Detailfragen zum Mak 127

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mavo0013

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Hallo zusammen,

vor ein paar Monaten habt Ihr mich nettweise sehr ausführlich beim ersten Telekopkauf beraten. Geworden ists dann damals ein Maksutov Skywatcher Skymax 127. Siehe hier ...

Nachdem ich ein paar Mal Saturn + den Mond zuhause bobachten konnte, hatte ich das Teleskop dann im Juni in Schottland dabei. Highlands, dunkler Himmer... Aber Fehlanzeige – ich sage nur „weiße Nächte“ ...

Jetzt war ich wieder mal in Urlaub, wieder mit Mak, und diesmal hats gut gepasst. In Südfrankreich am Mont Venoux konnte ich endlich mal halbswegs ausführlich beobachten! Das war sehr interessant, hat jede Menge Spaß gemacht, und ich habe sehr viel gelernt über Astronomie (Dank Himmelsjahr und Karkoschka).

Wie Ihr Euch sicher denken könnt, sind aber auch ettliche neue Fragen entstanden, die ich gerne mal loswerden würde – wäre super, wenn Ihr mich etwas aufklären könntet:

1) Im Himmelsjahr habe ich mir die Mondphasen der Jupitermonde angeschaut. Sehr spannend – dann dachte ich, so ein Schattenwurf von Io auf Jupiter wäre doch sicher mal interessant zu sehen! Leider hat das nicht geklappt – Io ist zwar irgendwann vorm Jupiter „verschwunden“, aber den Schatten habe ich nicht erkannt. Ist das überhaupt realistisch, den Schatten eines Mondes zu sehen?

2) Den Vierfachstern Epsilon Lyrae konnte ich zwar als Doppelstern auflösen (klar), aber die wiederum jeweiligen Doppelsterne habe ich nicht geschafft. Laut Formel im Karkoschka für die Auflösung (300‘‘ / Vergrößerung) hätte ich doch ab ca. 150x die Doppelsterne sehen müssen, oder? Die Entfernung zwischen beiden liegt knapp über 2‘‘. Nicht dass meine Teleskop-Optik einen Knick hat...

3) An Vesta bin ich gescheitert – ist das ein realistisches Ziel mit dem Mak? Und Uranus?

4) Als einzigen Nebel konnte ich den Ringnebel in der Leier sehen. Ein paar andere habe ich erfolglos versucht, aber nichts entdeckt (obwohl ich recht sicher bin, am richtigen Fleck gewesen zu sein). Im Karkoschka steht oftmals, dass ein Nebelfilter helfen würde. Ist das so? Wäre das zu empfehlen?

5) Ich habe ein Zoomokular von TS, 7-21 mm. Allerdings habe ich das Bild bei 7 mm nie scharf bekommen. Was denkt Ihr: Schlechte Optik oder schlechtes Seeing?

Ansonsten denke ich, dass ich demnächst auf 2“ umrüsten werden, um wenigstens ein wenig mehr Übersicht zu bekommen. Klar, viel ist nicht drin, aber momentan sinds ja unter 1°. Gute 30% mehr sollten doch drin sein... Und als "Richfielder" wird dann irgendwann ein günstiger 100/500 Refraktor oder 150/750er Newton folgen...

Danke Euch schonmal – sicher kommen noch mehr Fragen nach... !

Gruß Volker
 
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Hallo Volker,

folgende Fragen glaube ich beantworten zu können:
Zitat von mavo0013:
1) Im Himmelsjahr habe ich mir die Mondphasen der Jupitermonde ... Ist das überhaupt realistisch, den Schatten eines Mondes zu sehen?
Definitiv, ja.
Zitat von mavo0013:
2) Den Vierfachstern Epsilon Lyrae konnte ich zwar als Doppelstern auflösen (klar), aber die wiederum jeweiligen Doppelsterne habe ich nicht geschafft. Laut Formel im Karkoschka für die Auflösung (300‘‘ / Vergrößerung) hätte ich doch ab ca. 150x die Doppelsterne sehen müssen, oder? Die Entfernung zwischen beiden liegt knapp über 2‘‘. Nicht dass meine Teleskop-Optik einen Knick hat...
Das ist bereits bei 63mm Öffnung (Telementor) und ca. 80-fach zu erkennen. Der Mak muss austemperiert und kollimiert sein. Du brauchst da gar nicht so hoch vergrößern.
Wie sehen die Sterne bei 150-fach aus? Sind das schon Kleckse oder kleine Beugungsscheibchen? Bei ersterem kann es sein, die Optik ist noch nicht temperiert und/oder das Seeing ist schlecht. Da wird es nichts mit der Trennung.

Zitat von mavo0013:
3) An Vesta bin ich gescheitert – ist das ein realistisches Ziel mit dem Mak? Und Uranus?
Du brauchst nur die Scheinbaren Helligkeiten der beiden Objekte rausfinden und mit der Angabe der erzielbaren Grenzgröße Deines Gerätes vergleichen. Wenn Objekt heller als Grenzgröße... Allerdings darf dann das Okular nicht so viel Licht schlucken, so sollte es klappen.

Zitat von mavo0013:
4) Als einzigen Nebel konnte ich den Ringnebel in der Leier sehen. Ein paar andere habe ich erfolglos versucht, aber nichts entdeckt (obwohl ich recht sicher bin, am richtigen Fleck gewesen zu sein). Im Karkoschka steht oftmals, dass ein Nebelfilter helfen würde. Ist das so? Wäre das zu empfehlen?
Ein Mak mit dem Öffnungsverhältnis ist eigentlich kein DS-Gerät. Das Zoom-Okular bringt bei 7mm BW ca. 0,6mm Austrittspupille, bei 21mm sind es auch bloß 1,75. Da kommt nicht viel Licht bei der Öffnung raus. Nebelfilter helfen nur bedingt, nämlich wenn ausgedehnte, relativ schwache Nebel vorm Himmelshintergrund "absaufen", das ist beispielsweise beim Cirrusnebel der Fall. Aber helle Nebel, wie Hantelnebel, Krabbennebel usw. müssten ohne Weiteres zu sehen sein. Bei anderen "Nebeln" wie größere Galaxien (M31, 33, 81, 82, 101 usw.) sowie Kugelsternhaufen ist ein Nebelfilter unsinnig. Die siehst Du mit dem Mak auch so. Nebelfilter helfen bei Planetarischen Nebeln und Gasnebeln, nicht bei Sternenlicht, was ja Galaxien und Kugelsternhaufen aussenden.
Zitat von mavo0013:
5) Ich habe ein Zoomokular von TS, 7-21 mm. Allerdings habe ich das Bild bei 7 mm nie scharf bekommen. Was denkt Ihr: Schlechte Optik oder schlechtes Seeing?
Ich habe im Frühjahr solch ein Gerät eines Sternfreundes Testen können. Die Optik ist gut, aber bei tiefen Temperaturen brauchte der Mak weit über eine Stunde zum Auskühlen. Dann waren die Beugungsbilder sehr gut. Vorher sah man immer einen Spike in Richtung aufsteigender warmer Luft im Tubus. Da war kein Stern scharf zu bekommen.
Mit dem Okular wirst Du am Mak keine Freude haben (meine ich, ohne es zu kennen).
Ich verwende bei meinem Intes 6"f/12 als Übersichtsokular ein 40mm WW. Das geht das bei mir schon als Spechtelgerät durch.
Mehr Bildwinkel wie die erzielbaren knapp 2 Grad ist kaum drinn. Für höhere Vergrößerungen dann entsprechende Festbrennweiten. Als Zoom verwende ich das Leica 7,3 - 22mm.
Für meinen kleinen Apo habe ich noch ein Telvue Zomm, bei diesen Beiden weiß ich, dass sie guten Festbrennweiten nicht nachstehen. Beim TS-Zoom kann ich mir das nicht vorstellen.

Gruß Hans-Jürgen
 
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Hallo! Vielleicht schreibst du in den verlinkten Thread von dir mal rein, was du vom Mak hälst. So wie ich das lese bist du ja was deepsky angeht doch nciht so zufrieden. Das könnte für Neueinsteiger interessant sein!

Gruß Deadlock
 
Hallo Volker,

das Okular kannst Du Gewinn bringend mit Deinem Mak einsetzen - das habe ich auch. Wiiliams 40mm SWAN
Als Ergänzung zur Sichtbarkeit von Nebeln: Vielleicht kam das bei meiner Antwort nicht so heraus. Man braucht eine große Austrittspupille, wenn man mit einem relativ kleinen Maksutov-Cassegrain Deep-Sky Objekte wahrnehmen möchte. Das funktioniert mit einem 40mm Okular recht gut, mit 21mm schon weniger.
Mit einer Russentonne, die ich einmal in meinem Besitz hatte (Maksutov-Cassegrain mit 100mm Öffnung nominal f/10, eigentlich min. f/11) habe ich mit einem 22mm Okular auch nicht viel sehen könne, ein 80mm Refraktor zeigte da schon mehr, weil dort mit dem 22mm Okular eine wesentlich größere AP zu erzielen war.)

Gruß Hans-Jürgen
 
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Hallo Volker,

das Problem ist m.E. nicht, dass die Optik die Objekte nicht zeigt. Sehr viele M Objekte zeigt schon ein einigermaßen vernünftiger optischer Sucher 8x50.
Dein Problem ist, dass Du die Objekte mit dem kleinen möglichen Gesichtsfeld nicht findest. Knapp vorbei ist nun mal auch daneben.

Bei Epsilon Lyrae wette ich fast, dass Du eine der beiden Doppelkomponeten vor Dir hast und die Zweite ist bereits aus dem Bildfeld verschwunden. Da kannst Du hochvergrößern bis der Arzt kommt.
Geh mal mit ganz niedriger Vergrößerung ran.

MAKs werden nicht umsonst gerne auf GoTo Montierungen betrieben.

Gruß
*entfernt*
 
Hi!

Zitat von mavo0013:
3) An Vesta bin ich gescheitert – ist das ein realistisches Ziel mit dem Mak? Und Uranus?
Beide sind mit einem 8x30er Fernglas zu sehen ...

4) Als einzigen Nebel konnte ich den Ringnebel in der Leier sehen. Ein paar andere habe ich erfolglos versucht, aber nichts entdeckt (obwohl ich recht sicher bin, am richtigen Fleck gewesen zu sein).
Hantel- und Omeganebel sollten sichtbar sein, ebenso der Eulennebel.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von mavo0013:
1) ...Schattenwurf von Io auf Jupiter wäre doch sicher mal interessant zu sehen! ... Io ist zwar irgendwann vorm Jupiter „verschwunden“

2) Den Vierfachstern Epsilon Lyrae konnte ich zwar als Doppelstern auflösen (klar), aber die wiederum jeweiligen Doppelsterne habe ich nicht geschafft.

3) An Vesta bin ich gescheitert – ist das ein realistisches Ziel mit dem Mak? Und Uranus?

4) Als einzigen Nebel konnte ich den Ringnebel in der Leier sehen. ... dass ein Nebelfilter helfen würde.

5) Ich habe ein Zoomokular von TS, 7-21 mm.

6) Ansonsten denke ich, dass ich demnächst auf 2“


1) Den Schattendurchgang sieht man gut, auch in kleinen Instrumenten. Der Durchgang des Mondes selbst, den du beschreibst, ist viel schwerer zu sehen.

2) Kein Problem, selbst für eine kleine Optik. Ab ca. 100x gut zu sehen. Entweder du weißt nicht, wie nahe die Punkte beieeinander sind, oder das Gerät war nicht temperiert.

3) Beides Ziele für das freie Auge, unter guten Bedingungen. Jedes Fernglas zeigt das deutlich.

4) Nebel erfordern sauberen dunklen Himmel, mit wenigen Ausnahmen. Zu den Ausnahmen gehört der Ringnebel. Einige der Nebel (Emissionsnebel) werden durch Nebelfilter besser gezeigt. Bevor du dafür Geld ausgibst, solltest du aber zahlreiche Nebel auch ohne gefunden haben. Beachte die Würfelsymbole im Karkoschka!

5) Hmm. Festbrennweiten sind besser. Wobei ich nicht glaube, dass du bei deinen Beobachtungen an der optischen Qualität dieses Okulars gescheitert bist. Eher an den eigenen Fähigkeiten. Das geht jedem am Anfang so.

6) Der Mak muss dann ein 2-Zoll-Blendrohr haben (was ich nicht glaube), sonst bringt es wenig.

Besuch‘ doch mal ein Teleskoptreffen! Dort findest du Fachleute für alles, selbsternannte und wirkliche. ;-)
 
Zitat von UwePilz:
5) Hmm. Festbrennweiten sind besser. Wobei ich nicht glaube, dass du bei deinen Beobachtungen an der optischen Qualität dieses Okulars gescheitert bist. Eher an den eigenen Fähigkeiten. Das geht jedem am Anfang so.

Kann ich nur bestätigen! Hab auch mit dem 127er Mak angefangen und war anfangs ziemlich frustriert da ich mehr mit Suchen als mit Beobachten beschäftigt war. Nicht aufgeben, das wird von mal zu mal besser. Als Aufsuch- und Übersichtsokular benutze ich ein 32er, das ist m. E. dafür sehr gut geeignet.

Die Diskussion bzgl. Umrüstung auf 2" ist ja nicht neu und es gibt geteilte Meinungen dazu, siehe z. B. hier.
Halt mich da raus, da ich bisher keine praktische Vergleichsmöglichkeit hatte. Für großflächige DS-Objekte ist er natürlich alles andere als erste Wahl.

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Auskühlzeit ein ganz wichtiger Faktor ist. Gib dem kleinen mindestens 1 Stunde, besser 2 und die wirst an der für mein Empfinden guten Optik in diesem Preissegment viel Freude haben.

Viele Grüße und cs,

Peter



 
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Hilfe!

@Deadlock:
Ja, einen Bericht werde ich sicher mal posten, kann aber noch ein paar Tage oder Monate dauern - momentan kann ich noch nicht wirklich zwischen eigenem Unvermögen und Unzulänglichkeiten der Optik unterscheiden...

Zur Auskühlung: Ich habe den Mak bei den Beobachtungen jeweils um ca. 20 Uhr rausgestellt, und nicht vor 23 Uhr mit Beobachtung angefangen. Das müsste doch eigentlich ok sein, oder?

@Hans-Jürgen:
Vielleicht mangelts an Erfahrung, aber ich nehme die Sterne auch bei 150x noch als feine saubere Pünktchen wahr. Weder verschliert noch als Scheibchen...
Danke auch für den Tipp mit dem 40mm Okular - allerdings bräuchte ich wohl erstmal einen 2" Zenitspiegel...

@Günther:
Ich habe generell immer mit dem 32mm-Okular angefangen (meinem "Übersichtsokular"), somit käme ich auf knapp unter 1° Gesichtsfeld.

@fquadrat: Danke für die Tipps, werde diese Objekte mal "testen"

@Uwe:
Schön von Dir zu lesen! Du warst der mit den besten Argumenten für den Mak, und ich habs bislang nicht bereut! :) Kurze Frage zum 2" Blendrohr: Wahrscheinlich weiß ich wieder nicht, was ein 2" Blendrohr ist - aber ich habe eine Reduzierung momentan vor dem Zenitspiegel. Theoretisch würde 2" also gehen. Angeblich kann der Mak das dann aber trotzdem nicht voll nutzen, aber mehr Feld als bei 1,25" sollten es wohl schon sein, wenn ich diverse Tipps (und auch Wolfis Meinung, bei dem ich gekauft habe) betrachte.
Teleskoptreffen hab ich mir vorgenommen! Muss nur noch eins in meiner Gegend finden (Region MA/HD)

@Peter:
Danke für das Feedback eines Nutzers! Ich benutze auch immer ein TSSP32 als Übersichtsokular. Am Anfang (erste 2 Abende) war ich in der Tat sehr frustiert, wurde dann aber immer besser! Manchmal habe ich Probleme mit dem Leuchtpunktsucher - trotz Justage bei Tageslicht zeigt er Abends dann nicht dahin, wo das Teleskop hinblickt... Was verwendest Du genau für einen Sucher?

Und letzter Punkt: Zu Epsilon Lyrae:
Der Abstand zwischen den beiden "Haupt"-Sternen beträgt ja ca. 3,5'. Da der Mak so ca. 50' ins Gesichtsfeld bringt, sollte das also einschätzbar sein, denke ich. Der Abstand zwischen den jeweiligen Doppelsternen ist dann ja sehr winzig, ca. 2,5". Müsste das im Teleskop also so ähnlich aussehen wie hier ? Also würden die Komponenten ähnlich eng stehen? Dann wiederum wäre ich nämlich sicher, dass ich die beiden Hauptsterne gesehen habe und nicht bereits eine aufgelöste Komponente der Hauptsterne...

Danke nochmals!
 
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Zitat von mavo0013:
weiß ich wieder nicht, was ein 2" Blendrohr ist ...

Um Streulicht zu vermeiden und das Instrument taghimmeltauglich zu machen steckt der Hauptspiegel auf einem Rohr, eben dem Blendrohr. Wenn du von vorn am Sekundärspiegel vorbei schaust, dann siehst du das. Dieses Rohr hat einen Durchmesser, welcher das nutzbare Feld begrenzt - egal, was du draußen für ein Gewinde dranschraubst. Auch ohne Blendrohr wäre die Bohrung im Hauptspiegel begrenzend, die ist nur wenig größer.
 
Zitat von mavo0013:
Manchmal habe ich Probleme mit dem Leuchtpunktsucher - trotz Justage bei Tageslicht zeigt er Abends dann nicht dahin, wo das Teleskop hinblickt... Was verwendest Du genau für einen Sucher?

Hab auch nur den von TS standardmäßig mitverkauften Leuchtpunktsucher. Klar, in sternarmen Regionen ist das mit dem eingeschränkten Gesichtsfeld des Mak manchmal nicht so einfach ein Objekt auf Anhieb zu treffen, deshalb sollte der Leuchtpunktsucher schon sehr genau justiert sein. Wenn Du nicht aus Versehen drankommst, sollte es eigentlich auch beim Beobachten noch so sein. Ein guter Sternatlas (z. B. Karkoschka oder Deep Sky Reiseatlas) und dann von Stern zu Stern hangeln und dem gesuchten Objekt auf die Pelle rücken ;) Auch dieses sog. Starhopping bedarf natürlich einiger Übung. Am besten mit für Anfänger empfohlenen Objekten beginnen.

Viele Grüße und cs,

Peter
 
Hallo Uwe,

ein 5" Mak kann kein 2" Blendrohr haben. Ein Rohr das 2" Innendurchmesser hat müßte mindestens 53mm Außendurchmesser haben, das ergibt bei 127mm Objektivdurchmesser eine Obstruktion von 42%.

Ich hatte mal ein 5" SC, Innenrohrdurchmesser 1,25" = 35% Obstruktion.
Wenn sein Mak genauso schlecht ist wie mein SC, dann glaube ich ihm, das er Schwierigkeiten mit den Jupitermondschatten und den epsilon lyra Sternen hat, ging mir auch so.
Der kleine 80/480 Apo den wir beide haben zeigt da mehr ( und macht das Auffinden leichter wegen des großen GF ).

Gruß Uwe
 
Moin Uwe!

> ein 5" Mak kann kein 2" Blendrohr haben.

Hatterauchnich... ;)
Vor einigen Wochen hatte ich kurzzeitig einen der neuen 5"-SkyWatcher-Mak (Black Diamond Line). Der hatte zwar Anschlüsse für 2"-Zubehör, das okularseitige Ende des Blendrohres war AFAIR aber nur 27 mm im Durchmesser (der FS hat 40 mm DM / 31% Obstruktion). Soviel dazu.
Ich hab' mich von dem Mak aus diversen Gründen schnell wieder getrennt. Mir lag u.a. die hohe Brennweite (f/12) und der damit verbundene Tunnelblick gar nicht. Das Mak-Angebot, bei dem ich zugeschlagen hatte, bot übrigens (anders als bei TS) statt des LP-Suchers einen normalen 6x30-Sucher mit Fadenkreuz. Sowas ist IMO einfach besser zu handhaben.
 
In einem Artikel vom TS-Express steht, dass es trotzdem was bringt, auf 2 Zoll aufzurüsten: hier

Nichtsdestotrotz: Kann es sein, dass die Optik so schlecht ist, wie Uwe (der zweite Uwe) es sagt???
 
Bzgl. der Aufrüstung auf 2 Zoll scheiden sich wohl die Geister, siehe auch Testbericht hier.

Der Testbericht deckt sich mit meinen Erfahrungen mit dem Mak. Speziell bei Mond und Planeten macht er m. E. eine ausgezeichnete Figur, vor allem in Anbetracht des Preis- /Leistungsverhältnisses. Klar, für deep sky Objekte verwende ich ihn nicht mehr seit ich in Besitz des 8 Zöllers und des Richfielders bin.

Viele Grüße

Peter
 
Moin Volker!

> In einem Artikel vom TS-Express steht

Jaja, die schreiben viel, wenn der Tag lang ist. Fakt ist jedenfalls, daß Du mit einem weit aufgeblendeten 2"-Oku - evtl. sogar mit 40 mm Feldblende - durch diesen Strohhalm von 27 mm durch mußt. Ich persönlich würde da auf 2"-Zubehör verzichten. Mit einem ordentlichen 32 mm Plössl (27 mm Feldblende) und dem max. Gesichtsfeld für 1,25" kommt man vielleicht "nur" auf 1° tatsächliches Gesichtsfeld bei knapp unter 50facher Vergrößerung, aber das reicht völlig.

> Kann es sein, dass die Optik so schlecht ist

Wie das (= Dein) Einzelstück aussieht, kann hier keiner sagen. Maks haben durchweg ein gutes Bild und werden deshalb häufig gerade für Planetenbeobachtung benutzt, weil der refraktortypische Farbfehler nicht vorhanden und so eine Optik sehr kompakt für die Größe ist. Natürlich erkauft man sich damit Nachteile auf anderer Seite, und es gibt Teleskoptypen, die schärfer oder kontrastreicher abbilden. Für jeden Zweck das richtige Mittel - es gibt keinen Teleskoptyp, der alles gleichgut kann. Einen Mak zum Richfielder ummodeln zu wollen, halte ich dagegen für unsinnig.
 
Hallo Winnie,

ja, stimmt schon, ich will ja auch gar keinen Richfielder draus machen - aber die Aussage von Uwe hat mich schon irritiert:

Wenn sein Mak genauso schlecht ist wie mein SC, dann glaube ich ihm, das er Schwierigkeiten mit den Jupitermondschatten und den epsilon lyra Sternen hat, ging mir auch so.

Kann die Optik wirklich so schlecht sein, wo Ihr alle sagt, dass das locker zu sehen sein müsste?
 
Ja, woher soll ich oder jemand anderes wissen, wie gut oder schlecht Deine Optik ist?!
Natürlich sind Maks dieser Größe grundsätzlich in der Lage, die Jupiter-Mondschatten zu zeigen.
Vielleicht probierst Du das weiter aus - und zwar, sobald der Planet höher am Himmel steht. Dafür hast Du den ganzen kommenden Herbst und Winter Zeit! Nach einmal "Nichtsehenkönnen" gleich den Speer ins Getreide zu werfen, ist ja wohl wirklich zu früh! Denk dran, auch Du mußt Dich erstmal an das Gerät gewöhnen - da springt einem nicht sofort alles ins Auge, besonders als Anfänger nicht.
 
Hallo Volker,

ich bin auch erst ein 3/4 Jahr dabei und möchte etwas zu deiner Beruhigung beitragen.

Das Seeing spielt wirklich eine wichtige Rolle. Erst durch die etwas längere Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass der Himmel wirklich gewaltige Unterschiede zeigt und deine 7mm (an f12) an den wenigsten Tagen wirklich scharfe Bilder zeigen werden. Man muss sich tatsächlich zwingen, nicht an die Grenzen des Zooms zu gehen, auch wenn es noch so in den Fingern juckt. 7mm an f12 erbringen 214-fach mit AP 0,5 = Zuviel und nur bei bestem Seeing vielleicht noch machbar!

Auch das Warten auf den Zenith oder wenigstens das Höhersteigen der Objekte als in Horizontnähe beobachten gehört - wie hier schon gesagt - zu diesen Erfahrungen.

Das Aufsuchen ist ebenfalls eine Sache für sich. Ich bin da einen anderen Weg gegangen und habe auf einen f6-Newton gesetzt, der zusammen mit meinem 38er Erfle zwar nicht randscharf abbildet, aber ein ein riesigen Gesichtsfeld zeigt, in dem ich mittlerweile alles finde. Mein Rigelfinder ist dabei trotzdem eine große Hilfe. Mit deinen f12 hast du es da naturgemäß schwerer... da hilft nur Übung und Erfahrung, die sich aber nach ein paar Wochen sicher nur selten einstellt.

Ich habe mittlerweile ein erstes besseres Okular im Einsatz als die verschiedenen Plössl, die ich gleich zu Anfang eingesetzt hatte. Mein 7mm UWAN mit 82° GF betreibe ich im *entfernt*-Zoomset und bin sehr zufrieden damit. Selbst ohne Zoomset war das UWAN ein AHA-Erlebnis gegenüber den günstigen Okularen. Was ich damit sagen will: das 7-21mm Zoom schätze ich optisch als weniger gut ein (obwohl ich es nicht kenne) und gesichtsfeldmäßig ist dies sicher auch keine ********* für dich - gerade im Übersichtsbereich soll das GF im TS-Zoom noch enger werden als bei Hochvergrößerung.

Letztlich darf ich noch meinen Eindruck vermitteln, dass man erst durch die eigene Erfahrung einschätzen lernt, wie die Objekte halt so rüberkommen im Okular... meist weniger gut, als man sich das so vorstellt. Dennoch beruhigt man sich irgendwann, weil man weiß, dass man eben kein Spitzengerät oder keine Spitzenokulare oder meistens einen miesen Himmel vor der Nase hat. Und wenn man dann Uranus findet oder mal wirklich gutes Seeing hat, dann hat man plötzlich die freudige Erkenntnis: geht doch...

CS

Logi
 
Zitat von mavo0013:

Im Gegensatz zum SCT besteht die Mak-Optik nur aus Kugelflächen = einfach herzustellen. Ich erwarte da keine auffallend schlechte Qualität. Es kann ein Justageproblem geben, aber das ist lösbar - mit Hausmitteln.

Ich wiederhole meinen Rat: Besuche ein Teleskoptreffen. Jetzt im September geht es wieder los.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Volker,

Zitat von mavo0013:
Vielleicht mangelts an Erfahrung, aber ich nehme die Sterne auch bei 150x noch als feine saubere Pünktchen wahr. Weder verschliert noch als Scheibchen...
Deine Aussage deckt sich mit den von mir beobachtenen Sternabbildungen mit einem Skywatcher 5" Mak. So sollte es sein. Allerdings ist dann nicht zu verstehen, wieso Du die Epsilon-Leier-Sterne nicht als Vierfach-System gesehen hast.
Vielleicht hast Du ein anderes Sternenpaar beobachtet?

Wenn die Sterne bei 150-fach Pünktchen sind, wird Dir der Mak bei Planeten, Mond, ggf. Sonne und Dopelsternen sowie bei großen Kugelsternhaufen Spaß machen. Dann kann die Optik meiner Ansicht nach gar nicht schlecht sein.

Wenn der 5" Mak technisch bedingt das von mir empfohlene 40mm Okular vignettiert, vergiss meine Empfehlung. Da hatte ich von meinen 6" auf 5"-Mak's geschlossen.

Sammle ruhig erst einmal ein paar Erfahrungen mit dem Gerät.
Ich habe es selbst so erlebt: Man kann sich sehr viel anlesen und auf Erfahrungen anderer zurück greifen. Einen Großteil dieser "Fremd"-Erfahrungen konnte ich erst wirkich selbst begreifen und für mich bewerten, als ich dann selber diese Erfahrungen gemacht hatte. Dann erst, scheint es mir, kann man diverse Aussagen sortieren und für sein eigenes Seherlebnis kommentieren.
Es kommt nämlich oftmals auch auf die Erwartungen der anderen an, die diese an die jeweilige Optik, sei es das Objektiv oder Okulare und diverses Zubehör stellen.

Also, viel Spaß mit dem Gerät!

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo mavo,

natürlich erfüllt jeder perfekte 5" Deine Anforderungen, wenn Du gute Augen hast gehen sogar 3,5".
Mein SC war definitiv nicht gut. Maks gelten schärfer als SCs, das erkaufst Du aber mit f/12 mit einem kleineren Bildfeld. Wie gut Deiner ist weiß ich nicht.

Du kannst am Mak ein 2" Okular anbringen, das habe ich am SC auch gemacht. Der Gewinn war marginal: bei 40mm Okularbrennweite vergrößerte sich das Gesichtsfeld von 1,3° auf 1,6°.

Laß Dich nicht entmutigen, sehen muß man lernen. Bei mir ging das exponetiell, am Anfang ganz langsam und dann immer schneller.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

Glückwunsch, jetzt hast Du ja mit der Anzahl Deiner Beiträge die magische Zahl piu58 aus Deiner Homepage übertroffen. Bei mir könnte da beispielweise hjp58 stehen, wenn ich eine hätte. (Oder irre ich mich in Bezug auf die Bedeutung?)
Tja, wer hätte gedacht, dass man einmal so alt werden würde?

Danke für die Vielzahl Deiner immer fundierten Beiträge.

Gruß Hans-Jürgen

 
@Winnie - natürlich hab ich nicht aufgegeben, weil es jetzt mal nicht geklappt hat. Hab ich nie behauptet ;) Den Lyra-Doppelstern hab ich allerdings bereits mehrfach erfolglos probiert... Aber keine Sorge, ich geb nicht auf.

@Logi: Danke für die Aufmunterung. Stimmt schon, man stellt sich die Objekte viel toller vor, als sie auf den ersten Blick wirken. Aber wenn man das was gefunden hat und ein paar Details erkennt, macht es wirklich viel Freude - somit bin ich momentan vollauf begeistert und verfluche das miese Wetter...

Nur nochmal zum Lyra-Doppelstern: Sind die Abstände im Teleskop dann so ähnlich eng wie hier ? Nur damit ich eine grobe Vorstellung habe...

Ansonsten danke Euch allen einstweilen!

 
Moin!

> zum Lyra-Doppelstern: Sind die Abstände im Teleskop dann so ähnlich eng wie hier?

Ja.
Ich vermute ja, daß Du evtl. das falsche Sternenpaar im Blick hattest (Zeta Lyr?). Da bin ich selbst auch schon mal drauf reingefallen. Bei Epsilon Lyr sehe ich im 3"-Newton ab 50fach alle vier Komponenten wenigstens in ihrer Lage zueinander. Selbst der 70er Skylux-Refraktor zeigt das ab 70fach, die Trennung dann ab 100fach.

 
Stimmt, das wäre denkbar - vor allem, weil ich ja durchaus Probleme mit der richtigen Einstellung des Leuchtpunktsuchers habe. Ich werds so bald wie möglich checken!
 
Hallo Volker,

wenn ich mit dem LPS arbeite stelle
ich ihn bei einbrechender Dunkelheit an
einem hellen Stern ein. Danach bleibt
er am Gerät. Einmal abgenommen muß ich
ihn neu einstellen.
Meist bleibe ich aber beim 6x30 oder
8x50 Sucher auf meinem TS 100 f/14.
Als Übersichtsokular verwende ich auch
ein 32er Plössl in 1,25".
Höchstvergrößerung mit 7mm Planetary
geht nur bei bestem Seeing.
Ansonsten ist die Beobachtung mit
10 bzw. 15 mm WA erfolgreich, obwohl
dieser MAK auch nicht zu den Spitzen-
geräten gehört.

Grüße aus Hamm
Dirk
 
Hallo Dirk, danke für die Infos. Nutzt Du auch einen MAK? Dass er kein Spitzengerät ist ist klar, aber die gehen sicher auch erst im 4-stelligen Bereich los, oder?
 
Guten Abend Volker,

mir scheint, Du haderst mit Deinem Gerät.
Zitat von mavo0013:
Dass er kein Spitzengerät ist ist klar, aber die gehen sicher auch erst im 4-stelligen Bereich los, oder?
Es ist aber davon auszugehen, dass ein Skywatcher-Mak grundsätzlich keine schlechte Optik darstellt.
Was heißt Spitzenoptik? Sicherlich zählt ein SW-Mak nicht zu den Spitzenoptiken. Aber was ein 127mm Mak zeigen muss, wird er schon zeigen können. Auch epsilon lyrae als Vierfach-System.
Einerseits hast Du mir angegeben, dass die Sterne schön punktförmig abgebildet werden, andererseits bist Du Dir aber offensichtlich nicht sicher.
Ich kann mich nur Uwe anschließen, fahre zu einem Teleskoptreffen. Oder versuche Kontakte zu erfahrenen Sternfreunden in Deiner Umgebung herzustellen. (Das gibst's die Rubrik "Treffpunkt".)
Ein mir bekannter Sternfreund hatte mit einem 8" SC von Meade begonnen. Er hatte das Gerät wieder verkauft, da es für ihn unbefriedigende Abbildungsleistungen gebracht hatte.
Nach ein paar Jahren Erfahrung musste er feststellen, dass sein damaliges SC offenbar nur dejustiert war. Damals gab es die Form des Erfahrungsaustausches im Internet noch nicht. Ansonsten hätte er das Gerät vielleich noch immer.

Gruß Hans-Jürgen
 
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