Lucifugus
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Die Wetterapps sagten voraus, dass der Tag der Sonnenfinsternis wolkenlos und die drauf folgende Nacht sternenklar sei, die Nacht davor aber durchwachsen sein soll. Man sollte aber den Vorhersagen nie wirklich vertrauen. Kurzfristig haben sich dann doch alle Wolken verzogen und die Nacht wurde sternenklar. Also nichts wie raus auf meinen Beobachtungshügel! Der Dino wurde ins Auto gepackt, vor Ort wieder ausgeladen und aufgebaut. Mit dabei war noch mein 20 × 60 Fernglas und ein sehr gemütlicher Liegestuhl. Es ist ja Perseidenzeit!
Als die Augen dunkelangepasst waren, ging’s zum Aufwärmen gleich mit Galaxien los: NGC 6927, NGC 6928, NGC 6930. Kann man ja mal besuchen. Bei epsilon Delphini ging das Sternhoppeln los. Ich hätte vorher noch bei Thompson 1 vorbeischauen sollen, ein wirklich schönes Sternmuster, aber mich zogs nach Süden zu den Galaxien. Das Muster werde ich andermal bewundern. Nach kurzer Wegstrecke kam ich an und sah bei 106× (21 mm Ethos) nur zwei Galaxien. Aha, NGC 6927 ist also doch lichtschwach. Wie gesagt: ohne Vorbereitung ist es immer eine Reise ins Unbekannte. Macht auch Spaß! NGC 6928 ist schon in der Übersichtsvergrößerung auffällig, NGC 6930 ist zu erkennen, aber deutlich schwächer. Bei 224× (10 mm Ethos, mein „Arbeitspferd“) ist der Anblick richtig schön. NGC 6928 ist eine helle, lange, schmale Galaxie, NGC 6930 ist ebenfalls recht lang und schmal und sie stehen ungefähr im rechten Winkel zueinander. Und siehe da, da ist noch eine kleine Aufhellung. Bei 476× (4,7 mm Ethos) ist es ein klarer, kleiner, grauer Wattebausch. Die Form ist auch länglich, aber viel kürzer und kompakter. Mit 14m8 ist sie kein Scheinwerfer, aber dich gut zu sehen. Eine hübsche Dreiergruppe. Die drei gehören auch physikalisch zusammen und sind von uns zwischen 212 und 219 Millionen Lichtjahre entfernt. Der Besuch hat sich gelohnt: drei Objekte auf einen Streich und bezüglich der Helligkeiten abgestuft: 12m5, 13m0 und 14m8. Das lässt erkennen, wie viel schwächer NGC 6927 erscheint.Hier die Skizze dazu:
Und wenn man schonmal vor Ort ist, kann man noch etwas weiter nach Süden gehen und mit NGC 6934, einem Kugelsternhaufen, Sight Seeing betreiben. Der kompakte Kugelsternhaufen ist 42000 Lichtjahre entfernt und lässt sich vor allem am Rand sehr gut in Einzelsterne auflösen. Einfach nur hübsch und immer wieder das Anschauen wert.
NGC 7009 war das näcshte Ziel, bei 106× wunderschön türkis, länglich oval, noch recht klein. Leider brachte eine höhere Vergrößerung nichts mehr, die Jets waren kaum zu erkennen, auch nicht mit OIII-Filter. Es war in Südrichtung über den Alpen einfach zu dunstig. Die Galaxien im Delphin waren über der Dunstglocke, der Saturnnebel offenbar in ihr.
Nach einer Perseidenbewunderpause hat es mich irgendwie in die Cassiopeia gelockt. Startpunkt war epsilon Cassiopeiae. Zuerst ging es nach Südwesten zum wunderschönen Sternmuster Hay-Merting 10, der Achterbahn („Roller Coaster“). Eine S-förmige Sternkette fällt bei 106× sofort ins Auge. Einer der „Sterne“ reagiert nicht auf einen OIII-Filter, während die anderen durch den Filter lichtschwächer werden. Das ist IC 1747, ein kleiner Planetarischer Nebel, der den Wagen der Achterbahn darstellt. Bei 224× ist er klar flächig, die Vergrößerung auf 476× brachte wenig neue Erkenntnis, der Zentralstern (15m4, wird vom Nebel überstrahlt) war nicht zu erkennen. Um eine Ringstruktur bzw. zwei Halbschalen sehen zu können, hätte ich höher vergrößern müssen, was ich aktuell aber mangels kleinbrennweitigem Okular nicht kann.
Jetzt bot sich eine Sternhaufentour an. Erstmal Genussspechteln: NGC 663, NGC 654 und NGC 659.
NGC 663 ist der größte der drei Offenen Sternhaufen. Er ist immerhin 7900 Lichtjahre entfernt und enthält 1081 bestätigte Mitgliedssterne. Er ist bei 106× sehr sternreich und zeigt wunderschöne Sternketten.
NGC 654 ist ungefähr gleich weit entfernt wie NGC 663, hat aber nur 453 bestätigte Mitgliedssterne. Beide gehören zu OB-Assoziation Cassiopeia OB8, sind also noch sehr jung und enthalten daher sehr helle, blaue Sterne. Der Himmelshintergrund ist unruhig, Dunkelwolken ziehen sich hier auch immer wieder durch, so auch knapp nördlich von NGC 654. Doch zurück zum Sternhaufen. Zwei helle Vordergrundsterne fallen auf: HD 10494 mit 7m3 und TYC 4032-2475-1 mit 9m5. Dazu kommen sehr viele, dicht gedrängte Sterne; bei 106× kurz beobachtet – sehr hübsch!
NGC 659 ist eins der Hidden Treasures von O’Meara (Hidden Tr. 7), auch als Ying- und Yang-Haufen bekannt. Mit 6320 Lichtjahren Entferung ist er der nächste der drei, aber der scheinbar (und real) kleinste. Er hat auch nur 286 bestätigte Mitglieder. Der Ying-Yang-Charakter geht bei 22" etwas verloren, da zwischen den beiden Gruppen aus helleren Sternen einige schwächere Sterne ab 15 mag zu sehen sind. Beobachtet bei 106×.
In direkter Nähe ist ein sehr großer, Offener Sternhaufen, der durch interstellaren Staub aber stark gerötet ist und in der Helligkeit stark abgedämpft wird: IC 166. Tombaugh hat ihn quasi wiederentdeckt und als Tombaugh 3 geführt. Später wurde geklärt, dass er bereits Teil des Index-Catalogues war. Ich hatte einen deutlicheren, nebeligen Hintergrund erwartet. Zu sehen war eine lockere Gruppierung recht lichtschwacher Sterne, ein locker verteilter, Offener Sternhaufen. Ich hatte ein kompakteres Objekt erwartet oder zumindest einen deutlichen Nebelhintergrund, denn er enthält immerhin 1768 bestätigte Mitgliedssterne trotz eines Alters von einer Milliarde Jahren (und er ist 15660 Lichtjahre entfernt). Beobachtet bei 106× und 224×. IC 166 liegt im „Äußeren Arm“, der Verlängerung des Normaarms und nicht im Perseusarm, wie die drei NGC-Haufen, die ich vorher beobachtet habe. Faszinierend, würde Spock sagen.
Und wenn man IC 166 gesehen hat, kann man sich ja mal an einen Berkeley-Haufen wagen. Berkeley 6 ist in der räumlichen Nähe. Mit 10000 Lichtjahren Entfernung liegt er noch im Perseusarm, also einen Spiralarm näher, aber an dessen Außenrand. Einige Berkeleys haben es ja in sich, schließlich wurden sie erst auf den berühmten Palomarplatten gefunden. Hier war es aber recht einfach: Auffällig ist ein kleiner Kranz aus 6 Sternen, der aus den hellsten Sternen des Haufens gebildet wird. Drei weitere Sterne waren bei 224× zu erkennen. Der kleine Haufen ist schon bei 106× klar als solcher zu erkennen, mit 22 Zoll ein einfaches Objekt. Einen nebeligen Hintergrund habe ich nicht erkannt, was auf wenige Mitgliedssterne schließen lässt. Aktuelle Messungen ergeben auch nur 98 Mitglieder insgesamt bei einem Alter von 350 Millionen Jahren. Hier die Skizze:
Was ist noch in der Umgebung? Czernik 5! Was für ein Potpourri an Sternhaufen. Die Cassiopeia ist da sowas von reichhaltig. Czernik 5 ist auch leicht aufzufinden. Einige feine Sternchen vor nebulösem Hintergrund, der viele weitere Sterne erwarten lässt. Klar als Sternhaufen erkennbar – beobachtet bei 224, einfach zu sehen. Das lässt sich gut erklären. Mit 63 Millionen Jahren Alter enthält er noch relativ helle Sterne, die hervorleuchten. Mit insgesamt 159 Mitgliedsternen sind mehr vorhanden, die zusammen einen nebeligen Hintergrund ergeben können als bei Berkeley 6. Der Vergleich ist insofern nett, da die beide ungefähr gleich weit entfernt sind. Hier die Skizze von Czernik 5:
Jetzt ging es gemütlich zurück in den Liegestuhl, um Perseiden zu bewundern. Mittlerweile ist Cetus aufgegangen, Fomalhaut versuchte, durch den Horizontdunst zu leuchten und schaffte das auch. Und im Cetus, da war doch noch was, was sich lohnt. Nicht Deep Sky, daher hier eigentlich themenfremd, aber wie soll man das bei einem visuellen Beobachtungsbericht trennen? Es geht um den Kometen 220P / NcNaught, der einen Helligkeitsausbruch hatte. Ein Vereinskollege aus Buchloe, der auf Kometen spezialisiert ist, hat ihn in der gleichen Nacht auf 7m2 geschätzt, was ich jetzt einfach als Helligkeit annehmen. Bereits im 20 × 60-Fernglas war er deutlich mit Schweif sichtbar, sehr auffällig! Im 22-Zöller sah er toll aus. Ein kleiner, flächiger Kernbereich, davor eine klar erkennbare Schockfront, darum ein schwacher Halo, zudem ein langer, auffallend schnurgerader, heller Schweif, umhüllt von einem diffusen Hauch. Sehr strukturreich!
Danach habe ich dann in aller Ruhe abgebaut.
Liebe Grüße,
Christoph
Als die Augen dunkelangepasst waren, ging’s zum Aufwärmen gleich mit Galaxien los: NGC 6927, NGC 6928, NGC 6930. Kann man ja mal besuchen. Bei epsilon Delphini ging das Sternhoppeln los. Ich hätte vorher noch bei Thompson 1 vorbeischauen sollen, ein wirklich schönes Sternmuster, aber mich zogs nach Süden zu den Galaxien. Das Muster werde ich andermal bewundern. Nach kurzer Wegstrecke kam ich an und sah bei 106× (21 mm Ethos) nur zwei Galaxien. Aha, NGC 6927 ist also doch lichtschwach. Wie gesagt: ohne Vorbereitung ist es immer eine Reise ins Unbekannte. Macht auch Spaß! NGC 6928 ist schon in der Übersichtsvergrößerung auffällig, NGC 6930 ist zu erkennen, aber deutlich schwächer. Bei 224× (10 mm Ethos, mein „Arbeitspferd“) ist der Anblick richtig schön. NGC 6928 ist eine helle, lange, schmale Galaxie, NGC 6930 ist ebenfalls recht lang und schmal und sie stehen ungefähr im rechten Winkel zueinander. Und siehe da, da ist noch eine kleine Aufhellung. Bei 476× (4,7 mm Ethos) ist es ein klarer, kleiner, grauer Wattebausch. Die Form ist auch länglich, aber viel kürzer und kompakter. Mit 14m8 ist sie kein Scheinwerfer, aber dich gut zu sehen. Eine hübsche Dreiergruppe. Die drei gehören auch physikalisch zusammen und sind von uns zwischen 212 und 219 Millionen Lichtjahre entfernt. Der Besuch hat sich gelohnt: drei Objekte auf einen Streich und bezüglich der Helligkeiten abgestuft: 12m5, 13m0 und 14m8. Das lässt erkennen, wie viel schwächer NGC 6927 erscheint.Hier die Skizze dazu:
Und wenn man schonmal vor Ort ist, kann man noch etwas weiter nach Süden gehen und mit NGC 6934, einem Kugelsternhaufen, Sight Seeing betreiben. Der kompakte Kugelsternhaufen ist 42000 Lichtjahre entfernt und lässt sich vor allem am Rand sehr gut in Einzelsterne auflösen. Einfach nur hübsch und immer wieder das Anschauen wert.
NGC 7009 war das näcshte Ziel, bei 106× wunderschön türkis, länglich oval, noch recht klein. Leider brachte eine höhere Vergrößerung nichts mehr, die Jets waren kaum zu erkennen, auch nicht mit OIII-Filter. Es war in Südrichtung über den Alpen einfach zu dunstig. Die Galaxien im Delphin waren über der Dunstglocke, der Saturnnebel offenbar in ihr.
Nach einer Perseidenbewunderpause hat es mich irgendwie in die Cassiopeia gelockt. Startpunkt war epsilon Cassiopeiae. Zuerst ging es nach Südwesten zum wunderschönen Sternmuster Hay-Merting 10, der Achterbahn („Roller Coaster“). Eine S-förmige Sternkette fällt bei 106× sofort ins Auge. Einer der „Sterne“ reagiert nicht auf einen OIII-Filter, während die anderen durch den Filter lichtschwächer werden. Das ist IC 1747, ein kleiner Planetarischer Nebel, der den Wagen der Achterbahn darstellt. Bei 224× ist er klar flächig, die Vergrößerung auf 476× brachte wenig neue Erkenntnis, der Zentralstern (15m4, wird vom Nebel überstrahlt) war nicht zu erkennen. Um eine Ringstruktur bzw. zwei Halbschalen sehen zu können, hätte ich höher vergrößern müssen, was ich aktuell aber mangels kleinbrennweitigem Okular nicht kann.
Jetzt bot sich eine Sternhaufentour an. Erstmal Genussspechteln: NGC 663, NGC 654 und NGC 659.
NGC 663 ist der größte der drei Offenen Sternhaufen. Er ist immerhin 7900 Lichtjahre entfernt und enthält 1081 bestätigte Mitgliedssterne. Er ist bei 106× sehr sternreich und zeigt wunderschöne Sternketten.
NGC 654 ist ungefähr gleich weit entfernt wie NGC 663, hat aber nur 453 bestätigte Mitgliedssterne. Beide gehören zu OB-Assoziation Cassiopeia OB8, sind also noch sehr jung und enthalten daher sehr helle, blaue Sterne. Der Himmelshintergrund ist unruhig, Dunkelwolken ziehen sich hier auch immer wieder durch, so auch knapp nördlich von NGC 654. Doch zurück zum Sternhaufen. Zwei helle Vordergrundsterne fallen auf: HD 10494 mit 7m3 und TYC 4032-2475-1 mit 9m5. Dazu kommen sehr viele, dicht gedrängte Sterne; bei 106× kurz beobachtet – sehr hübsch!
NGC 659 ist eins der Hidden Treasures von O’Meara (Hidden Tr. 7), auch als Ying- und Yang-Haufen bekannt. Mit 6320 Lichtjahren Entferung ist er der nächste der drei, aber der scheinbar (und real) kleinste. Er hat auch nur 286 bestätigte Mitglieder. Der Ying-Yang-Charakter geht bei 22" etwas verloren, da zwischen den beiden Gruppen aus helleren Sternen einige schwächere Sterne ab 15 mag zu sehen sind. Beobachtet bei 106×.
In direkter Nähe ist ein sehr großer, Offener Sternhaufen, der durch interstellaren Staub aber stark gerötet ist und in der Helligkeit stark abgedämpft wird: IC 166. Tombaugh hat ihn quasi wiederentdeckt und als Tombaugh 3 geführt. Später wurde geklärt, dass er bereits Teil des Index-Catalogues war. Ich hatte einen deutlicheren, nebeligen Hintergrund erwartet. Zu sehen war eine lockere Gruppierung recht lichtschwacher Sterne, ein locker verteilter, Offener Sternhaufen. Ich hatte ein kompakteres Objekt erwartet oder zumindest einen deutlichen Nebelhintergrund, denn er enthält immerhin 1768 bestätigte Mitgliedssterne trotz eines Alters von einer Milliarde Jahren (und er ist 15660 Lichtjahre entfernt). Beobachtet bei 106× und 224×. IC 166 liegt im „Äußeren Arm“, der Verlängerung des Normaarms und nicht im Perseusarm, wie die drei NGC-Haufen, die ich vorher beobachtet habe. Faszinierend, würde Spock sagen.
Und wenn man IC 166 gesehen hat, kann man sich ja mal an einen Berkeley-Haufen wagen. Berkeley 6 ist in der räumlichen Nähe. Mit 10000 Lichtjahren Entfernung liegt er noch im Perseusarm, also einen Spiralarm näher, aber an dessen Außenrand. Einige Berkeleys haben es ja in sich, schließlich wurden sie erst auf den berühmten Palomarplatten gefunden. Hier war es aber recht einfach: Auffällig ist ein kleiner Kranz aus 6 Sternen, der aus den hellsten Sternen des Haufens gebildet wird. Drei weitere Sterne waren bei 224× zu erkennen. Der kleine Haufen ist schon bei 106× klar als solcher zu erkennen, mit 22 Zoll ein einfaches Objekt. Einen nebeligen Hintergrund habe ich nicht erkannt, was auf wenige Mitgliedssterne schließen lässt. Aktuelle Messungen ergeben auch nur 98 Mitglieder insgesamt bei einem Alter von 350 Millionen Jahren. Hier die Skizze:
Was ist noch in der Umgebung? Czernik 5! Was für ein Potpourri an Sternhaufen. Die Cassiopeia ist da sowas von reichhaltig. Czernik 5 ist auch leicht aufzufinden. Einige feine Sternchen vor nebulösem Hintergrund, der viele weitere Sterne erwarten lässt. Klar als Sternhaufen erkennbar – beobachtet bei 224, einfach zu sehen. Das lässt sich gut erklären. Mit 63 Millionen Jahren Alter enthält er noch relativ helle Sterne, die hervorleuchten. Mit insgesamt 159 Mitgliedsternen sind mehr vorhanden, die zusammen einen nebeligen Hintergrund ergeben können als bei Berkeley 6. Der Vergleich ist insofern nett, da die beide ungefähr gleich weit entfernt sind. Hier die Skizze von Czernik 5:
Jetzt ging es gemütlich zurück in den Liegestuhl, um Perseiden zu bewundern. Mittlerweile ist Cetus aufgegangen, Fomalhaut versuchte, durch den Horizontdunst zu leuchten und schaffte das auch. Und im Cetus, da war doch noch was, was sich lohnt. Nicht Deep Sky, daher hier eigentlich themenfremd, aber wie soll man das bei einem visuellen Beobachtungsbericht trennen? Es geht um den Kometen 220P / NcNaught, der einen Helligkeitsausbruch hatte. Ein Vereinskollege aus Buchloe, der auf Kometen spezialisiert ist, hat ihn in der gleichen Nacht auf 7m2 geschätzt, was ich jetzt einfach als Helligkeit annehmen. Bereits im 20 × 60-Fernglas war er deutlich mit Schweif sichtbar, sehr auffällig! Im 22-Zöller sah er toll aus. Ein kleiner, flächiger Kernbereich, davor eine klar erkennbare Schockfront, darum ein schwacher Halo, zudem ein langer, auffallend schnurgerader, heller Schweif, umhüllt von einem diffusen Hauch. Sehr strukturreich!
Danach habe ich dann in aller Ruhe abgebaut.
Liebe Grüße,
Christoph