DocTelescope 16" - Erste test und Unterschiede zum 12"

Raul, die Durchbiegung des Spiegels fällt mit der dritten Potenz der Dicke. Das heisst ein Spiegel von halber Dicke biegt sich acht mal stärker durch ( bei gleicher Lagerung), das ist enorm viel.

CS Mike
 
Ja aber am Ende zählt das Ergebnis und wenn mir damit gute Bilder gelingen, passt das. keiner würde die Spiegel herstellen oder verkaufen, wenn die nichts taufgen würden. Klar, Borofloat ist etwas weicher und bei 25mm etwas suboptimaler als ein Supr. max 38mm. Aber wie ´gesagt gibt es theoretisch überall Hürden, am Ende zählt was herauskommt. Bei meinem 12 Zöller verlief vieles ähnlich und am Ende habe ich das Teil ziemlich ans Limit gebracht.

Die Frage ist, wie stark manche Fehler ins Gewicht fallen. Bei extrem gutem Seeing und einigermaßen guten Lagerung des Spiegels und je nach Position und einwirkende Kräfte merkt man bei Planeten sehr wenig davon. Und mir jetzt einen 38mm Spiegel fertigen lassen macht wenig Sinn. Da müsste die Spiegelzelle bzw. die Auflagepunkte wahrscheinlich minimal angepasst werden.

Und ja, verglichen mit einem Supremax mit 38mm Dicke habe ich wahrscheinlich rund 3,5x mehr Durchbiegung. Aber es kommt trotzdem auf die Lagerung an. Bei einem Dobson mit simpler Lagerung wäre das noch weniger trivial. Ich werde in den nächsten Tagen schauen, ob Asti weiterhin ein Thema ist. Heute Abend soll es klar werden.

Z.b gibt es bei AstroReflect für 20" Schott Supremax mit 38mm dicke. Das ist an sich ja auch zu wenig. Mindestens 50-60 sollten es eigentlich sein. Aber ändern kann ich das Angebot auch nicht :D
 
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Hallo zusammen, hallo Mike,

sicherlich ist ein HS mit 1/6 Dicke gegen Durchbiegung weit besser geschützt. Allerdings ist fraglich, ob (und wann) ein solches Teil (v.a. zur kalten Jahreszeit) mal ausreichend gut auskühlt. Wenn ich eine Sternwarte mit aktiver Kühlung habe, wird das eher machbar sein als bei einem transportablen Gerät, welches zunächst ins Gelände gebracht werden muss. Ich kann mich auch an einen etwas dickeren Lomo (>20“) auf dem ITV vor mehreren Jahren erinnern. Der blubberte unaufhörlich die ganze Nacht während mein 18er längst einen sehr knackigen Jupiter (auch ohne Lüfter) zeigte.

Mein 18er F4 Pyrex-Spiegel (den du, Mike, auf der Emberger Alm vor Jahren gesehen hast) hat z.B. ca. 42mm Dicke. Aufgrund der guten Lagerung zeigt dieser auch bei extremer Neigung keinerlei Asti bei horizontnahen Objekten, selbst in ca. 10° Höhe nicht. Allerdings macht eine Planetenbeobachtung bei einem derart tiefen Stand normalerweise keinen Sinn.

Allerdings sehe ich das bei 25 mm Dicke bei einem 16er HS so wie du schon auch eher problematisch. Auf diversen Teleskoptreffen (ITT, ITV) konnte ich durch mehrere größere Geräte mit ähnlich extrem dünnen Spiegeln beobachten. Da gab es leider bei allen sichtbare Deformationen, die mir nicht gefallen haben.

Die optimale Lagerung wird sehr anspruchsvoll und ist m.E. nur schwer in den Griff zu bekommen…meine Einschätzung aufgrund einiger praktischen Erfahrungen.

Viele Grüße
Werner
 
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Allerdings sehe ich das bei 25 mm Dicke bei einem 16er HS so wie du schon auch eher problematisch. Auf diversen Teleskoptreffen (ITT, ITV) konnte ich durch mehrere größere Geräte mit ähnlich extrem dünnen Spiegeln beobachten. Da gab es leider bei allen sichtbare Deformationen, die mir nicht gefallen haben.
Wobei das auch andere Fehlerquellen haben kann wie Toleranzen in den Bauteilen, schlecht geklebter FS etc. Wenn die Leute mit derart dünnem Spiegel ihr restliches teleskop im Griff hätten, dann hätten Sie bereits im Vorfeld keinen 25mm dicken Spiegel aus Borofloat gekauft ;)

Aber das macht es eigentlich auch spannend. Egal wie perfekt die Komponentenauswahl ist, am Ende zählt das Ergebnis und das ist oft harte Arbeit. Nauris stellt z.B. bis rund 810mm aus Borofloat her. Bis 460mm mit 25mm dicke. und wenn ich mir von Marco Lorenzo mit dem Nauris 21" das Jupiter Bild anschaue, dann gehört es wohl zu den besten weltweit. Klar, Nauris hat wahrscheinlich höhere Ansprüche an der Lagerung als DocTelescope. Aber möglich ist vieles.

Viele Grüße,
Raul
 
Hallo Raul,

ich kenne das Konzept von Nauris bisher nur vom Hörensagen. Das Erreichen von tollen fotografischen Ergebnissen sind allerdings auch sehr guten atmosphärischen Bedingungen + professioneller fotografischer Technik/Bildbearbeitung geschuldet.

Ich fotografiere nicht sondern beurteile live am Stern/Planet. Da wird jedes kleine Manko sofort schonungslos sichtbar, zumindest wenn das Seeing ausreichend gut und die entsprechende Expertise im Sterntest vorhanden ist. :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Hallo nochmal,

ich bin wieder im Spiel :)
2025-07-18-0157_0-Saturn_L(R)_RGB_Final.png


Es scheinen die Halteklammern gewesen zu sein. Bei intra und extrafokal um den Fokuspunkt herum ging die Kugel von Saturen nicht mehr nach rechts oder nach oben, sondern in alle Richtungen auseinander. Passt also alles. Ich habe außerdem neben dem Lüfter auf der Rückseite teilweise von der Seite Richtung Spiegeloberfläche belüftet. Rund alle halbe Stunde. Das hat gut funktioniert. Es gab Wolken und unruhige Luft, aber meine Vorgehensweise mit der Belüftung beim 12" Newton und die Trockenjustierung scheinen zu fruchten.

Weitere Bilder in Bearbeitung.

Vieele Grüße,
Raul
 
Danke dir.

Und hier die Venus. Leider sieht sie weniger gut aus als das eine Video, dass ich heute früh spaßeshalber geschärft habe. Möglicherweise liegt es daran, dass ich alle Summenbilder zunächst leicht schärfe und derotiere. Danach erneut schärfen. Das funktioniert manchmal weniger gut, als wenn ich direkt erst einmal alle Summenbilder zusammenfasse und dann erst Schärfe. Wie gesagt habe ich ein Summenbild aus lediglich einem Video und das ist wesentlich besser :) Ich muss mal schauen, was ich heute früh anders gemacht habe. Die Venus habe ich bisher nur rund 5 mal abgelichtet.


Venus_MM_IRPass_IRPassU_U_Final.png
 
Hi Raul,

wahnsinnig tolle Bilder.
Selten solche Detail von der Venus gesehen.

Bin schon gespannt auf weitere.

Beste Grüße aus Hamburg
Mathias
 
Sehr schön Raul,
freut mich, dass du nun doch die Scherbe ausreizen konntest.
Leider musst du noch mal an die Bildbearbeitung ran, ;) links, ganz knapp außerhalb dieses Bildfeldes, stand Titan. Den hast du doch sicher im Rohmaterial auf drauf, und du willst doch die Details auf seiner Oberfläche nicht verschenken, denn bei der Schärfe vermute ich, dass du da etwas siehst.
Ich war übrigens auch am Start. War sehr wechselhaft, aber ich glaube auch gut.
VG ralf
 
Hey Raul, Juhuuu...ich habe schweigen und still (fachlich konnte ich nichts gewinnbringendes beitragen ;) mitgefiebert. Das sieht doch jetzt hammer aus!
Viele Grüße Ben
 
Vielen Dank für die netten Worte.

Hier noch ein Bild von der Venus,, wobei dieses hier nicht derotiert ist und aus 6 Videos besteht. Mekrwürdigerweise sieht dieses hier dynmaischer aus als das derotierte Bild weiter oben. EVentuell macht WINJUPOS da auch etwas falsch. Die Venus ist ja an sich nicht wirklich ddetailreich im Rohzustand und beim Schärfen gibt es viel Rauschen. Andererseits kann ich keine 38 Minuten einfach nur stacken ohne Derotation.

RGB_neu_9_.png


@Ralf Ja, den Mond stacke ich gerade :)

Viele Grüße,
Raul
 
Hallo Raul,

der Mond mit seinen feinsten Kratern ist immer ein guter Kandidat um das Auflösungsvermögen zu testen.
Und was soll ich sagen: Test bestanden !

Glückwunsch zum tollen Gerät.

Gruß,
Holger
 
Sehr schön Raul,
freut mich, dass du nun doch die Scherbe ausreizen konntest.
Leider musst du noch mal an die Bildbearbeitung ran, ;) links, ganz knapp außerhalb dieses Bildfeldes, stand Titan. Den hast du doch sicher im Rohmaterial auf drauf, und du willst doch die Details auf seiner Oberfläche nicht verschenken, denn bei der Schärfe vermute ich, dass du da etwas siehst.
Ich war übrigens auch am Start. War sehr wechselhaft, aber ich glaube auch gut.
VG ralf
2025-07-18-0157_0-Saturn_L(R)_RGB_Final_Mond.png
 
Hallo Raul,
Venus zu derotieren macht keinen Sinn. Es gibt da auch, glaube ich, einen Bug, aber ich meine bei der echten Oberfläche, die wir ja i.d.R. nicht sehen. Die Wolken brauchen 4 bis 5 Tage um einmal rum zu kommen, da macht ne halbe Stunde keine Unschärfe. Was du aber machen könntest, das ganze Material in 2 Hälften teilen und schauen, ob sich was bewegt.
VG ralf
 
Das stimmt. Allerdings habe ich am Anfang und am Ende mit irpass Filter aufgenommen und in der Mitte nur eins 20 Minuten mit u Venus Filter. Wenn ich das Material aufteilen und in AS3 packe, wird das sowieso überlagert und nichts zu sehen sein.
 
@003sec Ich habe mal innerhalb von 30 Minuten die ersten 15 und die letzten 15 Minuten in AS3 gestackt und 2 Summenbilder generiert. Da scheinen sich die Wolken tatsächlich schon zu bewegen oder es kommt vom Stacken. Leider funktioiniert das GIF generieren gerade nicht. Hier die beiden Bilder:

RGB_neu_6_pipp.gif
 

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Hallo Raul,
freut mich das es nun geklappt hat.
Vielleicht noch was zum Thema dünne Spiegel mit 25mm bzw. Dickenverhältnis von 1:12-1:18.
Die Pizzen sind eigentlich schon seit 15-20 Jahren ausgereift.
Bei Fachgerechter Fertigung ist da kein nennenswerter optischer Unterschied zu einem dicken Spiegel zu finden.
Sicher man muss wissen was bei der Fertigung und Lagerung von dünnen Spiegel zu beachten ist und der Aufwand und die Kosten sind entsprechend höher.
Die derzeitige Spitze an dünnen High End Spiegel stellt meiner Meinung nach die Firma Nauris her.
Durch die Zentralaufhängung ist auch die Laterallagerung weggefallen, so gesehen ist dass das perfekte Hauptspiegel Konzept.
LG
 
@003sec Ich habe mal innerhalb von 30 Minuten die ersten 15 und die letzten 15 Minuten in AS3 gestackt und 2 Summenbilder generiert. Da scheinen sich die Wolken tatsächlich schon zu bewegen oder es kommt vom Stacken. Leider funktioiniert das GIF generieren gerade nicht. Hier die beiden Bilder:

Den Anhang 494017 betrachten
Ich habe das Ganze mit WINJUPOS wiederholt. Leider sieht man dort die Wolkenbewegung nicht.. Entweder liegt es an AS3 oder an WINJUPOS, dass es nicht funktioniert. Eigentlich sollte es mit WINJUPOS funktionieren, als mit AS3 :)
 
Hallo Raul,

Gratulation für die schönen Aufnahmen. Musst dir jetzt keinen Kopf mehr machen, denn alles sieht sehr gut aus. :y:

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

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Leider musst du noch mal an die Bildbearbeitung ran, ;) links, ganz knapp außerhalb dieses Bildfeldes, stand Titan. Den hast du doch sicher im Rohmaterial auf drauf, und du willst doch die Details auf seiner Oberfläche nicht verschenken, denn bei der Schärfe vermute ich, dass du da etwas siehst.
...
VG ralf

Ich gebe zu bedenken, dass hinlänglich bekannt ist, dass Titan von einer dichten Atmosphäre umgeben ist! Das Methan in dieser Atmosphäre lässt sich auch relativ leicht spektroskopisch nachweisen!
Somit wird man von der Erde aus keine Details der Oberfläche ausmachen können!

https://sci.esa.int/web/cassini-huygens/-/53077-saturns-moon-titan

Gruß
Torsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist, dass ich zwar genug Material habe, aber beim Stacken ohne Derotation in Winjupos wahrscheinlich nicht viel erkennen werde. Zumindest nicht, wenn ich das Material in zwei Hälften teile und beide mit AS3 stacke. Da weiß ich z.B. nicht an welchem Video bzw. Zeitpunkt AS3 sich orientiert, wenn ich mehrere Videos lade. Ich könnte natürlich auch nur 5 von Anfang und fünf von Ende stacken, dann hätte ich aber weniger Material und mehr Rauschen.

Aber zum Testen, ob das alles funktioniert, werde ich mal 2 Videos von Anfang und zwei vom Ende nehmen. Da liegen zwar nur rund 40 Minuten dazwischen aber das sollte reichen.

Viele Grüße,
Raul
 
Hallo Raul,

du hattest aber auch etwas Pech mit den Strukturen. Die sind ja recht gleichmäßig mittig ohne dunklere Stellen oder auch hellere Streifen / Flecken.
Da wird es schon schwierig da innerhalb von 40 Min. eine deutliche Rotation zu erkennen.

Kannst du auch mal das UV Bild in S/W zeigen ?

aber beim Stacken ohne Derotation in Winjupos wahrscheinlich nicht viel erkennen werde.
Winjupos verwende ich bei der Venus gar nicht.
Ich nehme im UV mit knapp über 10ms auf, ohne ADC.
So kann ich in wenigen Minuten fast 10000 Frames sammeln. Davon stacke ich meist 33%.
Natürlich nehme ich dann auch mehrere Avis auf aber meist sticht ein Summenbild heraus und nur das bearbeite ich dann.

Gruß,
Holger.
 
Ich gebe zu bedenken, dass hinlänglich bekannt ist, dass Titan von einer dichten Atmosphäre umgeben ist! Das Methan in dieser Atmosphäre lässt sich auch relativ leicht spektroskopisch nachweisen!
Somit wird man von der Erde aus keine Details der Oberfläche ausmachen können!

Hallo Torsten,
die Simulation in WinJupos zeigt eindeutig Albedostrukturen bzw. Details, sogar recht kontrastreich. Diese decken sich nun schon zum zweiten Mal mit meinen Bildern.

titan.JPG

Es gibt auch Karten, die offensichtlich durch die methanhaltige Ionosphäre aufgenommen wurden.
Auch diese decken sich mit der WinJupos-Karte.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.
VG ralf
 
Die Kartierungen werden bei ca. 2000nm gemacht. Durchlass unter 1000nm gibt nicht. Die nutzbaren durchlassfenster würde ich bei 1500+ ansetzen.

Bei 1000nm könnte man evtl. Mit 16“ noch etwas auflösen. Aber das wäre schon extrem grob. Bei 1500nm ist keine Auflösung mehr möglich.

Ich bin da skeptisch. Im visuellen kommt nichts durch. Das würde ähnlich verorten wie viele der Kometenbilder bei den man Schalen um den Kern oder diese tiefen Furchen im Schweif sieht. Man kann kann mit extremer Bearbeitung diese Strukturen reproduzierbar darstellen. Das heißt aber nicht, dass das zwingend real ist.
 
Hallo zusammen, ich möchte noch ein paar Anmerkungen zu Titan machen.

Da ich mich auf die Fotografie der Jupitermonde spezialisiert habe, war es nur logisch es auch mit Titan zu versuchen. Theoretisch könnte das im IR klappen, denn auch Hubble kann das, und vieles was Hubble im Sonnensystem auflöst, können wir Amateure auch, nur etwas schlechter aber wesentlich günstiger.

Ich habe es bei Seeing S6 probiert, in Farbe und mit der Mono im Infraroten. Die Strukturen sind aber extrem schwach und können genausogut Artefakte sein. Nichts zum Veröffentlichen. Da hilft nur mehr Fotos machen um zu schauen ob sich etwas mitdreht.
IR Filter war von der Wellenlänge auch nicht optimal, besser wäre über 1000nm
Verglichen mit den Galiläischen Monden werden aber die Ergebnisse eher bescheiden sein und nicht viel bringen, eher so wie Neptunfotografie.
Aber schauen wir mal, vielleicht geht es ja doch, mit optimalen Filtern, Seeing und wenn eine auffällige Struktur im Zentralmeridian ist.
Hier ein paar Hubble Bilder von Titan im IR:
Screenshot_20250720_101340_Samsung Internet.jpg


CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
selbstverständlich kann ich es nicht zweifelsfrei beweisen, aber es gibt Hinweise darauf, dass man Irgendetwas sieht. Was das ist, kann ich nicht sagen, Bodenstrukturen sicher eher nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Wolken über verschiedenem Terrain vielleicht minimal unterschiedlich dicht sind und eben doch Helligkeitsabstufungen zeigen.
Ich erinnere mal an Venus, die im Weißlicht ebenfalls als "unstrukturiert" gilt. Im UV zeigt sie zwar Strukturen, im tieferen IR schaut man sogar bis auf den Boden, ABER, mit gewöhnlichem Rotfilter lassen sich bei extremer Kontraststeigerung ebenfalls Wolkenstrukturen zeigen.
VG ralf
 
Nun Venus im IR (mit normalen IR-Passfilter) sieht bei mir so aus, ich denke, das sind wohl eindeutig Wolkenstrukturen die mit der Oberfläche nichts zu tun haben:
2023-04-30-1731_1-U-RGB_lapl5_ap41_2.jpg

Kombiniert mit UV und koloriert sieht das so aus:
2023-04-30-17.24_F1_.png

Hingegen scheinen die Hubble Fotos von Titan eher mit der Oberfläche selbst in Einklang zu stehen, vermute ich.

Zweites Problem: Venus hat derzeit ca.15", Titan aber nur 0.8". Diese geringe Größe muss kein Hindernis sein, es klappt ja auch bei den auch nicht scheinbar viel größeren Jupitermonden,
z.B. hier die dunkle Callisto,
2024-10-12-0031_8-RGB_lapl5_ap1_Drizzle30_2.jpg

aber und jetzt kommt die dritte Hürde:

Während die Jupitermonde etwa 6mag hell sind, hat Titan nur ca.9mag, das verlangt nach mehr Belichtungszeit pro Frame und schraubt die Anforderungen ans Seeing nach oben.

Immerhin steht Titan nun schon fast wieder am Himmelsäquator und erreicht damit Höhen um ca.40° hier und seit dem letzten günstigen Stand sind einige Jahre vergangen in denen sich die Technik( Kameras, ADCs) weiterentwickelt haben. Vamos a ver...
CS Mike
 
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