DrZi1 – Eine OSC-Herausforderung

K.Bahr

Aktives Mitglied
Moin,

beim Betrachten einer Aufnahme des Kokonnebels fiel mir am Rand des Bildfeldes ein kleiner,
grünlich-bläulicher Nebel auf.
Sofort kam mir der Gedanke: Das könnte von der Größe her genau das Richtige für meine 1200 mm Brennweite sein.

Also stellte ich die entsprechende Region in Stellarium ein, in der Hoffnung,
dort den Namen des Objekts zu finden. Doch an dieser Stelle war kein Objekt hinterlegt.

Was nun folgte, war eine etwas intensivere Suche im Netz.
Am Ende hatte der kleine Nebel dann doch einen Namen: DrZi1.

Bei DrZi1 handelt es sich um ein nur selten fotografiertes Objekt,
das sehr schwache Emissionsstrukturen zeigt.
Die feinen Hα- und OIII-Anteile sind ausgesprochen lichtschwach und lassen sich
erst mit entsprechend langen Belichtungszeiten und einer sorgfältigen
Bildbearbeitung aus dem Hintergrund herausarbeiten.

Das Objekt mit einer OSC-Kamera aufzunehmen, war dabei noch einmal eine zusätzliche Herausforderung.
Auf den ersten Blick wirkt die Region recht unscheinbar, doch mit zunehmender
Belichtungszeit kommen immer mehr der zarten Emissionsstrukturen zum Vorschein.

Auch die anschließende Bildbearbeitung war entsprechend anspruchsvoll.
Gerade bei einem so schwachen Objekt muss man einen guten Mittelweg finden,
um die vorhandenen Strukturen sichtbar zu machen, ohne dabei den Hintergrund unnötig zu strapazieren.

Letztlich ist DrZi1 doch ein ausgesprochen interessantes Ziel und vermutlich eines,
das man nicht jeden Tag in einer Astrofotografie zu sehen bekommt.

(Newton30) DrZi1 14.08.2026 Final.jpg

50% Ansicht

Damit verabschiede ich mich aus dieser Himmelsregion, mehr Photonen waren diesmal leider nicht drin,
Kommentare und Kritik sind wie immer willkommen.

Grüße und CS
Karsten
 
Hallo Markus,

vielen Dank für dein nettes Feedback!

Ja, bei dem Objekt ist tatsächlich etwas Geduld gefragt.
Die sehr schwachen Strukturen machen die Aufnahme aber auch interessant,
man freut sich über jedes zusätzliche Photon, das irgendwann im Summenbild auftaucht. ;)

Ich finde solche eher selten fotografierten Objekte inzwischen besonders reizvoll.
Es ist schön, wenn am Ende nicht schon unzählige Referenzbilder existieren, an denen man sich orientiert.

Viele Grüße und CS
Karsten
 
Hallo Karsten,

da ist dir wieder eine sehr ansprechende Aufnahme gelungen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das dabei einiges an Geduld erforderlich war, um diesem zarten Objekt einige Photonen abzujagen.
Glückwunsch zu diesem Exoten!

CS Dietmar
 
Hallo Dietmar,

vielen Dank für dein schönes Feedback!
Ja, bei diesem Objekt war tatsächlich etwas Geduld gefragt.
Das Signal ist wirklich extrem schwach und man muss schon ein wenig
Ausdauer mitbringen, um die feinen Strukturen herauszuarbeiten.

Aber solche seltenen und eher unbekannten Objekte machen ja auch eienen Reiz aus.
Wenn am Ende tatsächlich etwas Struktur sichtbar wird, ist die Freude über
jedes herausgearbeitete Detail gleich doppelt so groß.

Grüße und CS
Karsten
 
Hallo Karsten,

dieses kaum bekannte Objekt hast Du sehr schön in Szene gesetzt. Man kann sich gut vorstellen, dass auf einem Einzelbild erstmal nicht so viel zu sehen ist.
Deine Geduld uns Ausdauer haben sich aber absolut gelohnt, sehr gute Objektwahl.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

vielen Dank für dein nettes Feedback!

Ja, auf den ersten Einzelbildern war tatsächlich kaum etwas zu erkennen.
Das Objekt ist wirklich extrem schwach.

Bei solchen Exoten weiß man vorher nie so genau,
ob am Ende tatsächlich etwas Brauchbares auf dem Chip landet.
Schön, wenn sich die Geduld dann doch auszahlt.

Viele Grüße
Karsten
 
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