Der Maksutov-Newton (lang ...)

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Mario_II

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Versuch einer provokativen Standortbestimmung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ohne große Vorrede (wird eh' lang...):

Voraussetzungen
Der NM hat nach nüchternem Nachdenken letztendlich einen praktischen und einen technischen Vorteil
gegenüber dem herkömmlichen Newton:

1) Sphärische Oberflächen (Durchmesser < 20cm) sind verglichen mit parabolischen
Oberflächen günstiger herzustellen (bei vergleichbarer Qualität). Das hängt mit der Tatsache
zusammen, daß erstens eine sphärische Oberfläche sowieso die unumgängliche Vorstufe einer
Parabolisierung eines Newton-Spiegels ist. Die Herstellung einer sphärischen Oberfläche ist
maschinell mit hoher Qualität durchführbar, der letzte Schritte der Parabolisierung kann jedoch nur
sehr schwer in maschineller Serienfertigung durchgeführt werden, ohne Abstriche
in Hinblick auf Flächenrauhigkeit (durch zu schnelles Vorgehen) oder Zonenfehler in Kauf zu nehmen.
Handretouchierte Parabolspiegel guter Qualität dagegen erfordern ein sehr erfahrenes Personal und
sind daher nur in geringer Stückzahl zu einem relativ hohen Preis verfügbar.

2) Der wirkliche konzeptionelle Vorteil eines NMs gegenüber dem herkömmlichen Newton
ist das Fehlen von Koma.

Deepsky:
Aus 2) folgt, daß dieser Teleskoptyp rein technisch für extrem kurzbrennweitige Reflektoren großer
Öffnung ideal wäre. Damit wären NMs von der Anlage her gute Deepsky-Spezialisten,
sowohl visuell, wie besonders auch fotografisch.

visuell:
Leider braucht visuelle Deepsky-Beobachtung aber eben auch sehr viel Licht und daher führen meist nur
Öffnungen > 7-8" zu wirklich befriedigenden Ergebnissen. Leider fällt in dieser Größenklasse der
Kostenvorteil der Serienproduzierbarkeit der NMs weitgehend weg, da Meniskus + sphärischer
Spiegel > 20cm schnell wesentlich teurer als vergleichbare Parabolspiegel werden.
Daher sind "visuelle Deepsky-NMs" großer Öffnung vom Konzept her viel zu teuer.
Dazu kommt, daß das wesentlich höhere Gewicht der NMs in so einer Kalliberklasse (>8")
Montierungen der ~20-30kg Klasse benötigen - auch das ist nicht gerade billig. Den Aufwand die relativ
schwere Kombination Meniskuslinse + sphärischen Spiegel in ein leichtes Dobsonsystem zu packen
lohnt in der Regel den Aufwand nicht: Denn der Komavorteil ist bei F6 bei visueller Beobachtung
verglichen zum Koma eines Newtons bei F6 noch nicht wesentlich. Zusätzlich benötigt bei wirklich
großen Öffnungen die Meniskuslinse bei steigender Öffnung eine immer höhere Brechkraft. Dadurch wird
wie auch bei großen SC-Systemen der Farbfehler des Systems irgendwann bemerkbar.
Daher sind NMs zur visuellen Deepsky Beobachtung letztendlich nicht kosteneffektiv und auch technisch
anderen Systemen wie dem Newton nicht wesentlich überlegen.

fotografisch:
Fotografisch für Deepsky wären diese Geräte mit F6, besser sogar mit F4, allerdings sehr interessant,
da ja kein Komakorrektor benötigt wird und auch die Spikes der Spinne vermieden werden. Dieser
Präferenz als Astrokamera steht der zu kleine Fangspiegel im Wege, der das Bildfeld für die Fotografie
nicht ausreichend ausleuchtet.
Damit ist fotografischer Deepsky leider ebenfalls vom Tisch (eventuell CCD) da der Fangspiegel leider
zu klein ist. Das der MN trotz seiner hohen Eignung nicht für die Deepsky-Fotografie vermarktet wird
macht eigentlich nur aus wirtschaftlicher Sicht einen Sinn:
Denn obwohl ein größerer Fangspiegel den NM zwar als Astrokamera für Deepsky tauglich machen würde,
hätte das Bauprinzip dann aber keine wesentlichen Vorteile gegenüber den etablierten
Konkurenten die diese fotografische Nische des Amateur-Astromarktes bereits erfolgreich besetzten: Dem
kurzbrennweitigen Maksutov Cassegrain oder den excellenten ED- und Flourit-Apos und auch, allerdings
mit Abstrichen, den komakorregierten "schnellen" Newtons.
All diese Alternativen bieten zum Unglück des NM leider auch noch den Vorteil leichter und somit
kosteneffektiver montierbar zu sein, was bei den relativ hohen Anforderungen der Langzeitfotografie
an die Montierung ein ausschlaggebender Faktor für die Wahl des Rohrs werden kann. Dies ist relativ Schade,
denn als kurzbrennweitige Astrokamera könnte der NM seine konzeptionellen Vorteile tatsächlich auch
ausspielen, aber der Markt der Astrokameras ist für ein weiteres Konzept wohl schon zu abgesättigt.

Planeten:
Daher hat man darauf verzichtet den NM für Deepskykamera zu positionieren und deshalb den Fangspiegel
verkleinert, um den NM als "planetenoptimiertes" Gerät zu verkaufen, sozusagen der "APO des kleinen Mannes".
Leider nutzt diese Anwendung am Planeten die Komafreiheit des NM unverdienter Weise gar nicht aus, jedoch
verschaffen in der Tat das Fehlen der Fangspiegelspinne und eine Obstruktion ~20% dem NM einen kleinen
bauartbedingten Vorteil verglichen zum Wald-und-Wiesen-Newton.
Seltsamer Weise hört die Optimierung zum "Planetenspezialisten" da unkonsequenter Weise aber auch schon auf:
Ein "Planetenspezialist" sollte sicher nicht F6 als Öffnungsverhältnis haben, alleine schon wegen den teuren
kurzbrennweitigen Okularen, die bei den gängigen MN-Brennweiten dann fällig werden, um die erforderlichen hohen
Vergrößerungen zu erzielen.
Um z.B. bei 8"F6 285x oder 300x (AP 0,66mm) zu erreichen, liegt die erforderliche Okularbrennweite bereits zwischen
4 - 4,5mm. Die exzellenten "klassischen" vierlinsigen Planetenokulare, wie z.B. die Abbe-Orthos sind bei
diesen Brennweiten auf Grund ihres Einblickverhaltens leider nur etwas für sehr hartgesottene Beobachter.
Alternativ müssen relativ aufwendige und daher teure kurzbrennweitige Mehrlinser bemüht werden, oder die
Brennweiteweite des NMs muß mit Barlow-Linsen verlängert werden, was jedoch auf Grund der optischen
Fehler der gängigen Barlows in der Regel nicht ohne Abstriche möglich ist.

Würde man allerdings längere Brennweiten realisieren und den MN somit tatsächlich mehr in Richtung
"Planetenspezialisten" rücken, dann wäre er erstens tatsächlich der "Spezialist" als der er verkauft würde
und stünde zweitens vor dem Problem, daß auch diese Nische bereits von zwei anderen erfolgreichen
Newtonalternativen besetzt ist: dem langbrennweitigen MK und dem SC.
Die haben zwar vergleichsweise mehr Obstruktion als der NM (oder auch ein Newton), wären aber auf Grund
ihrer kürzeren Bauweise wesentlich kosteneffektiver zu montieren als ein F10 MN mit vergleichbarer
Brennweite (ein Achtzoller wäre ja ein ~2m Brummer jenseits der 25kg Grenze), lassen außerdem im Gegensatz
zum MN die Kleinbildfotografie zu und sind einfach 30-50% billiger. Außerdem trennt den NM dann konzeptionell
nur noch der Vorteil keine Fangspiegelspinne zu haben vom "langen" planetenoptimierten Newton, was als
einzige Existenzberechtigung für ein solch kleines Marktsegment dann eher umstritten sein dürfte. Denn auch der
Obstruktionshardliner endet dann recht schnell bei der Frage, ob man nicht in dem Brennweitenbereich dann eher zu
einem völlig unobstruierten System greifen sollte, nämlich dem guten alten langen Frauenhofer der ab ~F12
eine wirklich exzellente Abbildung liefert.

Bleibt also die Frage:
Was ist denn ein NM nun eigentlich?
Verkauft wird er jedenfalls als Alternative zum APO als "Planetenspezialist". Kurzbrennweitige APOs mit F6-F7
leiten allerdings ihre Existenzberechtigung nicht zuletzt von ihrer perfekten Eignung als Astrokamera ab und
erst dann von ihrem Ruf ansonsten auch ein "Hans Dampf in allen Gassen" zu sein, der auch mal eine hohe Vergrößerung
verträgt.
Da diese F6-F7 APOs also eher klare Allrounder+Kamera sind, ist es um so erstaunlicher, daß der F6 MN bei gleicher
Brennweite und seinem Ruf APO-artige Bilder zu ermöglichen, dann primär als "Planetenspezialist" positioniert wird.

Anscheinend liegt also unter dem Label des "Planetenspezialisten" das dem NM angeheftet wurde, dann in der Tat
eher das ursprüngliche Konzept eines qualitativ hochwertigen F6 Allrounders mittlerer Öffnung verborgen, dem aus
Marketinggründen leider ein für die Fotografie zu kleiner Fangspiegel verpaßt wurde, um ihn von der ebenso
erfolgreichen wie auch vor allen Dingen preiswerteren Alternative "Newton" etwas abzusetzten. Das dabei die
Fotografietauglichkeit geopfert wurde, für die der NM eigentlich besser geeignet wäre als der Newton, kann man für
das Bauprinzip aus technischer Sicht leider nur als tragisch bezeichenen.

In seiner jetzigen From besetzt der MN sozusagen die Marktlücke, die zu seiner Existenzberechtigung erst
erfunden werden mußte: Der edle, kurzbrennweitige(!), planetenoptimierte Reflektor.
Das dies letztendlich ein Gegensatz in sich ist, hindert ihn auf Grund seiner sehr hohen Fertigungsqualität
nicht daran, dieser seltsamen Rolle hervorragend gerecht zu werden.

MfG
Mario

 
hallo mario,

deinem aufsatz ist nicht viel hinzuzufügen und ich
kann eigentlich gänzlich beipflichten.

ein paar punkte aber noch zu ergänzung:

es gibt noch ein paar andere gründe, warum der f6 MN eine
so unbestritten gute abbildung liefert, die du nicht
erwähnt hast, die aber genauso wichtig sind wie das
von dir beschriebene optische prinzip:

(im folgenden beziehe ich mich auf die MN's von intes-micro)
- das integrierte system an hochwertigen und korrekt
positionierten blenden, inkl. der speziellen verblendung des bereiches
gegenüber dem OAZ
- die perfekt verblendete taukappe
- das optimierte belüftungssystem, das bei geräten in
serienproduktion sicher einzigartig ist
- der hochwertige okularauszug, ebenfalls bei kaum einem
anderen gerät dieser preisklasse als grundausstattung zu haben
- die justierstabilität; ein fangspiegel im meniskus ist
stabiler als in einer dünnen spinne, erst recht wenn man mit
massengeräten vergleicht.

hinzu kommt, daß du völlig auf die MN's mit f8 vergessen hast,
so einen besitze ich selbst. für hohe vergrößerungen muß ich
auch dann noch eine barlow verwenden, ich kann dir aber
versichern, daß du den verlust durch eine saugute barlow
visuell vernachlässigen kannst. die vorteile des gesamtgerätes
überwiegen diesen minimalen verlust bei weitem.

das problem bei fotografie sehe ich nicht so negativ.
auch ein SC hat ein sehr kleines 100% ausgeleuchtes feld,
das meines wissens nach nicht größer ist als bei einem f6 MN.
außerdem knipsen mittlerweile sehr viel mit ccd, dafür reicht
das feld allemal.

das war's im groben. ansonsten stimme ich, wie gesagt, mit
dir überein und hoffe, daß diese ewige diskussion nicht
wieder sinnlos ausufert.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Mario,
bleibt noch die wesentliche Frage, ob der Verfasser des Textes jemals im direkten Vergleich durch einen MN im Vergleich zum 120er APO und einem handelsüblichen 8" Newton geschaut hat. Dann nämlich erübrigen sich viele der spekulativen Elemente, was bleibt ist Begeisterung pur <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
So long
Nikita
 
Hallo Mario

Einige Deiner Ueberlegungen spiegeln ganz gut wieder, was mir selbst vor längerer Zeit durch den Kopf gegangen ist.

Ich hatte mich damals gefragt welches Teleskop ich mir zulegen bzw. selbst bauen sollte, dass meine Bedürfnisse möglichst vollständig berücksichtigt.

Unter anderem erwog ich aus Qualitätsgründen einen MN, da ich jedoch Planeten und DeepSky beobachte, sollten es schon 8" sein (so ca. f/6). Habe mir damals mal die Vorteile eines MN 8" f/6 gegenüber einem "normalen" Newton 8" f/6 mit Optik in LOMO-Qualität auflisten wollen.
Irgendwann habe ich es dann aufgegeben, da mir nach ähnlichen Ueberlegungen eigentlich nur Nachteile des MN einfielen (Gewicht, Preis, bechlagen der Optik, ...). Nachdem ich dann in einem Beitrag des alten Astronomie-Forum etwas über den recht kleinen Fangspiegel des MN (und damit dessen eingeschränkte Tauglichkeit für Fotografie) gelesen hatte war auch in meinen Augen das letzte Argument für einen MN entfallen. Ich hatte mich damals wirklich gefragt ob das Design denn überhaupt einen wirklichen Vorteil hat.

Letzendlich haben mich aber die Berichte im Astro-Forum u.a. von Binoviewer davon überzeugt, dass das Design und der Qualitätsvorsprung durchaus etwas hat das sehr viele Teleskope nicht haben. Nämlich eine nahezu perfekte APO-Abbildungsqualität auch unterhalb eines APO-Budgets.

Ich bin dann zu dem Schluss gekommen, dass dieses Design "für mich" nicht das richtige ist, für andere mit Schwerpunkt Planeten, Mond etc. kann das aber durchaus so sein, da bringen dann auch Aperturen < 8" gewaltiges zustande (wobei ich nicht unterstellen will, dass mit einem MN DeepSky nicht möglich wäre, ist aber nicht unbedingt ein "Spezialgebiet" des MN).

Ich könnte mir auch einen MN als Ergänzung meines "Maschinenparks" (4 Teleskope) vorstellen.

Grüätzis
Karsten
 
Maksutov-Newton

Hallo Mario,

schön daß du deine grundsätzlichen Überlegungen doch noch gepostet hast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Ich habe gestern selbst daran gedacht,es aber nicht ohne deine Zustimmung tum wollen.
Danke das du meine Anmerkungen mit übernommen hast.
Was ich dir noch schreiben wollte:Den MN gibt es auch als f/8 ,was aber an der grundsätzlichen Diskussion und auch am Vergleich mit dem Newton(auch den gibt es als 8" f/8 von ICS)nichts ändert.

Viele Grüße auf die Insel von

Karsten
 
Re: Der Maksutov-Newton (kürzer ...)

Hallo Mario,

im Großen und Ganzen will ich Dir recht geben... aber ich sehe doch schon einige Einsatzgebiete für den Mak-Newt.

Z.B. das mit den Planeten und f/6 sehe ich jetzt nicht so eng. Ich hatte ja den MN61, und zusammen mit dem UO 7mm und der Antares 2x Barlow habe ich damit immerhin eine Vergrößerung von 257fach realisiert bei ganz akzeptablem Einblick, ohne, daß ich das Gefühl hatte, die Bildqualität leidet jetzt unter zuviel Glas im Auszug. Man muß auch sagen, daß die Planetenbilder wirklich gut waren; bei Top-Seeing hat der 6"MN dem kleineren 4" APQ deutlich die Butter vom Brot gezogen. Gleichzeitig war's auch deepskymässig nicht schlecht: Unter gutem Alpenhimmel mit dem 31er Nagler und UHC den Rosettennebel zu begucken, das hatte schon was...

Und das Problem ist ja folgendes: Wenn Du wirklich einen puren 6"-Newton in Intes/Intes-Micro-Qualität willst, kommt das nicht sonderlich billiger, denn die Mak-Newts haben wegen der wohl vergleichsweise unaufwendigen Serienfertigung doch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, jedenfalls solange es um 6 oder auch noch 7" geht.

Und ein weiteres Anwendungsbeispiel ist schon die CCD-Technik, gerade mit größeren Chips. Mein 200mm f/6 Newton hat z.B. soviel Koma, daß es sich bei der Chipgröße der MX7-C gerade noch nicht auswirkt; bei einer SBIG 10ME wäre da ziemlich sicher schon Schluß... natürlich muß der MN, was Fokuslage und Fangspiegelgröße angeht, dafür optimiert sein.

Hier sind zwei Links, wo man die Eignung des MN als CCD-Maschine sehen kann:

http://www.astrosurf.com/antilhue/ngc_2070_-_tarantula_nebula.htm

http://astrolab.utopia-planitia.de/php/template.php?lang=en&page=index

Also meine Meinung: Als 6- oder 7"-Geräte sind sie eine gute Möglichkeit, zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis an ein optisch feines Allroundgerät zu kommen, ab 8" wird's dann schon Geschmackssache...

Clear skies, Michael
 
Maksutov-Newton,Konzeptfrage

Hallo Tom,

mir ging es immer um einen systematischen,grundsätzlichen Vergleich von MN und Newton,wie ich auch im letzten Thread schon schrieb.
Deshalb möchte ich noch einmal darauf hinweisen,daß man hier nicht Äpfel(Intes Micro MN) mit faulen Tomaten vergleichen sollte(China-Newton),sondern gleich hochwertige Teleskope zum Vergleich heranziehen.
es gibt noch ein paar andere gründe, warum der f6 MN eine
so unbestritten gute abbildung liefert, die du nicht
erwähnt hast, die aber genauso wichtig sind wie das
von dir beschriebene optische prinzip:
da hast du sicher Recht.Ein guter Auszug ist für jedes gute Teleskop Pflicht.
Die Verblendung und besonders der Lüfter(ohne den man den MN im Winter vergessen kann)sind wesentliche Maßnahmen,damit der Intes-Micro MN seine von Haus aus gute Optik zur Geltung bringen kann.
Dies gilt aber genauso für jeden guten Newton.
Der AOK Newton 8" f/6 von M.Leckel ist sicher ein gutes Beispiel dafür.
- die justierstabilität; ein fangspiegel im meniskus ist
stabiler als in einer dünnen spinne, erst recht wenn man mit
massengeräten vergleicht.
Eine hochwertige Spinne hält den kleinen Fangspiegel eines optimierten Newtons problemlos,selbst nach häufigem Transport ist Fangspiegeljustage kein Thema.
Ich kontrolliere sie immer,muß aber vielleicht jedes 20ste Mal eine Winzigkeit nachstellen(und nur weil ich da sehr pingelig bin).
Ich teile Marios Ansicht,daß f/6 allrounder sind, f/8 ist da etwas besser aber noch nicht optimal für Planeten mit entsprechenden Vergrößerungen.Da sehe ich f/15 deutlich im Vorteil um mit Weniglinsern als Okular gut arbeiten zu können.
Dem Einsatz von Barlowlinsen stehe ich,obwohl ich selbst eine hochwertige habe,eher skeptisch gegenüber.

MfG,Karsten
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

hallo karsten,

ich weiß nicht was du hast, ich habe nie äpfel mit birnen
verglichen, früher nicht und jetzt nicht.
ich habe immer gesagt, man muß newton's ab werk vergleichen,
so wie sie mit der post geliefert werden, natürlich gleicher
qualität, alles andere wäre kindisch.

machen wir es ganz einfach:
du gibtst mir hier einen link zu einem 7-8"f8 normal-newton,
der ab werk folgende features hat (die ich bereits aufgezählt habe):

- integriertes system an hochwertigen und korrekt
positionierten blenden, inkl. der speziellen verblendung des bereiches
gegenüber dem OAZ
- perfekt verblendete taukappe
- optimiertes belüftungssystem
- hochwertige okularauszug, entsprechend JMI NGF-DX3
- rotationsrohrschellen

nimm also an, ich bin dein kunde und möchte genau so einen
newton mit 7-8" öffnung und f8 bei dir bestellen. ich will nichts
dran rumbasteln, das teil kommt bei mir an und ich kann
losbeobachten.

so jetzt bist du an der reihe...
und bitte eine hochwertige optik mit mind. 0.95 strehl und 95% reflexion.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)


 
Re: Der Maksutov-Newton (auch ...)

Hi Michael,
was die CCD-Fotografie angeht hast Du sicher Recht, da
hat der NM durchaus Potential und das ist mir auch keineswegs entgangen.
Übrigens hat mich u.a. die Suche nach einem CCD Kameraobjektiv (so langsam
geht dann diese Meise auch bei mir los... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ) erst dazu veranlaßt über das Konzept NM
überhaupt mal etwas in Detail nachzudenken (womit ich die Allgemeinheit dann gesegnet habe...).
Den NM61 hatte ich genau dazu in der Tat im Auge,
und bin daher in finsterer Nacht mit dem Ding auch durchaus schon mal recht intim geworden.
Stimmt schon - da gab' visuell nix zu meckern (mal abgesehen davon, daß wir halbwegs im Morast
versunken sind, aber dafür konnte allerdings auch der NM nix), das gute Stück zeigte mir, was
mir ein guter 6"er zeigen sollte (zumindest bei meiner Beobachtungserfahrung). Aber letztendlich
war meine begründete Befürchtung, daß meine GPDX den 6" NM + CCD Geraffel bei weitem nicht mehr gut
genug trägt. Hätte das Ding F4 mit dem dann erforderlichen etwas größeren Fangspiegel
gehabt, ich wär' vermutlich trotzdem mit dem Ding heimgegangen und hätte mal angefangen
nach schwererem Halbzeug herumzutelefonieren. Tja, jetzt probier' ich erst mal wie weit
man mit 'nem 4" F6 ED so kommt, der ist etwas billiger und ich kann meine Montierung erst
noch mal behalten.
Das ich den NM wie Du recht solide finde und ihm sogar auf meine Art ein kleines Kompliment
mache, ist dir ja sicher nicht entgangen, aber ich find's halt schade, daß das Gesamtkonzept
etwas inkonsequent ist.
Da wird eben Potenzial verschenkt.
Ich denk' Du kennst das Gefühl, daß ich da im Bauch habe - ist so ähnlich, wie wenn ich
vor 'nem F6 Frauenhofer stehe.
Und die ganze Apokillerei - na ja - das mag ja alles schon so sein, aber man kann auch z.B. ein MK
oder einen langen Frauenhofer (und viele viele andere) visuell so optimieren, daß sie kleinere APOs
abschießen. Das hat nun mal nicht wirklich was dem Konzept Mak-Newton zu tun. Wenn's der auch kann und
sich leider nur als solcher vermarkten läßt, dann soll's mir ja auch recht sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .
Bis denne,
Mario
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

Hallo Tom,

Solche Newtons gibt es wie schon oft genug erwähnt von AOK mit Lomo Spiegeln - ohne dass Du nachträglich was optimieren musst.
Alternativen wären Starmaster Newtons mit Zambuto Optik.
Nicht zu vergessen das 8" Portaball.
Wenn es etwas grösser sein darf liefert auch Obsession solche Teleskope.
In Deutschland bekommst Du sowas bei ICS und wenn die Realität hält was die Werbung verspricht wohl auch bei AOM.
Und wahrscheinlich habe ich noch jede Menge Alternativen vergessen.
Ich bestreite ja die gute Qualität der MNs gar nicht, ich war ja selbst kurz davor mir einen zu kaufen. Das ist auch alles schön un gut, solange man mit 7" Öffnung zufrieden ist. Dass MNs nicht nur Vorteile haben wurde auch schon oft erwähnt - Taubefall der Linse, thermische Probleme durch geschlossenen Tubus, Verluste durch Meniskuslinse - auch wenn das immer wieder vehement bestritten wird.
Dass man für 6" unbedingt einen Lüfter braucht um gute Bilder zu bekommen ist sicher auch nicht als Konstruktionsvorteil zu sehen. Besitzer mit einem 6" Lomo Gitterdobs wird das eher belustigen.
Es gibt also durchaus ernstzunehmende Alternativen zum MN, welche diesem mindestens ebenbürtig sind. Allerdings muss man schon ein wenig weiter denken als bis GSO und Synta.
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

hallo jochen,

ich werd's dir jetzt nochmal in ruhe erklären,
denn anscheinend hast du einfach nur losgeschrieben und
nicht auf mein posting geantwortet, daß im übrigen an
karsten gerichtet ist.

also, nochmal in aller ruhe:
ich will haben: einen normalen newton mit 7-8" und f8,
minimiertem fangspiegel(ca.15%), strehl und blabla ist klar und
mit genau folgenden features (bitte das jetzt GENAU lesen):

- integriertes system an hochwertigen und korrekt
positionierten blenden, inkl. der speziellen verblendung des bereiches
gegenüber dem OAZ
- perfekt verblendete taukappe
- optimiertes belüftungssystem
- hochwertige okularauszug, entsprechend JMI NGF-DX3
- rotationsrohrschellen

ich will auf keinen fall einen truss, weil hierbei immer schlieren
vom beobachter und vom der bodenluft durch den strahlengang gehen.
das du da anderer meinung bist ist klar, ich bin aber dieser meinung
und das nicht ohne grund.

das ich newtons mit toller optik haufenweise bekomme weiß ich,
oder glaubst du, daß ich das nach 18 jahren astronomie noch
nicht mitbekommen habe? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> von GSO und Synta spricht hier kein
mensch mehr, schon lange nicht mehr, steht alles in den
postings darüber!

so, jetzt will ich ein konkretes rohr, daß diese obigen kriterien
erfüllt, von dir oder karsten vorgeschlagen bekommen, mit link zur
entsprechenden händlerseite und konkretem preis.
und bitte keine sonderanfertigung mit lieferzeit von 3 jahren, sondern
ein teil daß nach spätestens ein paar monaten bei mir in der
bude steht. ich will auch nicht daran rumbasteln müssen, das muß ich
nämlich bei einem intes-micro MN auch nicht!

deinen aussagen nach kann das ja kein problem für dich sein,
so ein teil für mich zu finden. so, jetzt beweise das mal und
überzeuge mich und alle anderen mitleser!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
Re: Der Maksutov-Newton (auch ...)

Hallo Mario,

ich hatte ja den MN61 auf der GP-DX: Visuell brauchbar, aber für CCD (nicht Webcam) hätte ich schwere Bedenken; ein leichter Windstoß, und Du kannst den Frame vergessen... sein fünfzölliges kleines Brüderchen, zusammen mit einem Chip, der genau zur Brennweite paßt, wäre aber wohl eine gute Lösung.

Aber irgendwie habe ich insgesamt das Gefühl, mit dem Mak-Cass besser zu fahren... das Ding ist eigentlich fast das Ideale; langbrennweitiger Webcambetrieb klappt gut, und zusammen mit zwei Reducern habe ich drei Brennweiten zur Verfügung (und wenn man bei dem 3.3fach Meade mit den Distanzhülsen etwas rumpröbelt, kann man's noch weiter variieren.) Dazu ist das Teil ordentlich kompakt.

Wenn ich wirklich das Allerletzte am Planeten 'rausholen wollte, käme kein Refraktor in Frage (zu wenig Öffnung, wenns farbfrei und bezahlbar sein soll) und auch kein Mak-Newt (zu monströs, man stelle sich nur einen 8" f/8 vor). Dann wäre vielleicht an sowas zu denken:

http://www.telescopengineering.com/telescopes/tecMC25020/mc25020.html

oder auch eine Nummer kleiner:

http://www.telescopengineering.com/telescopes/tecMC20015/mc20015.html

Aber im Moment tät's bei mir eigentlich auch eine alte Regentonne. Das ist schon der dritte Tag, an dem es spätnachmittags klar ist... zweimal hab' ich jetzt schon den ganzen Klumpatsch 'rausgeräumt, und pünktlich gegen neun, als ich loslegen wollte, zog's jedesmal zu... mal sehen, wie's heute wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Clear skies, Michael
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

Hallo Tom,
integriertes system an hochwertigen und korrekt
positionierten blenden, inkl. der speziellen verblendung des bereiches
gegenüber dem OAZ
- perfekt verblendete taukappe
- optimiertes belüftungssystem
- hochwertige okularauszug, entsprechend JMI NGF-DX3
- rotationsrohrschellen
die von dir angemahnten features kannst du dort bekommen,wo hochwertige Newtons in Einzelanfertigung entstehen:

-Astro Optik Kohler
-ICS Alu Tube Newton
-Astro Optik Meier

Im einzelnen:ICS verwendet explizit den NGF-DX3.Taukappe ist bei Newton natürlich nicht so das Thema,hier taut keine Platte zu,kannst du aber auch haben,oder einen verlängerten Tubus.Tubusblenden können auch sein,es ist aber die Frage,ob man die aufsteigende Warmluft lieber aus dem Strahlengang heraushält und besser eine rauhe schwarze Innenbeschichtung wählt,oder schwarze Veloursfolie.
Belüftung:AOM wird das auf Wunsch machen.
Rotationsrohrschellen:Kostet extra.

Bei Einzelanfertigung alles kein Thema,aber jedes Extra kostet extra <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

MfG,Karsten
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

ok karsten,

deine antwort gefällt mir schon viel besser, als die
antwort von jochen.

zu den punkten im detail:

- blenden will ich auf jeden fall, weil das die beste methode ist
streulicht zu unterdrücken, besser als jede noch so gute
schwärzung (bis auf die ganz neue, die den profis vorbehalten ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />)
die blenden müssen die thermik nicht blockieren, machen sie bei
intes-micro auch nicht. die sind extra so konstruiert, daß die
luft trotzdem strömen kann.

- eine taukappe ist beim newton auf jeden fall nötig. zum einen, um
die schlieren des beobachters fernzuhalten, zum anderen, um
legliches streulicht im bereich des OAZ und gegenüber zu verhindern.
für mich als planetenbeobachter ist das unumgänglich!

- die belüftung: bleibt offen wie gut die der christian macht und
wie effektiv sie ist. das gerät sollte nach 30min planetenbereit sein.
(@christian: ist nichts gegen dich, aber könntest du mir garantieren,
daß die belüftung wirklich astrein arbeitet?)

das alles kostet extra und ist nur in einzelanfertigung möglich.
das bedingt zum einen einen wesentlich höheren preis, desweiteren
eine längere wartezeit und zuletzt auch das risiko, daß dann irgend-
welche komponenten nicht wirklich zusammenpassen.
ich denke zb. an vibrationen durch den lüfter oder eben an die
luftstauenden blenden. intes-micro verfügt bei allen diesen dingen
über jahrelange erfahrungen und liefert so ein teil in serie für
2850 EUR (MN78). welcher hersteller kann sonst noch auf so einen
erfahrungsschatz zurückgreifen?

zuletzt bleibt trotz allem immer noch der nachteil der
kontrastminderung durch die spinne, die laut suiter bei einer
dünnen spinne dasselbe ausmaß hat wie es 20% obstruktion
haben. auch wenn mario hier das gegenteil bewiesen haben will,
als pingeliger planetenspezialist will ich alle eventualitäten
ausschließen.

insgesamt danke ich dir also für deine gute "beratung", ich
würde aber nach wie vor zum MN von intes-micro greifen.
nicht weil ich stur bin, ich denke, ich habe meine überlegungen
ausführlich dargelegt, sondern weil ich noch nicht ganz mit deinem
angebot zufrieden bin. (ist nicht bös gemeint, ich sags nur wie's ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />)

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Der Maksutov-Newton (auch ...)

Hi Michael,
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Aber irgendwie habe ich insgesamt das Gefühl, mit dem Mak-Cass besser
zu fahren... das Ding ist eigentlich fast das Ideale; langbrennweitiger
Webcambetrieb klappt gut, und zusammen mit zwei Reducern habe ich drei
Brennweiten zur Verfügung (und wenn man bei dem 3.3fach Meade mit den
Distanzhülsen etwas rumpröbelt, kann man's noch weiter variieren.)
Dazu ist das Teil ordentlich kompakt.
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Stimmt schon, die MKs haben Sex Appeal. Ich hatte anfangs auch noch kurz an den
Alter M603 gedacht. Scheinbar ein gar lustig Röhrchen für erstaunlich wenig Geld. Letztendlich
waren mir die f10 aber meinem C9 zu ähnlich, daher habe ich den Gedanken wieder verworfen.
Auch ist das 'Rumgefummele mit den Reducern nicht so mein Ding, aber wahrscheinlich
auch nur weil mich das visuell am SC nicht so recht umgehauen hat. Müßte man bei CCD noch mal
unvoreingenommen drüber nachdenken.
Was müßt' man nicht alles.
LEASEN können müßt' man die Dinger ...
Mal sehen, wenn's mich lange genug fasziniert mir beim Nachführen Glubschaugen zu holen und ich
meine drei Erbonkel dann doch noch mal umniete, dann werde ich mir wohl in zwei/drei Jahren
mal den Tak CN212 als Kamera angucken und den Rest vom Fuhrpark mal kritisch in Frage stellen.
Denn wenn's um den mobilen Brennweitenspagat geht, ist das Ding zumindest auf dem Papier eine
ziemlich pfiffige Lösung, wie's scheint. Leider noch keines befummeln können.
Und für's visuelle Nonplusultra am Planeten, tja ich werde wohl noch mal den Kurt S. auf die Pelle
rücken, bevor ich mich da zu Präferenzen hinreißen lasse. Was der Karsten mir von seinen Einblicken
in den Cassegrain da erzählt hat, das macht einem echt Hunger.
Bis denne,
Mario
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

Hallo Tom,
insgesamt danke ich dir also für deine gute "beratung", ich
würde aber nach wie vor zum MN von intes-micro greifen.
nicht weil ich stur bin, ich denke, ich habe meine überlegungen
ausführlich dargelegt, sondern weil ich noch nicht ganz mit deinem
angebot zufrieden bin. (ist nicht bös gemeint, ich sags nur wie's ist )
dann kann ich es mir auch sparen dir meinen 8" f/6 anzubieten:
Nachteile:
-halt nur f/6
-8eck Tubus,also kein Rotationsschellen sondern Dobson <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
-keine Blenden,sondern nur eine popelige Veloursfolie
-Reflektivität nur bei 90 bis 92%
-Obstruktion 19%
-mit Spinne

aber immerhin,Vorteile:
-Spiegel gut gestrehlt
-Belüftung,die funktioniert,Kurt sei Dank
-Taukappe gegen Beobachterwärme
-guter Auszug(Helifok von Gerd Neumann)
-ausgesprochen leicht dank Sandwichmaterial

Und vor allem:Ich kann damit beobachten,seh ne Menge auf den Planeten und vor allem,ich konnte es mir leisten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

MfG,Karsten




 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

hallo karsten,

naja, ein wenig geschmack auf dein teil bekomme ich da doch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
aber zwei davon sind dann auch wieder zuviel und meine alte
dreht jetzt schon durch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

wenn ich selbst nicht dermaßen fixiert auf die depperten
planeten wäre, dann hätte ich sicher auch dein teil genommen und
nicht den MN. schon alleine wegen dem preis, aber auch
wegen der handlichkeit. ich wollte eben in sachen maximaler
bilddefinition ein maximum rausholen, ein 6"APO wäre auch noch
in frage gekommen, hätte mich aber etwa das 4-fache gekostet.
der MN lag gerade noch in meinem budget, daher habe ich hier
zugeschlagen.

sollte demnächst mal was auf den markt kommen, was mich noch mehr
überzeugt, ich würde meinen MN jederzeit gegen ein besseres teil
eintauschen. mit "besser" meine ich natürlich nur "besser für genau
meine zwecke".

ps. danke für den hinweis, daß der christian so spezielle teile baut.
jetzt weiß ich wenigstens, wo ich den geplanten 12"f6 mit dieser
spezialausstattung in auftrag geben werde. wird nur leider noch ein
paar jährchen warten müssen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
kleine Richtigstellung

Hallo Tom,
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zuletzt bleibt trotz allem immer noch der nachteil der
kontrastminderung durch die spinne, die laut suiter bei einer
dünnen spinne dasselbe ausmaß hat wie es 20% obstruktion
haben. auch wenn mario hier das gegenteil bewiesen haben will,
als pingeliger planetenspezialist will ich alle eventualitäten
ausschließen.
-------------------------------------------------------------------

Eine kleine sachliche Richtigstellung Tom:
Ich habe keineswegs das Gegenteil von dem bewiesen, was im Suiter steht,
sondern - aus für mich gegebenem Anlass - nur mal simuliert, was eine 3mm
Spinne mit dem Bild eines 12"ers so anstellt. Das war - wie zu erwarten - nicht gerade viel
und damit war mein Interesse auch erst einmal erloschen.
Da ich meinen verborgten Suiter inzwischen abgeschrieben habe (nie verborgen, was man
nicht sowieso verschenken würde ...), werde ich dir zu liebe mal in meinem inzwischen
frisch bestellten Exemplar dann a bissel zu dem Thema nachlesen und vielleicht etwas
umfangreicher dazu Stellung beziehen. Das brennt mir aber nicht gerade unter den Nägeln,
weil das Problem ist nicht so sonderlich interessant, wie's immer großgeredet wird, aber
gucken wir mal.
Falls ich dir weder glaubwürdig noch kompetent genug erscheine - wofür ich vollstes Verständnis
habe, weil's nämlich vermutlich stimmt, dann schreib doch mal eine Mail an den guten Mann hier:
aylin.cor@wxs.nl
Denn so ein Feature in Aberrator mit 'reinzunehmen dürfte ein Klax sein. Oder frage doch mal
den Tom Licha, ob er dir dein Problem nicht mal fix herrechnet. Der wird dir sicher gern
bestätigen, es steckt gar nicht so viel abgrundtiefe Magie dahinter.
Und wenn das auch noch nicht langt, dann kleb' dir halt in Gottes Namen testweise ein Stück Draht vor
deinen unobstruierten NM und beobachte vergleichsweise mit und ohne Draht deinen Jupiter.
Sei aber bitte nicht enttäuscht.
Bis denne,
Mario
 
Re: Der Maksutov-Newton (auch ...)

Hallo Mario,

ja, mit dem CN212 hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen... damit hab' ich auch schon geliebäugelt... müßte ich halt einiges für verkaufen.

Am Planeten (insbesondere für Webcam, siehe Wei Leongs neue Bilder) als Cassegrain hervorragend geeignet, und hätte als Newton gerade die richtige Brennweite und ein gutes Öffnungsverhältnis für meine MX7-C; eine ideale Kombination, und dürfte auch noch auf die GP-DX passen... dazu noch die Tak-mässige Verarbeitungsqualität.

Momentan gibt's bei Wolfi für 3600.- eins und auch bei Fernrohrland für "nur" 3200.-... seufz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Clear skies, Michael
 
Re: kleine Richtigstellung

hallo mario,

das die auswirkung der spinne nicht sonderlich groß ist,
hab ich nie in abrede gestellt, ist hier an mehreren orten
auch nachzulesen. wenn es aber um das letzte i-tüpfelchen
geht stört sie und wird für mich zum faktor und, das ist jetzt
das entscheidende, zu einem von vielen kleinen faktoren, die sich
aber leider alle miteinander addieren. daher muß jeder faktor für
sich eliminiert oder minimiert werden.

der verlust der spinne alleine würde mir noch kein kopfzerbrechen
machen, aber auf dem weg zum möglichst ideal definierten bild
ist die spinne auch nicht gerade förderlich.

übrigens zweifle ich keinesfalls an deiner kompetenz. das habe ich nie
gemacht, dazu kenne ich dich auch zuwenig. ebenso weiß ich um die
kompetenz der anderen von dir genannten personen bescheid.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
Re: kleine Richtigstellung

> ein Stück Draht vor deinen unobstruierten NM

Seit wann ist ein MN unobstruiert? Wird ja immer doller.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Re: kleine Richtigstellung

Hallo Mario,

wahrscheinlich kann ich schon morgen einen Link bringen zu einem Pogramm, daß eigentlich für was ganz anderes gedacht ist (Re-Imaging für Radio-Astronomie). Wie mir der Autor versichert lassen sich damit vorzüglich die Auswirkungen von Obstruktionen und Spinnenarmen darstellen. Man muss einfach masstabsgerecht die Spinnenarme malen und als FITs abspeichern.

Er wird es mir morgen zeigen...

Schaumermal dannsegnmascho!
 
Lotz

Hi Bino,

pefekt abgestimmte Komponenten, Blenden, optimale Taukappe
etc., das mag aj sein, ist aber bestimmt nicht gerade kennzeichnend
für einen MN. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> Das kann man bei einem gscheiten newton auch haben.
Insofern frage ich mich auch, ob durch die zusätzliche, relativ kompliziert
geformte Menisukuslinse die Abbildungsqualität wirklich besser ist als bei einem reinen Newton mit gleich guter Oberflächengenauigkeit.
Dabei darf ich über Fehlerfortpflanzung nicht nachdenken, beim Newton
hab ich zwei opt. Flächen, beim MAK in jedem Falle 4...

Per se hat der MN meiner Meinung nach keinen inhärenten Designvorteil.
Insofern weiß ich immer noch net, was einen MN so besonders gut machen sollte.

Daß ein Intes MN besser verarbeitet ist wie ein GSO-Newton hat ja nix mit Newton oder MN zu tun...

Viele Grüße

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Vilsweg 2b
D-93073 Neutraubling

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory@freenet.de

 
Re: Lotz

hallo lotz,

du hättest den restlichen thread lesen sollen, bevor
du mir hier geantwortet hast. du sprichst nämlich auf
punkte an, die weiter unten bereits im detail erörtert und
auch klargestellt wurden. stichwort zb. 'GSO und Snyta'.

man sollte wirklich immer den ganzen thread lesen bevor man
antwortet. ist jetzt echt nicht bös gemeint, sondern einfach
besser so, sonst muß ja jeder alles dreimal posten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Maksutov-Newton,Konzeptfrage

Hallo Tom,

das hatte ich ja ganz überlesen:
zuletzt bleibt trotz allem immer noch der nachteil der
kontrastminderung durch die spinne, die laut suiter bei einer
dünnen spinne dasselbe ausmaß hat wie es 20% obstruktion
haben.
Die kontrastminderung der Spinne in diesem Ausmaß erfordert aber einige fette Balken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

MfG,Karsten
 
Re: Spinne

zuletzt bleibt trotz allem immer noch der nachteil der
kontrastminderung durch die spinne, die laut suiter bei einer
dünnen spinne dasselbe ausmaß hat wie es 20% obstruktion
haben.

Das ist falsch und steht auch nicht im Suiter. Siehe Seite 157ff. Dort steht genau das Gegenteil, dass nämlich der Einfluss der üblichen dünnen Spinnenarme vernachlässigbar klein ist (z.B. <1% Kontrastminderung bei 200 mm Öffnung und 1 mm Speichendicke).

Spann mal dünne 2 Drähte vor deine Linse und versuche eine Kontrastminerung zu erkennen.

Viel Spass dabei
 
Re: Spinne

hallo stathis,

werde es heute abend nochmal nachlesen, möglicherweise hab
ich mich vertan, dann nehm ich natürlich die spinne
betreffend alles zurück.

den versuch mit dem draht wollte ich schon oft machen,
hatte aber bis jetzt noch kein genügend gutes seeing
dafür. bei mittlerem seeing hat das sicher keinen sinn,
weil der effekt dafür auf jeden fall zu klein ist.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
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