Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sache)

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faktor0a

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Hallo Miteinander!


Ich beschäftige mich schon „eine Weile“ damit welches nun mein erstes Teleskop werden soll.
Habe Literatur zu dem Thema 3 Bücher (Die einschlägigen), eines bezieht sich auch Extra auf die Praktische Astronomie in der Stadt.
Natürlich habe ich mich auch schon kräftig durchs Internet gewühlt usw. und auch dort genauso wie hier viele nützliche Tips und Infos gefunden.

Nun habe ich meine Auswahl ziemlich eingegrenzt und wollte einfach mal Nachfragen ob Ihr mir mit Euren Meinungen helfen könnt.



Ich gehe mal nach diesen Fragen hier vor:

1. Was sind deine Vorlieben (Equipment bzw. Ausstattung)?
Vorliebe: Refraktor.
Ein paar Dinge kann ich direkt schon ausschließen.
Gerade für den Einsteiger wird der Newton oder der Dobson empfohlen, da für das Geld die Maximale Öffnung rauskommt.
Aufgrund der Nachführung und der Beobachtungsposition gefällt mir der Dobson weniger. Was natürlich das Gerät nicht schlecht machen soll.
Der Newton gefällt mir aufgrund der Beobachtungsposition und der Justage-Empfindlichkeit nicht so sehr. Klar auch ein Refraktor muss justiert werden,
aber nicht in dem Umfang. Daher möchte ich am Anfang erst einmal ein Gerät haben das mich davor ein wenig bewahrt.

Und ich schließe auch nicht aus das mein zweites Gerät nicht auch ein Dobson oder Newton wird.
Auch mit Maksutov s habe ich mich beschäftigt. Davon wiederum kamen aufgrund der kleinen Bauweise viele Modelle für mich in Frage.
Nachteil war hier nur die längere Auskühlzeit.

Ich denke mein Profil wird erstmal so aussehen, und daher ziehe ich nun mal 5. und 6. vor:


5. Wie ist dein bevorzugter Beobachtungsstandort (stellare visuelle Grenzheligkeit, Hindernisse, Entfernung ect..)?
Ich denke die meiste Zeit werde ich zu beginn erst einmal viel Zeit auf meinem Balkon verbringen.
Er befindet sich in Südlicher Lage. Der Nachteil ist aber das ich mitten in der Stadt in Essen wohne.
Da ich nicht soviel Zeit habe werde ich oft nach diesem Schema beobachten: Ich sehe nach draußen, die Sicht ist einigermaßen klar, „zack raus mit der Montierung und dem Teleskop“, und beobachten.
Das wird so hauptsächlich unter der Woche sein, oder auch mal am Wochenende.

Ich denke ich werde auch schnell das Bedürfnis verspüren kleine Ausflüge zum nahegelegenen Modell-Flugplatz zu fahren, keine 2 Minuten weg, der befindet sich eine Anhöhe, oder auch in den Garten, wo zumindestens das seeing besser sein dürfte als zu Hause, da Wiese usw.

Deswegen möchte ich, wie auch schon bei 1. Erwähnt, ein Teleskop haben das schnell einsatzbereit ist, und kaum Auskühlungszeit braucht. (Klar auch ein Refraktor muss auskühlen).
Und am besten sehr mobil ist, damit ich es leicht und einfach in den Garten bringen kann, oder auch auf längere Ausflüge mitnehmen kann.
Ich denke wenn der Aufwand zu groß ist, wird man vielleicht aus „Faulheit“ darauf verzichten, alles einzupacken und zu einem anderen Beobachtungsort zu fahren.


6. Wie mobil möchtest du sein?
Siehe den letzten Teil von 5. Ich möchte mein Teleskop auch gerne mit in den Urlaub mitnehmen.
Wenn ich von Urlaub rede, meine ich damit jetzt nicht Wegfliegen, sondern wir werden wohl erstmal die nächste Zeit mit dem Auto zum Urlaubsort fahren.
Dementsprechend muss es nicht extrem klein sein. Aber da wir meistens einen ziemliche Menge an Gepäck mithaben wäre mir was kleines lieber.


2: Wie viel Geld möchtest du ausgeben (muss keine Zahl sein)?
Eine Skyview Montierung habe ich schon gebraucht gekauft.
Insgesamt wollte ich eigentlich nur 500€ ausgeben.

Aber schnell habe ich gemerkt das ich damit nicht hinkomme.
Ich denke das ich jetzt noch mal so ca. 500€ für den Tubus und die ersten Okulare ausgeben werde. Bzw. sollte.
Mehr eigentlich nicht.


3. Was möchtest du bevorzugt beobachten (falls du schon Vorlieben hast)?
Habe noch keine Vorlieben.
Denke aber es werden aufgrund meiner Beobachtungsumstände erstmal Planeten sein, sowie andere helle Objekte.
Richtig Deepsky werde ich vom Balkon aus nicht sehen können.
Kann mir aber auch WeitFeld vorstellen.


4. Wie schwer darf das Equipment sein?
Nicht ganz so relevant. Nur nicht zu schwer, da es neben Urlaubsgepäck noch ins kleine Auto soll.


7. Möchtest du in erster Instanz beobachten oder später in ferner Zukunft auch mal fotographieren?
Bestimmt, aber ich lege keine sehr hohe Priorität darauf. Kann es mir aber vorstellen später.
Ich habe keinen Laptop, daher wohl keine WebCam sachen, und eine Spiegelreflex möchte ich mir dafür auch nicht extra anschaffen.
Wahrscheinlich werde ich einfach mit meiner DigiCam sehen was möglich ist.




Das zur groben Übersicht.
Nun möchte ich einmal auf 3 Geräte eingehen, die nun in meine engere Auswahl gelangt sind:

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Das erste Gerät das es in die Engere Auswahl geschafft hatte:


Vixen VMC 110L (Refraktor 80mm/910mm) (Siehe Hersteller Link: http://www.vixen-europe.com/htm/teleskope/reflektoren/vmc110l_gp2.htm)

Folgende Berichte habe ich zu dem Gerät gefunden (die Baureihe mit dem alten Vixen Logo):
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Vorteile dieses Gerätes waren für mich: Baugröße eines Maksutovs, mit geringerer Auskühlungszeit wegen dem offenen Tubus. Klappspiegel. Der kompakte kleine Allrounder. Günstiger Preis, so ca. 220€.

Nachtteile: Aus den Berichten geht hervor das das Gerät oft keine gute Qualität hat. Durch die Offene bauweise kann das Gerät schneller schmutzig werden, kann aber nicht wie ein Newton „einfach“ auseinander genommen werden zum Reinigen. Die Justiermöglichkeiten an dem Gerät sollen sehr schlecht sein, habe auch eine Anleitung von Vixen gefunden die beschreibt das man mit Alkohol erst einmal die schrauben Lösen muss. (Da sie wohl fast Lackiert sind.)




Deswegen kam ich dann wieder vom Gerät ab.
Nun folgt eigentlich mein Top Favorit:

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ED Refraktor - 80mm/600mm von Orion[USA (Synta)] (Siehe Link TS: http://www.teleskop-service.de/OrionUS/Refraktor/OrRefraktor.htm)


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Grundsätzliches zum kleinen Apo für Einsteiger?:
http://www.svenwienstein.de/HTML/der_kleine_apo.html


Vorteile: Ein Gerät das eigentlich durchweg eine sehr gute Bewertung bekommen hat. Eigentlich genau das was ich möchte, ein kleiner Refraktor mit nahezu keinen Farbfehler, guter Optischer und Mechanischer Qualität. Des weiteren WeitFeld Beobachtungen möglich. Da Refraktor kleine Auskühlzeit, keine große Justage, und wenig gewicht. Das Ideale Gerät, wäre da nicht der

Nachteile Zu teuer „für meine Kasse“. 448€ + Zenitspigel + Rohrschellen bin ich schon bei ca. 639€ und habe noch kein einziges Okular zum durchsehen. Eigentlich nicht das Ideale Planetenteleskop. Wenn ich mir aber die Fotos von binoviewer.at ansehe bin ich damit zufrieden. Ok dort kam eine 5x zum einsatz.


Man kann natürlich sagen, „dann spar doch noch etwas damit Du es Dir später kaufen kannst“. Dagegen spricht das ich am Anfang nicht soviel ausgeben möchte, denn es kommt ja noch mehr dazu wie Literatur, Lampe, Okulare, Barlow, Filter, Stuhl, Trasportkoffer/Tasche usw. Des weiteren möchte ich wegen meiner Frau auch nicht so extrem aus dem Rahmen fallen.

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Das führte mich wieder zurück zu meinem Aktuellen Favorit, und dem Geräte welches ich mir wohl zulegen werde:

Vixen A80M (Refraktor 80mm/910mm) (Siehe hersteller: http://www.vixen-europe.com/htm/teleskope/refraktoren/a80m_gp2.htm)

Folgende Berichte habe ich zu dem Gerät gefunden (die Baureihe mit dem alten Vixen Logo):
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Vorteile: Ein Gerät das eigentlich durchweg eine gute Bewertung bekommen hat. Auch wenn Farbfehler vorhanden ein guter Planetenbeobacher der auch ein wenig Deepsky kann. Zumindestens mehr als der 80/600 Orion ED. Wieder die Vorteile des Refraktors kleine Auskühlzeit, keine große Justage. Hinzukommt vor allem der Preis. Für ca. 410€ gibt es den Tubus mitsamt Klappspiegel, Led Sucher, 2x Vixen Pössel Okulare (20mm, Plössl 6mm). Das ist bei weitem Günstiger als der Orion und sprengt auch nicht mit dem weiteren benötigtem Zubehör meinen Rahmen. (Den ich eh eigentlich schon überschritten habe wegen der Montierung).

Nachteil:Farbfehler der sich glaube ich zumindestens, noch in Grenzen hält. Gravierender aber: Die Länge von fast einem Meter. Gut das Gewicht ist nicht so hoch, doch er ist unhandlicher. Obwohl ich nicht weiß wie sich das in der Praxis auswirken wird. Beim ausfahren zu einem besseren Beobachtungsort wird es noch gehen denke ich. Wenn es in den Urlaub geht wird es schon schwieriger, aber das ist ja in der Regel nur so für 2mal im Jahr.
Da im Urlaub eine bessere Sicht ist, möchte ich ihn aber auf jeden Fall mitnehmen.


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Abschließende Gedanken:

Ich weiß das perfekte Teleskop gibt es nicht. Alles hat seine vor und Nachteile.
Aber ich möchte bei meinem ersten Teleskop gleich ein Gerät kaufen an dem ich Freude haben werde.
Welches ich auch oft nutze!

Es wird bestimmt nicht mein letztes sein, aber ich denke man sollte schon „gut“ starten.
Besser ist es vor dem Kauf gründlich zu überlegen und Meinungen einzuholen.
Aber hinterher wird man vielleicht eines besseren belehrt, aber man weiß ja nie.

Momentan tendiere ich daher zu dem Vixen A80M auf meiner Skyview Montierung.

Ich würde mich sehr über Kommentare und Meinungen Eurerseits freuen!


Mit freundlichen Grüßen Dan
 
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Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine Leichte Sache)

Hallo Dan,

Du hast Dir ja schon erhebliche Mühe gemacht, Informationen zu sammeln!

Da Du später einen Dobson nicht ausschließt, wenn Dir das ganze Hobby Spaß macht, würde ich in diesem Fall zu einem Refraktor greifen.

Da gibt es in diesem Bereich eine ziemliche Auswahl, was genaues kann man da kaum empfehlen. Tendiere mal entweder zu den Williams APO-Refraktore (die kleinen) oder ggf. zu einem Fraunhofer um die 100mm Öffnung. Den Farbfehler kann man im Großen und Ganzen mit einem Baader Fring-killing Filter recht gut dämpfen.

Später kann man ein solches Gerät als Leitrohr zur Fotografie einsetzen oder zur Planeten- und Sonnenbeobachtung. Ist damit auf jeden Fall kein rausgeschmissen Geld, da man dieses Gerät zusätzlich zum Dobson behalten wird.

Einen Spiegel würde ich nicht kaufen, da Du sicherlich mal auf einen Newton/Dobson kommen wirst und dann hättest Du 2 ähnliche Geräte.

CS
Winfried
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine Leichte Sache)

Hallo Dan,

auch von mir erstmal Respekt für den sehr ausführlichen Gedankengang mit Hand und Fuss. Wenn man deine (relative) Standortimmobilität, den Essener Himmel und das Budget anschaut, wäre ein ED80 wohl wirklich keine schlechte Wahl, Richfield kommt die kurze Brennweite entgegen, auch die Verwendungsmöglichkeit von 2" Zubehör (vor allem wenn im Urlaub dann der Himmel mal besser ist). Auch die Baulänge ist interessant weil durch den kurzen Hebel a.) sicherer auf der Montierung sitzt und b.) auch bei der Urlaubsfahrt weniger Platz wegnimmt.

Auch wenn Farbfehler vorhanden ein guter Planetenbeobacher der auch ein wenig Deepsky kann. Zumindestens mehr als der 80/600 Orion ED.

Mmh also wenn du dich da mal nicht täuschst, bei diesem Öffnungsverhältnis wird der Farbfehler natürlich nicht mehr so extrem sein aber doch noch sichtbar stärker als bei einem ED Gerät, grundsätzlich stimmt es ja dass eine längere Brennweite Mond- und Planetentaglicher ist aber im Endeffekt gewinnbringen höher vergrössern wirst du wahrscheinlich mit dem ED oder zumindest gleichauf in Sachen Vergrösserung bei besserer Abbildungsqualität.

In so fern käme ein 80er (Halb-)apo wahrscheinlich wirklich am sinnvollsten für dich. Welchen? Da bin ich natürlich mangels weitgestreuter Erfahrung überfragt. Live kenne ich den Skywatcher ED80 und ein 80er Williams, aber nicht im direkten Vergleich, sehr schöne Geräte. In Produkttests liest man immer wieder, dass der Skywatcher ED80 trotz seines günstigen Preises in Sachen Abbildungsqualität und Farbkorrektur allen Geräten seiner Preisklasse überlegen ist, nur die Mechanik ist wohl verbesserungswürdig, insbesondere wenn man fotografieren möchte.

CS Benny
 
Hallo Dan,

nette Infosammlung, ja, aber es fehlt Praxis. Viele Deiner Annahmen beruhen auf gewissen Einschätzungen der Handhabung, die Du bei einer gemeinsamen Beobachtung mit anderen Sternfreunden mal überprüfen solltest. Es gibt ja in Essen einige Aktive!

Trotzdem noch zur Auswahl - ein Refraktor ist ein Mak nunmal nicht, wie man es dreht und wendet, aber bezüglich Deiner "Wahlkriterien" für einen Refraktor kann ein Mak wieder sehr gut mitspielen.
Was mich zum 80ED tendieren ließe wäre aber nicht die optische Qualität (es gibt zu diesem Gerät nämlich auch ein paar deutliche Fragezeichen im allgemeinen Jubel), sondern es wäre meiner Meinung nach das Gerät mit der besten Langzeit-Perspektive. Das hat nämlich auch dann noch seinen Nutzen, wenn Du nach einiger Zeit zu einem ganz anderen Teleskop kommst. Da kann der 80mm ED nämlich ein schönes Widefield-Teleskop sein, wenn es eine Ergänzung zu einem großen Dobson ist, oder es kann ein Reise- und Schnellspechtel-Gerät sein, wenn ein anderes, großes Teleskop angeschafft wird.

Was die Skyview-Montierung angeht, hm... Für einen Refraktor aus Deinen Überlegungen ist eine Montierung dieser Tragkraftklasse eigentlich das untere Ende der Fahnenstange.

Überhaupt, A80M aus Essen heraus: Deepsky ist äußerst bescheiden wegen der Lichtglocke des Ruhrgebietes. Also bleibt Planeten- und Mondbeobachtung. Nun ist ein 80/910 Achromat kein Farbwerfer, aber eben auch mit einem deutlich sichtbaren Farbsaum "gesegnet", sobald man in interessante Vergrößerungsbereiche für Planeten geht. Unter diesen Standortbedingungen würde ich eher dazu tendieren, für das Geld und die Skyview einen Mak anzuschaffen, und zwar schlicht und ergreifend denjenigen Skywatcher Travelmak, der Dir am besten ins Budget passt. Und wenn Du den 127mm Travelmak bezahlen kannst, dann exakt den (und nicht mehr) auf die Skyview laden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dan,

ich werfe als Alternative zum 80er ED noch folgendes Gerät (2. von rechts) ins Rennen:

Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/bild/refr-075-tal-1.jpg

Im TAL-Forum findet man ein paar Meinungen zum TAL 75 R . Und wenn ich meines endlich habe, kann ich auch was dazu beitragen. Wenn der Farbfehler tatsächlich auf einem ähnlichen Niveau liegt wie bei einem 80er ED, ist das Ding vom Preis-Leistungs-Niveau her wohl kaum zu schlagen.

Ob die Montierung aus dem Paket sinnvoll ist oder was Stabileres her muss, werde ich dann merken. Im Zweifel würde ich in Richtung Giro mini Sansone o. ä. tendieren, wenn es nicht parallaktisch sein muss.

Nachtrag: Ach so, die Sky View ist schon da. Ja dann isses eh kein Problem!

Ciao
Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Erstmal schonmal einen Dank an alle für Eure bisherigen Antworten!

@ Berberich,
ja ich denke schon das später ganz bestimmt was hinzukommt.
Da ist das mit den 2 ähnlichen Geräten schonwieder in gutes Argument.


@ Benny,
der Orion ED80 ist ja schon mit der Günstigste. Der Skywatcher ist nur ein paar Euros günstiger.
Das kann sein, ich habe da natürlich auch noch keine Praxiserfahrungen, geschweige denn vergleiche.
Das mit der Entsprechenden Vergrößerung der beiden Geräte ist ein gutes Argument, sicherlich wird man bei beiden die gleiche Vergrößerung erziehlen, bzw. Beim ED80 vielleicht die höhere da das Bild besser ist.

Das was den ED80 nur leider ausschließen lässt ist der zu hohe Einstiegspreis für mich, siehe ausführlich Erklärung oben.

@ Sven,
klar es fehlt die Praxis.

Bezüglich der "Wahlkriterien" und des Maks:
Klar ein Maksutov war auch gewisse Zeit mein Favorisierter Teleskoptyp.
Auch was den ED80 betrifft. Ich schließe ihn aus, da er einen zu hohen Einstiegspreis für mich bedeutet, siehe ausführlich Erklärung oben.

Nochmal zurück zu den Maksutovs. Z.B. den Skywatcher Maksutov SKM 127
Öffnung 127mm - Brennweite 1500mm
"Der SKM 127 ist ein vielseitiges und besonders leistungsstarkes Gerät für die Astronomie. 127mm Öffnung sammeln bereits über 60% mehr Licht, als z.B. ein Refraktor mit 100mm Öffnung und das bei durchaus kompakteren Dimensionen. Trotzdem ist dieses Teleskop noch sehr transportabel, der Tubus ist nicht mal 37cm lang."
Das ist auch genau das was mich anspricht! Damit lässt sich eine viel höhere Vergrößerung mit Details am Planeten fahren als wie mit den beiden anderen Geräten, wenn es die Umgebung, Seeing usw. zulässt.

Der Hauptgrund warum ich davon abgekommen bin:
Die lange auskühlzeit von mehreren Stunden.
Das heißt ich kann keine spontanen beobachtungen durchführen und muss erst Planen, und dann hoffen das das Wetter mitspielt.
Das wird natürlich auch später hauptsächlich bei langen "Sitzungen" der Fall sein, aber gerade am Anfang, wird es bei mir eher so sein: "Hey 1 - 2 Stunden Zeit" schnell mal raus mit dem Teleskop. Bis ich da bei einem Mak dann gescheit gucken kann, kann ich wieder aufhören.
Der weitere Vorteil eines Maks: Er ist sehr klein und handlich!

Aber wegen dem, ich nenne es mal sss ("schnell spontan spechteln") denke ich, ist da der Refraktor doch wieder die bessere Lösung. Zumindestens am Anfang. Aber dafür ist er wieder unhandlicher und hat nicht so eine Leistungsstarke Optike wie der Angeführte Skywatcher Mak.

Es ist ein Teufelskreis, ich finde einfach nichts ideales!! (Klar das gibts ja auch nicht, zumindestens wenn ich mehr Geld ausgeben könnte wäre das idealere Gerät der ED80).

Naja so bin ich immer am hin und herüberlegen, welches nun das richtige Gerät für mich zum Einstieg ist!!


Noch ne andere Frage, das Skyview ist ja eigentlich für Geräte bis 6kg ausgelegt, der A80M wiegt nur 2,5, wieso ist die Montierung dann nicht ideal, wegen der Hebelwirkung des langen Tubus?

MFG Dan
 
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Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hallo Dan,

reagiere erstmal auf die Praxis, die Sache mit der Auskühlzeit von mehreren Stunden beim 127er Mak... wer erzählt denn sowas, oder noch genauer gefragt, wie wird denn sowas berichtet? Ein Kamerad ist häufig mit so einem Teil dabei, sobald aufgebaut wurde, kann damit beobachtet werden. Man kann natürlich eine Studie anfertigen, in wieweit sich das im Laufe des Abends noch verbessert, aber das scheint mir doch bei 5" Öffnung reichlich übertrieben. Das Gerät kühlt hinreichend schnell aus.
Man merkt einfach, dass Du mangels Praxis die einzelnen Dinge nicht richtig einschätzen kannst.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven.
Also nur wenn ich schon die Worte "mak auskühlen" in google eintippe finde ich viele Steiten die berichten das ein Mak länger auskühlen muss. Auch in meienr Literatur steht genug von Auskühlzeit.
Z.B.
MAK 127 auf eine EQ5. Das ist auch ein sehr schönes Gerät mit ordentlicher Schärfe selbst bei hohen Vergrößerungen. Allerdings hat es auch einen Nachteil. Wenn nicht gerade Hochsommer ist, braucht das Gerät fast zwei Stunden oder sogar mehr zum Auskühlen.
Über google gefunden. Aus Astro-Foren

Dann hätte ich aber mal eine Frage zum 127er Mak:
Inwieweit ist er denn für Planeten besser geeeinget?
Aufgrund der größeren Öffnung und längeren brennweite kann er dann mehr Details am Mond oder Planeten zeigen als der A80M oder der ED80?

Wie steht es mit der Vergrößerung, die kann ja theoretisch sehr viel höher gelegt werden als bei den A80M oder ED80, kann man das aber oft genug nutzen, stichwort Umgebungsbedingungen?

Zitat von Sven_Wienstein:
Man merkt einfach, dass Du mangels Praxis die einzelnen Dinge nicht richtig einschätzen kannst.
Daher Frage ich ja nach.
Wenn ich schon Jahrelange Erfahrung hätte würde ich sicher nicht im "Astro-Equipment für Einsteiger" diese Fragen stellen.

Ich freue mich darüber wenn die "alten Hasen" mir hier weiterhelfen.

MFG Dan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Moin Dan!

> Ich freue mich darüber wenn die "alten Hasen" mir hier weiterhelfen.

...wenn ich diese ganze Hin- und Hergezögere lese, dann frage ich mich, inwieweit Dir Meinungen überhaupt noch weiterhelfen. Das scheint Dich eher weiter zu verunsichern und bringt Dich nicht näher an Dein Teleskop.

Wenn Du Dir den 80M schon ausgeguckt hast, dann hole ihn Dir! Weder wird Dir der (m.E. überbewertete) Farbfehler die Retina zereißen, noch wirst Du vom Zittern Deiner SkyView Pupillenflattern bekommen...! :augenrubbel:

Der 80M ist kein Schrott, mit dem man unter Ruhrgebietshimmel nichts anfangen kann, da kannste mir glauben (oder auch nicht ;) ). Gebraucht ist so eine Optik OTA für 100-150 Euro zu bekommen. Also los! Eigene Beobachtungspraxis ist durch nichts zu ersetzen!
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Mensch Micha,

hättest als TALianer ja auch meinen 75R-Vorschlag unterstützen können :/

Aber wo Du Recht hast, hast Du Recht. Der Vixen ist sicher was auf Dauer und wird auch auf der Sky View funktionieren.

Ciao
Martin
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Zitat von faktor0a:
Nun folgt eigentlich mein Top Favorit:

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ED Refraktor - 80mm/600mm von Orion[USA (Synta)]
Vorteile: Ein Gerät das eigentlich durchweg eine sehr gute Bewertung bekommen hat. Eigentlich genau das was ich möchte, ein kleiner Refraktor mit nahezu keinen Farbfehler, guter Optischer und Mechanischer Qualität. Des weiteren WeitFeld Beobachtungen möglich. Da Refraktor kleine Auskühlzeit, keine große Justage, und wenig gewicht. Das Ideale Gerät, wäre da nicht der

Nachteile Zu teuer „für meine Kasse“. 448€ + Zenitspigel + Rohrschellen bin ich schon bei ca. 639€ und habe noch kein einziges Okular zum durchsehen.

Hi!

Zum 80/600ED ein kleiner Hinweis: Den 80/600ED von Celestron (selbe Optik wie Synta etc, etwas andere Mechanik) gibts mit Rohrschellen, Amici-Prisma (eigentlich für Erdbeobachtung, geht für den Anfang aber auch einwandfrei am Himmel, nur bei hellen Sternen in der Bildmitte soll es Probleme geben) und einem 20-mm-Plössl, das an dem Gerät schöne Bilder liefert, gibt's für 430,- Euro.

Ich hab das Gerät selber. Mein Eindruck:
Planetenkiller ist er keiner, da bei 100-150facher Vergrößerung Schluß ist. Die Bildqualität läßt aber keine Wünsche offen, Farbsäume haben mich noch keine gestört.

Die Taukappe ist aufgeschraubt, was ihn relativ lang macht, aber er paßt trotzdem samt Koffer mit allem Zubehör problemlos quer in einen Kleinwagenkofferraum.

Sinnvolles Zubehör wären ein 2"-Zenitspiegel (50-150 Euro) und ein Okular wie das 42mm-TS-WA als 2"-Übersichtsokular (69 Euro) sowie eventuell ein UHC-S-Filter von Baader - ich hab den an dem Gerät in der Stadt mal am Ringnebel ausprobiert, hat einiges gebracht, ohne das Bild zusehr abzudunkeln. Dann noch irgendein kürzerbrennweitiges Okular um die 10-15mm, Sonnenfilterfolie und vielleicht ein Leuchtpunktsucher, dann ist eigentlich alles abgedeckt.

Ich hab das Gerät auch als Reiseteleskop gekauft und betreibe es entweder auf Fotostativ mit besserem Videoneiger oder auf der Vixen Porta. Ist ruckzuck aufgebaut (<5 Minuten, einnorden entfällt bei mir ja) und für mich das ideale Teleskop (wobei ich die großen Geräte auf der örtlichen Sternwarte nutze und dementsprechend nichts größeres selber brauche).
Transportaufwand: Ein Koffer mit Scope und Zubehör, Stativ mit Aufsatz.

Die Konbi mit der GT-Montierung einen Punkt tiefer auf der Celestronseite haben wir auf der Sternwarte als mobiles Gerät angeschafft. Das Goto funktioniert überraschend gut, nur das Stativ ist suboptimal. Das 3,6mm-Okular hab ich noch nie getestet, aber das Set sprengt deinen Rahmen ja eh :)

Noch ein Vorteil ist das große Gesichtsfeld - bei etwa 15facher Minimalvergrößerung ist man fast schon im Bereich von einem Sucher, dadurch lassen sich viele Ziele gut finden.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Dan,
ein alter Hase bin ich auch nicht, hier aber meine Ideen dazu:

Also das Thema Auskühlung würde ich beim SKM127 nicht zu hoch anhängen, da braucht ein 80er ED genauso lange. Es geht einfach darum, die Luft im Tubus und die optischen Elemente auf Umgebungstemperatur zu bringen. Gib dem Scope bei nach oben weisendem geöffneten OAZ 15min. Zeit, dann sollte das passen. Du kannst aber auch gleich anfangen mit beobachten, man geht ja nicht gleich in die Hochvergrößerung (und nur da stören die Luftturbulenzen wirklich).

Durch die größere Öffnung hat der MAK eine höhere Auflösung (1.09") als der 80er ED (1.73"), was dazu führt, das Du später in die sog. leere Vergrößerung kommst (keine weiteren Details trotz höherer Vergrösserung).
Mit dem 5 Zöller MAK solltest Du gut an die Maximalvergrößerung (ca. 220 wg. AP, 7mm Okular) gehen können, ohne daß Dir das Seeing Streiche spielt. Schlechte Nächte gibts natürlich immer mal...

Bedenke, daß so ein MAK aber aufgrund seiner langen Brennweite ein relativ kleines Gesichtsfeld hat. Richtige "Übersichtsbeobachtungen" werden damit schwierig und die Planeten halten sich in den nächsten Jahren recht versteckt.

Wenn ich mir Deine Beobachtungswünsche oben ansehe, bin ich mir nicht ganz sicher.
Einerseits der MAK:
+ liefert der kleinere AP's, was in der Stadt ganz nützlich sein kann (dunklerer Himmelshintergrund)
+ kann höher vergrößern, was in der Stadt aber durch das lokale Seeing verhindert werden dürfte
+ leichter zu montieren

Andererseits der ED:
+ schönes großes Gesichtsfeld
+ dank ED auch hier hohe Vergrößerungen möglich (z.B. Mond)
- am Planeten fehlt Öffnung

Ich denke, Du kommst nicht drum herum, Dir die Geräte (o.ä.) mal live anzusehen und am Nachthimmel zu vergleichen. Sonst bleibt am Ende immer die Unsicherheit "...hätte mir das andere jetzt mehr/besser gezeigt...".

Ich persönlich würde zum ED greifen, gibts ab und an auch gebraucht (wg. dem Budget).
Nimm den mal unter dunklen Himmel mit und surfe mit einem 2" 30er Weitwinkelokular durch die Milchstrasse.

 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Moin Martin!

> hättest als TALianer ja auch meinen 75R-Vorschlag unterstützen können

Das Thema hatten wir doch schon mal im TAL-Forum: Ich stand selbst vor der Entscheidung "75R oder 80M"... - Bei mir ist es dann der 80M geworden, eben weil diese Optik für die Hälfte des 75R-Preises zu bekommen war.
Naja, was soll's?! Im Endeffekt habe ich den Vixen auch wieder weggegeben, weil der mir andauernd die Monti für meinen 102M blockiert hat. ;)
(Nein, ist 'ne Ausrede - ich brauchte die Kohle für meine GP. :cool: )

 
Hi Dan,
es gibt für 3 Kandidaten pro und contras, abwägen mußt Du letztlich.
Der 80m ist preiswert zu bekommen und gut.
Der Travelmak 127 macht am Planeten viel Spaß, kann aber kein Großfeld und muß auskühlen, nach meiner Erfahrung deutlich.
Der ED ist universell verwendbar aber "teuer".
Auch aus Urlaubsgedanken würde ich wohl den 80m ED nehmen.
Aber schau Dir die Geräte mal unterm Himmel an...
CS
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hallo an Alle!

Nochmal vielen Dank für Eure Hilfe!

Ich habe Eure Postings gelsen und auch nochmal meine Literatur zu rate gezogen.


Ich habe mich nun für einen ED80 entschieden!
Da er ja eigentlich über meine "Kasse" ging, verkaufe ich noch ein anderen seid fast 2 Jahren ungenutzten Hobbygegenstand und komme so nun an das Geld.

Genügend 80 EDs gibt es ja.

Ich habe mich für diesen entschieden:

Vixen ED80Sf

http://www.vixen-europe.com/htm/teleskope/refraktoren/ed81s_gpd2.htm
Öffnung / Brennweite 80 mm / 600 mm
Sucher / Zubehör 9x50 / Klappspiegel
Rohrschellen 100 mm, m. Montageplatte
Tubuslänge / Gewicht 570 mm / 3,4 kg
Al-Transportkoffer im Lieferumfang enthalten

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Vixen/Instrumente/ED80u100/ED80SfOTA.jpg


Ich denke dafür sollte meine Skyview stabil genug sein.

Nun stellt sich mir noch die Frage nach den richtigen Okularen.

MFG Dan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hallo Miteinander,
seit ca. 16 Tagen stand ja mein Entschluss ziemlich fest.

Doch nun bin ich kurz vorm bestellen doch wieder verunsichert worden:

Celestron C-6 Schmidt Cassegrain
Öffnung 152mm - Brennweite 1500mm

Link zur Grafik: http://www.astroshop.de/images/thb_300/007/936.jpg

Siehe:
http://www.teleskop-service.de/Celestronseiten/TeleskopeKlassik/celestronteleskope.htm#C6

Sehr kleines leichtes Gerät. Sogar kleiner als das ED80SF.
Mit der vielfach höheren Lichtausbeute:
ED80 Lichtsammelvermögen 131x
C-6 Lichtsammelvermögen 463x

Auf jedenfall lassen sich auch damit höhere Vergrößerungen erziehlen.

Aber ich denke die werde ich bei meinem Standort eh nicht nutzen können, oder?
Desweiteren störrt mich die Auskühlzeit.

Naja oder ich habe halt schon was für mein 2. Teleskop und bleibe doch erst bei dem ED80.


MFG Dan



 
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Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hi!

Was mich als Weitfeld- und Refraktor-Freund beim C6 stören würde, ist die hohe Brennweite und das kleinere Gesichtsfeld - die Brennweite ist jedoch gut für höhere Vergrößerungen, was beim Planetengucken wiederum nützlich ist. Allerdings steigen damit auch die Ansprüche an die Montierung.
Nachteil vom SCT gegenüber dem Refraktor ist, dass er gelegentlich kollimiert werden sollte, was aber auch kein Problem ist. Es gibt nur drei Schrauben, und ich hab das schon öfters gemacht. Im Idealfall dauert das keine fünf Minuten.

Aus eigener Erfahrung kenne ich C8 und C14, beides feine Teleskope, und einen 15-Zentimeter-Refraktor. Letzterer ist ein feines Gerät, aber keine Deep-Sky-Kanone.

Daher würde ich eher dazu raten, jetzt den absolut pflegeleichten, kleinen ED-Refraktor zu kaufen, der auch in Zukunft als kleines Reise- und Weitfeldteleskop dienen kann, und als potentielles Zweit-Teleskop mindestens einen 8-Zöller anzustreben, egal ob SCT (ich mag die Dinger) oder Newton auf solider Montierung. Acht Zoll sind die Grenze, ab der Deep-Sky-Objekte einiges mehr zeigen.

In der Mai-Ausgabe von Astronomie Heute wurde das C6 getestet und als annähernd Allround-Teleskop gewertet, mit sehr guter Vergütung und in dieser Öffnungs- und Brennweitenklasse ohne Konkurrenz. Die Auskühlzeit ist kürzer als bei einem ähnlich großen Maksutov. Zwei-Zoll-Zubehör macht in der Regel aber keinen Sinn an dem Gerät.

Fazit: Wenn die Montierung das Teleskop ohne zu mucken trägt, ist es auch keine schlechte Wahl und zeigt mehr Details als der kleine Refraktor, Objekte suchen wird aber etwas schwerer wegen dem kleineren Gesichtsfeld (dafür sind sie dann besser zu sehen). Mit dem Gedanken "Sparen auf ein Zweit-Teleskop" würde ich eher eher den Refraktor und gute Okulare kaufen und als Lichtsammler dann etwas ab 8" kaufen, den vielbeschrieenen Dobson vielleicht. (Kleine Bemerkung: Ich hab mir nach knapp 15 Jahren Astronomie den 80ED als erstes Teleskop gekauft und greif sonst auf die großen Teleskope vom Verein zurück - von daher tendiere ich natürlich zum kleinen Refraktor. Nur als Warnung.)

Jetzt hab ich wahrscheinlich für mehr Verwirrung als Klärung gesorgt, 'tschuldigung...

Gruß,
Alex
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hallo Alex ,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Um das schonmal vorwegzunehmen: Nein Du hast nicht für mehr verwirrung gesorgt.

Wie gesagt kurz vor dem bestellen bin ich einfach nochmal rappelig geworden, da ich viel mehr Geld ausgebe als ich anfangs wollte.

Das C6 ist ja leichter als eine MAK, denke das müsste mit meiner Skyview noch gut gehen.

Ja ich denke genauso werde ich vorgehen:
Daher würde ich eher dazu raten, jetzt den absolut pflegeleichten, kleinen ED-Refraktor zu kaufen, der auch in Zukunft als kleines Reise- und Weitfeldteleskop dienen kann, und als potentielles Zweit-Teleskop mindestens einen 8-Zöller anzustreben, egal ob SCT (ich mag die Dinger) oder Newton auf solider Montierung. Acht Zoll sind die Grenze, ab der Deep-Sky-Objekte einiges mehr zeigen.
Denn ich weiß ja, das ich wohl "seh(n) sucht nach Deep-Sky-Objekten bekommen werde. Mit meinem 80mm kann ich was das angeht halt nicht viel ausrichten.
Wenn ich freude und Zeit finde, kann ich mir sehr gut vorstellen ein weiteres anzuschaffen, aber ersteinmal ein Schritt vor dem anderen.


Das die Auskühlzeit beim C6 geringer ist als bei einem Baugleichen MAK finde ich interessant und ist gut zu wissen.

Also ich bleibe bei dem ED80, auch wenn es ein teurer einstieg wird. Danke nochmal an alle!


MFG Dan
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hi Dan,

Also, wenns denn der 80er wird und Du mal die Möglichkeit hast, den mal unter richtig dunklen Himmel zu bekommen ... da geht auch DeepSky-mässig was. Der Himmel ist es in erster Linie...

und nun .. noch etwas Geduld!! Denn es könnte DEIN Geld sein. Du wohnst in Essen und weisst ja, das Hattingen nicht weit entfernt ist. Und am 24.11 (Sonnabend) ist dort der HATT (der "kleine" ATT). Dort kannst Du mit nem kleinen bischen Glück z.B. den anvisierten ED 80/600 für günstiges Geld bekommen. Und auch die anwesenden Händler haben häufig Messeangebote, wenns dann doch ein Neugerät sein soll.
Oder .. hier und inm blauen Forum gucken: Gebraucht heisst i.d.R nahezu genauso gut wie neu. Und letztens ging hier ein sehr gut erhaltener 80/600er ED für 250€ übern Tisch ...

Greetz Hannes
 
Re: Die Auswahl des 1. Teleskops (Keine leichte Sa

Hallo Dan,

noch mal meine Meinung zum SC:

Das SC hat eine Abschattung bei einem Öffnungsverhältnis von f10,0 von nahezu 35%.
Das ist nicht unbedingt optimal, was den Kontrast bei Nebeln oder auch Planeten anbelangt. Da ich selbst ein 12" SC mein Eigen nenne, kenne ich den Unterschied zu einem nicht obstruierten Gerät und würde Dir daher davon abraten. Selbst ein Newton hat bestenfalls/Schlechtestenfalls 25% und ist damit brillanter in der Abbildung. Und der kleine Vorteil des Refraktors liegt in garkeiner Abschattung.

Zudem hat das SC eine enorme Brennweite, was es aus den genannten Gründen aber noch lange nicht zu einem Planetengerät macht.

Mir der Auskühlzeit würde ich mich aber nicht unbedingt lange beschäftigen. Jedes Teil, gleich welcher Bauart, ist schnell rausgestellt, und wenn es dann nicht klappt, holt man es eben wieder rein.

CS
Winfried
 
Hallo Dan,

was Stefen da gefunden hat ist gut. Schlag zu, das ist eine gute Gelegenheit für ein sehr gutes Gerät!

CS
Winfried
 
Klasse,
vielen Dank für den Hinweis!

MFG Dan
 
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