Hallo Jürgen,
ich hatte auch schon etliche CZJ-Gläser in den Händen.
Die Beschriftung an der Brücke habe ich auch noch nicht gesehen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei der langjährigen Serienproduktion noch solch ein zusätzlicher Fertigungsschritt eingefügt wurde. Die Fernglashälfte müsste ja dann noch in eine Fräsmaschine eingespannt werden, um den Schriftzug her zu stellen. Dass dafür ein Gusswerkzeug hergestellt wurde, kann ich mir erst recht nicht vorstellen.
Für den Ostmarkt hätte man den Aufwand nicht betrieben, und in der BRD und etlichen anderen Ländern durfte der Schriftzug Carl Zeiss auf Grund eines gewonnenen Rechtsstreites seitens Zeiss Oberkochen nicht auf den Ferngläsern stehen. Da stand dann nur: "aus Jena". (Das fand ich übrigens absurd. Das wäre so, als wenn Automobile aus Wolfsburg nicht mehr Volkswagen heißen dürften.)
Wenn Du es genau wissen willst, frage einfach bei Geräte-Service und Montage Harald Ros, Tel.: 03686 615928 nach. Die Fa. hat ihren Sitz in der ehemaligen Fertigungsstätte der Jenaer Ferngläser. Ich denke, etliche Servicemitarbeiter haben damals die Ferngläser montiert und müssten Bescheid wissen.
Gruß Hans-Jürgen