Die ersten Schritte - wie weitergehen?

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stemuenster

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Hi,

ich bin Stefan, aus Münster.
Beim letzten Astroshop Deal habe ich mal ein Omegon AC70 mitgenommen. Der Junior (8J) zeigte sich nach dem letzten Besuch im Planetarium so begeistert, dass er gern auch selbst in die Sterne schauen wollte. Mit der Befürchtung, dass das Ding nach 3 Wochen in der Ecke steht, habe ich natürlich preislich etwas auf die Bremse gedrückt.
Tja, was passiert: wir hatten mehrere sehr schöne und klare Nächte hier auf dem platten Land, in denen wir perfekt den Mond, Jupiter und auch den Borisov Kometen sehen konnten. Dazu wurden wir noch mit etlichen Sternschnuppen belohnt.
Junior findet's Klasse, aber der, den es richtig erwischt hat - das bin ich.
Mittlerweile sitze ich bei entsprechendem Wetter fast jeden Abend auf unserem Freisitz und schaue "mal eben schnell" in die Sterne. Das kann mal 30 Minuten dauern, mal 2 Stunden.

Ich denke also darüber nach, was man gewinnt, wenn man ein wenig mehr Geld in die Hand nimmt. Um mal eine Zahl zu nennen: 600€ neu oder gebraucht wären für mich ein annehmbarer nächster Schritt.
Worüber ich mir aber auch Gedanken mache: ich will kein riesiges Gerät, das ich erstmal eine halbe Stunde aufbauen und einrichten muss, bevor ich überhaupt was machen kann. Auch die Astrofotografie reizt mich nicht.
Im Endeffekt erwarte ich mir schlicht, dass man ein wenig tiefer ins Weltall schauen kann, das Bild etwas heller und die Stabilität besser ist.

Was wären für diesen Bedarfsfall also geeignete Instrumente, die ich mal ins Auge fassen kann? Ich muss nicht sofort upgraden, sondern kann auch warten, bis auf dem Gebrauchtmarkt das passende Instrument verfügbar wird.

Vielen Dank für eure Unterstützung
Stefan
 
Hallo Stefan, vielleichr wär ja ein 8" Dobson was für dich, besitze den selber.
Bin sehr zufrieden damit, ist auch sehr schnell aufgebaut.
Mit 1200mm brennweite ist der super für kleine Galaxien, Nebeln,... und natürlich auch für planeten.
Mkt dem restlichen budget könntest du dir ja noch bessere Okulare kaufen, um das beste aus dem Teleskop rauszuholen.
Lg Niklas
 
Moin,

was Du sagst schreit quasi nach einem Dobson, da mußt Du nix einrichten, stellst das Teil auf und los geht's. So lange Du Dich am Himmel orientieren lernst (oder das Handy das machen läßt) ist das exakt das was Du suchst. Ich denke ein 8-Zöller wäre da die Liga die da geht.

CS
Jörg

- wie ich sehe, 2 Doofe, 1 Gedanke :y:
 
Hallo Stefan,

Auch ich schlage mich auf die Seite der Dobson-Empfehlungen. 8", vielleicht 10" und gescheite Okulare.

Beste Grüße und allzeit klaren Himmel,

Ralf
 
Hallo Stefan,
mit 600€ bist auf dem Gebrauchtmarkt richtig. Am besten besuchst du eine Verein von Astroamateuren oder eine Volkssternwarte. Dort triffst du viele Menschen, die auch mal in dem Stadium des Hobbies waren. Dort kannst du verschiedene Geräte ausprobieren und oft hat einer der Kollegen auch etwas zu verkaufen. So machst du alles richtig. Auch hier im Forum kannst du gebraucht Schnäppchen machen, allerdings nur mit Selbstabholung und Zahlung in bar nach bei Übergabe. Leider gibt es auch hier inzwischen Betrüger, deshalb nichts mit Versand machen.
Kaufe lieber hohe Qualität gebraucht als mittlere Qualität neu.
CS Harald
 
Hallo Stefan,

erstmal herzlich willkommen im Kreis der Beobachter. Das AC70 habe ich mir gerade mal im Netz angesehen. Mit einem 70 mm f/10 Achromat kann man durchaus schon einiges anstellen, das heisst, viele hunderte Objekte warten noch auf Dich (bzw. auf Euch, wenn das Interesse des Juniors anhält).

Eine Faustregel besagt, dass sich bei größeren Optikdurchmessern ein "Wow-Effekt" dann einstellt, wenn die Öffnung verdoppelt wird, das wäre in Deinem Fall bei einem Teleskop ab 140 mm Optikdurchmesser gegeben. Bei dem angegebenen Budget käme dann durchaus ein neuer 150 mm Spiegel in Dobson-Bauart in Frage, vielleicht sogar ein 200 mm Dobson, sofern für Dich noch gut transportabel.

Das setzt voraus, dass Du mit einem Dobson überhaupt arbeiten möchtest. Das einzige weitere sinnvolle Zubehör wäre unbedingt ein Beobachtungsstuhl mit einstellbarer Sitzhöhe und eine Grundausstattung zur Spiegeljustage (Justierlaser oder besser ein Justierokular).

Ansonsten wirst Du hier aber bestimmt noch andere Meinungen hören.

Viele Grüße
Jürgen
 
Danke soweit. 8" Dobson habe ich verstanden. Da gibt's ja auch einiges. Leider derzeit in der Umgebung nur ein Skywatcher 150p Dobson gebraucht und nichtmal preislich attraktiv.
Ich kann da aber, wie gesagt, warten.

In Hinsicht darauf, dass man gewissermaßen darauf hinarbeitet. Gibt es bestimmte Okulare, die Sinn machen und die mir auch schon jetzt weiterhelfen? Ich hab mir erstmal so ein günstiges Amazon SVBONY Okular in 6mm geholt, da ich 10mm Plössl + 2x Barlow nicht gern mag. Da wird es schon sehr duster. Mit dem 6mm geht das etwas besser.
 
Hallo Stefan,

8" Dobson habe ich verstanden. Da gibt's ja auch einiges. Leider derzeit in der Umgebung nur ein Skywatcher 150p Dobson gebraucht und nichtmal preislich attraktiv.
mal da GSO Dobson Teleskop N 200/1200 DOB
da Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB
oder auch da GSO Dobson Teleskop N 200/1200 DOB Deluxe Version
schaun.
Alle unter 600,-€.
Muss nicht zwingend der Händler sein. Andere Händler sind nicht exorbitant teurer oder günstiger.
 
Danke. Das 150er Skywatcher Dobson ist im Preis etwas runtergekommen. Kann man das in Betracht ziehen, oder sollte es wirklich ein 8“ werden?
 
Na ja,

es gibt den alten Spruch, dass gegen einen Mangel an Öffnung nur eins hilft - mehr Öffnung.

Es "muss" natürlich kein 8-Zöller werden, der 6er ist sicher ein massiver Fortschritt ggü. dem vorhandenen Teleskop. Wie jemand schrieb, wenn Du gebraucht einen 8er kriegen kannst, dazu einen guten, ist der 6er keine Option.

CS
Jörg
 
Hallo Stefan,

Das Dobson kann ich einfach auf den Boden stellen, oder brauche ich noch irgendwas?
kommt drauf an wo Du beobachtest.
Auf dem Balkon muss was drunter, damit Du über die Brüstung kommst. Gilt für so einen 200/1200 Dobson
Für Tischdobson, wie der Name schon sagt, muss auch was drunter, eben ein stabiler Tisch. Außer Du bevorzugst im liegen auf dem Boden zu beobachten ;).
Draußen auf dem Acker sollte er einigermaßen Eben stehen.
 
Vielleicht bissl mehr gedankliche Eigeninitiative..das das Ding einigermaßen stabil stehen sollte ist doch logisch..oder ? Gruß Olaf
So kommt's schon ein wenig dumm rüber. Mir ging es eher um die Höhe. Kann man es auf einen ebenen Terrassenboden stellen und sich bequem davor setzen, oder braucht man - allein wegen einer angenehmen Sitzposition - schon eine Erhöhung. Ich hätte keine Lust so ein Gerät zu kaufen, voller Erwartung auszuprobieren und dann drei Wochen Dauergast beim Chiropraktiker zu sein ;)

Von dem Skywatcher 150p nehme ich nun erstmal Abstand. Ich warte, bis ein schönes 8" Dobson gebraucht erscheint. Habe das Gefühl, dass ich sonst den Kauf bereuen könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist halt beim Newton eines der größten Probleme - je nach Zielregion ist der Einblick immer in unterschiedlichen Höhen. Daran muss man sich gewöhnen und eine sinnvolle Position des Okulars finden. Bei größeren Dobsons wird dann auch gerne eine Trittleiter o.ä. genommen um unterschiedliche Einblickhöhen erreichen zu können. Bei den "Kleinen" ist halt etwas Gymnastik nötig. Ist aber durchaus beherrschbar. Aber ja: Es gibt bei einem Dobson immer "unbequeme" Einblickpositionen. Ob man das persönlich "kann", kann man eigentlich nur ausprobieren. Muss ja nicht am eigenen Dobson sein. Es findet sich sicherlich Jemand in der Nähe der einen mal probieren lässt.
BTW: Mit einem Newton auf einer EQ-Montierung ist es auch nicht besser ;-) Der Einblick ändert halt Höhe und Winkel sehr stark in Abhängigkeit von den anvisierten Koordinaten.

Ciao, Udo
 
Hallo Stefan,
hallo zusammen,

Kann man es auf einen ebenen Terrassenboden stellen und sich bequem davor setzen, oder braucht man - allein wegen einer angenehmen Sitzposition - schon eine Erhöhung.
nun ja, man sollte sich schon a weng über das System Montierung und Teleskop informieren, bevor man, in den meisten Fällen, eine nicht unerhebliche Summe ausgibt.

Wie Udo / @ubit schon schreibt, egal mit welcher Montierung der Einblick eines Newton ändert sich. Ist aber letztendlich auch nachvollziehbar, da sich ja die Erde unter dem Himmel wegdreht und das Teleskop nachfolgen muss, egal ob manuell oder mit GoTo.
Einfach mal zum Himmel hoch schauen und z.B. Jupiter mehrere Stunden verfolgen, dann merkt man mit der Zeit, wie ein Teleskop dem Objekt nachfolgen muss, die berühmte Nachführung.
Teleskope mit hinterem Einblick sind da a weng bequemer, speziell auf Alt/AZ
Eine Sitzgelegenheit mit verstellbarer Höhe hilft da schon.

Wenn es Sesselbeobachtung werden soll, dann geht so was natürlich auch.
Wird Dein Budget aber um einiges sprengen und verlangt reichlich Einarbeitung in Computer, Software, Montierungssteuerung... ... ...

Mein Vorschlag, lies Dich mal in die Systematik der Montierungen und den verschiedenen Teleskopbauformen ein oder nimm den hier schon gemachten Vorschlag auf sich solch(e) ein System "live und in Farbe" anschauen.
Vielleicht dann auch noch mal ein paar grundlegende Überlegungen anstrengen, wie:
- es wird spät Abends und Nachts beobachtet
- im Winter ist es kalt
- im Sommer ist das Beobachtungsfenster recht knapp
- passt das zu meinem privaten und beruflichen Umfeld
... ... ...
 
wahrscheinlich sinnvollste Investition für meinen Dob
ich nutze meinen Dobson zwar nicht, dennoch habe ich einen höhenverstellbaren Bügelstuhl.
Erstens bequemer und zweitens sitzt man ruhiger als man steht.
Als ich letztens mal wieder einen Abstecher in die rein visuelle Beobachtung gemacht habe (sonst fast nur EAA) war das schon sehr angenehm
 
Ich hab mir erstmal so ein günstiges Amazon SVBONY Okular in 6mm geholt, da ich 10mm Plössl + 2x Barlow nicht gern mag. Da wird es schon sehr duster. Mit dem 6mm geht das etwas besser.
Hallo,

Du hast vermutlich die dem Teleskop beiliegende Barlowlinse verwendet. Die taugen bei den Einsteigerteleskopen nicht viel. Man kann sich eine achromatische Barlow kaufen, die insbesondere bei einfachen Okularen (z.B. Plössl) sehr gut funktionieren. Der Preis entspricht etwa einem (einfachen) Okular. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Der Einblick mit z.B. 12mm Plössl und 2x Barlow ist angenehmer als mit 6mm Plössl.

Freundliche Grüße
Christian
 
Von dem Skywatcher 150p nehme ich nun erstmal Abstand. Ich warte, bis ein schönes 8" Dobson gebraucht erscheint. Habe das Gefühl, dass ich sonst den Kauf bereuen könnte.
Hallo,

den Kauf würdest Du wohl nicht bereuen, da Du den Unterschied zu 8 Zoll nicht kennst. Der Vorteil des 6-Zöllers gegenüber dem 8er ist, dass er etwas weniger okularkritisch und justierstabiler ist (anderes Öffnungsverhältnis). Außerdem ist er etwas leichter.

Bei Interesse an dunklen Objekten würde ich auf jeden Fall den 8er bevorzugen. Bei Planeten und Mond kann man mehr Licht auch gut gebrauchen. Aber schlecht ist der 6er bestimmt nicht.

FG
Christian
 
Dumme Frage: Warum habe ich in der Mitte der Abdeckung noch eine zweite Abdeckung? Beim Beobachten sehe ich keinen Unterschied, ob ich nur die mittlere Abdeckung abnehme, oder die Große?
IMG_0903.jpeg
 
Moin,

möglicherweise um für Sonnenbeobachtung die Öffnung zu reduzieren um mit einem kleineren Sonnenfilter auszukommen.

CS
Jörg
 
möglicherweise um für Sonnenbeobachtung die Öffnung zu reduzieren um mit einem kleineren Sonnenfilter auszukommen.
Das könnte man auch machen. Oder man reduziert bei schnellen FH-Optiken auf diese Weise den Farbfehler.

Der eigentliche Grund soll die Reduzierung des einfallenden Lichts sein, um das Zerplatzen eines Okular-Sonnenfilters zu vermeiden. Trotzdem bleibt ein Risiko. Ein weiterer Grund könnte sein, dass im Worst-Case-Fall (Zerplatzen des Filters) der Augenschaden geringer ist. :rolleyes:

FG
Christian
 
Dumme Frage: Warum habe ich in der Mitte der Abdeckung noch eine zweite Abdeckung? Beim Beobachten sehe ich keinen Unterschied, ob ich nur die mittlere Abdeckung abnehme, oder die Große?
Hi,

der Deckel hat einen Durchmesser von etwa 45 mm. Das Bild sollte dann deutlich dunkler sein als mit voller Öffnung. Ich kenne die Brennweite nicht. Der Farbfehler (z.B. am Mond) sollte deutlich geringer sein bzw. kaum noch sichtbar. Das kannst Du mal ausprobieren.

Sonnenbeobachtung mit Okularfilter ist trotz reduzierter Öffnung gefährlich. Nicht machen!

FG
Christian
 
Oder man reduziert bei schnellen FH-Optiken auf diese Weise den Farbfehler.
so habe ich das auch irgendwo gelesen (Buch).
Mal ne schnelle einfache theoretische Rechnung:
- 6" (150mm) abblenden auf 5" (127mm) bei gleicher Brennweite von, sagen wir, 1000mm
1000/150 = ca. f/6
1000/127 = ca. f/8
das macht sich schon a weng bemerkbar bei einem Refraktor FH.

Jep, Versuch macht kluch ;).
 
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