Deepsky-Objekte zu klein? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Deepsky-Objekte zu klein?

Recoxx

Mitglied
Erstmal ein schönes Hallo an alle! ((o:

Ich habe ein Newton 200/1000 also F5 und habe gerade angefangen damit zu fotografieren vor allem im „Deepsky-Bereich“. Dabei ist mir aufgefallen, dass z. B. der Ringnebel M 57 oder die Kugelsternhaufen M 3, M13 usw. sehr klein auf den Bildern aussieht. Da ich fast noch keine Ahnung von der Bildbearbeitung habe, frage ich mich, ob die „Objekte“ nicht viel zu klein sind. Ist dem so? Oder kann man sie bei der Bildbearbeitung noch vergrößern? Oder gibt es beim Aufnehmen noch Möglichkeiten wie z. B. Barlow-Linsen oder Foktal-Fotografie? Oder benötige ich ein Newton oder Refraktor mit F10 oder größer?
Oder welche „Objekte“ kann ich gut mit meinem Newton fotografieren?
Ich weiß, Fragen über Fragen. ((o; SORRY!
Nun hoffe ich auf eure Antworten.

Schöne Grüße
Andreas
 

komposer

Mitglied
Hallo Andreas,

das hängt auch von der Auflösung der Kamera ab. Bei meiner Planetenkamera Asi120mc mit kleinen Pixeln und winziger Sensorgröße passen die eher kleinen Objekte wie z.B. M57 bei meinem 8" F6 oder 12" F5 Dobson gut drauf und sind später am Monitor dank der hohen Auflösung recht groß.
Du kannst Dir die Daten Deiner Kamera aber bei der Freeware Stellarium einrichten und dann die verschiedenen Deep-Sky Objekte in Bezug zur Sensorfläche ansehen, echt hilfreich.

Gruß,
Holger
 

Recoxx

Mitglied
Hallo Holger,

danke für deine Antwort. Das mit Stellarium werde ich mir mal ansehen.

Ich habe eine Canon EOS 1200D. Sie verfügt über einen CMOS Sensor im APS-C Format, der etwa 22 x 15 mm² groß ist.

Gruß
Andreas
 

Achim_B

Mitglied
Hallo Andreas,
Oder benötige ich ein Newton oder Refraktor mit F10 oder größer?
das Öffnungsverhältnis hat mit der Vergrößerung nichts zu tun, dafür ist die Brennweite zuständig. Bei einem Teleskop mit 80mm Öffnung und 800mm Brennweite hättest Du F10, aber eine geringere Vergrößerung als mit Deinem 1000er Newton. Ganz abgesehen davon, daß Du mit einem F10-System elend lang belichten müßtest...
Wenn Du in Stellarium Deine Sensor-Teleskop-Kombi zusammenstellst, bekommst Du auch den Bildwinkel in horizontaler und vertikaler Richtung angezeigt. Damit weißt Du schon mal, welche Größe ein Objekt maximal haben darf, um noch auf den Sensor zu passen. Welche Größe es "nach unten" haben darf, um ein akzeptables Ergebnis zu liefern, kriegst Du spätestens in der Praxis ganz schnell heraus. Wenn ich auf Astrobin oder wo auch immer ein interessantes (und erreichbares!) Objekt finde, schaue ich z.B. in Stellarium zuerst nach der Größe. Ich habe einen Bildwinkel von rund 1x1 Grad, bei den 6 MPixel meiner Kamera habe ich mir für meine Ansprüche und Anwendungen ungefähr 10' als Mindestwert gesetzt. Der Sensor Deiner DSLR ist doppelt so groß und hat eine höhere Auflösung, daher sieht so ein Objekt natürlich erstmal noch kleiner aus, wenn Du die Aufnahme in Originalgröße formatfüllend auf dem Monitor hast. Aber man muß ja nicht das komplette Bild nutzen.
Wie wir alle wirst Du nicht um den Kampf mit der Bidbearbeitung herumkommen. Der Zusammenhang zwischen Auflösung und der Größe auf dem jeweiligen Ausgabemedium (Monitor oder Druck) ist dabei ein wichtiger Anfang. Wird schon! :)

Gruß
Achim
 

SkyBob

Mitglied
Hallo Zusammen.

Eine weitere Möglichkeit wäre wohl noch die Drizzel funktion in z.B. DeepSkyStacker.

Ansonsten wie schon geschrieben, den Interessanten Bildbereich ausschneiden.
Sieht dann schon wieder ganz anders aus wenn dieser dann auf deinem Bildschirm maximiert wird.

Gruß
Markus
 

Jan-Fre

Mitglied
Hi!

Einfach mal mit Stellarium oder Sky Safari Pro 6 (Tablet / Handy) herumtesten, was man so sehen und ablichten kann. Auch in Sky Safari kann man Sichtfelder für bestimmte Kamera und Okulare simulieren. Das hilft enorm. 1000mm Brennweite gibt einem schon viele Möglichkeiten. Du wirst sehen, dass das aber für viele Dinge wie Nebel schon zu viel ist. Ich nutze meist nur die Hälfte der Brennweite für meine Ziele im Moment (also... wenn es mal wieder dunkler wird).

Viele Grüße
Jan
 

moos

Mitglied
Andreas, das ist letzlich eine Geschmacksfrage. Ein Fotolabor macht aus 2 MPix einen sehr anständigen 20x30 cm Abzug. Wenn Du also aus 16 MPix einen 100% Auschnitt von M57 wählst und ihn auf 2MPixel beschränkst, kommt also auf deine Brennweite nochmal 8x drauf.
Barlow und Telekonverter helfen hier nicht. Aber viele Einzelbilder addiert lassen eine nachträgliche Detailverbesserung durch Schärfen zu, sodass auch damit die Aufnahmen kleiner Objekte verbessert werden können.
Ich finde 1m Brennweite sehr gut, du hast noch Feld drumrum, eine gute Abbildung, wenig Ausschuss und ein Maß an Toleranz für die Nachführung und das Seeing, dass es sehr erfolgreiche Fotos werden.
 

Recoxx

Mitglied
Hallo an alle ((o:

Sorry, dass ich jetzt erst antworte und euch nicht mit euerm Namen anschreibe. Ich habe den Fehlergemacht ein weiteres Thema im Astrotreff veröffentlicht. Das hat mich ganz schön vereinnahmt, um es mal so zu sagen! Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Antworten bekomme. Das werde ich nicht noch einmal machen. Ich habe Stunden gebraucht, um das alles wirklich zu verstehen und nach zu vollziehen, was mir auch nicht immer vollständig geglückt ist.

Euer Beiträge haben mir weitergeholfen, daher ein dickes DANKESCHÖN!!!! (((o:

Schöne Grüße
Andreas
 
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