ws_mak12
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Hallo zusammen,
gestern Abend war der Tag der Tage im Hinblick auf Jupiter…und doch war es eher Zufall, dass ich das seltene Schauspiel auf Jupiter zu sehen bekam. Ihr könnt euch leicht vorstellen, dass ich natürlich umso glücklicher war, dies erlebt zu haben.
Eigentlich wollte ich nur mit dem 22er zum DS gucken rausfahren, da das Wetter sehr ordentlich aussah. Also alles schnell zusammengepackt und es ging auf die Schwäbische Alb zu meinem DS Beobachtungsplatz (der für Planeten normalerweise nicht so dolle ist).
Die Sonne war gerade untergegangen und ich konnte im Hellen aufbauen. Die ersten Blicke galten Saturn und M11. Schon der erste Blick auf Saturn versprach mehr als sonst. Ich hatte ja gar keine Erwartungen an die Planeten, zumal der Platz nicht sehr geeignet dafür ist.
Leider zogen immer mehr Zirren auf und so schwenkte ich bei voranschreitender Dunkelheit von M13, M92, M15, M57, M27 auf Saturn. Der setzte sich immer besser in Szene und ich hielt nach dem schwachen Möndchen Mimas Ausschau, den ich nach jahrelanger Abstinenz gegen 20:30 - 21:00 Uhr zwar äußerst schwach aber immerhin blickweise sehen konnte.
Dann ein Schwenk zu Jupiter: Upps, was war den das? Ganymed und Europa kurz vor dem Transit und auf der anderen Seite Io Minuten vor dem Verschwinden…
Das musste ich mir genauer anschauen. Und so blieb ich im Grunde den ganzen Abend an Jupiter hängen, da dieser mal eine richtige Show ablieferte mit dem Mondreigen und dazu noch Europa so nah am GRF. War alles nicht geplant aber was soll’s, zumal auch das Seeing + zunehmende Horizonthöhe von Jupiter immer geeigneter und besser wurden.
Ganymed war die ganze Zeit über während des Transits als graues Kügelchen auf (natürlich vor..) der Scheibe sichtbar. Europa anfangs auch. Dieser näherte sich immer mehr dem GRF. Als der GRF die Mitte der Scheibe erreichte verlor sich Europa kurzzeitig, kam aber im letzten Drittel als „Zwickel“ des GRF wieder klar zum Vorschein. Nachdem sich beide Monde dem Rand der Scheibe näherten, wanderten die beiden Schatten von der anderen Seite her quasi schlagartig nacheinander in die Jupiterscheibe.
Beim Austritt der Monde war die Luft mittlerweile so ruhig geworden, dass Ganymed als sauber definiertes Kügelchen kaum mehr wabernd oberhalb des GRF außerhalb der Scheibe stand (mein Anblick im Bino). Die dunklen Strukturen auf dessen Oberfläche waren gewissermaßen wie „marmoriert“ zu sehen und auch eine etwas hellere Stelle am Ganymedrand konnte ich entdecken. Was soll ich sagen…ein überwältigender Anblick den bei diesen Bedingungen Jupiter „himself“ bot. Selten so gut gesehen, aber mit dem ganzen Mondreigen + GRF… ein ganz außergewöhnliches episches Event, was man nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Viele Grüße
Werner
gestern Abend war der Tag der Tage im Hinblick auf Jupiter…und doch war es eher Zufall, dass ich das seltene Schauspiel auf Jupiter zu sehen bekam. Ihr könnt euch leicht vorstellen, dass ich natürlich umso glücklicher war, dies erlebt zu haben.
Eigentlich wollte ich nur mit dem 22er zum DS gucken rausfahren, da das Wetter sehr ordentlich aussah. Also alles schnell zusammengepackt und es ging auf die Schwäbische Alb zu meinem DS Beobachtungsplatz (der für Planeten normalerweise nicht so dolle ist).
Die Sonne war gerade untergegangen und ich konnte im Hellen aufbauen. Die ersten Blicke galten Saturn und M11. Schon der erste Blick auf Saturn versprach mehr als sonst. Ich hatte ja gar keine Erwartungen an die Planeten, zumal der Platz nicht sehr geeignet dafür ist.
Leider zogen immer mehr Zirren auf und so schwenkte ich bei voranschreitender Dunkelheit von M13, M92, M15, M57, M27 auf Saturn. Der setzte sich immer besser in Szene und ich hielt nach dem schwachen Möndchen Mimas Ausschau, den ich nach jahrelanger Abstinenz gegen 20:30 - 21:00 Uhr zwar äußerst schwach aber immerhin blickweise sehen konnte.
Dann ein Schwenk zu Jupiter: Upps, was war den das? Ganymed und Europa kurz vor dem Transit und auf der anderen Seite Io Minuten vor dem Verschwinden…
Das musste ich mir genauer anschauen. Und so blieb ich im Grunde den ganzen Abend an Jupiter hängen, da dieser mal eine richtige Show ablieferte mit dem Mondreigen und dazu noch Europa so nah am GRF. War alles nicht geplant aber was soll’s, zumal auch das Seeing + zunehmende Horizonthöhe von Jupiter immer geeigneter und besser wurden.
Ganymed war die ganze Zeit über während des Transits als graues Kügelchen auf (natürlich vor..) der Scheibe sichtbar. Europa anfangs auch. Dieser näherte sich immer mehr dem GRF. Als der GRF die Mitte der Scheibe erreichte verlor sich Europa kurzzeitig, kam aber im letzten Drittel als „Zwickel“ des GRF wieder klar zum Vorschein. Nachdem sich beide Monde dem Rand der Scheibe näherten, wanderten die beiden Schatten von der anderen Seite her quasi schlagartig nacheinander in die Jupiterscheibe.
Beim Austritt der Monde war die Luft mittlerweile so ruhig geworden, dass Ganymed als sauber definiertes Kügelchen kaum mehr wabernd oberhalb des GRF außerhalb der Scheibe stand (mein Anblick im Bino). Die dunklen Strukturen auf dessen Oberfläche waren gewissermaßen wie „marmoriert“ zu sehen und auch eine etwas hellere Stelle am Ganymedrand konnte ich entdecken. Was soll ich sagen…ein überwältigender Anblick den bei diesen Bedingungen Jupiter „himself“ bot. Selten so gut gesehen, aber mit dem ganzen Mondreigen + GRF… ein ganz außergewöhnliches episches Event, was man nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Viele Grüße
Werner