Deepsky Anfänger

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Skywalker1

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Hallo Gemeinde

Wie findet man am besten Deep-Sky Objekte ? Habe ein 26 mm Übersichtsokular - aber Ich sehe nichts ! Brauche Ich eins mit mehr Vergrösserung. Habe Ich aber leider nicht als Weitwinkel.

Please Help !

Als Oríentierung nehme Ich die Software "Stellarium"


Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan!

Also, noch ein paar Fragen:
- Welches Scope?
- Was für einen Sucher haste?
- von wo aus beobachtest du?
- Hast du irgendein Kartenwerk? (Karkoschka o.ä.)
- Was hast du noch für Okulare?

Erst dann können wir dir helfen.

Grüße

Rayko
 
Hallo Stefan,

zunächst mal gilt es sich am Himmel zurecht zu finden, dass heißt Sternbilder erkennen und dann anhand von Kartenmaterial (Karkoschka, Kartenprogramme, Internet) die Objekte auffinden.

Ich persönlich mache das mit einem Leuchtpunktsucher (oder auch Rigel Quickfinder/Telrad), das heißt ich schaue mir auf der Karte genau an, wo das Objekt liegt und peile die betreffende Stelle im Sternbild an, meist klappt das auf Anhieb ansonsten "rührt" man ein bischen im entsprechenden Bereich.

Andere bevorzugen "Starhopping" durch den Sucher (sollte ausreichend dimensioniert sein, also 8x24 Sucher ist eher kontraproduktiv), dabei wird ebenfalls das Zielgebiet angepeilt und man hangelt sich an markanten Sternen(-ketten o.ä.) bis zum gewünschten Objekt.

Bei beiden Methoden muss der Sucher(optisch oder Leuchtpunkt) natürlich gut justiert sein, das macht man entweder an einem hellen Stern oder tagsüber...

Zu guter letzt noch eins: Das ganze hängt auch stark vom Objekt ab! Einen kleinen planetaren Nebel, wie M57 et al findet man ohne Erfahrung mit dem 26mm wahrscheinlich nicht auf Anhieb, den er ist lediglich ein kleines unscharfes Sternchen und man muss schon wissen wo er liegt und dann höher vergrößern...

Andererseits braucht man für sehr großflächige schwache Objekte wie z.B. Nordamerikanebel oder schwächere Galaxien auch gute Bedingungen um sie aufzufinden.
Wenn du sagst, du benutzt Stellarium als Aufsuchprogramm dann hört sich das so an als pendelst du zwischen PC und Okular, das impliziert du beobachtest wahrscheinlich aus der Stadt/Vorstadt korrekt? Mit jedem Blick auf den Bildschirm verlierst du dann auch deine Dunkeladaption und siehst schwächere Objekte u.U. nicht mehr...

Ich hoffe das hilft dir etwas, sag doch mal wo dein Hauptoproblem liegt und womit du beobachtest (Gerät) und womit du aufsuchst (Sucher, Karten, Bücher)...

Grüße Benny

P.S.:Warst mal wieder schneller Rayko <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Tja Benny, wenn du Romane schreibst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />

Gruß & CS

Rayko
 
Hallo und danke für die Antworten

Ich habe ne 10" Lightbridge seit gestern und habe heute mal ein paar Tests am Stern gemacht wegen Justage und so. Ich beobachte jetzt vom Balkon aus und schaue halt ein bisschen in der Gegend rum. Ich wollte eigentlich M31 suchen. Aber dafür ist wohl die Lichtverschmutzung etwas zu hoch. Ich wohne aber in einer Kleinstadt und außer 2 Strassenlaternen ist dort nichts. Ich habe einen Lichtpunktsucher und der gefällt mir nicht so gut.

Grüsse Stefan
 
Hallo Stefan

also M31 solltest du schon finden. am besten mit nem Feldstecher, oder dem größten Oku was du hast. M31 ist gigantisch, etwa 6 mal größer als der Mond, bei dunkelstem Himmel.

im Dobson sieht man vom Balkon aus nicht viel mehr als mit dem feldstecher, bei M31...
versuch mal einen Sternhaufen.
(auf meiner Seite findest du einen Messierkatalog, dort such dir mal die hellsten sterhaufen raus, die mit der niedrigsten mag-Zahl bei der helligkeit)

oder du wartest bis gegen Mitternacht, und richtest deinen Blick mal richtung Orion (M42/43)
Das dürfte dich umhauen.

In meinem Messierkatalog findest du zu jedem Objekt einen Aufsuchkarte.

und fang beim hellsten an, so lernst du das aufsuchen am leichtesten.

vieles übersieht man einfach wenn die adaption noch nicht ganz hinhaut, oder der himmel zu hell ist.

Leuchtpunktsucher bringen meißt nur etwas bei dunklem himmel.
Versuch mal einen 8x50er zu finden, gebraucht hatte Anette Aslan letztens einen im Biete-Forum.
Damit wirds einfach bei Stadthimmel.

Weitere Fragen immer gern.

Gruß

Rayko
 
Hallo,

also M31 geht meist sogar aus der Stadt, halt nichts umwerfendes, wobei M31 auch im 12"er unter Landhimmel jetzt nicht soooo prickelnd ist wie andere Objekte aber das ist sicher auch Ansichtssache. Die Sache mit dem Leuchtpunktsucher ist halt auch Geschmackssache, ich habe mich das komplette erste Jahr mit einem optischen 8x24 Sucher gequält und bin erst mit Leuchpunkt glücklich geworden... Das musst du für dich selber herausfinden, aber versuche doch mal folgendes für den Anfang:

1.) Justiere den Leuchtpunktsucher (am besten tagsüber) so, dass der Punkt oder Fadenkreuz oder was auch immer, genau mit dem in der Mitte des Okulars zu sehenden Objekt übereinstimmt.

2.) Suche dir bei Stellarium ein Objekt aus, dass von deinem Standort aus leicht anzupeilen ist und nicht zu niedrig steht (z.B. M13) - dann präge dir genau die Position des Objekts im Sternbild ein (oder drucke dir eine Karte aus) und peile durch den LPS an genau diese Stelle, das zweite Auge bleibt offen und schaut an den Himmel, so erscheint es als wäre der rote Punkt/Kreuz an den Himmel projeziert.

Du musst halt schon ungefähr erkennen "was wo" am Himmel zu finden ist, also hellere Sterne und Sternbilder. Es müssen ja weiß Gott nicht alle auf einmal sein, ich habe mich auch im Laufe der Zeit einfach von Areal zu Areal gehangelt...

Das wären mal meine Tipps zum Thema <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Grüße und viel Erfolg Benny
 
Hi Stefan,

wurde ja schon einiges geschrieben, ich gebe auch mal meinen Senf dazu:

- Grundsätzliches: Mache Dich vertraut mit Deinem Teleskop (und dem Sucher, Telrad, oder was weiß ich...) und mit Begriffen wie z.B. "Austrittspupille" und "Grenzgröße" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />.

- Kartengrundlage: Zieh Dir "den Karkoschka" (Atlas für Himmelsbeobachter) - praktisch die Bibel für (aber nicht nur) den Einsteiger in die Deep-Sky Beobachtung mit 250 Objekten. Dazu eine drehbare Sternkarte.
Astroprogramme zum Erstellen eigener Karten (Cartes du Ciel, HNSKY z.B. als freeware) erlauben mit fortschreitender Erfahrung auch das Auffinden anspruchsvollerer Objekte und das Einbinden zahlreicher externer Kataloge <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />.

- Normalerweise sollte man eine Beobachtungsnacht gut vorbereiten, d.h. mittels Kartenmaterial einen "Beobachtungsplan" erstellen. Soll wiederum heißen: Objekte der Begierde für die entsprechende Nacht festlegen (z.B. angeregt durch Beobachtungsberichte, Literaturhinweise, etc.) und (Detail-)Karten erstellen.
Ich mache das so, dass ich die Beobachtungsnacht mit den westlichsten Objekten beginne und mich nach Osten vorarbeite (ist ja auch irgendwie logisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ). So erwische ich die meisten Objekte in oder nahe des Meridians (höchste Stellung im Süden) in optimaler Beobachtungsposition <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />.

- Dunkler Himmel: Für vernünftige Deep-Sky Beobachtung brauchst Du (neben möglichst großer Öffnung und passendem Zubehör) möglichst dunkelsten Himmel. Als Galaxien- und Kugelsternhaufen-Freak empfinde ich einen Himmel mit einer Grenzgröße schlechter als 5.5mag bezüglich des Spassfaktors (und natürlich der Sichtbarkeit selbst) schon als ziemlich kritisch. Ich habe selbst das Glück im Garten und in guten Nächten recht häufig auf knapp 6mag (Pol) zu kommen - dann fängt's erst an Spass zu machen, es geht aber auch dunkler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />!

- Zum Schluss, und besonders wichtig für jede astronomische Beobachtung: Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung,....... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Stefan,

zum Auffinden von Objekten ist der Karoschka mit Sicherheit nicht schlecht. Ganz am Anfang hat mit das Buch aber als blutiger Anfänger eher ein wenig abgeschreckt. Viele Tabellen mit unverständlichen Werten, sehr viel schwarze Punkte. Das alles hat mich ein wenig verwirrt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Heute nach etwas Übung benutze ich nur noch dieses Buch.
Aber für den Anfang hat mir sehr das Buch "Stars am Nachthimmel" geholfen. Damit hatte ich meine ersten Aha-Erlebnisse. Es werden die 50 schönsten (subjektiv aus Sicht des Autors) Objekte am Nachthimmel erklärt und sehr detailiert beschriben, wie man sie finden kann. Ich fand das für den Einstieg sehr hilfreich.

Gruss Oliver
 
Olala

10" (träum) =)

Also damit siehst du auf jeden Fall einige DS Objekte. Vorraussetzung allerdings: Kenntnis der Objektumgebung, Kenntniss darüber wo das Objekt ist und die Kenntnis wie großflächig das Objekt ist.

zu a) Karkoschka wie oben genannt oder gleich ansprucjsvoller Sky Atlas 2000.0 Deluxe
b) Versuche dir das Aussehen der meisten Sternbilder einzuprägen. Sobald du z.b. Orion 100%ig identifiziert hast ist es kein Problem M42/43 oder M78 einzustellen. Wobei letzeres kleinflächig ist und ein Refexionsnebel.
c) Einfache Formel: Um feine Nuancen an großflächigen Objekten zu erkennen sind a) ein sehr dunkler Himmel und b) ein Weitwinkelokular notwendig. Denn je höher dun vergrößerst, desto dunkler wird der Himmel. hab mal M42 mit 200x vergrößert und er bereits nichtmehr direkt als Nebel identifiezierbar. Dann siet es aus, als wäre die Optik beschlagen.

Ich beobachte M42 am liebsten im 32er Super Plössl unter extrem dunklen Himmel. Man sieht einfach viel mehr. M43, Barnards Loop die dunkelsten Objekte im größten Oku.

hoffe, ich konnte helfen

greetz Martin
 
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