Diffraktion visuell d. Hauptspiegelclips u. ähnl

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budget_hubble

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hallo an alle!

ich bin gerade am fertigstellen eines eigenbau-newtons 8"f6. in einem anderen thread kam das thema auf, wie stark die hauptspiegelclips auch visuell bildverschlechternd wirken. desgleichen bin ich an der fertigstellung einer lichtfalle/blenden als teilringe gegenüber dem oaz, die evtl. zu einer leichten vignettierung führen können.
so wie es sich mir auf astrofotos darstellt, legt sich durch die spiegelclips ein feiner schleier über die abbildung.

die frage: noch könnte ich die spiegelclips durch einen ring, wie beim intes mn, abdecken und auf die lichtfalle verzichten. was die lichtfalle betrifft, müsste dies einen ähnlichen effekt haben, wie wenn ein oaz in den tubus ragt. die lichtfalle ragt knapp nicht in den freien durchmesser des hs.
es wäre schön, wenn mir jemand etwas aus der praxis berichten könnte!

lg., martin
 
Hallo,

Ich denke, die Beugungseffekte der Spiegelclips sind gegenüber jenen der Fangspiegel-Spinne zu vernachlässigen.

Ich würde diese nicht mit einem Ring abdecken, dann hast Du nur mehr einen 7.75" Newton. ;) Und Du willst ja sicherlich die volle Öffnung, oder?

Das Hineinragen des OAZ in den Tubus kann hingegen sehr störend wirken! Das produziert bei hellen Sternen einen dicken Spike.

Beste Grüße,
Jörg
 
Zitat von jweingrill:
Das Hineinragen des OAZ in den Tubus kann hingegen sehr störend wirken! Das produziert bei hellen Sternen einen dicken Spike.
Hallo Jörg,

hast Du solch einen Spike schon einmal selbst gesehen? - Ich frage deshalb, weil ich mit dem 15 mm breiten Kamerahalter meines Schüsselteleskops an hellen Sternen keine Spikes sehe, hierzu ein Beispiel (Theta^1 Orionis).

Gruß, Jan
 
Hi Martin,

Die Klammern machen eine Art schwaches, breit gefächtertes Streulicht. Wobei das wieder je nach Breite und Form der bedeckten Optikfläche verschieden sein dürfte. Vereinsintern gab es da mal Testaufnahmen. Fotografisch kommt das natürlich nur bei hellen Sternen heraus. Aber wenn man den Pferdekopf aufnimmt, oder die Plejaden, hat man die im Bild.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jan,


auf die Idee irgendetwas wie ein OAZ-Rohr in den Strahlengang ragen zu lassen käme ich nicht im Traum, wenn sonstiges Streulich gut unterdrückt ist kann ein solches Teil ziemlichen Lichtmatsch verursachen. Ich habe ausgiebig mit verschiednen FS Spinnen experimentiert, Du glaubst gar nicht was sich alles noch als störend wahrnehmen läßt wenn ein Newton erst mal weit genug optimiert ist. Deshalb bin ich für den visuellen Einsatz nach einigen offenen und geschlossenen Neubauten zumindest für meinen 8"f6 beim zwangsbelüfteten Volltubus als Optimum angelangt. Was sich für den derzeitig im Bau befindlichen 12,5"f7 Newton als am brauchbarsten herausstellt wird sich zeigen, ein provisorischer Gitterrohrtubus ist fast fertig.


Viele Grüße Felix


P.S.: besonders auffällig ist das an Jupiter und Mond, einzelne helle Sterne schaue ich mir seltener an.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke an alle für eure Antworten! Ich hab die Hauptspiegelclips mit einem Blendenring abgedeckt und den Okularauszug deutlich gekürzt, sonst hätte mir das eh keine Ruhe gelassen ;-)

LG, Martin

 
Hallo Felix,

wenn ich Deine Beschreibung von den durch Hindernisse im Strahlengang verursachetn Störungen bei visueller Beobachtung und meine fotografischen Ergebnisse - gerade an Mond und Jupiter - miteinander vergleiche, dann komme ich zu dem Schluss, dass die fotografische Erfassung dieser Objekte viel unempfindlicher gegen solche Störungen sein muss als die visuelle.

Da ich fast ausschließlich fotografiere bzw. videografiere, und nur selten unmittelbar am Okular beobachte, wäre es mal interessant, von den Erfahrungen solcher Beobachter zu hören, die beides gleichermaßen betreiben.

Was mich speziell interessiert, ist die Frage, warum typische Newton-Aufnahmen an hellen Sternen deutliche Spikes zeigen, die sich eindeutig auf die Wirkung der Fangspiegelspinnen zurückführen lassen, und meine Aufnahmen trotz einer relativ dicken Halterung im Strahlengang keine Spikes oder sonstige Störungen zeigen.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,


ich habe da recht ungenau Lichtmatsch geschrieben, damit meinte ich eine Aufhellung des gesamten Bildes, also vor allem des Hintergrundes. Diese Aufhellung war recht gleichmäßig, deswegen "Lichtmatsch"...

Kann sein daß das deswegen fotografisch weniger auffällig ist. Da ich widerrum gar nicht fotografiere kann ich nur zum visuellen Eindruck was schreiben, ich habe z.B. keine Ahnung was bei meiner gebogenen Spinne fotografisch passiert - wäre mal interessant.

Visuell würde ich behaupten: je weniger Spinne oder ähnliches desto besser, man sieht sogar die Schlieren die sich an einer Blechspinne bilden weshalb ich beim nächsten Newton eine Drahtspinne verbaue die sich nur noch an sehr hellen Sternen durch hauchfeine Spikes bemerkbar macht (in einem 12"f4 getestet), das stört glaube ich weniger als die Schlieren der gebogenen Blechspinne, ich werde das jedenfalls vergleichen.


Viele Grüße Felix
 
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