Der "Kurze": Newton 114/500 - aktuelle Erfahrungen

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Danke Günter für die Blumen:-)

Ich bin schon lang Fan von offen Systemen. Da die Bildfeldkrümmung bei meinen f=450 mm sehr stark ist, muss der Korrektor - Chip Abstand noch angepasst werden. Ich hoffe das der GPU damit klar kommt. Fotografisch ist die Obstruktion mit 44% sicherlich kein Problem. Visuell natürlich sehr Kontrast mindernd.






 
Hallo Alexander,

ein wichtiges Detail bei der Kostenaufstellung usw. muss aber hier in Signalfarbe stehen:
Das berücksichtigt keineswegs welchen Aufwand man hat, einen einwandfreien 114/500 Parabolspiegel zu erhalten.
Man kann natürlich immer und von jedem Händler die Aussage erhalten, der Spiegel sei gut usw. Aber nüchtern betrachtet lassen sich Geräte in dieser Preisklasse nicht mal eben beim Händler selektieren und man stößt nicht selten auf Gurken, wie diverse Anläufe belegen. Gut, wenn man gleich eine Optik erwischt, bei der die Sache hinhaut. Genauso trifft man aber auch auf Geräte, die mit sowas wie der mündlich gegebenen Beschreibung "anparabolisiert" geliefert worden sind.

Es gibt definitiv einen guten Anteil brauchbarer Spiegel und damit als Basis lässt sich wirklich etwas zaubern, egal ob visuell oder fotografisch ausgelegt. Aber die Preis-Aufrechnung oben geht von dem Glück aus, dass der verbaute Spiegel tut, was er soll. Garantieren wird das aber keiner.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ja da hast Du natürlich Recht das es völlig unklar bleibt, welche Qualität die Hauptspiegel tatsächlich haben. TS bietet die Spiegel allein an und bewirbt diese mit "beugungsbegrenzt". Ich hoffe das ist dann auch so ?!?
 
Hallo Felix,

gerade hab ich auf dem geächteten Forum, auf eine CAD Zeichnung für einen Umbau gegeben, hier der Text interessiert Euch vielleicht auch!
Leider sind die Bilder auf eine defekten Festplatte verloren gegangen, der Nachteil wenn man keine Abzüge mehr hat, wird aber bei den wiederbeschreibbaren Speicherkarten sicher öfters passieren!


>> Achtung! > bei der Planung mit CAD plant man unbewusst zu viele Schnörkel, ein um alles zu berücksichtigen, das kann dann später für die technischen Fertigung zu unnötigen komplizierten Lösungen führen, wie ich schon Leitvoll erfahren habe!

Ich halte deshalb die nur aufs nötige, aber sauber und präzise gefertigten Konstruktionen, für das Beste was man machen kann, und auch die spätere Handhabung zeigt das immer wieder!
Eine Lösung von einem Praktiker
( + von Gerd Neumann ) war, dann das übereinander schieben von 2 ineinander passenden Hartpapiertuben, bei dem der obere Tubusteil, durch ausschneiden von abgerundeten Dreiecksegmenten erleichtert wurde!
Dieser wurde über eingelegte flache Filzstreifen verschoben und rastete an 3 stellen unten, wie auch oben in Beobachtungsposition, in die gleiche Art Schnappverschlüsse ein!
Das ganze hatte für den 6" F6 zusammen geschoben einen Höhe von 650 mm mit einem Schulte oder Befestigungsriemen zum tragen und festzurren!
Die Rockerbox war als Okular und Wanderkasten aus geführt, die dann auf ein Exkursionstragegestell geschnallt, mit Okularen und Proviant für 2 - 4 Tage Berghüttenaufenthalt bepackt wurde!
Damit besteigt der begeisterte Bergwanderer die südlichen Alpen seit 12 Jahren, und verschafft sich so kurzweilige Abende auf den einsamen Hütten rum um sein Rentner Domizil!

In dem Sinne gutes Gelingen! <<

@ >>> gerdneumann.net/deutsch/instru…ope-tubes-hard-paper.html <<<@

Die günstigste volle 100% Ausleuchtung liegt so bei 12mm, Minimalist würde ich 8-10 mm als Grenze angeben.
Habe aber keine Erfahrung, wenn einer unbedingt 100° Okulare einsetzen will, wo dann die Grenze liegt!


Gruß Günter
 
Hallo Alexander,

bei einem Spiegelsatz mit der Zusage hat man sicher genug Zeit, es herauszufinden. Das ist meiner Meinung nach etwas anderes, als beim Komplettpaket bzw. gibt es beim Komplettsystem so eine Zusage? Jedenfalls hat man mindestens 6 Monate, eigentlich aber wohl 2 Jahre Zeit, es herauszufinden.

@Günther: Die Grenze für 100° Okulare ist faktisch halt einfach eine Okularbrennweite. Ein 14mm nutzt praktisch das volle 1,25" Feld und einen Hauch darüber hinaus. Die eigentliche Frage ist, ob man das Gerät auf Bestleistung bei Hochvergrößerung oder Bestleistung bei Widefield auslegen will. Da könnte man an einen Fangspiegel-Schnellwechsler denken. Jedenfalls ist mein Widefield-Wunsch-Kriterium immer noch 4° wahrer Himmel, was die Sache direkt in Feld umrechenbar macht: ca 31mm Feld bei 450mm Brennweite. Wieviel Ausleuchtung man da fordert... selbst bei 30% sieht man ja noch was, aber 60% scheinen mir schon Sinn zu machen. Ließe sich in 20mm/100° hinein packen, oder in 26mm/82° oder in 30mm/82° mit 15% Verlängerung durch einen Komakorrektor (dann wird's aber nix mit flachem Auszug). Ein guter Grund, seinen Paracorr I nicht abzugeben, denk ich dabei grad so...

Ich glaube, so ein Gerät muss vor allem konsequent in die eine oder andere Richtung ausgelegt werden. Dann wird es in der Disziplin erfolgreich sein. Die Widefield-Auslegung hat den Vorteil, dass Hochvergrößerung damit immer noch möglich ist, nur halt mit weniger Kontrast. Die Variante für Hochvergrößerung und minimale Obstruktion hat den Nachteil, dass es bei Widefield am Rand einfach dunkel wird. Wie heftig... also Mein Erfahrungswert ist, dass man bei sanftem Gradient bei 30% Ausleuchtung noch schaut ohne aufzuschreien - man bemerkt dann halt nicht so, was man verpasst. Fragt sich, wie groß der Kreis dann noch sein würde. Falls ihr die Maße schon in nem Rechner habt...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Felix,

haben wir in Hückelhoven darüber diskutiert?

mit einem 40mm Fangspiegel wäre das zu machen >
http://stellafane.org/tm/newt-web/newt-save.php

Performance Information for your Telescope laut Newton for Web

The theoretical limiting magnitude for a 130 mm objective is 12.3.

The obstruction of the primary surface area by the diagonal is 9% which results in a reduction of light gathering ability. ?

The theoretical resolution (Dawes limit) for a 130 mm objective is 0.89 arc seconds.

The obstruction of the diameter of the primary by the diagonal is 31%, which affects image quality by increasing diffraction and lowering contrast. ?

Maximum useful power is about 256x (for 50x per inch of aperture).
Minimum useful power is about 18.6x (for a 7mm exit pupil).

Angular field of view for the 100% illuminated area is 1.0894°. The diameter is 12.2938 mm ?

Angular field of view for the 75% illuminated area is 2.5408°. The diameter is 28.6724 mm ?


Als Auszug würde ich mindstens den >
http://-express.de/shop/product_inf...-haelt-bis-3kg---1-10-Mikro-Untersetzung.html
oder den hier vorschlagen ,
> http://www.teleskop-express.de/shop...-8kg-belastbar---Zahn-Trieb-mit-8-Lagern.html <
da kann sich die Welle nicht in eine Aluminiumlaufbahn einlaufen oder bauchig durchbiegen!

Dennoch sind sie kostengünstig für die gebotene Qualität!


Gruß Günter
 
Hallo,

hier die noch die Dimension für die eingebenen Werte

Unit of Measure mm
Primary Mirror Diameter 130.000
Focal Length 650.000
Focal Ratio 5.000
Tube Inside Diameter 158.000
Tube Thickness 3.000
Focuser Minimum Height 55.000
Focuser Inside Diameter 55.000
Focuser Extra Travel 15.000
Focuser Camera Travel 0.000
Diagonal Minor Axis 40.000
Diagonal Offset 2.000
100% Illumination Diameter 12.530
75% Illumination Diameter 28.744
Front Aperture Diameter 156.155
Mirror Face to Focuser Hole 498.000
Focuser to Front End of Tube 100.000
Mirror Face to Back of Tube 80.000
Tube Length 678.000

Gruß Günter
 
Hallo Günter,



wir saßen mit dem 10"f4 Schmidt Newton in der Kaffeeecke, da sind wir irgendwie von Okularen auf die kleinen Newtons gekommen. Du erwähntest da den Comet Catcher und wir haben uns noch kurz über die Möglichkeiten dieser Geräte ausgetauscht.


Mein umgebauter 130/650 entspricht weitgehend den Daten die Du hier reingestellt hast, allerdings habe ich bei einem Exemplar durch einen flacheren OAZ eine etwa gleiche Ausleuchtung mit einem 35mm FS erreicht.

Hier gibt es ein paar Bilder des Umbaus im Versuchsstadium, als Tubus dient ein Stück KG-Rohr aus dem Baumarkt. 160mm Nennweite passen perfekt zum 130/650 und den weiterverwendeten Kleinteilen, mehr reiche ich nach: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1246264/Re:_Guter_visueller_Newton!#Post1246264

Der springende Punkt ist halt dies:

Zitat von G2_Astro:
Maximum useful power is about 256x (for 50x per inch of aperture).
Minimum useful power is about 18.6x (for a 7mm exit pupil).

Diesen Vergrößerungsbereich sinnvoll mit einem Teleskop abdecken zu können macht den Reiz aus, selbst wenn man bei eher bescheidenem Himmel von etwas kleineren APs ausgeht bleibt eine sehr weite Spanne nutzbar.



Viele Grüße Felix
 
Hi Zusammen,

bei der normalen Auslegung z.B. des R130Sf macht es ja Sinn, das Gerät somit als 1,25" Allrounder zu betrachten. Fragt sich allerdings, wie weit man mit einem flachen OAZ auch eine passable 2" Ausleuchtung erzielen könnte. In 1,25" erreicht man ja gerade noch 2,4°. Allerdings steht der OAZ 100mm vor dem vorderen Tubusende (was an sich absolute sinnvoll ist). Ist da die Öffnung der Engpass oder doch der Fangspiegel?
Da die Weiterverwendung von 160er Schellen absolut attraktiv ist, böte es sich an, den Tubus-Überstand vorn separat und somit mit mehr Durchmesser als Taukappe auszulegen. Macht Sinn, wenn man damit eine brauchbare 2" Ausleuchtung erzielen kann. Bei real existierenden und für f/5 denkbaren Okularen müssen das allerdings keine 47mm sein. Vielmehr wäre meine Rechnung: Nagler 31 => 42mm * Komakorrektor (15% Verlängerung)=>42mm/1,15= 36,5mm. Dabei habe ich mal bewusst mit 15% eines Paracorr I gerechnet, weil der etwas kürzer ist, als der Paracorr II, der HRCC und der GPU.

Bei mir steht jedenfalls auch so ein Plastikrohr mit weißen 160er Schellen und es bibbert etwas davor, sich unversehens neben dem 110/655 William Optics Megrez zu finden. Da ist aber noch ein hoch bauender 2" Standard-Crayford dran. Je nachdem, wie das ausgeht, wünsche ich mir eine Adaptierung für maximales Feld. An einen Paracorr I gedacht, würde ein 40mm SWA zu brauchbarer AP führen. Dann müssten aber ohne Paracorr schon 41mm brauchbar beleuchtet werden. Die Auslegung bei Felix ist da nun definitiv eine andere.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

vielleicht kann uns Felix ja mal da Er solche Geräte hat, mal einen Bericht und eine kleine Beobachtungszeichnung für die Beobachtung der Plejaden hier einstellen und darin berichten, wie weit das Gesichtsfeld in der Praxis reicht, sich ihm das Bild bei F5 ohne Korrektor beim größtmöglichem Feld auf der Achse bis zum Rand darstellt!

Dann kann jeder entscheiden ob einem visuell das Ausgeleuchtete Feld ausreicht oder ob ein größeres unbedingt nötig ist!

Da ja auch viele größere Ultraleichtdobson und Selbstbauten mit 10 -15mm 100% Feldauslegung hergestellt werden, und mir von dort bisher keine nachteiligen Einbußen für Großfeldokulare bekannt wären, sollte das doch für den kleinen Selbstbau auch gelingen!
Wer auch visuell unbedingt einen Korrektor haben will, kann das ja berücksichtigen, ich habe mit meinem 12" F5 Dobson und mittelpreisigen Okularen, gut alle Objekte beobachtet und nicht vorrangig die Fehlabbildung am Rand gesucht!

Gruß Günter

 
Hallo Günter,

ich selbst betreibe z.b. einen 16" f/4,5, einen 12" f/6,3, einen 6" f/6 und einen 4,5" f/5,8.
Alle sind visuell optimiert und liegen um 9 mm bis knapp 10 mm 100% FOV.

Okulare mit 2" Steck reichen vom 38er WA mit voller Feldblende über ein 28er UWA mit 82" bis zum 20er Lunt mit 100°.
Auch 31er Nagler und 30er ES 82°, sowie Ethos und es 100° Okulare waren schon öfter zu Besuch.

Das lässt sich alles sehr gut an, einen Helligkeitsabfall zum Feldrand hin nimmt man (nicht nur ich, auch Mitbeobachter) nicht wahr.

Natürlich kann man das testen, also extreme Voraussetzngen schaffen, indem man z.B. ein ganz schwach in der Feldmitte aufblitzendes Ministernchen in Richtung Feldrand wandern lässt und tatsächlich auf den letzten paar Grad verliert.
Auch gaaaanz schwache Nebelfetzchen, gerade noch mit (Nebel)Filtereinsatz kann man dann am Feldrand, im "Schräglicht" verlieren (was auch größtenteils Filtersache ist).

Ich sag mal der Nachweis des Ausleuchtungsabfalls gelingt, aber es ist m.E.(wie so Vieles was manchmal hochkocht) eigentlich relastiv praxisfern, weil ich im normalen Beobachtungsmodus so nicht schaue.

Ich kalkuliere, wenn überhaupt, also wenn es um die Suche nach gaaaanz schwachen Objekten geht, eher anders herum ein, also von außen nach innen.

Da erwarte ich einfach nicht, direkt neben der Feldblende und dazu noch ohne Komakorrektor, die gleich helle und astreine Abbildung wie in der Feldmitte, weil da ja auch noch sichtbare Koma und auch Okularasti sich die Hand reichen, also schaue ich, dass das was ich suche und beobachten will, im sauberen Feld steht.

Gruß
*entfernt*




 
Hallo Günther,

Wer auch visuell unbedingt einen Korrektor haben will, kann das ja berücksichtigen, ich habe mit meinem 12" F5 Dobson und mittelpreisigen Okularen, gut alle Objekte beobachtet und nicht vorrangig die Fehlabbildung am Rand gesucht!
Das bekomme ich ja auch schonmal in deftigerem Ton serviert. Aber es ist doch so:

1. Wenn ich mir H&Chi in einem solchen Gerät vornehme, dann sehe ich nunmal die Randunschärfe und sie stört mein ästhetisches Empfinden beim Beobachten dieses wundervollen Objekts. Das hat nichts mit Fehlersuche zu tun.

2. Wenn ich mir ein Gerät auf Widefield auslege, dann will ich das auch konsequent verfolgen oder zumindest will ich abschätzen, welche negativen Folgen ein wirklich konsequentes Vorgehen an anderer Stelle haben mag. Dazu gehört der Vergleich zum Widefield ED und dazu gehört auch die Überlegung, wie es sich mit der Ausleuchtung verhält. Eine Anforderung, die ich an den ED genauso stelle. Der hat einen 2,5" Auszug, aber beim Refraktor naturgemäß nicht gerade kurz. Allein der Lichtweg in einem 2" Spiegel ist ja schon gut 130mm lang (2x 40mm Steckhülse, 50mm im Gehäuse). Bei f/6 bedeutet das fast 22mm Strahldurchmesser auf der Achse, wenn der Fokus die Auflagekante der Okularklemmung am Spiegel ist. Grob von 46mm Innendurchmesser abgezogen bleiben 24mm. Die 130mm vom Zenitspiegel eingerechnet, dürfen vom 2,5" Auszug vor dem Zenitspiegel nur noch 107mm stehen bleiben, ehe dessen objektivseitige Eintrittsöffnung stärker vignettiert, als ein auf Maximum gebauter 2" Zenitspiegel. Hat man ein Gerät mit 50mm Innendurchmesser und f/6 ist der OAZ schon nach 24mm Weg vor dem Zenitspiegel der Engpass. Allerdings taugen diese Rechnungen nur zur groben Abschätzung - was andererseits auch wieder völlig ausreicht, um sich ein Bild zu machen.

Jedenfalls, um den Kreis hier zu schließen: Wenn man schon ein Widefield-Gerät konzipiert, dann doch konsequent und das beinhaltet eine gute Randabbildung mit einer guten Randausleuchtung. Das muss sich dann ganz simpel den anderen Alternativen stellen. Warum soll man das machbare nicht unter diesen Gesichtspunkten ausloten?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther,

gut das hier so zu lesen, dass deckt sich genau mit meinen Erfahrungen!

Alle Selbstbauer können also mit um die 12mm ausreichende Performanz mit allen Okularen erreichen, auch ohne schon visuell Korrektoren einsetzen zu müssen!

Eine andere Auslegung geht dann in Richtung FotoNewton mit erheblich mehr Obstruktion!

Gruß Günter


 
Hallo Günter,

bezüglich des 12-Zöllers habe ich mich verschrieben, das ist f/5,3.
Ansonsten jou, es geht bei mir ohne Komakorrektor und weil ich das Teil immer veideiden wollte hat z.B. der 12er 1600 mm Brennweite und nicht 1500 mm (f/5).
Ob du es glaubst oder nicht, mit guten(!) Okularen sieht man einen leichten Unterschied bezüglich Koma, weil mit guten Okularen z.B. weniger Okularasti eine Rolle spielt, der Koma ansonsten überlagert.
Auch der 114er 660er ist so "krumm" von den Werten her, da er so die (meine) Forderung nach etwa 4° für Weitfeld erfüllt und f/5,8 eben noch nicht sooo dringend nach Komakorrektur ruft.

Mit dem jüngsten "Sproß", also dem 16" f/4,5 bin ich aber nunmehr da wo für mich über kurz oder lang ein Komakorrektor zwingend her muss. Das ist schlicht zu deutlich und einschränkend bezüglich der freudvollen Nutzung des kompletten Feldes von Weitwinkelokularen.
Da hat aber jeder seine eigenen Un- oder Empfindlichkeiten und das ist gut so.

Im Übrigen sollte man sich nicht täuschen. Meine Spiegel sind ja nicht nur für Weitfeld ausgelegt, sonder alle auch hochvergrößerungsfähig.
Da setze ich monokular eine komakorrigierende Klee-Barlow und am Binoansatz die sehr gute, ebenfalls komakorrigierende Düring-Barlow ein.

Damit erreicht man einen deutlichen Zuwachs des beugungsbegrenzten Feldes, was nicht nur am am Dobson die Mond- und Planetenbeobachtung deutlich positiv beeinflusst.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günter,


einen kleinen Beobachtungsbericht kann ich gerne schreiben, an einer Zeichnung versuch ich mich später mal...


Teleskop: 130/650 Newton mit 35mm FS und etwa 10mm zu 100% ausgeleuchtetem Feld, Objekt: Plejaden

Okular: 30mm Erfle, ca. 70° sGF

Der Sternhaufen füllt etwa 2/3 des Feldes aus und wirkt damit schön als geschlossenes Objekt. Leider ist die Sternabbildung des betagten Erfles an f5 nicht mehr übezeugend, moderne Okulradesigns können das besser. Mit 22,5x eine niedrige Vergrößerung die schön z.B. an ein 15x60 oder ähnliches Fernglas anschließt. Bei 130mm Öffnung leuchten einem die helleren Sterne bereits regelrecht entgegen. Bei schlechten Bedingungen (Zirren/tiefstehend) waren vor wenigen Minuten über vierzig Sterne zählbar.


17mm Ethos: (das Okular ist gerade verliehen, deswegen aus der Erinnerung):die Plejaden sind etwa gesichtsfeldfüllend, die Sternabbildung des Ethos ist an f5 noch sehr gut, nur die Koma des Newtons ist zumm Rande des Feldes leicht sichtbar. Im ganzen ein absolut genialer Anblick und mit gut 38x noch ziemlich weitfeldig. Dabei führen die 100° Feld dazu daß man regelrecht "im" Sternhaufen herumschauen kann.


16,7mm Olympus GSWH: Sternabbildung zwischen Erfle und Ethos, das Okular hat dabei ein etwas gewöhnungsbedürftiges aber extrem angenehmes Einblickb&#472;erhalten: man muß nur auf genug Augenabstand achten und auf der Achse bleiben, dann ist der Einblick unglaublich bequem und die Sternabbildung für ein Okular mit drei Linsen an f5 recht vorzeigbar.

Der Eindruck reicht nicht an den im Ethos heran ist aber schon etwas zum verweilen, auch weil das GSWH eine subjektiv sehr brillante Abbildung hat.



Ebenfalls erwähnenswert - H&Chi mit dem danebenliegenden Sternhaufen und der Sternenkette dazwischen: da kann mann je nach Okularbrennweite auch ein beeindruckendes Sternenmeer genießen, dort setze ich meistens das 17mm Ethos ein. Spaß machen mit dem kleinen Newton auch die Sternhaufen im Fuhrmann der im ganzen ein ergiebiges Gebiet ist oder Cassiopeia und Umgebung. Oder einfach nur PNs abklappern...


M31 ist auch ein dankbares Objekt für das recht große erreichbare Feld, da der Hauptspiegel recht gut zu sein scheint bricht nach kurzer Abkühlung die Abbildung auch bis gut 200x nicht ein und M82 bei hoher Vergrößerung ist ebenfalls einiges an Details zu entlocken. Mond und Planeten sind ebenfalls lohnende Objekte, ich meine die im vergleich zum Original verringerte Obstruktion (von 47mm auf 35mm) macht sich hier bemerkbar.


Unterm Strich ein breites Leistungsspektrum und dabei nicht zu unhandlich oder schwer. Trotzdem werde ich das KG-Rohr noch durch was leichteres ersetzen, unter 2 Kilo Gesamtgewicht sollten als Volltubus eigentlich drin sein.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Günther,

Eine andere Auslegung geht dann in Richtung FotoNewton mit erheblich mehr Obstruktion!
Nee! Da schüttelt's mich! Denn ein visuell optimiertes Widefield-Teleskop dann wieder mit dem Turmbau zu Babel, also Foto-Backfokus, auszulegen, erzeugt wieder abenteuerliche Obstruktionen und ist eigentlich völlig inkonsequent. Da kommt dann ein Teleskop heraus, was der visuelle Beobachter genauso wie der Astrofotograf besser durch einen ED ersetzt.

Aber wie dem auch sei, ich werde meine Variante mit Original FS-Durchmesser der Widefield-Herausforderung stellen und das Ding muss gegen den 110/655 Megrez ran. Der Megrez hat ja einen bei Hochvergrößerung alles andere als verzeihlichen Restfarbfehler.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,



ich habe Günter so verstanden daß er mit "anderer Auslegung" einen ganz anders - nämlich fotografisch ausgelegt gebauten Newton meint, keinen "fotovisuellen" mit Turmbau. Also entweder Ausleuchtung um 10...12 oder 15mm für visuell ODER fotografisch mit entsprechnd größerem FS / anderer Fokuslage etc...


Ich denke bei hoher Vergrößerung liegt der Newton vorne, ich kenne den Megrez ja von der Marsbeobachtung. Aber ich habe keine Ahnung wie das bei max AP aussieht, ob der Megrez da etwas mehr Licht in das Beobachterauge bringt oder nicht.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

nun, der Restfarbfehler des Megrez ist rot und stört vermutlich gerade Mars und Jupiter empfindlich. Insofern glaube ich nicht, dass auch größere Obstruktion den 130er Spiegel soweit drückt, dass der Megrez da punkten würde.
Dazu auch mal Gedanken, die ich mal in einer Art Denkschrift von Ronald Christen gefunden habe. Er erinnerte daran, dass ein relativ weitläufiger Farbfehler durch nur geringe Flächenhelligkeit weit weniger Einfluss auf feine Details haben kann, als ein konzentrierter Farbfehler. Das bedeutet nicht, dass der Farbwerfer auf einmal wirklich im Vorteil wäre, weil bei diesem die Summe der defokussierten Brennweiten doch zu groß ist. Aber beim ED, der zum Ende des roten und blauen Spektrums stark abkippt, kann quasi diese Verteilung auf z.B. nur anderthalb oder zwei Beugungsscheibchen-Durchmesser viel störender sein, als beispielsweise der größere und dunkel violette Farbfehler eines 80mm f/15 FH. Das ist beim Megrez definitiv der Fall. Ich bin nicht der richtige, um da die Möglichkeiten des Optikdesigns zu diskutieren. Gerd Düring hat allerdings einmal einen FCD-1 127/950 Triplett gerechnet und kam auf eine deutlich andere und bessere Farbkorrektur, als eine offizielle Kurve dieser vielfach verbauten Objektive zeigte. Da gibt es ja gerade bei Serienproduktion ggf. ein paar Gesichtspunkte, das Design lieber auf Toleranz auszulegen, als auf Präzision. Schweift aber ab...

Jedenfalls der Vorteil eines Refraktors ist, dass gute Ausleuchtung einfach durch entsprechende Auslegung von Okularauszug und Zenitspiegel zu erreichen ist. Der 2,5" Auszug am Megrez ist da wirklich sinnvoll. Ein ED macht auch Sinn, aber der aktuelle Markt an China-Objektiven nutzt entweder Tripletts mit f/7 oder f/7,5 oder kann bei schnellen ED-Dubletts nicht den Korrekturgrad erreichen, den japanische Objektivbauer schon vor Jahren vorgelegt haben.
Beim Spiegel muss man hingegen den Spagat aus Obstruktion und Ausleuchtung hinbekommen. Ein Vorteil ist dabei, dass man visuell einen sanften Gradienten gar nicht so sehr mitbekommt und wer weiß, wie viele Leute mit 30% Ausleuchtung am Rand beobachten und das gar nicht wissen. Fragt sich aber, was da subtil an Detail verlorengeht.

Also so ein Schlüsselanblick ist mit hartem OIII der Zirrus "rundrum". Da kommt in den Megrez ein 40mm und dann steht der da, wie in der Karte, nur detaillierter. Ob das nun der Newton schafft? Der Zirrus ist empfindlich bei zu großer AP und der kleine Newton schafft bei gleicher Brennweite nicht dasselbe Feld, weil es kein Okular mit 46mm Feldblende und für f/5 taugliche Okularbrennweite unter 35mm gibt. Außer man schafft es, das 30mm 100° von ES zu adaptieren. Wenn die das Design in 2" gepackt und im Feld etwas beschnitten hätten - selbst wenn es nominell 84° wären! Einfach an der Praxis vorbei...

Clear Skies
Sven
 
hallo Alex,

die kurzen newtons sind fotografisch schwierig zu konzipieren. Mit dem GPU brauchst du bei deinem Newton eine Fokallage von geschätzt 160mm, damit dir der Korrektor nicht in den Tubus und in den Strahlengang reinsteht. Wieviel sinds denn wirklich?

Wenn du dann einen 50mm FS in ca 220mm Etfernung vom Chips hast, siehts mit der Ausleuchtung bei f/4 sehr finster aus würde ich meinen, ziemlich Null volle Ausleichtung. Hast du das eh bedacht beim Konzept?

lg Tommy
 
Hallo Felix,


ich plädiere hier nur für visuelle Newton mit um die 10 -15 mm Ausleuchtung, Sie bietet mehr Möglichkeiten über alle Objekte hinweg!

Wem das aus vermeintlicher Bildästhetik bei Deepsky im Okular nicht ausreicht und größerer Ausleuchtung bis =< 30mm für unausweichlich hält, kommt mit dem Fangspiegel dann in Bereiche vom FotoNewton, nahe 40% Obstruktion!

Eine kurze speziell visuelle DeepSky Auslegung über dem Tubus mit => 30mm Ausleuchtung ist natürlich machbar, man müsste dann nur austesten, bei welcher Dimensionierung dann hier das Licht ausgeht!
Möchte Jemand so einen reinen DeepSky Spezialisten und ist der Bereich, wo alles noch dazu passt gefunden, ist sowas sicher noch skalierbar und auch im Selbstbau machbar!

Da aber Viele ein solches 130 / 650 mm Teleskop, dass zum dauernden Mitnehmen geeignet ist, um Alles was einem kurzfristig sehenswert erscheint, beobachten zu können, ist ein 10 - 15mm zu 100° ausgeleuchtetes Teleskop, genau das richtige Maß dafür!

Meinen 4.5" Astroscan hatte ich im Styroporkartoon 3 Jahre lang immer im Auto sicher verstaut, bis ich Ihn verschenkt habe.
Überall fand sich dafür eine geeignete Beobachtungs - Auflage oder Halt mit der großen Fotoklemme!

Damit habe ich oft Beobachtungen von Unterwegs auf abgelegen Landstraßen, Feldwegen, Bergrücken und sogar Autobahnparkplätzen, tolle Beobachtungen bis zu 2 Stunden an alle Objekten gemacht und oft 5,5 - 6+ Himmel dabei erwischt habe!

Davor hatte ich mich immer geärgert, dass wenn ich Unterwegs sein musste bestes Beobachtungswetter herrscht, und spät Abends dann zu Hause nix mehr mit beobachten war!
Hatte mir aber auch schon etwas mehr Lichtleistung gewünscht, daher hab ich mir dann den 140 / 500 mm Comet Catcher geholt!


Gruß Günter
 
Hallo Günther,

ich plädiere dafür, dass sich jeder das Ding anpassen lässt, wie er es für seine Zwecke braucht. Wenn ein Allrounder von der Stange gefragt ist, dann meine ich, dass die von Felix angedachte visuelle Auslegung absolut Sinn macht.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven
Zitat von Sven_Wienstein:
ich plädiere dafür, dass sich jeder das Ding anpassen lässt, wie er es für seine Zwecke braucht.
das wäre zwar nicht billiger als ein Selbstbau, aber immerhin komfortabler. Eben wie die 8" "Systemnewtons", bei denen man sich FS und OAZ aussuchen kann
Zitat von Sven_Wienstein:
Wenn ein Allrounder von der Stange gefragt ist, dann meine ich, dass die von Felix angedachte visuelle Auslegung absolut Sinn macht.
Wäre dann halt ein visueller Allrounder. Fotografisch gibts da unterschiedliche Ansprüche, die zumindest bis APS-C machbar sein sollten. Da hapert es dann aber spätestens an den Anspruch an Fokuslage und OAZ. "Fotovisuell" wird noch schwieriger - das wäre bei der Öffnung weder Fischnoch Fleisch.

Und dass da irgendwas mal vom Band fallen wird denke ich nicht - obwohl sich zumindest bis 6" einiges tut.
Man bräuchte halt vermessene 112/450, die einen kleinen Tick mehr kosten, um die umzubauen. Und die 'Gurken' werden dann einen Tick billiger verkauft, so eher richtung der Kugelspiegelvariante. Aber ob sich der Aufwand für die Händler lohnt?

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

eher ein mentales Problem: Wer kauft schon ein durchgefallenes Teleskop? Dann doch lieber den perfekten Kugelspiegel, wird sich mancher denken...

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven
Zitat von Sven_Wienstein:
Wer kauft schon ein durchgefallenes Teleskop?
B-Ware - zudem mit Prüfprotokoll - lässt sich mit angemessenem Preis sicherlich verkaufen. Vielleicht sind auch gar nicht so arg viele arg schlecht? <-- das wäre eigentlich mal interessant zu wissen.

Das Problem ist wohl eher, dass das mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, der sich zwangsläufig im Preis niederschlägt. Und der steigt nicht nur durch den Aufwand, sondern auch durch die Querfinanzierung der verbilligten "Gurken" durch die "Guten", die man ja haben will.
"Spiegellotto" ist in der Preis- und Größenklasse wohl am billigsten: Selbst wenn man eine totale Gurke erwischen sollte kostet es weniger, die auszuparabolisieren, zu polieren und anschließend verspiegeln zu lassen anstatt diese Testerei und Querfinanzierung bezahlen zu müssen.

cs
Jürgen
 
Hallo zusammen,

wenn wir es hinbekommen, dass Spiegel(sets) in Newton-Tuben stecken, die zulassen, dass das Teleskop nur durch Öffnung und gegebene Optikqualität in seiner Leistung eingeschränkt wird, dann unterhalten wir uns mal über "Gurkenlotto", A- und B-Ware.
Im Moment sieht es so aus als wenn sich der chineseische Anbieter mit den Verkausmarken Skywatcher, Chelestron, Meade und anderen irgendwie konsolidiert, was gerade im bereich der kleinen Teleskope vom Dobson bis GoTo so einige Doppelbestückungen wegnimmt und andere Strukturen birngt.
Da kommt man z.B. bis Skywatcher mit nicht justierbaren Newtons auf GoTo während man in der gleichen Öffnungsklasse unter dem Namen Chelestron die alte Nexstarreihe als

Astro Fi...

https://www.celestron-deutschland.de/product.php?CatID=328&ProdID=1382

weiterführt. Voll justierbar, mit normalem 2" OAZ und augenscheinlich möglicher Weise (wie früher) ohne Verlängerungshülse zu betreiben. Der Newton han jedenfalls z.B. wenig mit dem Skywatcher-PDS zu tun.
Von Meade gibt es die kleinen Dobsons zumindest mal mit brauchbaren Auszug, voll justierbar und Volltubus, also eventuell etwas "wertiger" als die SW Heritage.

Lange Rede kurzer Sinn, es tut sich was. Dumm nur, dass man beim Kauf hier auf Dobson und dort auf GoTo festgenagelt wird.
Der Weg ist steinig......!

Gruß
*entfernt*
 
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