RicoSchild
Aktives Mitglied
Moin zusammen,
seit kurzer Zeit bin ich im Besitz eines ASIAIR Plus und einem 50mm Guiding Scope von William Optics...
Mein Setup besteht aus einer SA GTI, einer unmodifizierten Sony Alpha 7IV, einem Askar SQA55 und den o. g. Komponenten.
Zum Guiding bin ich durch Zufall gekommen, weil der Preis für das ASIAIR und dem Guidescope sehr gut war.
Bisher hab ich mit meiner GTI meist um die 45 Sek. belichtet, was auch gut funktioniert hat. Die Tatsache, daß ich mit dem kleinen Computer jetzt dank Guiding deutlich länger belichten kann, außerdem mein Framing genau sehe und bei Multi-Sessions mit Hilfe der Planfunktion wieder genau dort weitermachen kann, ist eine prima Sache.
An dem Cirrus-Nebel hatte ich mich schonmal versucht, damals ohne Guiding. Immerhin konnte ich damals etwas über 2,5 Stunden belichten. Das Ergebnis war natürlich nicht, wie man es im Netz so oft findet. Klar. Mit dem Guiding und der Möglichkeit jetzt problemlos mehrere Nächte zu belichten, wuchs die Hoffnung auf ein ähnlich gutes Ergebnis. Natürlich hatte ich diverse andere Dinge nicht beachtet, was beim Ergebnis natürlich für Enttäuschung und Frust sorgte.
Kurz zu dem Foto, dies sind insgesamt 9,5 Stunden Belichtungszeit ( auch wenn es nicht danach aussieht ). Einzelframes mit 180 Sek. bei ISO 800.
Meine Erwartungen waren hoch, dachte bei der fast 4fachen Belichtungszeit, sollte das Ergebnis doch deutlich besser sein, als beim ersten Versuch ohne Guiding ...
Wie gesagt, die Enttäuschung war groß, zu dem ich 4 Nächte investiert hatte, mit diversen Rückschlägen bzw. Problemen. Von Verbindungsabbrüchen vom Handy zur ASIAIR, obwohl direkt daneben, bishin zu einer fast Schrottung meiner Montierung nach einem Meridianflip mit einem verklemmten Kabel.
Jetzt hab ich mich versucht schlau zu machen, wo das Problem liegt und laut KI, bringt das lange zusätzliche Belichten mit einer unmodifizierten Kamera sehr wenig, da zwar mehr Sternlicht und auch Lichtverschmutzung eingefangen wird, diese aber wesentlich mehr gegenüber dem eingefangenen schwachen Signal von H-Alpha und OIII liegt. Lt. KI wäre also entweder eine Astromodifikation ratsam ( was für meine Kamera nicht in Frage kommt, da ich diese auch "normal" nutze ) und/oder ein Duo-Narrobandfilter, welcher hauptsächlich H-Alpha und OIII durchlässt. Zwar blockt die Kamera wieder den größten Teil davon, aber dennoch wäre das Ergebnis damit deutlich besser. Wenn es stimmt, hätte eine z. B. 3-Stündige Aufnahme mit Filter zu einem wesentlich besseren Ergebnis geführt, als meine 9,5 Stunden ohne.
Noch besser wäre natürlich eine Astrokamera mit entsprechendem Filter. Selbst eine kleine ASI 585 MC Pro, wäre dann vom Ergebnis her in einer anderen Liga, als mein bescheidenes Setup. Klar, über kurz oder lang, komme ich da nicht drumherum. Eben genannte Kamera oder am liebsten eine 2600 MC Pro wären da schon auf meiner Wunschliste, aber dieses Jahr erstmal nicht und nächstes Jahr nicht gleich.
Daher stellt sich mir die Frage, hat die KI recht? Ein solcher Filter von SV Bony z. B. wäre mit ca. 140 Euro eine überschaubare Investition... Außerdem könnte ich den auch später weiter verwenden, wenn ich tatsächlich auf eine Astrokamera umsteige...
Hat wer Erfahrung mit DSLR/M welche nicht modifiziert ist und benutzt solche Filter?
Grüße aus dem Pfälzerwald
Rico

