Das etwas andere Planeten-Teleskop von Lazzarotti

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Hallo Jan,
sehr schönes Mondfoto, wow!
Mit fotografischer Praxis kann ich nicht dienen.
Aber nach den Formeln hier:
---> klick
ist das 80% Strehl Feld bei f/5 nicht sehr groß, so 1,4mm. Ich weiß nur nicht, ob es das halbe oder das ganze Feld ist. Typisches Faktor-2 Problem :Trost:

Praktisch wird es wohl für eine gute Abbildung reichen, auch auf 6mm Diagonale, denn jenseits von Strehl80 herrscht ja nicht gleich dicker Nebel. Und dann kommt noch je nach Öffnung eine erhebliche Portion Seeing dazu, welche die Koma weiter außen "versteckt".

Insgesamt steht für mich aber das fest, was Harrie schon vor Jahren in seinem Buch geschrieben hat: "As such, the Newtonian is the de facto standard against which the performance of other types of teleskopes is measured." (Teleskope Optics, S.45)
Wenn man jetzt noch einen Komakorrektor, wie den Paracorr da ranstöpselt, gar noch den neuen TypII, dann war's das für fast alle anderen Designs. Leider, es gibt soviele interessante!

Viele Grüße
Kai
 
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Hallo Jan,

wenn Du mit der Theorie zufrieden bist kann ich gerne Deine Frage beantworten.
Dein 10“ f/5 Parabolspiegel hätte wäre er auf der Achse Ideal bei 0,06° Feldwinkel noch Strehl 0,81.
Spots im Anhang.

@Kai

ist das 80% Strehl Feld bei f/5 nicht sehr groß, so 1,4mm.

Das hängt sehr von der Öffnung ab, eine pauschale Aussage lässt sich da nicht machen.

Grüße Gerd
 

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Zitat von fraxinus:
Aber nach den Formeln hier ... ist das 80% Strehl Feld bei f/5 nicht sehr groß, so 1,4mm.
Zitat von Gerd_Duering:
Dein 10“ f/5 Parabolspiegel hätte wäre er auf der Achse Ideal bei 0,06° Feldwinkel noch Strehl 0,81.
Hallo Kai und Gerd,

vielen Dank für Eure schnellen und im wesentlichen deckungsgleichen Antworten aus Sicht der Theorie. 1,4 mm Radius im Primärfokus entsprechen ja gerade 3 mm hinter der 2,2x Barlow. Das sind in beiden Fällen 0,06° bezogen auf die jeweilige Gesamt-Brennweite. Dank an Gerd für die Spot-Diagramme, denen ich entnehme, dass man mit dem 1/3" Kamerachip auch ohne Komakorrektur eine praktisch beugungsbegrenzte Abbildung bis in die Ecken erwarten darf. Es sollte hier also auch mit einer einfachen Barlow ohne Koma-Korrektur gehen, bzw. man könnte mit der kommakorrigierenden Klee-Barlow noch deutlich größere Gesichtfelder sauber abbilden. Das stimmt mich erwartungsvoll im Hinblick auf eine größere Kamera ...

Dann sollten auch Okulare mit 3 mm Feldblende im Primärfokus bzw. mit 6 mm Feldblende hinter einer "einfachen" 2x Barlow beugungsbegrenzt ausgeleuchtet werden können.

Die Probleme fangen offenbar erst bei viel größeren Gesichtsfeldern an. Andererseits braucht man bei Deep-Sky-Fotografie und Langzeitbelichtung keine beugungsbegrenzte, sondern nur eine Seeing-begrenzte Auflösung und könnte schon deshalb größere Gesichtsfelder nutzen. Vielleicht kann das jemand aus der Praxis bestätigen?

Gruß, Jan

P.S. - Kai: Das beugungsbegrenzte Mondfoto habe ich übrigens - allen landläufigen Empfehlungen zum Trotz - bei f/11 aufgenommen ...
 
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Hallo Kai,

Ne, ne, das lineare Feld (zB in mm) hängt nur vom Öffnungsverhältnis ab.
Also wenn der Chip von 6mm Kantnlänge beim 4" f/5 funktioniert, dann geht's auch bei 1m f/5.
(Abzüglich Seeing natürlich)

ja bei dem linearem Feld in mm hast Du natürlich recht, ich bezog mich auf den Feldwinkel.
Das ist in der Tat hier nicht angebracht.
Du hast Dich ja auf das lineare Feld bezogen, insofern muss ich mich korrigieren.
Arbeitet man mit einem Chip ist es natürlich auch sinnvoll sich auf das lineare Feld zu beziehen.
Als Visueller Beobachter arbeite ich lieber mit dem Feldwinkel ich könnte zwar auch die Feldblende eines Okulars also linear als Bezug nehmen, das finde ich aber umständlich.
Ich will wissen welches Gesichtsfeld in Grad bzw. Minuten ich beugungsbegrenzt beobachten kann.
Und das hängt neben dem Öffnungsverhältnis auch von der Öffnung ab.

Grüße Gerd
 
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Zitat von fraxinus:
Insgesamt steht für mich aber das fest, was Harrie schon vor Jahren in seinem Buch geschrieben hat: "As such, the Newtonian is the de facto standard against which the performance of other types of teleskopes is measured." (Teleskope Optics, S.45) Wenn man jetzt noch einen Komakorrektor, wie den Paracorr da ranstöpselt, gar noch den neuen TypII, dann war's das für fast alle anderen Designs. Leider, es gibt soviele interessante!
Hallo Kai,

darüber kann ich mich überhaupt nicht wundern, denn alle anderen Spiegelsysteme - außer eben dem Newton - sind mehr oder weniger hochgradig kompensiert. Die Abbildungsfehler und Temperaturkoeffizienten zweier gegensinnig abbildender optischer Komponenten schlagen als Kompensationsfehler in viel höherem Maße durch als der Relativfehler einer einzelnen abbildenden Komponente ...

Gruß, Jan
 
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