EAA macht ... mich skeptisch

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Meine Vision ist, dass im echten Okular bei der visuellen Beobachtung stufenlos ein digitales EAA Live-Bild über/eingeblendet werden kann.
Klingt ein wenig wie Augmentierung. Grundsätzlich gibt es das ja mit Informationseinblendungen wie bei FG mit Entfernungsmessern, oder auch Mikroskopie: https://www.augmentiqs.com/augmented-reality-microscope/ (und "Spielzeug" wie das Produkt "universe2go").
Aber eine klare Aufnahme einer Galaxie auf Deckung zu bringen und mit einer Helligkeit der Projektion welche nicht stört oder zu stark überlagert, stelle ich mir deutlich anspruchsvoller vor.
So OAZ-Schlitten gab es mM früher, aber ich habe keine aktuellen Angebote mehr gefunden.
Ich kann mich täuschen, aber sind in dem Bereich die Okularrevolver eine Alternative?
Wie dem auch sei. Die Gedanken dazu bleiben im Hinterkopf für wolkige Nächte.
 
All unser sich wiederholendes Tun ist meist nur ein

kleiner Schritt für die Menschheit
aber ein Riesensatz für einen Menschen...


Oder so. :coffee:

lg
Niki
 
Und zig-Millionen Menschen sitzen regelmäßig vorm Bildschirm und in Stadien und schauen sich an, wie 22 erwachsenene Männer (oder Frauen - ähh oder Fußballende) einem Ball nachlaufen (ich auch manchmal). Der Sinn?
"Für Geld da kann man alles kaufen, auch Leute die 'nem Ball nachlaufen." (Fredl Fesl)

Gruß

*entfernt*
 
Klingt ein wenig wie Augmentierung. Grundsätzlich gibt es das ja mit Informationseinblendungen wie bei FG mit Entfernungsmessern, oder auch Mikroskopie: https://www.augmentiqs.com/augmented-reality-microscope/ (und "Spielzeug" wie das Produkt "universe2go").
Aber eine klare Aufnahme einer Galaxie auf Deckung zu bringen und mit einer Helligkeit der Projektion welche nicht stört oder zu stark überlagert, stelle ich mir deutlich anspruchsvoller vor.
Ja, das ist anspruchsvoll. ;)
Wobei ich mir jetzt überlegt habe, bei der "Augmentierung" im Okular könnte man eigentlich, so wie zB in Stellarium, statt ein live EAA Bild auch einfach ein DSS Bild ein/überblenden.
Zu Positionierung müsste man "Plate Solven", das sollte eigentlich funktionieren.
Bin mal gespannt, wann ein Kickstarter auf diese Idee kommt. ;)

Ich kann mich täuschen, aber sind in dem Bereich die Okularrevolver eine Alternative?
Ja, die Okularrevolver habe ich mir auch angeschaut. Die bringen nichts. Die gibt's nur für 1,25 Zoll und bewirken zusätzlichen Lichtweg.
Die sind auch ganz schön ausladend. In 2 Zoll, wenn es die geben würde, wären die ziemlich/zu gross.

Gruß
Peter
 
Ein EAA-Bild oder allgemein ein "Live"-bild einer Astrocamera zu "augmentieren" dürfte wesentlich einfacher zu realisieren sein. Mit Programmen wie Pixinsight kann man plategesolvte Aufnahmen annotieren lassen. D.h. dem Bild werden die Umrisse und Bezeichnungen von Deep-Sky-Objekten oder Planeten überlagert, die gerade im Bild sind. ASTAP kann das auch. Da Sharpcap ASTAP als Platesolver nutzt, dürfte der Schritt ein Livebild in Sharpcap mit Annotationen zu versehen nicht so groß sein. Wenn man eine Aufnahme platesolven kann, kann man sie ja auch annotieren. Ein entsprechend Softwarebemächtigter müßte sich dem nur annehmen. Ich weiß nicht, ob die Smartteleskope das nicht schon teilweise machen.
So etwas dann in ein Okular deckungsgleich einzuspiegeln dürfte hardwaremäßig nur etwas anspruchsvoller sein - aber nicht unmöglich (ich spreche von einem echten visuellen und keinem elektronischen Okular). Das wäre dann ein Head-Up-Display fürs Spechteln und kostet. Das setzt noch eine entsprechend zahlungskräftige Klientel vorraus. Aber warum nicht. Ich könnte mir vorstellen, daß es sowas mal gibt. Es gibt ja auch einen Markt für Smartteleskope als visuellen Ersatz.

Gruß

*entfernt*
 
Es fällt mir schwer einen echten Nutzen für EAA zu erkennen, wenn es um Himmelskörper und DSO geht, welche sich
in menschlichen Maßstäben "augenscheinlich" so gut wie nicht verändern (es sei denn man möchte wirklich in Richtung Fotografie gehen).
@Wintergatan

Hi, ich sehe in deinem Assay zwar keine direkte Frage, aber antworte einmal trotz dem.

Wer sagt dass das ganze einen Nutzen haben muss?
Und wo ist eigentlich das Problem? :)

Ich mache Astrofotografie weil es mir Spass macht. Wenn es dir keinen Spass macht, dann mach es bloss nicht. Spiele Schach oder was auch immer dir Freude bereitet..
Für dieses Hobby muss man Romantiker sein. :) Alleine da draussen. Mit den Planeten, Nebeln und Galaxien. Du und die Milchstrasse werden eins. Das Universum wird sich seiner selbst bewusst. Durch dich! Sprachlose Schönheit. Der "Nutzen" ist das Leben selbst.

Ähm.. du weisst nicht wovon ich spreche? Ist ok!
In dem Fall würde ich dir raten ein eher rationales Hobby zu suchen.
Bleib skeptisch, aber lass dich nicht beirren. Man muss nicht alles verstehen ;)
VG, Sebastian
 
Hallo!

dürfte der Schritt ein Livebild in Sharpcap mit Annotationen zu versehen nicht so groß sein.
ähemm das kann man schon mit Sharpcap zumindest live manuell während des Stacking-Prozesses machen. Einfach ein aktuell in Sharpcap abgespeichertes Bild ....

asi120mc-mini.jpg

in astrometry.net hochladen ....

astro-annotated-5848664.jpg


und fertig! Ok! Erfordert einen Klick auf den vorher abgespeicherten Link zu astrometry.net und man muss noch die JPG im aktuellen Sharpcap-Verzeichnis selbst auswählen und dann noch quälende lange, dreißig bis sechzig Sekunden warten ... ;)

aber es geht!

Ganz unaugmentete, reale Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ewald,

genau das meinte ich. In ASTAP kann man das auch machen. Ich meinte halt nur, daß man es schon direkt beim Livestacken sehen können sollte und nicht erst in ASTAP oder astrometry.net hochladen muß. Obwohl Du recht hast, daß das eigentlich kein so großer Aufwand mehr ist.
In Pixinsight gibt es jetzt auch Livestacking:
Habe ich aber noch nicht ausprobiert. Da kann man das dann natürlich auch mit den Aufnahmen machen.

Gruß

*entfernt*
 
Hi,

klar, das Plate Solven und Annotieren über ASTAP und astrometry.net nutze ich ja auch.

Aber meine Vision ist ja, dass das rein visuelle Beobachten durch das Okular im Vordergrund steht und dabei nur eine leichte (?) "Verstärkung" des visuellen Bilds stattfindet.

So wie Heiko es beschrieben hat, per Head-Up Display Technik das parallele EAA- oder Katalog-Bild deckungsgleich und einstellbar einblenden, ohne Annotationen.
Wobei klar, die Annotationen hat man sowieso, dann kann man die latürnich, optional auch einblenden.

Gruß
Peter
 
Ich mache zwar kein EAA aber würde doch ganz gern etwas dazu schreiben, wenn euch das hoffentlich nicht stört.

Für mich liegt der Reiz bei nahezu jedem Hobby in der persönlichen Entwicklung. Es geht nicht darum, dass millionen Menschen es tun und vermutlich auch sehr viel besser als man selbst. Es geht darum, sich mit etwas zu beschäftigen und vielleicht die grauen Zellen nicht ganz so krass sterben zu lassen (ok, in den Tod treibt man sie sowieso durch den Wein abends, ich zumindest).

Ich habe auch recht "stumpfe" Hobbys. Bei der Hobbyastronomie jedoch muss man sich manchmal ganz schön Gedanken machen, wie man etwas angeht. Und das finde ich schön, dass es quasi den Forscher in uns allen weckt.
Hierzu möchte ich mein aller erstes Astro Foto überhaupt zeigen (M13):

Hercules.jpeg


Und wenn ich mir nun ansehe, was ich in der Lage bin für Fotos zu machen... auch durch viel Hilfe von hier. Ja da bin ich einfach stolz auf mich selbst, dass ich selbst und nur ich und niemand anders in der Lage dazu bin, mir etwas anzueignen und besser in etwas zu werden.
Und ich finde es gibt nur wenige Hobbys, in denen man das so krass ständig vor Augen hat und auch tatsächlich messen kann als in der Hobbyastronomie. Ich renne schon seit ca. 10 Jahren in die Mukkibude. Das ist auch sowas. Man sieht es einfach was mit einem geschieht und man hat sich das selbst erarbeitet und kommt immer weiter vorwärts. Man fühlt sich stark und ist stolz.

Und nun mal ehrlich, wir alle wollen uns doch immer so ein bisschen miteinander messen, oder? Das gehört einfach zum Mensch-Sein dazu.
Nach der Schule / Ausbildung / Uni haben wir doch eher wenig Meilensteine, die man noch erreichen kann. Also setzt man sich selbst welche.

Mit einem motivierenden Gruß an alle EAAler, Astrofotografen, visuell Zeichner, künstlerisch Maler, Romane Schreiber, Sternwartengeher
Danke
 
Ja, es wäre doch auch cool, wenn der Orion und der Schwan mal die Plätze tauschen würden.

Gruß

*entfernt*
 
Ja, es wäre doch auch cool, wenn der Orion und der Schwan mal die Plätze tauschen würden.
wieso traue ich dir gerade eine EAA-Aufnahme der Erde in der gleichen Perspektive wie 'Blue Marble' durch clevere Ausnutzung diverser Gravitationslinsen zu ;-)

Ein echtes Problem gibt es in dem Bezug eigentlich nicht. Es gab einen Erkenntnisgewinn meinerseits. Meine Gedanken habe weiter dargelegt in: EAA macht ... mich skeptisch

Ich hatte zuvor Meinungen aufgeschnappt, dass diese Aufnahmetechniken nützlich seien, wenn Bedingungen den Blick auf die Sterne trüben. Aber egal welchen Display in Größe oder Qualität ich ins Feld trage... der Blick durch das Okular bleibt mir da draußen der angenehmste.
Vielleicht liegt es daran dass sich die Displays auch nur wie Lichtverschmutzung "anfühlen" und ich noch nicht den perfekten Display austesten konnte. Daher meine Erkenntnis, dass für mich ein dunkler klarer Himmel das Erlebnis draußen am stärksten unterstützt und EAA ein guter Einstieg in die AF sein kann. Abgesehen davon habe ich großes Interesse im Bereich Prothetik und auch wie man Menschen mit Beeinträchtigung des Sehens die Sterne näher bringen kann.

Deine weiteren Ratschläge werde ich gerne beherzigen.
 
Wobei ich mir jetzt überlegt habe, bei der "Augmentierung" im Okular könnte man eigentlich, so wie zB in Stellarium, statt ein live EAA Bild auch einfach ein DSS Bild ein/überblenden.
Hallo Peter,
kaum benutzt man die richtigen Suchbegriffe, stößt man auf die richtigen Ideen:
So ein Gerät kommt meiner Vorstellung schon sehr nahe (sollte es jemals Realität werden).
 
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