DeepSkyCamera Beta - Astroaufnahmen mit dem Smartphone

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noideaforaname

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Hallo,

ich habe auf die schnelle noch keinen Thread zu diesem Thema gefunden. Deswegen möchte ich euch mal die App "DeepSkyCamera Beta" vorstellen.

Habe sie mir letztens mal installiert, da ich ein neues Smartphone mir gekauft habe (Nokia XR20). Nach einigem rumspielen war ich recht angetan um den Funktionsumfang. Diese App gibt es nur im Playstore bei Google.

Leider wurde mein Smartphone noch nicht vollends unterstützt. Nachdem ich aber den Entwickler angeschrieben habe wurde es direkt hinzugefügt.

Auf den ersten richtigen Testshot musste ich jetzt einige Wochen warten... der Himmel spielt einfach nicht mit in meiner Region seit Wochen :rolleyes:

Gestern Abend konnte ich aber mal eine Wolkenlücke nach dem Tagdienst nutzen bei der Heimfahrt.

Das Ergebnis ist jedenfalls vielversprechend, ersetzt aber keine DSLR für die Landschaftsastrofotografie.

20 * 12 Sekunden, ISO6400
Darks
Flats nachträglich aufgenommen

Der gute alte Orion mit dem Smartphone... und dieser sollte auch nur darauf betrachtet werden :p Selbst der Orionnebel ist leicht zu erkennen.

Aber als Notlösung wenn man mal auf die schnelle seine DSLR nicht dabei hat definitiv zu gebrauchen.

Ich denke mit optimaleren Einstellungen, mehr Bildmaterial und einem dunkleren Himmel kann man da echt noch einiges rausholen. Ebenso habe ich Affinity Photo zur Nachbearbeitung genutzt nach dem Stacken in Sequator. In Affinity muss ich mich aber noch reinfuchsen.

Die App scheint auch eher für die Okularprojektion programmiert worden zu sein, lässt sich ja aber auch in der Astro-Landschaftsfotografie zweckentfremden.

Trotzdem interessant zu sehen, was machbar ist heute. Vermute bei einem HighEnd Handy mit entsprechender Kamera wird das Ergebnis noch besser.

CS

Ralph

TestMitFlat2.jpg
 
Hi Ralph,

ja, die App ist sehr interessant.

Ich warte allerdings schon ca. ein Jahr auf die Pro Version. Die soll dann Live-Stacking können und vielleicht Plate-Solving.
Dann wird es richtig interessant. Dann benötigt man für EAA und Astrofotografie keine PC und Astrocam Lösung mehr, sondern kann direkt mit dem Smartphone arbeiten.

Ich wollte die App auch immer schon mit SharpCap über die Folder-Cam nutzen.
Habe das aber dann doch nicht weiter verfolgt, wegen anderen Prioritäten.
Aber wenn ich nicht schon eine dedizierte Astrocam hätte, würde ich da definitiv weiter experimentieren.
Weil gehen muss das schon. ;)

Dann hätte man über SharpCap Live-Stacking mit dem Smartphone.

Gruß
Peter
 
Aber wenn ich nicht schon eine dedizierte Astrocam hätte, würde ich da definitiv weiter experimentieren.
Ich wüsste auch nur zu gerne warum die Unterstützung von UVC-Kameras über die OTG-Schnittstelle nicht verbreiteter ist. Das würde die Einsatzmöglichkeiten immens erweitern. Endlich könnte man die Ressourcen des Mobiltelefon ausreizen und müsste keinen RPi dafür quälen.
Wie dem auch sei. Frohes Schaffen und weiterhin klaren Himmel für die nächsten Tests mit deinem Setup!
Gruß Markus
 
Huhu
das Bild gefällt mir sehr. Die Hauptsterne kommen sehr gut zur Geltung, lediglich Saiph schwächelt etwas. Ich nehme an dass das Bild quer aufgenommen wurde und die Seiten beschnitten sind. Hochkant würde Orions Kopf evtl noch mit drauf passen, warscheinlich ist aber die Kamera nicht so weitwinkelig. Genug gemeckert, wirklich top fürs erste. Mir gefallen die Wolken schön mit hellen und Recht dunklen bereichen und die beleuchteten Nachbarorte mit den roten Lichtern sowie die hügelige Umgebung. Mit Orions Meissa auf dem Bild käme der Vordergrund warscheinlich nicht zur Geltung. Gegenüber den Pixel "out if the box" Fotos kommen die Sterne viel besser zur Geltung. Ich nehme an dass hier deutlich wird, dass sich das Hand anlegen unbedingt lohnt. Man könnte meinen Sirius ist schlecht Abgebildet, erstens geht das wohl schlecht durch die Wolken und zweitens finde ich gehört er irgendwie zum Orion bei Weitwinkelaufnahmen. Gerade weil er die Orionsterne nicht überstrahlt ist es schön dass er sich diffus zurück halt.

ich hab die APP auch schon länger drauf, aber noch kein Firstsky:confused:.

Da mein Google Pixel 4a einen Astromodus besitzt, kann ich aber gut vergleichen immerhin ist der Orion oft Objekt gewesen.
An Stativ klemmen, ausrichten der Nachtmodus hilft hier mit ca 1Sek. Belichtungszeit, auslösen und 4 Minuten warten, Fertig. Raus kommt ein Bild, den genauen Workflow kenne ich nicht, jedenfalls ist die Belichtungszeit vergleichbar, dazu gibt optional auch ein Video mit den Lights.
Zum Vergleich mit dem Foto hier möchte ich erwähnen dass bei Google nicht Astronofotografen Zielgruppe sind, ich behaupte dass grössere Sterne mehr betont werden und kleinere "wegfallen". Egal ohne das Smartphone wäre ich wohl nicht zum neuen Hobby gekommen, zugleich hab ich ein fast vergessenes Hobby die Fotografie wieder angfangen.

Ich bin sehr gespannt was mir diese App bringt, die Erwartungen sind jetzt noch höher. Bei Fotos durchs Fernglas versagt jedenfalls der Astromodus, und genauso dass ist gerade ein Ziel von mir.

Ohne Pix glaub mer nix:
PXL_20211031_211430051.NIGHT~2.jpg

Google Pixel, Astromodus unbearbeitet. Und keine Ahnung was genau hier zu sehen ist, gut dass es ein Teil der Heimatgalaxie ist war ja klar.
 
@Wintergatan
Genau das war mein erster Gedanke, das kennt der Algorithmus einfach nicht und der maximale Weg den das Objekt zurücklegt ist bekannt bzw der Winkel um den sich "alles dreht". Mit dem Nachtmodus wird's etwas, aber entsprechend der Belichtungszeit auch "anders".
Hier:
PXL_20211220_190415378.NIGHT.jpg

Google Pixel 4a, Fernglas (k.a. welches) und natürlich Adapter und Stativ. Belichtungszeit 1 Sekunde.
 
P.S. Seit der o.g. Erkenntniss wächst in mir der Wunsch als erste Nachführung eine Minitrack zu kaufen.
 
Hi,
P.S. Seit der o.g. Erkenntniss wächst in mir der Wunsch als erste Nachführung eine Minitrack zu kaufen.
die Minitrack kostet ca. 190€.
Man sollte sich daher mM überlegen, wenn man schon Geld investiert, ob man nicht gleich etwas besseres kauft.
Wie immer ;) zB die im Moment Preis/Leistungs mäßig beste, leichte GoTo Montierung:
Skywatcher AZ-GTi GoTo WiFi ca. 325€

Ist schon deutlich mehr Geld, aber für Astrofotografie hast du dann erstmal montierungsmäßig etwas erweiterbares und halt volle Computer Steuerung.
Du brauchst auch noch ein Stativ und anderes Zubehör, zB zur Befestigung der Kamera oder die SkyWatcher Wedge/Polhöhenwiege um die AZ-GTi äquatorial zu nutzen.

Oder eine unübliche, aber auch funktionierende Lösung eine EQ-Plattform. Darauf kann man einfach ein Photo-Stativ mit Kamera stellen. Das wird dann automatisch nachgeführt.

EQ-Plattform von Astro Optik Martini 321€

Die EQ-Plattform würde dann Sinn machen, wenn irgendwann ein Dobson zum Beobachten dazu kommt.

Gruß
Peter
 
Das Bild ist im Hochformat entstanden. Hab die Wolkenlücke gesehen und aus Mangel eines Stativs das Handy an der Dachreling meines Autos angelehnt ;)

Ich hänge mal ein einzelnes entwickeltes RAW an:

Lights_0001_20220202_190944.jpg


Für eine Einzelbelichtung (12 Sekunden, ISO6400) macht das auch eine gute Figur. Es sind schon einige Sterne zu erkennen. Das gestackte Bild enthält natürlich viel mehr.

Ich hoffe man erkennt, dass die Bedingungen eher mau gewesen sind. Aber deswegen bin ich ja so begeistert. Wenn ich überlege wie die Aufnahme bei einer DSLR mit entsprechendem Objektiv bei den Bedinungen aussieht, kenne ich ja auch zu genüge, dann weiß ich jetzt, dass ich auch das Smartphone schnell zücken kann und einen Moment nicht als verpasst kennzeichnen, weil ich keine DSLR dabei habe.

CS

Ralph
 
Hi zusammen,
habt ihr auch schonmal SkEye Cam in diesem Zusammenhang ausprobiert?

CS Alex
 
Siehe auch

Grüße
Wulf
 
Ich halte das Smartphone ganz gern einfach ans Okular, wenn ich mal einen Schnappschuss haben möchte. Hab ein uraltes Huawei Honor 5C, aber 8sec Belichtungszeit zeigen schon schön was. Der Orionnebel geht da auch schon schön bunt. Aber da ist wohl eher der vorgeschalteten Optik zu danken als dem Smartphone selbst, nehme ich an.
Clear Skies, Olli
 
@Wintergatan
Ich kenne das Problem ohne Stativ (Adapter) längere Zeit zu belichten, bei mir war es zuerst die Deichsel eines Anhängers. Von der Deichsel aus wollte ich eine bestimmte Perspektive, ohne mich auf den Boden zu legen, dabei hat mich das Pixel überrascht weil es vom Nacht- auf den Astro- modus gewechselt hat. Dann waren es Bänke am Wegesrand und bis der Adapter geliefert wurde hab ich einen Mülleimer benutzt der an einem Verkehrsschild befestigt war. Der Papierkorb hatte den Vorteil dass ich das ganze Ding drehen konnteo_O.

Respekt, für die Umstände sehr gut gelungen. Ich kann jedem nur empfehlen sich auch so einen Adapter zu zu legen, ohne erwischt man so einen guten Ausschnitt nicht wirklich einfach.
Der zuerst gezeigte Ausschnitt gefällt mir immer noch viel besser als das komplette Bild, den restlichen Ausschnitt nach oben kannst Du ja noch hinzufügen. Hat der quadratische Auschnitt von 1920x1920 Pixel einen besonderen Grund?

@olli.mit.zwei.l
Ich bin neidisch auf Menschen mit einem Ruhigen Händchen. Ich kann ein 7x Fernglas gerade so noch ruhig halten, und mit dem Smartphone aus der Hand durch eine Optik... Ich hab's mit dem Mond probiert war "ziemlich Voll", also nicht ich sondern der Mond, von 25 Versuchen sind 3-4 einigermaßen brauchbar. Das war mit einem 10x40, und mit höchstens 1/50 Belichtung.

Es gibt mMn keinen günstigeren Weg als ein Handy um in die Astrophotographie rein zu schnuppern.

LG &CS
HaloDo
 
@olli.mit.zwei.l
Ich bin neidisch auf Menschen mit einem Ruhigen Händchen. Ich kann ein 7x Fernglas gerade so noch ruhig halten, und mit dem Smartphone aus der Hand durch eine Optik... Ich hab's mit dem Mond probiert war "ziemlich Voll", also nicht ich sondern der Mond, von 25 Versuchen sind 3-4 einigermaßen brauchbar. Das war mit einem 10x40, und mit höchstens 1/50 Belichtung.
Ich habe das Glück, dass mein Handy den selben "Augenabstand" hat wie ich, ich kann es also direkt an due Gummiaugenmuschel legen und muss dann nur noch in der Ebene die richtige Position finden, aber der Ausschuss ist auch bei mir sehr hoch, keine Sorge XD.
Clear Skies, Olli
 
Bei hellen Bedingungen wie dem mit Mond kann man natürlich auch Gebrauch machen von den internen Gyroskopen des Mobiltelefon.
Im Video-Modus wird systembedingt der Bildausschnitt kleiner, aber die Stabilisierung ist spürbar.
In der Praxis empfinde ich jedoch die Dateilwahrnehmung bei einem 10x54 am Mond mit direktem Blick durch das Glas um Welten besser (jedoch war Sensor und Display auch lediglich 720p ... was will man da schon erwarten).
Gruß Markus
 
Bei hellen Bedingungen wie dem mit Mond kann man natürlich auch Gebrauch machen von den internen Gyroskopen des Mobiltelefon.
Ich glaub das hat meins garnicht. Zumindest hat es keinerlei Stabilisierung von der ich wüsste.
Ihr könnt ja mal meine Medien anklicken, die hab ich beide mit dem Handy gemacht. Keinerlei Stacking oder Lucky Imaging im NAchhinein gemacht, einfach nur ein gelungener one shot aus nem Dutzend.
Grüße, Olli
 
Mal ein Screenshot für ein Handy voll okay
Gruß Thomas
 

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Moin
Finde die App gut bin noch am ausprobieren
 

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Ein Iridium flare?
Gruß Thomas
 

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Als blutiger Anfänger häng ich mich mal hier mit rein, denn derzeit ist das Mobiltelefon meine einzige RAW-fähige Bildquelle und die App fördert den Spieltrieb irgendwie enorm.
Die Aufnahmen (Samsung A42 5G, 10x14 Sekunden, ISO6400) sind mit Siril gestackt. Bias, Darks und Flats wurden nur bei Kassiopeia gemacht, wo auch immer wieder dünne Wolken durch das Bild zogen. Hab aber keine Ahnung, ob die das "Glühen" in der Bildmitte verursachten, oder beim Stacken aus Unwissenheit etwas hätte besser gemacht werden können (bin für sachdienliche Hinweise sehr dankbar)

Kassiopeia.jpg
Das Bild vom Orion entstand zwei Tage später, direkt über eine perfekte Streulichtquelle (Kleinstadt) hinweg.
Orion_.jpg
Bin jetzt ernsthaft am Überlegen, ein gebrauchtes Handy zu nehmen und die Optik auf dessen Kamerachip zu entfernen, um das dann auf ein Teleskop zu bauen. Einfach aus dem Spieltrieb heraus, denn als Übersicht gefallen mir die Aufnahmen, von den Anfängerfehlern abgesehen, recht gut. Nur schlägt auch die Schwäche der billigen Handykameraoptik knallhart zu, denn so richtig scharf sind die Aufnahmen nicht.
Ursprünglich sollte die Belichtungszeit von 14 Sekunden dafür sorgen, dass ein Bereich von etwa 140 Bogensekunden auf zwei Pixeln verteilt wird (4,6mm Brennweite, 1,6µm Pixelgröße). Die Linsen vermatschen das aber auf mehr als 10 Pixel.
Was allerdings wirklich überraschend war: Andromeda ist unterhalb von Kassipeia zu erkennen und mit der farblich so deutlichen Wiedergabe des Orionnebels hab ich absolut nicht gerechnet. Ein gewisses Potenzial ist also da.

P.S.: Das Telefon lag während der Aufnahmen fixiert auf einem Tisch, um Verwacklungen zu vermeiden.
 
Hi,
Warum kaufst du dir für Astrofotografie nicht einfach für 100-120€ eine gute gebrauchte DSLR (zB Canon EOS 600D)? Damit kannst du anfangen, voll einsteigen, erweitern und dabei bleiben. Passt mit Adapter auf jedes Teleskop. Sogar nur mit Kamera, Objektiv, Stativ, biste voll in der Astrofotografie.
 
Eine DSLR oder Systemkamera für Wechselobjektive ist geplant. Derzeit bin ich aber mit dem Eigenbau einer Montierung beschäftigt und verbringe die dazwischen frei bleibende Zeit, wenn auf Halbzeuge oder Teile zu warten ist, mit Gedankenspielen. ;)
 
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