Eisenmeteorit
Aktives Mitglied
Hallo,
ich möchte diesen Beitragsfaden gerne wieder aufleben lassen.
Einmal, weil einige meiner damaligen Fotos durch den Bilderhoster gelöscht wurden und, ... weil ich mich nun dem Zeiss 20x60 S widmen konnte.
Viele Grüße
Frank
Hier noch einmal der Text mit nun eingebundenen Fotos des Peleng 1240-GS:
Ansicht mit
1 - Ein / Aus Schalter
2 - Batteriefachentriegelung
3 - Stabilisatortaste
4 - Betriebsleuchte
5 - Hebel für die Einstellung des Augenabstandes
6 - Batteriefach
Um die Funktionsweise des oben abgebildeten kreiselstabilisierten Gerätes zu verstehen, hatte ich das Innenleben meines Peleng 1240-GS im Zuge einer Reparatur fotografiert und möchte die drei Bereiche Optik, Mechanik und Elektrik einmal vorstellen.
Die Positionen der Optik:
1 - Objektiv (mit Resten der grauen Masse für die Abdichtung zum Gehäuse)
2 - Prismen im kardanisch befestigten inneren Rahmen
3 - Prismen vor den Okularen (an der hinteren Gehäuseplatte befestigt)
Die Mechanik:
1 - äußerer Rahmen / Er ist über die Objektivfassungen und der hinteren Platte mit dem Kunstoffgehäuse verbunden.
2+3 - oberer und unterer Kompensator/Dämpfer
Diese "Dosen" stellen die erste gelagerte Verbindung zu dem mittleren Rahmen (6) her. Hier vermute ich, dass die Dosen eine Temperatur-/Druckkompensation oder eine vertikale Schwingungsdämpfung darstellen. Die Dosen sind wohl, ähnlich den barometrischen Vidie-Dosen, entweder befüllt oder evakuiert und mit versiegelten Schrauben (4) verschlossen.
5 - Lagerachsen
Befinden sich ober- und unterhalb einer jeden Dose. Zum äußeren Rahmen bilden sie eine feste Verbindung, zum mittleren Rahmen erlauben sie eine horizontale Drehbewegung.
6 - Mittlerer Rahmen
Dieser ist horizontal gelagert und ermöglicht dem inneren Rahmen (8) über die Lagerstellen (7) eine Neigebewegung.
7 - Lagerachsen für den inneren Rahmen
8 - Innerer Rahmen
Beinhaltet die Prismenfassungen mit den Prismen, den Motor mit Welle, Schwungmasse (11) und Endanschlag/Begrenzungs-Trommel (12).
Der Motor liegt links neben der Schwungmasse und ist auf dem Foto nicht zu sehen. Er beschleunigt die Schwungmasse und die Trommel (12) auf über 10000 U/min.
Wird nun die Stabilisatortaste auf der Rückseite betätigt, öffnet sich eine kräftige, Irisblenden ähnliche Klemmvorrichtung im Punkt (10) und gibt einen Metallzapfen, der mit dem inneren Rahmen verbunden ist, frei. Die Stabilisierung ist nun aktiv.
Wenn die Gehäusebewegung zu heftig ausfällt passiert folgendes:
Am Ende der Schraube (9) befindet sich eine Kugel die in die Trommel (12) ragt (die Kugel habe ich einmal in blau nachgezeichnet). Diese Kugel berührt bei zu starker Bewegung die konisch zulaufende Innenwand der Trommel und begrenzt deren Ausschlagswinkel. Durch die geringe Berührungsfläche zwischen Kugel und Trommel sowie den kurzen Kontaktzeiten, wird die Drehzahl des Motors nur geringfügig reduziert.
Die Elektrik:
Hier ist der Verdrahtungsverlauf von 1 bis 12 dargestellt.
Die Orte der Übergabe an den nächsten Rahmen sind jeweils die Lagerstellen. Position 6 zeigt die Stelle, unter der sich der Motor befindet. Das positive Potenzial verläuft von 1 nach 6, das negative von 6 nach 12.
Das Peleng kann wahlweise über 6 Mignonzellen (9V) oder über einen Adapter (12-24VDC) betrieben werden.
ich möchte diesen Beitragsfaden gerne wieder aufleben lassen.
Einmal, weil einige meiner damaligen Fotos durch den Bilderhoster gelöscht wurden und, ... weil ich mich nun dem Zeiss 20x60 S widmen konnte.
Viele Grüße
Frank
Hier noch einmal der Text mit nun eingebundenen Fotos des Peleng 1240-GS:
Ansicht mit
1 - Ein / Aus Schalter
2 - Batteriefachentriegelung
3 - Stabilisatortaste
4 - Betriebsleuchte
5 - Hebel für die Einstellung des Augenabstandes
6 - Batteriefach
Um die Funktionsweise des oben abgebildeten kreiselstabilisierten Gerätes zu verstehen, hatte ich das Innenleben meines Peleng 1240-GS im Zuge einer Reparatur fotografiert und möchte die drei Bereiche Optik, Mechanik und Elektrik einmal vorstellen.
Die Positionen der Optik:
1 - Objektiv (mit Resten der grauen Masse für die Abdichtung zum Gehäuse)
2 - Prismen im kardanisch befestigten inneren Rahmen
3 - Prismen vor den Okularen (an der hinteren Gehäuseplatte befestigt)
Die Mechanik:
1 - äußerer Rahmen / Er ist über die Objektivfassungen und der hinteren Platte mit dem Kunstoffgehäuse verbunden.
2+3 - oberer und unterer Kompensator/Dämpfer
Diese "Dosen" stellen die erste gelagerte Verbindung zu dem mittleren Rahmen (6) her. Hier vermute ich, dass die Dosen eine Temperatur-/Druckkompensation oder eine vertikale Schwingungsdämpfung darstellen. Die Dosen sind wohl, ähnlich den barometrischen Vidie-Dosen, entweder befüllt oder evakuiert und mit versiegelten Schrauben (4) verschlossen.
5 - Lagerachsen
Befinden sich ober- und unterhalb einer jeden Dose. Zum äußeren Rahmen bilden sie eine feste Verbindung, zum mittleren Rahmen erlauben sie eine horizontale Drehbewegung.
6 - Mittlerer Rahmen
Dieser ist horizontal gelagert und ermöglicht dem inneren Rahmen (8) über die Lagerstellen (7) eine Neigebewegung.
7 - Lagerachsen für den inneren Rahmen
8 - Innerer Rahmen
Beinhaltet die Prismenfassungen mit den Prismen, den Motor mit Welle, Schwungmasse (11) und Endanschlag/Begrenzungs-Trommel (12).
Der Motor liegt links neben der Schwungmasse und ist auf dem Foto nicht zu sehen. Er beschleunigt die Schwungmasse und die Trommel (12) auf über 10000 U/min.
Wird nun die Stabilisatortaste auf der Rückseite betätigt, öffnet sich eine kräftige, Irisblenden ähnliche Klemmvorrichtung im Punkt (10) und gibt einen Metallzapfen, der mit dem inneren Rahmen verbunden ist, frei. Die Stabilisierung ist nun aktiv.
Wenn die Gehäusebewegung zu heftig ausfällt passiert folgendes:
Am Ende der Schraube (9) befindet sich eine Kugel die in die Trommel (12) ragt (die Kugel habe ich einmal in blau nachgezeichnet). Diese Kugel berührt bei zu starker Bewegung die konisch zulaufende Innenwand der Trommel und begrenzt deren Ausschlagswinkel. Durch die geringe Berührungsfläche zwischen Kugel und Trommel sowie den kurzen Kontaktzeiten, wird die Drehzahl des Motors nur geringfügig reduziert.
Die Elektrik:
Hier ist der Verdrahtungsverlauf von 1 bis 12 dargestellt.
Die Orte der Übergabe an den nächsten Rahmen sind jeweils die Lagerstellen. Position 6 zeigt die Stelle, unter der sich der Motor befindet. Das positive Potenzial verläuft von 1 nach 6, das negative von 6 nach 12.
Das Peleng kann wahlweise über 6 Mignonzellen (9V) oder über einen Adapter (12-24VDC) betrieben werden.
































