Die Sigma Art -Reihe und die Astrofotografie - Der große Abbildungstest

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Gernot
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Hi,

ich habe schon mal mein RF 100 L Makro an der Ra. Da ist die Sternabbildung auch nicht der Bringer in den Ecken. Ich habe da vor kurzem einen dünnen 0.5mm Klarglasfilter Clip getestet. Der brachte auch Besserung aber nicht so wie bei Dir:

1656502599673.png


Ich werde jetzt mal noch ein Klarglas Clip mit dickerem Glas bauen und damit testen. Das wäre ja dann auch für Dich der richtige Filter.

Gruß Markus
 
Hi,

ich habe schon mal mein RF 100 L Makro an der Ra. Da ist die Sternabbildung auch nicht der Bringer in den Ecken. Ich habe da vor kurzem einen dünnen 0.5mm Klarglasfilter Clip getestet. Der brachte auch Besserung aber nicht so wie bei Dir:

Den Anhang 265933 betrachten

Ich werde jetzt mal noch ein Klarglas Clip mit dickerem Glas bauen und damit testen. Das wäre ja dann auch für Dich der richtige Filter.

Gruß Markus

Du hast ja eine Linse mit R-Mount verwendet und da fällt der Adapter weg. Vielleicht erklärt das die etwas bessere Abbildung (ohne Filter im Lichtweg).

Ich werde auch das 28mm und das 40mm Art mit der R + Filter testen. Mal sehen ob es da auch diese Verbesserung in den Ecken gibt.

CS Gernot
 
Moin,

kann schon sein, dass für die EF-Linsen mit dem etwas entspannteren Strahlengang die Sache einfacher ist, ich bin auf jeden Fall gespannt, der Effekt bei Gernot war schon ziemlich deutlich.

CS
Jörg
 
Moin,

ich konnte die Tage mein Rf 100 und das RF 50 1.2 testen. Hier das 50er bei f=2:

1657261750650.png


Und hier das 100er offenblende, auch nicht so wirklich gut:
1657262581316.png


Das Übersichtsbild mit dem 50er gefällt mir trotzdem recht gut:
1657262626794.png


Und hier das Bild mit dem 100er:
1657262679912.png


Bei beiden Objektiven hatte ich den dickeren Clipfilter drin. So ein richtiger Unterschied konnte ich dieses mal nicht feststellen. Egal ob mit oder ohne Filter:
1657263123600.png


So richtig weiter bin ich jetzt auch nicht damit.

Gruß Markus
 
Moin,

ich konnte die Tage mein Rf 100 und das RF 50 1.2 testen. Hier das 50er bei f=2:

Den Anhang 267399 betrachten

Und hier das 100er offenblende, auch nicht so wirklich gut:
Den Anhang 267402 betrachten

Das Übersichtsbild mit dem 50er gefällt mir trotzdem recht gut:
Den Anhang 267403 betrachten

Und hier das Bild mit dem 100er:
Den Anhang 267404 betrachten

Bei beiden Objektiven hatte ich den dickeren Clipfilter drin. So ein richtiger Unterschied konnte ich dieses mal nicht feststellen. Egal ob mit oder ohne Filter:
Den Anhang 267405 betrachten

So richtig weiter bin ich jetzt auch nicht damit.

Gruß Markus

Danke für die Mühe!

Mir gefallen beide Bilder als Übersichtsaufnahme sehr gut.

Könntest du mir bitte einen Klarglasfilter zukommen lassen? Ich würde dann Tests mit meinen Sigmas machen.

LG Gernot
 
Hi,

Filter ist unterwegs. Ich bin auf Deine Tests gespannt. Halte uns bitte auf dem laufenden.

Gruß Markus
 
Hi,

ein paar weitere Tests mit der umgebauten Ra und Weitwinkelobjektiven.
Links mit einem OWB Clipfilter mit dem ausgebauten Glas (1.2mm dicke) und rechts mit einem OWB Filter mit sehr dünnem Glas (ca.0.5mm).

Links unten:
1657693889182.png


Mitte:
1657693945702.png


Ecke rechts unten:
1657693971848.png


Fazit: OWB Filter aus dem ausgebauten Glas scheint nicht sinnvoll zu sein wenn die Sensorlage korrigiert ist.

Gruß Markus
 
Hi,

ein paar weitere Tests mit der umgebauten Ra und Weitwinkelobjektiven.
Links mit einem OWB Clipfilter mit dem ausgebauten Glas (1.2mm dicke) und rechts mit einem OWB Filter mit sehr dünnem Glas (ca.0.5mm).

Links unten:
Den Anhang 268276 betrachten

Mitte:
Den Anhang 268277 betrachten

Ecke rechts unten:
Den Anhang 268278 betrachten

Fazit: OWB Filter aus dem ausgebauten Glas scheint nicht sinnvoll zu sein wenn die Sensorlage korrigiert ist.

Gruß Markus

Sehr interessant!

Kann man daraus Rückschlüsse auf die Sternenthematik ziehen?

CS Gernot
 
Bedingt, wenn Sensorlage korrekt ist bildmäßig alles gut. Das sagt aber noch nicht so viel über die Sternabbildung.

CS Jörg
 
Hallo Gernot,

herzlichen Dank für Deine Tests, ich weiß, wie aufwändig so etwas ist!

Falls noch interessant, kann ich Testfotos mit dem 135mm Sigma Art beisteuern:

135mm Sigma Art, Blende f/2:

135mm Sigma Art, Blende f/2,8:

135mm Sigma Art, Blende f/4:

Bilder sind "out of cam", ohne jede Bearbeitung.

Bei den Sigma Art Objektiven ist die Serienstreuung relativ hoch, man muß also jedes einzelne Exemplar am Sternenhimmel testen und bei Nichtgefallen zurückschicken. Ich habe zwei der 135mm Objektive zurückgehen lassen, bis das Dritte dann für mich akzeptabel war.

Mein Tip:
Macht bei der Blende, wo die Sternabbildung für Euch OK ist, eine Flatfieldaufnahme (bzw. ein Masterflat aus ca. 20 Aufnahmen) und streckt es so, dass die Vignette deutlich sichtbar wird.
Dann schaut Euch die einzelnen Farbkanäle (R, G und B) an, ob die Vignettenkreise
a) grundsätzlich mittig ausgerichtet sind
b) die einzelnen Farbkanäle zueinander zentriert ausgerichtet sind

Bei einem 135mm Exemplar, welches zurückgeschickt wurde, war zB der Blaukanal deutlich versetzt zu den beiden anderen Farbkanälen.

Noch ein Tip:
Eine Einzelaufnahme zur Beurteilung der Sternqualität kann immer nur ein Indiz sein - macht auf jeden Fall immer auch eine echten Stack aus mehreren Aufnahmen!
Nur dann könnt ihr beurteilen, ob die Sternabbildung auch akzeptabel ist.

LG
Christian
 
Hallo Gernot,

herzlichen Dank für Deine Tests, ich weiß, wie aufwändig so etwas ist!

Falls noch interessant, kann ich Testfotos mit dem 135mm Sigma Art beisteuern:

135mm Sigma Art, Blende f/2:

135mm Sigma Art, Blende f/2,8:

135mm Sigma Art, Blende f/4:

Bilder sind "out of cam", ohne jede Bearbeitung.

Bei den Sigma Art Objektiven ist die Serienstreuung relativ hoch, man muß also jedes einzelne Exemplar am Sternenhimmel testen und bei Nichtgefallen zurückschicken. Ich habe zwei der 135mm Objektive zurückgehen lassen, bis das Dritte dann für mich akzeptabel war.

Mein Tip:
Macht bei der Blende, wo die Sternabbildung für Euch OK ist, eine Flatfieldaufnahme (bzw. ein Masterflat aus ca. 20 Aufnahmen) und streckt es so, dass die Vignette deutlich sichtbar wird.
Dann schaut Euch die einzelnen Farbkanäle (R, G und B) an, ob die Vignettenkreise
a) grundsätzlich mittig ausgerichtet sind
b) die einzelnen Farbkanäle zueinander zentriert ausgerichtet sind

Bei einem 135mm Exemplar, welches zurückgeschickt wurde, war zB der Blaukanal deutlich versetzt zu den beiden anderen Farbkanälen.

Noch ein Tip:
Eine Einzelaufnahme zur Beurteilung der Sternqualität kann immer nur ein Indiz sein - macht auf jeden Fall immer auch eine echten Stack aus mehreren Aufnahmen!
Nur dann könnt ihr beurteilen, ob die Sternabbildung auch akzeptabel ist.

LG
Christian

Danke für den Beitrag Christian :)

Wie beurteilst du die Abbildungsleistung meiner Linsen anhand der Einzelframes (soweit möglich)?

CS Gernot
 
Hallo Gernot,

das 24mm ist vergleichbar mit meinem Nikkor AF-S 20mm f/1,8 - dieses nutze ich bei Blende f/3,5 für nachgeführte Astrofotos und bei Offenblende für Meteor- und TWAN-Fotografie.
Es ist physikalisch extrem schwierig, Weitwinkleobjektive mit guter Abbildungsleistung in den Ecken zu entwerfen (wenn's größen- und kostenmäßig im vernünftigen Rahmen bleiben soll). Die "Schwalben" in den Ecken hat man da bei Offenblende immer.

Das 40mm finde ich enttäuschend, das scheint kein gutes Exemplar zu sein. Obwohl man im Netz sehr viel Gutes über diese Linse für Astrofotografie hört....

Am besten von der Sternabbildung ist sicherlich das 105mm, allerdings liegt da eine leichte Verkippung vor.
Versuche mal, einen kleinen ca. 0,25mm dicken Metall- oder Kunststoffstreifen in einer Ecke zwischen Objektiv und DSLR einzuklemmen, ob sich dann (wenn Du die richtige Ecke erwischt hast) etwas verbessert.

LG
Christian
 
Hallo Gernot,

das 24mm ist vergleichbar mit meinem Nikkor AF-S 20mm f/1,8 - dieses nutze ich bei Blende f/3,5 für nachgeführte Astrofotos und bei Offenblende für Meteor- und TWAN-Fotografie.
Es ist physikalisch extrem schwierig, Weitwinkleobjektive mit guter Abbildungsleistung in den Ecken zu entwerfen (wenn's größen- und kostenmäßig im vernünftigen Rahmen bleiben soll). Die "Schwalben" in den Ecken hat man da bei Offenblende immer.

Das 40mm finde ich enttäuschend, das scheint kein gutes Exemplar zu sein. Obwohl man im Netz sehr viel Gutes über diese Linse für Astrofotografie hört....

Am besten von der Sternabbildung ist sicherlich das 105mm, allerdings liegt da eine leichte Verkippung vor.
Versuche mal, einen kleinen ca. 0,25mm dicken Metall- oder Kunststoffstreifen in einer Ecke zwischen Objektiv und DSLR einzuklemmen, ob sich dann (wenn Du die richtige Ecke erwischt hast) etwas verbessert.

LG
Christian

Danke für den Tipp!

Mir kam die Performance des 40mm auch auffällig vor und darum suchte ich Kontakt zu weiteren Besitzern, die mir dann auch ihre "40er -RAWs" zur Verfügung gestellt haben. Die Abbildung war bei allen ähnlich! Ich werde beim nächsten Test probieren auf dem Bild -Drittel zu fokussieren. Man verliert zwar an Schärfe im Zentrum aber eine Bildfeldkrümmung könnte sich dadurch bekämpfen lassen.

CS Gernot
 
Hallo Leute!

Es gibt Neuigkeiten beim Problem mit den Art Linsen an der Canon R -Serie.

Kurzzusammenfassung: Objektive der Sigma Art Serie (EF-Anschluss) zeigen wenn sie mittels Adapter an DSLMs der Canon R -Serie betrieben werden eine sehr schlechte Sternabbildung in den extremen Bildecken. Dieser Effekte wurde von mir und einigen Usern auf cloudynights.com "erfolgreich" reproduziert.

Markus (@conehead) hat mir einen Klarglasfilter gebastelt dessen Glasdicke jener der entfernten Filterschicht ( Astromodifikation) entspricht. Mein gestriger Test hat gezeigt, dass dieser Filter anscheinend die Lösung für das Problem ist.

Canon EOS R(a) + Sigma 105mm A f1.4

Clipfilter - Klarglas

Filter.jpg

Test ohne Filter

ohneFilter.png

Test mit Filter

mitFilter.png

In Zukunft werde ich noch prüfen, ob der Filter auch beim Sigma 40mm Art f1.4 funktioniert!

Ich möchte die Gelegenheit hier nutzen und Markus für seine Hilfe und die tolle Zusammenarbeit danken :)

CS Gernot
 
Huhu,

prima, das entspricht ziemlich meinem pers. Erwartungswert.

Gute Arbeit und lieben Dank für die Mühe.

CS Jörg
 
Moin,

Gesamtfazit: Korrekte Chipposition ist elementar. Das kennt man ja schon seit DSLR's Zeiten.

Bei Kameras die für sehr kurze Auflagemaße gemacht sind scheint der Glasweg wichtig zu werden.

Die Ergebnisse von Markus, Gernot und Kollegen scheinen darauf hinzuweisen.

Für die Sigmas und die R hat man jetzt einen Anhalt. Interessant wäre es, das breiter zu beleuchten. Denn nicht nur Canon-User werden ihren Objektivbestand weiter nutzen wollen. Und generell bieten die kurzen Auflagemaße der DSLM ja viele Möglichkeiten.

CS Jörg
 
hallo,

super Dokumentation und Diskussion! :y:

Interessant, dass der dünne Klarglasfilter den offaxis Astigmatismus mindert. Die fokussierten Kreuzchen werden runder.
Gleichzeitig wird der Tilt etwas verändert, die linkee obere Ecke ist besser fokussiert. Bei der f Zahl gehts um Haaresbreiten.

Nach meiner Erfahrung ist APS-C mit kleinen Pixeln (3,7µ) schwieriger zu bedienen als Vollformat mit großen Pixeln (6,6µ).
Eine vielfache Auflösung wiegt schwerer als die 1,6-fache Größe.

Papierstreiferl unterschiedlicher Dicke zwischen Objektiv und Gehäuse in passender Richtung einklemmen ist ein probater Tilt Adapter!

lg Tommy
 
Moin,

im Grunde sind wir damit wieder da, wo wir in den Anfängen des DSLR-Umbaus schon Mal waren, Filter durch Ersatzglas tauschen.

Wobei die Frage nach der Position der Ersatzgläser noch offen bleibt, beeinflusst die Position als Clipfilter den Asti anders als in der Originalposition?

Und ist der Asti auch an einer VF-EOS mit Astromod und korrekt eingestelltem Chip da? Gibt's da auch das Glasweg-Problem?

Woher kommt der Effekt?

An der Adaption RF > EF an sich kann es nicht liegen, das ist nur ein opt. Tubus. Wenn wir davon ausgehen dass alle Bajonette etwas Luft in den Passungen haben ist ein minimaler Tilt normal. Je mehr Adapter dazwischen sind, um so mehr. Das ist auch bei Telekonvertern so oder bei Makro-Zwischenringen. Daher auch die Sache mit dem Papier.

Der Parallelfall wäre das EF-M System im Aps-C Format. Gibt es da ähnliche Effekte?

Könnte es sein, dass die Filterpakete in den DSLM's anders beschaffen sind und bei kurzen Brennweiten da Fehler induzieren?

Die Ergebnisse der unterschiedlichen Brennweiten waren ja durchaus verschieden, wenn auch nicht alle Kombinationen verglichen wurden.

CS Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin,

im Grunde sind wir damit wieder da, wo wir in den Anfängen des DSLR-Umbaus schon Mal waren, Filter durch Ersatzglas tauschen.

Wobei die Frage nach der Position der Ersatzgläser noch offen bleibt, beeinflusst die Position als Clipfilter den Asti anders als in der Originalposition?

Und ist der Asti auch an einer VF-EOS mit Astromod und korrekt eingestelltem Chip da? Gibt's da auch das Glasweg-Problem?

Woher kommt der Effekt?

An der Adaption RF > EF an sich kann es nicht liegen, das ist nur ein opt. Tubus. Wenn wir davon ausgehen dass alle Bajonette etwas Luft in den Passungen haben ist ein minimaler Tilt normal. Je mehr Adapter dazwischen sind, um so mehr. Das ist auch bei Telekonvertern so oder bei Makro-Zwischenringen. Daher auch die Sache mit dem Papier.

Der Parallelfall wäre das EF-M System im Aps-C Format. Gibt es da ähnliche Effekte?

Könnte es sein, dass die Filterpakete in den DSLM's anders beschaffen sind und bei kurzen Brennweiten da Fehler induzieren?

Die Ergebnisse der unterschiedlichen Brennweiten waren ja durchaus verschieden, wenn auch nicht alle Kombinationen verglichen wurden.

CS Jörg

Bei der Canon EOS R(a) kann ich derzeit folgendes berichten...

R (modifiziert durch Spezialisten):

Die Veränderung der Dicke des Filterstacks dürfte bei Objektiven der Sigma Art -Reihe Abbildungsproblem provozieren. Durch einen Clipfilter (Klarglas) der den ursprünglichen Glasweg wieder herstellt kann die Sternabbildung in den Ecken meist (!) verbessert werden.

Markus (@conehead) hat den Filter mit seinen Canon RF Linsen getestet und da brachte er nichts.

Ra - Canon Retailversion:

Laut Recherche gibt es keine Probleme mit den Sigma Art Linsen im Bezug auf die Abbildungsqualität in den Ecken (von mir nicht geprüft). Bei der originalen Ra wird ein eigener Filterstack verwendet welcher ein bisschen IR durchlässt. Laut Canon ist das besser für die Astrofotografie was aber nicht stimmt. Frank (@frasax) hat in seinem Testvideo Bilder gezeigt (mit RF Linsen von Canon gemacht), welche bei hellen Sternen in den Ecken rote Halos zeigen. Laut Usern auf cloudynights.com gibts die roten Kringel auch bei adaptierten Objektiven.

Eine Lösung für das Halo -Problem soll der Astronomik L2 Clipfilter sein.

Fazit: Pest oder Cholera :cool:
 
Ich zeige euch hier einen weiteren interessanten Test. Diesmal habe ich das Sigma 28mm A f1.4 an die Canon EOS R(a) geschnallt und interessante Erkenntnisse erlangt. Wider erwarten performte das Objektiv ganz passabel und der Einsatz des Klarglasfilters verschlimmerte das Ergebnis. Ich hatte dieses Verhalten schon mit Objektiven an der Canon 6Da und Brennweiten bis 35mm beobachten können. Bei kurzen Brennweiten scheinen Clipfilter eher kontraproduktiv zu sein. Vielleicht kann @tommy_nawratil das ein bisschen genauer erklären!?

- Canon R(a)
- Bilder sind normalisiert und die Vignette wurde in Lightroom entfernt
- Belichtungszeit 30 Sekunden bei ISI 1600

Sigma 28mm A f1.4 @ f2.8 mit Klarglasfilter

28mm_R_filter_AI.jpg

Sigma 28mm A f1.4 @ f2.8 ohne Klarglasfilter

28mm_R_ohne_filter_AI.jpg

CS Gernot
 
Ich zeige euch hier einen weiteren interessanten Test. Diesmal habe ich das Sigma 28mm A f1.4 an die Canon EOS R(a) geschnallt und interessante Erkenntnisse erlangt. Wider erwarten performte das Objektiv ganz passabel und der Einsatz des Klarglasfilters verschlimmerte das Ergebnis. Ich hatte dieses Verhalten schon mit Objektiven an der Canon 6Da und Brennweiten bis 35mm beobachten können. Bei kurzen Brennweiten scheinen Clipfilter eher kontraproduktiv zu sein. Vielleicht kann @tommy_nawratil das ein bisschen genauer erklären!?

- Canon R(a)
- Bilder sind normalisiert und die Vignette wurde in Lightroom entfernt
- Belichtungszeit 30 Sekunden bei ISI 1600

Sigma 28mm A f1.4 @ f2.8 mit Klarglasfilter

Den Anhang 270217 betrachten

Sigma 28mm A f1.4 @ f2.8 ohne Klarglasfilter

Den Anhang 270218 betrachten

CS Gernot
Siehe mein Post.

Wird der einfallende Lichtkegel zu steil, macht das mit den Clipfiltern Probleme...

Das ist für den Anwendungsfall eben die Ausnahme, bei langen Brennweiten tritt das nicht auf (Teleobjektive oder Teleskope)

CS Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hey Leute -
super Diskussion und klasse Tests! Wollt ich nur mal so in die Runde schmeissen. Bin nämlich auch gerade ein bisschen am Gucken, welche Objektive ggf. interessant wären...

Btw - vielleicht ist der Effekt auch vernachlässigbar klein - aber bei dem Vergleich 6D(a) vs R(a) am selben Objektiv: was gar nicht erwähnt wurde ist, dass ein 10 MP Auflösungsunterschied besteht (und Pixelpitchunterscheid von 6,5 zu 5,3) und dadurch bei 100% Ansicht natürlich der Fehler bei der höher aufgelösten Kamera größer bzw. in Pixeln länger erscheint als bei der 6D, selbst wenn der Fehler gleichgroß wäre.

Greetz,
Arne
 
Siehe mein Post.

Wird der einfallende Lichtkegel zu steil, macht das mit den Clipfiltern Probleme...

Das ist für den Anwendungsfall eben die Ausnahme, bei langen Brennweiten tritt das nicht auf (Teleobjektive oder Teleskope)

CS Jörg

Danke für die Erklärung! Ich hatte das wahrscheinlich überlesen :)

Hey Leute -
super Diskussion und klasse Tests! Wollt ich nur mal so in die Runde schmeissen. Bin nämlich auch gerade ein bisschen am Gucken, welche Objektive ggf. interessant wären...

Btw - vielleicht ist der Effekt auch vernachlässigbar klein - aber bei dem Vergleich 6D(a) vs R(a) am selben Objektiv: was gar nicht erwähnt wurde ist, dass ein 10 MP Auflösungsunterschied besteht (und Pixelpitchunterscheid von 6,5 zu 5,3) und dadurch bei 100% Ansicht natürlich der Fehler bei der höher aufgelösten Kamera größer bzw. in Pixeln länger erscheint als bei der 6D, selbst wenn der Fehler gleichgroß wäre.

Greetz,
Arne

Das stimmt Arne! Die 6Da ist ein Meister des Kaschierens mit ihren Riesenpixeln :)

Die Abbildungsfehler der R(a) sind aber meiner Meinung nach schon „kameraspezifisch“ und tauchen bei der 6Da nicht auf.

CS Gernot
 
Das stimmt Arne! Die 6Da ist ein Meister des Kaschierens mit ihren Riesenpixeln :)

Die Abbildungsfehler der R(a) sind aber meiner Meinung nach schon „kameraspezifisch“ und tauchen bei der 6Da nicht auf.

CS Gernot

Das denke ich auch, Gernot - wollte einfach nur noch mal drauf hinweisen, dass es ggf. auch etwas "verzerrt" bzw vergrößert wird, was die Stärke des Fehlers angeht in dem Vergleich der beiden Kameras. Der Unterschied ist da, das sehe ich auch so.

Aber das sind immer die üblichen Probleme mit Vergleichen in unserem Bereich.. irgendwie was hinkt leider immer o_O

Weitermachen, issn interessanter Thread, davon sollte es mehr geben.. da kann man wirklich mal im Vergleich sehen, was die Objektive leisten und kann gucken, was man gerne hätte.. ;)


Greetz,
Arne
 
Btw - vielleicht ist der Effekt auch vernachlässigbar klein - aber bei dem Vergleich 6D(a) vs R(a) am selben Objektiv: was gar nicht erwähnt wurde ist, dass ein 10 MP Auflösungsunterschied besteht (und Pixelpitchunterscheid von 6,5 zu 5,3) und dadurch bei 100% Ansicht natürlich der Fehler bei der höher aufgelösten Kamera größer bzw. in Pixeln länger erscheint als bei der 6D, selbst wenn der Fehler gleichgroß wäre.

Das stimmt Arne! Die 6Da ist ein Meister des Kaschierens mit ihren Riesenpixeln :)

Die Abbildungsfehler der R(a) sind aber meiner Meinung nach schon „kameraspezifisch“ und tauchen bei der 6Da nicht auf.

Also ist die ach so tolle (teure) EOS Ra und R(a) schlechter als die gute alte 6D(a)?
Und mehr Licht fängt die 6D(a) durch ihre grösseren Pixel auch ein..
:D :ROFLMAO:
Klasse! Da habe ich mal gut Geld gespart :y:
 
Moin,

ich sehe das weniger als unter dem Aspekt der Objektive, sondern wegen des gesamten Phänomens.

Man sieht bei den verschiedenen Brennweiten, dass die "kurzen" weniger verzeihen als die "langen" - wobei, Weitwinkel sind immer schwierig, wie oben schon geschrieben.

Auf jeden Fall ist die Sache sehr spannend, denn das wird uns mehr oder weniger irgendwann alle betreffen, wenn wir neue Kameras kaufen. Für den Normalfall dürfte also "Glasersatz" genau so ein Thema sein wie "Chipjustage". Sprich, beim Beauftragen sollte man wissen was man macht, z.B. Filter im Strahlengang, wie dick, und wie viel muss dann noch rein...

Die "echte" Ra hat das gleiche Problem wie die anderen "a"'s - die FIlter sind enger als beim mod., das war bei der 20Da schon so und bei allen folgenden.

CS
Jörg
 
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