Deep Sky

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AnniKpunkt

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Hallo Zusammen

Bevor ich zu meinem Anliegen komme, kurz ein paar Infos über mich:
Ich bin Anfänger. Lese mich schon seit Monaten durch alles durch.
War schon bei Bresser und habe Infos eingeholt.... aber ganz ehrlich: je mehr Infos ich bekomme, destoüberforderter bin ich.

Ich wohne auf dem Land. Habe auf einer Wiese einen Bauwagen stehen, indem ich mein Equipment lagern kann( also keine langen Tragewege). Es gibt keine künstlichen Lichtquellen. Die nächste Großstadt ist einige Km entfernt.

Ich möchte erstmal den Himmel kennenlernen, (selber suchen und finden)}
Später, wenn das mal klappt möchte ich auch Fotos machen. Das hat jetzt aber erstmal keine Priorität.
Die Qualität des Teleskops sollte ok sein.

Mein Budget: circa 2000€, wenn’s weniger ist, überhaupt nicht schlimm.
Mein Plan: 2 Teleskope: Eins für Planeten und Mond( dachte an das Skywatcher Skymax BD 127/1500 NEQ3
Eins für Deep Sky: Bresser Messier 102/1350 Hexafoc EXOS2.
Ist der Plan völliger Quatsch?
Kann mir jemand ein Besseres für Deep Sky empfehlen?
Danke schonmal vorab.
Gruß Anni

PS:Ich möchte keinen Dobson
 
Das ist ein Fehler. ;)
Sorry, deine Bedingungen fordern geradezu einen Dobson (miiiiindestens 8").

Warum denn bei diesem Budget nur 4" für DS? Das ist absolut verschenkte Möglichkeit.
Bei visuellem DeepSky zählt nur Öffnung!

Und eher keinen Bresser. Geh' auf die "gescheiten" Astro Shops (nicht Amazon) und such dir etwas gutes aus.
Test und Rückgabe inklusive.

Meine vielleicht für dich harte Meinung.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anni,

erstmal willkommen im Forum und schön, dass Du Dich erst informierst und dann kaufst!

Ob wir allerdings zur Entwirrung oder zusätzlicher Verwirrung beitragen wird sich zeigen. Die Materie ist halt sehr umfassend und dazu kommt, dass jeder so seine Vorlieben hat und Dir seine Lieblinge empfehlen wird.

Fangen wir mit mir an ;)

Aber zuerstmal zu Deinem Plan: der ist aus meiner Sicht tatsächlich nicht so sinnvoll. Du hast Dir zwei Teleskope rausgesucht, die beide im Grunde sehr ähnlich und eigentlich eher für Planeten und kleine DSO geeignet sind. Und vor allem hast Du auch noch die Zuordnung durcheinander gebracht. Es stimmt zwar, dass mehr Öffnung mehr Auflösung bringt, aber Öffnung brauchst Du vor allem für DeepSky. Für Planeten reichen auch die 100 mm Öffnung aus, während die 127 mm günstiger für DeepSky sind. (edit: sorry, das ist natürlich Unsinn - ich hab jetzt nachträglich erst gesehen, dass der Skymax ja ein Maksutov ist...)

Abgesehen davon sind die Montierungen und Stative der von Dir ausgesuchten Sets zu schwach für diese Teleskope.

Normalerweise teilt man die Anwendungsbereiche der Teleskope in Richfield oder Weitfeldbeobachtung und dann was mit mehr Brennweite für Planeten und evtl. kleinere DeepSky Objekte.

Warum oft Dobsons empfohlen werden ist Dir vermutlich klar: viel Öffnung auf einer stabilen Montierung für wenig Geld. Ausserdem sind diese Geräte relativ universell einzusetzen, je nach Brennweite mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Der Dobson ist übrigens ein Newton Teleskop auf einer so genannten Rockerbox. Das zusammen heißt dann Dobson.

Mich würde mal interessieren, warum Du zwei Refraktoren willst? Kommen andere Geräte für Dich grundsätzlich nicht in Frage?

Als Beispiel mal eine Konstellation, die ich letztes Jahr hatte, garantiert Dobson-frei ;):

Ein schönes Paar DSC05441klein.jpg


Links ein 120 mm Fraunhofer f/5 Refraktor für Richfield und rechts ein Celestron C8 mit 200 mm Öffnung für Planeten und kleinere DSO. Unter guten Bedingungen kann man mit beiden Geräten DeepSky beobachten, wobei der Refraktor eben mehr Überblick, also ein weiteres Feld bietet.

Ausserdem - wie Du siehst - kann man beide Geräte auf ein Stativ mit einer Montierung packen. Da gibts verschiedene Möglichkeiten, meine Version ist selbstgebaut.

An Deiner Stelle würde ich nicht alles auf einmal kaufen!!! Kauf Dir erstmal ein Teleskop mit einer guten(!!!) Montierung und mach damit erste Erfahrungen. Dann kauf ein zweites Gerät und glaub mir - es wird nicht bei zwei bleiben wenn Dir das Hobby Spass macht. :)

CS.Oli

edit: man muss übrigens nicht unbedingt neu kaufen, es gibt hier im Forum einen Marktplatz wo man auch gute gebrauchte Teleskope bekommt
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anni,

willkommen im Forum.

Deinen Weg erstmal über die rein visuelle Beobachtung zu gehen finde ich gut.
Das mit der Astrofotografie kann am Anfang schon überfordern, sowohl vom Verständnis, als auch vom Geldbeutel.

Deine Beobachtungssituation scheint wohl recht gut zu sein und der ein oder andere wird Dich darum beneiden.

Den Maksutow-Cassegrain 127/1500 nenne ich auch mein eigen und das Teil ist wirklich fein an Planeten und Mond. Nicht nur dabei, sondern mitten drauf ;).
Bissi Deep-Sky im Detail wird damit auch schon gehen.
Planetenvideos mit einer (zukünftigen) Planeten-/Astrokamera sind gut zu machen.
MIT DSLR kämen da ziemlich lange Belichtungszeiten auf Dich zu.
Auf einer EQ3-2 (von Sky Watcher) ist das Teil, denke ich mal, gut aufgehoben.

Den Refraktor FH 102/1350 würde ich nicht auf eine Exos-2 packen.
Das wird sehr wackelig.
Ich habe die Exos-2 und darauf mal einen 120/1200 Refraktor FH montiert, das macht nicht wirklich Spaß.
Es ist nicht wirklich das Gewicht, es ist der Hebel, der da mehr zu Buche schlägt.
Denn bei einem Refraktor ist Brennweite ~ Baulänge, wie bei einem Newton auch.
Refraktoren mit der Baulänge haben ziemliche Ansprüche an die Montierung.
Da würde ich schon in die HEQ-5 Klasse gehen, wenn nicht höher.
Wirklich stabil ist mein 120/1200 Refraktor auf meiner EQ-6 R. Da wackelt nichts mehr.

Rein rechnerisch wird der Refraktor kaum Farbfehler aufweisen.
Es gibt da eine Faustformel um den minimalen f/-Wert für einen Refraktor nach FrauenHofer zu errechnen, so das der systembedingte Farbfehler nicht zu sehr zu Buche schlägt.
Öffnung in mm * 0,122
Bei dem Ausgesuchten also
102 * 0,122 = f/12,44
der Ausgewählte hat einen f/-Wert von:
Brennweite in mm / Öffnung in mm = f/Wert
1350 / 102 = f/13,24
Da liegst Du bezüglich des Farbfehlers recht gut.

DeepSky mit solchen Refraktoren FH ist möglich aber eben nur im Weitfeld.
Das heißt große, flächige Objekte im Ganzen zu beobachten. Mit der Umgebung in der sie eingebettet sind.
DeepSky visuell für Galaxien, Nebel etc. verlangt Öffnung, so ab 8" aufwärts.
Refraktoren mit 600, 1000 oder auch 1200mm Brennweite sind halt Weitfelder (Richfielder).
Und mit den üblichen Öffnungen so ab 90mm bis 120mm ist halt nicht viel mit Detail/Auflösung, die durch die Öffnung kommt.

Persönlich würde ich, wenn es bei Maksutow-Cassegrain (MC) und Refraktor FH bleiben soll, den MC von SkyWatcher nehmen, dann aber einen 120/1000 Refraktor. Den ebenfalls von SkyWatcher.
Dazu eine HEQ-5.
Da gehen m.E. beide Teleskope für die rein visuelle Beobachtung gut.
Das alles wäre auch noch gut transportabel.

Dir ausgesuchten Sets zu schwach für diese Teleskope
Der MC wird schon von der EQ3-2 getragen, wenn es denn eine solche ist in dem Set

;) nun ja der MC ein Refraktor ??

Ansonsten bin ich bei meinen beiden Vorredner, bei Deinen Bedingungen und DeepSky-Ambitionen, Dobson (auch wenn ich die Dinger nicht mag).

An Deiner Stelle würde ich nicht alles auf einmal kaufen!!! Kauf Dir erstmal ein Teleskop mit einer guten(!!!) Montierung und mach damit erste Erfahrungen. Dann kauf ein zweites Gerät und glaub mir - es wird nicht bei zwei bleiben wenn Dir das Hobby Spass macht. :)
So sieht es aus :y:.

Ich habe die gleiche Kombination wie Oli.
Einen Schmidt-Cassegrain (SC) von Celestron, den C8.
Dazu den SkyWatcher 120/600.
Das Ganze ebenso Alt/AZ montiert, aber noch nicht zusammen. Kommt dann nach meinem Umzug im Winter.
 
Hallo Mathias,

Du hast natürlich Recht - danke.

CS.Oli
 
Dankeschön für die schnellen Antworten

@AstroPZ: dann werde ich mich wohl nochmal mit einem Dobson auseinandersetzten müssen?Danke
@ Oli: Danke für die super Erklärung.
Für mich kam schon alles infrage( außer der Dobson), dann habe ich mich über das jeweilige Teleskop ausführlich informiert und war dann unsicher, ob das was ist.
Meistens waren das recht teure( Takahashi Mewlon,...) und ich wollte mir wenigstens so einigermaßen sicher sein, bevor ich so viel Geld ausgebe und damit dann nicht klar komme.
Da dachte ich vielleicht erst mal günstig mit 2en anfangen und gucken, wo die Reise so hingeht...
Dann wußte ich gar nix mehr ?und dachte ich frage mal hier im Forum nach...
 
Meine Empfehlung:
SKYWATCHER Startravel 120/600 mit einer EQ5. Anfangen und lernen. Kostet komplett 800€.
Damit wächst du. Die EQ5 kannst du motorisieren und sogar mit GoTo aufrüsten. Den kleinen Refraktor kannst du immer nutzen, sogar für erste Ausflüge in die Fotografie. Das gibt zwar dicke blaue Sterne macht aber trotzdem Spaß.
Mit der Zeit weißt Du dann auch was Dich wirklich fasziniert und kannst sinnvoll ergänzen.

CS Frank
 
Hallo Anni,

die Maks sind halt echt Planetenspezialisten. Schmidt-Cassegrains sind da etwas breiter in den Anwendungsmöglichkeiten und ab 8" auch richtig schöne DeepSky-Geräte. So zumindest meine Meinung.

Richfield muss man mögen... da bin ich persönlich immer noch am Hadern. Offene Sternhaufen sind einfach nicht mein Ding.

Meinen Refraktor (inzwischen einen 100/600) hab ich hauptsächlich, weil das Set mit Montierung recht kompakt ist und ich es auf Reisen immer dabei habe. Ansonsten liebe ich mein C8 - inzwischen allerdings als CPC800. Das zeigt mir am meisten von dem was ich will: Galaxien und Planetarische Nebel. Reflexionsnebel sind eh schwierig und Dunkelnebel visuell nur unter extrem guten Bedinungen mit großen Gerät visuell zu machen.

Das beste wäre halt, wenn Du irgendwo mal mitschauen könntest, um ein paar Eindrücke zu haben was geht und was nicht und vielleicht auch das eine oder andere Gerät mal im Einsatz erleben zu können.

CS.Oli
 
So langsam lichtet sich mein Knoten. Danke für die super Erklärungen.
Tatsächlich dachte ich, daß es keine Unterschiede gibt in Galaxien, Nebeln und offene Sternhaufen gucken ( hab ich jetzt richtig verstanden?, oder)
Ich hab immer echt Schwierigkeiten bei der Theorie.
Am besten lerne ich vor Ort. Ich verstehe das Prinzip, aber wie sich was ( Teleskop) mit wem ( Okulare, Barlowlinse, Reducer) wie ( größere Brennweite, Sichtfeld) verhält, daß kann ich mir 100x durchlesen und verstehe das nicht, aber einmal gemacht und gesehen wie es funktioniert, habe ich es sofort verstanden.
Deshalb fällt mir da auch eine Entscheidung so schwer.

@Oli: ich hatte mir schon 2 Sachen gebraucht rausgesucht, alles gegoogelt was man finden konnte darüber, für gut befunden, angeschrieben, dann war das Teil reserviert...und weg. Noch frustrierend dazu?
 
So langsam lichtet sich mein Knoten. Danke für die super Erklärungen.
Tatsächlich dachte ich, daß es keine Unterschiede gibt in Galaxien, Nebeln und offene Sternhaufen gucken ( hab ich jetzt richtig verstanden?, oder)
Ich hab immer echt Schwierigkeiten bei der Theorie.
Am besten lerne ich vor Ort. Ich verstehe das Prinzip, aber wie sich was ( Teleskop) mit wem ( Okulare, Barlowlinse, Reducer) wie ( größere Brennweite, Sichtfeld) verhält, daß kann ich mir 100x durchlesen und verstehe das nicht, aber einmal gemacht und gesehen wie es funktioniert, habe ich es sofort verstanden.
Deshalb fällt mir da auch eine Entscheidung so schwer.
Ich vereinfache.
Für visuelles DS ist es nicht schwierig: Du musst die grösste Öffnung die du dir leisten und benutzen kannst kaufen.


Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anni

Ich bin auch kein Freund von Dobson-Teleskopen. Ich mag die Nachschubserei und Sucherei auch nicht.
Aber, gibt es etwas was der kleine Refraktor oder das kleine Maksutov hinsichtlich der Abbildungsleistung besser kann als ein 8"-Dobson.........?
Nein....... nichts, absolut gar nichts!
Also freunde Dich mal mit dem Gedanken an ob Du nicht doch ein Fan von Dobsons werden willst. Da sparst Du auch noch etwas Geld.

Grus Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

für Planeten brauchst Du Auflösung, also eine große Öffnung und gute optische Qualität. An normalen Standorten reichen zumeist 20cm Öffnung, das mehr an Auflösung von größeren Optiken lässt sich dort häufig nicht nutzen. Der kleine Mak ist zwar schön kompakt, aber der effektive Kontrastdurchmesser ist verglichen mit einem größeren Newton doch eher mau. Noch besser wäre natürlich ein Schiefspiegler, aber der Aufwand und der Preis gehen doch deutlich nach oben. Es wird wohl also eher auf einen guten Newton hinauslaufen.
Für Deepsky will man üblicherweise so viel Licht sammeln wie möglich, also sollte es auch eine große Öffnung sein. Die sinnvolle Öffnung wird durch die Größe und Körperkraft des Beobachters begrenzt. Hat der Beobachter also etwa nur 50kg Lebendgewicht, dann ist ein Gerät mit 30" Öffnung und mehr als 3m Länge wohl eher nicht die ideale Wahl.

Ingegesamt würde ich sagen, dass ein guter Dobson von 8-12" hier wohl die meiste Leistung für das eingesetzte Geld bringt, so Du dich denn mit dem "Schubsen" anfreunden kannst. Falls die Planetenbeobachtung überwiegen soll, dann würde ich raten mal nach einem wirklich guten 8" f/8 zu suchen. Nicht ganz billig, nicht ganz einfach zu bekommen, aber eine tolles Teleskop. Ich habe selber so einen 8" Zeiss im Selbstbautubus. Falls die Deepsky-Beobachtung überwiegen soll und etwas Kraft vorhanden ist um die Optik aus dem Bauwagen zu wuchten, bzw. sie nach der Beobachtung wieder hineinzulegen, dann würde ich zu einem 10-12" mit etwa f/5 raten. Bei der Lust auf größere Betätigung auch f/6 raten. Bitte vorher mal mit einem Dummy testen ob sich so ein Trum noch hinreichend gut bewegen lässt.

Sollte unbedingt eine Nachführung gewünscht werden sieht die Sache aber ganz anders aus. Die teuerste Anschaffung ist dann nicht das Teleskop, sondern die Montierung. Die Größe der Öffnung und Brennweite ist dann deutlich begrenzter, zumindest wenn man keine Wackeldackel mit Dauertremor züchten möchte. Außerdem wird die Sache natürlich schwerer, denn die Montierung und Gegengewichte wollen natürlich auch noch geschleppt werden. Ich will hier nicht von so einer Nachführung abraten, aber so schön es ist eine zu haben, es gibt halt auch ein paar Nachteile.

Weiterhin werden natürlich noch Okulare benötigt. Hier kann die Sache schnell sehr teuer werden, wenn man eine gute Randkorrektur und ein großes Gesichtsfeld wünscht. Ich persönlich habe mich daher auf "billige" Plössel beschränkt. Bei f/5 am Rand noch erträglich. Anfangs würde ich die Vergrößerung nicht zu hoch treiben, 300x sollten zunächst mal reichen. zu hohe Vergrößerungen frusten nur. Nicht nur, weil das beobachtbare Feld am Fimmel doch arg klein ist, sondern auch weil die Montierung vielleicht auch noch ihre Zicken macht und erst mal auf eine weiche und ruckfreie Nachführung/Nachschubsung optimiert werden will.

Nach einer gewissen Eingewöhnung, wenn man genau weiß was man will, darf dann auch gern jeder unanständig hohe Betrag investiert werden. Ich bitte auch darum ein klein wenig Stellplatz "vorrätig" zu haben, denn manchmal kommt es zu unvorhergesehenen Vermehrung bei Teleskopen. ;)


MfG

Rainmaker
 
Schmidt-Cassegrains sind da etwas breiter in den Anwendungsmöglichkeiten und ab 8" auch richtig schöne DeepSky-Geräte. So zumindest meine Meinung.

Diese Meinung habe ich durch ausgiebiges Testen mittlerweile auch und kann diese Aussage genau so unterschreiben. Ich hab mit meinem EHD8 an Planeten und Mond Spaß. Kleinere Deep Sky Objekte gehen auch und sehen sehr schön aus.

Ich würde allerdings dringend noch empfehlen, erstmal mit was ganz Günstigem anzufangen, denn der Einstieg in dieses Hobby gestaltet sich oft an ganz anderer Stelle schwer. Nicht das Equipment ist das Problem, sondern das letztendliche Ausführen.
Hierzu würde ich gerne ein paar Punkte aufzählen:

- es hört sich leichter an als es ist, ein Teleskop OFT aufzubauen und zu benutzen. Zeit, Lust, Wetter... etc.
- nicht jeder sitzt gerne in 3 Pullis und 2 Jacken mit Thermohose im Winter draußen oder lässt sich im Sommer in der Dämmerung von Mücken fressen (Achtung, übertrieben).
- mehr oder weniger schwere Dinge mehrmals von A nach B tragen und wieder zurück.
- jedes Mal eine mehr oder weniger aufwändige Prozedur. Sucher einstellen, Alignment... etc.
- zu einem geeigneten Ort fahren. Entfällt bei manchen.

Ich will dir jetzt keine Angst machen, nicht falsch verstehen, aber du solltest wirklich mit wie gesagt was Günstigem genau das testen, ob das was für dich ist. Eins kann ich dir versprechen, die Hersteller bauen auch in 2 Monaten noch teure Teleskope und die Händler werden dir sicherlich sofort eins schicken, wenn du sie mit Geld bedrohst.

Das ist alles nur meine persönliche Meinung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo *entfernt*,

hast Du schon mal ein gleich großes SC und einen guten Newton nebeneinander gestellt und verglichen? Mein 8" Spiegel hat da auch mit einem 10" oder 11" SC kein Problem. Klar bekommt man nahezu jedes Zubehör an das SC und der Einblick von hinten hat auch einiges für sich, aber visuell sind die Dinger ein Kompromiss. Der fette Fangspiegel bremst das Gerät visuell aus.


MfG

Rainmaker
 
Ich hatte vorher einen 6“ Newton ohne GoTo und hab damit lange Zeit visuell beobachtet und erstmal das Handwerk gelernt.

Meine persönliche Meinung ist, dass das 8“ SC selbst den kleineren Newton in der Handhabung, Transport und Design (ja, sowas ist mir auch wichtig) um 3 Klassen schlägt.


Aber es ist hier so wie immer, jeder findet das am besten, was er selber hat. Deswegen finde ich diese Empfehlungsthreads nach Equipment immer so sinnlos. Ich finde es besser zu sagen, kauf dir als Anfänger was, was man leicht aufbauen kann.

Sonst passiert sowas wie hier:

Kleinanzeige


Zig Tausende Euros in 11“ Öffnung versenken, um nach nicht mal einer Woche zu merken, dass das nix für einen ist und dann noch zusätzlich ein schlechtes Gewissen haben. So macht meine Freizeit doch Spaß! Es gibt dad Fernabsatzgesetz aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will.
Das hätte man sicherlich auch mit einem gebrauchten Dobson für 200€ merken können, dass das nix für einen ist.

Deswegen meine Devise einfach erstmal schauen, ob das Gucken und das Drum Herum überhaupt Spaß macht.
 
Moin,

wobei sich da mein Mitleid gegen 0 bewegt, wer sich sowas anschafft und das anscheinend aus einer Laune heraus hat es nicht besser verdient. Astroforen sind keine Geheimangelegenheit und das Internet ist voll von Anfängerseiten. Offenbar hat sich der Protagonist in keiner Weise über das was er vor hat informiert... Nun denn.

CS
Jörg
 
Hallo *entfernt*,

Anni möchte zumindest eine Rohr was als Planetenoptik genutzt werden kann. Nun die alles entscheidende Frage. Ist ein C8 von der optischen Seite besonders tauglich für die Planetenbeobachtung? Hilft ihr deine Präferenz für ein bestimmtes Teleskop weiter, das Du als überlegen in Handhabung, Transport und Design ansiehst? Insbesondere auch weil hier der Transport nur über wenige Meter geht. Warum sollte sie viel Geld für ein kompaktes Gerät ausgeben, wenn es im Bauwagen in nur wenigen Metern entfernung gelagert wird. Außerdem solltest du ihr dann auch nicht verschweigen, das so ein Gerät stark tauanfällig ist und einiges an Zubehör angeschafft werden darf um ein vorzeitiges Ende der Beobachtungsnacht sicher auszuschließen.
Von wegen Handhabung mal eine kleine Geschichte. Vor rund 25 Jahren hat mich ein 15 jähriger Besucher einer Sternwarte gebeten mal durch meinen 6" f/8 Dobs Hyakutake beobachten zu dürfen. ich habe ihn dann gebeten ihn sich doch selbst einzustellen, er könne ja schließlich nichts kaputt machen. Die nächsten drei Minuten haben wir dann darüber diskutiert ob man da auch wirklich nichts kaputt machen kann. Weitere 30 Sekunden später hatte er sich Hyakutake selbst ins Okular geholt und beobachtete doch ziemlich lange. So furchbar schlecht kann die Handhabung eines Dobsons eigentlich nicht sein ...

Was die Sache mit dem Fehlkauf angeht, so habe ich solche Leute auch kennengelernt und oft sich solche Fehlschläge auf zwei Faktoren zurückzuführen.

1. Viel zu viel Geld
2. Keinerlei Ahnung von den eigenen Interessen und Fähigkeiten

Ich bin hier üblicherweise absolut mitleidlos, denn es trifft ja keine armen Leute.


MfG

Rainmaker
 
...
Aber es ist hier so wie immer, jeder findet das am besten, was er selber hat. Deswegen finde ich diese Empfehlungsthreads nach Equipment immer so sinnlos. Ich finde es besser zu sagen, kauf dir als Anfänger was, was man leicht aufbauen kann.
...
Deswegen gebe ich öfter an, dass ich verschiedene Fernrohre, Montierungen, Okulare, Filter habe und daher vergleichen kann.

Durch diesen Vergleich (parallaktisches C8, Dobson 6", Gitterrohr-Dobson 12", demnächst falls es überhaupt geliefert wird 20") bin ich kein Freund eines parallaktischen C8 mehr.

Eine parallaktische Montierung empfinde ich unhandlicher, schwerer als ein echter Gitterrohr-Dobson (nicht ein (Mogel) Flextube).
Einblick hinter dem Teleskop ist "doof", baut nur unnötig auf.
Optische Leistung des C8 ist irgendwie schlechter als die Newtons (Kontrast?).
Boah, und dann die lange Brennweite, wer braucht denn sowas. ;)

Aber bei mir geht es um visuelles DS und die Geschmäcker sind, soweit ich weiß, verschieden.

Gruß
 
Hallo,

vielleicht mal zur Ehrenrettung des C8, das es zwar optisch nicht das Gelbe vom Ei ist, hat aber viele andere Vorzüge. Man bekommt durch den "Gummifokus" eigentlich alles an Zubehör in den Brennpunkt was es gibt. Der kurze Tubus und der Einblick von hinten sind wunderbar für enge Balkone und für ein parallaktisches Teleskop braucht es wegen des kurzen Hebels nur eine relativ kleine Montierung. Eigentlich fand ich mein C8 toll und es war auch ganz sicher keine Gurke, nur das es trotz Zwangsbelüftung einfach immer schlechter an die Temperatur angepasst war als meine Newtons ...
Die Beobachtung ohne eine parallaktische Montierung kann schon was feines sein, aber ich gebe zu, dass für mich der Weg zurück zu eben so einer Montierung führt. Aber nur, weil ich mir jetzt eine passende Überdachung baue und richtig billig ein Teil mit 70mm Achsen bekommen habe. So kann ich das ganze Gerümpel endlich aufgebaut lassen. Einen großer Dobs für die Rückbank behalte ich natürlich auch. ;)


MfG

Rainmaker
 
Es ging mir hier auch nicht darum, ein SC Teleskop ggü. einem Newton zu verteidigen oder umgekehrt... :D Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

Ich wiederhole mich nochmal, jeder findet das toll, was er sich so angeschafft hat. Das ist auch gut so - sonst hätte man es ja einfach nicht getan!

Aus meiner eigenen Perspektive kann ich sagen, dass ich mit dem 6" Newton auf deutscher Montierung sehr sehr zufrieden war als Anfänger. Die sind noch recht Okularfreundlich, sind noch nicht ganz so schwer was die Ansprüche an die Montierung nicht so hoch setzt und relativ günstig ohne GoTo oder sonstige "Spielereien". Für MICH war das zum Anfang perfekt.
 
Hallo Zusammen.
Natürlich weiß ich, daß nicht jeder das gleiche Teleskop empfehlen würde, dafür gibt es davon zu viele und dafür sind die Geschmäcker auch zu verschieden. Ist ja in fast allen Dingen so. Mir haben eure Antworten echt weitergeholfen. Einiges hat sich dadurch für mich geklärt... und tatsächlich habe ich mir auch schon ein paar Dobson angeguckt?
Was es jetzt schlussendlich wird, weiß ich noch nicht genau, aber nicht motorisiert ( ich möchte den Himmel selber kennenlernen) und nix teures.
Danke an dieser Stelle nochmal für eure Hilfe?
 
Hallo Anni (und alle zusammen)

Richfield muss man mögen... da bin ich persönlich immer noch am Hadern. Offene Sternhaufen sind einfach nicht mein Ding.

Tatsächlich dachte ich, daß es keine Unterschiede gibt in Galaxien, Nebeln und offene Sternhaufen gucken ( hab ich jetzt richtig verstanden?, oder)

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass es hier ein Missverständnis gibt? Natürlich gibts auch offene Sternhaufen im Richfieldbereich (also so ab 2° Ausdehnung aufwärts), aber für die meisten offenen Sternhaufen aus dem Messierkatalog, NGC und weitere brauchts gemeinhin kein anderes Teleskop als das, welches man für Nebel, Kugelsternhaufen und Galaxien auch verwenden würde. Also, nicht dass hier nun eine verwirrende Differenzierung aufgemacht gibt, wo es in meinen Augen keine gibt.
 
Nochmal bitte ganz kurz von vorne, bevor sich die in ihrer Absolutheit falschen Allgemeinplätze im Kopf verfestigen:

Planeten, Sterne, Nebel, selbst der Mond sind ziemlich weit weg von uns. Optik hilft uns, sie besser zu sehen oder sie zu fotografieren. Letzteres baut zudem darauf auf, dass wir ein Foto länger belichten können, als das unser Sehapparat erlaubt. Damit können wir auf Fotos Dinge sichtbar machen, die unser Auge niemals so erfassen könnte, selbst wenn wir uns auf das Farbspektrum beschränken, welches unser Auge sieht.

Will man also sehen (visuell beobachten), muss man zuallererst wissen, dass man dabei nie auch nur annähernd so viel erkennen wird, wie man von Astrofotos zu sehen gewohnt ist. Da helfen auch keine meterweit geöffneten Teleskope.

Also steht die Frage, was möchte man erreichen?

Will man „den Himmel verstehen“? Also Zusammenhänge begreifen, was ist nah in unserer Milchstraße, was ist weit entfernt, wo werden Sterne geboren, wo sind die Reste explodierter Sterne, wo driften Sternhaufen auseinander usw.? Dann reicht ein recht kleines Teleskop oder Fernglas und einiges an Literatur oder anderen Medien zur Information. Man findet und erkennt viele Objekte am Himmel schon mit einem handelsüblichen 7- oder 8-fach vergrößernden Handfernglas.

Will man sich an Sternen erfreuen, die unterschiedlichen Sternfarben, in Sternhaufen visuell „baden“, sich von den großen Nebeln beeindrucken lassen, mal den Mond anschauen, kurz: sich an den „hellen Kerzen“ des Nachthimmels ergötzen? Eventuell auch in Kombination mit dem Verstehen größerer Zusammenhänge? Dann ist ein nicht zu kleines Weitfeldteleskop ideal oder ein Grossfernglas, um gleich beide Augen zu befeuern.

Oder will man in die Ferne schweifen, weit entfernte Galaxien als schwache graue Nebelflecken aus dem Dunkeln fischen, wissend, dass uralte Photonen gerade die eigene Netzhaut erreichen? Eher die feinen Filamente eines Nebels herausarbeiten oder schwächste Nebel überhaupt visuell sehen? Dann hilft ein Lichteimer von möglichst gewaltigem Durchmesser und die Bereitschaft, viel Zeit in das „Sehen lernen“ zu investieren, gute Nächte und beste Plätze zu suchen.

Oder ist es die Begeisterung, kleine Dinge mal richtig groß zu sehen: Jupiter so groß wie ein 2-Euro-Stück, bildfüllende Kugelsternhaufen, wahnwitzig geformte Supernovaüberreste. Dann hilft viel Brennweite/Vergrößerung im Zusammenspiel mit einer guten Montierung, die möglichst automatisch nachführt.

Alles kann kein Gerät allein. Der übliche 8“ f/6 Dobson kann viel, aber wenn man dann doch meistens nur mit dem Übersichtsokular die „Best of Nachthimmel“ anfährt, hätte es vielleicht ein kleineres (dabei allerdings nicht billigeres) Gerät auch getan. Oder wenn man mit dem 3,5mm Okular hektisch einem Kugelsternhaufen hinterherschubst, wünscht man sich vielleicht eine bequemere Nachführung.

Also bitte nochmal überdenken, wohin es gehen soll. Was treibt Dich an, was erhoffst Du Dir. Dann lichtet sich der Dschungel und die Möglichkeiten treten klarer hervor.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Zusammen.
Nochmal ganz vielen Dank, für eure Geduld...

Update:
Nach euren Anregungen und nach, meiner Meinung nach, super Beratung am Telefon, habe ich mich entschieden für:
(Tatsächlich!!) ein Dobson 10‘‘?
Und das Skywatcher Skymax, was ich auch am Anfang, meiner Unentschlossenheit, ins Auge gefasst habe.
Das liegt jetzt so in meinem Budget, ich bin nicht auf eins festgelegt und ich kann den Skywatcher auch mal mitnehmen, wenn ich an die See fahre ( sollte beim Dobson schwierig werden)
Ich bin gespannt...

Allen ein entspanntes Wochenende
 
Hallo Anni,

sehr fein und meine besten Wünsche zum Einstieg ins neue Hobby.
Ich habe jetzt nicht nachgerechnet, was Du jetzt ausgegeben hast oder wo Deine Budgetgrenze genau liegt, will ich auch gar nicht wissen. Bedenke nur, es kommt noch etwas Zubehör dazu in Form von ein paar Okularen, für den Dobson würde ich weiterhin einen Peiler wie den Telrad oder den Rigel Quickfinder empfehlen und trotz aller tollen Notebooks und schlauen Telefone heutzutage halte ich ein batterieloses Kartenwerk in Form eines Atlases (schreibt man das so?) immer noch für sehr gewinnbringend, z.B. den Deep Sky Reiseatlas aus dem Oculumverlag (gibts bei allen Astrohändlern oder auch bei Amazon), sowie eine Rotlichtlampe. Dann machst Du Dir sicher alsbald Gedanken, wo Du das ganze Kleinzeugs aufbewahren kannst, also Okularkoffer. Tischlein und Stuhl nenne ich mal nicht explizit, sowas hat man ja sehr oft sowieso schon, wobei, der Stuhl sollte bestenfalls höhenverstellbar sein. Das kann alles mögliche sein, ein Werkstatthocker, eine Bügel Stehhilfe, wenn sdie Sitzfläche weit genug herunter gestellt werden kann, aber, du ahnst es sicher, die Astrohändler haben hierzu natürlich ebenfalls mannigfaltig Lösungen parat in allen möglichen Preislagen.
 
Hallo Anni
mit einem 8" Dobson und ein paar guten Okularen (Weitwinkel für DeepSky und Plössl für Planeten,
hast du alles abgedeckt. Noch ein UHC Filter für Nebel und gut ist es!
lg und CS
Charly
 
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