DS Aufnahmen - Ist da mehr rauszuholen ? Und wenn ja, wie ?

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_Jürgen_K

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Hallo liebes Forum,
nachdem die Technik soweit läuft (Polar-Alignment, Autofocus mit NINA, Platesolving mit NINA, Guiding mit PHD2, Sequenz aufnehmen mit NINA)
habe ich gestern mal 2 Objekte abgelichtet. Da gegen Mitternacht der Himmel schon wieder zuzog blieben für beide Targets man gerade 3x60sek Zeit.
a) M101 b)M31

Nun würde mich mal Interessieren, ob jemand von den Experten da noch mehr rausholen kann.
Mein Ergebnis habe ich mal unten angehängt.
In voller Größe als TIFF kann man es hier runterladen. http://pictures.magicyogi.de/Bilder/M31/M31_30x60sek_G56.zip

Dazu habe ich die 3 Darks und die 30 Lights mal auf meinen Webspace hochgeladen:
http://pictures.magicyogi.de/Bilder/darks/Dark.zip
http://pictures.magicyogi.de/Bilder/M31/M31.zip

Vielleicht hat ja jemand Lust, mal mit seiner Methode nachzubearbeiten.
Vielen Dank im Voraus

Jürgen
 

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Hallo,
diese Vergleiche der Methoden finde ich immer sehr interessant, hier mal mein Ergebnis:
Bearbeitung komplett in PI:
M31_25%.png
Viel mehr Details konnte ich auch nicht rausholen, was mir allerdings auffiel sind die Sterne in deinem Bild. Irgendein Bearbeitungsschritt scheint die Zentren entfernt zu haben, wodurch nur Donuts überbleiben. Zum Vergleich mal der gleiche Ausschnitt aus beiden Bildern.
M31_Screenshot.PNG
Ich trenne die Sterne gerne mit Starnet vom Hintergrund und bearbeite dann getrennt. Gerade bei hellen Objekten wie dem Zentrum von M31 leidet sonst häufig das ein oder andere Bildelement.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
vielen Dank erstmal.
Hmm, das mit den Sternen muss ich mal schauen, wo das passiert ist.
Der Focus müsste perfekt gepasst haben.
Kann eigentlich nur in der Nachbearbeitung passiert sein.
CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
ich habe mich auch mal an deinen Daten probiert. 30 Minuten sind nicht gerade viel. Ich habe ca. 1 Stunde Zeit investiert.

Die Bearbeitung fand komplett in Affinity Photo statt. Zusätzlich habe ich noch Starnet++ benutzt.

processed.jpg

Viel mehr geht da nicht.

Gruß Carsten
 
Hallo Carsten,
vielen herzlichen Dank.
Ok, ich bin aber einigermassen beruhigt, dass ich in der Nachbearbeitung nicht völlig danebenliege.
Was mich allerdings noch interessiert, ist, warum in meinem Bild die Sterne zu Kringeln mutiert sind:

1629220308631.png

Das ist bereits im gestackten Bild aus DSS so !
Habt Ihr eine Idee, warum das so ist ?
In Euren Bildern ist das ja nicht so :unsure:.....
Womit habt ihr die Bilder gestackt ? Für DS habe ich bisher noch nichts andres als DeepSkyStacker verwendet.
Bei Planeten und Sonne nehme ich AS!3, aber ich glaube, das kann kein DS.. ??
Vielleicht habe ich be DSS auch irgendwas falsch eingetellt.


LG
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Boah, bin ja auch Astrofotografie Einsteiger, ist schon klasse was die Experten da rausholen können.

Aber ich hätte schon gar keine Lust eine Stunde an der EBV zu sitzen. ;)
Aber wahrscheinlich muss ich das doch noch lernen.
Es fehlt irgendwie die optimale Astro EBV auf Knopfdruck (nur ein Knopf, nicht ein ganzer Workflow). ;)

Gruß
Peter
 
Habe gerade im DSS nochmal ein paar Einstellung für das Stacking geändert.
Die Kringel sind aber gleich in dem gestackten Bild wieder da.
Hab jetzt noch mal Drizzle eingeschaltet.... keine Änderung. Das gestackte Bild hat sofort die Kringel.
Ich wäre ja jetzt beruhigt, wenn es die Bilder von Euch auch hätten. Dann würde ich vielleicht doch auf schlechten Focus tippen,
obwohl ich NINA Autofocus verwendet habe, der das je sehr präzise einstellt.
Aber dass es nur bei meinem Stacking passiert wurmt mich.....
 
Hallo Jürgen,

hast Du in DSS die Hotpixel Korrektur eingesetzt?
Bei zu starken Werten neigt DSS dazu die Sterne matschig werden zu lassen.
Ich lasse die Funktion ganz weg. Wenn man Darks macht und Dithert ist dies auch nicht nötig.

VG Cl.-D.
 
So, nochmal neu gestackt (ungekringelte Sterne) und nochmal in Photoshop gestreckt:
In voller Größe als TIFF kann man es hier runterladen (ca33MB) : http://pictures.magicyogi.de/Bilder/M31/M31-neu.tif
Bin schonmal zufrieden.
Ist noch nicht so gut, wie die von Euch, aber da geht sicher noch was, habe ja bisher nix weiter gemacht, als
Histogramm gestrecht, bzw Gradationskurven etwas verbogen.
Mal sehen, was man da sonst noch so tun kann.

Vielen Dank an alle, die geholfen haben !!

CS
Jürgen
 

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Hallo Juergen,
Jetzt klinke ich mich auch noch ein. Ich finde solche Vergleiche auch sehr gut da man hierbei immer noch was lernen kann. Belichtungszeit hat man ja eigentlich so gut wie nie genug. Trotzdem geben die Daten schon Einiges her meiner Meinung nach. Hiermal mein Edit:

1. Nur APP und Standard Einstellungen fuer Hintergrundneutralisation und Farbkalibrierung. Also keinerlei Regler bedient. Liefert schonmal eine sehr gute Basis.
Yogi-APP.jpg


2. Gestackt in APP aber bearbeitet in Pixinsight (entrauschen und Sterne verkleinern) und Photoshop (HPF schärfen, Kontrast, Farben etc., kein starnet++ und keine Luminanzmaske)

Yogi PI.jpg

CS und viel Erfolg weiterhin!
David
 
Boah, bin ja auch Astrofotografie Einsteiger, ist schon klasse was die Experten da rausholen können.
Hallo Peter,
was die Astrofotografie angeht bin ich auch noch Anfänger. Meine ersten Versuche habe ich letzten September gestartet. In der EBV habe ich schon länger Erfahrung sammeln können, aber bin da jetzt auch kein Experte.
Grüße Carsten
 
Hallo!
Die Diskussion um den idealen Workflow, um das Beste aus einem Bild herauszuholen ist immer irgendwie verlockend, aber man sollte doch wenigstens einmal darauf hinweisen, dass man so vielleicht zu einem gefühlt hübscheren, aber nicht zwingend zu einem guten Ergebnis kommt.
Ohne Jürgen zu nahe treten zu wollen, ist eine Bildkorrektur mit drei Dark-Frames wirklich sinnlos. Diese drei Frames weden gemittelt und dann von jedem Light-Frame abgezogen. Bei der geringen Anzahl dürfte man sich praktisch nur zusätzliches Rauschen einhandeln. Flat-Frames (und Dark-Flats oder Bias) fehlen ganz und gerade die haben eine große Bedeutung für den Stack und für das finale Bild. In diesem Fall mindestens wegen der beiden recht auffälligen Dust-Donuts links.
Die Gesamtbelichtungszeit lässt mit 30 Minuten auch noch Luft nach oben.
Im Ergebnis kämpft man gegen Rauschen und versucht Strukturen aus den darin untergehenden Details wieder herauszuarbeiten. Ob das dann am Ende der Wirklichkeit entspricht, weiß man aber nicht.
Darum werbe ich immer für eine gewisse Sorgfalt und Ausdauer in der Astrofotografie. Macht Darks, so gut es nur geht. Vor allem aber Flats. Und inverstiert ein bisschen Zeit. Das Ergebnis ist so viel befriedigender und die Bearbeitung muss dann die Strukturen nicht bergen, sondern nur mehr sanft hervorheben.

Ok, aber auch ich kann die Finger nicht von fremder Leute Daten lassen:
m31.jpg

Es gelingt eben nicht wirklich gut. Gar nicht auszudenken was bei den an sich gar nicht schlechten Einzelframes zu erwarten gewesen wäre, wenn Jürgen 4h belichtet hätte, 30 Darks und 30 Flats mit 30 Flat-Darks oder Bias gemacht hätte.
Ich hatte Mühe mit den Farben, wobei das auch mit der Bearbeitung des Rauschens zu tun hatte.
Ich habe hier zunächst mit Pixinsight gestackt (ohne die Darks) und dann im Wesentlichen nur den Hintergrund normalisiert. Anschließend den Hintergrund etwas mit der Dynamic Background Extraction geglättet (da wären Flars bestimmt hilfreich gewesen) und etwas mit MLT entrauscht (mit mehr Lights wäre das leichter gewesen). Dann habe ich alles gestreckt und danach die Gradationskurve und Sättigung angepasst. In Affinity Photo dann noch etwas geschärft und nochmal versucht, die Farben zu bergen. Es wurde zu blau, aber an der Stelle war das Bild sowieso schon überbearbeitet. Ich habe es dann so gelassen.

Gruß
Sebastian
 
Hallo zusammen,
alles sehr interessant, was ich gelesen habe. Vielen DAnk für Eure Mühen.

Wie gesagt, ich hatte an dem Abend wirklich nur diese 30min, dann zog alles zu.
Dass man auch bei Darks viele braucht, war mir nicht klar.
Den Sinn von Flats und Bias verstehe ich leider noch nicht, Flats könnte ich ja noch nachproduzieren... oder ?
APT sagt mir zwar was, aber APP nicht.
Pixinsight sagt mir auch noch nichts, hab ich zwar schonmal gehört, , muss ich nachher mal googeln.

CS Jürgen
 
Wie gesagt, ich hatte an dem Abend wirklich nur diese 30min, dann zog alles zu.
Dass man auch bei Darks viele braucht, war mir nicht klar.
Den Sinn von Flats und Bias verstehe ich leider noch nicht, Flats könnte ich ja noch nachproduzieren... oder ?
APT sagt mir zwar was, aber APP nicht.
Pixinsight sagt mir auch noch nichts, hab ich zwar schonmal gehört, , muss ich nachher mal googeln.
Hallo Jürgen,
Flats kannst du meistens nicht nachproduzieren. Es sei denn alle verwendeten optischen Elemente (Filter etc.) sowie die Kamera sind in der Position der Aufnahme eindeutig reproduzierbar. Das ist aber bei den meisten nicht der Fall (falls du aber eine feste Installation hast, die Kamera immer dran ist oder dergleichen, könntest du diese nachproduzieren). Auch können dann hinzugekommene oder in der Position veränderte Verunreinigungen (Staubkörner usw.) nicht mehr berücksichtigt werden. Im Allgemeinen sind Flats dazu da, eine ungleichmäßige Ausleuchtung des Bildes durch das optische System selbst (Vignettierung, Reflexe...) sowie durch Verschmutzungen zu korrigieren. Darks und Bias sind hauptsächlich dazu da, den störenden Einfluss des Rauschens (verschiedenen Ursprungs) zu reduzieren. Leider hat das Rauschen einen zufälligen Charakter. Die Idee ist also, das Rauschen zu mitteln und dann vom eigentlich Bild abzuziehen. Die Mittelung braucht aber eine entsprechende Anzahl an jeweiligen Korrekturbildern, damit sie hinreichend genau wird (20 sind ein guter Richtwert). Wenn du eine gekühlte Kamera hast, kannst du aber Bias- und Dark-Aufnahmen nachproduzieren. (Darks: selbe Temperatur, Belichtungszeit und Einstellungen wie bei der Aufnahme der Lights, nur in Dunkel (Kappe drauf, am besten direkt auf der Kamera) / Bias: selbe Iso-Zahl (bei DSLRs oder DSLMs) oder selber Gain/Offset (bei gekühlten Kameras) und dann eine möglichst kurze Belichtungszeit, wieder mit Kappe drauf).
Der Vollständigkeit halber: Darks sollen auch das Verstärkerglühen sowie Hot/Dark-Pixel entfernen.
Grüße Jonas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Jürgen,
Den Sinn von Flats und Bias verstehe ich leider noch nicht, Flats könnte ich ja noch nachproduzieren... oder ?
APT sagt mir zwar was, aber APP nicht.
Pixinsight sagt mir auch noch nichts, hab ich zwar schonmal gehört, , muss ich nachher mal googeln.
Flats bestimmen die grundsätzlichen "Fehler" und die Vignettierung der Kombination aller Optik Elemente mit der Kamera. Sehr wichtig.
Bias bestimmt den "Offset" der Kamera.

APT = Astronomy Photography Tool
APP = Astronomy Pixel Processor

PixInsight ist der "Platzhirsch"für dediziertes , sehr vollständiges, Astronomy Image Processing.

Alles ist dedizierte Kauf Software.

Gruß
Peter
 
Hallo Jürgen,

ich weiß nicht, wie wichtig dir die Astrofotografie ist. Es gibt hier im Forum durchaus auch Teilnehmer, denen der ganze "Quatsch" mit Flats und Darks zu viel ist. Die machen einfach Lights und sind zufrieden. Das ist auch völlig legitim.
Wer mehr möchte, sollte sowohl die Erstellung und Verrbeitung von Korrekturframes beherrschen, als auch ihre grundsätzliche Funktionsweise kennen. Da würde ich mal wieder auf den Youtube-Kanal von Frak Sackenheim verweisen wollen. Da finden sich mehrere Videos zum Thema. Die Mühe lohnt sich.
Darks und Bias sind hauptsächlich dazu da, den störenden Einfluss des Rauschens (verschiedenen Ursprungs) zu reduzieren.
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Mit der Rauschminderung haben Darks und Bias gar nichts zu tun. Auch da empfehle ich wieder den Kanal von Frank oder aber dieses ganz herausragend gute Video von Adam Block - das dann allerdings auf Englisch.

Eins vielleicht noch: Auch der Einsatz von PixInsight verlangt im Grunde Kenntnis einer ganzen Reihe von Werkzeugen und wie, wann und warum man sie einsetzt. Es gibt keinen allgemeingültigen Workflow. Nicht immer ist das Verkleinern von Sternen oder dieses oder jenes Verfahren zur Hintergrundebnung oder Rauschreduzierung notwendig oder geeignet. Es gehören auch hier Wissen und Erfahrung dazu. Mit Pixinsight beugt man sich schon sehr tief unter die Motorhaube. Ich würde zunächst mal mit einem ordentlichen Stacking-Tool wie Siril anfangen und dann in Affinity Photo die Grudzüge der Bearbeitung üben. Da hält sich die Frustration auch in Grenzen. Wenn man dann merkt, dass man an Grenzen stößt, aber immer noch Lust hat, dann kann man weiter sehen.

Gruß
Sebastian
 
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Mit der Rauschminderung haben Darks und Bias gar nichts zu tun. Auch da empfehle ich wieder den Kanal von Frank oder aber dieses ganz herausragend gute Video von Adam Block - das dann allerdings auf Englisch.
Moin Sebastian,
Das ist nicht ganz un(!)richtig... Ich schrieb ja, dass Rauschen zufällig (wenn auch nur empirisch-pragmatisch zufällig) ist und was zufälliges, sprich nicht reproduzierbares, nicht vorhersagbares, sich immer unterscheidbares lässt sich theoretisch nicht Mitteln (also schon, aber es wird immer wieder Rauschen als Mittelung resultieren). Man muss eventuell differenzieren was Rauschen im physikalischen Sinne ist und wie Rauschen in der Fotografie häufig definiert wird. In der Fotografie wird Rauschen häufig einfach als das angesehen, was da so vor sich hin kriselt und stört. Das umfasst dann sowohl das tatsächliche (physikalische Rauschen) sowie den Signalanteil, welcher sich eben doch mitteln lässt. Meine Formulierung war diesbezüglich unglücklich, bzw. zu ungenau formuliert, da hast du vollkommen recht. Die Frage ist immer, ob dass für denjenigen, welcher einfach nur fotografieren will, tatsächlich relevant ist. Ich werde aber in Zukunft besser aufpassen, wenn ich sowas schreibe. Nicht dass es jemanden doch interessiert und er sich was falsches einprägt. Ich war da einfach etwas verallgemeinernd.
Grüße Jonas

Edit: wobei, wenn ich mir meinen Satz im ersten Post durchlese ist er schon stark irreführend was das angeht... das war mir beim Schreiben gar nicht aufgefallen. Sorry dafür
 
Hi Jonas,

ich falle auch gelegentlich in diese Begriffsfallen, zumal es manchmal auch in Beschreibungen von Stacking-Software-Machern falsch dargestellt wird. Aber man muss es klar sagen: Rauschen ist chaotisch und ihm ist rechnerisch nicht beizukommen. Du kannst mitteln so viel du willst: Wenn du ein Foto machst, kannst du das Rauschen darin nicht korrigieren, indem du dir das Rauschen in vorherigen Aufnahmen ansiehst. Auch im Bereich der Fotografie gibt es da keine abweichende Definition. Darum ist es tatsächlich ganz und gar verkehrt, zu sagen, dass Darks das Rauschen oder bestimmte Arten des Rauschens abmildern könnten.

Muss man das wissen? Vielleicht nicht. Ich finde das Wissen darum ganz nützlich. Es falsch darzulegen ist auch keine Vereinfachung, die dem Verständnis dienen könnte.

Gruß
Sebastian
 
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure sehr ausführlichen Kommentare !
Ich merke, wie das Ganze mittlerweile für mich schon wieder etwas unübersichtlich wird.
Liegt vielleicht nicht nur an der Komplexität des Themas sondern auch daran, dass ich nicht mehr der Jüngste bin.....
Astronomy Pixel Processor und auch PixInsight liegen ja bei jeweils ca 200€.
Das schreckt natürlich erstmal etwas ab, weil man nicht weiss, ob man damit überhaupt zurechtkommt, und ob der Unterschied zu Programmen wie Photoshop CS2 (kostenlos) oder Gimp wirklich so groß ist, dass sich das lohnt.
SiriL hatte ich schonmal installiert, komme damit aber gar nicht zurecht.
Hatte dort auchmal das Erklärvideo von astrophotocologne angeschaut, bringt mich aber nicht voran, weil das bei ihm alles ganz anders aussieht, wie bei mir (völlig anderes Layout der Oberfläche.
Also werde ich vermutlich erstmal mit DeepSkyStacker weitermachen, Euren Rat befolgen , mehr Darks, Flats und Bias aufzunehmen und natürlich mehr Belichtungszeit für die Lights. Muss nochmal sehen, wie ich Flats und Bias überhaupt aufnehmen kann. Aber da werde ich sicher bei Youtube was finden.....
Dann werde ich mal schauen, ob ich da nicht auch mit meinem Photoshop (oder GIMP) schon ganz gute Ergebnissse hinbekomme.
Jetzt nochmal mit neuer SW anzufangen (sei es APP oder PixInsight) würde vermutlich den Frust nur vergrößern, wenn ich damit dann nicht zurechtkomme, so wie mir das mit SiriL schon passiert ist.
Bin ja ausserdem heilfroh, dass ich in den letzten 4 Wochen die ganze Technik auf EQMOD-Stuerung umgestellt habe und das alles schonmal einigermassen läuft , einschliesslich Umstellung auf NINA, das mir GOTO, PHD2, Motorfocusser-Autofocus und Platesolving (!!) macht und das mit bisher gutem Erfolg.
Ich denke, ich werde von einigermassen erfolgreichen Fotosessions die RAW-Daten archivieren, damit man später vielleicht mal alles mit mehr SW-Kenntnissen nochmal neu nachbearbeiten kann um zu sehen, ob man noch viel verbessern kann.

CS
Jürgen
 
Hallo Zusammen,

mein Tipp: So viele Darks und Flats wie möglich machen. Wenn ich z.B. 70x120 Sekunden belichte, mache ich mindestens 30 Darks, 30 Flats und 30 Darkflats. Seitdem sind meine Ergebnisse erheblich besser geworden. Wenn das Seeing allerdings nicht passt, da kann man in der Bildbearbeitung auch nicht wirklich viel herausholen.

@Jürgen: Versuche das Bild alle paar Tage mal nachzubearbeiten und zwar jedes Mal von Grund auf. Du glaubst garnicht, zu welchen Ergebnissen das führen kann.

Das hier war z.B. meine erste richtige Bearbeitung: https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/dso-mit-affinity/Affinity_Tutorial_6.jpg

Und nach etwas Geduld einige Tage später: https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/dso-mit-affinity/Cirriusnebel_FINAL.jpg

Wie du sehen kannst, liegen Welten dazwischen. Manchmal verfährt man sich auch einfach und stretcht plötzlich zu sehr oder ähnliches. Daher ist es gut einfach mal nach der Bearbeitung mal eine Pause zu machen und es am nächsten Tag nochmal auszuprobieren. Das mache ich sehr oft, da ich selbst auch kein Profi-Grafiker bin. Dafür habe ich einfach zu viele andere Hobbys :D

Probier mal Affinity Photo, es ist recht günstig und schnell. Dazu habe ich auch ein Tutorial geschrieben, dass dir sicherlich helfen sollte. Ich glaube es wird Zeit für ein deutschsprachiges Video mit günstigen Einsteiger Tools. PixInsight ist relativ komplex und Photoshop relativ teuer.

Viele Grüße,
Raul
 
Hi Jürgen,
Also werde ich vermutlich erstmal mit DeepSkyStacker weitermachen, Euren Rat befolgen , mehr Darks, Flats und Bias aufzunehmen und natürlich mehr Belichtungszeit für die Lights. Muss nochmal sehen, wie ich Flats und Bias überhaupt aufnehmen kann. Aber da werde ich sicher bei Youtube was finden.....
also super viele Darks, Flats und Bias musst du nicht aufnehmen.
Nach gängiger Meinung (s. a. Astrophotocologne) sind ca. 20 ausreichend.

Darks, Flats und Bias kannst du auch im Wohnzimmer aufnehmen.
Bei Darks müssen die Aufnahme Parameter (Gain, Belichtungszeit, Sensor Temperatur) identisch zur echten Aufnahme sein. Die Kamera muss aber nicht einmal am Teleskop sein.
Die Darks sind deswegen am hinderlichsten, weil sie möglichst auch die gleich lange Belichtungszeit wie die orginalen Subframes haben sollten.
Deswegen sind Kurzbelichtungen statt Langbelichtungen der Subframes hier dann nicht so zeitintensiv.
Man kann auch eine sogenannte Dark Library für verschiedene Aufnahme Parameter Kombinationen aufbauen.

Flats müssen dagegen in der absolut gleichen optischen Konfiguration (Reducer, Fokus, Filter, Rotation, ..) wie bei der echten Aufnahme aufgenommen werden.
Die Aufnahme Parameter (Gain, Belichtungszeit) von Flats sind aber unabhängig von den benutzten Parametern bei der Aufnahme. Kann man also einfach so machen, dass ein mittleres belichtetes Graubild entsteht.

Also SiriL würde ich definitiv noch einmal ein Chance geben. Es ist eigentlich die klare kostenfreie Alternative zu PixInsight.
Aber ich gebe dir recht die Bedienung (kann) ist etwas "störrisch". PI fand ich übrigens noch schwieriger.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
"Nach gängiger Meinung (s. a. Astrophotocologne) sind ca. 20 ausreichend."
Diese Meinung ist deshalb so weit verbreitet, weil man oft keine Zeit mehr für viele Darks hat und einfach nur schnell abbauen möchte. Das liest man auch sehr oft zwischen den Zeilen.

Ich würde dir definitiv davon abraten Darks und Flats im Wohnzimmer aufzunehmen. Es kann z.B. sein, dass du beim Abbauen den Fokus für die Flats verstellst und dann passt es nicht mehr. Da spielt auch die Außentemperatur eine Rolle. Holst du z.B. im Winter den Tubus ins Haus/Wohnung, dann kann es unter Umständen passieren, dass der Fokus nicht mehr passt und dann sind die Flats hinüber. Bias erstelle ich garnicht, da ich ja Darks sowie Darkflats für Flats erstelle. Wenn du Flats erstellst, kannst du davon das Bias abziehen. ODer aber du nimmst gleich Darkflats. Mehr ist es im Prinzip nicht.


Viele Grüße,
Raul
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Raul,
Es kann z.B. sein, dass du beim Abbauen den Fokus für die Flats verstellst und dann passt es nicht mehr. Da spielt auch die Außentemperatur eine Rolle. Holst du z.B. im Winter den Tubus ins Haus/Wohnung, dann kann es unter umständen passieren, dass der Fokus nicht mehr passt und dann sind die Flats hinüber.
hast recht.
Hatte ich ja in Klammer geschrieben, die optische Konfiguration bei Flats muss identisch sein.
Und die Flats brauchen auch nicht so viel Zeit, wenn die Flat-Box konfiguriert ist.

Gruß Peter
 
Ja, das geht recht schnell.

Flatfieldbox drauf, Belichtungszeit z.B. auf 1/2 oder auch 1/60, je nachdem ob ein Dimmer verwendet wird und innerhalb von 1 Minuten erledigt. Histogramm kann zwischen 30% und 70% liegen, wobei grün immer etwas höher ist.

Viele Grüße,
Raul
 
Ja, das geht recht schnell.

Flatfieldbox drauf
:ROFLMAO: :ROFLMAO: Da gehts schon los. Muss ich mir vermutlich erst noch basteln.
Habe aber 4mm dickes Acryl-Milchglas da und LED Streifen, die sehr Tageslicht-Ähnliches Licht produzieren. Das sollte doch gehen, oder ???
Hab schon ein YT-Video von Daniel Nimmervoll gefunden mit ner Bauanleitung.
Beleuchtung wird man ja brauchen, weil man die FLATS ja dann während der Session machen sollte....
 
Eine Flatfieldbox macht das Leben einfacher ;) Es lohnt sich definitiv, aber ja, mit einfachen Mitteln kann man ähnliche Ergebnisse erreichen.
 
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