Christian_P
Aktives Mitglied
Hallo Leute,
ich überlege mir irgendwann auch einen Dobson zu kaufen. Da kommt man ja heute nicht mehr um die günstige "Chinaware" herum. Die 8 und 10 Zoll Dobson sind demzufolge natürlich "die" Empfehlung für den Einsteiger. Der Preis ist hier das Argument schlechthin aus gutem Grund, denn billiger bekommt man Öffnung nicht! Zu nennen sind hier ja einmal Skywatcher, dann GSO und Galaxy. Die beiden letzteren kommen wohl vom selben Produzenten.
Trotz der geringen Preise bin ich mir unsicher ob ich das bekomme was ich mir von einem Kauf großer Öffnung verspreche. Auf der einen Seite hat man die "Garantie" auf Beugungsbegrenztheit, die einem der Händler "zusichert". Auf der anderen Seite hofft man natürlich für wenig Geld einen möglichst guten Spiegel zu bekommen. In Fachkreisen also einen möglichst hochstrehligen.
Das diese Geräte für die gängigen Beobachtungen durchaus gut sind bezweifle ich nicht, aber genügen sie nach leichten Optimierungen auch dem "anspruchsvolleren" Planeten und Mondbeobachter? Das wäre nämlich mein Anspruch. Ich würde mir eine größere Öffnung zulegen um damit mehr Kontrast und Auflösung am Planeten zu haben. In den Einsteigerthreads wird ja immer gut von diesen Geräten gesprochen aber was weiß man wirklich? Es gibt nachweislich ausgesprochen gute Exemplare aus optischer Sicht aber eine generelle Qualitäsangabe gibt es nicht. Da steht man also nun dumm da, es sei denn man lässt interferometrisch messen oder traut sich einen Sterntest zu, wenn das Wetter mitspielt. Es bleibt ja auch immer noch der Gebrauchtkauf bei dem es dann noch günstiger wird, mit derselben Option auf einen ausgezeichneten Spiegel.
Ich bin noch nicht so lange dabei, kann mich aber noch schwach an die Anfänge erinnern. Ich beobachte den Markt nebenbei schon etwas länger und scheinbar hat sich da in den letzten 10 Jahren nicht so viel getan. Wir stehen heute immer noch vor dem Problem das wir hoffen müssen im Billigsegment eine gute Optik zu erwischen. Vom Hörensagen ist natülich bekannt das sich z.B. die Qualität von GSO nach oben "eingependelt" hat. Aber was heißt das schon? Für den Einsteiger bleibt da im Prinzip nur das Vertrauen in die Güte der Ware.
Auf der anderen Seite steht natürlich die Mechanik von der bekannt ist, dass sie brauchbar ist aber das man hier und da noch verbessern kann. Subjektiv beobachtet scheint diese auch besser geworden zu sein. Stimmt das? Alles in allem kann man natürlich für den Preis nicht viel erwarten aber rechnet man mal den Preis in DM um (viele wissen gar nicht mehr was das ist) kostet so ein Einsteigerdobson 8 Zoll mal locker 700DM! Das ist auch nicht so wenig.
Warum ist es mit den heutigen Möglichkeiten nicht möglich gleich den Strehl des Spiegels als garantierte Leistung mit ans Teleskop zu heften? Gut da kann man ja auch schreiben was man möchte. Stattdessen bleibt die wahre Qualität erst mal im Dunkeln verborgen. Mechanisch sieht man ja was man hat.
Diese Teleskope werden dem Einsteiger in den Foren ja uneingeschränkt empfohlen aber kann man das ruhigen Gewissens denn überhaupt machen? Ich möchte mit diesem Text nur mal ein paar Gedanken schreiben, die ich mir so mache. Es soll hier auch nicht großartig um irgendwelche Vergleiche mit anderen Teleskopystemen gehen. Mich interessiert nur was man wirklich bekommt, wenn man 350 bis 800 Euro für einen Einsteigerdobson ausgibt.
VG,
Christian
ich überlege mir irgendwann auch einen Dobson zu kaufen. Da kommt man ja heute nicht mehr um die günstige "Chinaware" herum. Die 8 und 10 Zoll Dobson sind demzufolge natürlich "die" Empfehlung für den Einsteiger. Der Preis ist hier das Argument schlechthin aus gutem Grund, denn billiger bekommt man Öffnung nicht! Zu nennen sind hier ja einmal Skywatcher, dann GSO und Galaxy. Die beiden letzteren kommen wohl vom selben Produzenten.
Trotz der geringen Preise bin ich mir unsicher ob ich das bekomme was ich mir von einem Kauf großer Öffnung verspreche. Auf der einen Seite hat man die "Garantie" auf Beugungsbegrenztheit, die einem der Händler "zusichert". Auf der anderen Seite hofft man natürlich für wenig Geld einen möglichst guten Spiegel zu bekommen. In Fachkreisen also einen möglichst hochstrehligen.
Das diese Geräte für die gängigen Beobachtungen durchaus gut sind bezweifle ich nicht, aber genügen sie nach leichten Optimierungen auch dem "anspruchsvolleren" Planeten und Mondbeobachter? Das wäre nämlich mein Anspruch. Ich würde mir eine größere Öffnung zulegen um damit mehr Kontrast und Auflösung am Planeten zu haben. In den Einsteigerthreads wird ja immer gut von diesen Geräten gesprochen aber was weiß man wirklich? Es gibt nachweislich ausgesprochen gute Exemplare aus optischer Sicht aber eine generelle Qualitäsangabe gibt es nicht. Da steht man also nun dumm da, es sei denn man lässt interferometrisch messen oder traut sich einen Sterntest zu, wenn das Wetter mitspielt. Es bleibt ja auch immer noch der Gebrauchtkauf bei dem es dann noch günstiger wird, mit derselben Option auf einen ausgezeichneten Spiegel.
Ich bin noch nicht so lange dabei, kann mich aber noch schwach an die Anfänge erinnern. Ich beobachte den Markt nebenbei schon etwas länger und scheinbar hat sich da in den letzten 10 Jahren nicht so viel getan. Wir stehen heute immer noch vor dem Problem das wir hoffen müssen im Billigsegment eine gute Optik zu erwischen. Vom Hörensagen ist natülich bekannt das sich z.B. die Qualität von GSO nach oben "eingependelt" hat. Aber was heißt das schon? Für den Einsteiger bleibt da im Prinzip nur das Vertrauen in die Güte der Ware.
Auf der anderen Seite steht natürlich die Mechanik von der bekannt ist, dass sie brauchbar ist aber das man hier und da noch verbessern kann. Subjektiv beobachtet scheint diese auch besser geworden zu sein. Stimmt das? Alles in allem kann man natürlich für den Preis nicht viel erwarten aber rechnet man mal den Preis in DM um (viele wissen gar nicht mehr was das ist) kostet so ein Einsteigerdobson 8 Zoll mal locker 700DM! Das ist auch nicht so wenig.
Warum ist es mit den heutigen Möglichkeiten nicht möglich gleich den Strehl des Spiegels als garantierte Leistung mit ans Teleskop zu heften? Gut da kann man ja auch schreiben was man möchte. Stattdessen bleibt die wahre Qualität erst mal im Dunkeln verborgen. Mechanisch sieht man ja was man hat.
Diese Teleskope werden dem Einsteiger in den Foren ja uneingeschränkt empfohlen aber kann man das ruhigen Gewissens denn überhaupt machen? Ich möchte mit diesem Text nur mal ein paar Gedanken schreiben, die ich mir so mache. Es soll hier auch nicht großartig um irgendwelche Vergleiche mit anderen Teleskopystemen gehen. Mich interessiert nur was man wirklich bekommt, wenn man 350 bis 800 Euro für einen Einsteigerdobson ausgibt.
VG,
Christian