DIE EINSTEIGERALTELESKOP(ALTERNATIVEN)

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sega

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Hallo Sternfreunde,

ausgehend von diesem (für mich persönlich) SEHR interessantem thread möcht ich hier mal, was die Fragestellung betrifft Sven zitieren:

Daher abschließend nochmal mein Hinweis: Ich sehe nicht, dass die Sternfreunde im Forum ihre Beratung großartig überdenken müssten. Vielmehr sollte anstelle einer solchen, recht merkwürdigen, Diskussion die konstruktive Kritik in Form von genial guten Alternativvorschlägen stattfinden!
Also los, Kritiker, überrascht uns alle mal mit DEM neuen Konzept für das Einsteigerteleskop nebst Zubehör bis 150, 300, 500 Euro!
Ich fände es wirklich interessant, hier jetzt - sagen wir mal wirklich in der Auflistung € 150/300/500 - die interessantesten Alternativen zu hören, muß ja nicht immer in gegenseitige Systemkritisierung abdriften (wovon ein Forum ja aber auch lebt). Hier gehts wirklich um die Auflistung mit eventueller kurzer Begründung.

Sagen wir neben der Kohle gibt es folgende Ausgangspunkte:

* Das Treffen mit Spechtlern in der Umgebung wurde schon empfohlen, Karkoschka & Sternkarte ebenfalls empfohlen/vorhanden.
* Natürlich will er/sie v.A. Deep Sky <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> , wobei ich hier vorsichtig wäre, mir scheint, die Planeten werden für viele (für mich auch) erst mit der Zeit interessant.
* Fotografie lassen wir mal beiseite.
* Das ganze soll transportabel bleiben (vielleicht 8" Dob als Grenze?).
* Ausgangspunkt ein "schlechter" 4,5-5,00mag Stadt(rand)himmel.
* Okulare sollten zumindest 2-3 vernünftige Abstufungen dabei sein.
* Gehen wir auch davon aus, daß das Teil erst mal einfach funktionieren soll (ich meine damit, wir haben nicht den Abenteurer vor uns, der sich gleich an sein neues Spielzeug wagt).
* Die Messierobjekte reichen mal für den Anfang, muß nicht gleich den ganzen NGC-Katalog zeigen.

So. Wars das mit den Angaben, oder hab ich noch was vergessen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Ich würd mich auf spannende Vorschläge und Diskussion freuen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

Grüße und klarer Himmel
Sebastian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sebastian,

ich versuche mal den Anfang zu machen, würde aber ergänzen, dass Neukauf und wenig Bastelmöglichkeit vorausgesetzt werden ...

bis 150 Euro: Lidlskop
bis 300 Euro: 114 / 900 Newton auf EQ3 artiger Montierung.
bis 500 Euro: 8 f/6 Dobson

dabei gehe ich davon aus, dass die Beipack Okulare schon teilweise gegen bessere ausgetauscht werden, dann werden aus den 50 Euro Startpreis beim Lidl ruckzuck die anvisierten 150, bei den zwei anderen Vorschlägen sehe ich das ähnlich

bin auf die anderen Beiträge gespannt

viele grüße Aebby

P.S. das wäre meine Essenz aus vielen gelesenen Threads
 
Hi Aebby,
bzgl. Neukauf und wenig Basteln seh ich genauso (das meinte ich mit, wir hätten keinen Abenteuerer vor uns).

Ich verlink jetzt mal gleich Deine Ergebnisse (ganz grob via ebay, damit wir nicht gleich einen Händlerwerbethread lostreten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" /> )

€ 150

€ 300

€ 500

Liebe Grüße
Seb

PS: Verzetteln wir uns, wenn wir gleich ausführlicher auf die Okulare eingehen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mhm, okay, macht Sinn. Manche Dosen kann man halt gleich in den Müll kippen, Beispiel 4mm bei Bresser 76/700...

Hauptsache, wir bleiben wirklich im jeweiligen Rahmen.

grü
seb
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sebastian,
das ist die Frage auf die ich auf der Hp unter Kleinpreisteleskope eingehe. Sven hat da einen ähnlichen Artikel dazu.
Einzig ist hier zu sagen, das ich auch die Teleskoppreise abstelle und das Zubehör außen vor lasse.
So aus dem bauch meine ich , das man an Zubehör getrost den Teleskoppreis nochmal erneut zahlen muß um eine gut brauchbare Startkonfiguration zu haben.
CS
 
Hi Sebastian,
ich wollte die Diskussion hier uach nicht abbrechen. Ich bin auch gespannt, ob und wenn ja, was denn noch so kommt.
Wenngleich ich befürchte, das nichts wesentlich anderes kommt. Es gibt zwar viele Telekope im Einsteigersektor, aber unterm Strich sind es weit weniger als es scheint. Dafür gibt es halt viele Geräte unter mehreren Namen. Leider aber auch viele mit geringer Eignung fürs Hobby.
CS
 
Hallo Sternfreunde,

das ideale Einsteigerinstrument - wenn jemand mehr oder weniger bei Null anfängt - ist M.E. ein 40-50mm Fernglas.

Ideal für den Anfänger,
-weil genial einfach in der Handhabung
-weil es zum näheren Kennenlernen des Sternenhimmels M.E. nichts besseres gibt
-weil einfach zu transportieren
-weil sich recht einfach die ersten Erfolge einstellen
-weil es auch später noch als Aufsuchhilfe beim Starhopping mit dem Teleskop sehr nützlich ist. Im genannten Preisrahmen kann die Anschaffung eines Fernglases eigentlich kein Fehler sein, es gibt hier schon recht brauchbare Gläser.

Liebe Grüße
Shorty
 
Hi shorty,

ich dachte bei bis 300,00 auch an FG + Liegestuhl <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

lg
Sebastian
 
Hallo Shorty,

da wäre ich etwas vorsichtig.

Wenn jemand ein Teleskop möchte will er ja vergrößern und sozusagen in die Tiefen des Weltalls vordringen. Ich sehe das Problem beim Fernglas einfach darin, dass man ausser ein paar grauen Flecken nix sieht - von einigen ausgeprochenen Fernglasobjekten abgesehen.

Ich würde einem Anfänger immer die größtmögliche Öffnung empfehlen, die sich bei vorgegebenem Budget vernünftig montieren, transportieren und mit brauchbaren Okularen ausstatten läßt. Die Optikqualität muß natürlich ausreichend sein.

Was mich immer wundert: Warum empfiehlt eigentlich kaum jemand den Skywatcher 130/900-Newton? Mit einer stabileren Montierung als der eq2 (ich denke an die eq3, die rechnerisch für nen Aufpreis von 60EUR zu haben wäre) und 2-3 zusätzlichen Superplössls hätte man eine 5"-_Komplett_lösung für ca. 300EUR parallaktisch montiert ohne f/5-Problematik.

Nachteile sind dann eben kleinere Gesichtsfelder und begrenzte optische Leistung wegen des Kugelspiegels. Aber es soll ja ein Einsteigerteleskop sein, und ob der den Kugelspiegel so sehr merkt?

Nun kenne ich das Gerät nicht, vielleicht gibts ja andere Probleme damit.

CS

Klaus
 
Moin Shorty!

Ein FG mag ja immer sinnvoll sei, aber wenn ich die üblichen Anfragen so lese, dann wollen die wenigsten sowas und lieber gleich mit Teleskop loslegen. Viele haben ja auch schon ein FG im Haushalt, da reicht sowieso locker für die allerersten Schritte.
Ich bin selbst vor fast 30 Jahren gleich mit einem 114/900er Quelle-Newton, Himmelsjahr und drehbarer Sternkarte angefangen. Das halte ich heute immer noch für einen sehr sinnvollen Einstieg. Die Geräte, die damals viele hundert DM gekostet haben, sind heute schon mit brauchbarer Ausrüstung für 130 Euro neu zu bekommen.

Viele Anfänger schlagen leider zu schnell bei Neugeräten zu (eBay!) und vergessen völlig den Gebrauchtmarkt (nicht: eBay! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ). Wenn man sich erstmal etwas (!) über einen sinnvollen Einstieg informiert hat, dann sollte man wirklich den Gebrauchtkauf ins Auge fassen. Das spart eine Menge Geld und kann eventuell gleich zu "mehr Teleskop" führen.

Die wenigsten können heute noch basteln und haben überhaupt Ideen für den Selbstbau. Das wird eher fix und fertig gekauft und gut is'... - Hätte es vor 30 Jahren einen 150/750er Newton OTA neu für 150 Euro (um 300 DM) gegeben, was glaubt ihr, was da los gewesen wäre...?! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Den hätte man sich auf irgendetwas draufgeschnallt und wäre der König der Stadt gewesen, aber hallo! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />

Nur mal als Tip, daß man auch mit wenig Geld an größere Optiken kommen kann - für meine letzten OTA-Newtons (alle tip-top) habe ich folgendes bezahlt: Celestron 200/1000 mit Schellen und 8x50-Sucher 195 Euro (neu), Skywatcher 200/1000 (gebraucht im Neuzustand, mit Schellen, 8x50-Sucher und Prismenschiene) 150 Euro, Galileo 120/1000 (komplett, gebraucht) 35 Euro, Skywatcher 150/750 (Ausstellungsstück, Schellen und LP-Sucher) 111 Euro... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> - Die Liste läßt sich noch erweitern - soviel zum Thema "200-Euro-Teleskop". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Moin Klaus!

> Warum empfiehlt eigentlich kaum jemand den Skywatcher 130/900-Newton? Mit einer stabileren Montierung als der eq2 (ich denke an die eq3, die rechnerisch für nen Aufpreis von 60EUR zu haben wäre) und 2-3 zusätzlichen Superplössls hätte man eine 5"-_Komplett_lösung für ca. 300EUR parallaktisch montiert ohne f/5-Problematik.

Für etwa 300 Euro bekommst Du auch schon den SW-150/750 auf EQ-3, außerdem sind klassische 130/1000 im Angebot (letzterer mit Kugelspiegel, aber etwas mehr Brennweite als der 900er, was etwas günstiger ist - ich meine hier nicht die Katadiopter wie Megastar und Konsorten).
Die f/5-Problematik wird IMO viel zu hoch bewertet. Ich besitze selbst mehrere derartige Optiken, und die sind ohne weiteres mit 60-Euro-Okularen zu benutzen, ohne daß man Augenkrebs bekommt.
 
Moin Micha,

>
Für etwa 300 Euro bekommst Du auch schon den SW-150/750 auf EQ-3,
>
Jupp - aber nur mit 2 Okus.

>
außerdem sind klassische 130/1000 im Angebot (letzterer mit Kugelspiegel, aber etwas mehr Brennweite als der 900er, was etwas günstiger ist - ich meine hier nicht die Katadiopter wie Megastar und Konsorten).
>
Gute Idee, solange die Monti nicht wackelt.

>
Die f/5-Problematik wird IMO viel zu hoch bewertet. Ich besitze selbst mehrere derartige Optiken, und die sind ohne weiteres mit 60-Euro-Okularen zu benutzen, ohne daß man Augenkrebs bekommt.
>
Ja, das ist ein guter Gedanke. F/5 muss man halt schon recht genau justieren, ist bei F/7-F/8 vielleicht anfängerfreundlicher.

CS

Klaus
 
Moin Klaus!

> aber nur mit 2 Okus.

...das ist alles nur Verhandlungssache. Wenn man mit dem Händler nicht feilscht, dann wird das auch nix.

> Gute Idee, solange die Monti nicht wackelt.

...wenn sie mit dem 900er nicht wackelt, dann tut sie das mit dem 1000er auch nicht...

> F/5 muss man halt schon recht genau justieren

Ja, sicher. Aber das ist genauso lösbar wie mit f/8, wenn das Prinzip erstmal bekannt ist. Ich habe übrigens noch keinen Newton per Versand bekommen, der nicht mehr oder weniger dejustiert war. Also: Wer einen Newton hat, der muß sich so oder so mit der Justage beschäftigen, da führt IMO kein Weg dran vorbei. Unsereins mußte es sich ja auch erst aneignen und hatte früher kein WWW zur Verfügung.
 
Hallo zusammen,

ich habe mir schon gedacht, daß mein Vorschlag keinen großen Beifall finden wird.
Klar will der Einsteiger sofort ein Teleskop, möglichst billig versteht sich - aber ist dies wirklich immer der sinnvollste Einstieg ?

"vernünftig montieren"
Bereits hier beginnen die Schwierigkeiten und Fehlkäufe.

"transportieren"
Noch mehr Schwierigkeiten, wenn der Betreffende z.B. Schüler ist u. kein Auto hat.

"Die Optikqualität muß natürlich ausreichend sein"
Das schreibt sich leicht.
Mein Vertrauen in die fernöstliche Teleskopbaukunst ist jedenfalls zwischenzeitlich stark erschüttert. Das gilt insbesondere für den hier genannten Newton 200/1000 von Celestron. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
M.E. sollte der Qualitätsaspekt etwas mehr Beachtung finden, nicht nur die "größtmögliche Öffnung".

Liebe Grüße
Shorty
 
Moin Shorty!

> Mein Vertrauen in die fernöstliche Teleskopbaukunst ist jedenfalls zwischenzeitlich stark erschüttert. Das gilt insbesondere für den hier genannten Newton 200/1000 von Celestron.

Wieso?

> Noch mehr Schwierigkeiten, wenn der Betreffende z.B. Schüler ist u. kein Auto hat.

...das ist kein Problem, das neu ist. Ich kenne einige astrobegeisterte Schüler, die sich und ihren Krempel von den Eltern chauffieren lassen. So schwerwiegend ist das alles nicht. Ich hab' auch kein Auto mehr und komme zurecht.
 
Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo,

vielelicht is'es dem Einen oder Anderen ja ein Ansporn, wenn ich mal zusammenfasse:

0 neue Ideen!

Clear Skies
Sven
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo!
Ich kann auch keine neuen Ideen beitragen, aber eventuell liegt es ja daran, daß die empfohlenen Lösungen einfach die besten sind?
Ich meine, man kann nicht "krampfhaft" versuchen eine Lösung zu verbessern, die eventuell nicht mehr verbessert werden muss.
Vielleicht ist manchmal das Traditionelle doch nicht das Schlechteste!

Sebastian
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

wenn ich mal zusammenfasse:
0 neue Ideen!

Hallo Sven,

ich gewinne dem Thread dennoch etwas positives ab. Die Varianten, die ich genannt hatte, sind so was wie die Essenz der m.E. sehr guten Beratung hier im Forum. Vor einigen Jahren gab es ein "Sterne und Weltraum" Sonderheft über den Einstieg in die Astronomie inkl. ausführlicher Geräteberatung. Lidlskop, 114/900 parallaktisch und 200mm/1200 Dobson tauchten dort ebenfalls auf. Interessanterweise wurden dort aber weitere Geräte empfohlen, von denen hier im Forum sogar eher abgeraten wird. Das ist der Vorteil der Praxisberatung, der hier nochmal deutlich wird.

grüße Aebby
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Aebby, Hallo Sebastian,

ich meine es auch nicht so, dass dieser Thread hier jetzt schlecht wäre. Sondern ich meine, dass die Empfehlungen die gemacht werden ganz gut das abdecken, was mit dem Marktangebot überhaupt möglich ist. Es ist leicht zu sagen "ihr beratet schlecht" und "ihr nennt immer dieselben Teleskope, die keiner will". Aber mal Alternativen aufzuzeigen, um derlei Polemik auf ein begründetes Fundament zu stellen, ist eine ganz andere Aufgabe. Dass dies hier nicht stattfindet enthüllt eigentlich sehr gut, wie viel am Kern der Vorwürfe wirklich dran ist.

Was Zeitschriften angeht, findet man wohl keine, die wirklich absolute Unabhängigkeit auf ihre Fahnen schreiben kann. Aber natürlich gilt das weder für Foren-Betreiber noch kann man von Foren-Teilnehmern behaupten, sie seien stets "neutral".

Es gilt also für den Leser zu Filtern, was er an wirklicher Information bekommt. Ich glaube, das Aussagen zur Leistungsfähigkeit von Teleskopen und Zubehör stets nachvollziehbar sein sollten. Im Falle von Beobachtungen (bei denen der Leser nunmal nicht dabei war) sollten deshalb die beteiligten Gerätschaften genannt werden und die Beobachtungsbedingungen beschrieben sein (soweit für die Beobachtung wesentlich, die Marke der Batterien im Teleskop ist eigentlich egal).

Ich glaube also schon, dass in der Summe hier im Forum eine gute Beratung stattfindet. Wenn die Berater sich uneinig sind, spiegelt das oft nur ihre persönlichen Erfahrungen und auch Lebensumstände wieder. Wer sein Teleskop nicht über eine sondern über 3 Etagen treppeauf und treppab schleppen muss, wird eine ganz andere Vorstellung von einem "noch transportablen Teleskop" haben. Also steckt da im "Streit" der Berater durchaus auch viel Information, oder wie ich in solchen Fällen in Erinnerung an meinen Deutsch-Lehrer und im übertragenen Sinne einfügen möchte: "Das Drama entwickelt sich im Dialog."
Also reden wir miteinander, dann bringen wir die Sache auch zu einem Abschluss.

Clear Skies
Sven
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Ich glaube also schon, dass in der Summe hier im Forum eine gute Beratung stattfindet.

Hallo Sven,

nur dass es klar ist, stimme Dir zu, insbesondere dem zitierten Ausschnitt.

Ergänzend vielleicht noch ... Ich bin gelegentlich über die Anspruchhaltung erstaunt, für wie wenig Geld ein hochwertiges Gerät erwartet wird. Wenn ich in einen Fotoladen gehe und 150 Euro hinlege, bekomme ich eben noch keine SLR <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

viele Grüße Aebby
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Aebby,

mir gings bei der Eröffnung eben nicht darum, völlig unrealistische Wünsche zu erfüllen. Es ist nun einmal so, daß viele nicht über 500,- rauskommen. Was mich bei der Beratung immer wieder erstaunt, ist, daß oft ganz klare Preisvorstellungen gemacht werden, und bei den Antworten dann ganz flockig immer noch mal das Doppelte für Zubehör draufgelegt wird. Natürlich läuft das oft so, aber manche WOLLEN SCHAUEN und KÖNNEN NICHT MEHR bezahlen. Da immer sagen: weitersparen - ist nicht immer die Lösung. Auch die spannensten Interessen können einschlafen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> denke ich und nicht immer ist es dann ganz korrekt zu sagen: dann hätte er/sie sowieso kein Interesse entwickelt.

Also reden wir miteinander, dann bringen wir die Sache auch zu einem Abschluss.

Vielleicht ist es ja wirklich so am idealsten: Lidl, 114/900, 8"Dobs.

Aber ich will damit die Diskussion KEINESFALLS abbrechen, die Hoffnung besteht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> vielleicht kommt ja noch jemand mit Überraschungen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

lg
Sebastian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Sebastian,

sagen wir Mal so

Lidl, 114/900,.....?.....,8" Dobs.

Da fehlt m.E. ganz deutlich etwas und das wurde ja auch schon thematisiert, es ist der 6" F/6 Newton,
der vorhandene 6" F/5 ist eben nur mit Einschränkungen empfehlenswert.
Interessant finde ich, dass dieser 6" F/6 in dem anderen Thread innerhalb von Stunden von
Sternenfreunden virtuell aus vorhandenen Komponenten "zusammengebaut" wurde, einzig ein
6" F/6 Massenfertigungsspiegel fehlt.
Das Gerät wäre aus dem Stand herzustellen und anzubieten, aber auf eine preiswerte
Einsteigervariante werden wir noch länger warten müssen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Das komplette Zubehör kann man in solchen Preisen nicht unterbringen.
Man kann darauf achten, dass gut abbildende Okulare nicht zu teuer werden und das schon
die zwei Beipackokulare passen, das geschieht auch in der Beratung, aber wenn ein
2" O III Filter nun mal am Gerät anwendbar ist und 200 € kostet, dann wird es problematisch.

Ich halte es aber gerade nicht für einen Fehler des Einsteigergerätes, wenn sich der
spätere Zukauf hochwertiger und für die Beobachtung mit wachsenden Kenntnissen gewinnbringender
Ausstattung lohnt.
Diese "Ausbaufähigkeit" macht für mich ein gutes Einsteigerteleskop aus. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Guten Tag!

Letztlich entscheidet doch jeder individuell für sich ganz allein, welches Teleskop er sich kauft. Da spielen am Anfang vor allem die finanzielle Situation und m.E. der Geschmack eine Rolle. Die meisten Beginner schauen sich Hochglanzkataloge in Papier oder im Internet an und haben dann eine Vorstellung, was sie möchten. Das Aussehen und die Tubusfarbe sind da nicht zu vernachlässigende, wichtige Komponenten, denke ich jedenfalls.

Danach informiert man sich ein wenig, z.B. hier im Forum, und möchte eigentlich nur hören, dass die eigene Auswahl ganz gut (oder zumindest nicht total schlecht) ist. Danach greift man zu.

Und der Dobson ist für viele Anfänger erstmal nicht so der Hit, weil er groß wirkt (und damit nicht gut transportabel) und weil er nicht "schön" ausieht. Für viele Anfänger ist "das" typische Teleskop eben immer noch parallaktisch montiert. Deswegen treten auch immer wieder Fälle von "Beratungsresistenz" auf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Und welcher Anfänger möchte denn gerne am Anfang viel Geld ausgeben, wenn man erstmal ins Hobby "reinschnuppern" möchte?


Welche Alternativen hat man also, um sie dem Anfänger zu empfehlen?

1. Der "Einstieger-Refraktor", z.B. Lidl, ED80 oder z.B. andere mit 70, 80 oder 102 mm Öffnung.

2. Der Spiegel, z.B. 114, 130 oder 150mm Öffnung.

3. Der Dobson, am ehesten 200/1200 zur Vermeidung der kritischen Okularproblematik.

Alles - versteht sich - auf einer vernünftigen, stabilen Montierung, die wackelfreies Beobachten möglich macht. Weiterhin etwas Zubehör mit einigermaßen guten/günstigen Okularen, z.B. Plössl´s.

Damit hat man eine parallaktische Linse, einen parallaktischen Spiegel und einen Dobson-Spiegel zur Auswahl und der Anfänger sucht sich dann eben aus, was er möchte. Dabei muss man dann auch nehmen, was der Markt zu bestehenden Preisen bietet.

Weiterhin sollten dem Einsteiger noch Grundlagen vermittelt werden (Achromat, Apochromat, Farbfehler, Öffnung, Kugelspiegel, Okularproblematik , Newtonjustage, Transportabiltät, etc.) und dann dürfte der Einstieg ins Hobby doch einigermaßen glatt verlaufen, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Und wer das alles nicht möchte, kauft sich ein Kaufhausteleskop für 30 Euro, findet damit entweder den Einstieg ins Hobby oder er gewöhnt es sich mangels Qualität wieder ab - solche Fälle wird es auch wieder geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" /> Trotzdem sind wir uns doch im Klaren, dass auch der Anfänger ohne Vorkenntnisse im Kaufhausteleskop "etwas" sieht und selbst damit seinen Spaß haben kann...

Grüße, Nicolai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hi Günther,

ich habe natürlich nicht gemeint, dass mit 500,- alles getan wäre. Ganz klar, es wird noch zugekauft, aber zuallererst will man ja mal nach oben schauen, über Jupitermonde und den Saturn"bauch" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> staunen und in den Messier eintauchen... Da müssen wir doch nicht gleich von Anfang an von einem O III Filter reden, oder?

Diese "Ausbaufähigkeit" macht für mich ein gutes Einsteigerteleskop aus.

Auf jeden Fall.

Der 6/f6 ist ja wieder eine eigene (sehr spannende) Geschichte. Aber für den Anfänger unerreichbar, geht also meiner Meinung nach, am Thema vorbei. Tut sich da eigentlich noch was bei Wolfi? Ich habs ein bißchen aus den Augen verloren.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
Sebastian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Nicolai,

Welche Alternativen hat man also, um sie dem Anfänger zu empfehlen?

1. Der "Einstieger-Refraktor", z.B. Lidl, ED80 oder z.B. andere mit 70, 80 oder 102 mm Öffnung.

2. Der Spiegel, z.B. 114, 130 oder 150mm Öffnung.

3. Der Dobson, am ehesten 200/1200 zur Vermeidung der kritischen Okularproblematik.

Dann sind das wohl die Möglichkeiten, vielleicht liegt die Alternative ja wirklich bei dem von Günther und in einem anderen thread angesprochenen 6" /f6 Newton?

lg
Sebastian
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Hallo Sebastian,

klar sind eigentlich einige altbewährte und auch gute Teleskope dabei die man einem
Einsteiger empfehlen kann, aber diese Lücke ist halt einfach da und könnte leicht
geschlossen werden wenn es nur gewollt wäre.
Man sollte m.E. so lange drauf herumreiten bis irgendeinem Hersteller der kragen platzt und er
das Ding einfach auflegt.
Einen OTA von Orion gibt es ja schon, aber stramme 500 € ohne Monti sind eben nur mal zum
Reinschnuppern (Einsteiger) schon recht heftig und gehen an dieser Zielgruppe weit vorbei.
Ommerhin ein Anfang aber trotzdem bleibt es (nich) bei den ursprünglichen Verdächtigen und da
war es früher auch so ein gewohnheitsmäßiger Satz von mir...

"Den 8" F/6 Dobson kannst Du später parallaktisch montieren und dann auch Langzeitfotografie betreiben."...

Das habe ich mir so ein wenig abgewöhnt, denn das wird weder sonderlich billig (oder nicht
stabil genug) noch wirklich transportabel.
Eine solche riesige Kombi geht also für einen unsortierten Einsteiger m.E. zu weit, auch als
Option in eine ungewisse(!) Zukunft.

In gewisser Weise liegt da der Knackpunkt. Kaum ein Ei8nsteiger weiß was er will und
was wirklich möglich ist.
Kaum ein Einsteiger informiert sich vor einem Kauf so umfassend bei Sternenfreunden
oder auch hier wie es möglich wäre und...das ist ihm/ihr noch nicht Mal zu verdenken.

Also hat der Ansatz seine Berechtigung, die größtmögliche bezahbare und transportierbare Öffung
(da ist nicht nur das Können sondern auch das Wollen sehr entscheidend) an den Start zu
bringen, quasi eine eingebaute Reserve, die Enttäuschungen vorbeugen kann.

CS
*entfernt*
 
Re: Tscha... das spricht wohl für sich...

Halo Günther,
Also hat der Ansatz seine Berechtigung, die größtmögliche bezahbare und transportierbare Öffung
(da ist nicht nur das Können sondern auch das Wollen sehr entscheidend) an den Start zu
bringen, quasi eine eingebaute Reserve, die Enttäuschungen vorbeugen kann.
Meine Rede. Du bringst es auf den Punkt. Genau diesem Standpunkt vertrete ich auch, vorallem in Hinblick auf die Reserven.

Gruß
MD
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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