EAA - allgemeine Bilder

@Olaf: Ja, man kann Topaz DeNoise feinfühliger einstellen. Ich hatte da wohl die "empfohlenen" Werte eingestellt...
VG, Gerd
 
Hi,

mit dem Seestar machen wir ja auch EAA, bisher nur im Automodus. Dabei kam am Sonntag dieses Bild (NGC 6960) raus:

ngc6960.png


Belichtungsdauer 26 Minuten. Nachbearbeitet mit den Bordmitteln eines Samsung Handys. Nun wollen wir ausprobieren selbst zu stacken und Bildbearbeitung zu machen. Ziel ist es, ein hübsches Bild vom Pferdekopnebel zu Weihnachten zu verschenken. Gibt es hierzu eine "einfache" Anleitung, welche Software wir dafür benötigen und welche Schritte zu erfolgen haben? Vom Stöbern danach im Netz kann einem ja schwindelig werden. Da führen viele Wege nach Rom, jeder hat so seine eigene Routine. Uns ist klar, dass man sich da einarbeiten muss und man Zeit braucht, aber evt. hat ja trotzdem ein Sternenfreund einen guten Hinweis.

CS Jojo

Edit: Gerne auch als PM
 
Zuletzt bearbeitet:
N'abend auch zusammen :D,

Wenn weniger dann auch einstellbar ist, wird man ja ein Ergebnis erzielen können, das zufriedenstellend ist.
Topaz_DeNoise_AI_Einstellungen_Bildschirmfoto_2023-10-17_18-37-45.png

das sind die Einstellmöglichkeiten.
Du kannst halt das AI-Modell einstellen. Das muss man einfach ausprobieren, was da einem zusagt.
Dann kannst Du halt noch Noise und Sharp über die Regler skalieren.
M.E. kommt es auf das Objekt an, welches man bearbeitet und auf die Qualität des Ausgangsbildes.

Für mich ist das ganze schon ziemlich an der Grenze zur EBV der klassischen Astrofotografie. Auch wenn es recht einfach zu handhaben ist.
Wobei mich einige Ergebnisse an meinen Bildern schon überzeugt haben.
Mal sehen wie oft das zum Einsatz kommt :D.
Werde es bei der Einstellung von Bildern natürlich angeben und auch dokumentieren.

:coffee: :alien:
 
Was auch schick ist an Topaz DeNoise AI, wenn man auf das Ergebnis klickt und die linke Maustaste hält und los lässt, sieht man Original und Ergebnis, abwechselnd.
Einfach mal ausprobieren :D.
 
Mal was aus der näheren Umgebung ;)

Topaz_DeNoise_Mond_Bildschirmfoto_2023-10-17_19-28-31.png
 
@Linsensuppe: Aber man darf sich nicht die Sternformen* näher anschauen!
*) Da bin ich von meinem eVscope (2) allerdings auch nicht verwöhnt...
Viele Grüße, Gerd
 
Vor nicht allzu langer Zeit hab‘ ich zwei schöne Nebel mit dem L-eNhance abgelichtet.

NGC6888 (Crescent Nebel):

2081B6DB-1253-40A1-88C0-6411FFB127EA.png


NGC7538 (Nördlicher Lagunennebel):

8D833D4B-0D2A-415C-BF13-9D640FBA566E.png


CS!
 
Um das Spektrum etwas zu erweitern, zeige ich einige Fotos, die ich mit meinem eVscope 2 mit der neuen Deep Dark Technology (DDT) aufgenommen habe. Die Fotos sind unbearbeitet (nach meinem Eindruck werden die Fotos mit DDT im Orignal heller als ohne), die Belichtungszeiten sind irgendwo (auf meiner SSD) vergraben.
Nächtliche Grüße, Gerd

M13:
eVscope-20230821-194634_1280.jpg


M 51:
eVscope-20230821-200741_1280.jpg


M 101:
eVscope-20230821-202005_1280.jpg


M 17:
eVscope-20230821-203118_1280.jpg


M 16:
eVscope-20230821-204058_1280.jpg


M 27:
eVscope-20230821-204912_1280.jpg
 
So, NGC891 und IC1396a sind es geworden. Die Galaxie braucht mehr Brennweite, aber für 44 x 30 Sekunden sieht das okay aus. Der Elefantenrüssel hat 90 x 30 Sekunden bekommen. Da wäre jetzt Topaz Denoise an der Reihe.

Gute Nacht zusammen und CS!

Olaf

IMG_3151.jpeg

IMG_3156.jpeg
 
Nein, das AI-Modell in DeNoise.
Sorry for the confusion, Gerd
 
Danke Gerd! Das freut mich sehr, ich werde das Tool auch erwerben. Die Ergebnisse gefallen mir. Deine Seite hat mir schon viele hilfreiche Hinweise bei Entscheidungsfindungen gegeben. Vielen Dank dafür! Schön, dass Du hier im Forum auch wieder aktiver bist.

LG Olaf
 
Kann man das denn feinfühliger einstellen?
Jein, die Frage ist eher wie man die KI überlistet, sodass sie mit Astrofotos klar kommt. Die KI ist ja eher an so Sachen wie Haare, Gras, Blätter oder Augen trainiert. Z.B. versucht das Tool gerne aus Staubbändern in Galaxien eine Frisur zu machen. Man muss sein Bild so vorbereiten, dass das nicht mehr passiert. Wenn man das geschafft hat, kann man die Regler auch vernünftig verwenden.

Je stärker der Kontrast bzw. je dunkler der Hintergrund, desto eher übertreibt die KI und überschärft. Je schwächer der Kontrast, desto natürlicher bleibt das Bild. Wenn man den Hintergrund auf so 30% anhebt, entrauscht das Teil eigentlich nur noch ohne zu schärfen. Je nachdem was man erreichen will, kann man so steuern, ob Denoise AI extreme Details hervor bringt oder einfach nur entrauscht.

Bei Sternen versagt das Tool auch mehr oder weniger durchgehend. Wenn man nicht mit Starnet arbeiten will, hilft es das Bild einfach so weit hochzusamplen, bis das Tool die Sterne nicht mehr ins Nirvana schärfen will sondern nur noch entrauscht.

Was man auch nicht machen sollte, ist seine Bilder zu früh rein zu laden. Am besten man streckt das so weit wie möglich durch. Wenn man z.B. einfach in Siril Autostretch anwendet und die Sterne raus macht, wirkt das Teil wahre Wunder ohne das Bild zu kastrieren. Wenn man das Bild aber zu dunkel rein lädt und erst danach streckt, kommen so unnatürliche Wasserfarbeneffekte hervor.

Die Kunst ist halt die Balance zu finden.
 
M77 + NGC1055

Während im Nachbarforum eine schöne Beschreibung und klasse Zeichnung dieses Pärchens im Visuellen bei Einsatz eines 22-Zöllers diskutiert wird - hier mal als Kontrast ein Seestar s50 Ergebnis aus meiner Bildersammlung.

Zeichnung und meinen NGC1055 einfach mal nebeinanderlegen - und überlegen, was man lieber transportiert und aufbaut (ganz zu schweigen von den Kosten!) ...

Links .jpeg ohne und die beiden rechts mit leichtem Postprocessing mit Win10 Fotos (Grenzgröße > mag 16!). Aufnahmeort Abensberg bei Bortle 4.

Gruß,
Peter

1697239507423.jpg M77-1697239507423.jpg ngc1055-crop--1697239507423.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Tach auch zusammen :D,

Jein, die Frage ist eher wie man die KI überlistet, sodass sie mit Astrofotos klar kommt. Die KI ist ja eher an so Sachen wie Haare, Gras, Blätter oder Augen trainiert. Z.B.
hmmm... :unsure:
wenn das Teil nur auf bestimmte Dinge dressiert ist, hat das m.E. nicht viel mit künstlicher Intelligenz zu tun. Ist letztendlich ein Vergleich über einen cleveren Algorithmus, der auf eine mehr oder weniger großen Datenbestand zurückgreift und so das gegebene Bild bearbeitet.
KI wäre es, wenn es an Hand des zu bearbeitenden Bildes lernen würde. In unserem Fall eben Astro-Bilder. Diese Bilder dann entweder abspeichert und in eine Datenbank einpflegt oder oder in einem Algorithmus spezifische Dinge, hier Astro-Merkmale, hinterlegt.
Dann würden mit der Zeit solche Dinge
Staubbändern in Galaxien eine Frisur zu machen.
nicht mehr passieren.

Der Hype um KI, prägnant halt in der Öffentlichkeit durch ChatGPT, ist mir nicht ganz einsichtig.
Je nach dem wie man seine Frage stellt, bekommt man unterschiedliche Antworten. Da wird halt der hinterlegte Datenbestand, woraus auch immer der sich zusammen setzt, mit verschiedenen Parametern, durch unterschiedliche Fragestellung zu ein und dem selben Thema, abgegrast und daraus eine Antwort erstellt.
Letztendlich eine Zusammenfassung und Aufbereitete Antwort, was ich bei der Abfrage einer stink normalen Suchmaschine mit den ersten 5 bis 15 Vorschlägen selbsttätig machen muss. Nimmt mir halt Arbeit ab.

Nichts desto trotz, diese HI-Software (Halb-Intelligenz ;)) liefert für mich schon recht ansehnliche Ergebnisse.

:coffee::alien:
 
Guten Abend zusammen,

heute Abend war es kurz nach der Dämmerung unerwartet für 1 Stunde klar. Das hab ich schnell ausgenutzt, allerdings wusste ich nicht so recht, was ich anschauen will. Dann hab ich mir SH2-157 in Cassiopeia/Kepheus vorschlagen lassen. Interesssantes Objekt, für das ich aber viel mehr Weitfeld bräuchte, das ist nur das Zentrum. Trotzdem gefällt mir das Bild. 70 x 30 Sekunden, TS 80/560 mit Reducer, ZWO Asi 585 mc. Guiding, Dithern, Optolong L-Pro.

Ich werd am Wochende noch Topaz Denoise drübelaufen lassen, das hab ich mir noch nicht runtergeladen.

Schönen Abend Euch und CS

Olaf


Stacked_30.0s_20.7C_585MC_20231019-213118.jpeg
 
Guten Abend zusammen,

heute Abend war es kurz nach der Dämmerung unerwartet für 1 Stunde klar. Das hab ich schnell ausgenutzt, allerdings wusste ich nicht so recht, was ich anschauen will. Dann hab ich mir SH2-157 in Cassiopeia/Kepheus vorschlagen lassen. Interesssantes Objekt, für das ich aber viel mehr Weitfeld bräuchte, das ist nur das Zentrum. Trotzdem gefällt mir das Bild. 70 x 30 Sekunden, TS 80/560 mit Reducer, ZWO Asi 585 mc. Guiding, Dithern, Optolong L-Pro.

Ich werd am Wochende noch Topaz Denoise drübelaufen lassen, das hab ich mir noch nicht runtergeladen.

Schönen Abend Euch und CS

Olaf


Den Anhang 363240 betrachten

Hallo Olaf,

auch wenn man die Nebelgebiete schon ganz gut erkennen kann, würde ich Dir hier zu einem Schmalbandfilter raten, falls Du einen hast :)

Das sollte den Kontrast nochmal deutlich verbessern.

CS!
 
Hallo
Hallo Olaf,

auch wenn man die Nebelgebiete schon ganz gut erkennen kann, würde ich Dir hier zu einem Schmalbandfilter raten, falls Du einen hast :)

Das sollte den Kontrast nochmal deutlich verbessern.

CS!
Hallo,

ja, da hast Du auf jeden Fall Recht. Ich habe nur den ZWO Duoband. Den könnte ich noch mal benutzen. Da ich ja ausschließlich in Farbe knipse, machen ja nur Duoband Filter Sinn. Welchen könnt Ihr denn für kleinere Apos empfehlen? Der ZWO soll ja nicht so schlecht sein, aber ich hab da nicht viel Ahnung, ob z.B. ein Optolong L-eNhance oder Extreme mehr bringt.

LG Olaf
 
Hallo

Hallo,

ja, da hast Du auf jeden Fall Recht. Ich habe nur den ZWO Duoband. Den könnte ich noch mal benutzen. Da ich ja ausschließlich in Farbe knipse, machen ja nur Duoband Filter Sinn. Welchen könnt Ihr denn für kleinere Apos empfehlen? Der ZWO soll ja nicht so schlecht sein, aber ich hab da nicht viel Ahnung, ob z.B. ein Optolong L-eNhance oder Extreme mehr bringt.

LG Olaf
Also der ZWO Duoband (H-Alpha 15 nm, OIII/H-Beta 35 nm) sollte von den Bandbreiten etc. sehr ähnlich zum L-eNhance sein (~27nm OIII/H-Beta, ~15 nm H-Alpha), den ich selbst habe. Die Triband-Filter wie der ZWO Duoband (Bezeichnung ist hier etwas irreführend) und auch der L-eNhance lassen H-Beta, OIII und H-alpha durch. Das H-beta Band ist etwas anfällig für Lichtverschmutzung, weshalb ein L-eXtreme nochmal besser für >3/4 Mondnächte geeignet wäre. Außerdem werden die Sterne bei den Triband-Filtern in einem leicht grünlichen Ton dargestellt, wobei das nicht bei jedem Objekt der Fall ist.
Der L-eXtreme ist dafür für seine starken Halos um helle Sterne „bekannt“ und braucht nochmal deutlich längere Belichtungszeiten.

Da ich mit meinem Dobson auf EQ Plattform auf ca. 10 s frames beschränkt bin und mich der Filter gebraucht nur ca. 140 Euro gekostet hat, ist der perfekt für mich. Er hebt den Kontrast bei Emissions- oder planetarischen Nebeln deutlich und bringt mir Details, die ich ohne Schmalbandfilter nicht sehen könnte.

Die Alternativen L-eXtreme (7 nm Bandpass, OIII und H-Alpha) und IDAS NBZ (12 nm Bandpass) sind zudem deutlich teurer.

Daher empfehle ich Dir, den ZWO Duoband einfach mal auszuprobieren. Wenn ich das richtig sehe, schaffst Du ja Belichtungszeiten von mehr als 30 s, das sollte gut passen :)

CS
Johannes
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben