Eine Frage des Budgets.....

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Hallo,

Es ist schon sehr erstaunlich, was ihr so auf euch nehmt, um eurem Hobby nachzugehen, trotz Balkon, Halbem Himmel
usw.
von den Bewegungsmeldern die durch Katzen ausgelöst werden, lustige :sick: Gartenbeleuchtung etc. ganz zu schweigen.

Die stellst Du auf, machst ein paar orts- und zeitbezogene Angaben, führst das sogenannte Allignment durch, ein Prozess, bei dem 2-3 helle Sterne angefahren und bestätigt werden - und schon kannst Du loslegen
Nun ja... die Alignment-Sterne sollte man schon kennen, sonst wird das nicht's. Zumal bei rein visueller Beobachtung meist nur grob eingenordet wird.
Selbst mit GPS und weiterer Sensorunterstützung (Kompass, Lagesensor etc.) sollte man die Alignment-Sterne kennen.
Da spreche ich aus Erfahrung. Gelegnetlich kommt es vor, das der GPS-Satellit irgendwie nicht g'scheit "getroffen" wird oder das Metall der Balkonbrüstung stört. Da muss die Initialisierungsroutine halt nochmal gestartet werden, vom zeitlichen Aufwand auch nicht die Welt.

Nochmal zum Balkon.
Muss man schlicht ausmessen und halt mit den Himmelsrichtungen vereinbar sein.
Kompass ist da natürlich eine adäquate Möglichkeit. Man muss halt weit genug vom Metall in der Umgebung weg sein.
Hab ich schon lustige Nordrichtungsangaben erlebt ;).

Zum C8.
Ich bin voll begeistert von dem Teil.
Die "Nachteile" die er mit bringt, nun ja, Taukappe anschaffen, entweder selbst "basteln" oder halt kaufen.
Auskühlzeit mit einplanen. OK, auf dem Balkon was einfacher. Im hellen aufbauen, reingehen, :coffee: trinken, in Stellarium schauen... ...
Wenn's dann dunkel ist, kann es direkt losgehen.
Großflächige Objekte, mei dafür schaff ich mir so einen C8 nicht an. Dafür sind andere Teleskope wirklich besser geeignet.
Also summersumarum nicht's was nicht zu bewältigen wäre.
Gebraucht ist sicherlich eine Option, aber wie die qualitativ dann sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Den meinen habe ich bei einem bekannten Händler erworben. Fein justiert und überprüft, ordentlich verpackt verschickt worden.
Einfach guter Service, den man auch erwarten kann bei dem Preis.
Winkelsucher dran, SC-ClickLock-Klemme nachgerüstet, passende Taukappe dazu und tollen Beobachtunsgabenden/-nächten steht nicht's mehr im wege.
Ob jetzt so ein C8 jedermanns Sache ist, mag ich nicht beurteilen.
Letztendlich muss jeder selbst herausfinden welches sein Teleskop ist.
 
Nun ja... die Alignment-Sterne sollte man schon kennen, sonst wird das nicht's.
Hallo Mathias,
Alignment-Sterne zu kennen ist gewiss kein Nachteil. Doch auch gänzlich ohne Kenntnisse der Sternnamen kommt man in der Regel schnell zum Ziel. Werden doch nur die hellsten Sterne für das Alignment angefahren. Klar, der erste wird möglicherweise noch ordentlich verfehlt, doch wenn weit und breit nur ein wirklich heller Stern zu sehen ist, na ja, dann ist er es eben. Und wer sich nicht sicher ist:
Stellarium oder Starwalk hat doch beinahe jeder, der ein Teleskop sein Eigen nennt, auf dem Smartphone installiert, oder?


Letztendlich muss jeder selbst herausfinden welches sein Teleskop ist.
....und das macht der Frank gerade. Er findet heraus, was das Beste für ihn ist. Und er fragt an der richtigen Stelle, holt sich Anregungen, Tipps und Empfehlungen. Mal sehen, was er daraus macht.......

CS

Dietmar
 
Hallo!

es kam, wie es kommen mußte. Es wurde Dir quer Beet alles empfohlen.

Das ist wie wenn ich schreibe: „Ich habe ein Budget von 15.000 Euro und möchte davon ein Auto kaufen. Welches würdet Ihr mir empfehlen?“ Da kämen dann genau so viele Empfehlungen zurück, wie es Autos gibt und jemals gab :) (mit Ausnahme vielleicht von solchen, die wirklich nicht ins Budget passen - aber auch die wird der eine oder andere empfehlen mit dem Hinweis, dass man sich nicht mit halben Sachen abgeben sondern vielleicht doch lieber gleich was richtiges kaufen sollte...).

1) geh in einen Teleskopladen und schau Dir alles an und faß alles an.

Ich weiß nicht. Im Laden sehen die irgendwie alle gleich aus. Schwarz (oder weiß) lackierte Dünnblechtrommeln mit entweder Linsen vorne oder einem Spiegel hinten. Anfühlen tun sie sich auch wie Dünnblechtrommeln. Solche, die sich sehr solide anfühlen und aussehen, als wären sie aus dem vollen gefräst, passen garantiert nicht ins Budget.

Drum würde ich auch zur Option 2 raten: Nachts durchschauen! Volkssternwarte, Astronomieverein, irgenwas gibt es immer in 30 Kilometer Umkreis.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Dietmar,

mittlerweile kenne ich die Alignment-Sterne, die mir von meiner iOptron angeboten werden. Hat zwar was gedauert ;) aber jetzt geht's. Nicht zwingend alle mit Namen, aber wo er steht. Natürlich hast Du recht, die Helligkeit hilft.
Der Erste war für mich Anfangs auch das Problem. Mit der Zeit wird es immer besser und so eine Planetariumsoftware hilft da ungemein.
Da hast Du recht, sollte eigentlich jeder auf seinen elektronischen Helferlein haben.

Ich bin bloß immer etwas skeptisch wenn GoTo als "Allheilmittel" (hast Du nicht) "angepriesen" wird.
Für mich ist das kein Vollautomatismus.
Ich habe nicht's gegen GoTo, eher im Gegenteil (y). Nutze es ausgiebigst ;).
Man sollte sich aber über das was möglich ist oder nicht möglich ist im klaren sein.
Man muss halt auch bereit sein das Geld anzupacken, um die Bequemlichkeiten (Luxus ?) zu erlangen.
Ich hab's getan und mag's nicht mehr missen (y).

....und das macht der Frank gerade. Er findet heraus, was das Beste für ihn ist. Und er fragt an der richtigen Stelle, holt sich Anregungen, Tipps und Empfehlungen. Mal sehen, was er daraus macht.......
Ja, das macht er und ich bin auch gespannt.
Ich scheue mich ein bisschen zu diesem oder jenem Teleskop zu raten.
Lieber die Vor- und Nachteile unvoreingenommen darstellen.
Was was kann, wofür besser oder schlechter geeignet.
Artet leider teilweise in recht hitzige Diskussionen aus ;).
Sowohl vom Teleskoptyp, Montierungstyp, Okularen und Zubehör.

Ich hab mich gut zwei Jahre "durchgewurschtelt", Newton parallaktisch, Dobson, Maksutow Alt/AZ, Refraktoren FH (die find ich wirklich klasse :)) und jetzt der C8, den finde ich noch klasserer :D.
Sehe die ganzen Anschaffungen auch nicht als raus geschmissenes Geld.
Viel gelernt und Erfahrungen gesammelt.
Das ein oder andere ist auch aus reiner Neugierde angeschafft worden. Zu erfahren wie das funktioniert.
OK, ist nicht der günstigste Weg :eek:, aber es hat immer Spaß gemacht.

Irgendwie führt kein Weg daran vorbei alles mal "live und in Farbe" zu sehen.
 
Das ist wie wenn ich schreibe: „Ich habe ein Budget von 15.000 Euro und möchte davon ein Auto kaufen. Welches würdet Ihr mir empfehlen?“ Da kämen dann genau so viele Empfehlungen zurück, wie es Autos gibt

Naja, wenn er sich informiert hat, dann wüsste er, es gibt flache Sportwagen, Familien-Vans, SUV, Kombis usw.

Ich würde ihm dann antworten: nach 40 Jahren Erfahrung vom Manta über Porsche, Mercedes usw. bin ich jetzt
bei einem kompakten SUV mit 4x4 gelandet, weil ich damit in Urlaub fahren kann, mein Holz aus dem Wald hole,
bequem einsteige und im Schnee fahre, als wenn nix wäre. Der Kofferraum ist allerdings zu klein, deshalb habe ich noch
einen Anhänger. Wenn er das also auch so haben will, kann er dem Rat folgen oder muss eigene Erfahrungen machen.
Hier ist es halt ähnlich, ich will nur nicht mehr mit dem Manta anfangen :)

Ein paar Fragen nebenbei:

1. Dobson: die Idee gefällt mir schon mal gut. Lohnen sich diese Dobsons mit besserem und verstellbaren Lager, so
dass man den Schwerpunkt verändern kann (Pro Dop oder Deluxe)?

2. Alle Welt redet vom C8. Die Suchfunktion streikt hier aber. Meint ihr konkret das Modell Celestron C8 203/2032 oder ein SC mit 8''?

3. Wenn ein Refraktor mit wenig Farbverfälschung angeboten wird, stimmt das dann auch oder ist das Marketing?
 
Hallo!

...bin ich jetzt bei einem kompakten SUV mit 4x4 gelandet, weil ich damit in Urlaub fahren kann, mein Holz aus dem Wald hole, bequem einsteige und im Schnee fahre, als wenn nix wäre. Der Kofferraum ist allerdings zu klein, deshalb habe ich noch
einen Anhänger.

Und genau das ist unter den Teleskopen das 8-Zoll Schmidt-Cassegrain. Ein einziges Gerät für alles, aber die ganz besonderen Wünsche kann es nicht erfüllen. Dafür hat es nicht das schlechte Umweltimage des SUV ;)

1. Dobson: die Idee gefällt mir schon mal gut. Lohnen sich diese Dobsons mit besserem und verstellbaren Lager, so dass man den Schwerpunkt verändern kann (Pro Dop oder Deluxe)?

2. Alle Welt redet vom C8. Die Suchfunktion streikt hier aber. Meint ihr konkret das Modell Celestron C8 203/2032 oder ein SC mit 8''?

3. Wenn ein Refraktor mit wenig Farbverfälschung angeboten wird, stimmt das dann auch oder ist das Marketing?

1. ?

2. Das Celestron C8 war das erste erfolgreiche in Stückzahlen produzierte Fernrohr dieser Art, deswegen werden 8-Zoll Schmidt-Cassegrains oft einfach nur C8 genannt. So wie ein Papiertaschentuch eben ein „Tempo“ ist. Es gibt auch noch andere Hersteller (eigentlich nur Meade aber die sind mal wieder pleite), andere Größen (5, 6, 9.25, 11 Zoll um beim Mittelmaß zu bleiben) und abgewandelte Bauweisen (Maksutow, RC, ....). Der Überbegriff ist „katadioptrisches Fernrohr“, also eine Kombination aus Linsen und Spiegeln.

3. Bei manchen stimmt es, bei anderen ist es nur eine Behauptung. Eine wirklich kundenfreundliche verbindliche Klassifizierung gibt es da meines Wissens nicht. Und irgendwelchen „Strehl“ (eine Einheit, die man in Physiklehrbüchern ohnehin vergeblich suchen wird) Angaben würde ich ebensosehr vertrauen wie den Angaben der Autohersteller bezüglich des Benzinverbrauchs ihrer Produkte. Hier zählt wirklich nur der eigene Eindruck!

Viele Grüße
Maximilian
 
Lohnen sich diese Dobsons mit besserem und verstellbaren Lager
Hallo Frank,
leichtgängige Lager sind schon sehr wichtig, vor Allem bei großen Vergrößerungen ist ein großes Losbrechmoment sehr hinderlich.
Die Kunst dieser Lager ist, eine feinfühlige Bewegung zu ermöglichen,
aber auch nicht zu leicht zu gehen.
Nein. Nicht jeder redet vom C8. Das C8 wird deshalb relativ oft erwähnt,
weil es mit 8 Zoll Öffnung eine Schwelle zu DeepSky-Beobachtung überschreitet. Wie man so schön sagt: Ab 8“ geht DeepSky los.
Das Schmidt-Cassegrain ist für seine optischen Eigenschaften recht kompakt, daher für Montierungen weniger anstrengend, und auch gut transportabel. Ansonsten ist das C8 unspektakulär. Es kann von Allem ein Bisschen, und ist daher fast ein Allrounder, (auch wenn es bei Teleskopen keine Allrounder gibt). Mir wäre es zu klein.

Das ist ein dehnbarer Begriff. Einfache Refraktoren (Fraunhofer) haben einen recht starken Farbfehler. Es lässt sich mehr oder weniger nur eine Farbe scharf stellen, die anderen Farben landen außerhalb des Brennpunktes. Achromaten korrigieren bereits eine weitere Farbe, produzieren aber immer noch einen Farbfehler, der sich in bunten Säumen, vor Allem an hellen Objekten zeigen. Beobachten kann man mit den Teilen trotzdem sehr gut. Vor Allem bei langsamen Öffnungsverhältnissen fallen diese Fehler kaum auf.
Ein Teleskop mit „wenig Farbfehler“ kann durchaus Spaß machen, aber manchmal sind es eben „Farbfernseher“, und da hört der Spaß halt auf.
Fotografisch geht es m.E. erst mit den Apochromaten los, die alle Farben mehr oder weniger in den Fokus bringen. Das sind in der Regel Dreilinsige Teleskope (Triplets). Sie sind allerdings schwerer und bei vergleichbaren Öffnungen deutlich teurer.
Und ja, den Unterschied kann man auch sehen...........

CS

Dietmar
 
Hallo,

@Frank
1) ?
2) genau das Modell Celestron C8 203/2032 ist gemeint.
Maximilian hat schon das wichtige gesagt.
Böse Zungen ;) behaupten so ein C8 kann alles, aber nicht's wirklich g'scheit.
Sehe ich nicht so.
3) M.E. kann man bei einem Apo, ist auch ein Refraktor eben ein Apo mit speziellen Glasorten und mehreren Linsen, davon ausgehen. Deshalb ja auch der Preis. Wenn man es ganz genau nimmt, haben die auch einen Farbfehler, der aber nicht mehr wahrnehmbar ist, so wird gesagt und geschrieben.
Bei einem Refraktor FH (nach Frauenhofer, mit Luftspalt zwischen zwei Linsen) halte ich es wie Maximilian.
Refraktor FH wird auch Achromat genannt.
Ein Apo ist ein Apochromat, eben auch ein Refraktor.

Refraktoren, egal welcher Bauart = Linsenteleskop
Reflektoren (Newton) = Spiegelteleskop
katadioptrische Teleskope = Linsen und Spiegel (wie schon erwähnt worden) Teleskop, Maksutow-Cassegrain, Schmidt-Cassegrain, Ritchey-Chretien (RC).

@Dietmar
Obwohl das schon von dem ein oder anderen an ihn ran getragen wurde, welche Tendenz so da ist.

@maximilian
(y)
 
Das wohl teuerste was du machen kannst, ist ein neues tolles Teleskop zuholen, es mit allen möglichen neuen Extras auszurüsten und dann auf einem Teleskoptreffen durch ein völlig anderes Gerät zu schauen und sein bisheriges Geraffel wieder zu verkaufen.

Mein Rat: Kontakt suchen, durch das ein oder andere Gerät schauen, und gebraucht kaufen.
Wenn es geht mit einem Hobbykollegen der sichein wenig auskennt.

Gruß Horst
 
Hallo Frank

Zu Frage 3: Die zweilinsigen Refraktoren (Doublet) mit ED-Linse werden im Handel gerne als „ED-Apochromaten“ oder als „Super-Apochromaten“ bezeichnet. Sie bieten schon eine recht gute Farbkorrektur. Die Farbkorrektur hängt stark vom Öffnungsverhältnis und der Glaspaarung ab.

Eine scharfe Definition, was sich Apochromat (= farbreines Linsenteleskop) bezeichnen darf, gibt‘s nicht. Die ED‘s liegen in der Regel preislich deutlich über den einfachen Fraunhofer FH (salopp „Farbfernseher“) und etwas unter den „echten“ Apos (ab 3 Linsen).

Ich selber habe mit einem gebrauchten „ED-Apo“ mit 100/900 in lichtverschmutzter Umgebung gestartet. Mond, Jupiter und Saturn gehen ganz gut (freue mich schon auf Jupiter!), Kugelsternhaufen, Doppelsterne und helle Nebel (zB Orion) auch noch. Ansonsten fehlt‘s ihm halt an Öffnung.

Grüsse,
Martin
 
Hi Frank
es gibt kein Universalteleskop ohne Nachteile.
Es ist also als Zielbild unerreichbar.
Gesucht ist immer das Teleskop, da am ehesten den Kompromiß aus Deinen Anforderungen erfüllt.
Und Anforderungen sind eben sehr unterschiedlich, weswegen Du hier auf Deine Frage nahezu alle denkbaren Ideen vorgetragen bekommst. Jeder berichtet von seinem gefunden Kompromißgerät.
Das ist der Punkt.
Es ist daher unabdingbar dass Du Deine Forderungen sehr viel mehr präzisieren kannst, damit sich der für Dich in Frage kommende Kompromiß auch wirklich abzeichnet.
Mit Recht erhoffst Du nicht dauernd neu anschaffen zu müssen und möchtest Enttäuschungen vermeiden.
Hier geht es um Erleben und auch das ist sehr verschieden. Mir sind schon Einsteiger begegnet, die minutenlang aus dem Staunen nicht raus kamen, weil sie den Ring des Saturns mit eigenen Augen in kleinen Teleskopen sehen konnten. And dann gabs auch noch welche die den Saturn bei 300fach im 12 Zöller gestochen scharf in Farbe mit umlaufender Ringteilung als Enttäuschung abgetan haben. Zu welcher Sorte Du gehörst musst Du eben auch rausfinden. Und das geht nur beim Probegucken. Daran führt kein Weg vorbei.
Sollte Heidenroder für das Heidenrod nördlich von Wiesbaden stehen, so könntest Du Dich uns anschließen, weil wir DS zumindest in Heidenrod gucken. Dann bekäme das Ganze mal eine Richtung.
Evtl magst Du zu unserem Stammtisch der voraussichtlich am Montag in Kastel stattfindet kommen und dann kann man weiter sprechen.
CS
 
Moin,
im Astro-Verein wird Dir jeder immer das empfehlen, was er selbst seit 20 Jahren macht.
Da musst Du lange boren und herausfinden, was das für Dich und heute bedeutet.
Magst Du gerne am Computer arbeiten? Da kann man 'ne Menge Astro machen.
Willst Du Fotos machen, dann brauchst Du eigentlich überhaupt kein Okular sondern eine ASI-Cam oder Canon-DSLR und 'nen Computer.
Ein gutes Stativ mit gutem Polkopf ist ganz enorm wichtig z.B. HEQ5 - HEQ6 - gebraucht.
Zum Probieren und Üben könnte man einfach seine DSLR auf die Montierung schnallen
Damit kannst Du Fokussieren üben - damit Kannst Du Goto üben - damit kannst Du Autoguiding üben - damit kannst Du Platesolving üben - damit kannst Du Cartes du Ciel und ASCOM üben,....
- später kann man auch 'nen Lidl-Scope draufschnallen und wieder später (nach 1-2 Jahren) einen kleinen APO zum fotografieren....
Wie Du siehst bin ich Astro-Fotograf...
Viel Spass & Clear Skies
Dietrich
 
Hi Frank,

natürlich gibt es halbwegs universelle Teleskope zum Einstieg, zumindest wenn man 'Vögel' ausklammert. Typisch sind Ferngläser (muss man erstmal zu schätzen wissen), kleine Dobsons zwischen 5" und 8" und für die Fotografen kleine Tracker wie der Star Adverturer.
Und dann gibt es eben die Lieblingsteleskope für den jeweiligen Zweck und den jeweiligen Typ. Das ist recht individuell...
Selbst so Details z.B. wie man denn überhaupt aufsucht.

Grundlegend gibt es da drei Faktoren:
1. Hobbykasse. Das ist eigentlich der einzige Faktor, den man als Einsteiger wirklich kennen kann.
2. Erwartungshaltung. 'Was sieht man wo womit wie' könnte man nur näherungsweise simulieren. Wäre aber mal interessant. Aber da gibt es eben zu viele Faktoren. Ganz vage kann man dazu Zeichnungen und Beobachtungsberichte nutzen - wobei man unbedingt die Erfahrung der Autoren/Zeichner im Hinterkopf haben sollte. Um mal ganz grob einen Einblick zu bekommen, schau mal bei binoviewer.at vorbei.
3. Schweinehund. Man baut nicht jedes Teleskop mal einfach so auf oder macht sich sonstige Mühen wie Anfahrt oder gar in der Gefrierhauskombi rumzustehen.

Beispiel:
16" sind für meine Hobbykasse kein Problem, 20" gut drin, selbst motorisiert. Was ich damit sehen oder knipsen könnte würde bei weitem alles übertreffen, was ich bisher kenne. Mein innerer Schweinehund schreit aber NEIN! - viel zu groß/sperrig/schwer. Kann man mit einer Privatsternwarte umgehen, aber da schreit dann die Hobbykasse wieder NEIN!. Wobei so ein kleiner Schutzbau ja eigentlich ausreichen würde, mal schaun...

Insofern hilft nur ausprobieren. So Angebote wie von Antares sind da ideal, aber auch Teleskoptreffen und eingeschränkt selbst Händlerbesuche helfen weiter. Selbst dadurch wird sich aber keine perfekte Ausrüstung ergeben, vielleicht nichtmal ein Teil davon. Aber es wird garantiert etwas, das über Jahre Freude bereitet.

Bei anderen Hobbys ist es ja ähnlich. Vor einzwei Jahren hab ich mit dem Bogenschießen angefangen. Erst hab ich verschiedenste Vereinsbögen vom Reiterbogen bis zum Fahrrad ausprobiert (das wären die Teleskoptypen) und auch mit verschiedenen Zuggewichten ('Öffnung'). Als klar war, dass ich einen Recurve mit rund 35 Pfund will, bin ich mit meinem Trainer zum Händler gefahren um da verschiedene Recurvebögen in dem Bereich auszuprobieren. Und bis der das schwächste Glied in der Kette ist, muss ich noch wirklich sehr lange trainieren - obwohl er recht günstig war und ich nicht gerade untalentiert.

cs
Jürgen
 
Hallo lieber Frank,
herzlich Willkommen im Forum.

Wie würdet ihr also etwa 1500€ einteilen, wenn ihr es zum 1. Mal könntet?
Und bitte nicht fragen, was ich denn gucken möchte.

Die Frage sollte lauten. "Wie würdest Du die 1500 € einteilen?
Eine Empfehlung ist schwierig bis unmöglich.
Die Erfahrung zeigt das jeder seine eigene Vorstellung davon hat, wie sein Teleskop aussehen soll.

Um sich selber ein Bild zu machen, ist es ratsam die Einsteigerseiten einfach mal durchzustöbern.

Der Zugang zur Astronomie bis zum Kauf eines Teleskops kennt viele Wege.
Astronomie hat mich schon von Kindesbeinen an fasziniert. Der Wunsch nach einem Teleskop konnte aber
erst sehr viel später realisiert werden. Diesen Virus holte ich mir in der ägyptischen Wüste bei einer Beobachtungsnacht,
zeitgleich mit dem Eintreffen der Perseiden.
Die Vorstellung davon wie Mein Teleskop aussehen sollte war glasklar. Es war eine Erinnerung aus Kindheitstagen. Die ersten Schmidt Cassegrain Teleskope von Meade wurden Anfang der 70er präsentiert. Ein Traum, damals unerreichbar.
Vor 14 Jahren konnte ich ihn mir erfüllen. Es wurde ein C-11 von Celestron. Für mich stand damals schon fest das ich dabei bleiben werde, so fiel die Investition in das Hobby etwas höher aus.
Für andere wäre ein Schmidt Cassegrain ein No Go, da kommen eben nur "Linsen auf den Teller". ;) Jeder Jeck ist anders.

Aus Erfahrung und Beobachtung heraus: Einsteigerseiten lesen Teleskoptreffen oder den örtlichen Astronomieverein
aufsuchen.

Viel Spaß beim Suchen und finden.
Grüße
Markus
 
Ja, dann hätte ich natürlich direkt was Großes da stehen. Der Vixen ED81S - APO Refraktor aus dem Biete-Forum
wäre aber auch was. Da würde ich bei Mond und Planeten schon mal sehen, was geht. Für deep natürlich eingeschränkt
wegen der Öffnung.
 
Achtung! Das ist ein ED 103! Damit geht Deep Sky schon sehr gut! Ich habe über 20 Jahre mit 4“ beobachtet... damit kann man sehr glücklich werden.
Gruss Holger
 
Ich schaue mit 71mm (allerdings zweimal, für jedes Auge ein Rohr) in den "Tiefen Himmel" und kann auch was erkennen.

Klar: mehr Öffnung bringt mehr Details, mehr Sterne in den offenen Haufen und mehr Auflösung an kleinen Objekten wie Kugelsternhaufen oder planetarischen Nebeln. Aber es gibt auch ein Buch mit 500 Objekten, die man mit einem 50mm Fernglas beobachten kann. Man muss meiner Ansicht nach nicht mit 8 Zoll einsteigen, um überhaupt was zu sehen.

Die Balance aus Möglichkeiten, Anforderungen und Interessensgebieten ist individuell verschieden, daher kann man die Tipps anderer nur begrenzt nutzen.

Ich empfehle dennoch gerne, auch das beidäugige Sehen auszuprobieren. Ich kenne ausgesprochene "Zyklopen", die mit zwei Augen nur mehr zu kämpfen haben und wenig Vorteile sehen, aber die Mehrheit schätzt den entspannten Blick mit der gesteigerten Kontrastwahrnehmung und der leicht höher empfundenen Vergrößerung. In der finalen Abwägung kann dann immer noch z.B. die größere Öffnung eines Mono-Teleskops gewinnen. So ein 6- oder 8-Zoll-Doppelteleskop ist halt auch nicht günstig...

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo!

Ich empfehle dennoch gerne, auch das beidäugige Sehen auszuprobieren. ....

Kann ich nur unterschreiben! Vor allem helle Objekte wie der Mond machen mir einäugig stark zu schaffen. Da ist es eine Wohltat, wenn beide Netzhäute gleichmässig hell beleuchtet werden... Ausserdem sieht man, zumindest gefühlt, deutlich mehr.


Meine „finale Abwägung“ bestand einfach darin, mir für mein C8 einen Binokularansatz und ein Köfferchen voller Okularpaar zuzulegen. Ein weiterer Vorteil des Schmidt-Cassegrains (und vergleichbarer Geräte): Man braucht keine Adapter, Glaswegkoorektoren und sonstwas, man steckt einfach statt eines Okulars einen Binokularansatz rein und los gehts! Und 8 Zoll Öffnung leifern genug Licht für beide Augen, selbst an schwachen Objekten.

Grüße
Maximilian
 
Ich habe mir übrigens das Olympus 10x50 DPS-I kurzerhand bestellt, nachdem es hier öfters empfohlen wurde, und kann nur sagen, dass das Glas in Preis-Leistung wahrscheinlich unschlagbar ist (z.Zt. 49.-). Ich habe zwar schon ein "Jägermeister 10x50", aber wenn man durch das Olympus schaut, ist es, als ob man einen Vorhang wegzieht.
 
Hallo Frank,

ich würde folgendes nehmen:

Refraktor Achromat 120/1000mm (Celestron oä):

Azimuthale Montierung SkyTee:

Den Rest des Geldes in einen guten Zenithspiegel und Okulare investieren.

Mein Exemplar:


Diese Ausrüstung beitze ich selber und sie macht Spaß, an Mond, Planeten und DeepSky. Ein Allround-Teleskop mit moderatem Farbfehler und knackscharfer Abbildung:


Grüße, Gerd
 
Für Weitfeld, Schnellspechteln, Reise, Tagbeobachtung oder den Einstieg in Astrofotografie wäre der 81er ideal. Für DeepSky müsste dann noch eine dickere Dünnblechtrommel dazu. Da sich für Dich die Budgetfrage ausdrücklich nicht stellt, wäre das wohl kein großes Problem?

Wenn beidäugig in Frage käme, was nämlich wunderbar ist, dürfte das 120er SD Fernglas von APM traumhaft universell sein; mit dem Prototypen liessen sich jedenfalls wunderbar die schmutzigen Spinnweben auf den Lampen unterm Messehallendach beobachteno_O...

Nur, dass ich mir halt immer wieder diese leidige Budgetfrage stellen muss, und da finde ich, dass sich der Binoansatz an meinem C6 und dem FH 120/600 auch schon recht gut macht. Sebastian hat recht, man muss nicht mit 8 Zoll anfangen. Auch der 120/1000er ist trotz Farbfehler eine bekannt gute Optik mit nadelfeinen Sternen und Kontrast, wie es nur Linsen fertigbringen. Solange der Wind den Tubus nicht weghebelt.

Wie man es dreht und wendet, ohne selber durchgucken und ganz ohne Lehrgeld wird es vermutlich nix, sonst fängt man vor lauter Überlegen und Vergleichen am Ende nie richtig an. Also auf zur nächsten Sternwarte, zum nächsten Verein oder Teleskoptreffen, oder ab ins kalte Wasser und irgendwas kaufen und sich dann hinterher Argumente überlegen, weshalb man es genau richtig gemacht hat. :-) In diesem Sinne einen guten Start, womit auch immer!

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal so... das von mir empfohlene Set hier im Biete Board liegt jetzt bei 1.600€... und ich sehe gerade.. das ist keine GP sondern die neue DX Version.... somit eine top Montierung. Also... wenn ich du wäre.... aber ich klinke mich mich aus.... viel Erfolg
 
Das Set wurde offensichtlich zum fotografieren angeschafft. Frank würde also eine Kamera mit kaufen die er gar nicht will. Auch die Okulare würden mich nicht glücklich machen, ein Vixen NVL mit 45° sGF da kommt keine Freude auf. Refraktor mit Montierung, ja, den Rest selbst zusammen stellen.

Gruß Uwe
 
Hallo!


Nein, aber wenn man es sich leisten kann gibt es auch keinen Grund, das nicht zu tun. Ich wohne doch auch nicht 20 Jahre lang zur Probe in einer Zweizimmerwohnung, wenn ich mir eigentlich ein Haus kaufen möchte und das auch gleich bezahlen könnte. Nur damit ich erleben kann, wie sich Wohnen unter suboptimalen Bedingungen anfühlt...

Viele Grüße
Maximilian
 
Sehe ich wie Uwe. Ich kenne die Kombi von einem befreundeten Vereinskollegen, der damit schon viele tolle Fotos aufgenommen (und auch Preise gewonnen) hat. Wer fotografisch orientiert ist und mit diesem Schwerpunkt einsteigen will, dürfte wenig besseres finden und kann damit sogar ein Leben lang glücklich sein. In Sachen Bildqualität ist der Apo kaum noch zu toppen, 4" f/8 sind für die Optikrechner sowas wie ein Sweetspot des Refraktordesigns. Auch visuell geht schon einiges an Mond und Planeten, Sonne im Weisslicht mit Herschelkeil ist ein Gedicht. Und finanziell ist das bestimmt auch ein hervorragendes Angebot.

Allerdings sollte man sich auch über die Einschränkungen im Klaren sein. Der Refraktor ist zwar vixentypisch trotz Solidität erstaunlich leicht, aber für Reise oder Tagbeobachtung (Vögel) wäre er mir nicht genügend kompakt, und eine parallaktische Monti ist für Tagbeobachtung oder bequemes Weitfeld- und Schnellspechteln suboptimal. Sie trägt ihn prima und läuft präzise, und es ist eine Freude sie zu bedienen, aber für ein größeres Kaliber Richtung 8 Zoll wäre sie selbst visuell schnell an der Grenze, für späteren Ausbau wäre da wenig Reserve.

Wem die 4" Zoll visuell für die hellsten DS-Objekte reichen und wer den Schwerpunkt auf Foto legen will, dürfte mit dem Angebot erstklassig bedient sein. Wer visuell breiter gestreute Interessen hat, wird m. E. um die Anschaffung weiterer Teleskope, Okulare und Montierungen aber nicht herumkommen. Oder gleich anders disponieren.

Gruß,
Mathias

PS. @maximilian: Ob ein ganzes Haus für eine Einzelperson immer optimal und besser zu bewohnen ist als eine kleinere Wohnung, wage ich mal zu bezweifeln. Wir kennen beide einige, die beide Optionen haben, sich aber die meiste Zeit für die kleinere Höhle entscheiden :p
 
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Nur mal so... das von mir empfohlene Set hier im Biete Board liegt jetzt bei 1.600€... und ich sehe gerade.. das ist keine GP sondern die neue DX Version.... somit eine top Montierung. Also... wenn ich du wäre.... aber ich klinke mich mich aus.... viel Erfolg

Nur zur Aufklärung: ich habe dem User schon bei 1800.- eine Mail geschrieben, diese blieb aber ( dem Junkordner bei ihm
zu verdanken) unbeantwortet.

Und mittlerweile habe ich eine andere Montierung (NEQ 5 mit GoTo) hier im Forum ausgeguckt und zugeschlagen.
Somit kann ich mit der ganzen Sammlung nichts mehr anfangen.
 
Ein gutes Stativ mit gutem Polkopf ist ganz enorm wichtig z.B. HEQ5 - HEQ6 - gebraucht.
Zum Probieren und Üben könnte man einfach seine DSLR auf die Montierung schnallen
Damit kannst Du Fokussieren üben - damit Kannst Du Goto üben - damit kannst Du Autoguiding üben - damit kannst Du Platesolving üben - damit kannst Du Cartes du Ciel und ASCOM üben,....

So, ich habe eine NEQ 5 mit GoTo und eine Canon EOS450Da mit Tele. Da kann ich ja schon mal loslegen, wie du sagst.
Obwohl ich 3 von den 5 Fachbegriffen jetzt erst mal googeln müsste :):)
 
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