Re: Dobson oder doch Refraktor für totalen Anfänge
Hi Gunni,
hier noch einmal eine direkte Gegenüberstellung:
8" (?)-Newton auf parallaktischer Montierung
Link zur Grafik:
http://www.astronomie.de/technik/teleskop-systeme/images/newton_teleskop_1.jpg
verschiedene Newtons auf Dobson-Montierung:
Link zur Grafik:
http://www.astronomie.de/technik/teleskop-systeme/images/dobson_teleskop_2.jpg
Die Bilder sind von den
Einsteigerseiten von Astronomie.de. Auf den Bildern ist schön zu sehen, dass auf Parallaktischen Amateur-Montierungen meist kurzbauende Teleskope montiert werden. Diese haben einen schwache Hebelwirkung und sind nicht so anfällig gegen Wind.
Hast Du Fragen zu den Montierungen, schaue
hier
Ein Newton ist gegenüber einen Reflektor beim Preis-Leistungsverhältnis weit überlegen.
Dobson-Montierung:
-einfach und schnell aufzubauen
-billig
-kann unhandlich und schwer sein
-sperrig (Transport im Auto)
-Nachführung über zwei Achsen
Parallaktische Montierung:
-teuer
-für Anfänger: Objekte sind leichter im Okular zu halten, bei elektrischer Nachführung wandert nichts mehr aus dem Gesichtsfeld, selbst bei längeren Blick auf Sternkarten oder einen Plausch mit Astrokollegen.
-je nach Grösse sehr schwer und völlig ungeeignet bei längeren Transporten
-Stative schlechter Qualität wackeln und stören das Sehvermögen.
-Nachfürung über eine Achse
-feine und genaue Steuerung des Teleskops
-nahezu ein Muß fürs Photographieren
-Aufbau dauert länger und muss sorgfältig erfolgen (nach Norden ausrichten).
-Falls mit Motoren: viel Kleinkram zu transportieren (Stativ, Montierung, Steuerung, diverse Kabel, Batterie, etc, etc.)
Azimutale Montierung mit Stativ:
-meist miserable Qualität (Wackeln)
-Nachführung über zwei Achsen
-hat nur bei Billig-Linsenteleskopen (Refraktoren) oder schweren Ferngläsern eine Daseinsberechtigung.
. Ich muss halt erst einmal lernen wie man am Sternenhimmel Navigiert, denn den einzige Stern den ich sehe und mit Name kenne, ist die Sonne und vielleicht noch der Polarstern.
Das Navigieren geht bald ins Blut über. Wichtig ist die Orientierung am Himmel. Du wirst Dich nicht mit Koordinaten befassen müssen, wichtiger sind die Sternbilder. Auf den oben genannten Sternatlanten und -Karten sind die Himmelsobjekte den Sternbildern zugeordnet. So kannst Du die Objekte schnell finden. Zum Beispiel der Eulennebel M97 in Ursa Major (= Grosser Wagen = Grosser Bär) befindet sich nahe dem rechten-unteren Kastenstern (Merak).
Clear skies und viel Spass mit dem neuen Hobby
Jens
P.S. die Andromeda-Galaxie ist schon mit blossen Auge kein Punkt, sondern hat schon eine erstaunliche Ausdehnung.