Die Schwierigkeiten des Einstiegs...

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xboson

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liebe Sternenfreunde,

ich will euch mal meinen Einstieg in die Astronomie bzw. die beobachtende Amateur-Astronomie beschreiben, etwas, das jedem der damit mal angefangen hat so oder in etwa ähnlich gegangen sein müsste...damit keiner auf die Idee kommen kann, dass es bei ihm / ihr anders gewesen sein könnte...

nachdem sich dieser Satz gesetzt hat, mal die Sachlage...

also,

ein Dobson ist ein schnell aufgebautes Ding, das viel Öffnung hat und in zwei Achsen gleichzeitig von unterkühlten Händen in Richtung des begehrten Objektes geschubst werden muss. Darüber hinaus ist ein Dobson ein Gerät, was aufgrund seiner möglichen Größe, vor allem des Öffnungsverhältnisses, ausserordentlich gut zur visuellen Beobachtung des Sternenhimmels geeignet sein sollte. Doch dem ist scheinbar nicht, denn irgend jemand entschied, dass man mit Dobsons toll fotografieren müsste. Also wurden f/5 Dobsons gebaut. Sowas gibt es auch als Newton für Einsteiger, jede Menge. Was genau bitte ist ein f/5 Newton?

Mal ehrlich, was soll ein f/5 Newton sein, den man jemanden verkauft, ohne böse Absichten zu haben, zusammen mit einer Montierung die den Namen nicht verdient, und wir reden nicht von 800€. Dazu Okulare blablabla und den ganzen [zensiert] den man braucht um die Fehler wieder auszugleichen, natürlich mit ED Linsen ...

Ich bin leider in einem Jahrzehnt in die Amateurastronomie eingestiegen, in dem ich mich frage, was hier eigentlich los ist. Da lese ich einerseits von Wolfi Ransburg, dass seine ganzen Gebete den FS des GSO 150/900 zu verkleinern und die Unzulänglichkeiten zu beseitigen, weil wir in Deutschland eben nicht gedankenlos jeden [zensiert] kaufen, so toll aufgenommen wurden, aber seit 2009 nicht eine einzige Veränderung am Design des Gerätes vorgenommen wurde.

Das Ding wird immernoch genau so angeboten, auch der [zensiert] vom unnötigen Komakorrektor der auch in jede 2" Fassung passt steht da immernoch wie ein Fels in der Brandung.

Warum wird ein so wahrhaft ernstes Thema so mit Füssen getreten, Ich habe nicht das Gefühl gut beraten zu sein, noch für mein ahnungslos investiertes Geld etwas bekommen zu haben, wo nicht 80% der Leser sagen würden dass es eigentlich Schrott ist. Traut sich eigentlich keiner mehr zu etwas richtig gutes herzustellen, und wieso ist dieses richtig gute plötzlich so unbezahlbar?

Kann man also nicht das optisch optimale so gut verkaufen und auf einer Produktionsstrasse herstellen, wie den ganzen elenden Kompromiss den man immer eingehen muss?

Wenn man natürlich das all-in-one Gerät haben will, dann verkauft man den f/5 Newton, denn der ist das absolute, am besten 8" dann will man gar keine 6" mehr haben, denn 6" ist doch schlimm, da sieht man nichts...

also, heute muss man um zu bekommen was man will etwa 50% umbauen lassen und fühlt sich nur [zensiert]t und ausgenutzt!
 
wahrscheinlich bin ich jetzt herzlich willkommen in der Gemeinde... ;)
 
Hallo Alex,

so ähnlich bin ich vor ?) wieviele Jahre sind das nun :gutefrage:
auch explodiert.
Du kennst scheinbar die sich daraus ergebende 6" F/6 Debatte.
:augenrubbel:

So

Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/hpim3005.jpg
sieht heute (m)ein guter 6" F/6 aus und

so


Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/hpim3425.jpg
(m)ein guter 12er.

Es geht nur so oder mit viel, viel Geld.
Offensichtlich dürfen günstige Newtons/Dobsons von der Stange höchstens mittelmäßig sein.
Keinesfalls dürfen sie zeigen, was mit gegebener Öffnung möglich ist.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo

was hast du dir denn gekauft?
Würde es gerne wissen

PS: Es gibt viel müll, weil viele Müll kaufen wollen. Ohne diese Käufer würde der Markt gar nicht laufen und die Müllproduzenten würden pleite gehen oder besseres und Teureres Verkaufen.

Gruß,
Erador78
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich glaube, das wird ein laaaaaaaaaaaaaaanger und emotionaler Thread... ;) *eine 100er Packung "Bleib-Wach-Pillen" und Kaffee bereitlegt*

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

> also, heute muss man um zu bekommen was man will etwa 50% umbauen lassen

erstens zwingt niemand einen dazu, ein suboptimales Produkt zu kaufen.
Zweitens ist es völlig hirnrissig, ein Produkt zu kaufen, von dem man weiß, daß es suboptimal ist und daher umgebaut werden muß. Für dasselbe Geld gibt es Bausätze und Einzelteile und man hat dann auch noch den Spaß, es selbst zu bauen und nachher sagen zu können, es selbst zusammengestellt und zusammengebaut zu haben.
EOD.

Gruß,
Markus
 
Hallo Markus,
JAAAAA, Du hast Recht, aber versuch das mal einem Einsteiger zu vermitteln, der sich mit der Materie noch nicht beschäftigt hat und vielleicht auch keine Hobbywerkstatt daheim hat. Das ist der Bereich, wo der meiste Mist verkauft wird.

Wie gerne würde ich eine vernünftige Dobson-Reihe Made in Germany anbieten wollen, die alles aus dem Gerät holt, was geht - allein, es wird niemand bezahlen wollen.
ICS ist da mal gut gestartet...

Ich hab grad eine ähnliche Krise in der Fotografie mit dem Thema Kugelkopf...

Der Knackpunkt in meinen Augen ist einfach: warum müssen rel. preiswerte Dinge nicht wenigstens die Grundfunktionalitäten erfüllen, die man von ihnen erwartet.
 
Zitat von helly:
Hi,

> also, heute muss man um zu bekommen was man will etwa 50% umbauen lassen

erstens zwingt niemand einen dazu, ein suboptimales Produkt zu kaufen.

Gruß,
Markus
ja, du hast recht, ich wurde nicht gezwungen oder gefoltert, ich wollte nur nicht durch einen aldi newton schauen, du schlaumeier!
Markus [/quote]
Zitat von helly:
Zweitens ist es völlig hirnrissig, ein Produkt zu kaufen, von dem man weiß, daß es suboptimal ist und daher umgebaut werden muß. Für dasselbe Geld gibt es Bausätze und Einzelteile und man hat dann auch noch den Spaß, es selbst zu bauen und nachher sagen zu können, es selbst zusammengestellt und zusammengebaut zu haben.
EOD.

Gruß,
Markus

ja genau, kauf mal spiegel tubus und oaz, rechne alles schön, bohre löcher und bau alles für 300€ zusammen.

oder 400€

das reicht aber nicht, nicht mal für einen 150er, aber auch nur weil keiner 2 sorten 150er herstellt, wieso denn 6" f/5 wo man für ds doch licht braucht, also 8" f/4 . Ich will da durch schauen und den himmel kennen lernen, ein newton ist doch so ein tolles gerät, ich hab mir eine deutsche montierung gekauft, weil ich mit nachführung schauen möchte, kein dobson geschubse... selbst die dobsons haben sie versaut!

dslr, ja genau alle knipsen mit spiegelreflex... nicht 1%! Aber das interessiert keinen, die schönen Tuben werden verkauft, und alles was wirklich sinnvoll ist wird dadurch unbezahlbar, das ist das schlimme...
 
Hallo Ralf,

ich war auch mal Einsteiger, bin es vielleicht noch immer. Ich habe mit dem Bewußtsein gekauft, was die Geräte leisten.
Wenn andere Einsteiger das ohne Bewußtsein machen, ist das nicht Schuld der Händler oder Hersteller.

> warum müssen rel. preiswerte Dinge nicht wenigstens die Grundfunktionalitäten erfüllen, die man von ihnen erwartet.

Relativ preiswert: um welche Produkte geht es denn genau?
Warum gibt es Massentierhaltung? Warum werden Regelwälder abgeholzt? Warum wird die Luft verpestet und das Grundwasser verseucht? Warum werden Atomkraftwerke gebaut? Gier, Geiz und Macht. Es lohnt nicht, darüber zu diskutieren, was 98% der Menschheit als richtig ansieht.

Gruß,
Markus
 
Es gibt also keine fachkenntliche Verantwortung gegenüber dem Käufer? Also weisst Du wie ein Fernseher funktioniert und glaubst zu wissen, wie er sein müsste?

Was genau soll denn ein astronomisches Werkzeug leisten? Oder gehe ich da falsch ran? Gehe ich da etwa zu wissenschaftlich ran?...Ist ein Newton ein iNewton, so wie es scheint mit den ganzen f/5 N's für die es keine okulare gibt, oder man kann ja auch Koma-Korrektoren kaufen, die sind aber für f/4 gerechnet, schade..., mh oder dann doch ein Linsenteleskop, aber dann schon ein ED aber ein Bisschen öffnung muss ja auch sein, also über 102mm, was macht man nun?...

es landet auf dem Müll! Und deshalb wird nur Müll produziert!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

Zitat von xboson:
ja, du hast recht, ich wurde nicht gezwungen oder gefoltert, ich wollte nur nicht durch einen aldi newton schauen, du schlaumeier!
auch wenn Deine Emotionen mit Dir durchgehen, ist das immer noch kein Grund, unsachlich zu werden.
Gib' Deinen "Meade 152/762 f/5 Newton auf einer LXD-75" doch einfach zurück, wenn Du nicht mit ihm zufrieden bist.

ja genau, kauf mal spiegel tubus und oaz, rechne alles schön, bohre löcher und bau alles für 300€ zusammen.
Die Weihnachtsgans vom Biobauern gibt es halt nicht zum Preis einer Stopfgans aus Ungarn. Was stört Dich daran? Wenn Du einen Billigheimer kaufst, dann bekommst Du den halt auch.

Ich geh' doch auch nicht zu Obi und beschwere mich, weil sich so ein Billigschraubenschlüssel für 1,50 aus den Regalen kurz vor den Kassen verbiegt. Da käme ich mir lächerlich vor. Ich kauf' den Sc..ß erst gar nicht.

Gruß,
Markus
 
Hi,

Zitat von xboson:
Es gibt also keine fachkenntliche Verantwortung gegenüber dem Käufer?
wenn Du falsch beraten wurdest, kannst das mit dem Händler sicher klären und das Gerät umtauschen.
Ansonsten bist Du doch voll geschäftsfähig und ein erwachsener Mensch, nicht wahr? Mach' Dich halt vor dem Kauf schlau, und nicht erst hinterher. Händler und Verkäufer sind keine Kindermädchen.

Gruß,
Markus
 
Du hast die Frage nicht verstanden stimmts? Fehlt Dir da was?
 
@*entfernt*

das ist alles Eigenbau... bei deinem 6zöller fällt schon mal die Tubuslänge vor dem Okularauszug auf, sowas macht kein Mensch mehr heute, soviel Zeugs da vorne, da braucht man doch kein Velour oder ne Tauschutzkappe, beheizt... ;)
Das ist Teufelswerk!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hey ma ruhig aldda gangsta.

dein Geheule versteh ich mal nicht wirklich.
ist ein f/5 das Problem oder bist du der Meinung das ein Teleskop mit einem solchem Öffnungsverhältniss viel zu teuer ist?
Ich meine das es eher zu billig ist. Gute Optiken sind ein aufwendiger Prozess. Jeder der sich etwas erkundigt wird feststellen das bei billigen Scopen ein Kompromiss einzugehen ist. Nichts ist umsonst im Leben. Also komm runter und geniesse das Bild deines "be.....enen" Dobsons.
Ein Rumgeläster über einen Shop ist an dieser Stelle voll unangebracht. Denn die meisten hier werden über diesen eher gutes berichten. Ich bin einer davon.
Wenn du selber nicht in der Verfassung bist dich über einzelne Geräte zu erkundigen ist es nicht das Problem eines Teleskopshops sondern am Ende deines.
Dazu gibt es Foren wie dieses und aufgeschlossene Menschen die eine Hilfe in jedem Club oder Spechteltreffens anbieten.
Übrigens erhielt ich von diesem Shop ein 5er Mak und der wurde heute Nacht getestet. Ja das Grinsen liegt mir noch auf den Backen. Sehr fein.

Lg Silvio
 
Hi xboson,

so ganz verstehe ich nicht, warum Du rumheulst. Wenn ich mir das derzeitige Angebot der diversen Händler anschau, gibt es bei weitem nicht nur f=5 Spiegelteleskope.

Die Situation ist nun mal so, daß viele Einsteiger völlig planlos zum Preis von 4 Abendessen in einem guten Restaurant ein "Rundumteleskop" wollen. Um auszuprobieren, ob Astronomie was für sie ist.

Früher ist man in einen Verein eingetreten, hat das Vereinsteleskop zusammen genutzt. Von den alten Hasen gelernt. Und hatte viel Spaß in der Gruppe und an Astronomie.

Heute ist der erste Gang halt nimmer in die Vereine. Die meisten Einsteiger kaufen für sich und ohne Kenntnisse der Sache.

Die Händler bedienen den Markt. Sie wären ja dumm, wenn sie das riesige Segment der Einsteiger ignorieren würden.

Wer sich vor dem Kauf net richtig informiert, der kauft halt mehrmals. Oder fängt das Basteln an. Oder wechselt frustriert zu nem anderen Hobby.

Ich hab vor vielen Jahren im Verein angefangen. Mit fest aufgebauten f=16 Linsenteleskop, mit nem C14 und nem parallaktisch montierten 16 " Newton. Irgendwann kam dann ein erstes eigenes Teleskop. So wie mein Geldbeutel es zugelassen hat und was für mich das Optimum laut meinen Beobachtungsvorlieben war.

Sorry, wer blind nur nach "Geiz ist Geil Mentalität" irgendwelchen Schrott kauft, dem ist halt nicht zu helfen.

Dich hat doch keiner gezwungen, einen f=5 Dobson oder Newton zu kaufen. Dir wurde das verkauft, was Du wolltest...

ein Dobson ist ein schnell aufgebautes Ding, das viel Öffnung hat und in zwei Achsen gleichzeitig von unterkühlten Händen in Richtung des begehrten Objektes geschubst werden muss.

Wenn Du unterkühlte Hände hast, dann nimm das nächste Mal Handschuhe mit. Meine Güte, stell Dich net so an :mauer:

Sowas gibt es auch als Newton für Einsteiger, jede Menge. Was genau bitte ist ein f/5 Newton?

Ein Teleskop, das meine Montierung durch die kurze Bauweise nicht durch übermäßig langen Hebel belastet, das in einem normalen Pkw transportabel ist, das ich vom Gewicht her prima alleine auf- und abbauen kann, bei dem ich keine Leiter zum reinschauen brauch, kurz ein Gerät, das für meine Zwecke ideal ist. :)

Mal ehrlich, was soll ein f/5 Newton sein, den man jemanden verkauft, ohne böse Absichten zu haben, zusammen mit einer Montierung die den Namen nicht verdient, und wir reden nicht von 800€. Dazu Okulare blablabla und den ganzen [zensiert] den man braucht um die Fehler wieder auszugleichen, natürlich mit ED Linsen ...

Wer hat Dich denn daran gehindert, eine Montierung zu kaufen, die zum Teleskop gepaßt hätte? Wenn Du eine unterdimensionierte Montierung zum Newton gekauft hast, warst für was ordentliches halt zu geizig. Oder nicht informiert. Das ist doch nicht die Schuld der Händler. Wenn Du auf den elektronischen Goto-Schnickschnack verzichtest, gibts prima Montierungen für angemessenen Preis passend zu jedem Teleskop, das rein visuell genutz werden will. :)

Ich bin leider in einem Jahrzehnt in die Amateurastronomie eingestiegen, in dem ich mich frage, was hier eigentlich los ist. Da lese ich einerseits von Wolfi Ransburg, dass seine ganzen Gebete den FS des GSO 150/900 zu verkleinern und die Unzulänglichkeiten zu beseitigen, weil wir in Deutschland eben nicht gedankenlos jeden [zensiert] kaufen, so toll aufgenommen wurden, aber seit 2009 nicht eine einzige Veränderung am Design des Gerätes vorgenommen wurde.

Wer hat Dich daran gehindert, ein Teleskop bei Wolfi zu ordern, bei dem der FS entsprechend Deinen ganz speziellen Wünschen ausgetauscht wurde? So wie man sich gleich von Anfang an andere Okulare oder eine andere Montierung unter das Teleskop zulegen kann, so kann man auch beim FS oder dem Sucher Sonderwünsche äußern. Das kostet, aber Du hast dann das Gerät, was Du möchtest. Ohne daß Du eine eigene Werkstatt brauchst...

Warum wird ein so wahrhaft ernstes Thema so mit Füssen getreten, Ich habe nicht das Gefühl gut beraten zu sein, noch für mein ahnungslos investiertes Geld etwas bekommen zu haben, wo nicht 80% der Leser sagen würden dass es eigentlich Schrott ist.

tja, "früher" hat man sich ein Teleskop erst gekauft, wenn man wirklich wußte welches zu den eigenen Vorlieben paßt.

Traut sich eigentlich keiner mehr zu etwas richtig gutes herzustellen, und wieso ist dieses richtig gute plötzlich so unbezahlbar?

Da liegst Du falsch. Die Preise für unser Astrogeraffel sind in den letzten 20 Jahren mordsmäßig gesunken. Wenn ich mir anguck, was ein qualitativ gleichwertiges Teleskop vor 20 Jahren gekostet hätte und was ich heute dafür bezahlen muß, dann ist die Entwicklung eindeutig. Heute bekomme ich für 1/2 Monatsgehalt eine Ausrüßtung, die mich vor 20 Jahren 2-3 Monatsgehälter gekostet hätte.

 
Hallo zusammen,

da muß ich der Fee schon recht geben. Jeder hat die Möglichkeit, sich ausgiebig zu informieren, sei es in/bei einem Verein oder bei diversen Händlern. Hiervon gibt es ja nicht nur einen!

Das kostet natürlich etwas Zeit und Geduld. Viele gute Ratschläge erhält man sogar völlig kostenlos (wie in diesem Forum), was in der heutigen Zeit auch nicht immer selbstverständlich ist. Wer die Zeit/Geduld nicht hat oder aufbringen möchte, ist sehr wahrscheinlich beim falschen Hobby gelandet. Denn bei der Beobachtung in der Astronomie benötigt man häufig die oben erwähnten Eigenschaften, egal ob es visuelle oder fotografische Beobachtungen sind.

Bezüglich der Auswahl an guten und geeigneten Teleskopen ist das Spektrum heutzutage eher zu groß als zu klein. Die Möglichkeiten sind riesig! Da ist für jeden Anspruch und Geldbeutel etwas zu bekommen. Nur...und das wurde bereits gesagt, wer Top-Qualität oder eine maßgeschneiderte individuelle Lösung unbedingt möchte, muss dafür einen angemessenen Preis bezahlen. Das ist völlig richtig so!

Viele Grüße
Werner






 
Hallo Alex,

der Gang der Diskussion zeigt Dir hofentlich klar auf, warum "das alles Eigenbau ist".
Es gibt für Hersteller/Händler keine Notwendigkeiten etwas in (d)einem Sinn zu verändern der wertschöpfend und resourcenschonend ist.

Gibs auf.
Ich dachte auch mal es läge an Händler und Hersteller. Falsch gedacht, die Käufer bestimmen, denn sie kaufen.

In den Bieteboards kannst Du gar nicht so selten den Werdegang von Newtons/Dobsons beobachten, die optimiert und dadurch bei gegebener Öffnung etwas teurer sind als Stangenware.
Sie werden meistens angeboten wie Sauerbier oder weit unter Wert verschleudert.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Xdobson,
Ich bin leider in einem Jahrzehnt in die Amateurastronomie eingestiegen, in dem ich mich frage, was hier eigentlich los ist
Ich wollte in einem Jahrzent einsteigen,als das alles noch viiiiel zu teuer war.Vor etwa 30 Jahren,als 12 jaehriger Bengel,hatte ich einen 114/900 Newton von Vixen auf dem Wunschzettel.Ich weiss den Preis nicht mehr genau,aber es waren 1,5 -2 Monatsgehaelter meines Vaters...
Mangels Alternativen begrub ich meine Ambitionen für viele lange Jahre...
Heute kann man,mit ein bisschen Grips und Suchen,für ein recht kleines Budget vernünftig Einsteigen.Wenn man sich vorher mit der Thematik auseinandersetzt. ;)

Grüße Rainer
 
Hallo (?? hier sollte ein Name stehen ??),
ich muss den Vorschreiben mal zustimmen, sachlich bist Du wirklich nicht.

Ich bezeichne mich ebenfalls immer noch als Anfänger, auch noch nach zwei Jahren nach meinem eigentlichen Beginn. Und der Bestand aus dem Beobachten mit einem in der Bucht geschossenen ETX 70. Ich habe damals knapp 50€ dafür gezahlt. Mit dem Bewusstsein, das ich erst mal sehen wollte, ob ich mich längerfristig für die Astronomie interessiere. Oder ob ich das Teil gleich wieder einstelle und die 50€ wieder in meinen Geldbeutel einfliessen lasse.
Mit dem Etx habe ich dann hin und wieder mal in den Himmel geschaut, und nachdem es mir gelungen ist, den Saturn zu erblicken, habe ich für mich festgestellt, das ich dieses Hobby weiter betreiben möchte. Und dazu gehört eben auch, das man sich erkundigt, was es denn alles so gibt auf dem Markt!
Das Dir jemand, z.B. ein Händler am Telefon, nicht über Stunden erklären kann, was es alles so gibt auf dem Markt und was wofür ist, sollte auch Dir klar sein. Aber wenn Du bestimmte Fragen hast, ist jeder Verkäufer auch am Telefon bereit, Dir ausgiebig Antworten zu liefern.
Um sich mit der Materie auseinander zu setzen, was der Markt bietet, und was wofür, etc. dafür gibt es Bücher, Zeitschriften usw. die auch von Anfängern verstanden werden. Und es gibt Läden, in die man hinein gehen kann, in denen sich die Verkäufer dann Zeit nehmen, Dir etwas zu erklären. Ich will jetzt nicht von den ganzen anderen Möglichkeiten erzählen, sich vor einem Kauf kundig zu machen. Dann wärest Du vor einem Kauf also auch nicht mehr Ahnungslos gewesen!
Heute habe ich eine vernünftige Mittelklasseausrüstung. Einen Refraktor, den ich mir bei einem Spezialisten auf der Bank richtig einstellen lassen habe. Und mit diesem habe ich sicherlich noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgenutzt.
Weiter zur Qualität: Wenn Du Dir ein Auto kaufst, machst Du Dir doch auch Gedanken darüber, was Du haben willst und was Du bereit bist, dafür auszugeben. Kaufst Du einen Mercedes 500 SLK, mußt Du viel investieren, hast aber einen ziemlich guten Wagen, bei dem wahrscheinlich wenig zu bemängeln ist. Kaufst Du Dir einen günstigen Kleinwagen, hast Du wahrscheinlich eher was zu klagen, weil dies oder das fehlt oder kaputt geht. Fahren kannst Du aber mit beiden Autos. Und tunen lassen kannst Du auch beide Wagen...

Zitat:
Ich bin leider in einem Jahrzehnt in die Amateurastronomie eingestiegen, in dem ich mich frage, was hier eigentlich los ist. Da lese ich einerseits von Wolfi Ransburg, dass seine ganzen Gebete den FS des GSO 150/900 zu verkleinern und die Unzulänglichkeiten zu beseitigen, weil wir in Deutschland eben nicht gedankenlos jeden [censored] kaufen, so toll aufgenommen wurden, aber seit 2009 nicht eine einzige Veränderung am Design des Gerätes vorgenommen wurde.
Ich an Deiner Stelle wäre, wenn ich mich vorher schon frage, was los ist, erst gar nicht eingestiegen!
Und Deine Kritik an *entfernt* finde ich ebenfalls sehr fraglich. Bau so etwas doch erst mal selber! Jeder, wenn er es denn dann überhaupt kann, baut doch wohl das für sich Optimale.

Grüße
Sven

 
Schönen Sonntagmorgen zusammen,

ich seh es wie Fee und Günther, bedient wird, was angefragt wird, blöd ist, wer erst kauft und dann fragt und noch blöder, wer auf eigene Faust loszieht und sich wundert, warum keiner in die gewählte Richtung mitläuft. Dann zu mosern ist kontra.

Und, Sven, die Kritik des Threadgründers an Günther war ironisch gemeint, liest sich eigentlich eher als hochachtungsvolle Verneigung. :-)

Astronomie lebt vom Mitmachen.
herzlich, Olaf
 
Hallo zusammen,

Ich sehe es genauso wie die anderen vor mir:

Im Endeffekt bestimmt die Nachfrage (also der Kunde) das Angebot und damit im Endeffekt auch den Preis (der ja auch bei einem gegebenen Produkt neben vielen anderen Aspekten auch von den hergestellten Stückzahlen abhängt). You get what you pay for...

Ich kann auch bestätigen, dass unser Equipment gerade in den letzten 16,5 Jahren (seitdem betreibe ich dieses Hobby und verfolge sie Szene) im Preis extrem gesunken ist.

Nehmen wir mein derzeitiges Lieblings-Teleskop, den Skywatcher Mak 90/1250 als Beispiel: Heute erhält man ihn als OTA für ca. 160 Euro plus/minus ein bißchen, abhängig vom Händler und mitgeliefertem Zubehör. Sommer 1998 kostete das 90er Maksutov MEADE ETX als Spotting-Scope zu DM-Zeiten 1275 DM (Quelle: MEADE-Preisliste 1. Juni 1998). In euro entspricht das 625 Euro, also dem Vierfachen des Skywatcher!

Und, ohne Werbung machen zu wollen, braucht sich der Billigheimer von der optischen und meiner bisherigen Erfahrung nach mechanischen Qualität her hinter wesentlich teuren Geräten, konkret dem Celestron C90 Baujahr 1986, nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Es liefert genauere Sternabbildungen.

Ich könnte noch mehr konkrete Preisbeispiele dafür bringen, dass die Preise in den letzten zwei Jahrzehnten massivst gesunken sind, aber das wäre zu sehr OT.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

bevor es ganz untergeht in "meiner ist läner, Deiner ist kleiner, kritisier mir meine Marke nicht und schon gar nicht meinen freundlichen und sachkundigen Shop/Händler........." meine ich schon, dass der Kern der Sache nochmal dargestellt werden muss.

Der Massenmarkt kann nicht Extrawünsche bedienen, gerade dann nicht, wenn man auf günstige Angebote wie den 8" F/6 Dibsin für runde 300 € nun mal festgenagelt ist.
Es ist auch keineswegs so, dass man nun glauben machen muss, diese Angebote seien rundum schlecht, auch wenn man sich bei der "Markenwahl" eigentlich nur entscheidet, welche der eingebauten Schwächen man in der Summe eher akzeptierten kann.
Fakt ist, da gibt es viel Teleskop fürs Geld, das kann man empfehlen und das ist auch bei einigen anderen Angeboten so, die man finden kann.

Fakt ist aber auch, dass die Hersteller in einer Form auf die Anforderungen des Marktes reagiert haben, die man hinterfragen sollte.
Sie können, wenn sie wollen!
Man will den möglichen fotografischen Ambitionen potenzieller Kunden Rechnung tragen, denn da stecken Folgegeschäfte drin.

Wenn man nun sieht, dass selbst Dobsons und F/6 Newtons "fotooptimiert, also mit großem FS und massig Backfokus ausgelegt werden, muss die Frage erlaubt sein, ob das noch im Sinne des Erfinders ist.
Man bedenke, dass dem visuellen Beobachter damit wirklich viel Beobachtungsqualität genommen wird und dass fotografisch ambitionierte Hobbyastronomen die Optimierungen bei genauerer Nachfrage und bei einem gesunden, also keinesfalls überzogenen, Qualitätsanspruch als äußerst suboptimal umgesetzt beschreiben.

Unter solchen Vorzeichen kann man schon fragen, ob nun nicht die Zeit reif dafür wäre, gerade bei den beliebten, wiel eben günstigen Newtons, zweigleisige Produktion und Vermarktung für fotografisch und visuell ausgelegte Newtons einzuleuten.

Da muss gar nicht alles Gold sein was glänzt, denn große Preissteigerungen wären sicher schwer zu vermitteln. Das geht kostenneutral, da bin ich mir sicher.
Immerhin fielen dann eigene Optimierungen in die jeweilige Richtung wesentlich leichter und das passende Zubehör für ein gut funktionierendes Teleskop ist sicher auch besser zu vermarkten.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo,
ich will auf keinen Fall einen Stein in die mittlerweile ruhige See werfen, aber ich habe diese Diskussion erst jetzt gelesen und bin platt.
Seit einiger Zeit informiere ich mich hier, um mit Hilfe der vielen Ratschläge und Tipps den Weg aufs Feld zu finden. Großen Dank für die unermüdliche Geduld, mit der all‘ die Fragen beantwortet werden. Auch als „Nur“-Leserin profitiere ich sehr davon. Und so kam ich zum Ergebnis, dass ein Dobson für mich geeignet wäre (wegen der Öffnung/Brennweite bin ich mir noch ein wenig unsicher). Und jetzt diese merkwürdige, verwirrende Diskussion.
H i l f e!
Ich habe das so verstanden, dass ich mit einem Dobson als Anfängerin so viel nicht falsch machen kann. Es sei denn, ich habe überzogene Erwartungen. Das ist dann aber generell ein Problem. Die Feinheiten oder Nachteile eines Dobsons, die versierte Hobbyastronomen sehen bzw. stören könnten, sind die für mich als Einsteigerin so relevant?
Wenn ich mir einen Dobson kaufe, habe ich dann ein „censored“-Gerät, das ich nach ein paar Mal Durchschauen verdamme und dann aus „Platzmangel“ oder „Zeitgründen“ ganz schnell wieder los werden möchte? Wäre es besser, den Kaufempfehlungen eines Bonner Händlers zu folgen, die da lauten:
„Man startet mit einem kleineren Refraktor, z.B. dem Vixen A 80 MWT-GPE, einem 80 mm Fraunhofer mit dem moderaten Öffnungsverhältnis von 1:11. Hier ist der Wirkungsgrad unserer Investition optimal. Die Ansprüche an die Luftunruhe, das Seeing und das Temperieren der Optik sind sehr gering. Zeitaufwendige Justierungen der Optik kommen nicht vor. Die stabile Montierung ist auch für die ersten Schritte der Planetenfotografie geeignet. Knapp 1300 € sind gut investiert.“
Heißt das nun, um überhaupt mit dem Autofahren anfangen zu können, muss man mindestens einen kleinen BMBW oder Mercedes kaufen. Ein Fiat wäre absolut censored. Stimmt, aber er hat alles was ich zum Fahren brauche. Die Macken muss ich halt hinnehmen. Bisher habe ich das so gesehen. Aber jetzt befürchte ich, die Macken könnten so zahlreich und groß sein, dass sie mich als Einsteigerin ziemlich schnell nerven.
Bitte nochmal einen gut gemeinten Rat zu meiner Beruhigung.

Danke und die besten Wünsche für das Ende der Eiszeit
Brigitte
(vorgestellt auf der Foren-Liste weiter unten)
 
Hallo Brigitte,

Zitat von Schnuppe150158:
Wäre es besser, den Kaufempfehlungen eines Bonner Händlers zu folgen, die da lauten:
„Man startet mit einem kleineren Refraktor, z.B. dem Vixen A 80 MWT-GPE, einem 80 mm Fraunhofer mit dem moderaten Öffnungsverhältnis von 1:11. Hier ist der Wirkungsgrad unserer Investition optimal. Die Ansprüche an die Luftunruhe, das Seeing und das Temperieren der Optik sind sehr gering. Zeitaufwendige Justierungen der Optik kommen nicht vor. Die stabile Montierung ist auch für die ersten Schritte der Planetenfotografie geeignet. Knapp 1300 € sind gut investiert.“
Heißt das nun, um überhaupt mit dem Autofahren anfangen zu können, muss man mindestens einen kleinen BMBW oder Mercedes kaufen. Ein Fiat wäre absolut censored. Stimmt, aber er hat alles was ich zum Fahren brauche.

einen 80mm Refaktor finde ich immer gut. Aber wenn Du schon 1300 Euro ausgeben willst, dann bitte keinen Fraunhofer sondern einen ED oder Triplett Apo. Dazu eine kleine Ayo oder Giro (alt-azimutale Montierung) und ein leichtes (Holz-)Stativ. Zusammen mit einem Amiciprisma und einem Okular bist Du dann bei Neupreisen in dieser Größenordnung. Schau ob Du einiges davon gebraucht kaufen kannst.

Fotografieren kannst Du damit nicht, aber Du hast ein leicht zu transportierendes Teleskop was Dir schon viel zeigt (auch ob den A... abfrieren Dein Ding ist). Wenn´s Dir gefällt, wirst Du Dir ohnehin später noch ein Zweitgerät kaufen.

Das was Du im Autovergleich als Fiat bezeichnest ist in Wirklichkeit ein Trabi.

Gruß Uwe
 
Hallo Brigitte,

gegen einen 80mm ED oder Triplett ist genau so wenig einzuwenden wie gegen einen 8" Newton (Dobson) und anders herum...

Die Frage ist schlicht und ergreifend: WAS willst du denn Beobachten? Erst dann kann man sagen, welches der Geräte eventuell sinnvoller ist, wals das andere.


Gruß Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Brigitte,

ich will Dir mal Mut zum Dobson machen. Ich habe von 2004 bis 2008 mit einem 10-Zoll-Newton beobachtet, und seit 2010 habe ich mir ein 12 - Zoll zugelegt. 2004 war ich absoluter Anfänger, und wie Markus richtig schreibt: WAS willst du denn beobachten? - ist die richtige Frage.

Ich hatte ungefragt ein 30-Euro-Aldi-Wackelteleskop geschenkt bekommen und es auf den erstbesten bzw. hellsten "Stern" ausgerichtet, der am Firmament stand. Da war ich platt, daß dieser "Stern" doch tatsächlich Ringe hatte - und somit hatt ich Saturn "entdeckt" - mit einem 30 - Euro - Wackelteleskop! Das hat mich so begeistert, daß ich mich bei einem Teleskophändler lange habe beraten lassen, was für ein "richtiges" Teleskop ich mir zulegen könnte.

Ich kam zu dem Schluss: Ich will ALLES sehen (entschuldigt meine Maßlosigkeit): Planeten, Nebel, Kugelsternhaufen, Mond anschauen... und mir war wichtig, mein (begrenztes) Geld v.a. in "Öffnung" zu stecken und weniger in "Montierung": Mehr Öffnung = mehr Objekte sichtbar.

Mit dem Newton-Dobson bin ich seither begeistert unterwegs. Ich beobachte meistens von zu Hause (Stadtrand), selten fahre ich zu einem idealen Beobachtungsplatz. Einziger Wermutstropfen: Bei sehr hohen Vergrößerungen muss man halt ständig manuell nachführen. Aber das visuelle Erlebnis ist unglaublich faszinierend.

Mit einem Dobson als Start, ein paar Okularen und Filtern und einem Sternatlas wirst Du lange viel Spaß haben. Ich bin bis heut nicht enttäuscht (= 8 Jahre).

Gruß,

Martin

 
Hallo Brigitte,

Deine Verunsicherung ist, aufgrund des Threads, m.E. verständlich aber unbegründet.

Ich kenne sehr viele Teleskope und stehe gerade aus diesem Grund immer noch zu der Aussage, dass so ein 8" F/6 Dobson für runde 300/350 € (+ x an Zubehör) das beste Preis-/Leistungsverhältnis auch, aber nicht nur als Einsteigerteleskop bietet.

Meine Anforderung an ein visuelles Einsteigerteleskop ist, dass es zumindest die hellsen objekte aller dem Hobbyastronomen zugänglicher Objektklassen so zeigen kann, dass die Natur des Objekts offensichtlich wird.
Nehmen wir mal GX und Kugelsternhaufen heraus, so sind das bei geringer Vergrößerung oder auch zu geringer Öffnung Wattebäuschchen, die man nicht unterscheiden kann. Erst genügend Auflösung und Lichtsammelleistung macht die Einzelsterne eines Kugelsternhaufens sichtbar und bei einer Galaxie eventuell vorhandene Spiralarme.

Das geht, je nach äußeren Bedingungen und Teleskopqualität bei etwa 5" Öffnung los, besser sind 6" Öffnung und wenn man einer Sicherheitsreserve nicht abgeneigt ist, ist ein 8" Newton optimal, preisgünstig und trotzdem stabil auf einer Rockerbox montiert.

Dass man für 300 € kein perfektes Teleskop mit 8" Öffnung erwarten kann, sollte klar sein und das ist im Sinne dessen, was ich vorher schrieb auch nicht erforderlich.
Die Einhaltung der derzeit üblichen Bewerbungsaussagen, gerade bezüglich der beugungsbegrenzten Abbildung Spiegelsets ist hier absolut ausreichend und wird auch immer besser erfüllt.
Der Besitzer ist dann mit guter Justierung selbst seines Glückes Schmied.
Justierung ist beim Newton kein Hexenwerk und hüte Dich vor dem (Irr)Glauben, Refraktoren seien immer gut justiert und zentriert, also leichter beherrschbar und besser abbildend von Haus aus. Auch hier müsste es ein gutes, teures Haus sein, um halbwegs sicher zu gehen. Da kann man aber im Fall des Falles leider gar nichts selbst in die Hand nehmen, außer man trägt ihn zum Fachmann.
Solltest Du Gefallen an meiner Definition des Einsteigerteleskops finden und mit einem Refraktor liebäugeln, dann schau mal nach den Preisen eines guten 6" ED-Refraktors mit passender Montierung, also ab EQ 6.
Im Übrigen wirst Du zu Anfang kaum selbst in der Lage sein, die Qualität (D)eines Teleskops richtig einzuschätzen. Anschluss an aktive Beobachter und das Sammeln jeder möglichen Erfgahrung (Besuch von Teleskoptreffen pp) ist hier anzuraten.

Was also hat es mit dem, Dich irritierenden, Genörgel auf sich?
Einsteiger die am Ball bleiben, sich und ihr Equipment weiter entwickeln (wollen) stolpern irgendwann über mehr oder weniger kleine Fehler oder Nachlässigkeiten herstellerseits an diesen günstigen Geräten. Dabei ist es egal, ob sie nun rein visuell oder inzwischen fotografisch unterwegs sind, wofür ein Dobson ohnehin nur im Bereich des Sonnensystems (Mond, Planeten) taugt.
Vieles ist dem günstigen Preis geschuldet, wie z.B. der zu kurze Tubusüberhang vorne oder der innen reflektierende Tubus (trotz grau/schwarzem Mattlack), schlechte Sucher und Beipackokulare.
Man hat also viele Tuningmöglichkeiten, wie den Bau einer Tau-/Streulichtkappe (aus einer alten Isomatte) und/oder das Einkleben von Veloursfolie in den Tubus.
Bei der erwähnten fotovisuellen Auslegung mit visuell unnötig großem FS und viel zu viel Fokussierweg mit langem OAZ und zusätzlichen Verlängerungshülsen sieht das Tunig schwieriger aus.
Es geht nicht darum, dass ein solches Teleskop unbrauchbar oder "zensored" ist, es geht darum, dass es mit dem simplen Einbau eines kleineren FS nicht getan ist, wenn man das Optimum aus so einem "Billigeimer" herausholen will. Dann muss man den Tubus verlängern, den OAZ austauschen und ähnliche Dinge mehr.
Das sind Erschwernisse, die unnötig sind, man könnte auch einen Dobson/Newton gleich visuell auslegen, ohne dass es mehr kosten müsste. Ein kleiner FS kann bei gleicher Qualität nur billiger sein und 5 cm mehr Tubusblech sollten das nicht auffressen.

Entwicklung in eine unnötige Richtung und Stillstand bei anderen kleinen Macken, die sehr woll allseits bekannt sind (qutschende FS-Fassungen bei GSO z.B.) nerven Leute die darum wissen insbesondere dann, wenn sie aus einem solchen "Billigeimer" durch Umbauten das Optimum herausgeholt haben und im Vergleich sehen, was mit gegebener Qualität und Öffnung möglich ist.
Das ist ein Feld, welches man angehen kann, aber nicht zwingend muss. Ich muss, da ich nicht einsehe, unnötige Öffnung durch die Gegend zu schleppen.

Das heutige Marketing scheint eher den Trend fördern zu wollen, dass man den suboptimalen 8-Zöller halt gegen einen suboptimalen 12-Zöller austauscht, so sieht man auch mehr.
Oder man rät gleich mal zum 10-Zöller als zusätzliche Lichtreserve, ich selbst halte nichts von F/5 Teleskopen in Einsteigerhänden, da habe ich auf den Plätzen einfach sohon zu viel Dejustierung (trotz und wegen Laser) und üble Okularabbildung (nicht mal ein 31er Nagler kann F/5 randscharf, geschweige denn ein 50 € WA) gesehen.

Wenn Du Dich für einen günstigen 8" F/6 Dobson zum Einstieg entschieden hast, rate ich Dir keinesfalls ab, sondern ich rate Dir zu.
Dieses heutige Einsteigerteleskop war vor vielen Jahren mein erstes richtiges "Aufsteigerteleskop" und und ist es bis vor zwei Jahren geblieben. Es hat mich bereits vor allen folgenden Umbauten begeistert, ich habe viel gesehen und gelernt.

Heute begeistert der Komplettumbau schon den zweiten Besitzer nach mir.
Ich habe heute einen optimierten 6" F/6 für 70% meiner Beobachtungszeit und noch einen ganz speziellen 12+6 Zöller für die Nächte in denen ich wirklich Zeit habe, denn den schleppe ich nicht für eine oder zwei Stunden raus.

Beruhigt? Wenn nicht, dann frag.

Gruß
*entfernt*
 
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