Das ideale Einsteigerfernrohr ?????

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Re: Das ideale Aufsteigerfernrohr!

Hi Zusammen,

ich meine, ein Teleskop bis 1200mm Brennweite ist mit Leuchtpunktsucher völlig unproblematisch auszurichten, weil gesuchte Objekte im großen Gesichtsfeld eines Übersichtsokular auch bei kleinen Abweichungen auftauchen. Man müsste quasi um drei Vollmonde daneben zielen.

Der Leuchtpunktsucher hat dabei den einfachen Vorteil, dass er keinerlei Bildumkehrung hat und sogar etwas einfacher zu justieren ist. Der Einblick ist bequemer, vor allem für Brillenträger, denn man lässt die Brille auf.

Ein optischer Sucher kann den Leuchtpunktsucher in seiner einfachen Bedienung nicht besonders gut ersetzen. Mindestens müsste er ein aufrechtes, seitenrichtiges Bild haben (geht ins Geld), damit man damit unkompliziert arbeiten kann. Dann ist so ein Sucher unter aufgehelltem Himmel nicht sehr günstig, weil viele Objekte im hellen Hintergrund absaufen. Die genaue Orientierung fehlt dann.

Wer ein Objekt nach Leuchtpunktsucher einstellt, kommt mit dem Karkoschka bestens zurecht. Beim optischen Sucher kann leicht die Orientierung verlorengehen, zwischen welchen Sternen man gerade ist, und in den einfachen Karten des Karkoschkas sind dann vielleicht nicht genügend Sterne drin, um im Sucher die Stelle nach Sternkombinationen zu finden.

Meiner Meinung nach ist ein Leuchtpunktsucher absolut narrensicher und kann allenfalls durch einen optischen Sucher ergänzt werden, wenn man mit dem Leuchtpunkt in sternarmen Regionen keine nahen Orientierungssterne findet (Beispiel KSth M3, der über recht entfernte Sterne des Bootes mit einem gleichseitigen Dreieck angepeilt werden muss.)
Kommt man per Leuchtpunkt nur einigermaßen nahe an das gewünschte Objekt heran, dann wird es im Aufsuchokular des Teleskopes auftauchen, und dessen Optik ist jedem Sucher überlegen. Da lässt sich dann je nach Teleskop auch schon ein sternförmig kleiner planetarischer Nebel erkennen. Der Eskimo-Nebel jedenfalls fällt unter gutem Himmel oder mit OIII-Filter dann ins Auge.

Clear Skies
Sven
 
Re: Das ideale Aufsteigerfernrohr!

Hallo Leute,

ich denke eigentlich auch, dass für die allermeisten Fälle ein Leuchtpunktsucher völlig ausreicht.
Der 6 F/6 lässt, selbst mit erschwinglichen Übersichtsokularen annähernd randscharfe
Felder von 2,5° und mehr zu.
Das sollte richtig Spass machen und eigentlich immer zum Finden führen.

CS
*entfernt*
 
Hallo Sven,

Die Randschärfe ist eben meinem Empfinden nach bei F/6 NICHT wesentlich besser, sondern lediglich ETWAS besser. Den Unterschied ist meiner Meinung nach für einen Einsteiger nicht relevant.

Was die Performance von Orthos oder Plössl an F/5 angeht kann ich dich beruhigen. Ich habe selbst einen 8" F/5 Dobson, mein Sternfreund Arthur Heinz hat einen 8" F/6 Dobson (beide haben etwa dieselbe optische, gute Qualität) und wir haben an Saturn die Geräte miteinander verglichen, mit verschieden Genuine- und HD-Orthos. Ergebnis: exakt identische Performance, mein F/5 war eher noch einen winzigen Tick besser, wahrscheinlich wegen der Velours-Innenauskleidung.

Übrigens: wer beobachtet schon mit einem 4mm Plössl oder Ortho? Auch an einem F/6 verwendet man für hohe Vergrößerungen eine Barlow oder ein gebarlowtes Okular.

Ich stehe daher weiter hinter meiner ganz persönlichen(!) Erfahrung, daß F/5 und F/6 sich nichts schenken und der F/5 wegen genannter Vorteile ebenso für Einsteiger zu empfehlen ist wie ein F/6.

Sollte jedoch China oder Taiwan einen Massen-F/6 in Zukunft fertigen, begrüße ich das selbstverständlich ebenso wie du, vor allem wenn dieser einen 2"-OAZ hat.

Bino-Tom
 
Hallo Günther,

"Ein Einsteiger merkt den Unterschied nicht, da er die Erfahrung nicht hat!"
Das ist nichts anderes als eine korrekte Aussage, ohne jegliche Wertung.

Wie ich schon an Sven geschrieben habe ist meiner Erfahrung nach der Unterschied in der Randschärfe von F/5 und F/6 NICHT wesentlich, sondern GERING und daher für den Einsteiger nicht von Relevanz.
Das mag Ansichtssache sein. Ich habe hier meine Ansicht und du hast deine.

Bino-Tom
 
Hallo Tom,

ok, als erfahrungsgestützte Meinung akzeptiert, aber von mjir so nicht zu bestätigen.
Ich selbst empfinde und sehe den Unterschied, z. B. eines 32er TSW oder eines 30er BW als
eklatant und unübersehbar.
F/5 mit viel Wohlwollen akzeptabel (vergiss den Rand und guck nur auf die Mitte).
F/6 gut (~75% und Rand immer noch brauchbar).

CS
*entfernt*
 
Hallo Tom,

ähnlich wie Günther kann ich mich dem nicht anschließen. Mit demselben Argument kann man von f/5 zu f/4,5 gehen und dann zu f/4 oder man geht in die andere Richtung gleich zu f/8.
Ich sehe f/6 wirklich schon im entspannten Bereich für Okulare, und f/5 schon im kritischen. Bei f/6 ist einfach der Allrounder viel unkomplizierter drin und die Planetenleistung viel besser zu trimmen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

mir kommt vor es wird hier vergessen, daß wir von einem Gerät für Einsteiger sprechen. Ein Einsteiger schaut das erste Mal durch ein Teleskop. Die Randschärfe beschäftigt ihn relativ wenig, auch kann er sie kaum einschätzen. Noch weniger interessiert ihn der minimale Unterschied in der Planetenperformance von F/5 und F/6. Sowas ist nur interessant für ausgefuchste Planetenbeobachter.

Die Performance am Planeten hängt überdies von vielen anderen Faktoren weit mehr ab, als vom Öffnungsverhältnis.

Ich finde es wird hier nicht mehr über die Bedürfnisse des Einsteigers diskutiert, sondern es wird ein 6"F/6 gewünscht, der zugeschnitten ist für den bereits fortgeschrittenen Beobachter. Auch preislich wird der 6"er von Orion UK für die Mehrheit der Einsteiger nicht interessant sein.

Wie gesagt, ich finde es sehr gut, wenn ein hochwertiger 6"F/6 auf den Markt kommt, denn er fehlt definitiv, aber er fehlt nicht den Einsteigern! Die haben bereits genügend gute Auswahl.

Ist natürlich nur meine ganz persönliche Einschätzung der Lage.

Bino-Tom
 
Hallo Tom,

da hast Du vielleicht etwas den Überblick verloren, der Tenor ist doch eigentlich, dass das Gerät im richtigen Preisrahmen bleiben soll. Zum Beispiel wie von mir angesetzt 150/750 GSO + 50% maximal.

Das interessante an diesem Einsteigergerät ist aber doch auch gerade, dass das Gerät auch dann noch Spaß macht, wenn der Einsteiger beginnt, sich für Randschärfe und noch etwas mehr Planetendetail zu interessieren. Ein Einsteigerteleskop muss doch weiss Gott nicht immer ein Wegwerfartikel sein!
Natürlich hat so ein Gerät ein erhebliches Potenzial, den Kunden des kleinen Apos "für Allround-Zwecke" abzuwerben. Und von der Sorte müssen ja noch einige Container voll verkauft werden...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Leute,

Sven bringt es auf den Punkt. Mir -und ich denke für viele zu sprechen- geht es um eine Einsteigergerät
im günstigen Preissegment MIT ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN für den Käufer und eben nicht als Wegwerfartikel mit
Ebay-Eignung. Letztere gibt es genug und die werden es im Fall der Fälle schwer haben, was das Vorhaben
sicher nicht nur begünstigt.

Möglich, dass ein hochwertiger fotovisueller 6" F/6 Newton eine nette Nieschenchance am Markt hat.
So etwas ist interessant für Leute, die noch mobil, fotografisch und visuell gleichwertig
auf gutem Niveau nebeineinander tätig werden wollen.

Der Preis eines 6" F/6 Einsteigerdobsons wird sich aber am 8" F/6 Chinadobson orientieren müssen,
weil der Einsteiger sich daran orientiert.
Dieser Einsteiger wird anfänglich sicher nicht auf Randschärfe achten, noch Probleme mit dem
optimalen Schärfepunkt haben und die Justiergenauigkeit auf 80% bringen. Das haben wir doch selbst durch
oder auch noch nicht ganz.
Schon an diesem Punkt und gerade an diesem Punkt hat er von einem 6" F/6 wesentlich mehr als von einem
6" F/5 und er wird sich steigern, falls er beim Hobby bleibt und auch diese Chance erhöht sich
durch das "geforderte" Gerät, weil es weder ihn noch erschwingliche Okulare beim Erreichen
qualitativ hochwertiger Beobachtungen überfordert.

Zu diesem Allroundteleskop für den Einsteiger mit der Eignung ihn lange zu begleiten kann
eine ganze Menge Zubehör, von der Monti über GoTo bis Fotoequipment angeboten werden, auch
Qualitätsupgrades gegen Aufpreis und vieles mehr.

So erschließt sich mir die Logik eines kundenfreundlichen Einsteigerteleskops und irgendwie
will ich nicht einsehen, dass ich da falsch liege. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

CS
*entfernt*

CS
*entfernt*
 
Hallo Zusammen,

folgenden Satz von Sven möchte auch ich gaaaanz dick unterstreichen:

"Ein Einsteigerteleskop muss doch weiss Gott nicht immer ein Wegwerfartikel sein!" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />

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Ich denke man sollte beim 6" F6 Vorschlag die reduzierten Folgekosten (im Vergleich zu F5 mit kleinem, eventuell wackeligem Auszug und möglicherweise serienmäßig zu kleinem Fangspiegel für 2" Feldausleuchtung etc...) mit berücksichtigen.

Spätestens nach einer Beratung durch erfahrene Hobbyastronomen sind ansonsten Zusatzkosten zu erwarten, die m.E. ein Qualitätsbewußter Einsteiger auch sehr bald von sich aus erkennen würde!

Ich denke man sollte keinen Anfänger in eine Lage bringen, in der er wieder besseren Wissens unnötig Lehrgeld zahlen muss (und somit eher den Ressourcenverbrauch, als sein Hobby fördert).

Hier greift auch meiner Meinung nach am besten der 6" F6 Vorschlag.

-

Dem 6" F6 sollte man nach Möglichkeit justier -stabile / -freundliche Halterungen für Haupt und Fangspiegel mitgeben.

Geht m.E. nur mit steifen Halterungsbefestigungsbereichen (inkl. steifem Tubus):

Extra Versteifungsprofil im Tubus (z.B. umlaufende Dalle im Blech), anstatt nur glatter Blechtubus, oder Versteifungsringe für die Fangspiegelstrebenbefestigungspunkte und den Okularauszugsbereich, sowie den Hauptspiegelträgerbereich.

...denn Justieren macht nicht jedem Spaß...
Und zumindest möglich, auch im Sinne von dauerhaft, sollte es gerade für Einsteiger und kurze Beobachtungsfenster schon sein, ansonsten konkurriert man wieder mit einem robusteren Refraktor...

Bekannter Weise nutzt die beste Optik ohne gescheiter Montierung nix -

Hier halte ich ebenfalls (auch angesichts der Transportabilität) die Dobsonbauweise für das Grundmodell am geschicktesten...
(u.A. kein Einnorden, keine schweren Gegengewichte)

Günther hat m.E. sehr schön die sich für Hersteller, Händler und Käufer ergebenden, vernünftigen Möglichkeiten angedeutet.

-

Ich finde es gut, wenn sich Jemand traut, wohl ausgegohrene Gedanken zur Diskussion zu stellen, um damit was Ordentliches auf den Weg zu bringen!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />

CS
Ulrich
 
Hallo zusammen
Da ich ja auch noch Einsteiger bin , möchte ich mich zu dem Thema ebenfalls äußern :
Praktisch alle Einsteiger lassen sich erstmal von den tollen Werbungen verleiten . Ich natürlich auch . Man hat keine Ahnung , von A.de hat man noch nie was gehört und die Verkaufsargumente klingen ja so toll . Außerdem will keiner am Anfang viel Geld ausgeben . Sven hat ja einen tollen Artikel dazu auf seiner Seite . Man kauft also erstmal was Billiges . Sobald man dann feststellt , das das Teil keines der Versprechen halten kann und die Monti meist auch Schrott ist , trennt sich die Spreu vom Weizen . Sprich einige , keine Ahnung welcher Prozentsatz , stellt das Teil als 'Lehrgeld' auf den Speicher , Ende des Hobbys . Die Anderen beginnen zu lernen . Hier im Forum , auf Euren Homepages . Dann beginnt die Suche nach etwas 'Besserem' . Genau hier würde das Teleskope von Wolfi ansetzen . Wer sich zu einem 2. Kauf durchringt , verlangt deutlich mehr Leistung und ist auch bereit deutlich mehr zu zahlen . FALLS man ihn vom sinnvollen Nutzen des Gerätes überzeugen kann . MEIN f/5-Dobson hat 200 Euro bei eBay gekostet . Inzwischen habe ich min. 1500 zusätzlich reingesteckt , aber halt so nach und nach . Ich möchte das Ganze auch nicht an einem exakten Gerät festmachen , dazu sind die Interessen der Nutzer zu verschieden . Ob f/5 oder f/6 ist einem Zweitkäufer warscheinlich noch egal , die Erfahrungen die die 'alten Hasen' hier haben fehlen noch . Deshalb glaube ich auch nicht , das jemand seine Kaufentscheidung davon abhängig machen würde . Außer jemand erklärt es ihm genau . Und genau das ist der Haken bei der Sache , die Aufklärung . Als Einsteiger habe ich nur wenig Ahnung , warum z.B. f/4 kritischer ist als f/6 . f/4 ist doch 'schneller' also auch besser , oder ?
Warum soll ich für ein 150/750 deutlich mehr bezahlen als für ein 250/1250 Dobson , das Dobson ist doch viel größer , somit Leistungsstärker , oder ?
Was uns Neulingen eigendlich fehlt , ist die neutrale Aufklärung . Sprich , welches Gerät für welche Anwendung geeignet ist . Wie erkenne ich Qualität , Ausbaufähigkeit und gute Bedienbarkeit ? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Systeme (Newton und SC z.B.) , was ist wofür besser geeignet ...
Diese umfassende Informationsweitergabe ist natürlich für einen Händler schwer machbar . Aber so ein paar einfach gehaltene Hinweise , evtl. als Symbole , was geht und was nicht geht wären oft hilfreich . Wenn ich dann sehe , das Teil ist sehr vielseitig , modular ausbaufähig usw. , bin ich eher bereit einen höheren Preis zu zahlen . Solange sich die Qualitäten des Gerätes nur Profis erschließt (und selbst diese hier noch darüber diskutieren) wird man einen Einsteiger nur schlecht erreichen .
Auch wenn ich die Idee von Wolfi toll finde , so befürchte ich doch , das das Gerät nur wenig Abnehmer finden würde . Jedenfalls solange nicht , bis er selbstständig erkennen kann wo die Stärken des Gerätes liegen . Der einfachste Weg dazu wären z.B. Symbole (Sonne/Mond/ Planeten/ DeepSky/ Bedienung/Foto/Erweiterung) mit Sternchen für bessere Werte . Da kann auch ein Einsteiger erkennen was das gewünschte Gerät leistet . Ist aber natürlich auch ein großer Aufwand für einen Händler . Ob es sich dann lohnt , kann ich leider nicht vorhersagen .....
 
Hi,
es gibt das ideale Einsteigerfernrohr nicht.
Auch ein 6" f/6 ist es nicht, weil
- als Dob gebaut, recht niedrig im Einlick sein wird.
- parallaktisch EQ3 sicher nicht mehr reicht, sondern mindestens GP- Klasse braucht. Das hebt die Kosten an, die Einsteiger ggf. scheuen.

Im Grunde ist die Auswahl groß genug. Wie oft lesen wir dann, das Suchende keinen Überblick haben/kriegen?
Aus meiner Sicht wäre es wichtiger, wenn
- der wirkliche Müll gänzlich vom Markt käme
- vorhandenes Gerät vernünftig optimiert würde.
(Kugelspiegel unter f/8 , hochglänzende Tuben, zu kleine oder zu große FS, billigste Plastikauszüge, zu enge Tuben, Vignetierungen, unbracuhbgare Kombinationen Tleeskop/Montierung etc.)
Es wäre viel gewonnen, wenn hier Verbesserung eintreten würde.

Bleiben wir mal beim hier diskutierten 6"f/5 als Bsp.
Mit etwas längerem Tubus, wäre es ein leichtes, den FS auf vernünftigen Abstand zum HS zu bringen. Dann müßte man den hohen 1,25" OAZ nur gegen einen niedriger bauenden 2" OAZ austauschen und man hätte ein variabeles Gerät, das zur Not auch noch auf kleineren Montierungen noch geht. Mit beugungsbegrenzter Optik sind 200fach kein Thema und Großfeld geht auch sehr gut.

In Anbetracht der Preise für 8" sehe ich da, wenn überhaupt, eher geringe Chancen auf einen teureren 6", sofern er sich nicht qualitativ deutlich abhebt.
Ob dies dann Einsteiger gerecht ist....?

CS
 
Hallo Sven,

siehst du, hier haben wir beide einfach völlig unterschiedliche Vorstellungen von einem Einsteigerteleskop. Der freie Markt wird im Laufe der Zeit zeigen, wer von uns beiden näher dran lag.

Eine Aussage deinerseits möchte ich jedoch nicht unkommentiert lassen:

dass das Gerät auch dann noch Spaß macht, wenn der Einsteiger beginnt, sich für Randschärfe und noch etwas mehr Planetendetail zu interessieren. Ein Einsteigerteleskop muss doch weiss Gott nicht immer ein Wegwerfartikel sein!

Warum Sven, soll ein 6"F/5 Newton von guter Qualität ein "Wegwerfartikel" sein? Warum soll ein Einsteiger nicht auch nach einem Jahr noch Spaß an den jetzigen 6"F/5 haben? Der zeigt doch am Planeten ebenso schon eine ganz gewaltige Menge und wie ich bereits an anderer Stelle ausgeführt habe, ist ein 6"F/5 einem 6"F/6 am Planeten keineswegs automatisch unterlegen. Hier spielen viele andere Faktoren eine wesentlich größere Rolle.

Entscheidend ist dann am Ende immer der Preis. Wenn der Einsteiger die Wahl hat zwischen einem 6"F/5 von GSO für € 150,- und einem 6"F/6 von Orion UK für ca. € 500,- dann nimmt er in 98% aller Fälle den billigen von GSO. Vergiss nicht, was noch alles dazu kommt, Montierung, Okulare, Filter, etc.

Meine Prognose daher vorab: wenn ein 6"F/6 als Einsteigergerät eine echte Chance haben soll dann nur als Massenartikel von GSO oder Synta für maximal € 190,- für den Tubus. Andernfalls greift der Einsteiger zum 6"F/5 oder zum 8" Dobson.

Aber warten wir einfach ab, die Zeit wird es weisen wer recht hatte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Bino-Tom
 
Hi Armin,

da ich nicht so viel von Pauschalaussagen halte (obwohl man sie nicht immer vermeiden kann), möchte ich darauf hinweisen, daß selbst ein Dobson unter 900 mm Brennweite mit einem angenehmen Einblick (nicht nur) aus der Sitzposition heraus realisierbar ist:

Entweder auf einen Tisch, Stuhl, Fels, Baumstumpf, Kofferraum gestellt, oder mit einer etwas längeren "Dobson" -Gabel, die wohl sowiso aufgrund der etwas höher zu erwartenden Schwerpunktlage von nöten sein wird ausstatten... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Eine parallaktische Montierung etc. kann, wer will (- aber eben nicht muß! -) kaufen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

-

Es gibt das ideale (X)-Fernrohr nicht...und deswegen kaufen wir keins und kucken in die (eigene) Röhre?

Wer so viel an einem F5 verändern möchte, kann das Teleskop wirklich gleich selber bauen, oder?

Und wenn der Fangspiegel von Anfang an zu klein dimensioniert ist, hilft kein Umbau um ihn für 2" Zubehörausleuchtung verwendbar zu machen.

Abgesehen von den Umbaukosten, mit denen man gleich einen 6" F6 hätte kaufen können...

Da es sicherlich unter den Anfängern auch Leute mit Zeitknappheit, 2 Linken Händen, oder 10 Daumen gibt,
sehe ich da kein stichhaltiges Gegenargument für einen Einsteiger gerechten 6" F6.

Und wer (als Einsteiger) lieber Teleskopschrott kauft, anstatt länger zu sparen, oder sich ausführlicher zu informieren, kann das weiterhin tun.

Die, die nach einer anständigen Alternative Suchen und hierfür bereit sind zu sparen (z.B. ein paar Monate lang weniger Rauchen, oder Saufen, was für das erfolgreiche Beobachten wohl ebenso notwendig, wie ein anständiges Teleskop ist...) sollten diese Alternative bekommen.

Oder sollen die sich etwa damit abfinden, sich das Hobby nicht leisten zu können bzw. ihr sauer Erspartes in etwas Unbefriedigendes zu investieren?

Wenn ein Einsteiger ein brauchbares Teleskop hat, welches ein Alter Hase auch nicht sofort von der Bettkante stoßen würde, kann er m.E. sein Hobby viel mehr und länger genießen, als wenn in ihm (bezüglich des Teleskopes) Neid, oder Minderwertigkeitsgefühle geweckt werden, oder?

-

Also:

Kein Einheitsschrott, sondern Alternativen für die Alternativensuchenden!

Und ein 6" F6 fehlt - ob es dann brauchbar ist / war, wird die Marktresonanz zeigen!

Ich würde an Wolfi´s Stelle, Hilfsangebote (in technischer und markttechnischer Sicht) ausloten und Notfalls "just for fun" etwas Geld in etwas Anständiges investieren-
und ich glaube mir wäre da das ein / oder andere Kommentar ziemlich Wurst...


CS


P.S.:

Ich bin nicht ausschließlich Nichtraucher, und trinke durchaus gern mal was Alkoholisches.
Bin mir aber auch des diesbezüglichen Einsparpotentials bewußt und weiß es zu nutzen.
 
Hi Ulrich,
ich denke Du hast mich mißverstanden.
--
Wer so viel an einem F5 verändern möchte, kann das Teleskop wirklich gleich selber bauen, oder?
--

Dies war nicht als Aufforderung an die Besitzer zu verstehen, sondern an die Hersteller!!
Der FS ist übrigens nicht zu klein, sondern mit Werten um 45/46mm groß genug um eine 31iger Nagler Feld gut auszuleuchten. Der FS müßte halt nur richtig positioniert werden und eben ein niedrigerer Auszug dran, damit man den Fokus nicht ewig weit über den Tubus legen muß. Siehe mein Reisedob, der genau so eine Optik hat.

Denke den 6"f/5 mal weiter.
Abstand HS zu FS - ca. 59cm ( verbleiben von FS Mitte bis Fokus 16cm)
Das sollte genügen mit niedigem OAZ.
Der FS muß dann nur noch ca 35mm groß sein um 1,25" Okus auszuleuchten. Mit 23% Obstruktion ein durchaus akzeptables Planetengerät für den Einstieg.
Alternativ dazu die Großfeldvariante mit dem bisherigen 45mm FS, 2" OAZ - was ausreicht um Okus a la TSWA32 voll auszuleuchten.

Wenn die Spiegel dazu ordentlich sind, kann das auf längere Sicht Freude bereiten.
CS
 
Holla allerseits,

wenn ich hier nicht was völlig übersehen habe, scheinen ja nur Spiegelteleskope die "idealen Einsteigerfernrohre" zu sein. Nunja, man kennt es ... alte Kamellen.

Aber, ich denke, man sollte erstmal sehen, wieviel Geld denn überhaupt zur Verfügung steht ... 100, 300 oder 1000 €

Und von wo beobachtet wird, und "Handling" und und und ...

Also, die Erde ist keine Scheibe und es gibt nicht nur Spiegelteleskope ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Greetz Hannes
 
Hallo Hannes,

mein Einstiegsgedanke war 6" F/6 Dobson und max. 300 €.
6" wegen Allroundfähigkeit,
300 € in Anlehnung an 8" F/6 Dobson,
F/6 als zubehörfreundliches Öffungsverhältnis.

Das ist in der Quersumme für eine Linse nicht machbar.
Die Linse kommt m.E. später, über den Qualitäts- oder Spezialisierungsgedanken zum Zuge.

CS
*entfernt*
 
Hallo Hannes,

da schießt Du eigentlich weit am Thread vorbei, und weil Deine Erde flach ist fällst Du dann auch hinten runter. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Es geht einfach um ein Einsteigerteleskop in der üblichen Preislage, also Komplettpakete bis 300 Euro.
Da kommt einfach der Refraktor noch nicht so richtig mit dem Hintern hoch, wenn man die Leistung eines mit etwas Grips aufgepeppten 6" f/6 dagegen hält.
Das ist die Idee die dahinter steckt, dass man mit einem solchen Gerät dem Einsteiger ein Spiegelteleskop an die Hand geben kann, mit dem derjenige gut klar kommt, und problemlos ein deutliches Leistungsplus gegenüber den üblichen Alternativen abrufen kann.
Das Gerät sollte dabei in einem Preisrahmen bleiben, dass es dem typischen "150/1400 Cat-Newton-Fragesteller" als Alternative "in Reichweite" kommt. Natürlich nicht zum selben Preis, aber eben mit besserer Eignung.
Man kann eben aus einem 150/900 mehr herausholen, als aus einem 90mm Achromaten. Es geht darum, dieses Leistungsplus für den Einsteiger erreichbar zu machen.
Selbst ein auf "allround" ausgelegter 6" f/6 kann vom Kontrastdurchmesser her einen 4" APO "angreifen" und vom Lichtsammelvermögen her auch mit einem 120mm Refraktor konkurrieren. Nur gibt es so ein Gerät eben nicht, und ich meine es sehr ernst wenn ich frage, ob das hervorragende Leistungspotenzial eines solchen Gerätes womöglich gleich den Grund angibt. Das würde nämlich so einige Hochpreis-Teleskop mächtig beißen.

Clear Skies
Sven
 
Irgendwie kommen mir die Daten zu einem idealen Einsteigerfernrohr ziemlich bekannt vor.
Newton,6", f/6, stabiler 2"OAZ, Randscharfe Abbildung, Gute Qualität (keine Wegwerfware). Klingt doch alles nach einem TAL2 OTA für ca.€ 399,- <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Das Einzige was Veränderungswürdig sein kann ist der Sucher.
Alles andere is wohl für Jahrelangen Spaß ausgelegt. Zumindest geht es mir so mit meinem TAL1 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Zwischenbericht - ideales Einsteigerfernrohr

Hallo Sternfreunde,

nun - erster Zwischenbericht:

150/900mm Newton - von Orion ... als Dob und als OTA ... wir werden es schaffen und dieses Gerät wird bei uns den 1:5 Orion Newton ablösen. Wir werden dann von Orion England die 1:4, die 1:6, die 1:8 und die 1:10,6 anbieten ... immer mit einen guten 2" Auszug.

Und dann eine sehr gute Nachricht, gerade habe ich von GSO auch eine kurze Nachricht ( trotz chin. Neujahr ) erhalten ... GSO hat zugestimmt, für uns eine Sonderserie zu machen - 6" Newton 1:5 mit Ansatz für 2" Okularauszug.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Selbstbau/Okularauszug/TSFOCNCS/TSFOCNCS1.jpg
Und dieser Auszug wird da adaptiert.

Man kommt dann auch mit 2" in den Fokus rein, für Fotografie, für den Baader Koma Korrektor .....

Die genaueren Kalkulationen werde ich dann kommende Woche haben.

Die Info habe ich gerade vor 5 Minuten von GSO erhalten und die Zusage von Orion habe ich heute vormittag erhalten.

Also , es hat sich einiges bewegt.

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hi Sven *grins*,

naja, wenn man den thread so liest ... weiss ich nicht, ob ich da soweit dran vorbeischiesse ... wenn ich sehe, wer hier welche geräte empfiehlt ... da darf einem bei doch nun jahrelanger "astronomie.de" erfahrung ja nun ein grinsen kommen. dieselben leute .. dieselben empfehlungen, dieselben geräte ... *grins*



okay, bleiben wir mal beim spiegel: wenn ein möglichst leicht händelbares anfängergerät, mit dem zudem auch noch photographiert werden kann, gesucht ist, dann wäre der 114/900er Newton auf ner NP-ähnlichen Montierung im Segment Spiegelfernrohre eigentlich nahezu ideal zu nennen.

Der ist gut zu händeln, okularunkritisch, justage-nicht-so-empfindlich, transportabel, hat recht wenig Obstruktion udn ist zudem auch noch recht transportabel. Und ist (nein lassen wir den Klapperkram aus Chi** mal weg) auch gerne in sehr ansprechender Qaulität häufiger mal für ca 200-250 €, max 300 € zu haben.

Kein Anderes der hier angesproochenen Spiegelfernrohre verfügt für den/die Anfänger/In über derart viel positive Eigenschaften.

Grüsse in die Scheibenwelt, Hannes
 
Meine Vorstellung vom besseren 6" Newton:

Hallo Sternfreunde,

"Ein Einsteigerteleskop muss doch weiss Gott nicht immer ein Wegwerfartikel sein!"

ich finde Sven ist mit dem Satz eine gute Beschreibung des Istzustandes gelungen.

Was von Sven, Günther, mir und anderen immer wieder bemängelt wurde ist die
Tatsache daß es KEIN preiswertes Teleskop für Einsteiger gibt welches so
durchdacht ist daß es auch dauerhaft bleibt.

Und dabei wäre es für 50 bis 75 Euro mehr gegenüber den aktuellen 6"f/5 realisierbar(!)

Nur: Es ist Anbieterseitig offenbar nicht erwünscht.

Wer ein 6"f/6 als Edelvariante für ein vielfaches des typischen 6"f/5 bringt
hat offenbar den Sinn des Anliegens von Sven, Günther, mir und einigen anderen
Sternfreunden nicht richtig erfaßt.

Worum geht es uns? Ein qualitativ ausreichendes Teleskop mit beugungsbrgrenztem
Hauptspiegel, 2" Auszug, niedriger Fokuslage um unnötig große Obstruktion
zu vermeiden, vorne ausreichend langem Tubus um unnötiges Streulicht fernzuhalten,
ausreichend stabilem Tubus (eingepreßte Verstärkungsringe, versteifende Längsriefen?!),
justierstabiler Hauptspiegelzelle mit vernüftiger Anordnung der Justier-
und Konterschrauben und sinnvolle Fangspiegelfassung (passgenau aus Metall,
oder Träger auf den der Fangspiegl mit 3 Silikonblobs geklebt wird.

Der Newton soll von einem MASSENHERSTELLER kommen, weil nur durch MASSENPRODUKTION
zum einsteigerfreundlichen Preis herstellbar ist.

Was muß denn nun geändert werden?

1) Die Hauptspiegelzelle muß neu konstruiert werden. Anordnung der Justier-
und Konterschrauben in 2-er Paaren. Das ist besser als die GSO typische Lösung
mit "auf Lücke" stehenden Konterschrauben. Wenn man die Zelle nun schon neu
macht, dann könnte man sie als universelle Zelle für alle 6" Newton nehmen,
damit die Kosten gering bleiben. Dann kann man bei den derzeitigen Abmessungen
von etwa 180mm Tubusdurchmesser bleiben, ansonsten würde ich einen Zentimeter
mehr Durchmesser vorschlagen. Seitlich des Spiegels muß Luft vorbeistreichen.
Da die Spiegelzelle gleichzeitig als aufnahme für das Tubusblech fungiert
und man die kostengünstige Lösung sicher beibehalten will schlage ich vor
daß die Spiegelzelle nach hinten ringförmig verlängert wird. Mindestens um
5 cm etwa. Damit steht der Newton nicht auf den Justierschrauben, wenn man
ihn kurz mal mit dem Spiegel nach unten (umfallen!) abstellt.
Und zweitens kann man dann optional dort eine Platte mit innen montiertem
Lüfter einsetzen, der die Luft durch den Tubus saugt.

2) Der Tubus sollte eine raue Innenschwärzung haben, damit sie effektiver
als der normale Innenanstrich ist.

3) Der Tubus sollte über den Auszug hinaus 10cm mehr vorstehen als beim
aktuellen 6"f/5

4) Niedriger 2" Auszug. KEIN Edelauszug für richtig Kohle, sondern ein ganz
solider 2" Auszug der shiftingarm ist und der Brennpunkt sollte nicht mehr
als 6cm über Tubusoberkante liegen. KEINE Photographie- Option!
Weil visuell und Photo zugleich eben nicht optimierbar ist. Also visuell optimiert,
für den Großteil der Anwender, kein fauler Kompromiß.

5) Fangspiegelhalterung. Endlich mal eine, die die altbekannten Probleme
(deren Lösung schon oft vollmundig angekündigt, aber immer noch nicht
umgesetzt wurde, gelle?) der Plastikfassung vermeidet. Ganz egal ob nun
sinnvoll geklebt, oder sinnvol gefaßt.

6" Geld wird gespart durch Verzicht auf einen konventionellen Sucher.
Statt dessen einen billigen Peiler der in den Sucherschuh

Damit läßt sich ein Teleskop verwirklichen welches schätzunsweise 40cm länger
ausfällt als der 6"f/5 und damit visuell noch gut auf den GP-Clones montierbar
ist, und visuell als grenzwertige Lösung auch auf der Skyview (mit etwas
besserem Stativ).

Solch ein Teleskop hat Bleiberqualitäten. Es ermöglicht größere Gesichtsfelder
als der 6"f/5 mit 1,25" Auszug:

2,93° beim 6"f/6 und einem 2" Okular mit 46mm Feldblende.

2,06° beim 6"f/5 Newton mit 1,25" Auszug und Okular mit 27mm Feldblende.

1,29° beim 6"f/8 Newton mit 1,25" Auszug und Okular mit 27mm Feldblende.

Die sinnvolle Maximalvergrößerung von D x 1,5 was 225x entspricht erreicht
man beim 6"f/6 mit einam 4mm Okular (gibt es noch als Ortho), beim 6"f/5
mit einem 3,3mm Okular (gibt es nicht mehr als einfaches Okular, nur als
3,5mm Weitwinkel) und beim 6"f/8 mit einem 5,28mm Okular.

Es fällt auf daß der f/6 alles kann, Richfild und Planeten, während der
f/8 eher Richtung Planeten tendiert und der f/5 in beiden Disziplinen
nicht mit dem 6"f/6 Projekt mithalten kann.


@ Hannes:
Es geht hier trotz der Überschrift des Threads (die ich sicher nicht so
gewählt hätte) nicht um das Teleskop schlechthin, sondern nur darum daß
endlich einmal, nach all der Zeit die mehrere Sternfreunde schon darauf
hinweisen, ein vernüftig konzipierter 6" Newton für EINSTEIGER kommt,
der dann auch bleibt und nicht baldigst ersetzt wird/ersetzt werden muß.


Du kannst das gerne auch mal für den Bereich des Linsenteleskopes wiederholen.
Ich vermute daß es dort auch Handlungsbedarf geben wird.


@ Andreas:
Ich glaube nicht daß ein Orion UK Newton die Lösung sein kann, der Preis
wird für Einsteiger zu hoch.
Eine Edelvariante kann man natürlich zusätzlich auch konzipieren, warum nicht?!

Ich hoffe meine Gedanken zum Einsteigernewton etwas deutlicher gemacht zu haben.

MfG,Karsten
 
Re: Zwischenbericht - fauler Kompromiß

HAllo Wolfi,

alles schön und gut, aber ich denke du hast leider nicht verstanden

1) worum es Sven, Günther mir und einigen anderen Sternfreunden geht
(ein für Einsteiger erschwinglicher guter 6"f/6 Newton)
2) daß ein Newton nicht gleichzeitig für visuelle und photographische Nutzung
optimiert werden kann. Orion hat bereits einen 6"f/4 Photonewton, was soll da
ein habherziger f/6 Newton mit dem man auch knipsen kann?!

Visuell:
Fangspiegel so klein, daß die volle ausleuchtung nur bei etwa 12mm erreicht wird.
Damit können auch Übersichtsokulare genutzt werden.

Photo:
Größeres zu 100% ausgeleuchtetes Feld (wie groß hängt dann von Kamera,
Format, etc ab). Und der Brennpunkt muß höher liegen. Beide Gründe führen dazu,
daß die Obstruktion wird dann aber so groß wird, daß der Newton am Planeten
eine deutlich eingeschränkte Kontrastwiedergabe hat.

CS,Karsten
 
Re: Zwischenbericht - fauler Kompromiß

Hallo Leute,

noch eins drauf, damit auch ganz klar wird, warum 6" F/6.

Der Einsteiger will, ob/wie er es nun ausdrückt oder nicht einen in allen Lagen beherrschbaren
Allrounder und zunächst einmal ist ein Teleskop ein visuelles Gerät.

Nun die Definition:
Ein Allroundteleskop sollte in der Lage sein, zumindest die hellsten Objekte aller dem Hobbyastronomen
zugängleichen Objektklassen visuell so zeigen können, dass der Beobachter ihre Natur anhand unverfälschter,
sichtbarer Strukturen/Details sicher erkennen kann.

Das führt unter hierzulande allgemein anzutreffenden und zugänglichen Bedingungen zu einem
perfekten ~5" Teleskop und man darf wohl unwidersprochen angesichts der angestrebten Preisklasse
(auch Zubehörpreise), die auch zwangsläufig zu einem Newton auf Dobson Montierung führt, ein Zoll
Öffnung zugeben, um auf der sicheren Seite zu sein.

CS
*entfernt*

PS: Hannes - die typischen Leute fordern das für sie trypische Teleskop...ok, von mir aus.
Was weniger willst Du denn fordern? Oder was mehr soll denn der interessierte Einsteiger ausgeben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Zwischenbericht - fauler Kompromiß

Hi Zusammen,

ja... das geht nun alles sehr schnell, hoppladihopp, und ich denke, dementsprechend fällt es auch aus.

Ich bin ja für die Aufmerksamkeit und den Willen, was zu verändern, wirklich sehr dankbar. Aber wenn ich das jetzt mal "an seinen Früchten erkennen" soll:

Wenn ich nächste Woche einem Einsteiger für 300 Euro ein Paket mit einem GSO 150/750 empfehle, dann könnte ich das heute auch schon. Unterschied: Er hat eine 2" OAZ-Option.
Was werde ich dann für diesen Vorschlag an berechtigter Kritik ernten?

1. f/5 möchte ein Einsteiger nicht selbst justieren, der ist zu emfpindlich, er müsste einen Laser dazukaufen, und viel an der Justage herum-üben.
2. Die 2" Okulare, die zum Gerät in Preisrelation stehen sind bei f/5 am Rand alle nicht besonders gut.
3. Auch bei allen anderen Okularbrennweiten muss f/5 beachtet werden, da kommen Orthos und Plössl in den kritischen Bereich, und von den Brennweitenproblemen hat Karsten ja schon ein Scheibchen abgeschnitten.

Ergo: Man stellt den Einsteiger vor genau dieselben Probleme wie seit Jahr und Tag, nur dass er dafür noch ein Eckchen mehr Geld ausgeben muss.

Um also nochmal die f/6-Leier zu beten: Ja, bei f/6 wird's nunmal am Rand besser auch mit den günstigen 2" Okularen und bei f/6 findet man eine gute Okularlösung zur Planetenbeobachtung, ohne richtig tief in die Tasche zu greifen. Bei f/6 ist die Justage dann auch schon so gutmütig, dass der Einsteiger in der "Lernphase" gar nicht so viel Leistung verschenkt. Und weil die Justage nicht so kritisch ist, kommt auch eine gute Werksjustage viel besser über den Transportweg.

Ich sehe es einfach vor mir, dass ein Teleskop dabei rauskommt, dass einem Einsteiger zu teuer wird, weil es mit Optionen überladen ist, oder was wie im Falle des "Sonderserien f/5" eigentlich nur ein neues Gewand für alte Probleme ist.

Für den Fall, dass es demnächst heißt "ihr habt 6" f/6 geschrien, und seht was daraus geworden ist" möchte ich einfach mal vorbeugen: Gewünscht worden ist etwas ganz anderes. Wenn das keiner in dem gewünschten Rahmen bauen will (billig aber durchdacht), dann ist das eben eine schmerzliche Erfahrung, über deren Gründe man dann grübeln mag.

Clear Skies
Sven
 
Re: Zwischenbericht - fauler Kompromiß

Hallo Sven,

ich sehe es in einem Fall nicht ganz so pessimistisch.

Sollte ein teurer 6" F/6 in Kleinserie gebaut, angeboten und beworben werden, so wird es auch
eine kleine Käuferschicht dafür geben.
Dann ist ein Gerät da und wenn es gut ist, wird es auch die entsprechenden Reaktionen auslösen.

1. Gute Erfahrungsberichte, Bilder pp
2. Billiger Nachbau aus Fernost

Irgendwer baut das Teil....irgendwann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Re: Zwischenbericht

Liebe Freunde,

ich denke , jetzt haben wir mal die Richtung... Verfeinerungen werden kommen.

Ich klinke mich jetzt aus dem Thread aus und danke für Eure Aufmerksamkeit.

Viele Grüße

Wolfi
 
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