Deep Sky Objekte - Sehr wenig Details

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Xeos172

Mitglied
Guten Tag,

ich bin seit neuersten in die Astrofotografie eingestiegen und habe bereits bei Deep - Sky Objekten versucht, diese zu Fotografieren. Leider ist das Ergebnis nicht so Detailreich, wie ich mir das gerne hätte. Das Foto wirkt ziemlich verwaschen und strukturlos und das, obwohl man auf den Einzelaufnahmen (100 Sek. Belichtungszeit) relativ viel erkennen kann. Farben kommen auch nicht richtig zur Darstellung. Auch das Rauschen in Hintergrund ist sehr stark ausgeprägt. Was genau mache ich da falsch und wie kann ich mehr Details erhalten? Aufgenommen wurde die Galaxie mit einen 150/750 Newton Teleskop, sowie der Velox178C als Kamera. Sollte ich eventuell auf eine andere Kamera umsteigen? Habe unten eine Einzelaufnahme von der Whirlpool Galaxie, sowie das gestackte Ergebnis und etwas nachbearbeitete Bild angefügt. Ich wäre über jeden einen Ratschlag sehr dankbar, welcher mir hier weiterhelfen könnte.

VG
 

Anhänge

  • Whirlpoolaufgehelltfertig2.png
    Whirlpoolaufgehelltfertig2.png
    1,5 MB · Aufrufe: 257
  • EinzelframeWP.jpg
    EinzelframeWP.jpg
    293,4 KB · Aufrufe: 219
Hallo, Stretching des Stacks sollte die Strukturen offenbaren.
Rauschen bekommst Du runter durch:
- viele Belichtungen, 50 und mehr sollten es sein
- Dark-Subtraktion
- Dithering

Flats tragen auch zur Verbesserung des Stacks bei.

Kannst ja mal den Rohstack hier teilen und wir schauen mal was man da rauskitzeln kann.

CS, Ralf
 
Hi, danke für die Antwort. Das Foto ist aus 46 Lightframes, 27 Darkframes, 50 Flatframes und 50 Biasframes erstellt worden. Jeder Lightframe wurde mit 100 Sekunden belichtet.
 
Hallo Ralf, vielen Dank für das Angebot. Es wäre sehr interessant für mich, wie andere den Rohstack nachbearbeiten würden. Ich möchte an der Stelle nochmal betonen, dass du dir da keine zu großen Umstände wegen mir machen musst. Viele Grüße, Mario
 

Anhänge

  • Rohstack Whirlpool Galaxie.png
    Rohstack Whirlpool Galaxie.png
    1,3 MB · Aufrufe: 214
32 bit TIFF wäre besser als PNG

Ich würde für die nächste Runde mehr Darks machen 50-70 ist eine gute Größenordnung
 
Ich habe die Aufnahmen mit .FITS Aufgenommen (Rohbild 14). Leider war die Datei zu groß, weshalb ich diese in .png umgewandelt habe.
 
Beim Rohstack sollte die Galaxie gar nicht zu sehen sein und der Himmel bis auf ein paar Sterne komplett schwarz.
Der Stack sollte immer in einem Format mit möglichst hohem Dynamikumfang abgelegt werden, also 32 oder 64 bit TIFF z.B.

Womit hast Du gestackt?
 
Im gezeigten Bild siehst Du selber, dass da einiges nicht stimmt bzw. verbesserungsbedürftig ist. Die Form der Sterne, zu helle Ecken (Rohstack).
Was Details betrifft, holt BlurXT noch viel raus, aber das ist alles nicht optimal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Flats und Bias bin ich bei Dir ...

Bei den Darks nicht. Aber: ... mit einer Ungekühlten, wo ich die Darks nicht aus der Bibliothek ziehe sondern immer frisch machen muss bin ich bei Dir, 30 Stück reichen, mehr in Signal investieren.

CS, Ralf
 
Moin Ralf,
wieso würdest Du mehr Darks machen? Was bringt das? Ich habe als Hausnummer immer 20-30 Stück gehört und mache das selbst auch immer so.
@edit: ach das gelbe "nicht" ist ein Link. Habe ich erst nach dem Abschicken bemerkt ;)
@edit2: Danke für den Link. Sehr interessant! :y:
Viele Grüße und CS
Markus
 
Das ist jetzt nur das automatische Strecken (STF) von PixInsight und BXT mit Standarteinstellungen angewendet.

Rohstack Whirlpool Galaxie.jpg
 
Bei mir rechnet PI noch ... wird wohl doch mal Zeit für eine neue Workstation _affeaugen:

Ach, ich hab via PN die Rohdaten bekommen. Wird sicher hier noch geteilt ... nur an der PNG rechne ich nicht, das ist ja verschwendete Liebesmüh
 
Mit der Forensoftware ist das nicht optimal, ist eigentlich etwas schärfer.

Edit: und der Rohstack hat mit roh wohl wenig zu tun.
 
MK2007 wow, da sieht man ja um einiges mehr. Vielen Dank, gefällt mir viel besser als meines. Was genau ist denn Pixlnsight, wenn ich fragen darf?
 
PixInsight ist eine recht allumfassende Suite zur Bearbeitung von Astrofotos. Kostenpflichtig, aber jeden Cent wert. ABER: Die Lernkurve ist nicht ohne. Für den Start würde ich eher zu SIRIL raten, kann fast genau so viel, ist kostenfrei, und etwas leichter zugänglich.
 
Hallo Xeos172,

wenn du nichts dagegen hast würde ich es mal mit fitswork und gimp probieren und das
Ergebnis hier zeigen.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger, mit Gimp habe ich es auch schon probiert, das Ergebnis sieht man ja oben. Natürlich habe ich da nichts dagegen, im Gegenteil, ich würde mich sehr freuen, zu sehen, wie andere das hinbekommen. Ich könnte bei Bedarf auch alle Einzelframes, also Lightframes, Darkframes, Biasframes und Flatframes zur Verfügung stellen.
 
Quick und Dirty ... Stacken in Siril, Stretch&Curves in Gimp ... und hey, schaut doch ganz hübsch aus! :cool:

Ich hab mal "the ugly" drin gelassen ... Die Darks korrigieren nicht sauber, wohl bei nicht passender Temperatur aufgenommen. Der Ampglow der Kamera ist SEHR deutlich! Die Lights sind eigentlich schon zu weit belichtet, da sind Sterne ausgebrannt, ich würde mit der Kamera kürzere Belichtungen, dafür mehr machen. Die Flats sind ebenfalls zu lang belichtet, da sind keine 40-60% ADU ... wie hast Du die gemacht? Die Vigniette ist auf jeden Fall noch da, überlagert von einem Gradienten von rechts nach links fallend.

Aus dem Bild lässt sich noch viel mehr rausholen mit etwas zeit, aber das ist ja nicht zielführend, zielführend ist es Wege zur Verbesserung aufzuzeigen ...

Kamera ist eine 178C von Omegon? Welchen Gain hast Du verwendet?

M51.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Unglaublich, sieht richtig richtig gut aus. Hätte niemals gedacht, dass man da so viel rausholen kann. Du bist ja ein wahres Naturtalent.
Nun, bei den Lightframes habe ich mit SharpCap aufgenommen und dort eine Verstärkung von 4998, also den Gain, eingestellt. Das war auch das höchst - mögliche. Ich habe das so hoch gestellt, da die Galaxie dann deutlicher zu sehen war. Was ich auch festgestellt habe ist, wenn ich die Verstärkung runterstelle, wird das Ampglow reduziert. Das habe ich aber in Kauf genommen, da ich hoffte, das mit den Kalibrierungsbildern wieder rauszubekommen.
Was die Flats betrifft: Ich habe die Belichtungsdauer so eingestellt, dass der höchste "Ausschlag" vom Histogramm auf ungefähr 2/3 lag.
Bei den Bias habe ich 400ms Belichtet. Fotografiert habe ich mit einer Velox 178C von Omegon.

Eine Frage noch: War der Rohstack aus Siril bei dir dunkler?
 
Nein, der Stack ist roh auch so hell, so sollte das nicht sein.

Vielleicht kann sich ein Besitzer der Omegon 178C zu üblichen Gains äußern, aber wenn du den am Limit betrieben hast wundere ich mich nicht mehr warum die Bilder so rauschen, so wenig Dynamikumfang und so viel Glow haben. Du musst beim Belichten auch das Objekt nicht sehen, Stretching holt es zum Vorschein. Das Histogramm ist das was wichtig ist, der Histogrammberg darf links nicht abgeschnitten sein. Bei den Flats musst Du auf die Statistik schauen, der Median sollte bei ca. 50% der max. ADU der Kamera liegen.
 
Es sind auch extrem wenig Sterne da, sodass Solving und auch eine automatische, photometrische Farbkalibrierung fehlschlägt.
Das würde ich auf den sehr kleinen Dynamikumfang durch den hohen Gain schieben.
 
Die Form der Sterne ist ja auch ziemlich bescheiden. Sieht für mich nach einer nicht perfekten Nachführung aus, aber auch etwas ungleichmäßig.
Und ja, Gain war viel zu hoch eingestellt.
 
Hi Holga, das Foto ist auch sehr gut geworden. Es stimmt, meine Montierung hat einen Schneckenfehler, sodass ab 100 - 120 Sekunden die Sterne striche bilden. Auch vorher teilweise schon. Ich überlege mir ein Autoguiding System zuzulegen, sowie einen Koma Korrektor, aber das ist auch wieder ein anderes Thema. Um es nochmal zusammenzufassen: Das nächste mal nehme ich nicht bei einen so hohen Gain auf, mache mehr Darkframes und Belichte etwas kürzer, mache dafür aber mehr Lightframes. Außerdem probiere ich Siril als Stacking Software aus.

Was mir aber noch unklar ist: Wenn ich den Gain und die Belichtungszeit runtersetze, dann sehe ich bei den Einzelnen Lightframes deutlich weniger, da das Objekt ja dann Lichtschwächer zu sehen ist. Wie deutlich sollte es dann mindestens zu sehen sein? Wenn das Objekt dann sehr schwach zu erkennen wäre, aber das Histogramm nicht abgeschnitten ist, ist das dann ok bzw. normal?
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben