunft.

Keine Eile, ich habe noch keinen Flohmarkt bzw. keine Messe in den nächsten Tagen hier. Danke aber schon mal.

E.
 
Hallo Ecky,

so, nun zwei Fotos von meinem - zugegeben etwas stiefmütterlich montierten - 50/540 auf der Zeiss T-Montierung.
Das Gegengewicht muss dabei voll auf Anschlag zur Innenseite sitzen, so leicht ist der Tubus.

Ich habe ein passendes Stück Alu-Rohr als Schiebtubus verwendet. In dessen Ende habe ich ein Stück M42 Praktica Innengewinde eines Verlängerungsringes mit Harz eingeklebt.
Darin sitzt das Fotoobjektiv. Das wiederum hat einen Umkehrring verpasst bekommen, in dem ich ein Stück Alurohr mit 1,25" Steckmaß geklebt habe.

Wenn Du Deiner Heimatstadt treu geblieben wärst, könntest Du alle diese Zubehörteile im gut sortierten Fachhandel kaufen. :/
Alte Prakticateile bei Foto-Wolf auf dem "Weißen Hirsch", Alu Halbzeuge im Messinghaus Rehlken.
Bei dieser Zusammenstellung reichte eine Metallsäge als Spezialwerkzeugmaschine aus.

Der Tubus ist innen Velours bekleidet, auf Blenden kann man verzichten.

Die Bilder zeigen das Gerät im Einsatz bei der Sonnenbeobachtung, wo er knackige Bilder zeigt, und das fast immer. (Was war gleich noch mal schlechtes Seeing?)

Link zur Grafik: http://up.picr.de/14990362lx.jpg
Link zur Grafik: http://up.picr.de/14990361rl.jpg

Zur Montierung:
Wenn es ein kostengünstiger Klassiker sein kann, gibt's momentan dies in der Bucht:
TAL 1 Montierung

Die Montierung lässt sich in beiden Achsen nicht motorisieren. Das ist dasselbe Tangentialprinzip wie bei der T-Mont. Nach 15 min. muss man den Feintrieb wieder zurück stellen.

Ich an Deiner Stelle würde sie nehmen. Den Dom mit dem Zapfen vom Asiola-Stativ abschrauben und die Tal drauf. Lass' Dich aber nicht vom Kauf einer besseren abhalten, wenn Du einmal motorisch nachführen willst.
Stabil und präzise ist sie allemal. Da wackelt garantiert nichts.

Gruß Hans-Jürgen
 
Vielen Dank, Hans-Jürgen!
Zitat von Kerringa:
Ich habe ein passendes Stück Alu-Rohr als Schiebtubus verwendet. In dessen Ende habe ich ein Stück M42 Praktica Innengewinde eines Verlängerungsringes mit Harz eingeklebt.
Darin sitzt das Fotoobjektiv. Das wiederum hat einen Umkehrring verpasst bekommen, in dem ich ein Stück Alurohr mit 1,25" Steckmaß geklebt habe.
Jetz wird mir die Konstruktion klar.
Einen Verlängerungsring hätte ich noch, bzw. wäre sowas schnell beschaffbar.
Hast Du bei dem Objektiv (Was für eines ist das genau? Man braucht ja eines, bei dem sich beim Fokussieren die Linsen nicht mitdrehen...) außer den Linsen noch etwas ausgebaut?
Einziger Nachteil, den ich bei der Konstruktion sehe: das wird recht "okularlastig".

Wenn Du Deiner Heimatstadt treu geblieben wärst, könntest Du alle diese Zubehörteile im gut sortierten Fachhandel kaufen. :/
Alte Prakticateile bei Foto-Wolf auf dem "Weißen Hirsch", Alu Halbzeuge im Messinghaus Rehlken.
Beide versenden zum Glück auch.
(Und wie ich sehe, ist Rehlken ja gar nicht mehr in der Nebenstraße der Straße der Befreiung, sondern nach Niedersedlitz umgezogen.)

Bei dieser Zusammenstellung reichte eine Metallsäge als Spezialwerkzeugmaschine aus.
:neinnein:
Laut Katalog hat Rehlken nur Rohre mit 28,0mm Außen- und Innendurchmesser. 1 1/4" sind aber ca. 28,6mm.
Hast Du da noch etwas aus- bzw. abdrehen müssen?

Der Tubus ist innen Velours bekleidet, auf Blenden kann man verzichten.
Hast Du eine Empfehlung für ein Fabrikat?
Ich habe eine Rezension bei amazon für Rayher-Papier gefunden, in der der Kunde genau unseren Einsatzzweck hat und das Papier als nicht so gut dafür geeignet findet.
Streulichtblenden werde ich zusätzlich einbauen.
1. um das mal inclusive geometrischer "Berechnung" nach http://www.berfield.com/baffles.html gemacht zu haben,
2. um sagen zu können, daß ich alles getan habe, was möglich war.

Die Bilder zeigen das Gerät im Einsatz bei der Sonnenbeobachtung
http://up.picr.de/14990362lx.jpg
http://up.picr.de/14990361rl.jpg
Hübsch!
Die Montierung sieht doch gar nicht sooo nach "homeboy engineering" aus. :/

Zur Montierung:
Wenn es ein kostengünstiger Klassiker sein kann, gibt's momentan dies in der Bucht:
TAL 1 Montierung
Ich an Deiner Stelle würde sie nehmen. Den Dom mit dem Zapfen vom Asiola-Stativ abschrauben und die Tal drauf.
Vielen Dank!
Die ist schon mal auf der Beobachtungsliste und der Dom (aus dem Vollen gedreht! Unfaßbar...) abgeschraubt.

Lass' Dich aber nicht vom Kauf einer besseren abhalten, wenn Du einmal motorisch nachführen willst.
Die Vixen GP wird auf jeden Fall kommen.
Aber mit Deinem wertvollen Tipp für die Tal MT-1. Die ist deutlich besser als das derzeitige Gefummel mit Kugelkopf, dürfte nciht die Welt kosten und verschafft mir Zeit, um nach einer gebrauchten GP zu schauen...

Edit:
Gerade hat mir ein Freund noch folgenden Link zukommen lassen: http://doublestarobserver.com/log/1013.html
Auch sehr schön.

E.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!

Hier als Ergänzung meine Variation des 50/540, der trotz zunehmender Aperturen immer dazugehört hat: Kohlefasertubus, gedrehte Aluringe, Feather Touch Auszug, auf dem Bild in Leitrohrschellen auf einer GSO Skyview, jetzt auf Vixen NP. Die wohl beste Astrooptik ihrer Klasse!

Gruß, Michael

 

Anhänge

  • 50_540_2.jpg
    50_540_2.jpg
    85,2 KB · Aufrufe: 2.076
Danke Michael!

Das ist natürlich so ziemlich das obere Ende. Das hat was von "weil ich kann". Sehr schön!
So hoch wollte ich den Aufwand nicht für den Bausatz treiben. Erschwerend kommt hinzu: Carbon ist nicht mein Material. ;)

Nachdem jetzt die Montierungsfrage eigentlich ziemlich endgültig beantwortet ist, ist die bereits diskutierte Fokussierungsfrage immer mehr in den Fokus gerückt.

Solche kreativen Lösungen wie die von Hans-Jürgen (Kerringa) haben absolut ihren Charme.
Momentan tendiere ich aber eher zu einer Lösung, die preislich zwischen der von Olaf (CaptainKirk) und der von Michael (NONSENS) liegt.
Ab welcher Preislage lassen sich denn da sinnvoll (im Sinne von angemessen) Okularauszug, Zenitspiegel (Amici-Prisma?), und Adapter auf 0,96" (wegen der originalen Zeiss-Okulare) Teile zusammenstellen?

E.
 
Hallo Ecky,
Zitat von EckyH:
Hast Du bei dem Objektiv (Was für eines ist das genau? Man braucht ja eines, bei dem sich beim Fokussieren die Linsen nicht mitdrehen...) außer den Linsen noch etwas ausgebaut?
Einziger Nachteil, den ich bei der Konstruktion sehe: das wird recht "okularlastig".
ja, das ist ziemlich grenzwertig, das Teleobjektiv ist ziemlich lang. Ich kann das Teleskop aber noch ausbalanciert montieren.
Ein 50 mm Objektiv geht aber in Verbindung mit dem Schiebetubus auch. Das hatte ich vorher.
Die Frontlinse dreht bei den DDR Objektiven nie mit.

Das Alurohr hat die nominalen Abmaße von 40x4 mm. Nachgemessen bringt es 40,1mm Außendurchmesser und 4,1mm Wandungsstärke, so dass ca. 32 mm Innendurchmesser übrig bleiben.

Veloursfolie hatte ich immer im Praktiker Baumarkt gekauft. (alkor DecoDesign) Dieses auf ein Stück passenden Karton geklebt und eingeschoben.

Mit "stiefmütterlich montiert" meinte ich meine "Rohrschellen". Da werde ich aber noch einmal Hand anlegen.

Michael: Der Refraktor sieht ja schick aus. Glückwunsch!

Gruß Hans-Jürgen

 
Zitat von EckyH:
Vielen Dank, Hans-Jürgen!
Zitat von Kerringa:
Bei dieser Zusammenstellung reichte eine Metallsäge als Spezialwerkzeugmaschine aus.
:neinnein:
Laut Katalog hat Rehlken nur Rohre mit 28,0mm Außen- und Innendurchmesser. 1 1/4" sind aber ca. 28,6mm.
:blush: Peinlich, peinlich.
1 1/4" sind natürlich ca. 31,7mm...
Ausrede: es war spät gestern abend...

E.
 
Hallo Hans-Jürgen,
Zitat von Kerringa:
Die Frontlinse dreht bei den DDR Objektiven nie mit.
Gut zu wissen.
Mechanisch waren die "besseren" Objektive (also nicht zB. das Domiplan) schon recht gut - wenn ich da an das Pentacon auto 1.8/50 an der Exa denke...

Mit "stiefmütterlich montiert" meinte ich meine "Rohrschellen".
Ich auch.
Ockhams Rasiermesser dürfte aber auch in der klassischen Mechanik der Teleskopbefestigungen gelten. ;)

E.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben