Einfaches Mosaikprogramm für DeepSky gesucht | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie
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Einfaches Mosaikprogramm für DeepSky gesucht

Astro-Mechanik

Mitglied
Hallo,
ich habe hier leicht verzerrte Deep Sky Aufnahmen, wollte ein Mosaik machen. Hat bisher auch immer in Fitswork geklappt, 2 Punkte markieren und alles hat zusammengepasst.
Nun ist bei meinem anderen Setup jetzt das Bildfeld leicht verzerrt, dann sind die Sterne in Fitswork immer irgendwo doppelt.

Ich wollte schon mal auf Anraten Autopano probieren, ist mir etwas zu kompliziert, komme überhaupt nicht klar.

Ich suche jetzt ein Programm, in dem man genauso wie bei Fitswork dann aber mehrere Punkte markiert und die Bilder zusammenrechnet.

Danke schon mal!
 

tuo42

Mitglied
Hallo Stefan,

verdammt, ich wollte gerade Auto/GigaPano empfehlen :/

Hast du zufällig einen Photoshop installiert? Der bietet seit einigen Versionen ebenfalls eine Stitching-Funktion. (aber leider nicht annähernd so gut wie...naja....GigaPano...)

gruß

Ulrik
 

Astro-Mechanik

Mitglied
Hallo Ulrik,
mein Problem ist das Umgehen und Bedienen von Programmen. Das war schon immer ein Schwachpunkt von mir.
Wenn es für AutoPano eine vernünftige Anleitung gäbe...
 

tuo42

Mitglied
Hallo Stefan,

am einfachsten die Bilder in den linken Bereich von AutoPano ziehen, daraus wird dann eine Bildgruppe. Man kann nun verschiedene Parameter noch verstellen über das Mutternschlüssel-Symbol, auf Anhieb würde ich hier jedoch erstmal alles so lassen, wie es ist. Auch nicht die Erkennungsqualität direkt auf "Hoch" stellen, meiner Erfahrung nach braucht man das nur in harten Fällen und muss dann auch imt den anderen Parametern spielen.

Unter dem Reiter "Optimierung" entweder "Stark" oder "Gigapixel", ich würde mich "Stark" beginnen. Wichtig: falls der Algorithmus totalen Murks im nächsten Schritt macht, einen Haken bei "Mehrere Standpunkte".

Nun bei der Gruppe auf "Erkennen" klicken und etwas warten. Grundsätzlich geht Autopano zunächst davon aus, daß die Bilder in einer gewissen Reihenfolge sind, sprich es geht davon aus, daß es die Bilder entweder Zeilenweise oder Spaltenweise bekommt, und erkennt automatisch die neue Zeile/Spalte und sucht entsprechend nach Vernetzungspunkten quer über die Spalten/Zeilen. Wenn die Bilder in keiner Reihenfolge sind, hatte ich jedoch auch seit Version 3 sehr gute Ergebnisse, aber dies KANN ein Problem sein. Normalerweise erkennt Autopano das, und schaltet dann erstmal in einen Sortiermodus um, das dauert dann länger.

Ist die Erkennung beendet, wird in der rechten Spalte das Ergebnis angezeigt. Autopano wählt normalerweise automatisch die Projektionsmethode, bei Astrofotos bei mir meißt "Fläche". Lediglich bei Teleskop-Bildern - wo eben sämtliche EXIF-Infos bzgl. Optik fehlen - muss man von Hand etwas nachhelfen. Sollte das Vorschaubild totaler Murks sein => Einstellungen beim Erkennen überprüfen (ab hier braucht man dann wirklich leider Erfahrung und am Anfang das Handbuch). Ansonsten kann man nun via "Bearbeiten" an alle Ankerpunkte selbst nochmal Hand anlegen, über geometrische Vermessung die Bilder stitchen (für Astrofots nur wenig brauchbar) oder über versch. Algorithmen evtl. schlechte Verknüpfungen optimieren. Das meldet Autopano aber auch. Wenn der RMS < 3.5 ist, ist Autopano meißt zufrieden, drüber meckert es dann die Anzahl der schlechten Anker an. Desweiteren kann man im Bearbeiten-Modus die Farbmischmethode einstellen und kalibrieren (genauso wie HDR).

Danach setzt man in der rechten Spalte über das Zahnrad die Render-Einstellungen für das Ergebnis der Gruppe, daraus rechnet Autopano dann das finale Bild.

Im Text extrem schwer zu erklären, leider :/

Meine Erfahrung mit diversen Stitching-Programmen ist jedoch, daß Autopano schon recht gut funktioniert. Du könntest dir jetzt bspw. noch Hugin angucken, allerdings ist DAS alles andere als einstiegsfreundlich.

Ich schaue aber mal, ob es u.U. noch was brauchbares im Moment gibt. Autopano kann auf Anhieb frustrierend sein, wenn die Standardeinstellungen nur Murks erzeugen...oft ist es dann aber wie gesagt nur ein, zwei Häkchen und zwei, drei Werte ändern, und auf einmal kommt ein wunderbares Ergebnis raus. So ähnlich wie ne Lodestar sauber unter Maxim zum Laufen zu bringen ;)

gruß

Ulrik
 
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Astro-Mechanik

Mitglied
Danke Ulrik,
jetzt funktioniert es. hat etwas gedauerd, die richtigen Parameter rasu zu finden.

Jetzt muss nur noch das DEMO+++DEMO+++DEMO im Bild weg... :biggrin:
 
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tuo42

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Hallo Stefan,

das freut mich ;) Ich hatte mir auch das erste mal die Zähne ausgebissen, als ich Bildmaterial hatte, was APG nicht auf anhieb stitchen wollte. Ich hab mir dann auch nach und nach die Parameter zu Gemüte geführt, und irgendwann kennt man dann die vier, fünf wichtigsten Stellschrauben. Kann aber wirklich frustrierend sein.
Positiv sehen: es könnte schlimmer sein, es könnte PixInsight sein ;)

wg. dem Demo: ich befürchte...uhm...das bekommst du nur gegen Geld weg ;)

Auf Wunsch kann ich dir die Bilder auch stitchen. Ich hab die aktuellste AutoPano Giga hier.

gruß

Ulrik
 

SuW_Astrofan93

Mitglied
Hallo Stefan,

ich habe mal von der Freeware Hugin gehört.
Ich habe sie aber noch nie benutzt und ich weiß auch nicht, ob sie für dein Projekt geeignet ist. Für ein Milchstraßenpanorama soll sie gut genug gewesen sein.
Du kannst sie ja mal antesten und deine Erfahrungen teilen. ;)
 

tuo42

Mitglied
Hallo,

ich hatte Hugin ja oben kurz angesprochen. Im Vergleich zu AutoPano bewegen wir uns da in ganz anderen Welten was Bedienfreundlichkeit bzw. Bedienunfreundlichkeit angeht. Zudem ist Hugin mehr oder minder ein Frontend für diverse Command Line Programme, und man muss durchaus auch wissen, welche Parameter da gefüttert werden müssen.

WENN man sich damit auseinandersetzt, kann Huggin sehr gute Ergebnisse erzielen.

Mir war bisher der Aufpreis (da Hugin kostenfrei ist) von Autopano lieber, da das Gesamtpaket schneller zu sehr guten Ergebnissen führt, und ich mit Autopano via Bluetooth und motor. Alt/Az-Mount sowie Handcontroller auch vollautomatisch aufnehmen kann, vor allem auch mit langen Brennweiten. Einmal einstellen von wo bis wo, Chipgröße angeben, Brennweite angeben, den Rest macht dann der Handcontroller. Dieser schreibt parallel für Autopano eine Protokolldatei, womit Autopano genau weiß, wo es wie zu stitchen hat. Die Ergebnisse damit sind unglaublich gut. Und das geht auch bei Nacht/Weitfeldaufnahmen mit Kurzbrennweiten, bei denen man noch keine Nachführung braucht (also niedrigere Belichtungszeiten).

gruß

Ulrik
 

Astro-Mechanik

Mitglied
Hallo Ulrik und Tom,
hier das Ergebnis aus 3 Einzelbildern.

(Achtung, noch zu wenig Belichtungszeit, nur eine "Testversion")

25% der Originalgröße

Originalgröße

Bin eigentlich zufrieden!

Leicht unterschiedliche Helligkeiten können sicher noch verbessert werden, oder ich passe das Rohmaterial schon mal an.
 
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tuo42

Mitglied
Hallo Stefan,

bzgl. dem Helligkeitsverlauf (den ich übrigens jetzt schon okay finde) kannst du im Bearbeiten-Modus sog. Farbanker setzen. Dadurch kann man quasi die Stützpunkte festlegen, durch die Autopano dann seine Splines legt, um die Farb/Helligkeitsübergange zwischen den Bildern auszugleichen.

Zudem kannst du beim Rendern versch. Modi wählen, u.a. auch einen "Legacy"-Modus (ich müsste grad nachschauen, wie der genau heißt), der weitaus anders die einzelnen Bilder überlendet. Der Algorithmus seit Version 3 neigt manchmal zu sehr harten Übergängen, nachdem viele User geschrieen haben (u.a. auch ich ;) ) kam dann bei den Render-Optionen wieder der tradiotenelle Modus dazu. Manchmal - aber nur manchmal (sing...) - erzeugt dieser bessere Ergebnisse wie der neue.

Wenn ich morgen wieder im Büro bin, schaue ich nach, wie die Option nochmal genau benannt ist.

Edit: hab jetzt doch nochmal schnell nachgeschaut: im Bearbeiten-Modus kannst du zum einen die Farbanker setzen, zum anderen über die Funktion "Belichtungsgewicht" die Funktion definieren, wie die "Belichtung"/Helligkeit zwischen den Aufnahmen angepasst wird. Ich merke allerdings gerade, daß bei Nicht-RAW-Bildern ein Großteil der Optionen wegfällt. Dort kannst du insb. mal schauen, ob du mit Multiband oder Linear bessere Ergebnisse erzielst.

Beim Rendern kannst du desweiteren über die Interpolationdmethode evtl. störende, harte Kanten entfernen. Bei Architektur/Natur-Panoramen, die man ab und zu unter Zeitdruck schießen muss, und Teile der Bilder eine komplett andere Lichtstimmung haben (Wolken aufgezogen), musste ich bspw. schon oft den Spline-Modus verwenden. Dauert ewig, bringt aber in extremen Fällen bessere Ergebnisse. Dürfte für Astrofotos, die allesamt unter gleichen Bedingungen aufgenommen wurden, jedoch nicht nötig sein.

gruß

Ulrik

gruß

Ulrik
 
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IngoHeide

Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit Autopano gekauft, weil ich auch außerhalb der Astrofotografie gerne Mosaike mache. Ich muss schon sagen, dass ich dem Programm für seinen Preis sehr zufrieden bin, auch wenn ich immer noch jede Menge zu lernen habe. Ich muss es demnächst mal in der Astrofotografie austesten...

Schöne Grüße aus Köln,
Ingo
 
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