Die Fernglas-Findung hat begonnen

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ToSto64

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Im Februar gestatte nun endlich das Wetter wieder klarere Blicke auf den nächtlichen Himmel.
Um unserer Auswahlfindung im Bereich der Ferngläser endlich näher zu kommen, haben wir uns einige interessante Optiken ausgeliehen, um sie für unsere Bedürfnisse zu testen.

Im Bereich 10 fache Vergrösserung:

Zeiss Victory HT 10 x 54
Leica Ultravid 10 x 50 HD
Zeiss Victory SF 10 x 42
Swarovski EL 10 x 42 W
Leica Trinovid 10 x 32 HD

Im Bereich 12 fache Vergrösserung:

Leica Ultravid HD 12 x 50
Nikon Monarch M5 12 x 42


Was die technischen Feinheiten, die messtechnischen Details und die lichtphysikalischen Eigenschaften betrifft, gibt es Experten, die sich da sicher sehr gut auskennen. Ich habe nur unsere Eindrücke und Beobachtungserfahrungen hier zusammengefasst.
Beginnen werde ich heute mit dem Zeiss Victory HT 10x54. Es werden dann Step by Step die anderen folgen.

Zeiss Victory HT 10 x 54

Beim ersten Blick durch dieses FG waren wir von der Optik schon sehr angetan. Die Auflösung und die Lichtstärke sind im Vergleich zu unserem Steiner Skyhawk 3.0 in einer anderen Dimension. Auch die Mechanik und das Design lassen den Unterschied deutlich werden. Wo wir dachten, dass das Fokussierrad des Steiner eigentlich sehr gut zu bedienen ist, mussten wir beim Drehen am Victory doch einen Klassenunterschied feststellen. Dieses geht butterweich und bleibt trotz schneller Bewegungen und immer wieder Ablegen und Aufnehmen exakt eingestellt. Wir mussten es nie nachjustieren. Das Verstellen der Brücke ist präzise straff. Auch hier bleibt nach Ablegen und wieder Aufnehmen alles perfekt eingestellt. Beim Steiner verstellt sich die relativ leichtgängige Brücke beim Ablegen und wieder Aufnehmen doch minimal.
Die Dioptrineinstellung beim Victory ist ziemlich schwergängig, störte uns aber nicht weiter, da, wenn einmal eingestellt, diese nicht wieder verstellt werden muss. Ich selbst benötige sie nur, wenn ich ohne Brille beobachte, da ich jeweils +5.25 habe und das Zeiss bis maximal +/-3 ausgleicht. Bei Daniela sieht es schon anders aus, da sie auf dem linken Auge wegen einer Hornhautverkrümmung nur ca. 35 Prozent Sehkraft besitzt. Das rechte Auge mit gut 90 Prozent muss da alles auffangen. Sie konnte bei +3 Dioptrin (Speziallinse im Auge) die besten Sehresultate erzielen. Mit Brille kam sie überhaupt nicht zurecht und hatte ständig Schatten im GF.
Allerdings war dies bei allen anderen FG auch der Fall. Am besten funktionierte es noch mit den beiden Leica Ultravid FG.
Das zentrale GF von gut 50-60 Prozent waren im Victory HT super scharf und hell. Der Kontrast und die Tiefenschärfe perfekt. Vor allem bei tief stehender Sonne wirkte das Bild fast wie 3D.
Bei Naturbeobachtung am Tag waren wir sehr angetan von den satten aber trotzdem sehr strukturierten und abgestuften Güntönen. In den äusseren 30 Prozent GF nahm jedoch dieser klare Kontrast ab und zeigte eher matte Grüntöne.
Das Beobachten des Fluges eines Roten Milans vor blauem Himmel ist ein Genuss. Auch in der Bewegung hatte das Victory keine Probleme. Als der Milan dann in der Perspektive tiefer kam und vor den Bergen kreiste, zeigte das Victory diesen messerscharf. Hier spielt die grosse Öffnung von 54mm die Lichtstärke als Trumpf aus. In der Dämmerung nahmen wir dann die beleuchtete Nachtpiste am Pizol von der Gaffia zur Furt ins Visier. Visuelle Entfernung Luftlinie: 21km
Deutlich zu erkennen waren das Pistenfahrzeug, die Gondeln und im Flutlicht die Skifahrer.
Bis hier hat uns das Ergebnis überzeugt.
Nun hatte ich bereits in verschiedenen Reviews gelesen, dass es am Nachthimmel leider nicht so überzeugend wäre. In vier Nächten sollte es uns nun zeigen, ob dem wirklich so ist.

Venus und Jupiter am Abendhimmel geben den Startschuss zu den astronomischen Beobachtungen. Im Zentrum des GF sind beide Planeten super scharf aufgelöst. Die Kugelform der beiden Planeten ist eindeutig erkennbar. Ohne Lichteffekte oder Brechungen an den Planeten (das Skyhawk zeigte Brechnungslinien, vor allem an der Venus) überzeugte es aus unserer Sicht perfekt. Bei Jupiter waren alle vier Galileischen Monde eindeutig erkennbar. An dem Abend standen drei oberhalb von Jupiter und der äusserste Mond Callisto unterhalb. Allerdings spürte Daniela das Gewicht von 1040g beim freien Halt. Aufgestützt und sitzend ging es ihr aber dann ruhig über die Arme.
Dann ging es zum Sternbild Orion und dort zu M42/43. Obwohl das Seeing durch etwas Dunst beeinträchtigt war (lt. MB 4/3 mit zunehmender Nacht 3/3), konnten wir 2 Sterne im oberen Nebel (M43) deutlich sehen. Oberhalb von M43 war die längliche Sternenkette schön zu sehen und eine mit drei Sternen horizontal gegen Westen laufend. Der Nebel war in seiner Struktur grob erkennbar. Vor allem der zum südlichen Horizont auslaufende Schleier war sehr schön zu sehen. Auch der dunkle Nebelschleier zwischen M42 und M43 war diffus sichtbar.
Die Lichtstärke des Victory ist schon beeindruckend. Auch bei anderen Objekten konnten wir das später noch eindrücklich geniessen.
Weiter ging es zu den Plejaden. Funkelnde Diamanten in mitten kosmischer Finsternis. Ja… genauso wollen wir sie durch ein FG sehen. Fast wie mit dem 28mm Meade SWA am 8“.
Vorteil des FG, man kann sie sehr schön im Gesamten überblicken. Wir fanden den Anblick mit dem Victory einfach nur faszinierend. Der Zentralbereich war gestochen scharf und die Sterne waren dort perfekt abgebildet. Aber hier bemerkten wir dann tatsächlich, was in den Reviews angemerkt wurde, dass ab etwa 60 Prozent vom zentralen GF die Sterne unter Aberration litten.
Am Orionnebel fiel uns das gar nicht auf, klar, eine leichte Verzerrung im Randbereich war auch dort feststellbar, doch da wir aufs Zentrum von M42/43 fokussiert waren, störte es uns nicht.

In der zweiten Beobachtungsnacht waren wir unter dunklerem Nachthimmel (Seeing (5/4 und 8-12m/s Jetstream) unterwegs. Ausgerüstet mit zwei Rucksäcken die bepackt mit 4 Ferngläsern waren, einer Kanne Tee und Notizblock, ging es zu Fuss auf den Schellenberg.
Neben M42/43 und M45 standen auf unserer Beobachtungsliste noch M41, M47, M31, M44 und die Hyaden (Mel25). Natürlich waren auch Mars und Uranus vorgesehen. Letzteren habe ich bisher nur mit dem Teleskop gesehen, wobei es auf Grund der Entfernung nicht allzu viel zu sehen gibt, ausser einen leicht grünbläulichen, leuchtenden Punkt.
So starteten wir wieder beim Orion. Wir konnten die beiden Sterne Mizan Batil I und 45 Ori ausmachen und Hatysa war deutlich zu sehen. Dazu ein etwas orangefarbener Stern bei M43.
Der Nebel um das Trapez und die südlichen Nebelfilamente waren jetzt noch deutlicher als bei der ersten Beobachtung vor zwei Tagen vom Balkon. Einige feine Details konnten wir diffus ausmachen.
Mel 25 war dann der zweite Kandidat und dort fiel uns dann diese Aberration doch deutlicher auf, auch auf Grund der grossen Ausdehnung, wo viele Sterne ausserhalb des zentralen GF eine andere Beobachtungswirkung entfalten.
Während es mich am Anfang doch störte, weil natürlich die Reviews sich bestätigten und ich mich darauf konzentrierte, war es für Daniela überhaupt kein Problem. Sie sah diese Verzerrung natürlich auch, aber sie sagte mir, sie schaut ins Zentrum des GF, weil sich dort das für sie interessante Objekt befindet. Um das wirklich störend wahrzunehmen, müsste sie die Augen ja ständig am Rand kreisen lassen, was anstrengend ist und ihr am Ende leichte Kopfschmerzen bereiten würde. Einen Tunnelblick im negativen Sinne konnte sie auch nicht erkennen. Sie empfand das Zentrum sehr angenehm hell und sehr detailliert. Den Unterschied sah sie dann beim Swarovski EL 10x42, wo sie absolut zustimmte, dass das Bild dort extrem flach war und keine Verzerrung zeigte. Nur schaute sie auch mit diesem zu 80% immer ins Zentrum.
Auch ich kann nicht unmittelbar von einem eingeengten Tunnelblick sprechen. Es hat im Zentrum eine extreme Tiefenschärfe und die Objekte wirken sehr plastisch, was ich als sehr spannend empfand. Das dies nur innerhalb der zentralen 60% beim Victory der Fall ist, mag sicher nicht perfekt sein, jedoch bekommt man dafür ein super scharfes, detailreiches und lichtstarkes Bild geliefert. Kompromisse muss man halt eingehen. Grundsätzlich sind Ferngläser ja auch nicht in erster Linie für Astronomie gemacht. Es ist schön, dass man sie dafür nutzen kann und sie auch dort einen hohen Abbildungs-Level erreichen.
Bei den anderen Objekten zeigte das Zeiss Victory im zentralen GF ebenfalls tadellose Ergebnisse. M31 war aus unserer Sicht ein Genuss. Das Zentrum perfekt ausgeleuchtet und zu den äusseren Regionen schön abgestuft. M101 war eindeutig zu sehen. M32 konnten wir nicht ausmachen.
Am Tag testeten wir dann das FG mit Sonnenfilter an der Sonne. Sieben Sonnenflecken konnten wir sehen. Farbsäume gab es auch hier nicht.
Zum Mond können wir nichts sagen, da der gerade nicht den nächtlichen Himmel erleuchtet. Jedoch ist er jetzt wieder auf dem Weg zum Vollmond. Da ich das Victory HT 10x54, das Leica Ultravid 12x50 HD und das Trinovid 10x32 HD noch bis zum kommenden Montag habe, werde ich dies aber noch testen.

Zusammenfassend zum Victory HT 10x54 bleibt zu sagen, ein extrem lichtstarkes FG mit einer sehr kontrastreichen und detaillierten Abbildung im Zentrum des GF (ca. 60%). Die Farben werden sehr neutral wiedergegeben. Spiegelungen und Lichtreflexe konnten wir in keiner Situation feststellen. Bestechend aus unserer Sicht die Tiefenwirkung, die fast einem 3D Effekt nahe kommt. Das hat vor allem Daniela fasziniert. Im Gegensatz zu allen anderen FG hat das Victory HT 10x54 die unterschiedlichen Abstufungen der Grüntöne bei Wiesen am perfektesten wiedergeben. Am Sternenhimmel zeigt es im Zentrum eine aus unserer Sicht perfekte Abbildung, welche aber auf den äusseren 40% des GF abnimmt und die letzten 20% vom Rand starke Verzerrungen der Sterne zeigt. Das stört natürlich bei einem StarWalk. Allerdings kommt es eben auch darauf an, wo man die Prioritäten setzt.
Ohne Brille finden wir das Einblickverhalten besser. Mit Brille war es vor allem in der Dämmerung etwas schwierig. Die Haptik ist sehr gut, aber hier empfanden wir die Leica und das Swarovski angenehmer in der Hand (unabhängig vom Gewicht). Doch reden wir hier von Unterschieden auf einem sehr hohem Niveau. Die Verarbeitung ist tadellos, jedoch stört mich der etwas weniger hochwertig wirkende Kunststoff des FG an der Innenseite. Da bekommen die Leica und das Swarovski einen Punkt mehr.

Hier noch die technischen Daten:

Vergrösserung: 10 x
Durchmesser : 54mm
Austrittspupille: 5.4mm
Dämmerungszahl: 23.2
Sehfeld auf 100m: 110m
Subjektiver Sehwinkel: 63°
Naheinstellgrenze: 3.5m
Dioptrinausgleich: +3/-3
Pupillendistanz: 58 - 76mm
Augenabstand: 16mm
Objektivtyp: FL/HT
Prismensystem: Abbe-König
Funktionstemperatur: -30° - + 63° C
Gewicht: 1050 g

Es folgt das Leica Ultravid 10x50 HD.

CS Daniela und Thomas
 
Hallo Daniela und Thomas,

sehr schöner Bericht, Danke dafür! ;)

Ja die HT's sind auf der Achse schon sehr klar, hell und scharf.
Prinzipiell sind es ja Nachfolger der FL-Serie und richten sich wohl zuerst an die Jägerschaft und da braucht es halt keine besondere Randschärfe sondern Helligkeit und Kontrast.
Diese "Gründominanz" habt ihr gut rausgearbeitet, ich sehe in Zeissferngläsern spätestens seit dem FL auch immer diesen leicht grünlich/gelben Farbton, speziell beim SF finde ich den schon merklich.
Auf diesen Farbbereich ist das menschliche Auge auch besonders empfindlich, dass nutzt Zeiss anscheinend.

Jetzt bin ich mal auf das UV 10x50 gespannt.

Andreas
 
...... vll. die Ergänzung, "in der Dämmerung und bei Nacht (und mit dem Kontrast hat es die HT Serie nicht sooo besonders)"
Am Tage sind die HT´s gegenüber anderen in der Klasse anzutreffenden Gläser im Nachsehen. Eines sicher der besten Konkurrenten zum HT ist das SLC 10x56 von Swarovski, weil es noch andere für ein gutes Bild wichtige Parameter auflegt.
 
2) Leica Ultravid 10x50 HD

Was uns bei den Leicas sofort gefallen hat, war das schlanke und elegante Design. Gegenüber dem Zeiss und dem Swarovski wirkt das Leica einfach zeitlos.
So kann man das auch in 50 Jahren noch bauen.
Was die Haptik betrifft, liegt es sehr angenehm in der Hand. Daniela empfand die Handhabung der Leicas am komfortabelsten. Mit genau 1000 g ist es 50 g leichter als das Victory HT.
Das Fokussierrad hat etwas Spiel. Beim Ultravid 12x50 HD war dies nicht der Fall, woraus wir schliessen, dass dies bei Leica kein technisches Defizit ist. Gestört hat es jetzt auch nicht wirklich.

Nun schauen wir aber mal, was es denn optisch zu bieten hat.

Der erste Blick durchs Glas ging zum anstehenden Sonnenuntergang. Der leicht orange eingefärbte Himmel und die schneebedeckten Berge des Alviermassivs zeigten sich im Ultravid eindrücklich. Bei Tageslicht und Sonne kamen die Farben zwar intensiv, aber nicht übermässig gesättigt. Vor allem die Blau- und die Rottöne waren klar differenziert und sauber wahrzunehmen. Aber auch bei den anderen Farben zeigte das Leica keine Fehler.
Bei den Grüntönen spürte man den warmen Charakter des Ultravid, was durchaus angenehm war, aber es erreichte nicht die Performance des Victory HT in punkto Differenzierung. Primär sind aber Wiesen nicht unsere bevorzugten Beobachtungsobjekte. ;)
Auch hier der Test mit dem Roten Milan und auch hier eine spektakuläre Abbildung im Bewegungsmodus. Wir wechselten öfter zwischen den Victory und dem Ultravid hin und her. Nach einer guten Viertelstunde Beobachtung konnten wir zwischen den beiden FG in Bezug auf die Schärfe, den Kontrast und die Abbildungsqualität keinen Unterschied ausmachen. Nur in der Helligkeit und somit bei der feinsten Detailwiedergabe, hatte natürlich das Victory HT auf Grund der grösseren Öffnung die Nase vorn.
Sowohl am Tag als auch in der Dämmerung zeigt das Ultravid eine hohe Auflösung und perfekte Farben in einem angenehmen Warmton. Es bildet im zentralen GF super scharf ab, erst in den äusseren 20 Prozent konnten wir eine minimale Abnahme der Schärfe registrieren. Die Verzerrung von geraden Linien im äussersten GF war etwas weniger als beim Victory HT.
Streulicht und Lichtreflexe konnten wir nur feststellen, wenn eine Lichtquelle in geringer Entfernung unmittelbar hinter uns war. Das habe ich mit einer Lampe auf dem Balkon etwas provoziert. Allerdings punktete da das Zeiss besser. Es zeigte selbst da keine Reflexe.
Wenn wir mit der Sonne im Rücken beobachteten, war davon aber nichts zu sehen.
Trotz des minimalen Spiels liess sich das Ultravid schnell und präzise fokussieren. Die Dioptrineinstellung funktionierte im Uhrzeigersinn butterweich, entgegen dem Uhrzeigersinn etwas straffer. Auch die Verstellung über die Brücke funktioniert tadellos. Keine Verstellung beim mehrmaligen Ablegen und Aufnehmen.
Zum Augenabstand: Daniela hatte auch hier mit Brille Schwierigkeiten ein sauberes und scharfes Bild einzustellen. Mit ihren Linsen musste sie um ein Dioptrin höher gehen als beim Victory. Dann war das Bild perfekt.
Bei mir zeigte sich das Ultravid sowohl mit als auch ohne Brille recht komfortabel im Einblickverhalten. Ohne Brille war es aber trotzdem angenehmer. Die Auflage der Augenmuscheln fanden wir beide beim Zeiss besser. Das Leica hat relativ weiche Auflagen, was die Stabilität beim längeren Beobachten, da ich mich dann mehr gegen die Augenmuscheln stützte, etwas beeinträchtigte.

Nun war es so weit… ein klarer Sternenhimmel über dem Schellenberg. Es war der selbe Abend wie mit dem Zeiss Victory und somit konnten wir gut vergleichen.
Der erste Blick ging natürlich zur Venus und zum Jupiter.
Venus perfekt, bei Jupiter tat sich das Leica etwas schwerer. Die vier Hauptmonde waren zu erkennen, jedoch nicht so wie beim Victory HT. Bei Jupiter selbst war eine kleine Brechungslinie zu sehen. Egal wie ich fokussierte, ich habe sie einfach nicht weggebracht.
Interessant… beim Ultravid 12x50 hatten wir dieses Problem nicht.
Dann ging es zu Orion. Bei M42/43 spürte man die geringere Lichtstärke gegenüber dem Zeiss. Der Grenznebel zwischen M42 und M43 war mit dem Leica nicht auszumachen. Der zentrale Nebel war etwas dunkler und der Nebelarm welcher gen Süden ausläuft, wirkte etwas verwaschener. Mizan Batil I und 45 Ori waren super scharf und die beiden Sternenketten oberhalb von M43 leuchteten wie kleine Diamanten mit feinen Nadelspitzen.
Es folgten die Hyaden und die Plejaden. Die Plejaden wirkten trotz des warmen Farbtons eisig Blau. Sehr schön anzusehen. Was uns auch auffiel, die Verzerrung zum Rand hin war doch deutlich geringer als beim Victory HT. Während dort bereits ab 60 Prozent ein Abfall der Schärfe und eine Verzerrung zu sehen war, war das beim Ultravid erst ab ca. 80 Prozent.
Dafür bringt das Ultravid im Zentrum nicht diese enorme Tiefenschärfe mit diesem faszinierenden 3D Effekt.
M31 machte auch mit dem Leica Spass, aber da gingen die Punkte doch an das Victory. Der Anblick im Ultravid konnte dem des Victory HT nicht ganz das Wasser reichen.
Bei den Objekten M41, M47 und M44 zeigte das Ultravid scharfe und klare Bilder. Die grössten Sterne in diesen Sternhaufen waren einzeln auszumachen.
Nicht zu vergessen Mars und Uranus. Mars war ebenfalls als ockerfarbenes, kugelförmiges Objekt zu erkennen. Uranus war nur als ein kleiner bläulich schimmernder Punkt mit feiner Nadelspitze zu sehen. Im Zeiss war er mehr grünbläulich.

Es folgte am Tag auch noch die Beobachtung der Sonne. Hier war kein markanter Unterschied zu sehen. Sieben Sonnenflecken zählten wir. Sehr gute und klare Abbildung.

Das Ultravid 10x50 HD von Leica erweist sich als ein sehr ausgeglichenes Fernglas, mit grossem Sichtfeld, einer hohen Transparenz, sehr guter Schärfe und hohem Kontrast über fast das gesamte GF, einer sehr geringen Aberration am Rand (ca. 20 Prozent) und einer neutralen Farbwiedergabe. Es hat einen leichten Warmton. Grüntöne werden nicht ganz so differenziert wiedergegeben wie beim Victory HT. Vom Design her sind die Leicas aus unserer Sicht die schönsten und wirken einfach zeitlos.

Technische Daten

Vergrösserung: 10 fach
Öffnung Objektiv: 50 mm
Sehfeld auf 1000m: 117 m
Augenabstand: 15 mm
Austrittspupille: 5.0
Dioptrinausgleich: +/- 4 mm
Reales Sehfeld: 6.7°
Lichtstärke: 25
Dämmerungszahl: 22.4
Gewicht: 1000 g


CS Daniela und Thomas
 
:y:

Hört sich so an als ob das HT das Spielfeld mit einem knappen Sieg verlässt?!

Ist das Ultravid ein reines HD oder mit +?

Danke für den Bericht, jetzt das SF...:giggle:

Andreas
 
Streulicht und Lichtreflexe konnten wir nur feststellen, wenn eine Lichtquelle in geringer Entfernung unmittelbar hinter uns war.
? ist das Qualitätsmerkmal ? WIe viele andere hier, kenn ich eine Menge Premiumgläser, auch das 10x50HD (stand auch vor einer Wahl aus Gläsern mit diesen Parametern) Andere Größen waren und sind in meinem Besitz - aber Leica Streulichtempfindlich? Was von HINTEN kommt ist fast irrelevant, diese Ursache kann IMMER eliminiert werden. Gegenlicht ist interessant und da hat das Leica generell gegenüber anderen Modellen eindeutig die Nase vorn, vor allem das Noctivid.
Bei Jupiter selbst war eine kleine Brechungslinie zu sehen. Egal wie ich fokussierte, ich habe sie einfach nicht weggebracht.
normal, weil Leicas Disziplin nicht der Nachthimmel ist, Spikes sind fast ausnahmslos in allen Modellen zu erkennen, prismenbedingt.

Das soll selbstklärend deine Wahrnehmung nicht in Frage stellen, jeder nimmt subjektiv Unterschiede wahr, aber die Einordnung der Beobachtungen erscheint mir wichtig.
 
? ist das Qualitätsmerkmal ? WIe viele andere hier, kenn ich eine Menge Premiumgläser, auch das 10x50HD (stand auch vor einer Wahl aus Gläsern mit diesen Parametern) Andere Größen waren und sind in meinem Besitz - aber Leica Streulichtempfindlich? Was von HINTEN kommt ist fast irrelevant, diese Ursache kann IMMER eliminiert werden. Gegenlicht ist interessant und da hat das Leica generell gegenüber anderen Modellen eindeutig die Nase vorn, vor allem das Noctivid.

normal, weil Leicas Disziplin nicht der Nachthimmel ist, Spikes sind fast ausnahmslos in allen Modellen zu erkennen, prismenbedingt.

Das soll selbstklärend deine Wahrnehmung nicht in Frage stellen, jeder nimmt subjektiv Unterschiede wahr, aber die Einordnung der Beobachtungen erscheint mir wichtig.
War von mir ungenau formuliert. Ich habe während Daniela beobachtet hat mit einer LED Taschenlampe von schräg seitlich geleuchtet und dann hat sie das auch während meiner Beobachtung gemacht. Und da gab es Lichtreflexe. Die sind sicher absolut zu vernachlässigen. In der Praxis wäre das, wenn von einem Auto die Scheinwerfer während des Beobachtens direkt seitlich, leicht schräg zurückversetzt, in die Optik leuchten. War beim Zeiss auch, aber weil die Augenmuscheln dort besser anlagen, konnte ich es unterdrücken. Wie gesagt, wird in der Realität keinen Einfluss haben. Hat mit Qualitätsmerkmal nichts zu tun.

normal, weil Leicas Disziplin nicht der Nachthimmel ist, Spikes sind fast ausnahmslos in allen Modellen zu erkennen, prismenbedingt.
Genau, Spikes ist wohl der richtige Ausdruck. Aber hier haben wir es anders wahrgenommen. Beim Swaro EL, Zeiss Victory HT und SF und beim Leica Ultravid 12x50 HD war der Jupiter absolut sauber. Das Nikon und das Trinovid hatten ebenfalls leichte Spikes.
Warum dies so war, kann ich als Laie nur vermuten: Das Ultravid 10x50 HD ist das älteste in unserem Findungsprozess. Herr Thoma (von ihm haben wir mit Ausnahme des Nikon alle FG zum vergleichen bekommen) nutzt dieses wohl am meisten. Er ist Hobby-Ornithologe und Fachhändler für Leica, Swaro , Zeiss und Steiner.
Das Fokussierrad hat ja etwas Spiel und speziell ist dieses FG das mit den meisten (Ab)Nutzungserscheinungen gewesen. Eventuell muss vielleicht auch ein FG ab und zu mal gewartet werden(?).

Wir möchten noch mal darauf hinweisen, dass wir Laien sind und mit Ausnahme des Steiner Skyhawk 3.0, welches wir uns vor zwei Jahren bei Herrn Thoma gekauft haben, bisher keine Erfahrungen in diesem Bereich haben. Die hier gemachten Erfahrungen sind alle rein subjektiv und als Expertise für einen Testvergleich definitiv nicht relevant. Schon beim Beurteilen der FG zwischen Daniela und mir gibt es z.T. völlig unterschiedliche Eindrücke.
Für uns ist es ein spannender Lernprozess, der uns so tiefer in die Materie eindringen lässt und wir teilen diese Erfahrungen gern hier im Forum.

Aber wir werden uns darauf konzentrieren, Unklarheiten bestmöglich zu vermeiden.

CS
 
Wie gesagt, wird in der Realität keinen Einfluss haben. Hat mit Qualitätsmerkmal nichts zu tun
Einfluss hat dieser Umstand schon, denn die Gläser werden ja nicht nur zum Himmel gerichtet. Wenn der Sonnenstand dem des Autoscheinwerfers entspricht, hat der Beobachter bei stationärem Objekt ein Problem. Mit Seitenlichtschutz, welche einige Anbieter im Lieferumfang haben, ist das Problem des Seitenlichtes dann beerdigt.
Kurzweilig reicht aber auch die Handrückeninnenfläche zur Abschottung. Je nach Anatomie der Augenhöhle passen eben die einen Augenmuscheln oder die anderen, so ist das eben - alles sehr individuell.

langer Faden, er erklärt aber einiges.
Es liegt nicht am Mitteltrieb der Ultravids, diese laufen auf Titanachsen in Trockenlagerung, je nach Fernglas aus dem Regal hat das eine mehr und das andere weniger Spiel. Einige haben auch ein marginales, aber spürbares Losbrechmoment bei Drehrichtungswechsel. Mich hat´s nie gestört, weil er ansonsten langlebig und vor allem robust und zuverlässig ist. Mit den HD+ ist eine Modifizierung vorgenommen worden, n.m.E. laufen sie jetzt weicher.

Die hier gemachten Erfahrungen sind alle rein subjektiv und als Expertise für einen Testvergleich definitiv nicht relevant.
müssen sie ja auch nicht, eure Eindrücke sind doch lesenswert und die Mühe und Mitteilung hier in das Forum verdienen doch Anerkennung. Mir geht es nur darum, das eine oder andere Phänomen der Bildgüte richtig einzuordnen. Die von euch auf dem Panel vorgestellten Gläser liegen in der hinsichtlich zu beurteilenden Leistungs-Summenbetrachtung so dicht bei einander.....und dennoch, ich wü(u)sste welches übrig bleibe :)
 
Ein Canon 10x42L IS wäre in diesem Vergleich toll gewesen. Das bildet die Sterne sauberer ab, als mein Swarovski 8x32 EL.
Von den ELs soll das 10x50 optisch das beste sein, so hatte ich zumindest vor mehreren Jahren im Jülich-Forum aufgeschnappt.
Der Bildstabi ist beim Canon freihändig natürlich ein Riesengewinn.
 
Ein Canon 10x42L IS wäre in diesem Vergleich toll gewesen. Das bildet die Sterne sauberer ab, als mein Swarovski 8x32 EL.
Von den ELs soll das 10x50 optisch das beste sein, so hatte ich zumindest vor mehreren Jahren im Jülich-Forum aufgeschnappt.
Der Bildstabi ist beim Canon freihändig natürlich ein Riesengewinn.
Da hast Du sicher Recht. Aber wir können nur die FG probieren, welche über Herrn Thoma verfügbar sind.
Das Nikon haben wir von einem Arbeitskollegen von Daniela bekommen.
Allerdings habe ich von zwei Hobbyastronomen bezüglich der bildstabilisierten FG als Feedback bekommen, dass sie schon top sind, was das ruhige Bild betrifft, auf Grund des Gewichts, aber dass sie mit den FG gleicher Grösse von Swaro, Zeiss und Leica in der Bildqualität nicht mithalten können. Aber wie gesagt, ich kann da nicht mitreden, da ich diese nicht kenne.

Ja, das EL 10 x 50 war auf unserer Wunschliste, jedoch im Moment nicht lieferbar. Er versucht aber noch, ein EL WB 12 x 50 bis April für uns zu organisieren.

CS Thomas
 
Das Canon 10x42L gehört optisch zu den "Erwachsenengläsern", ist wirklich gut. Durch den Bildstabi natürlich klobiger.
 
Ich hab das jetzt mal schnell überflogen - aber meint ihr, dass die Suche nach der bekannten Wollmilchsau, die Eier legen kann erfolgreich sein wird? Sprich, das Glas welches am Tag und bei Nacht und in der Nahdistanz alles kann, gefunden werden kann? Da die genannten Gläser so ziemlich alle im Premium-Preissegment liegen, würde ich für's gleiche Geld lieber drei Spezialisten nehmen:

- das Canon 10x42 am Tag
- das Fujinon FMTSX 10x50 für die Nacht
- das Pentax Papilio 6,5x21 für die Welt ab 0,5m.

csm
 
Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Testberichte, die sicher vielen Leuten bei der Anschaffung eines modernen und leistungsfähigen Fernglases helfen werden.

Nicht erwähnt werden die Preise, die zwar jeder googeln kann, die jedoch z. B. einem kleineren Apochromaten mit Stativ/Montierung entsprechen... :) :(.

2) Leica Ultravid 10x50 HD


Bei den Objekten M41, M47 und M44 zeigte das Ultravid scharfe und klare Bilder. Die grössten Sterne in diesen Sternhaufen waren einzeln auszumachen.
Ich teste seit einigen Tagen verschiedene Porro 50er von CZJ. Das "Ausmachen" von "größten Sternen" in M41, M47 und M44 ist bei Weitem kein Grenzkriterium für ein gutes, teures und modernes Dachkant 50er; das schafft jedes 30er.
Als Grenzkriterium für ein 50er würde ich (bei dunklem Himmel) z. B. die Sichtbarkeit von M66, M65 und NGC 2158 vorschlagen (in allen CZJ 50ern gesehen...).
 
Ich hab das jetzt mal schnell überflogen - aber meint ihr, dass die Suche nach der bekannten Wollmilchsau, die Eier legen kann erfolgreich sein wird? Sprich, das Glas welches am Tag und bei Nacht und in der Nahdistanz alles kann, gefunden werden kann? Da die genannten Gläser so ziemlich alle im Premium-Preissegment liegen, würde ich für's gleiche Geld lieber drei Spezialisten nehmen:

- das Canon 10x42 am Tag
- das Fujinon FMTSX 10x50 für die Nacht
- das Pentax Papilio 6,5x21 für die Welt ab 0,5m.

csm
Also das Fujinon FMTR-SX 10x50 gibt es aktuell. Das andere wird nicht mehr produziert.
Gewicht des FMTR-SX: 1,43 kg :rolleyes:
 
Also das Fujinon FMTR-SX 10x50 gibt es aktuell. Das andere wird nicht mehr produziert.
Gewicht des FMTR-SX: 1,43 kg :rolleyes:
Das Fujinon gummiert wiegt gerade mal die Hälfte des Nikon WX… Dafür hat es Sterne randscharf, und ein Flatfield plus einiges an Zubehör, wie die Filter (weicher als UHC), die drehbaren Seitenlichtaugenmuscheln, sowie den besten L-WInkel den ich kenne zum Montieren. Das ist ja für die Nacht, und nicht zum Wandern.
Ok, zum Wandern ist auch die Stabi-Canone nur bedingt geeignet, aber zumindest wenn es um Detailerkennbarkeit geht, allen hier genannten Gläsern (handgehalten) überlegen, randscharf mit den L-Objektiven.
Das Papilio ist eben ein Nahglas, welches die genannten Gläser der Top-Marken in den Schatten stellt.

csm
 
Nun habe ich beschlossen das Ganze mal etwas zu forcieren und zu komprimieren.
Ohne viel Blume und weit aus zu ufern…


3. Zeiss Victory SF 10x42 und Swarovski EL W 10x42

Das Design der beiden FG wirkt sportlich modern und in der Handhabung haben wir bei beiden nichts auszusetzen. Verarbeitung auf Top-Niveau.
Das Fokussierrad funktioniert bei beiden sehr leichtgängig und präzise. Ein Nachjustieren bei mehrmaligen Wechsel ist unnötig. Von der technischen Umsetzung gefällt uns die Variante der Dioptrineinstellung am Zeiss etwas besser. Andererseits wirkt die Brücke am Zeiss wuchtiger als am Swarovski, was auch am grossen, dafür sehr gut griffigen Fokussierrad liegt.
Die Beschichtung des Tubus am Swarovski wirkt edler und lässt das gesamte FG eleganter erscheinen.
Ergonomisch liegen beide perfekt in der Hand.
790 zu 840 Gramm, da hat das Zeiss gewichtsmässig den Vorteil auf seiner Seite.
Das Zeiss liegt wirklich sehr leicht in der Hand. Durch die kürzere Bauweise des Swarovski - der Längenunterschied liegt bei 13 mm - kam mir dieses aber irgendwie kompakter vor und gefühlsmässig spürte ich den Unterschied von 50g nicht wirklich. Das sah Daniela deutlich anders. Für sie hat das Zeiss in punkto Ergonomie und Gewicht zwei Pluspunkte auf seiner Seite. Beim Design gab es ein Unentschieden und bei der Beschichtung einen halben Pluspunkt für das Swarovski.
Die Augenmuscheln sind bei beiden perfekt. Nicht zu weich und leicht mit etwas Zug drehbar. Kein Wackeln, kein Spiel. Top. Auch hier ein Unentschieden.

Dann schauen wir mal, was die beiden optisch hergeben.

Ja, das Swarovski überrascht mit einem absolut flachen Bild. Da war bis in den äussersten Randbereich keine Aberration zu spüren. ‚Rattenscharf‘ übers ganze GF.
Sehr hell ausgeleuchtet und die Farben perfekt. Sehr schön die Helligkeitsabstufungen bei Schattenpartien und im Dämmerlicht. Und immer wieder fasziniert der weite Blick mit der enormen Schärfe bis zum Rand. Am Nachthimmel bei den Sternen war das dann ein wahrer Genuss. Aber beim Beobachten schnellbeweglicher Objekte, z.B. kleinere Vögel oder Autos, kam es mir manchmal etwas vor, als das ich leicht schwanke. Daniela empfand das noch stärker. Aber das hatten wir bereits in einigen Reviews gelesen, dass dies bei schnellen Beobachtungsbewegungen aufgrund des sehr flachen optischen Bildes vorkommen kann. Nicht das dies unangenehm ist, man gewöhnt sich nach kurzer Zeit daran.
Und was macht das Zeiss…
In der Mitte wie schon das HT extreme Tiefenschärfe und ein hervorragender Kontrast. Wie das Swarovski, detaillierte Bilder mit hohem Kontrast. Die Farben sauber und gut abgestuft, auch hier wieder bei den Grüntönen absolut überzeugend.
Im Gegensatz zum Swarovski gab es auf den äusseren 20 Prozent aber ein deutliches Nachlassen der Schärfe. Aber das störte nicht weiter, da das Sehfeld sehr weit ist. 120m auf 1000m im Gegensatz dazu das Swarovski mit 112m auf 1000m.
Bei der Dämmerungszahl liegen beide mit 20.5 gleich, die Lichtdurchlässigkeit ist beim Zeiss um 2 Prozent höher. Allerdings konnten wir in der Helligkeit nicht wirklich einen Unterschied feststellen.
Was die Objekte am Nachthimmel betraf, so war vor allem die Ansicht der Plejaden durch das Zeiss der Hammer. Blaue funkelnde Diamanten. Auch das Swarovski stand dem nicht nach, aber es brachte aus unserer Sicht nicht diese extreme Tiefenschärfe im zentralen GF des Zeiss, was fast wie ein 3D Effekt wirkt. Allerdings war das Swarovski in der Breite beim Schweifen durch die Sterne das bessere FG.
Jupiter, Venus und Mars bei beiden tadellos, Mars kam im Zeiss noch etwas markanter rüber.
Die Beobachtung mit Brille empfand ich genauso gut wie ohne Brille, da waren beide perfekt. Daniela hatte grundsätzlich Probleme mit Brille bei allen FG.

Entscheidung… nicht einfach.

Daniela gab dem Zeiss 9.5 Punkte und dem Swarovski 9 Punkte von 10.
Ich gab beiden 9.5 Punkte.

Zwei absolut ausgefeilte Ferngläser die in allen Bereichen überzeugen.

Swarovski EL 10x42 Zeiss Victory SF 10x42

Vergrösserung: 10fach 10fach
Öffnung Objektiv: 42mm 42mm
Augenabstand: 20mm 18mm
Sehfeld auf 1000m: 112m 120m
Sehfeld: 6.4° 6.5°
Lichttransmission: 90% 92%
Dämmerungszahl: 20.5 20.5
Dioptrinausgleich: +/-5 +/-4
Gewicht: 840g 790g


4. Nikon Monarch M5 12 x 42

Gewichtsmässig bringt es mit 640 Gramm noch 150 Gramm weniger auf die Waage als das Zeiss Victory SF 10x42.
Mit der Vergrösserung von 12x bei nur 42mm Öffnung waren wir gespannt, ob da genug Licht unsere Augen erreicht.
Zunächst einmal wirkt es sehr robust und qualitativ sehr gut verarbeitet.
Im Gegensatz zu den beiden vorher beschriebenen FG ist es im Design eher schlicht und unscheinbar. Die Handhabung ist gut, aber bei weitem nicht so komfortabel wie die Anderen.
Das Fokussierrad lässt sich gut drehen und es behält seine Position ebenfalls bei ständigem Wechsel von Ablegen und wieder Aufnehmen. Die Augenmuscheln sind etwas fester als die von Leica, Zeiss und Swarovski, halten aber den Abstand und das Spiel war im Promillebereich.

Zur Optik:
Der erste Durchblick zeigte im Zentrum (auf der Achse) ein scharfes Bild. Der Kontrast ist gut und das Bild gut ausgeleuchtet. Aber hier zeigte sich schon, dass es optisch mit den anderen von uns getesteten FG nicht mithalten konnte. Das Bild war kontrastreich, aber von der Brillianz, der Klarheit und der Farbwiedergabe lag es eine ganze Dimension unter dem Zeiss, dem Leica und dem Swarovski. In der Dämmerung war dann der Unterschied noch deutlicher zu sehen. Am Nachthimmel machte es eigentlich keine so schlechte Figur, solange man helle Objekte beobachtete. Jupiter und Venus waren gut zu sehen, wobei Venus ein Lichtkreuz zeigte. Bei M42/43 fehlte dann für 12x die Öffnung. Der zentrale Nebel war sehr dunkel und nur noch schemenhaft. Auch die Sterne kamen eher schwach rüber. Da fehlte jeglicher Glanz.
Die Plejaden waren gut zu sehen, aber nicht wirklich aufregend.
Auch das Nikon hat in den äusseren 40 Prozent des GF ziemlich Koma. Die Sterne am Rand verzerrten ziemlich. Und es kam zu wenig Licht auf unsere Netzhaut. Das Nikon war für die Nacht einfach zu schwach.

Daniela hatte auch immer wieder mal Schatten im Bild, der Einblick bei mir mit Brille war aber gut, ohne Brille wegen fehlendem Dioptrinausgleich genügend. Das mindert die Detailerkennung deutlich bei jemandem mit Sehschwäche.

Abschliessend kann ich sagen: Ein gutes, robustes und leichtes Glas für Wanderungen. Es ist vergleichbar mit unserem Steiner. Preislich ist es mit ca. 380 Sfr. etwa 120 Sfr. günstiger.


5. Leica Ultravid HD 12x50

Zum Design habe ich ja bereits beim Ultravid HD 10x50 soweit alles gesagt. Die Leicas gefallen uns wirklich sehr gut, vor allem das unaufgeregte, moderne zeitlose Design. Die Haptik ist top und das Gewicht mit 1040 Gramm auf Grund der Anatomie der Leica sehr schön ausbalanciert.
Das Fokussierrad funktioniert hier top, leichtgängig und präzise mit einem minimal spürbaren Widerstand und ohne jedes Spiel. Die Brücke genauso.
Die Dioptrineinstellung hat gegen Plus einen leichten Widerstand, gegen Minus dreht sie butterweich aber sehr genau.
Die Augenmuscheln lassen sich mit einer Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen und dann rasten sie mit einem sauberen Klick ein. Tadellos.
Mechanische Qualität vom Feinsten.

Das Bild: Gestochen scharf auf der Achse. Sehr hell, selbst Schattenpartien zeigen feinste Nuancen und ein detailreiches Bild. Der Kontrast steht dem Victory HT im Zentrum in nichts nach und nach Aussen bleibt das Bild bis auf ca. 80 Prozent scharf. Erst die letzten 20 Prozent lassen eine Verminderung der Schärfe erkennen. Farbsäume und Falschfarben: Zero.
Das gesamte Farbspektrum kommt sehr natürlich in einem angenehmen Warmton zur Geltung.
Unser Milan war wieder auf Erkundungsflug und mit dem Leica einfach ein Genuss.
Die Schärfe und der Kontrast liessen uns viele Details trotz Bewegung erkennen. Das Fokussieren geht wirklich schnell und präzise.
Keine störenden Reflexionen. Auch Daniela war vom Ultravid 12x50 begeistert, trotz des Gewichtes. Sonnenuntergang im Toggenburg. Satte Farben, ohne das diese wie bei einem Farbfilter wirken. Dann kamen Venus und Jupiter. Kein anderes Glas zeigte die beiden Planeten so perfekt. Die vier Galileischen Monde waren deutlich und haarscharf zu sehen.
M31 mit M101 top. Und sogar M33 kam sehr aufgelöst auf unsere Netzhaut. Dann surften wir im Orion herum und waren einfach nur begeistert. Die Nebelfilamente am südlichen Ende waren schon gut kontrastreich, M42 deutlich zu erkennen. Das Trapez konnten wir deutlich als einen strukturierten und abgegrenzten Lichtfleck erkennen.
Und die Plejaden strahlten in einem faszinierenden Eisblau. Sehr schön und haarscharf kam Beteigeuze ins Bild.
Mars war als kleine rote Kugel erkennbar, ohne jede Spikes.

Fazit: Das Ultravid 12x50 HD überzeugte uns in allen Belangen. Das HD Plus soll ja noch um Nuancen besser sein.

Technische Daten:

Vergrösserung: 12 fach
Öffnung Objektiv: 50mm
Augenabstand: 13mm
Obj. Sehwinkel: 5.7°
Sehfeld auf 1000m: 100m
Lichttransmission: 92%
Dämmerungszahl: 24.5
Dioptrinausgleich: +/-4
Gewicht: 1040g


Damit haben wir unsere Findungsreise beendet. Sollte Herr Thoma bis April noch das Swarovski EL 12x50 uns besorgen können, werden wir es noch testen.

Hier noch die aktuellen Durchschnitts-Preise in der Schweiz:

Leica Ultravid 10x50 HD Plus: 2'600 Sfr.
Leica Ultravid 12x50 HD Plus: 2'800 Sfr.
Zeiss Victory HT 10x54: 2'300 Sfr.
Zeiss Victory HT 10x42: 2'500 Sfr.
Swarovski EL 10x42 WB: 2'100 Sfr.

Zum Abschluss nun die Frage: Welches?

Zuerst noch ein kurzer Gedanke.
Die Preise sind hoch. Ob überteuert oder nicht, ist eine individuelle Ansicht.
Wenn ich davon ausgehe, dass ich an 50 Tagen im Jahr das FG für 2 Stunden nutze, so komme ich auf 100 Stunden im Jahr. Das ist aus meiner Sicht fair kalkuliert.
Mein Auto nutze ich ca. 320 Stunden im Jahr. Das Jahr hat 8760 Stunden.
Ein Fernglas der Premiumklasse liegt bei ca. 2'700 Sfr.
Ein Auto der Mittelklasse bei ca. 50'000 Sfr. Die Nutzung des Autos (ohne Zusatzkosten wie Vers./Steuer/Inspektion/Treibstoff) kostet mir also 156.25 Sfr verteilt auf die 320 Stunden. Das Fernglas 27 Sfr. verteilt auf die 100 Stunden. Vom Wiederverkaufswert reden wir erst gar nicht.
Welche Anschaffung ist also die ökonomisch rentablere?

Definitiv ist die Entscheidung für das Leica Ultravid 12x50 HD Plus.
Als zweites FG kommt das Zeiss Victory SF 10x42 oder das Swarovski EL 10x42 WB in Frage. Für Daniela ist das Zeiss der Favorit.
Es wird ihr FG und das soll sie entscheiden.

Danke Euch für das Interesse und die Diskussion.

CS Daniela und Thomas
 
a-dann stimmt mit deinem Glas etwas nicht, weil
b-ich habe noch eines von beiden und sehe hinsichtlich der TOP Abbildung keinen Unterschied.
Ok, hier muss ich konkreter werden. Heute Nacht habe ich das EL 8x32 und Canon 10x42L kurz verglichen. Allgemein bin ich über alle möglichen Abbildungsfehler eher schlecht informiert. Und zwar, wenn ich einen hellen Stern etwas aus der Mitte bringe, sind vom Stern fächerförmig Strahlen zur Mitte zu sehen. Zeigt das Canon aber auch, nur etwas weniger ausgeprägt (hatte das Canon in dem Fall fälschlicherweise besser in Erinnerung). Ist allgemein deutlich sichtbar und für mich stark störend, bin da eher empfindlich. Vermutlich sind alle Ferngläser bei hellen Sternen mehr oder weniger betroffen.
 
Welche Anschaffung ist also die ökonomisch rentablere?
? der Vergleich Auto und Fernglas, der hinkt nicht nur, der ergibt in sich keinen Sinn! Aber gut, warum nicht............

Kleinen Rat würde ich euch noch mit geben, wenn erlaubt:
Ich kenne das SF und die EL, welches ich jetzt blind favorisieren würde?.................. egal, aber:
-Schaut euch bitte bei Tage das SF nochmals an und sucht eine Gegenlichtquelle und provoziert Streulicht. Es könnte sein, als das sich eine kleine Sichel r=ca. 4 Uhr und l=ca. 7 Uhr einstellt - könnte auch nur bei einem von beiden Tuben auftreten, wenn überhaupt.
- schnallt das Fernglas einmal auf einem Stativ und schaut, ob sich im Feld eine unterschiedliche Schärfe einstellt. Von Mitte zum Rand verläuft die Schärfe bei manchen Gläsern an einem bestimmten Kreisring abweichend - der Absam-Ring - Absam-Ring: Entstehung
muss nicht, kann aber.
- ich denke, bei dem SF handelt es sich um die schwarz armierte Version, Finger weg von der grauen.
auch bei der schwarzen einmal auf die gleichmäßige Auflage der Armierung achten, auf die Verklebung. Nicht das es Stellen gibt, die sich bei der Berührung unter Druck bewegen, Blasen haben. An den Rändern der Armierung mal die Verklebung prüfen, Spalten?
- vorne in die Tuben schauen, Fremdkörper wie Stäubli? oder kleine Häärlis? oder......?
- Augenmuschelmechanismus einwandfrei?

Schaut euch zum Vergleich vll. noch das EL 10x50 an...................
 

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Hallo allerseits,

wie sagte schon Tucholsky: "Meine Sorgen möchte ich haben".

Natürlich ist es legitim hochpreisige Ferngläser miteinander zu vergleichen. Es gibt aber Menschen wie mich, die sich weder ein Fernglas in der knapp € 3000,- Klasse noch einen "Mittelklassewagen" für € 50000,- , das waren für uns alte Leute mal 100000 DM) leisten können oder wollen. Vielleicht sollten wir die in diesem Forum nicht als Randgruppe betrachten.

Weiter viel Freude mit eurer Ausrüstung und vor allem beim Beobachten wünscht Gerhard
 
Vielleicht sollten wir die in diesem Forum nicht als Randgruppe betrachten.
etwas OT:
ich verstehe dein Posting nicht so recht. Bedeutet, Mittelklasse Ferngläser und günstigere sollten auch auf Grund anderer Zielgruppen auch besprochen werden?
Und weil im Überhang dies nicht ausgewogen berücksichtigt wird, werden die geneigten Interessenten - wie richtigerweise Du - als "Randgruppe" betrachtet?

Wenn du mir antworten würdest, besten Dank.
 
@leicam62003 Danke für Deine Inputs. Das ist uns am Zeiss SF gar nicht aufgefallen. Wir hatten das mit der schwarzen Armierung. Werden dies aber noch mal genauer anschauen. Aktuell steht nur das Ultravid 12x50 HD Plus zum Kauf an. Das zweite, welches ein 10x42 sein soll, planen wir auf Weihnachten. Da ist also noch etwas Zeit.
Vielleicht sollten wir die in diesem Forum nicht als Randgruppe betrachten.
Hallo Gerhard
Ich betrachte hier niemanden als Randgruppe und glaube, das tut auch niemand anderes hier. Etwas fragend hinterlässt mich die Aussage denn noch. Dürfen nur noch preisgünstige FG, Okulare oder Teleskope besprochen werden?

CS Thomas
 
Hallo Thomas,

tatsächlich fühle ich mich im Forum wohl und nicht als Mitglied einer Randgruppe. Bei verschiedenen Themen fällt es jedoch immer wieder auf, dass Geld für manche Menschen im Forum keine Rolex spielt. Ob die tatsächlich die Mehrheit stellen oder nur gerne ihre Möglichkeiten zur Schau stellen, kann ich nicht beurteilen.

Natürlich dürfen wir hier Produkte aller Preisklassen vorstellen und testen. Also nichts für ungut!

CS Gerhard
 
Ok, hier muss ich konkreter werden. Heute Nacht habe ich das EL 8x32 und Canon 10x42L kurz verglichen. Allgemein bin ich über alle möglichen Abbildungsfehler eher schlecht informiert. Und zwar, wenn ich einen hellen Stern etwas aus der Mitte bringe, sind vom Stern fächerförmig Strahlen zur Mitte zu sehen. Zeigt das Canon aber auch, nur etwas weniger ausgeprägt (hatte das Canon in dem Fall fälschlicherweise besser in Erinnerung). Ist allgemein deutlich sichtbar und für mich stark störend, bin da eher empfindlich. Vermutlich sind alle Ferngläser bei hellen Sternen mehr oder weniger betroffen.
Kann ich bei den Fujinon FMTSX nicht feststellen. Aber dezidierte Nachtgläser sind nicht erwünscht - eins das alles kann wird gesucht.

Mein Canon 10x42 würde ich gegen keins der bekannten oder hier besprochenen Alpha-Gläser eintauschen, für Tagbeobachtungen. Ich hab ein Trinovid BN geleicher Kenndaten, das kann ich nicht mehr ruhig halten, die Anwendung ist zu 95% Orni, da brauch' ich Details. Das Canon ist am Sternenhimmel beim Kontrast schwacher Flächenobjekte dem Trino unterlegen, auch die Sternabbildung ist natürlich nicht so dolle wie die Fuji. Und selbst der Stabi ist m.E. dort überfordert (außer mal nen schnellen Blick), weil zum einen Punktlichtquellen vor dunklem Hintergrund nochmals andere Anforderungen stellen, und mich daher auch kleine Wackler beim Spechteln stören. Auch sind gewrade im Winter die Anforderungen an die Stromversorgung merklich höher - selbst meine 1,5V Akkus bieten 'lediglich' eine längere Nutzungsdauer als die AA-1,2V. Ein 10x-Glas gehört m.E. bei ernsthaften Beobachtungen des Himmels auch auf ein Stativ.

csm
 
Hallo allerseits,

wie sagte schon Tucholsky: "Meine Sorgen möchte ich haben".

Natürlich ist es legitim hochpreisige Ferngläser miteinander zu vergleichen. Es gibt aber Menschen wie mich, die sich weder ein Fernglas in der knapp € 3000,- Klasse noch einen "Mittelklassewagen" für € 50000,- , das waren für uns alte Leute mal 100000 DM) leisten können oder wollen. Vielleicht sollten wir die in diesem Forum nicht als Randgruppe betrachten.

Weiter viel Freude mit eurer Ausrüstung und vor allem beim Beobachten wünscht Gerhard
Für arme gibt es doch das Canon 10x42, kostet online nicht mal 1,5k€ :D
Ehrlich gesagt verstehe ich solche Postings nicht wirklich, ist da etwa Neid dabei?
Hier gibt es einen Haufen Leute, die hochwertige Optik mögen und viele von ihnen haben in ihrem Leben genug Geld verdient. Ein Premiumglas bis 56mm Öffnung und bis 2500€ ist keineswegs total überteuert, hervorragende Optik ist nun mal teuer.

@Manne
Finde den Bildstabi des Canon 10x42 auch im Astrobereich nicht überfordert. Ist zwar am "Schwimmen", die Abbildung bleibt dabei aber meist scharf, faszinierende Technik. Was mir am Tage aufgefallen ist und man könnte es dem Canon als einen weiteren Nachteil auslegen, ganz grob geschätzt produziert der Bildstabi etwa ein Viertel der Zeit ein unscharfes Bild. Ist aber mMn locker zu verschmerzen. Ein ähnliches Glas mit der neuesten Bildstabi-Generation wäre klasse.
 
Bei verschiedenen Themen fällt es jedoch immer wieder auf, dass Geld für manche Menschen im Forum keine Rolex spielt. Ob die tatsächlich die Mehrheit stellen oder nur gerne ihre Möglichkeiten zur Schau stellen, kann ich nicht beurteilen.
wenn du, wie du es schriebst, es nicht beurteilen kannst, warum dann dieser Text:

Vielleicht sollten wir die in diesem Forum nicht als Randgruppe betrachten.

wer von den "Rolex" Forenten hat das denn getan? Wenn ein Porschefahrer vor einer Eisdiele parkt und sich ein Eis kauft, stellt er dann sein Auto zur Schau oder findet Eis schmackhaft?
Und wenn auf dem Parkstreifen nur Trabis stehen, soll er kein EIs mehr lutschen?

Und selbst WENN der Anteil der Mitglieder hier einen signifikanten Anteil von Wohlhabenden stellen würde, bedeutet dies noch lange nicht, als das diese jene nicht wohlhabenden despektierlich behandelt.

Dem möchte ich energisch widersprechen !!! Nicht Sachverhalte adaptieren, die nicht adaptiert wurden. Mensch, Kollege................ nix für ungut .............
 
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