Hallo Guntram
Wie sollte denn so ein Versuch korrekt durchgeführt werden?
Mit möglichst wenig Variablen
Die Konzepte der Optiktheorie zur Beschreibung der Obstruktion sind MTF,PSF;EER usw.
Sie Beschreiben den Einfluss der Obstruktion aus deren physikalischen Gesetzmäßigkeiten.
Das ist dann vielleicht sperrig und kryptisch, schließt aber Variablen und subjektive Sinneseindrücke weitest gehend aus.
Deine Fotos zeigen vielleicht richtiger weise eine Kontrastminderung durch Obstruktion, jedoch kann der "Versuchsaufbau" auch keine Variablen wie z.B. Seeingeinflüsse ausschließen.
Den dafür fehlen dann weitere Angaben über Konstanz und Ausschlüsse.
So wissen wir nicht, ob die Kontrastminderung in dem Foto alleinig und nur auf die Obstruktion zurückzuführen ist.
Somit ist es auch kein Beweis dafür.
Das Obstruktion Kontrast kostet, wissen hier glaube ich alle, doch deren Einfluss richtig einzuschätzen und zu beschreiben und dann noch einen richtigen Praxisbezug herzustellen, da gehen die Meinungen schnell wieder auseinander und jeder argumentiert dann wie er es vielleicht einmal am Tag XY erlebt hat.
Deshalb ist es am besten aus der Theorie heraus zu argumentieren um nicht das Opfer seines eigenen Unvermögens, oder seiner eigenen Sinneseindrücke zu werden.
Denn "Ich habe es doch gesehen", rechtfertigt vielleicht noch lange nicht die Schlussfolgerung.
Jahrelange Diskussionen über Spiegel vs. Linse belegen dies.
Um den Faden wieder zum evtl.. 16" Planetennewton zurück zu spinnen, was wäre die Alternative, um der schädlichen Obstruktion aus dem Weg gehen zu können?
Ein 12-14" APO, ein 12-14" Schiefspiegler, ein 30-40" Off-Axis Cassegrain/Newton, ein Turm- oder Horizontalteleskop?
Man könnte sich auch mit weniger Öffnung zufrieden geben und einen kleinen APO kaufen.
Also es gäbe schon Alternativen.
Gruß
CS