Ein Planet präzise mithilfe vom Guidescope finden

Hallo Dane,
wenn du mit asicap aufnimmst kann man damit gleichzeitig auf den Planeten guiden. Das ist einfacher und es braucht kein giude Gedöns extra. Man kann sogar die Aggressivität erhöhen, wenn man auf 2 bis 4 fache Geschwindigkeit stellt zbs bei Wind. Mit ADC ist man eh nicht im Center der Kamera unterwegs, aber das klappt bei mir damit einwandfrei! Der Sensor darf halt nicht verkippt sein.
VG Frank
 
Hallo Frank,

ich dachte Asicap funktioniert nur mit ZWO Montierungen? Ich wollte das damals mal für die Sonne mit meiner RST-135 zum Laufen bekommen, ich dachte da kam nur eine Meldung, dass das nur ZWO Montierungen unterstützt werden. Hat sich das nun geändert?
 
Hallo Dane,
ich habe an meinen alten Handkontroller der Astro-5 ein RJ11 Kabel mit Buchse angelötet. Damit kann ich guiden, ob mit PhD ( Laptop) oder asicap (Laptop) oder asiair ( on camera). Alles funktioniert so wie bei dir mit nur 1" Abweichung im Mittel.
VG Frank
 

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Die ersten Versuche danach haben recht gut funktioniert, wenn auch immer ein gewisses Spiel mit drinnen ist. Bei einem zweiten Test in einer anderen Nacht, war aber die Venus schon nicht mehr sauber im Bild. Und ich frage mich nun, ob hier vielleicht das Guidscope sich vielleicht leicht verstellt hat. Die Justageschrauben haben Kunststoffspitzen, und ich weiss nicht, ob sich hier vielleicht über die Zeit sich vielleicht nicht so etwas verstellen kann. Die kleinste Abweichung kann hier vielleicht schon für Probleme sorgen. Nach einer erneuten Feinstellung hat das bei einem zweiten Versuch wieder hingehauen.

Hat das jemand von euch so schon mal ausprobiert, und eigene Erfahrungen gesammelt? Handhabt das vielleicht sogar jemand standardmäßig so?
Hallo,
wir benutzen hier die gleiche Idee, das Leitfernrohr zum Aufsuchen der Planeten zu benutzen, nur dass ich selbst das Programm NINA dafür benutze. Ich hatte ehrlich gesagt an das Verwenden eines ASIAIR nicht gedacht, obwohl sowas hier sogar im Regal liegt. Es werden hier mit dem Planetenfernrohr ab und an auch Galaxien fotografiert und da scheint NINA irgendwie die bessere Wahl - meinem Gefühl nach.

Nach dem Aufsuchen des Objekts mit dem Leitrohr (plate solving) kann man dann entweder vor der Aufnahme mittels eines Klappspiegels noch einmal exakt zentrieren oder es wird visuell beobachtet, wobei das Objekt meistens gut genug in der Mitte steht. Die Nachführung einer EQ8 ist gut genug um das Objekt auch ohne Leitrohr im Feld zu behalten, sofern alles gut eingestellt ist, und man kann locker ein Video mit zwei Minuten (Jupiter) machen. Das Einnorden ist möglichst genau durchzuführen, zum Beispiel mit einem Polemaster.
Ich möchte aber auch erwähnen, dass bei uns alles permanent aufgestellt ist, was einiges erleichtert. Am Anfang haben wir auch Probleme von Nacht zu Nacht gehabt, wie von dir erwähnt:

1. Schau mal ob du beim Einstecken der Leitrohrkamera ein bischen Papier mit einsteckst, so dass kein Verkippen der Kamera auftritt und
2. guck ob du von Nacht zu Nacht ohne Umschwenken auskommst. Das waren hier die grössten Ursachen.
3. Dann ist das Verkippen des Hauptspiegels beim Schmidt-Cassegrain auszuschalten indem man beim Fokussieren immer von aussen nach innen vorgeht um auch diese Ursache auszuschliessen.
4. Falls du den Baader-Auszug (im Bild zu sehen, nicht wahr?) auch bei der Planetenbeobachtung benutzt, so solltest du auch den SC-Fokussierer einmal nach auswärts und wieder nach innen drehen, wenn die Nacht begonnen wird.
5. Die Kabel vom Leitrohr dürfen nicht herumbaumeln und
6. die vielen Teile des Geraffels vom Tubus bis zur Kameraebene, sollten auch sorgfältig verschraubt sein und eventuelle Klappspiegel müssen eine klare Nullstellung haben. Der Baader Klappspiegel ist zwar gut an sich, aber das Anfassen der Klappvorrichtung kann hier auch zu Störungen führen, da man eine kleine Stellvorrichtung mit den Fingern drehen muss. Noch stärker ist das manuelle Wechseln von Filtern.

Wenn man das alles im Griff hat, sollte eigentlich alles gut funktionieren.

Tom.
 
Ich überlege, ob ich das Guidescope vielleicht nicht durch eines ersetzen soll, welches stabiler in der Justage ist. Vielleicht kann da jemand was gutes empfehlen, was nicht grösser als 50mm ist?

Hallo zusammen,

nach mittlerweile einigen Nächten mit diesem Prinzip hat sich meine ursprüngliche Frage hier erledigt. Ich habe mich dazu entscheiden, bei den vorhandenen 50er Guidescope zu bleiben, da es mittlerweile damit sehr gut funktioniert. Ein Grund ist hierbei aber auch der Wechsel meiner Planetencamera von einer ASI 662 zu der ASI 585 mit größerem Sensor. Dadurch ist die Toleranz etwas größer, und durch das etwas weitere Bildfeld, ist der Planet dann immer irgendwie drauf, und wenn es am Rand ist. Das hat bisher immer zuverlässig geklappt.

Vor einiger Zeit habe ich meine oben erwähnte Idee mit einem zuklappbaren ND-Filter Aufsatz umgesetzt, aber in einer einfacheren Form, und zwar eine Lochblende, mit der ich auf f/36 komme, und die helleren Planeten wie Jupiter, Venus, Saturn deutlich abgedunkelt werden können, sodass ich problemlos mit 2 Sekunden Guiden kann. Wechsle ich per GoTo zwischen Planeten, nehme ich den Deckel einfach vorher kurz ab, und setze ihn zum Guiden wieder auf.

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Für mich weiterhin noch ein bewährtes und zuverlässiges und einfach zu handhabendes System. Besonders da bei mir die ASIAIR sowieso schon immer auf dem C11 fest installiert ist. Mir gefällt das persönlich auch, dass das getrennte Systeme sind, wie z.B. wie beim MGEN. Und das Tablet fungiert als Handcontroller der Montierung, mit der ich die Planeten ansteuere, und über die Pfeiltasten nachjustiere, und dann das Guiding starte. Und über das Notebook steuere ich dann per Sharpcap die Kamera und den Fokusmotor.

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