TS-Wolfi
Sponsor Astronomie.de
Hallo Günter,
ich habe mir erlaubt, Deinen Beitrag hier zu bringen und den gleich zu beantworten:
Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Ich fasse das nicht als Händlerschelte auf sondern als sinnvolle Anregung ( auf Schelte reagiere ich nähmlich nicht mehr ... smile )
Also:
Die Anregung eines 150/f6 Newtons als kurzer Dob ist schon mal nicht schlecht und auch für mich durchführbar.
Denk mal über folgende Kombination nach:
Öffnung 150mm
Brennweite 900mm
Keine geklebte HS Fassung sondern gefasster Hauptspiegel
96% HILUX Verspiegelung
2" Okularauszug - Crayford kurzbauend
Fokalebene so gestaltet, daß man auch mit einer Spiegelreflex in den Fokus kommt.
2 Alternativen erhältlich
Dobson ... mit ALU Rockerbox ... Preis um die 830,-
Optischer Tubus mit Schellen ... Preis um die 620,-
Diese Geräte hätten natürlich eine garantierte Spiegelqualität, die über dem China Schnitt wäre - mit Zygo Interferogramm.
Grund:
Wir können es gar nicht versuchen, gegen die billig China Teile, die wir ja selbst im Programm haben, anzustinken. Da haben wir keine Chance, da kommen wir gar nicht hin. Es wird also immer den 150/750mm Newton für 150,- bis 200,- ( OTA mit vernünftiger Parabol Optik ) geben.
Dieses Gerät ist also schon alleine aufgrund des Preises nicht für den Massenmarkt bestimmt. Aber die Ausstattung hebt das Gerät schon deutlich über das Niveau der einfachen Geräte.
Nun meine Frage, nicht nur an Dich, Oliver, sondern an alle:
Würde dieses Gerät aufgrund des relativ hohen Preises überhaupt akzeptiert werden. Wenn die Resonanz hier überwiegend positiv ist, würde ich für uns ein derartiges Sonderteleskop konstruieren lassen und es auch aufnehmen.
Ich habe mir zwar einmal auch die Nase blutig gestoßen , da wurde mir auch hier empfohlen, ein Gerät zu machen ( es war damals ein Achromat mit 1:15 ) und den durfte ich dann unter meinen EK abverkaufen, weil jeder zwar gesagt hat, daß das super toll wäre aber keiner wollte ihn haben - aber trotzdem werde ich auch dieses Gerät wieder aufnehmen.
Deshalb bitte ich Euch, wirklich nicht einfach zu schreiben ... ja super ... und mach mal ... sondern wenn, dann wirklich sich Gedanken zu machen.
Herzliche Grüße
Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
Hallo Wolfi,
ich sehe mich nach wie vor nicht das denjenigen an, der Dir ein OK geben muss,....aber „ok“.
Eulen nach Athen tragen musst Du aber nun wirklich nicht.
Dank der Einzelfertigung und der Testreihen gibt es die Hülsen in jeder denkbaren Länge, ich habe z.B. eine Hülse mit nur 10 mm Weg für das 18er Speers (alt) welches bekanntlich an schnellen Geräten schwächelt und auf die Brennweitenverkürzung positiv reagiert.
Die Idee liegt auf der Hand, wurde auch schon früh von Sternenfreunden ausprobiert, drauf gekommen bin ICH aber erst so richtig durch das neue 17er Speers.
Ich such mir was anderes aus und zwar bitte ich Dich, dass Du ganz einfach noch ein wenig weiter liest.
Jetzt gibt es Haue, Händlerschelte, Fasching!
Sven hat es schon rot hervorgehoben, man hat oft den Eindruck, der Nutzer ist dem
Hersteller/Händler wurscht und das Marketing befriedigt eher sich selbst als den Kunden.
Sehen wir uns Mal die Situation um die Weitfeldrefraktoren an.
Da gibt es nun Apos, die recht teuer sind, aber auch im Rahmen der vorgegebenen Öffnung planetentauglich. So weit ok, aber um dieses Spiel bis 60 mm Öffnung zu betreiben muss erst Mal ein Bedürfnis geweckt werden das bis auf wenige Spezialfälle die es immer gibt, gar nicht besteht. Wer unbedarft auf die aggressive Werbung und Präsentation hereinfällt zahlt viel Geld für wenig Nutzen. Gleiches gilt übrigens m.E. ganz extrem für diese unseligen 4,5-zölligen kathadioptrischen Newtons mitsamt dazugehörigem GoTo.
Bleiben wir aber bei den Refraktoren, die es ja dann auch als viel zu kurze FHs gibt, was für einen Richfielder bei zweckbestimmter Anwendung aber nicht störend ist. Der offensichtliche Niedergang dieser Geräte ist sicher teilweise dem Aufkommen der Apos und der größeren günstigen zudem „farbreinen“ Spiegel geschuldet, aber verfehltes Marketing setzt so langsam zum Todesstoß an und ignoriert einen durchaus bestehenden Bedarf.
Anstatt mit aufwändiger Werbung und halbherziger Verkleinerung des Öffnungsverhältnisses einer nicht zu erlangenden Planetentauglichkeit hinterher zu hinken sollte man bei F/5-6 Geräten um 4“ bleiben und muss dringend auf ordentliche Linsenqualität und Mechanik achten. Das große erreichbare Feld ist der riesige Vorteil dieser Geräte schlechthin und den sollte man nicht zugunsten halbherziger Kompromisse wegwerfen. Ganz nebenbei blieben noch die ebenso berechtigten wie schädlichen Farbfehlerdiskussionen aus.
Viele Sternenfreunde, gerade Besitzer großer Dobsons mühen sich mit einem 114/450er Newton als „Supersucher“ ab, basteln das Gerät auf 2“ um und sind Obstruktion und kritischem Öffnungsverhältnis zum Trotz sehr zufrieden damit.
Sie tun es, weil große Geräte oberhalb von etwa 12“ Öffnung nicht genug Feld für Großfeld bieten und auch, weil ein erschwingliches und gleichzeitig gutes Linsenteleskop am Markt fehlt. Die kurzen Skywatcher-Linsen haben wohl, wie ich aus einer laufenden Sache weiß, nicht unerhebliche Qualitätsprobleme, ansonsten wird der Markt dünn und dünner und letztlich wird man, wenn es so weiter geht, „Schrott“ akzeptieren müssen oder man muss es eben lassen. Die Schuld daran trägt dann nicht allein der Kunde. Da nicht Jeder einen Newton passend basteln kann und will, gäbe es durchaus auch künftig einen Markt für passende Geräte.
Das nach Meinung vieler Sternenfreunde ideale Einsteigerteleskop gibt es, trotz häufiger Bedarfsanmeldung schon gleich gar nicht zu kaufen.
Ich spreche von einem 6“ F/6 Dobson mit Parabolspiegel und 2“ OAZ, in Stufen ausbaufähig von der parallaktischen Montierung über Fotozubehör bis zu GoTo.
Transportabel, okular- und justierfreundlich, weitfeldtauglich, leistungsfähig an Deepsky- und Planeten, ein perfekter Allrounder.
Damit wären nicht nur Einsteiger in bezahlbarer Form für wirklich sehenswerte Ausbliche ins Reich der Astronomie gerüstet und könnten basierend auf einem einzigen Gerät eine Spezialisierung im Hobby versuchen, nein, wichtiger für Dich und Deine Kollegen wäre, dass sich auch noch reichlich gutes, ehrliches Geld an zufriedenen Kunden verdienen lässt, was ja schließlich auch von Herzen gegönnt und Niemandes Schaden ist.
Ich weiß, Händler sind auch an das gebunden, was sie geliefert bekommen und da sind die Komplettangebote mit grundsätzlich unterdimensionierter Monti und schwachem Zubehör nun Mal dabei. Labberige OAZ und Spiegelzellen ärgern sicher auch Euch und Du bist ja selbst auch Hobbyastronom. Nicht alles geht wie man es will, aber etwas Einflussnahme könnte nicht schaden.
CS
Günther
ich habe mir erlaubt, Deinen Beitrag hier zu bringen und den gleich zu beantworten:
Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Ich fasse das nicht als Händlerschelte auf sondern als sinnvolle Anregung ( auf Schelte reagiere ich nähmlich nicht mehr ... smile )
Also:
Die Anregung eines 150/f6 Newtons als kurzer Dob ist schon mal nicht schlecht und auch für mich durchführbar.
Denk mal über folgende Kombination nach:
Öffnung 150mm
Brennweite 900mm
Keine geklebte HS Fassung sondern gefasster Hauptspiegel
96% HILUX Verspiegelung
2" Okularauszug - Crayford kurzbauend
Fokalebene so gestaltet, daß man auch mit einer Spiegelreflex in den Fokus kommt.
2 Alternativen erhältlich
Dobson ... mit ALU Rockerbox ... Preis um die 830,-
Optischer Tubus mit Schellen ... Preis um die 620,-
Diese Geräte hätten natürlich eine garantierte Spiegelqualität, die über dem China Schnitt wäre - mit Zygo Interferogramm.
Grund:
Wir können es gar nicht versuchen, gegen die billig China Teile, die wir ja selbst im Programm haben, anzustinken. Da haben wir keine Chance, da kommen wir gar nicht hin. Es wird also immer den 150/750mm Newton für 150,- bis 200,- ( OTA mit vernünftiger Parabol Optik ) geben.
Dieses Gerät ist also schon alleine aufgrund des Preises nicht für den Massenmarkt bestimmt. Aber die Ausstattung hebt das Gerät schon deutlich über das Niveau der einfachen Geräte.
Nun meine Frage, nicht nur an Dich, Oliver, sondern an alle:
Würde dieses Gerät aufgrund des relativ hohen Preises überhaupt akzeptiert werden. Wenn die Resonanz hier überwiegend positiv ist, würde ich für uns ein derartiges Sonderteleskop konstruieren lassen und es auch aufnehmen.
Ich habe mir zwar einmal auch die Nase blutig gestoßen , da wurde mir auch hier empfohlen, ein Gerät zu machen ( es war damals ein Achromat mit 1:15 ) und den durfte ich dann unter meinen EK abverkaufen, weil jeder zwar gesagt hat, daß das super toll wäre aber keiner wollte ihn haben - aber trotzdem werde ich auch dieses Gerät wieder aufnehmen.
Deshalb bitte ich Euch, wirklich nicht einfach zu schreiben ... ja super ... und mach mal ... sondern wenn, dann wirklich sich Gedanken zu machen.
Herzliche Grüße
Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
Hallo Wolfi,
ich sehe mich nach wie vor nicht das denjenigen an, der Dir ein OK geben muss,....aber „ok“.
Eulen nach Athen tragen musst Du aber nun wirklich nicht.
Dank der Einzelfertigung und der Testreihen gibt es die Hülsen in jeder denkbaren Länge, ich habe z.B. eine Hülse mit nur 10 mm Weg für das 18er Speers (alt) welches bekanntlich an schnellen Geräten schwächelt und auf die Brennweitenverkürzung positiv reagiert.
Die Idee liegt auf der Hand, wurde auch schon früh von Sternenfreunden ausprobiert, drauf gekommen bin ICH aber erst so richtig durch das neue 17er Speers.
Ich such mir was anderes aus und zwar bitte ich Dich, dass Du ganz einfach noch ein wenig weiter liest.
Jetzt gibt es Haue, Händlerschelte, Fasching!
Sven hat es schon rot hervorgehoben, man hat oft den Eindruck, der Nutzer ist dem
Hersteller/Händler wurscht und das Marketing befriedigt eher sich selbst als den Kunden.
Sehen wir uns Mal die Situation um die Weitfeldrefraktoren an.
Da gibt es nun Apos, die recht teuer sind, aber auch im Rahmen der vorgegebenen Öffnung planetentauglich. So weit ok, aber um dieses Spiel bis 60 mm Öffnung zu betreiben muss erst Mal ein Bedürfnis geweckt werden das bis auf wenige Spezialfälle die es immer gibt, gar nicht besteht. Wer unbedarft auf die aggressive Werbung und Präsentation hereinfällt zahlt viel Geld für wenig Nutzen. Gleiches gilt übrigens m.E. ganz extrem für diese unseligen 4,5-zölligen kathadioptrischen Newtons mitsamt dazugehörigem GoTo.
Bleiben wir aber bei den Refraktoren, die es ja dann auch als viel zu kurze FHs gibt, was für einen Richfielder bei zweckbestimmter Anwendung aber nicht störend ist. Der offensichtliche Niedergang dieser Geräte ist sicher teilweise dem Aufkommen der Apos und der größeren günstigen zudem „farbreinen“ Spiegel geschuldet, aber verfehltes Marketing setzt so langsam zum Todesstoß an und ignoriert einen durchaus bestehenden Bedarf.
Anstatt mit aufwändiger Werbung und halbherziger Verkleinerung des Öffnungsverhältnisses einer nicht zu erlangenden Planetentauglichkeit hinterher zu hinken sollte man bei F/5-6 Geräten um 4“ bleiben und muss dringend auf ordentliche Linsenqualität und Mechanik achten. Das große erreichbare Feld ist der riesige Vorteil dieser Geräte schlechthin und den sollte man nicht zugunsten halbherziger Kompromisse wegwerfen. Ganz nebenbei blieben noch die ebenso berechtigten wie schädlichen Farbfehlerdiskussionen aus.
Viele Sternenfreunde, gerade Besitzer großer Dobsons mühen sich mit einem 114/450er Newton als „Supersucher“ ab, basteln das Gerät auf 2“ um und sind Obstruktion und kritischem Öffnungsverhältnis zum Trotz sehr zufrieden damit.
Sie tun es, weil große Geräte oberhalb von etwa 12“ Öffnung nicht genug Feld für Großfeld bieten und auch, weil ein erschwingliches und gleichzeitig gutes Linsenteleskop am Markt fehlt. Die kurzen Skywatcher-Linsen haben wohl, wie ich aus einer laufenden Sache weiß, nicht unerhebliche Qualitätsprobleme, ansonsten wird der Markt dünn und dünner und letztlich wird man, wenn es so weiter geht, „Schrott“ akzeptieren müssen oder man muss es eben lassen. Die Schuld daran trägt dann nicht allein der Kunde. Da nicht Jeder einen Newton passend basteln kann und will, gäbe es durchaus auch künftig einen Markt für passende Geräte.
Das nach Meinung vieler Sternenfreunde ideale Einsteigerteleskop gibt es, trotz häufiger Bedarfsanmeldung schon gleich gar nicht zu kaufen.
Ich spreche von einem 6“ F/6 Dobson mit Parabolspiegel und 2“ OAZ, in Stufen ausbaufähig von der parallaktischen Montierung über Fotozubehör bis zu GoTo.
Transportabel, okular- und justierfreundlich, weitfeldtauglich, leistungsfähig an Deepsky- und Planeten, ein perfekter Allrounder.
Damit wären nicht nur Einsteiger in bezahlbarer Form für wirklich sehenswerte Ausbliche ins Reich der Astronomie gerüstet und könnten basierend auf einem einzigen Gerät eine Spezialisierung im Hobby versuchen, nein, wichtiger für Dich und Deine Kollegen wäre, dass sich auch noch reichlich gutes, ehrliches Geld an zufriedenen Kunden verdienen lässt, was ja schließlich auch von Herzen gegönnt und Niemandes Schaden ist.
Ich weiß, Händler sind auch an das gebunden, was sie geliefert bekommen und da sind die Komplettangebote mit grundsätzlich unterdimensionierter Monti und schwachem Zubehör nun Mal dabei. Labberige OAZ und Spiegelzellen ärgern sicher auch Euch und Du bist ja selbst auch Hobbyastronom. Nicht alles geht wie man es will, aber etwas Einflussnahme könnte nicht schaden.
CS
Günther