Die ersten Versuche danach haben recht gut funktioniert, wenn auch immer ein gewisses Spiel mit drinnen ist. Bei einem zweiten Test in einer anderen Nacht, war aber die Venus schon nicht mehr sauber im Bild. Und ich frage mich nun, ob hier vielleicht das Guidscope sich vielleicht leicht verstellt hat. Die Justageschrauben haben Kunststoffspitzen, und ich weiss nicht, ob sich hier vielleicht über die Zeit sich vielleicht nicht so etwas verstellen kann. Die kleinste Abweichung kann hier vielleicht schon für Probleme sorgen. Nach einer erneuten Feinstellung hat das bei einem zweiten Versuch wieder hingehauen.
Hat das jemand von euch so schon mal ausprobiert, und eigene Erfahrungen gesammelt? Handhabt das vielleicht sogar jemand standardmäßig so?
Hallo,
wir benutzen hier die gleiche Idee, das Leitfernrohr zum Aufsuchen der Planeten zu benutzen, nur dass ich selbst das Programm NINA dafür benutze. Ich hatte ehrlich gesagt an das Verwenden eines ASIAIR nicht gedacht, obwohl sowas hier sogar im Regal liegt. Es werden hier mit dem Planetenfernrohr ab und an auch Galaxien fotografiert und da scheint NINA irgendwie die bessere Wahl - meinem Gefühl nach.
Nach dem Aufsuchen des Objekts mit dem Leitrohr (plate solving) kann man dann entweder vor der Aufnahme mittels eines Klappspiegels noch einmal exakt zentrieren oder es wird visuell beobachtet, wobei das Objekt meistens gut genug in der Mitte steht. Die Nachführung einer EQ8 ist gut genug um das Objekt auch ohne Leitrohr im Feld zu behalten, sofern alles gut eingestellt ist, und man kann locker ein Video mit zwei Minuten (Jupiter) machen. Das Einnorden ist möglichst genau durchzuführen, zum Beispiel mit einem Polemaster.
Ich möchte aber auch erwähnen, dass bei uns alles permanent aufgestellt ist, was einiges erleichtert. Am Anfang haben wir auch Probleme von Nacht zu Nacht gehabt, wie von dir erwähnt:
1. Schau mal ob du beim Einstecken der Leitrohrkamera ein bischen Papier mit einsteckst, so dass kein Verkippen der Kamera auftritt und
2. guck ob du von Nacht zu Nacht ohne Umschwenken auskommst. Das waren hier die grössten Ursachen.
3. Dann ist das Verkippen des Hauptspiegels beim Schmidt-Cassegrain auszuschalten indem man beim Fokussieren immer von aussen nach innen vorgeht um auch diese Ursache auszuschliessen.
4. Falls du den Baader-Auszug (im Bild zu sehen, nicht wahr?) auch bei der Planetenbeobachtung benutzt, so solltest du auch den SC-Fokussierer einmal nach auswärts und wieder nach innen drehen, wenn die Nacht begonnen wird.
5. Die Kabel vom Leitrohr dürfen nicht herumbaumeln und
6. die vielen Teile des Geraffels vom Tubus bis zur Kameraebene, sollten auch sorgfältig verschraubt sein und eventuelle Klappspiegel müssen eine klare Nullstellung haben. Der Baader Klappspiegel ist zwar gut an sich, aber das Anfassen der Klappvorrichtung kann hier auch zu Störungen führen, da man eine kleine Stellvorrichtung mit den Fingern drehen muss. Noch stärker ist das manuelle Wechseln von Filtern.
Wenn man das alles im Griff hat, sollte eigentlich alles gut funktionieren.
Tom.