Das "AstroLogbuch": Überblick über Astrofotografie-Projekte

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

wie bei vielen von euch sammeln sich bei mir über die Jahre etliche Astrofotografie-Projekte an, verteilt auf mittlerweile fast 90 Ordner. Bei manchen Objekten ziehen sich die Aufnahmen über mehrere Jahre hin: ein paar Nächte in der einen Saison, dann eine längere Pause, weil das Objekt wieder unter den Horizont wandert oder schlicht die Zeit fehlte, und erst in der nächsten passenden Saison geht es weiter. Den Überblick, was eigentlich noch fertig werden müsste und welches Objekt gerade jahreszeitlich wieder sinnvoll weiterzubearbeiten wäre, dazu eine Art Bestandsaufnahme, was ich von welchem Objekt je nach Fall auch mit welchen Filtern bereits gesammelt habe, hatte ich zunehmend verloren... Ich bin da aber auch etwas einfach gestrickt. Ich eine eine schlichte Ordnerstruktur mit den jeweiligen Objekten, und wenn ein Objekt abgeschlossen ist, vermerke ich das auch direkt im Name des Ordners. Das ist so ein bisschen meine Übersicht. :)

Weil es dafür nichts gab, das genau auf meine Ordnerstruktur und Namensgebung passt, habe ich mir mit Unterstützung einer KI (Claude) ein eigenes kleines Tool bauen lassen, das AstroLogbuch. Das möchte ich einfach mal eine kleine Idee und Inspiration vorstellen.

Was es macht:
  • Liest meinen kompletten Astro-Fotoordner ein, jeder Unterordner gilt als eigenes Projekt. Es wird also eine gewisse Ordnerstruktur mit Objektnamen vorrausgesetzt, was das Tools als Grundlage nutzt.
  • Ermittelt pro Projekt automatisch Anzahl Nächte, gesammelte Belichtungszeit je Filter, verwendete Kamera und einen groben Bearbeitungsstatus.
  • Berechnet für jedes Objekt ein optimales Beobachtungsfenster, also wann es von meinem Standort aus aktuell wieder sinnvoll sichtbar ist. Dafür steckt ein eingebauter Katalog mit rund 14000 Objekten drin, plus Online-Nachschlagen für alles, was da nicht gelistet ist.
  • Zeigt alles übersichtlich in einem sortier- und filterbaren Dashboard an, ein Klick auf ein Projekt öffnet direkt den passenden Ordner im Explorer.
  • Läuft mittlerweile als eigenständiges Windows-Programm ohne Browser. Ordner, Standort sowie Kamera- und Filterbezeichnungen lassen sich in den Einstellungen frei anpassen, falls das für jemanden mit anderem Equipment interessant sein sollte.
Kein großes Programm, sondern eher ein kleines Hobby-Werkzeug gegen mein eigenes Ordner-Chaos :LOL: Vielleicht kennt der ein oder andere das Problem ja ebenfalls. Falls Interesse an den Details oder am Tool selbst besteht, einfach fragen. Ich kann es bei Bedarf auch gerne zur Verfügung stellen. Vielleicht bin ich mit meinem Bedürfnis nach einem kleinen Dashboard aber auch allein unterwegs. Dann taugt der Beitrag zumindest als Inspiration für eine eigene Lösung. Oder vielleicht hat jemand noch sinnvolle Ideen, welche sich in das Tool integrieren lassen könnten. Am Ende ist es aber ein Tool, was eher selten zur gelegentlichen Übersicht zum Einsatz kommt.

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Moin Dane,
das ist weltklasse. Wenn Du das zur Verfügung stellst..... Bei mir kommen jetzt immer mehr Daten in immer kürzerer Zeit durch meine Remote-Projekte zusammen. Da kann das mächtig weiterhelfen.
Ganz herzliche Dank!!
CS,
René
 
Hallo Dane,
da kann ich mich Frank nur anschliessen. Das würde Ordnung in mein Bilderchaos bringen.
Gerne veröffentlichen.
Gruß
Rainer
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für das Interesse. Also versuchen wir es doch mal. Schlimmstenfalls funktioniert es einfach nicht - das Tool ist rein auf das Lesen ausgelegt, es gibt also keine Gefahr, dass dabei Daten beschädigt oder verändert werden. Ich bin sehr gespannt, wie das bei anderen aussehen wird, und ob das überhaupt klappt.

AstroLogbuch – Kurzanleitung

AstroLogbuch ist ein kleines Windows-Tool, das deinen Astrofoto-Ordner scannt und automatisch eine Übersicht all deiner Projekte erstellt: Status (Fertig/In Arbeit/Geplant), Belichtungszeit, verwendete Kamera(s)/Filter sowie eine Vorschau, wann ein Objekt gerade gut am Himmel steht.

Voraussetzungen
  • Windows 10/11, keine Installation nötig. Ich habe zum Beispiel in dem Projektordner einen Unterordner mit "AstroLogbuch", in dem sich das Tool befindet.
  • Aufnahmen von ASIAIR oder N.I.N.A. (Dateinamensschema Light_Ziel_Belichtung_Bin_Kamera_Filter_gain_Zeitstempel_Nr) – andere Aufnahmesoftware (Voyager, SGP, APT, ...) wird aktuell nicht im Detail ausgewertet
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  • Die Objektbezeichnung kommt immer vom Ordner. Die Belichtungszeit, Kamera, Zeitstempel von den Dateien.
Installation
  1. AstroLogbuch.exe herunterladen und in einen beliebigen (leeren) Ordner legen – mehr wird nicht gebraucht
  2. Starten – Windows SmartScreen warnt beim ersten Mal evtl. („Windows hat den Computer geschützt"), da die Exe nicht signiert ist. Einfach auf „Weitere Informationen" → „Trotzdem ausführen" klicken.
  3. Beim allerersten Start nach deinem Astro-Hauptordner fragen lassen (der Ordner, der alle deine Projektunterordner enthält)
Einstellungen (Zahnrad-Symbol oben rechts)
  • Standort/Breitengrad – für die Berechnung, wann ein Objekt gut am Himmel steht. Einfach Ortsname eingeben und „Koordinate suchen" klicken, falls der genaue Breitengrad nicht bekannt ist.
  • Kamera-/Filterbezeichnungen – optional, z. B. damit „2600" als „ASI2600" angezeigt wird
  • Ausgeschlossene Ordner – optional anpassbar, falls eigene Ordnernamen wie „Test" nicht mitgezählt werden sollen.
Für eine gute automatische Erkennung die Projektordner so benennen:
  • Katalognummer im Namen (z. B. „M31", „NGC 7000", „Sh2-140") → Objekt und optimales Beobachtungsfenster werden erkannt
  • „- Done" oder „- Fertig" am Ende (Groß-/Kleinschreibung egal) → Status „Fertig"
  • Monatsname im Namen (z. B. „August") → Status „Geplant"
Gut zu wissen
  • Alle Einstellungen landen in einer eigenen AstroLogbuch_config.json neben der Exe – jeder Nutzer hat seine eigenen, unabhängig von anderen
  • Internet ist optional (nur für Namensauflösung/Ortssuche) – ohne Verbindung läuft alles andere normal weiter
  • Bei sehr großen Foto-Archiven kann der erste Scan etwas dauern, das Tool bleibt dabei aber nicht hängen -> Hoffentlich! ;-)

Download Windows
Download Mac/Linux - als Python Script
 
Hey Dane,
vielen Dank! Das Tool funktioniert erstmal super. Einzig die Dateiendung "done" führt bei mir nicht dazu, dass er es als erledigt markiert. Ich habe in meiner Bibliothek jetzt hinter die abgeschlossenen Projekte "_done" geschrieben, aber erkennen tut er da nichts. Ist der Unterstrich vielleicht das Problem?

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Viele Grüße
Ben
 
Hallo Dane,
finde ich eine sehr coole Idee, das Problem ist wohlvertraut. Hast Du die Sourcen bei Github liegen? Dan muss man nicht immer bei Dir klingeln ;-)
LG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

mein digitaler Assistent hat das inzwischen sauber eingetütet und wird dort die künftigen Updates paralell veröffentlichen. Einer muss hier ja den Überblick behalten. :LOL:

 
Hallo zusammen,

mich haben noch ein paar kleine Dinge gestört, weshalb es nun eine neue Version gibt. Unter anderem da die Auswahl der Vorschaubilder über die Heuristik (kein Screenshot-Name, jpg/png vor tif/tiff, dann die größte Datei) nicht immer gut funktioniert hat. Das ist ja auch schwierig wenn man mehrere Aufnahmen im Ordner hat, da gäbe es wohl verschiedenste Varianten wie das Tool das richtige Bild wählen soll. Ich hatte deswegen eine einfachere Idee, und zwar eine einfache Auswahl mit zwei Klicks. Das klappt ganz prima, wie das Video weiter unten zeigt. Standardmäßg werden trotzdem ersteinmal die Bilder über die Heuristik gewählt, wenn es aber nun doch nicht passt, ist das mit zwei Klicks gewechselt.

Version 1.8.0​

Neu:
  • Vorschaubild lässt sich jetzt manuell wählen: Ein Klick auf das Vorschaubild in der Tabelle (statt auf den Rest der Zeile, der weiterhin den Ordner öffnet) öffnet ein Auswahlfenster mit allen Bilddateien im Projektordner. Zur Wahl stehen Automatisch (bisherige Heuristik, der Normalfall), Kein Bild (z. B. für unfertige/geplante Projekte) oder ein konkretes Bild. Die Auswahl wird dauerhaft gespeichert und übersteht auch ein normales "Speichern & neu einlesen".
Behoben:
  • "- Done"/"- Fertig" mit Unterstrich als Trenner (z. B. "M31_Done") wurde bisher nicht erkannt, weil "_" regex-technisch als Wortzeichen zählt. Jetzt funktionieren Bindestrich, Leerzeichen und Unterstrich gleichwertig, in beliebiger Groß-/Kleinschreibung.
Geändert:
  • Das Vorschaubild-Auswahlfenster erzeugt keine Live-Vorschau mehr für sehr große Dateien (über 15 MB, z. B. rohe lineare Master-TIFFs) – diese bleiben trotzdem per Namen wählbar, nur ohne Miniaturbild. Das verhindert spürbare Verzögerungen beim Öffnen des Fensters.
  • Tabellen-Layout überarbeitet: feste statt automatischer Spaltenbreiten beheben mehrere Darstellungsprobleme auf einmal – überstehende Spaltenkopf-Beschriftungen, große Lücken zwischen kurzen Spalten und unnötig frühe Zeilenumbrüche bei textreichen Spalten. Alle Spalten sind jetzt einheitlich zentriert (Kopf und Werte gleich ausgerichtet).

Hier live zu sehen:
 
Hi Dane,

ich habe mir heute auch mal das Astrologbuch angeschaut. Das gefällt mir sehr gut aber ich muss nochmal meine Ordnerstruckturen etwas aufräumen. Mit der Zeit wurde ich doch etwas schlampig :ROFLMAO: und die Belichtungszeit hatte ich noch nie in den Ordner hinterlegt.

Ich hätte aber noch eine Anmerkung, kann es sein, dass das Logbuch keine XISF Dateien erkennt? Ich glaube meine Dateien die ich in Pixinsight mit dem Subframeselektor sortiert und abgespeichert habe, werden nicht als Rohbilder erkannt.

Viele Grüße
Mathias
 
Hallo Mathias,

ja das Tool hat bei mir auch meine schlampige Ordnerstruktur aufgedeckt! Ich habe e smir aber etwas einfach gemacht: Ich habe ChatGPT einfach Zugriff auf mein Astro Verzeichnis gegeben, und gesagt, gibt den Projektordnern mal korrekte und einheitliche Bezeichnungen. :)

Bezüglich XISF habe ich das nun einbauen lassen. Generell gab es mittlerweile einige Updates seit der hier erwähnten 1.8.0.

Version 1.9.3 (19.09.2026)
Neu:

  • Erste Unterstützung für Smart-Teleskope (z. B. ZWO Seestar): eigenes Filterfeld im Dateinamen wird jetzt erkannt, automatisch angelegte Nicht-Deep-Sky-Ordner ("Scenery_video", "Solar_Video", "MilkyWay…") laufen nicht mehr unter "Nebel/Deep-Sky"
  • XISF-Dateien (PixInsight) werden jetzt als Rohaufnahmen erkannt
  • Rückfall auf Stacked-Ausgabedateien von Smart-Teleskopen: Filter/Kamera/Stunden werden aus dem Dateinamen gewonnen, falls keine einzelnen Rohaufnahmen mehr vorhanden sind (z. B. nach dem Löschen zum Platzsparen) – ohne Doppelzählung
  • Neue Kategorie "Sonne" für Solar-Aufnahmen, analog zu "Mond"/"Planet"
  • Kategorie "Mond" zeigt jetzt nächsten Voll- und Neumond statt eines leeren Felds
  • Caldwell-Katalognummern in Kurzform ("C34", "C 20") werden jetzt erkannt und auf ihre NGC/IC-Entsprechung aufgelöst
  • "Letzte Bearbeitung" und "Aufnahme" jetzt als getrennte, korrekte Werte
Behoben:
  • Beobachtungsfenster von ±90 auf ±45 Tage verkürzt (war zu großzügig)
  • Planeten und Mond zeigten ein Beobachtungsfenster ohne Aussagekraft – zeigen jetzt wie Kometen keins mehr
  • Sortier-Symbole in der Kopfzeile waren erst nach dem ersten Klick bzw. nur bei der aktiven Spalte sichtbar
  • Online-Namensauflösung bekam bisher den ganzen unaufgeräumten Ordnernamen statt einer sauberen Katalogbezeichnung als Suchanfrage
Version 1.9.2 (18.09.2026)
Neu:

  • Ordner mit aussortierten Aufnahmen ("falsch", "Ausschuss", "unscharf", "reject", …) werden übersprungen
  • Filter aus dem Ordnernamen, falls ein von Hand eingeschraubter Filter (typisch bei DSLR) keine Spur im Dateinamen hinterlässt
  • Light-Dateinamen werden jetzt feldweise erkannt, wenn keines der festen Namensmuster passt – deckt deutlich mehr ASIAIR/NINA-Varianten ab
  • Einstellungsdialog weist direkt hin, wenn ein Kalibrier-Schlüsselwort versehentlich auf den Aufnahmeordner selbst passt
  • Archiv für fertige Projekte: bleibt dauerhaft im Logbuch sichtbar, auch nach dem Löschen des Rohdaten-Ordners, manuell entfernbar
  • Sortier-Symbol in der Kopfzeile, Spalte "Optimales Fenster" umbenannt in "Beobachtungsfenster"
Behoben:
  • "In Arbeit" statt "Nur Rohdaten" bei Zwischenergebnissen der Bildbearbeitung (Siril/DSS/PixInsight legen Ergebnisse als .fit/.fits ab)
  • Ein Kalibrier-Schlüsselwort, das auch auf den Aufnahmeordner selbst passte (z. B. "lights"), legte bisher die komplette Auswertung lahm
  • Objektsuche fand "M 31 20.07.26" bei Eingabe von "M31" nicht (Leerzeichen-Problem)
  • Doppelter Unterstrich im Dateinamen (gelöschtes eigenes Namenskürzel) ließ die Erkennung komplett scheitern
  • "Letzte Bearbeitung" nahm das Dateisystem-Änderungsdatum irgendeiner Datei, auch der Rohaufnahmen – springt beim Kopieren/Sichern fälschlich auf "jetzt"
Version 1.9.1 (16.09.2026)
Behoben:

  • Bei der Kamera-Erkennung für DSLR/Systemkameras wurde das hinterste Feld nach dem Zeitstempel als Kamera genommen. Hängt man ein eigenes Kürzel dahinter (z. B. eine Notiz zur Montierung), wurde fälschlich dieses Kürzel statt der echten Kamera erkannt. Technische Felder stehen bei ASIAIR/NINA immer vor der Kamera, nie danach – die Erkennung nimmt jetzt das erste nicht-technische Feld.
Version 1.9.0 (15.09.2026)
Neu:

  • Kamera-Erkennung funktioniert jetzt auch für ASIAIR-Aufnahmen mit DSLR/Systemkamera statt ZWO-ASI-Astrokamera (z. B. Sony A7R III)
  • Automatische Sammelordner-Erkennung: liegen mehrere Projekte in einem gemeinsamen Oberordner (z. B. nach Montierung sortiert), werden sie automatisch gefunden und als Gruppe angezeigt
Behoben:
  • Kamerazuordnung in den Einstellungen beachtete Groß-/Kleinschreibung nicht korrekt
  • NGC 6960 und weitere Nummern aus dem Cirrusnebel-Komplex wurden fälschlich als "Galaxie" statt als Nebel eingestuft
Version 1.8.1 (13.09.2026)
Behoben:

  • Bei zwei oder mehr Monitoren öffnete sich das Programmfenster teils auf dem Nebenmonitor statt auf dem in Windows eingestellten Hauptmonitor
  • War der gewählte Astro-Ordner eine reine Laufwerkswurzel (z. B. "K:\"), ließ sich keine Projektzeile mehr per Klick im Explorer öffnen


 
Hallo Ulli,

danke, freut mich! :) :y:

Zu deiner Frage: Mehrere Ordner gleichzeitig durchsuchen geht aktuell noch nicht, aber hintereinander funktioniert schon heute, denn du kannst den Astro-Ordner in den Einstellungen (Zahnrad oben rechts) jederzeit auf eine andere Platte umstellen und neu einlesen lassen. Nicht ganz elegant, weil du zwischen den Platten hin- und herschalten musst, aber es funktioniert schon mal.

Eine echte "mehrere Ordner gleichzeitig zu einer gemeinsamen Ansicht zusammenführen"-Funktion ist technisch machbar und für Leute mit über Jahre gewachsenem Archiv auf mehreren Platten vermutlich praktisch. Ich hab mir dazu schon ein paar Gedanken gemacht (mehrere Ordner als Liste in den Einstellungen, ähnlich wie bei den Kamera-/Filter-Zuordnungen), bevor ich das aber bauen lasse, hätte ich noch ein paar Fragen zu deiner tatsächlichen Praxis, die mir bei der richtigen Gestaltung helfen würden:

Sind deine externen Platten meistens alle gleichzeitig angeschlossen, wenn du das Programm nutzt, oder eher wechselnd (mal die eine, mal die andere)? Das ist wichtig, damit das Programm sauber damit umgeht, wenn eine Platte gerade fehlt, statt einfach abzustürzen oder Projekte kommentarlos verschwinden zu lassen.
Kommt es vor, dass auf unterschiedlichen Platten Projektordner mit demselben Namen liegen (z. B. weil mal was dupliziert oder verschoben wurde)? Falls ja, wäre es dir lieber, wenn beide als getrennte Zeilen erscheinen, oder sollen die zusammengeführt werden?
Wäre es für dich hilfreich, in der Tabelle zu sehen, von welcher Platte/welchem Ordner ein Projekt stammt, oder ist das eher unwichtig, solange alles in einer gemeinsamen Liste auftaucht?

Du siehst, das Konzept könnte durchaus etwas Komplexer werden, und verschiedene Wege bilden. Ich muss das auch zuvor abwägen, in wie weit diese Anpassung gehen würde, und in wie weit die bisherige Funktion/Übersicht dazu verändert werden müsste.

Danke dir für den Denkanstoß!
 
Hallo Dane,
Ich habe in der Regel nur die Daten auf dem Notebook, mit denen ich gerade arbeite. Für die unverarbeiteten Rohdaten bzw. die fertig verarbeiteten Bilder verwende ich externe Festplatten. Inzwischen sind zwei oder drei davon bereits voll und eine ist in Arbeit. Die Festplatte stecke ich nur an, um die Daten aufs Notebook zu holen bzw. wieder zu speichern.
Ich müsste also einmal den Stand aller Daten auf den externen Platten erfassen. Anschließend müsste ich bei neuen Bildern die Platte, die ich gerade in Arbeit habe aktualisieren.
Viele Grüße, Ulli
 
Hallo Ulli,

ich hab das mal testweise gebaut, genau nach dem Muster, das du beschrieben hast. Neu in den Einstellungen: ein Bereich "Erfasste Ordner". Du steckst eine deiner vollen Platten an, klickst auf "Ordner erfassen…", gibst ihr einen Namen (z. B. "Platte 2"), und das Programm liest sie einmal komplett ein. Danach bleiben diese Projekte dauerhaft in der Tabelle sichtbar – mit einer kleinen Zusatzzeile "Platte: Platte 2 · erfasst 20.09.2026" – auch wenn die Platte beim nächsten Mal gar nicht angeschlossen ist.

Dein aktueller Astro-Ordner (auf dem Notebook, an dem du gerade arbeitest) bleibt wie gewohnt der "echte", live gescannte Ordner. Die erfassten Platten werden nur auf Wunsch aktualisiert (Knopf "Aktualisieren" bei der jeweiligen Zeile), dafür muss die Platte dann kurz wieder dran sein.

Das Ganze baut übrigens auf einer Idee auf, die ich erst kürzlich fürs Archiv fertiger Projekte eingebaut habe: Ein einmal als "Fertig" markiertes Projekt bleibt dort dauerhaft im Logbuch sichtbar, selbst wenn die Rohdaten später gelöscht werden. Deine Frage hat mir gezeigt, dass sich dasselbe Prinzip – "einmal erfassen, dann dauerhaft merken, unabhängig davon ob die Quelle noch da ist" – auch wunderbar auf ganze externe Platten übertragen lässt. Beides ergänzt sich also ziemlich gut, auch wenn es zwei getrennte Funktionen sind.

Das ist ausdrücklich noch eine Testversion (!), kein offizielles Release (steht auch so in der Titelzeile: v1.9.4-test1). Wenn du Lust hast, probier es gerne mal mit einer deiner Platten aus und sag mir, ob das so für dich funktioniert, bevor ich das für alle freigebe. Ich selbst kann das aufgrund fehlender Struktur leider nicht testen.

 
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