Einfuhr von Astrogepäck nach Namibia

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astrowolf67

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Hallo,

letztes Jahr hatte unsere Gruppe ziemliche Probleme beim Zoll in Windhoek. Die Beamten wollten dort eine hohe Kaution (mehrere KEuro) für die Wiederausfuhr unserer Gerätschaften ?)
Unserer Gastgeberin konnte nach stundenlangen Verhandlungen das Problem lösen, trotzdem würde ich den Ärger heuer gerne vermeiden.
Kennt jemand die jetzige Lage ? Wäre über Infos (bis 22.5...) dankbar :super:

CS
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

ich hatte bisher nie Ärger mit dem Zoll in Namibia, aber die Frage interessiert mich auch.

Vorsorglich halte ich es aber für sinnvoll, Rechnungskopien mitzunehmen (auch für den deutschen Zoll).

Wahrscheinlich sitzen wir im gleichen Flieger??!! Ich fliege am Freitag (23.5.) mit LTU ab Düsseldorf über München nach Windhoek...

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Wolfgang,

ich fliege am 23.05. zum 6. Mal nach Namibia. Da sitzen wir wohl (mit Michael) im gleichen Flieger.

Mit der Ein-/Ausfuhr hatte ich noch nie ernste Probleme. Allerdings ist mein Gepäck einmal bei der Einreise sehr gründlich durchsucht worden und ich musste Sinn und Zweck all dieser "merkwürdigen" Gerätschaften erklären. Viel Freundlichkeit meinerseits und offensichtliches Verständnis des Zoll-Beamten andererseits haben mich wohl damals vor einer Kaution bewahrt.

Einen Eigentumsnachweis (Rechnungskopien) habe ich immer dabei.

Ich denke, das Risiko ist alles in allem relativ gering.

By the way: Wo geht's denn hin? Hakos?
 
Hallo Jochen & Michael,

scheint so als wenn wir im gleichen Flieger sitzen :super:
Es geht wieder mal nach Hakos, für mich das vierte Mal :huhu:


Bis demnächst
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

dann reisen wir ja zusammen. Das ist auch nebenbei gut für unsere Reisekasse, denn dann wird der Transfer billiger. Außer uns beiden sind dann noch Hans-Henning Herder und Carsten Jacobs dabei. Die kennst Du ja vielleicht auch schon von Hakos. Also dann bis Freitag!
 
Hallo Jochen und Wolfgang,

ich bin auf der Farm Tivoli, jetzt zum dritten Mal. Insgesamt wird es mein fünfter Aufenthalt in Namibia (1x davon war ich auch auf der Farm Hakos).

Gestern habe ich mit dem Einpacken angefangen, jetzt bin ich bei 29 kg Fluggepäck, aber die "30-kg-Grenze" werde ich wahrscheinlich trotzdem überschreiten...

Viele Grüße
+ bis Freitag (!)

Michael
 
Hallo Namibia Reisende,

und wenn man keine Rechnungskopie besitzt!!. Ich habe sehr viele Astroteile ( Okulare , DSL Kamera, etc) über Ebay erworben.
Oder ist es besser sich einen Carnet beim einheimischen Zoll zu besorgen??
Ich möchte im nächsten Jahr meinen Astrourlaub auf der Tivoli Farm verbringen. Da ich dort einen Sternwarte anmieten werde bleibt als Gepäck "nur" das Zubehör. ( Laptop, Kameras, Filter, Okulare, Teleobjektive etc. ) Wie befördert Ihr die Sachen?? Als Handgepäck hat man die 8 kg schnell erreicht und den Rest in den Koffer packen.
Habe jetzt die Info, daß man die Koffer nicht mehr abschließen darf. ( wegen Kontrolle)
Wie macht Ihr das??

Bin für jede Info dankbar.

Gruß Reinhard
 
Hallo Namibia-Freunde,

bei unserem letzten Aufenthalt im Juni 2007 hatten wir ebenfalls größere Probleme beim Zoll. Leider handelte es sich um exakt das beschriebene Problem, dass aufgrund EBAY-Kauf nicht alle Dokumente vorgelegt werden konnten. Der Zoll wies ausdrücklich auf die Notwendigkeit eines Carnes hin...schließlich würden wir ja sonst Probleme bei der Einreise vom deutschen Zoll bekommen...oh,Mann !

Nach längeren Diskussionen hat man uns dann aber passieren lassen. Nur hat man nach einem 9 Std.Nachtflug auf so was nun wirklich keine Lust.

Die Schilderungen der Namibia-Reisenden unterscheiden sich von "kein Problem" bis "Kaution hinterlegen + Bürgschaft des Farmbesitzers".

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur empfehlen, für jedes Teil der Ausrüstung entweder Belege dabei zu haben, oder/und beim deutschen Zoll ein Carnet ausstellen zu lassen. Dies muss übrigens nicht das teure Ding mit den hundert Anlagen sein, sondern eine reine "Nämlichkeitserklärung" reicht aus. Heißt, der deutsche Zoll bestätigt nur, dass die Sachen einem auch gehören. Kostet wesentlich weniger. Macht übrigens auch der Zoll am Flughafen, falls besser zu erreichen.

Aus weiteren Berichten geht aber hervor, dass auch dies nicht immer ausreichen muss. Der Zoll in Namibia "versuchts" halt gerne mal. Dann nicht einschüchtern lassen u. wenn alles nicht mehr hilft, ruhig auch mal etwas doof stellen.

Wünsche Euch allen eine gute Reise und eine tolle Zeit
Björn
 
Moin,

als Vielreisender kann ich nur empfehlen, bei einer umfangreicheren Ausrüstung, vor allem bei sehr hochwertigen Teilen, ein Carnet ATA ausstellen zu lassen.

-> http://www.zoll.de/b0_zoll_und_steu...ergehende_verwendung/g0_carnet_ata/index.html

Auch wenn das mit gewissen Kosten verbunden ist sichert es in den derzeit mehr als 60 Ländern, die dem Abkommen beigetreten sind, eine problemlose Ein- und Ausfuhr sowie die zoll- und abgabenfreie Wiedereinfuhr in die EU ab.

In einfacheren Fällen (wenige, gut zu identifizierende Teile, nichts extrem aussergewöhnliches oder wertvolles) wird eine Nämlichkeitserklärung seitens des Zoll ausreichen, man sollte sich aber immer vor Augen halten, welchen Ärger man sich möglicherweise einhandelt, geschweige denn Verzögerungen bei der Reise und mögliche eigentlich überflüssige Gebühren und Kosten.

Generell gehört bei Auslandsreisen eine VOLLSTÄNDIGE Inventarliste (Artikel, wenn vorhanden Seriennummer, Foto) mitgeführter Ausrüstungen jederzeit greifbar ins Handgepäck, damit jederzeit nachgewiesen werden kann, was ins eigene Gepäck gehört(e) und was nicht. Gelegentlich reichte das sogar dem Zoll aus, das Ding wurde abgestempelt und bei der Wiedereinfuhr verglichen - gut war's.
Je besser und klarer alles dokumentiert ist (klar, am besten sind immer Rechnungen, ggf. im übrigen auch die Zuschlagsmitteilung von EBay = Rechnung) um so weniger gibt es Probleme.

Zum Thema EBay-Kauf oder Gebrauchtkauf allgemein:

Die EMails von EBay die einem den Zuschlag erteilen und die Übermittlung der Zahlungsdaten haben zwar nicht den Stellenwert einer Rechnung, zusammen mit dem Zahlbeleg (Überweisung) dokumentieren sie aber den Kaufvorgang. Wer das also hat kann schlüssig den Erwerb nachweisen. Perfekt ist das natürlich, wenn Seriennummern etc. in den Dokumenten angegeben sind.

Auch beim Gebrauchtkauf gibt es ja keine formelle Handelsrechnung. Was aber durchaus im Sinne eines Herkunftsnachweises zu verwenden ist ist ein Übergabeschein, in dem der Verkäufer dem Käufer den Erhalt des Kaufpreises bescheinigt und der Käufer die Übernahme der Ware quittiert.

Die Aufmerksamkeit, die der Erwerb von Waren bei EBay bzw. anderweitig gebraucht auf sich lenkt ist nachvollziehbar, werden doch auf diesem Wege die mit Abstand größte Menge an illegaler Ware in den Warenkreislauf geschleust, wenn dann irgendwelche Auffälligkeiten vorliegen wird der Zoll eben schnell misstrauisch - wie die Erfahrung lehrt nicht zu unrecht.

Das ATA gibt es im übrigen nicht beim Zoll sondern bei der IHK! Wer mit den 15.000€ Wertgrenze als Privatperson nicht hinkommt, sollte sich vorher mal dort vorstellen, denn mit den entsprechenden Sicherheiten geht da durchaus auch mehr, da die IHK aber über einen Rückversicherer die Risiken abdeckt, wenn der Nutzer des ATA sich nicht an die Regeln hält, muß der Rückversicherer um Genehmigung ersucht werden. Das dauert unter Umständen ein paar Tage.

Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Björn, hallo Jörg,

vielen Dank für Eure Information. Hat mir sehr weiter geholfen.

Wie transportiert Ihr Euer Zubehör? Im Handgepäck oder im Koffer?

Ist Euch aus dem Koffer schon einmal etwas abhanden gekommen! Ich frage nur wegen obiger Information, daß man angeblich den Koffer nicht mehr abschließen darf!!!!!


Gruß Reinhard
 
Hiho
Also mir würde bei dem ganzen Papierkram die Lust vergehen :(
gruß Michael
 
Hallo Reinhard,

wo steht denn dass man die Koffer nicht mehr abschliessen darf ? Das ist mir neu :schwitz: Der Zoll kann doch sowieso bei der Einreise kontrollieren...

CS
Wolfgang
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Reinhard,

wenn ich irgend etwas technisches weiter transportiere dann im Alu-Koffer oder Flight-Case. Grund - die Teile laden nicht so sehr zum Wühlen ein wie Weichtaschen, denen man ja immer mal unterstellen kann, dass der ganze Kram darin nur der Tarnung einer Konterbande dienen könnte. Bei einem Alukoffer oder Flight-Case kann man den Schaumstoff (oder Formpolster) ruckzuck rausnehmen und die Kontrolle wird zur Formalie. Und man sieht schon von aussen, das da was Technisches drin ist, das erspart Panik bei der Kontrolle. (Schon erlebt, seinerzeit mit einem Novoflex-Teleobjektiv, dass zugegeben ein wenig an eine MP erinnert).

Das Thema "Abschließen" ist bei Flugreisen in einige Länder ein kritisches, in die USA wird meines Wissens nach derzeit generell kein abgeschlossenes Gepäck zugelassen, schließt man es trotzdem ab kann das Gepäck aufgebrochen werden.
Daher gibt es dafür spezielle Riemenschlösser, die der US-Zoll mit einem Standardschlüssel öffnen kann. Grund ist die getrennte Beförderung des Fluggepäcks wenn man es z.B. per Luftfracht voraus schickt (also nicht als Reisegepäck sondern als Fracht, was teilweise massiv billiger ist), wenn ein Gepäckstück Argwohn weckt wird es in einigen Ländern auch ohne Beisein des Eigentümers visitiert. Info gibt es dazu entweder bei der Fluggesellschaft oder beim Flughafen-Zoll. Die wissen eigentlich immer aktuell Bescheid. Auch, weil sich je nach Sicherheitslage auch mal etwas ändern kann.

@Micha: Na, wenn Du ein Auto fahren willst brauchst Du auch ein wenig Bürokratie, bei unserem etwas extremen Hobby ist es halt ein wenig mehr, aber der Aufwand wird ja auch nicht für nix betrieben. Vor allem denke man an eines - wir sind gewohnt, dass Behörden zwar manchmal unbequem, aber meistens berechenbar handeln, das ist in vielen Ländern leider nicht so. Und dann hilft einem alles und jedes, das aufgrund internationaler Verträge den Willkürrahmen der handelnden Personen einschränkt. Dafür laufe ich gerne mal vorher zum Zoll, lasse mich beraten und dann funzt hinterher alles wie ein Uhrwerk.

CS

Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

verpackt waren die Sachen in einer stabilen Alubox. Die Verschlüsse ließen sich so stabil verschließen, daß auch ohne Schloß kein ungewolltes öffnen möglich gewesen wäre. Zusätzlich wurden die Verschlüsse durch einen einfachen Draht gesichert, der dann zur Kontrolle problemlos entfernt werden konnte. Es fand übrigens auf dem Rückflug in München genau so eine Kontrolle statt ! Das bewiesen die Aufkleber auf der Box.

Kameraausrüstung, Okulare, Laptop etc. fand alles in einem Fotorucksach Platz. Dieser wurde als Handgepäck mitgeführt. Wir legten sehr viel Wert darauf, dass nichts im Koffer, oder der Kiste war, was bei Verlust den gesamten Urlaub unmöglich gemacht hätte. Die gesamte Kamerausrüstung befand sich deshalb im Rucksack.

Viele Grüße
Björn
 
Hallo Björn,
hallo zusammen,

ich hoffe, uns bleiben die von Dir genannten Diskussionen beim Zoll in Namibia erspart! Bisher hatte ich nie Probleme, obwohl ich schon einiges an Equipment mit nach Namibia genommen habe. ;)

Natürlich ist ein Carnet ATA Verfahren oder eine Rückwarenerklärung (für den deutschen Zoll) die bürokratisch-formal richtige Lösung. Aber auf allen meinen Astroreisen nach La Palma und nach Namibia hat sich das als nicht notwendig erwiesen. Rechnungskopien mitnehmen ja, aber ansonsten immer freundlich und geduldig bleiben. Solange nicht das 10.000 EUR Teleskop mitgenommen werden soll, sehe ich keinen Anlass für diesen imensen bürokratischen Aufwand. Aber das ist meine persönliche Meinung dazu.

Nach "9-11" wurde irgendwann die Regelung eingeführt, dass die Koffer nicht abgeschlossen werden dürfen. Wenn also jemand seinen Koffer abschließt, muss er damit rechnen, dass das Schloss aufgebrochen wird. Meine Koffer sind schon X-Mal aufgemacht und kontrolliert worden. Ich habe dann meistens Aufkleber oder innenliegende Zettel gefunden. Aber dabei ist nie etwas "weggekommen", also immer ruhig Blut.

Die Optiken und die Kameraausrüstung nehme ich, wie Björn, soweit möglich immer mit ins Handgepäck.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo,

wieder in der Heimat angelangt, kann ich nun berichten :super:
Wir hatten keine Proleme bei der Einfuhr in Namibia, ich musste lediglich ein Formular ausfüllen wo ich angegeben habe was ich einzuführen gedenke und was das so wert ist. Die Lady beim Zoll hat sich sogar für die Umstände entschuldigt :applaus:
Wieder in München angelangt, hat sich niemand für meine beiden Alu-Kisten interessiert ;(

Meine 65kg sind übrigens ohne Übergepäckskosten durchgegangen :respekt2: Wir vier hatten alle die AirBerlin Servicekarte und ich habe meine 30kg Zusatzgepäck angemeldet...

CS
Wolfgang
 
Servus Wolfgang,

freut mich zu hören, daß diesmal alles glatt gegangen ist. Waren es dieselben Mädels vom Zoll wie letztes Jahr?

Viele Grüße,

Rudi
 
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