Eine feste Stahlsäule auf dem Balkon

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Bernd Limburg

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Hallo zusammen,

ich wollte hier kurz von meinem Projekt "Säule auf Balkon" berichten, das ich nun fertiggestellt habe.

Den Gedanken, eine irgendwie geartete fixe Aufstellung des Teleskops zu realisieren, hatte ich schon länger. Die Gründe waren zum einen, nicht jedesmal die Poljustage durchführen zu müssen, und zum anderen, weniger schwere Einzelteile raus auf den Balkon schleppen zu müssen. Eine feste Hütte im Garten, in der das gesamte Equipment komplett aufgebaut stehen bleiben kann, wäre natürlich optimal, war aber aus Platz- und auch Sichtversperrungsgründen nicht möglich.

Der Balkon war schon mit dem Stativ der Beobachtungsort der Wahl, aktuell habe ich eine EQ6R, und die fand ich inkl. Achsenkreuz und Stativ schon grenzwertig für mich durch die Wohnung raus auf den Balkon zu schleppen, und dann tief in der Nacht wieder rein... Wenn dann draußen alles aufgebaut und (mittels KStars/Ekos) eingenordet war, ging es dann wieder rein ins Warme und der Rest der Session lief von dort über einen remote gesteuerten Raspi, der mit allem Drum und Dran am Stativ befestigt war.

Da der Balkon anderweitig nicht genutzt wird, kann dort auch eine fest montierte Säule stehen, dachte ich mir, und habe mich mal umgeschaut. Fündig geworden bin ich bei JD-Astronomie, wo ich mir dann eine 70 cm hohe Stahlsäule inkl. Adapterplatte für die EQ6R bestellt habe. Mit Eike von JD-Astronomie gingen einige Mails mit Wünschen, Details, techn. Zeichnungen etc. hin und her, und nach ein paar Wochen hatte ich meine Wunschsäule in Händen (vielen Dank an Eike für die Beratung, Tips und Realisierung der Säule!). Die Stahlteile hatte Eike mir noch verzinken lassen, und ich habe sie final 2x mit Hammerite Ultima weiß gestrichen, was auch perfekt zur weißen EQ6R passt. Somit sollte die Säule ausreichend gegen die Witterung geschützt sein, zumal ich sie bei Nichtbenutzung mit einem dicken Folienbeutel abdecke. Das Säulenrohr selbst ist noch mit Sand gefüllt, um ggf. Schwingungen zu reduzieren bzw. zu dämpfen. Ob's was bringt, weiß ich nicht, aber schaden tut es ja auch nicht.

Hier die bereits am Boden mittels Beton-Schwerlastankern verschraubte Säule:

IMG_1864.jpg IMG_1865.jpg

Die Adapterplatte, also das obere, über Gewindebolzen nivellierbare Ende der Säule, ist mit Passstiften versehen, so dass ich darauf perfekt justiert ein Aluteil aufsetzen (und festschrauben) kann, auf das wiederum fest das Achsenkreuz der EQ6 geschraubt ist. Somit setze ich jetzt beim Aufbau immer nur noch das Achsenkreuz mit dem daran befindlichen Aluadapter auf die Passstifte, verschraube das Ganze und die Montierung steht. Schon ein Unterschied, nur die Monti statt des gesamten Setups inkl. Stativ zu tragen.

Hier die Adapterplatte mit den Passstiften, noch ungestrichen aber verzinkt:

IMG_0220.jpg

Und hier fertig gestrichen und testweise im Zimmer aufgebaut:

IMG_1860_jpg.jpg IMG_1861_jpg.jpg

Letzten Donnerstag hatte ich dann Gelegenheit, das Ganze erstmalig auszuprobieren, wenn auch nicht lange dank der Wolken, aber immerhin (man beachte nebenbei die fürchterliche Straßenlaterne, vom Achsenkreuz verdeckt, direkt auf Teleskophöhe etwa 7 m entfernt):

IMG_1870.jpg

Meinen Raspi, der bisher mit allen Hubs, Kabeln, Netzteilen etc. am Stativ befestigt war (auch nochmal 1-2 kg...), habe ich nun mit allen Komponenten auf einem Brett befestigt, von dem dann Kabel zu den Kameras, Fokusmotor und Montierung abgehen sowie ein Netzkabel zur Steckdose. Somit ist die gesamte Steuerung eine Einheit (das "Raspibrett"), die ich einfach an die Säule lehne, anstöpsele und fertig.

Nach dem ersten Aufbau und groben Einnorden der Montierung über das Polsucherfernrohr habe ich dann meinen 130er TS-APO aufgesattelt und mittels Ekos eine platesolving-gestützte Polausrichtung durchgeführt. Danach habe ich das Teleskop und die Montierung nochmal abgenommen und wieder aufgesetzt. Danach war die Polausrichtung in AZ unverändert gut (< 10" Abweichung laut Ekos), während die Alt-Ausrichtung mit 2' etwas mehr abwich. 2' ist das, was ich mit der manuellen Polausrichtung mit dem Polsucherfernrohr auch erreiche. Habe die Polhöhe dann nochmal nachjustiert und die Polachse mit den Alt-Schrauben noch etwas fester gezogen. Werde beim nächsten Mal sehen, ob die Höhenjustage noch etwas besser erhalten bleibt.

Was bei so einer Säulenaufstellung noch von Vorteil ist, ist die verringerte Kollisionsgefahr des Teleskops, da ja keine abgespreizten Stativbeine mehr vorhanden sind. Man kann also viel weiter durchschwenken und ich denke, dass ich in den meisten Fällen dadurch auf den Meridianflip verzichten kann.

Zum Abschluss der ersten Session habe ich dann noch testweise ein paar Objekte angefahren und bin bei der Fireworks Galaxy inkl. dem benachbarten Open Cluster hängengeblieben, von der ich dann tatsächlich noch ca. 1 h Licht sammeln konnte, bis es sich zuzog und sie mit 30° auch schon recht tief stand. Eigentlich war das gar nicht geplant und ich habe auch keine Flats gemacht, und wirklich nur eine ganz quick'n'dirty Bearbeitung mit PI durchgeführt. Aber immerhin ist es das erste Bild auf der neuen Säule und nebenbei auch das erste Bild seit fast einem Jahr, denn in 2021 war ich abgesehen vom Frühjahr astromäßig fast vollständig abstinent.

Fireworks Galaxy.jpg
ASI294MC Pro, -10°C, L-Filter, leichter Crop, 22 x 3 min Frames, 0.8x Reducer/Flattener, 730 mm Brennweite, f/5.6. Guiding über ein 70/405 mm Guidingrohr und eine ASI183MM.

Als nächstes steht dann noch ein Test mit meinem 10"-Newton auf dem Programm, der mit seinen 15 kg nochmal um einiges schwerer ist als der APO. Mal sehen, wie das Setup sich da schlägt.

Clear Skies,
Bernd
 
Hallo Bernd,
tolle Lösung.
Ein paar Fragen habe ich:

Wie ist die Säule auf dem Balkonboden befestigt? Hast Du die Bolzen einbetoniert; wenn ja, wie tief?
Mir schwebt Ähnliches für meine Terrasse vor, dher die Fragen.

Viele Grüße Michael
 
Hallo Michael,

die Löcher für die Spreizanker sind 90 mm tief (davon ca. 80 mm in der Betonplatte des Balkons und 10 mm gehen durch die Fliese und den Fliesenkleber verloren). Es sind 4 Fischer Schwerlastdübel FAZ II 10/10 A4 E (Edelstahlversion wg. Außenbereich), die sich zwischen 40 und 60 mm effektiver Tiefe verankern lassen. Bei mir sind es gut 40 mm, da hat jeder der 4 noch eine zulässige Zugkraft von 4.7 kN bzw. 470 kg… Da das ja kein Schiffsanlegepoller ist, sollte das reichen… :LOL:

Ich habe also einfach 4 12-mm-Löcher in die Fliesen gebohrt und dann noch 10 mm-Löcher in den Beton. Säule aufgestellt, Anker durchgesteckt und bis zur gewünschten Tiefe eingeschlagen und dann festgezogen. 45 Nm Drehmoment, da muss man bei einem 17er Ringschlüssel schon ordentlich ziehen (mit ca. 20 kg bei der Länge meines Schlüssels). Das Teil steht bombenfest. Anfangs hatte ich noch etwas Sorge wegen der Fliese, aber beim Anziehen hat da nichts geknirscht oder gar geknackst. Habe natürlich auch gleichmäßig alle 4 Muttern nach und nach angezogen.

VG
Bernd
 
Hallo Bernd,

Glückwunsch zu Deiner Säule, die den ganzen Aufbau wesentlich erleichtert - schönes Projekt.

Einen Kritikpunkt habe ich aber doch: Warum diese recht langen Gewindestangen?
Man sieht leider häufig, dass die Stabilität der Säule durch so eine Konstruktion, zumindest, was die Gefahr durch eingekoppelte Schwingungen betrifft, ungünstig beeinflusst wird.
Bitte denke auch daran, den Folienbeutel öfter zu lüften, da sich nach einem Temperaturumschwung Schwitzwasser bildet.

Weiterhin CS
Egbert
 
Hallo Egbert,

danke für deinen Post. Was die Gewindestangen angeht, so muss man für erstmalige die Az-Justage an die Schraube kommen, die das Achsenkreuz mit dem Aluteil verbindet. Das ist die, die beim Stativ über das Kunststoffrad angezogen wird. Die darf da noch nicht zu sehr angezogen sein, sonst kann man mit den Az-Stellschrauben der Montierung nicht (gut) justieren. Nach dem Justieren muss man sie dann behutsam anziehen und die Ausrichtung dabei beobachten. Ich gebe dir aber Recht, dass der Abstand wohl noch etwas kleiner sein kann und man trotzdem mit dem Imbus noch drunterkommt. Das schaue ich mir nochmal an. Ansonsten sind die Stangen zur Nivellierung gedacht, also etwas Abstand zusätzlich zur Dicke der beiden Muttern und Unterlegscheiben muss schon sein.

Und danke für den Tip mit dem Lüften der doppelten Mülltüte, werde ich tun!

VG
Bernd
 
Herzlichen Glückwunsch, Bernd!

Die feste Säule wird dir viel Komfort und Belichtungszeit bringen. Meine Säule steht jetzt seit seit 2 1/2 Jahren auf dem Balkon, glaube ich. Bei mir war es etwas komplizierter, weil ich einen in das Haus integrierten Wintergarten darunter habe und bis zum Beton erstmal 30 cm Dämmung zu bewältigen und wieder abzudichten waren.

Die nächste Stufe Luxus ist, die Montierung und ggf. sogar das ganze Setup zeitweilig aufgebaut lassen zu können oder z. B. für den Rest der Nacht nach Sessionsende regensicher stehen zu lassen. Dafür kann ich statt der im Astrohandel angebotenen Kunststofftüten die Strandkorbhüllen von Tschibo empfehlen, die zumindest in den letzten Jahren immer preisgünstig und rechtzeitig zur Gartensaison im Netz verfügbar waren. Die sind auch lüftungstechnisch vorteilhafter.

Viel Spaß auf deinem Balkon!
Peter
 
Hallo,

noch ein Nachtrag (und danke Peter für den Tipp mit den Tchibo-Strandkorbhüllen, muss mich mir dann mal anschauen).

Ich habe die obere Platte, die das Aluteil mit der darauf befestigten Montierung aufnimmt, jetzt mal so weit wie möglich runtergeschraubt und wieder nivelliert. Den Punkt mit der Stabilität an dieser Stelle fand ich schon valide. Das Aluteil habe ich vorab ich würde sagen ordentlich fest an die Montierung geschraubt, wobei die Az-Drehung über die Az-Justageschrauben zwar stramm, aber immer noch ruckfrei möglich ist. Jetzt muss ich also nicht mehr bei aufgesetzter Montierung mit dem 10er Inbusschlüssel zwischen die beiden Platten der Säule. Mal schauen, wie es sich verhält, wenn ich es wieder eingenordet habe.

IMG_1871.jpg

Die kommenden Mondnächte sind ja ideal für solche Tests geeignet (wenn wir denn auch mal CS bekommen würden... :oops:).

Viele Grüße
Bernd
 
Hallo Bernd,
wegen der Stabilität der doch recht stabilen 4 M16(?) Gewindestangen würde ich mir nicht allzu viele Sorgen machen. Das Gewicht darüber ist ja ausbalanciert. Der Wind greift eh an viel empfindlicheren Punkten an. Meine Gewindestangen mit EQ6-R und 130/910 mm obendrauf sind seit langem viiiel weiter ausgefahren, damit ich über's Dach sehen kann und es gab noch nie Probleme oder negative Effekte: https://www.flickr.com/photos/pete_xl/33536419248/in/album-72157716176165267/

Viele Grüße
Peter
 
Hallo Peter,

ja, es sind M16 Gewindestangen. Umso besser, wenn deine Erfahrungen da auch bei deutlich größeren Abständen so positiv sind. Allerdings könnten Torsionsschwingungen durch Wind verursacht da schon ein Thema sein, vermutlich nicht bei einem 130/910 (habe ich ja auch), aber vielleicht bei dem Zehnzöller Newton. Wie auch immer, schaden tut der geringer Abstand jedenfalls nicht.

Deine Einhausung gefällt mir schon sehr gut. Aber ob ich das durchbekomme bei der "Verwaltung" (Frau)? ;) War schon froh, dass die Säule so problemlos war. Sonst hätte ich noch eine Tischplatte mit EQ6-Anschluss versehen, die man statt Montierung auf die Säule setzen kann, um das Teil tagsüber als Bistrotisch nutzen zu können. :ROFLMAO:

VG
Bernd
 
Hallo Bernd,

sehr gut! Mit dem kurzen Abstand sieht das Ganze schon bedeutend besser aus.
Es ist ja nicht unbedingt nur der Wind, der u.U. für Probleme sorgt. Wie auf Deinen Bildern ersichtlich, verläuft direkt vor dem Gebäude eine Straße. Wenn dort schwerere Fahrzeuge fahren, ist die Gefahr von eingekoppelten Schwingungen besonders groß. Völlig vermeiden lassen sich diese Bodenschwingungen nicht, aber durch die Steifigkeit der Anordnung klingen sie schneller wieder ab. Die von Dir vorgenommene Sandfüllung der Säule wirkt sich hier ebenfalls positiv aus.

Viele Grüße
Egbert
 
Hallo,

wollte noch ein kleines Update geben, hatte nun auch den 254er f/5 Newton einige Male für Tests auf der Säule. Kurzum, ich bin nach wie vor begeistert, genau so habe ich mir das vorgestellt.

IMG_1886.jpg

Die Stabilität ist, was ich bis jetzt anhand des Guidings sagen kann, sehr gut, auf jeden Fall on par mit dem Stativ, wenn nicht besser. Mal schauen, wenn ich ein paar "richtige" Sessions machen konnte. Bisher waren es nur Tests nach Spideroptimierung/Optikjustage (wg. unschöner Spike-Auffächerung).

Die Wiederholpräzision beim Aufsetzen des Achsenkreuzes in ALT war bisher bei wenigen Bogensekunden, in AZ war es 1', wobei diese 1' zuletzt auch sehr konstant war. Hab in AZ nochmal nachjustiert. Wahrscheinlich muss man sich da erst hin iterieren, bis die AZ-Justage zwischen Montierung und ihrer Grundplatte konstant ist. Durch die verstiftete Verbindung mit der Säule sollte die horizontale Verdrehung prinzipiell kleiner als eine Bogenminute sein.

Zu der Variante, die Montierung einfach dauerhaft abgedeckt auf der Säule zu belassen, konnte ich mich bisher noch nicht durchringen. Wäre natürlich, was Justage und auch Aufbauzeit angeht, noch schöner.

VG
Bernd
 
Hallo Bernd,

vielen Dank für deinen Beitrag und deine Tipps!
Am Freitag konnte ich meine Stahlsäule in Betrieb nehmen. Kurz gesagt: Ich bin begeistert :) .
Die Wiederholpräzision beim teleskop ist maximal, d.h. ich konnte heute beim erneuten Aufsatteln meines 8" keinen Unterschied zu Freitag feststellen. Die angesteurten Ziele waren direkt wieder im Zentrum.

Stahlsäule-0200.jpg


Natürlich auch vielen Dank an @Eike_JD für die astreine Fertigung!
 
Hey, sieht ja genauso aus wie meine! :)

Willst du sie noch streichen, oder lässt du es bei der Verzinkung (nehme an sie ist verzinkt)?

VG, Bernd
 
Wozu das Rad neu erfinden ;).
Ich werde meine erst streichen, wenn die Verzinkung ausgewaschen ist. So gefällt sie mir auch sehr gut.

Viele Grüße, Tobias
 
Allerdings könnten Torsionsschwingungen durch Wind verursacht da schon ein Thema sein,
Hallo Bernd,
mit der Einschätzung liegst Du absolut richtig.
Das Kriterium „Torsionsanfälligkeit“ von Gewindestabanordnungen wird regelmäßig maßlos unterschätzt.
Auch ich bin der falschen Annnahme, 6 Gewindestäbe M 20 wären diesbezüglich unkritisch, beinahe erlegen.
Zum Glück nur beinahe, denn ich habe die nahende Katastrophe rechtzeitig kommen sehen.

Bei meiner Säule war ursprünglich angedacht, zur Entkoppelung und aus Gründen der Ästhetik , die Säule auf 6 Gewindestäbe M 20 zu stellen. Zwischen Betonfundament und Säulenflansch sollten quasi 6 Beine aus Gewindestäben M20, Festigkeit 10.8 sein.
Die „Beine“ wären ca. 20 cm lang gewesen, wirksame Länge ca. 16 cm.

6 Stäbe, M20 ? 10.8 ? Das hört sich gewaltig an. 10.8 bedeutet schließlich 1000 N Zugkraft pro mm2 Bolzenquerschnitt.
Bei 227 mm2 Fläche des M20 Bolzenkerns könnte man also mit jedem Bolzen gut 22 Tonnen heben.
Mit 6 Bolzen demnach runde 130 Tonnen!

Völlig besoffen von der Zahl ging ich ans Werk.

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So sah das aus. Die hölzerne Scheibe entsprach genau dem Säulenflansch, und diente als Schablone zum Einkleben der Bolzen.

Nach dem Einkleben mit Verbundmörtel habe ich dann mal die Holzscheibe wie ein Lenkrad gefasst, und daran gedreht.
Ich war fassungslos, als ich sah, mit welcher Leichtigkeit sich die Scheibe bewegen ließ. Das war völlig unbrauchbar! o_O
Die Säule wäre ein Wackeldackel vom Feinsten geworden. Kaum zu glauben, bei 6 x M20 10.8, oder?

Zum Glück habe ich es früh genug gemerkt. Ich konnte meine Pläne ändern, und habe das Fundament bis zur Oberkante des fertigen Fußbodens aufbetoniert, sodaß die Bolzen fortan nur noch Zugkräfte auszuhalten haben. …Jetzt natürlich etwas überdimensioniert…

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Nun sitzt der Säulenflansch direkt auf Beton. Das passt. Die sandgefüllte Säule lässt keine Wünsche offen.

Das, zum Thema „Was halten Gewindestäbe, wenn man sie als Beine verwendet“ ………..

CS

Dietmar
 
Kleine Anmerkung am Rand: Festigkeitsklasse hat keinen grundsätzlichen Einfluss auf Steifigkeit / elastische Verformung. Da ist E-Modul wichtig ... und bei Stahl gibt es da keinen signifikanten Unterschied.
 
Hallo,

meine Balkonsäule hat nun noch eine etwas schönere Wetterabdeckung bekommen. Die schwarze Mülltüte habe ich durch ein Kunststoffrohr ersetzt:

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Einfach ein KG-Rohr DN250, Abschluss mit Muffenstopfen, weiß gepinselt mit dem Rest Farbe, den ich von der Säule noch übrig hatte. Hat 23.7 cm Innendurchmesser und passt perfekt für die JD-Säule mit 20 cm Durchmesser! Unten noch 3 Belüftungsfenster reingesägt. Das Rohr ist auch schwer genug, dass es nicht vom Wind komplett abgehoben werden kann. :teleskop:;)

CS, Bernd
 
"etwas schönere" - naja, darüber kann man streiten. Man sieht ja sofort dass es ein Abflussrohr ist.

Wenn ich hier lese "Säule auf dem Balkon" - hast Du das statisch prüfen lassen? Sind ja schon ein paar kg.
Grüße
Andreas
 
Schlecht habe ich ja nicht geschrieben, lch finde es halt hässlich. Man stellt sich Dinge für Tausende von Euro auf den Balkon, und am Ende reichts nur für ein olles Abflussrohr. Aber wir müssen das nicht ausdikutieren, kann ja jeder machen wie er will. Bloss, wenn man es im Netz zeigt, sollten auch negative Kommentare gestattet sein. Als Anregung die Lösung nochmals zu überdenken.
 
Hi Andreas,

alles gut, und ich gebe dir sogar recht, dass es nicht “schön” im eigentlichen Sinne ist. Aber stört mich halt nicht, genausowenig wie es mich stört, wenn es jemand anderen stört, der es von der Straße aus sieht. Immerhin habe ich es nicht KG-orange natur gelassen… :LOL:

Was mich aber gestört hat (um das Wort noch paarmal zu nutzen), war das Gefummele mit der Tüte und den Gummibändern.

Zur Belastung des Balkons: Komplett aufgeriggt wiegt das Ganze mit dem Newton ca. 70 kg, die Säule allein 25.

Über Jörgs Erdbeertopf muss ich nochmal nachdenken! :cool:

VG, Bernd
 
Mach doch oben ein runde Platte drauf, dann haste ein Balkontisch. Zwei Fliegen mit einer Klappe ;)
 
Ja, der Bistrotisch mit gleichem Adapter wie die EQ6 war im Post #9 schon mal ein Gedankenspiel. :D Perfekt nivelliert und eingenordet würde zu der Platte dann super ein Kompass-Windrosenmotiv passen. :sneaky:

Aber ich denke, das mache ich eher nicht. :)
 
Hallo Bernd,
das Thema ist zwar schon ausdiskutiert, aber :
Ich habe keine Beobachtungssäule in meinem Garten, der ist für Astro nicht brauchbar.
Wenn ich jedoch eine hier hätte, wäre auf dem Wetterschutz bei Nichtgebrauch ein Aufsatz mit einer Vogeltränke und einem Futterhäuschen.
Nur als Vorschlag gedacht, wie man so eine Astrosäule auch nutzen kann.
CS Roland
 
Hallo zusammen,
ich warte aktuell auf meine Säule von @Eike_JD und freue mich schon, diese im Garten aufzubauen :)
Nachdem ich heute für eine Wasserzapfsäule in Garten-Schnell-Beton (für Zäune, etc) gebohrt und gemeißelt habe, habe ich beschlossen "richtigen" Beton für das Fundament der Säule zu nutzen...
In diesem Thread habt Ihr ja auch Schutzhüllen für Montierungen diskutiert. Ich würde gerne die Montierung (aktuell AZ-EQ6) auf der Säule belassen, aber eine Einhausung wird nicht funktionieren, da spielt die Frau nicht mit ;). Welche Erfahrungen habt Ihr mit Schutzhüllen gesammelt?

Vielen Dank und CS
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich benutze die grünen Gartenabfallsäcke z.B. von OBI. Erkennbar an ihrer Webstruktur. Meine AZ-EQ6 steht seit Herbst aufgebaut auf dem (allerdings mit oberbayerischem Dachvorsprung von 1,5m) geschützten Westbalkon.

Bisher keine Probleme im reinen Alt/Az-Betrieb.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

vielen Dank für deine Antwort. früher hatte ich eine motorisierte Montierung aus den 80er Jahren von Meade, die habe ich auch so abgedeckt stehen lassen. Ich bin mir aber nicht sicher wegen der Elektronik in der AZ-EQ6. und bei mir würde die Montierung ohne Dachvorsprung etc im Freien stehen.

Schönen Gruß
Thomas
 
Hi Thomas,
ich hab evtl etwas Overkill, aber meine EQ6-R ist immer noch ohne Rost, nach zwei Jahren. Elektronik funktioniert auch einwandfrei. Ich hab ne Zwiebelschale mit folgendem Aufbau:

- Frottee-Bettlaken
- Geoptik Schutzhülle Geoptik Schutzhülle 135cm
- Telegizmo T311/365 Telegizmos T311/365 Teleskopabdeckung für 8''-11'' SC

Ich hatte den ersten Sommer nur die Geoptik + Frottee, das war mir dann aber für den Winter zu wenig, daher noch die Telegizmo. Kostet halt ein bisschen was, aber scheint zu helfen. Und meine Teleskope/Montierungen waren teuer genug...

Edit: vergessen: die Geoptik binde ich zu (ich hab für meine EQ6 ne Säulenverlängerung auf dem Stativ, in dem Bereich bind eich), die Telegizmo stülpe ich dann drüber. Ich schau, bevor ich abdecke, dass die Teile nicht nass sind.
 
Hallo Jürgen,


Ja sehe ich genauso wie du, das zeug (Montierung) ist richtig teuer, da möchte ich ungern das Ganze der Feuchtigkeit opfern...

Vielen Dank für deine Tipps.

CS Thomas
 
Hallo Thomas,
Ich habe seit März eine Stahlsäule von Eike und bin auch sehr zufrieden. Meine EQ6-R verbleibt dauerhaft auf der Säule, geschützt durch eine wasserdichte, atmungsaktive Abdeckhaube, die ich dafür anfertigen lassen habe.

Viele Grüße,
Tobias
 
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