WUNNI
Aktives Mitglied
Hallo!
Deep-Sky-Freunde mögen ihn ja nicht so, 'unseren' Mond... Doch anders als alle Messier und NGC sieht er jedes Mal ganz anders aus, ehrlich!
Letzten Montag gab's Sonnenaufgang auf den Hängen des Erathostenes, mit Terassen und feinen Schatten am Westhang. Auch Rupes Recta gab sich die Ehre. als feine Linie. Ihr Boden ist tief genug, um noch im Schatten gewesen zu sein.
An diesem Tag war erstmalig ein Seeing, bei dem mein neuer 12"-Spiegel den guten alten 110mm Zeiss-AS-Refraktor meilenweit abgehangen hat. Die Mond-Alpen im Morgenlicht: 'Viel mehr Details als im Rükl!' steht im Beobachtungsbuch. Das West-Ende des Alpen-Quertals bei 0° Länge ist im Rükl nur ein Klecks. Im 12"er war es eine unbeschreibliche Fülle an feinen Details, fast wie 'selbst dort gewesen'.
Heute Abend, mit Bino und V 200x am Refraktor noch so 'ne Entdeckung: Mir war noch nie so aufgefallen, dass die Mare bei (Fast-)Vollmond gesprenkelt mit Unmengen von winzigen weiß leuchtenden Kratern sind. Unglaublich viele von diesen Dingern, zu klein, um im Mondaltlas aufzutauchen.
Am Terminator passten die Krater nicht so recht zum Rükl: Ach ja, wir haben 4° Libration in Länge, der Mann im Mond guckt nach links und wir sehen mehr von seiner rechten Wange...! Darum war Krater Crüger runder als im Mondatlas.
Probiert es selbst mal aus! Was soll man gucken, in einer Vollmond-Nacht ohne Planeten? Etwa fernsehen? Seht doch -- ferner: Wenn das Seeing es zulässt, lohnt sich ein Blick zum Mann im Mond bzw. zu Frau Luna (ganz nach Neigung) immer - selbst bei Vollmond.
Wird langweilig? Man schafft es wohl nie, den Mond zwei Mal bei exakt gleichen Licht- und Librationsverhältnissen zu sehen.
Wer sein Fernrohr stehen lassen kann, sollte es mal probieren: Abends nach Dunkelwerden Terminator angucken und ein paar helle Bergspitzen aussuchen. Vier Stunden später vor dem Schlafengehen noch mal schauen und staunen, wie stark sich die Szenerie schon geändert hat!
Schon Jahrzehnte gucke ich 'in den Mond', meist mit dem Rükl-Atlas in der Hand, und immernoch staune ich am Okular: 'Nee, das habe ich so ja noch nie....!'
Für mich ist der eigene Blick durchs Fernrohr zum Mond immer wieder faszinierend, spannender als jedes noch so schöne Foto.
Viel Spaß und CS,
-wunni
Deep-Sky-Freunde mögen ihn ja nicht so, 'unseren' Mond... Doch anders als alle Messier und NGC sieht er jedes Mal ganz anders aus, ehrlich!
Letzten Montag gab's Sonnenaufgang auf den Hängen des Erathostenes, mit Terassen und feinen Schatten am Westhang. Auch Rupes Recta gab sich die Ehre. als feine Linie. Ihr Boden ist tief genug, um noch im Schatten gewesen zu sein.
An diesem Tag war erstmalig ein Seeing, bei dem mein neuer 12"-Spiegel den guten alten 110mm Zeiss-AS-Refraktor meilenweit abgehangen hat. Die Mond-Alpen im Morgenlicht: 'Viel mehr Details als im Rükl!' steht im Beobachtungsbuch. Das West-Ende des Alpen-Quertals bei 0° Länge ist im Rükl nur ein Klecks. Im 12"er war es eine unbeschreibliche Fülle an feinen Details, fast wie 'selbst dort gewesen'.
Heute Abend, mit Bino und V 200x am Refraktor noch so 'ne Entdeckung: Mir war noch nie so aufgefallen, dass die Mare bei (Fast-)Vollmond gesprenkelt mit Unmengen von winzigen weiß leuchtenden Kratern sind. Unglaublich viele von diesen Dingern, zu klein, um im Mondaltlas aufzutauchen.
Am Terminator passten die Krater nicht so recht zum Rükl: Ach ja, wir haben 4° Libration in Länge, der Mann im Mond guckt nach links und wir sehen mehr von seiner rechten Wange...! Darum war Krater Crüger runder als im Mondatlas.
Probiert es selbst mal aus! Was soll man gucken, in einer Vollmond-Nacht ohne Planeten? Etwa fernsehen? Seht doch -- ferner: Wenn das Seeing es zulässt, lohnt sich ein Blick zum Mann im Mond bzw. zu Frau Luna (ganz nach Neigung) immer - selbst bei Vollmond.
Wird langweilig? Man schafft es wohl nie, den Mond zwei Mal bei exakt gleichen Licht- und Librationsverhältnissen zu sehen.
Wer sein Fernrohr stehen lassen kann, sollte es mal probieren: Abends nach Dunkelwerden Terminator angucken und ein paar helle Bergspitzen aussuchen. Vier Stunden später vor dem Schlafengehen noch mal schauen und staunen, wie stark sich die Szenerie schon geändert hat!
Schon Jahrzehnte gucke ich 'in den Mond', meist mit dem Rükl-Atlas in der Hand, und immernoch staune ich am Okular: 'Nee, das habe ich so ja noch nie....!'
Für mich ist der eigene Blick durchs Fernrohr zum Mond immer wieder faszinierend, spannender als jedes noch so schöne Foto.
Viel Spaß und CS,
-wunni