Einfache Astrokamera für Betrieb am I-Pad

JotKha

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Liebe Alle,

ich plane, mir ein kleines Dobson für gelegentliche unkomplizierte Beobachtungen anzuschaffen - allerdnigs würde ich auch gerne ein paar bescheidene Fotos machen (Mond, Planeten, Plejaden, nix Großartiges).

Nun habe ich solche Kameras hier gefunden Bresser Kamera HD Moon Planetary Guider 1,25" Color die für mich bestimmt ausreichen würden, allerdings würde ich die gerne am IPad betreieben (Bildausschnitt kontrollieren, auslösen, Bild speichern - damit wäre ich schon glücklich.

Gibt es so eine Kamera ? Oder muss ich einen kleinen Laptop mit CD anschaffen?
 
Hallo !

Da das iPad den direkten Anschluss einer Kamera nicht zulässt, bleibt eigentlich nur WLAN. Da gibt es z.B. eine Kamera von Touptek die WUCAM1080P oder die SC311 von Svbony. Allerdings habe ich mit keiner der Kameras Erfahrung und kann daher auch nicht sagen, ob und was die Software taugt. Ein Laptop mit Sharpcap kann Bilder Live Stacken und eröffnet damit die Welt der EAA, auch für Mond und Planeten. Zumindest, wenn Du über eine EQ-Plattform verfügst.

Ansonsten gibt es für DeepSky den Seestar, der dann aber nicht für Planeten und Mond taugt.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo @JotKha ,

neben den von Michael @wynnie genannten Lösungen gibt es noch die ZWO-Welt.
Wenn das Smartphone/Tablet OTG-fähig sind, muss ein passendes Kabel gefunden werden, dann kann man eine Asi Kamera anschließen. Es gab da die App AsiCap mit der das dann ging. Soweit ich weiß, ist die aber in keinem App-Store mehr. Da muss man dann nach dem APK für Android oder dem Pendant für den Apfel suchen.

Aus meiner rein persönlichen Sicht wäre mir das getapse auf den kleinen Bildschirmen einfach zu blöd.
Ein Laptop mit Sharpcap kann Bilder Live Stacken und eröffnet damit die Welt der EAA, auch für Mond und Planeten. Zumindest, wenn Du über eine EQ-Plattform verfügst.
da bin ich dabei.
Ordentliche Bedienung über Maus und Tastatur. G'scheits Display und man erzielt mit EAA sehr ansehnliche Ergebnisse.
Zusätzlicher Komfort, man kann in einer Ausbaustufe das ganze remote aus der warmen Stube betreiben und andere, Freunde, Familie, ... ... ... können teilnehmen. Mit drei oder vier Menschen am Smartphone/Tablet... ... ...
 
Ich habe mir beides angesehen: ich könnte mit dem Dobson visuell beobachten, zum Fotografieren die Kamera aufsetzen und anschließend die Bilder am iMac nachbearbeiten. D.h. ich müsste nur noch herausbekommen, ob die Aufnahmegeschwindigkeit so viele Bilder erzeugt, dass ich ohne nachführen zu können, ausreichend Einzelaufnahmen machen kann, um aus denen ein gutes Gesamtbild berrechnen zu können und mit welcher Software auf dem iMac ich das tun kann. Da habe ich schonmal diese Empfehlung gefunden Fotostacking für Astrofotografie unter Mac OS
 
Das wird am Dobson doch etwas schwierig.
Planeten wandern doch recht schnell aus dem Gesichtsfeld. Das wird ohne EQ-Plattform schwierig und verlangt viel Übung.
In aller Regel erstellt man von Planeten/Mond Videos.
Die Belichtungszeit liegt da im ms-Bereich. Da kommen so um die 3000 bis 6000 Einzelframes zusammen. das sind irgendwas um 6, 7, 8 Minuten. Geht natürlich auch kürzer.
Danach kommt das Stacken der Videos um ein Einzelbild zu bekommen. Danach dann noch die Feinarbeit/Nachbearbeitung.
Für Deep Sky ist m.E. auch eine EQ-Plattform unerlässlich.

Hier im Forum gibt es Spezialisten die tolle Ergebnisse mit einem Dobson erzielen. Vielleicht meldet sich da noch jemand und kann detaillierter Informationen über den Umgang beim Dobson geben.

Bevor man jetzt über Astrootograie mit dem Dobson weiter redet,
ich plane, mir ein kleines Dobson für gelegentliche unkomplizierte Beobachtungen anzuschaffen
was verstehst Du unter kleines?
Für rein visuelle Beobachtung ist der Dobson sicherlich unkompliziert.
Rockerbox hinstellen, Newton einhängen und los gehts.
Das nachführen in zwei Achsen, das viel erwähnte Schubsen, ist erlernbar. Eben rauf/runter (Altitude), links/rechts (Azimuth).
 
Hallo @JotKha,

Warum nimmst Du nicht für den Anfang das Smartphone als Kamera,
mit einem entsprechenden Adapter zB. google "Celestron Smartphone-Halterung NexYZ mit Fernauslöser"?
Da geht doch schon einiges in dem Rahmen den Du gesetzt hast.

CS - Frank
 
ich plane, mir ein kleines Dobson für gelegentliche unkomplizierte Beobachtungen anzuschaffen
Welche Größe ist da denn geplant und wo soll beobachtet werden ?
Also z.B. Terrasse Garten / Balkon

Oder muss ich einen kleinen Laptop mit CD anschaffen?
Laptop ja, CD nein, Software lässt sich ja meist aus dem Internet herunterladen.

Ich betreibe mit 8" & 12" Dobson meist Planeten- / Mond- / Sonnen- aber auch ein wenig Deepsky-Fotografie.
Dafür habe ich mir selbst eine EQ-Plattform zusammengeschustert. Kosten ca. 10 Euro, Anleitungen gibt es im Internet.
Mir waren die Kaufversionen zzu teuer.

Naja, dafür ist meine nur manuell mit Nachführhebel und sieht sehr dürftig aus:
plattform-240420cutkl.jpg

Aber das geht tatsächlich gut und macht viele meiner Aufnahmen erst möglich.

Gruß,
Holger
 
Vielen herzlichen Dank für die ganzen Anregungen! Ich bin mit meinen Überlegungen etwas weiter:

1) für die Fotografie bin ich nun bei einem ZWO Seestar gelandet, da ich damit ja anscheinend auch Raw/FITS-Format-Dateien mit jeweils 10 sek. Belichtung stacken und dann mit Siril o.ä. bearbeiten kann - ich habe das Gefühl dass ich mich da reinfuchsen kann

2) für das visuelle Beobachten noch ein 200/1200 Dobson um unkompliziert beaobachten zu können - ich will ja nicht alles automatisiert vorgesetzt bekommen

Damit bin ich mit ca 1200 EUro dabei, vielleicht geht´s auch gebraucht- -Aber die "eine Lösung für Alles" wird annähernd doppelt so teuer.
 
Guten Morgen @JotKha ,

1) für die Fotografie bin ich nun bei einem ZWO Seestar gelandet, da ich damit ja anscheinend auch Raw/FITS-Format-Dateien mit jeweils 10 sek. Belichtung stacken und dann mit Siril o.ä. bearbeiten kann - ich habe das Gefühl dass ich mich da reinfuchsen kann
geh einfach mal hier in das EAA-Forum. Da werden Dir bezüglich dem S50 sicherlich Informationen gegeben werden.

2) für das visuelle Beobachten noch ein 200/1200 Dobson um unkompliziert beaobachten zu können - ich will ja nicht alles automatisiert vorgesetzt bekommen
mit einem Dobson lernst Du Dich am Himmel zurecht zu finden. Mit passenden Sternkarten die z.B. zu einem Telrad passen geht das recht gut.

Eine, wie ich finde gute Entscheidung. Die Kombination wird Die sicher viel Spaß machen :y:
dem stimme ich zu.
Die 2 Kg des S50 machen den Kohl beim Transport zusammen mit einem Dobson nicht fett.
 
Hallo

Genug Bilder zusammengekommen zum addieren?
Bei DeepSky zählt die Gesamtbelichtungszeit, nicht die Zahl der Bilder.
Es gab welche die von Hand nachführen und Kurzbelichtungen addieren.
Im Prinzip braucht es ein AsiAir, das Ipad ist dann nur für Remoutebildschirm, ich bin mir nur nicht sicher ob die heutigen Versionen schon schnell genug sind.

Gruß Frank
 
1) für die Fotografie bin ich nun bei einem ZWO Seestar gelandet, da ich damit ja anscheinend auch Raw/FITS-Format-Dateien mit jeweils 10 sek. Belichtung stacken und dann mit Siril o.ä. bearbeiten kann - ich habe das Gefühl dass ich mich da reinfuchsen kann
das S50 ist eine fix und fertig Lösung für EAA, oder auch Smart-Scope genannt.
Das Teil stellt man hin, schaltet ein, da müssen dann wohl noch ein paar Daten eingegeben werden, dann lässt man sich sein Objekt finden und dann wird geknipst nach den Vorgaben die ich eingegeben habe. So ist, kenne mich da nicht so genau aus, die Vorgehensweise. Näheres im Forum nachlesen oder erfragen.
Ob jetzt das S50 die Einzelframes speichert, um sie dann selbst zu stacken und nachzubearbeiten, weiß ich nicht.
Mit einem selbst auf gebasteltem EAA-System geht das. Da kann ich der Software (SharpCap unter Windows / CCDciel und/oder AstroDMx unter Linux)) sagen das sie das machen soll. Da aber Achtung, Datenaufkommen.

Auch mal im EAA-Forum hier schauen, welche unbearbeitete Ergebnisse erzielt werden können.
Wie schon gesagt, für Planeten ist das nichts.

Im Prinzip braucht es ein AsiAir, ich bin mir nur nicht sicher ob die heutigen Versionen schon schnell genug sind.
eine AsiAir braucht es nicht zwingend.
So ein SmartScope wie das S50, wie geschrieben, ist ja eine fix und fertig Lösung. Wird per App über ein mobiles Endgerät gesteuert.
Andere Möglichkeit, wie ich es mache, ist eine Notebook/Mini-PC am Teleskop. Da läuft das ganze halt unter SharpCap. Bin da auch nicht in der ZWO-Welt gefangen.
Das ist ein selbst zusammen gestelltes System für EAA.
Ich betreibe das mit einer iOptron AZ Pro Montierung, einem Sky Watcher 150/750 PDS Newton, einer svBony 705c (IMX 585), W11 und SharpCap.

Wie lange ich jetzt auf ein Objekt halte, mit variierender Belichtungszeit für das jeweilige Einzelframe, ist mir überlassen. Wenn mir 10 Minuten a z.B. 4 Sekunden reichen, gut. Wenn nicht, lasse ich weiter laufen. Kommt halt auch auf die Bedingungen, meine Ansprüche und das Objekt an. Mal sind es nur 10 Minuten, mal auch 90 Minuten oder irgendwas dazwischen.
Und wenn es mir Spaß macht die Einzelframes abzuspeichern und dann anschließend zu stacken und durch diverse Software zu jagen, bitte schön, geht auch.

Das S50 ist ein Vollautomat. Die Idee, das Teil nebenher laufen zu lassen, während ich mit einem Dobson visuell beobachte, ist gar nicht so blöd. So weit ich weiß praktiziert das der ein oder andere EAA-ler der ein Smartphone hat, so.
 
Ob jetzt das S50 die Einzelframes speichert, um sie dann selbst zu stacken und nachzubearbeiten, weiß ich nicht.
Das kann man einschalten. Man kann die, vom Seestar erstellen Stacks bearbeiten, man kann die Einzelbilder selbst stacken, ganz nach Belieben. Damit geht schon was vor allem, wenn man hin und wieder den Bildausschnitt etwas verschiebt. Für Siril hat auch jemand ein Script erstellt, mit dem man die Seestar Daten automatisiert verarbeiten kann. Threads dazu gibt es hier im Forum einige.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

besten Dank für die Info :y:.
Also gleich wie mit einem selbst auf gebasteltem EAA-Setup.

Ich lese mich gerade durch diesen Thread durch Seestar S50.
Manchen kann ich, ob nun pro oder contra, zustimmen.

Auch wenn mich das S50 interessiert, werde, nach jetzigem Stand, keines anschaffen.
Dann eher einen kleiner Apo bis 500m Brennweite. Da bekomme ich mit meinen Kameras dann mehr Feld als mit dem Newton.

Auch wenn ich oben geschrieben habe, das S50 neben her laufen zu lassen, widerspricht das meiner Grundeinstellung zu EAA.
Das schöne bei EAA ist ja das ich sehe wie sich das Bild qualitativ mit der insgesamt Belichtungszeit verbessert.
Einfach toll zu sehen wie da immer mehr raus kommt.
Das finale Bild, da natürlich immer abhängig von jedem einzelnen was er für Ansprüche hat, speichere ich natürlich auch ab. Als Erinnerung halt.
Interessanter ist halt das Werden dahin.
Manchmal fehlt mir zwar die Geduld noch länger laufen zu lassen um zu sehen was noch so zu erreichen ist. Aber das wird schon. Habe mich mittlerweile von wenigen Minuten auf teilweise über eine Stunde hochgearbeitet. Aber irgendwo mag ich es nicht ins Unendliche betreiben. Also zeitlich keine mehrteiligen Spielfilmlängen produzieren.

Ja, auch fein ist das man die Zwischenschritte, Einzelframes, abspeichern kann, dito beim S50 und wenn man mag, wie in der klassischen Astrofotografie, weiter bearbeiten kann.
Ist aber für mich auch nicht die Zielsetzung bei EAA. Weder selbst auf gebastelt noch bei SmartScope.
EAA ist für mich eine Erweiterung des visuellen Beobachten und in gewissen Maße der Lichtverschmutzung ein Schnippchen zu schlagen.
Bei mir kommen die Bilder out of SharpCap in die Bilddatenbank. Ohne Nachbearbeitung. OK, gelegentlich kommt mal GraXpert für Linux oder Topaz DeNoise AI unter Windows zum Einsatz. Da handelt es sich aber nur um ein paar Minuten und nicht den Aufwand wie bei der klassischen Bearbeitung.

Aber so eng sehe ich das nicht. Jeder kann das handhaben wie er will.

So genug off topic.

Und nicht vergessen
The Truth Is Out There :alien:;)
 
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