Deep Sky aus Mittelfranken

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied [16496]
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Ehemaliges Mitglied [16496]

Hallo,

Mittlerweile habe ich es geschafft, meine Aufzeichnungen von der Nacht vom 12. auf dem 13. Oktober einzutippen.
Mit meinem 12"/f4 Newton beobachtete ich in Mittelfranken.

Der Himmel in dieser Nacht war nicht so toll, er war von der künstlichen Beleuchtung sehr aufgehellt.

Meine Objekte in dieser Nacht waren ein Offener Sternhaufen, Galaxien und zwei Kohlenstoffsterne. Einen Komet habe ich mir ebenfalls angesehen.

Der beobachtete Offene Sternhaufen:
  • NGC 7086
Die beobachteten Galaxien:
  1. NGC 7606
  2. NGC 7600
  3. NGC 185
  4. NGC 147
  5. NGC 278
  6. NGC 404
Die beiden Kohlenstoffsterne:
  1. RU Aqr
  2. ST And
Der Komet:
  • 64P/Swift-Gehrels
64P/Swift-Gehrels ist der 34. Komet, den ich bisher beobachtet habe.

Ich habe mich ebenfalls am Galaxienhaufen Arp 113 und der Galaxie IC 1613 versucht. Während ich am Galaxienhaufen ein paar Aufhellungen sehen konnte, konnte ich von der Galaxie IC 1613 nichts erkennen.

Meine Beschreibungen der Objekte habe ich auf meiner Seite veröffentlicht:
Die Beobachtungsnacht vom 12. auf dem 13. Oktober.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

ich habe auch einen Beobachtungsort mit stark beeinträchtigtem Osthimmel. Der Unterschied in dem Erscheinungsbild gerade von Galaxien ist dann über die Nacht oft enorm. Da muss man schonmal etwas warten bzw die Objekte öfters anfahren.

VG
Klaus
 
Hallo,

auch einen Beobachtungsort mit stark beeinträchtigtem Osthimmel. Der Unterschied in dem Erscheinungsbild gerade von Galaxien ist dann über die Nacht oft enorm

@ Klaus:
In dieser Nacht wäre es nichts mehr geworden, allenfalls sehr spät, wenn die Luftfeuchte weiter auskondensiert wäre und somit das Streulicht der künstlichen Beleuchtung weniger geworden wäre.
Es wird an meinem Beobachtungsplatz immer heller. Das Gewerbegebiet im Süden ist gewachsen, im Osten sind neue Baugebiete entstanden und natürlich auch beleuchtet worden...
Es ist einfach grausam, den Niedergang vom dunklen Nachthimmel selbst erleben zu müssen...


Deine verlinkte Seite ist eine wahre Fundgrube.

@ Wolfgang:
Es freut mich sehr, das dir meine Seite gefällt. Ich hoffe auch, das meine Seite auch als Ideenquelle zum nachbeobachten dienen kann.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

schöne Berichte und schöne Webseite!

Als rein Visueller gefallen mir die umfänglichen Angaben von dir. Daraus kann man gut ableiten, wie deine Sichtungen "zustandekommen" und für einen selber kann man schon eine gewisse Erwartungshaltung für neue Objekte generieren bzw. es ist hier auch im visuellen Bereich ein "Vergleich" möglich.

Weiter so!

CS

Matthias
 
Hallo Gerd!

Deine schöne Seite kenne ich ja bereits und stöbere immer wieder gerne darin. Ich habe zu deinen beobachteten Galaxien mal meine eigenen Eindrücke und Gedanken zusammengefasst:

NGC 185 und NGC 147 sind ein sehr interessantes Paar, da sie ja eigentlich gravitativ an M 31 gebunden sind, obwohl sie sieben Grad nördlich in der Cassiopeia stehen. Unter gutem Landhimmel sehe ich die beiden Galaxien als Paar im Übersichtsokular. Dabei ist NGC 185 deutlich auffälliger, die Helligkeit nimmt zum Kern hin zu. Deine Beschreibung "Mattes Leuchten" für NGC 147 finde ich sehr passend. In Tabellen wird bei beiden Objekten seltsamerweise meist die gleiche Flächenhelligkeit von 14.7 mag genannt. Für NGC 147 vielleicht passend. NGC 185 würde ich aber mindestens eine halbe Magnitude heller einstufen. Die Besonderheit dieser beiden Zwerggalaxien ist vielleicht auch, dass beide zur Lokalen Gruppe gehören, was man dann beim Beobachten im Hinterkopf hat. NGC 147 finde ich bereits bei kleiner Himmelsaufhellung als schwierig.

Wenn ein Deep-Sky-Objekt so nahe an einem hellen Stern steht wie NGC 404, der Geist von Mirach, ist das natürlich auch optisch ästhetisch, ähnlich wie bei NGC 2859 nahe alpha Lyn. Den Planetarischen Nebel Abell 12 (50" von mü Ori) finde ich da besonders faszinierend.

NGC 278 ist mir in guter Erinnerung, da sie zu meinen ersten Objekten gehörte, die keine Messier-Nummer trugen. Meine damalige Notiz dazu: NGC 278 erscheint auch hier am Stadtrand im C8 als blasses, fast rundes Scheibchen, das man bei direktem Sehen deutlich wahrnimmt.

salü, volker.
 
Hallo Volker,
die gleiche Flächenhelligkeitsangabe bei den beiden benannten Galaxien ist in der Tat seltsam - selbst STEINICKE gibt da einen fast identischen Wert an.:unsure: Sehr Komisch.

CS
Norman
 
Hallo Norman,
das mit den Flächenhelligkeiten von Galaxien ist ja so ein Thema für sich. Es gibt da verschiedene Formeln, die neben unter-schiedlichen Isophoten auch die Morphologie einer Galaxie berücksichtigen. Eine in meinen Augen recht brauchbare Methode wird im alten "Deep Sky Field Guide" zur Uranometria 2000.0 beschrieben. Ich halte jedoch die dabei verwendeten Dimensionen der Galaxien generell für etwas zu groß. Zu M 32, M 110, NGC 185 und NGC 147 werden dort angegeben: 12.7m, 13.9m, 14.7m, 14.7m. Wie schon oben gesagt, mit 14.2m statt 14.7m für NGC 185 würde das dem visuellen Eindruck der vier Galaxien ganz gut entsprechen. Man sollte auch nur Werte miteinander vergleichen, die mit derselben Methode errechnet wurden. Leider geht das aus manchen Angaben nicht hervor. Komischerweise sind oftmals alte "normale" Helligkeitsangaben von Galaxien wie z.B. im Burnham brauchbarer...

salü, volker.
 
Hallo,

In Tabellen wird bei beiden Objekten seltsamerweise meist die gleiche Flächenhelligkeit von 14.7 mag genannt. Für NGC 147 vielleicht passend. NGC 185 würde ich aber mindestens eine halbe Magnitude heller einstufen.

Ich habe gerade im Cartes du Ciel nachgesehen.
Für NGC 147 wird eine Flächenhelligkeit von 14m5, für NGC 185 eine Flächenhelligkeit von 14m3 angegeben.
Ich denke auch, das hier die Morphologie der Galaxien eine große Rolle spielt. NGC 147 erscheint deutlich länglicher als NGC 185 und hat zudem einen blasseren und nicht so kompakten Kern.

Den Planetarischen Nebel Abell 12 (50" von mü Ori) finde ich da besonders faszinierend.

An diesem Planetarischen Nebel hatte ich mir fast schon die Zähne ausgebissen.
Meiner Meinung nach braucht es für diesem PN einen sehr transparenten Himmel, sonst versinkt dieser im Streulicht von μ Ori.

NGC 278 erscheint auch hier am Stadtrand im C8 als blasses, fast rundes Scheibchen,

Bei dieser Beobachtung war ich mir erst nicht sicher, ob die von mir gesehene dunkle Struktur nördlich vom Kern real ist. Im Internet sind Bilder von dieser Galaxie, auf denen nördlich vom Kern deutlich ein gebogenes dunkles Staubband zu sehen ist.
Wird so eine unsichere Beobachtung bestätigt, freue ich mich schon darüber, so eine Struktur sehen zu können. Das gibt wieder Ansporn und Lust auf die nächste Beobachtungsnacht.

Viele Grüße
*entfernt*
 
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