Der große Orion als Jahresabschluss und kurze Vorstellung

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Himb33r

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Servus liebe mitastronomiebegeisterten,

ich lese bereits seit bald 2 Jahren hier fleißig mit und versuche hier und da auch mal mit eigenem KnowHow zu helfen. In der ganzen Zeit bisher neben Beruf und Hobby fiel mir auf, dass ich mich noch gar nicht wirklich der Gemeinde vorgestellt habe. _affeaugen:
Ich bin der Matthias, 34 Jahre jung aus dem sonnigen Schwarzwald. Bald auch Fachinformatiker, dass ist zumindest bei der EBV und bereits vorhandener Rechnerpower natürlich vorteilhaft gewesen, als ich mich Mitte 2021 an die Astrofotografie herangewagt habe.

Zur Astronomie kam ich mit meinem besten Freund, als er damals ein Sky-Watcher Maksutov günstig holte im Jahr 2020. Aus dem gemeinsamen Beobachten kam dann bald die Lust auf ein eigenes Gerät auf und ich habe mit noch sehr wenig Ahnung von der Materie einen sehr günstigen gebrauchten 12 Zoll f/4 Newton auf einer Azimutalen Montierung gekauft. Den hatte ich knapp einen Monat, dann wurde es mir zu anstrengend das schwere Equipment jedes mal vom Dachgeschoss runter und später wieder hoch zu tragen. :ROFLMAO:
Ich hatte zum Glück den selben Preis beim Verkauf bekommen und konnte so den Fehlkauf etwas abmildern.
Dann holte ich mir einen gebrauchten 8 Zoll Dobson von Sky-Watcher, der Klassiker kann man sagen und benutze diesen auch bis heute noch sehr gerne gerade zum visuellen Beobachten oder das ein oder andere Planeten Foto.

Bis 2021 war die Fotografie für mich noch ein Ding der Unmöglichkeit. Gerade wenn man sieht, wie viel tausende Euro man in ordentliches Equipment investieren kann. Durch den YouTuber Astrobiscuit wurde ich dann aber vom Gegenteil überzeugt, was Budget Lösungen angeht und damit das Lehrgeld nicht so hoch ausfiel, entschied ich mich damals noch ohne viel Plan für eine gebrauchte alte EQ3-2 GoTo mit einem 130er PDS, meiner Canon EOS als Hauptkamera und dazu das Zubehör zum Guiden.

In meiner Galerie sieht man ja die Anfänge, ich hatte dann auf einen Lacerta Apo gewechselt und als dann eine Zeit lang hier unten sehr schlechtes Wetter war schon irgendwie die Lust aufs Fotografieren verloren. Mein Gedanke war: Equipment für mehrere Tausend Euro welches man mit Glück keine 10x im Jahr benutzen kann, da ja Beruf und Familie auch noch irgendwo unter zu bringen ist. Habe dann das Fotografie Equipment verkauft und bin seither im Remote Teleskop Sektor unterwegs.

Klar, das kostet auch je nachdem monatlich oder pro Stunde, allerdings benutzt man da quasi ein meist fertiges System. Es ist am Ende auch nur Technik und das Wetter/Seeing spielt leider trotzdem noch eine Rolle.
Ich habe jetzt dieses Jahr über einige Fotos zusammen bekommen und konnte dadurch auch sehr viel üben. Gerade die EBV ist ja mit der größte Teil an der Astrofotografie und macht viel mehr aus, als das Equipment welches benutzt wird.

Der Orion war mein erstes Objekt, welches ich durch ein Teleskop beobachtet habe und seither auch mein Liebling am Winterhimmel. Hier habe ich jetzt mein Finales Foto für 2022 davon fertig gestellt.


Daten dazu sind folgende:
  • Teleskop: 12.5" - 320mm von RCOS - RC Carbon Tubus mit 2885 mm Brennweite
  • Kamera: Apogee Alta U16
  • Filter: AstroDon Series II LRGB
  • Mount: Paramount ME
  • Guiding ist bei Belichtungszeiten unter 300s deaktiviert
  • Belichtungszeiten: L: 43x120s; RGB: 30x120s bei -20° C Sensortemp.
  • Insgesamt: 146 Minuten = ca. 2.46 Stunden
  • Aufnahmeort: itelescope.net - Siding Spring Observatory in Australien, Bortle 3
  • Aufgenommen über mehrere Nächte wegen des Wetters vom 15.12 bis letzte Nacht
  • SiriL, Starnet++ V2 und Photoshop kamen zum Einsatz


M42_T33_FINAL_30-12-22.png



Ich wünsche euch damit einen guten Rutsch und ein frohes neues Astrojahr 2023 (inkl. viel ClearSkies)!

CS
Matthias
 
Hallo Matthias,
sehr schöne Aufnahme, mit der Du Dich hier vorgestellt hast!
Eine Anmerkung hätte ich dazu: Das helle Zentrum hast Du nach meinem Geschmack etwas zu stark zurückgehalten und dadurch verliert die Aufnahme etwas an Dynamik.

CS Dietmar
 
Servus Dietmar,

danke für die netten Worte. Beim Zentrum geb ich dir recht. Ich hatte mehrere Versionen bearbeitet und war hin und hergerissen wie sehr ich das Zentrum zurück nehmen sollte. Ich war beim Bearbeiten etwas vom Hubble Foto der gleichen Region inspiriert und als ich sah wie viel Details sogar im Zentrum zu sehen sind, habe ich versucht es ganz vorsichtig besser zur Geltung zu bringen.

VG&CS
Matthias
 
Servus zusammen,

ich habe zum Testen noch mal eine Stunde H-Alpha meinem Orion Foto hinzugefügt, aber ohne größeren sichtbaren Unterschied. Was ich in der Aufnahme aber noch mal neu angegangen bin ist der Bereich um das Trapez.
Hier habe ich nun versucht eine bessere Balance zwischen Helligkeit, Kontrast und Details darin zu finden. Und am Ende bin ich noch mal die Farben im Gesamten angegangen und habe es etwas dezenter gestaltet.

M42_T33_FINAL_15-01-23.png


CS & VG
Matthias
 
Hallo Matthias,
die neue Bearbeitung gefällt mir richtig gut! In der ersten Version war der helle Bereich einfach zu "kraftlos".

CS Dietmar
 
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