Einsteiger Fernglas/Teleskop und die Suche nach Einstiegsmöglichkeiten...

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MegaChip

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Hallo erstmal,
Vor ein paar Monaten war ich das erste mal mit einem guten Freund im Harz Sterne beobachten und es hat mich glatt umgehauen, vor allem die Milchstraße (sehr) grob mit bloßem Auge zu erkennen. Seitdem hat mich der Sternenhimmel nicht mehr wirklich losgelassen. Nachdem ich dann vor einer Woche draußen herumlief und in der Großstadt das Sternenbild des Orion so hell gesehen habe, dass ich zunächst dachte der Himmel sei kaputt gegangen und anschließend mehrere Stunden damit verbracht habe, welche Sternenbilder ich aus meinem Zimmer erkennen kann, dachte ich mir: "Das kanns ja nicht sein, dass es da draußen so viel Schönheit gibt und du sie dir nur mal anschaust wenn es gerade perfekte Bedingungen sind und du zufällig nach oben schaust."

So viel zu der Geschichte wie ich hier gelandet bin, woraus sich hoffentlich schon einige Informationen für den ein oder anderen Leser ergeben.
Ich suche ein Fernglas oder Teleskop zum Sterne beobachten.
Typische Fragen die ich in anderen Threads gelesen habe versuche ich hier mal zu beantworten. Was will ich beobachten? Keine Ahnung. Sterne, Lichter, Planeten, momentan ist da viel Neugierde. Generell ist das Unwissen bei mir erstmal ganz groß geschrieben, deswegen drücke ich es wie folgt aus: Angesichts der Tatsache, dass ich letztens mehrere Stunden einfach nur Sternenbilder versucht habe zu erkennen, ist es glaube ich momentan gar nicht so wichtig, was genau beobachtet wird. Momentan ist da alles noch zu neu für und ich denke es geht erstmal vor allem um das Entdecken.
Zum Wohn/Beobachtungsort. Momentan wohne ich in Hannover. Super als Student ohne Auto, aber die Lichtverschmutzung ist natürlich mehr als unschön. Haben hier auch einen Balkon den ich zeitweise nutzen kann, das wars dann aber auch schon. Aber und das denke ich ist auch wichtig: Erstens ziehe ich möglicherweise im April in einen Vorort/Kaff namens Steinwedel. Wie genau die Lichtverschmutzung da ist kann ich nicht genau sagen. Weiterhin bin ich oft im Harz. Dort bietet es sich natürlich auch an, den Himmel mal zu beobachten.
Dementsprechend sollte das gesuchte Gerät auch mehr oder weniger Transportabel sein. 50l Rucksack hätte ich zwar, ab einem bestimmten Gewicht wird es aber natürlich schwierig das mitzunehmen.
Astrofotografie finde ich zwar grundsätzlich interessant, da ich aber keine Ahnung von Fotografie habe und auch ein geringes Budget denke ich, dass ich das erstmal außen vor lasse.
Und damit wäre man auch bei der Budgetfrage: Wie eingangs bereits erwähnt, armer Student, daher hätte ich wohl um die 100€ zur Verfügung. Realistisch bedeutet dass es geht bis zu 150€, aber Erfahrungsgemäß wird einem sowieso meist erstmal was empfohlen was etwas über dem angegebenen Wert liegt, daher die Orientierung an den 100€ :D

Von dem was ich bisher hier so gelesen habe, scheint ein Fernglas gegebenenfalls mit Stativ erstmal am sinnvollsten. Lasse mich da natürlich auch gerne korrigieren.
Ins Auge gefasst hatte ich erstmal das Olympus DPS-1 10x50, das TS 10x60 LE, und das Orion Scenix 7x50. Interessant klangen auch die 15x60 Ferngläser, aber hier kommen wir wieder zur Problemlage: Ich habe keine Ahnung und habe hier im Forum zu einigen Ferngläsern wie dem TS 10x60 bereits unterschiedliche Aussagen gelesen.
Aber genau deswegen bin ich ja hier um nochmals zu Fragen!

Sollte es eines dieser Ferngläser werden ist natürlich auch die Frage: Welches Stativ brauche ich? Wie sind da die Qualitätsunterschiede?


Und zu guter letzt: Ressourcen. Es gibt sehr viel was man zu diesem Thema lesen kann, jedenfalls so mein momentanes Gefühl. Nur fällt es mir schwer einzuordnen, was davon überhaupt erstmal wichtig ist. Welche Grundlegenden Websiten gibt es bezüglich Wolken, Lichtverschmutzung oder generell "Sternenschaubedingungen"? Wie erkenne ich am besten Sternenbilder neben Handyapps? Wie gesagt bin ich, was diese Thematik angeht sehr unerfahren, deswegen nehme ich gerne alles Grundlegende dazu dankend an!

Lg
David

PS: Falls es Tipps für gute Orte zum Sterne beobachten in Niedersachsen gibt die mit dem Zug erreichbar sind, immer her damit.
 
Also mit Ferngläsern kann ich dich nicht beraten aber ich fang einmal an mit ein Paar Links.

Wie wird der Himmel heute Nacht?
Seeing for Buchloe - meteoblue
Astrofotos anderer:
astrobin.com/welcome/
Wolken Radar live:
WetterRadar Bayern - Regen, Blitze und Wolken live - WetterOnline
Sternenhimmel am PC zum Orientieren und lernen:
Stellarium Astronomy Software
Visualisierung von was sieht man mit welchem gerät:
astronomy.tools
Lichtverschmutzungskarte:
Light pollution map

Ansonsten ein kleinen Stativ ist nicht teuer. Ein Manfrotto ist meist eine gute Sache die gibt es in vielen Gewichtsklassen.
Ansonsten brauchst nicht gleich ein Teleskop um zu Fotografieren jede Kamera ist für erste gehversuche geeignet.

Auf dem Smartphone hab ich folgende Apps:
SkyMap, Starwalk2, Skyportal, Clearoutside und Weatheronline für das live Wolken widget
 
Hallo David,

das Budget ist natürlich schon sehr knapp für ein Teleskop. Neu sehe ich da z.B.
Skywatcher Heritage 76/300mm Mini Dobson - ca. 68 Euro
oder etwas größer
Skywatcher Heritage-100P - 100mm ca: 122 Euro
Skywatcher Heritage 130P - 650mm ca. 189 Euro
vielleicht kann man letzteren ja gebraucht für die geplanten 100 Euro ergattern.

Gruß,
Holger
 
Hallo David,

das Budget ist natürlich schon sehr knapp für ein Teleskop. Neu sehe ich da z.B.
Skywatcher Heritage 76/300mm Mini Dobson - ca. 68 Euro
oder etwas größer
Skywatcher Heritage-100P - 100mm ca: 122 Euro
Skywatcher Heritage 130P - 650mm ca. 189 Euro
vielleicht kann man letzteren ja gebraucht für die geplanten 100 Euro ergattern.

Gruß,
Holger

Danke für Antwort: Dazu zwei Fragen. Wie siehst du das ganze im Bezug auf Fernglas vs Teleskop für meine Zwecke?
Wie groß ist der Unterschied zwischen dem 100p und 130P?
Und, weil ich es vergessen habe: Ich bin Brillenträger (kurzsichtig), spielt das eine Rolle? Und ich vermute ein Stativ o.ä. wäre auch noch sinnvoll, wenn man es mal draußen aufbauen will. Auch da die Frage, ob es bestimmte Empfehlungen gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo David,

vielen Dank für Deine schöne, nachvollziehbare Vorstellung hier! Deine Begeisterung ist deutlich spürbar, ich finde, das ist ein guter Ausgangspunkt.

Zu Deinen Fragen: Natürlich ist so eine große Offenheit am Anfang verständlich, wird aber sicher auch zu sehr unterschiedlichen Empfehlungen führen. Ein Fernglas wird hier selten zum Einstieg empfohlen, scheint mir aber in Deinem Fall gut geeignet.

Lustigerweise geht es in der Astronomie selten um Sterne. Irgendwo verständlich, einzeln sind sie so ergiebig wie eine einzelne Note in einem Musikstück. Man kann sie auch beliebig vergrößern, ohne dass man an einem einzelnen Stern mehr erkennt, es bleiben im Rahmen der Möglichkeiten der Optik immer nur unendliche kleine Punkte.

Die allermeisten Astronomen verlegen sich daher auf „interessantere“ Objekte: Nebel, Galaxien, Planeten, Mond oder Sonne. Für die braucht man aber verschiedene, recht aufwendig umsetzbare Dinge: Viel Öffnung für viel Licht und Auflösung, starke Vergrößerung und leichte Möglichkeit der Nachverfolgung, denn unsere Erde dreht sich doch recht schnell, wenn man mal über 50-100x vergrößert.

Aus dieser Sicht werden Dir die Kollegen sicher recht große Spiegelteleskope empfehlen, die es ermöglichen, viel „optische Leistung“ (Licht, Auflösung, Vergrößerung) für wenig Geld zu bekommen.

Allerdings gibt es auch Leute wie mich, die sich an größeren astronomischen Zusammenhängen erfreuen können. Sternassoziationen und offene Haufen wie die Plejaden, die Du vielleicht schon kennst gehören dazu. Aber eigentlich geht es oft auch nur um das Genießen und „Entdecken“ (Anführungszeichen, weil die Sachen alle schon für die Menschheit entdeckt sind):

Wandert man mit dem Fernglas durch die Milchstraße oder bestimmte sternreiche Gegenden des Himmels, stolpert man allerorten über kleine Objekte, manchmal nur als Wattebausch erkennbar, manchmal funkelnde Schatzkisten voller Sterne. Dann schaut man nach, was das wohl jeweils gewesen sein könnte.

Der Haken an der Sache: Der Himmel ist recht weit oben und ein (günstiges) Fernglas braucht den geraden Durchblick. Ein Liegestuhl oder in der warmen Zeit eine Isomatte auf dem Boden kann da schon sehr helfen. Ein Stativ hilft gegen das Wackeln des Bildes, aber nicht gegen verspannten Nacken.

Was wären die Möglichkeiten für den Einstieg? Entweder erstmal ein gering vergrößerndes Fernglas, vielleicht so zwischen 6x30 und 7x35. Das Ding in die Hand und los. Ich hatte eine meiner spannendsten Astro-Nächte mit einem 6,5x32 auf einem Acker in der Magdeburger Börde.

Im Liegestuhl mit aufgestützten Armen oder einem Stativ geht auch ein 10x50 und zeigt schon etwas mehr. Ist aber gar nicht einfach, das halbwegs komfortabel zu organisieren. Schließlich willst Du nicht alle zehn Minuten aufstehen und die ganze Ausrüstung neu ausrichten.

In jedem Fall würde ich über Gebrauchtkauf nachdenken. 100 Euro oder selbst Dein oberes Limit sind nicht viel. Denk einfach an die notwendige Arbeit, die in solchen Geräten steckt und es sollte klar sein, dass niemand zu vernünftigen Bedingungen für so wenig Geld präzise Optik in haltbarer Mechanik realisieren kann.

Die Olympus DPS oder Nikon Action EX in dieser Preisklasse sind aber ordentlich und teils besser, als manche Geräte mit wohlklingenden Markennamen in etwas höheren Preissegmenten.

Das als mein Beitrag, Deine Aufgabe ist es jetzt, aus den vielen, vielen Tipps, die kommen werden, für Dich was passendes auszuwählen.

Viele Grüße
Sebastian
 
Aus dieser Sicht werden Dir die Kollegen sicher recht große Spiegelteleskope empfehlen, die es ermöglichen, viel „optische Leistung“ (Licht, Auflösung, Vergrößerung) für wenig Geld zu bekommen.

In jedem Fall würde ich über Gebrauchtkauf nachdenken. 100 Euro oder selbst Dein oberes Limit sind nicht viel. Denk einfach an die notwendige Arbeit, die in solchen Geräten steckt und es sollte klar sein, dass niemand zu vernünftigen Bedingungen für so wenig Geld präzise Optik in haltbarer Mechanik realisieren kann.

Vielen Dank für deine freundliche Antwort! Dass das nicht viel Geld ist, ist mir natürlich klar. Andererseits ist es natürlich auch nur der Einstieg in etwas, von dem ich noch gar nicht genau weiß wie sehr es mir gefallen wird. Da jetzt für 150€ ein Teleskop auszugeben, erzeugt bei mir die Sorge, dass man sich ein paar mal alles anschaut und dann doch die Realisation kommt, dass man doch deutlich mehr Geld in die Hand hätte nehmen müssen und die 150€ waren für die Katz.

Ende nächsten Jahres geht es dann auch ans Arbeiten und dann könnte ich gegebenfalls auch mehr investieren. Deswegen bin ich für Antworten wie die deine sehr dankbar die mir etwas dabei helfen einzuschätzen, wie sinnvoll es ist, direkt ein Teleskop für wenig Geld zu kaufen, oder ggf. erstmal nen kleinen Einstieg mit einem Fernglas zu starten (wobei wir in der Stadt auch eine Sternenwarte haben) und später wenn die Freude noch nicht verloren gegangen ist dann auf etwas größeres umzusteigen.

Falls du eine Empfehlung für ein Fernglas hast, welches zwischen dem DPS und dem Nikon Action EX (preislich) liegt, würde mich das auch sehr freuen.

LG
 
Ich denke auch, ein Teleskop in dieser Preisrichtung ist nicht das wahre.
Die Frage ist halt was erhoffst du dir von einem Fernglas mehr zu haben.

Schau auf Kleinanzeigen und hier im gebraucht Markt.
Denn! Linsen altern nicht im Großen und Ganzen, dasselbe zählt auch das wohl ein 5Jahre altes genauso gut sein kann wie ein neues. Durch den gebraucht Markt kannst du eventuell eine klasse höher einsteigen vom preis Sektor.

Ich würde mir gar nicht ein Fernglas holen aber das ist Geschmackssache. Vielleicht hast eine Kamera rumliegen und fängst an die Milchstraße einzufangen oder den Mond. Man kann viel heutzutage mit Software noch herausholen. Wenn du dann so weit bist und die erste Mark über hast kannst du dann gescheiter loslegen und das macht dann auch richtig Spaß.
 
Hallo David,

willkomen im Forum und danke für diesen Satz:

das Sternenbild des Orion so hell gesehen habe, dass ich zunächst dachte der Himmel sei kaputt gegangen ...

Einfach klasse ausgedrückt!

Was will ich beobachten? Keine Ahnung. Sterne, Lichter, Planeten, momentan ist da viel Neugierde. Generell ist das Unwissen bei mir erstmal ganz groß geschrieben

Wie wäre es erstmal mit einem guten Buch als Einstieg? Das hilft erstmal bei der Einschätzung was machbar ist und welche Mittel man braucht. Zum Beispiel 'Astronomie für Einsteiger' von Werner E. Celnik. Dort wird auch beschrieben was mit Fernglas machbar ist und wo es ein Teleskop braucht. Ausserdem lernst Du etwas über die verschiedenen Arten von Teleskopen.

Die Idee, mit einem Fernglas einzusteigen, finde ich persönlich gut. Ich habe diesen Schritt leider ausgelassen.

Der Himmel ist voller Wunder und die Interessen der Hobby-Astronomen sind entsprechend vielfältig. Die einen beschäftigen sich mit den Planeten, dem Mond oder der Sonne (nur mit Sonnenfilter!!!), andere finden Sternhaufen ganz toll (ich nicht so sehr). Mich faszinieren im Moment Galaxien und Planetarische Nebel visuell. Wieder andere beschäftigen sich mit Astrofotografie und machen mit viel technischem (=finanziellem) und zeitlichem Aufwand schwer zugängliche Objekte des Himmels sichtbar.

Was für Dich am interessantesten ist wirst Du erst mit der Zeit herausfinden.

Neben einem Buch sind natürlich auch der Besuch eines Planetariums oder der örtlichen Sternwarte zu empfehlen. Vielleicht gibt es auch einen Verein bei dem Du Equipment mitbenutzen kannst und von den Erfahrungen der anderen Mitglieder lernen.

Gruß und immer freie Sicht nach oben!

Oli
 
Persönlich bevorzuge ich, zumindest aktuell das Fernglas.
Generell als Einstieg zum Orientieren und Kennenlernen des Himmels hat es den Vorteil alles so zu zeigen wie man es mit bloßem Auge sieht. Spontan zu handhaben, da kein Aufbau nötig ist. Du könntest aus dem Fenster in die eine Richtung beobachten und dann problemlos auf den Balkon wechseln um mal dort zu schauen.

Ein Fernglas würde auch einigermaßen in dein Budget passen.

VG

Andreas
 
Hallo David,

von mir auch ein Willkommen im Forum.

Ja, da kann einen schon die Begeisterung packen, wenn man mal mit technischen Hilfsmitteln, Fernglas und/oder Teleskop, über den nächtlichen Himmel wandert, wenn es das Wetter zu lässt ;).

Tja, das liebe Budget, da bin ich vor gut zwei Jahren auch etwas blauäugig ran gegangen.
Deshalb finde ich die Idee der Anschaffung eines Fernglases gut. Ob mit oder ohen Stativ, hängt halt vom Gewicht des Fernglases ab.
Besorge Dir mal die zwei Bücher von Alexander Kerste, der hier auf astronomie.de auch den Onlinekurs Astronomie betreibet. Der ist sehr zu empfehlen. Kostet allerdings schon die Hälfte deines Budgets :rolleyes:.
Die Bücher von ihm
- Astronomie mit dem Fernglas
- Astronomie mit Fernglas und Rich-Field-Teleskopen
bekommst Du auch als eBook (amazon.de) und sind dann ein bisschen preiswerter.

Wenn Dich dann der Virus weiter befällt ;) und Du dann in naher Zukunft in Lohn und Brot stehst, ist dann sicherlich ein schönes Teleskop angesagt.

Ansonsten ist die Literatur für Astronomie auch nicht wirklich preiswert, leider.
Aber, was ich erfreulich finde, sehr viel von diesen Büchern gibt es als eBook und da kann man sich ja dann eine Leseprobe downloaden und schon mal im Inhaltsverzeichnis stöbern welche Themen angesprochen werden. Auch finde ich die Leseproben deshalb praktisch, um festzustellen ob einem der Schreibstil zu sagt. Auch kann man überprüfen wie die Umsetzung als eBook ist.
Manche sind leider technisch nicht wirklich toll umgesetzt, so das das Lesen in eine scroll, zoom-in / zoom-out Veranstaltung ausartet.

Was es an Software gibt, ist auch recht umfangreich.
Das Beste für null kosten ist, m.E., Stellarium.
Läuft sowohl auf Linux, Windows und als App auf Android SmartPhone/Tablet und iPhone und/oder iPad. Unter Apple kostet Stellarium leider knapp 5,.€. Warum auch immer :mad:.

Was auch recht hilfreich ist, ist eine drehbare Sternkarte. Je nach Größe recht günstig zu erstehen. Da gibt es App's für.

Dann gibt es noch die Zeitschrift astronomie DAS MAGAZIN. Die orientiert sich an den Hobbyastronomen. Der ein oder andere hier aus dem Forum schreibt auch für diese Zeitschrift.
Des weiteren gibt es noch Sterne und Weltraum, die aber mehr wissenschaftlich orientiert ist.
Dann gibt es noch SPACE Das Weltraum-Magazin. Die ist dann populärwissenschaftlich aufgebaut.
Weitere wären dann noch Sternzeit (nur als Abbo und nicht im Handel, so weit ich weiß) und das Magazin vom VdS (Vereinigung der Sternfreunde). Da musst Du allerdings Mitglied sein. Dafür bekommst Du aber das Abbo von Sterne und Weltraum vergünstigt, auch als Student.

Ich hoffe es ist hilfreich.
:coffee:

P.S.
Folgende Webseiten gibt es auch noch
- astronews.com
- calsky.com
- astronomie.info
- deepsky-brothers.de
- vds-astro.de
- svenwienstein.de
- meteoblue.com
- wetteronline.de
- wetterzentrale.de
nur ein Auszug.
:coffee:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo David,

ich bin gleich mit einem Teleskop eingestiegen, ein Fernglas wäre mir zu wenig gewesen, ich kenne mich damit aber auch nicht aus. Mit ca. 16 Jahren hatte ich mir zu Weihnachten ein Teleskop gewünscht und ein gebrauchtes 114/900mm Spiegelteleskop auf Wackelmontierung bekommen. Das ist schon lange her und es hatte nur einen 0,96" Auszug mit fürchterlichen Okularen. Aber auch das hat mir die Freude am Hobby nicht verdorben. Erstes Upgrade war ein besserer 114/900mm Tubus mit Optik und günstigen 1,25" Okularen. Das war für mich ein Quantensprung. Vor ein paar Jahren folgte dann ein 8" F6 Dobson. Ich war erstaunt, was sich nach langer Zeit da auf dem Markt getan hat. Das man nun für nur ca. 400 Euro so eine große Optik von der Stange kaufen konnte hatte mich sehr überrascht. Im Vergleich zum kleinen 114/900mm Teleskop waren das dann Welten, ein riesen Sprung. Inzwischen besitze ich noch einen 12er Dobson.

Zum den Mini Dobson: Mehr Öffnung bringt mehr Auflösung. Ich habe selbst keine Erfahrung damit aber sie sind auf jeden Fall transportabel und sollten auf einem Tisch doch recht gut nutzbar sein.
Eine Erfahrung habe ich aber doch mit einem Mini Dobson gemacht. Zum Ausschlachten für den Bau meines 76/300mm Mini Newton (https://forum.astronomie.de/threads/mini-teleskop-76-300mm-viele-baustellen.258035/) habe ich dieses Teleskop verwendet: Skywatcher Infinity 76p.
Vorher habe ich mit meinen vorhandenen Okularen auch den Orionnebel angesehen und war durchaus überrascht. Hätte nicht gedacht, dass der so gut wirkt. Klar für 50 Euro kann man keine Wunder erwarten aber das war doch um längen besser als das was ich bei Bekannten an einem Wackelrefraktor aus dem Kaufhaus gesehen habe und der war sogar teurer. Stabiler war es auf einem kleinen Tisch auch noch.

Klar diese Mini Dobson sehen aus wie Kinderspielzeug aber immer noch besser als diese Kaufhaus-Teleskope auf Wackelmontierung mit teils unnützem Zubehör und unrealistischen Vergrößerungsangaben.
Gebraucht könnte da für 100 Euro auch mehr möglich sein, ich habe da gerade mal bei Ebay Kleinanzeigen nach Dobson gesucht und sogar ein Angebot vom 24.10.19 für einen 150 / 1200 mm aus Hannover gefunden. VB 180 Euro aber vielleicht kann man da auf 150 Euro runter handeln.

Gruß,
Holger
 
Hallo David,

mein Weg sah ähnlich wie der von Holger aus, außer dass ich
1. ganz am Anfang ein altes 8x42 Fernglas meines Vaters zur Verfügung hatte (so etwas ist sehr astrotauglich) und
2. einen 60 mm Wackeldackelrefraktor zunächst kaufte, um ihn nach einer Nacht Extremfrust mit Optik und Mechanik ins Geschäft zurück zu bringen und dann doch einen 114/900er Newton auf EQ 3 für wesentlich mehr Geld zu kaufen.

Nun hat man Dir schon viel geraten, aufgrund des knappen Budgets auch dazu, zu sparen oder ins Planetarium zu gehen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es wenn der "Astrovirus" erst mal frisst, schwer wird solchem Rat zu folgen.

Für 100 Euro sehe ich die Möglichkeit, ein recht gutes 8x40 Fernglas, z.B. Okympus DPS-I zu erwerben und dazu noch ein Buch mit erreichbaren Objekten, z.B. in dieser


oder in Buchform, das gabs kürzlich sogar im hiesigen Bieteboard als Gebrauchtangebot, wie z.B. auch (und nun kommen wir zur befürchteten Budgetüberschreitung) diesen Dobson


Auch bei einem neuen Teleskop würde ich, angesichts Deiner Begeisterung zu einer Budgetüberschreitung raten, da dieses Angebot,


welches zwar auch "nur" unter die Kathegorie Tischdobsons fällt, schon ordentlich Öffnung bietet und dazu genau in dieser Ausführung, trotz seines etwas.......spartanischen Aussehens, einige bauliche Notwendigkeiten beinhaltet, die z.B. viel andere, kleinere Newton/Dobsons nicht bieten.
Dazu gehören z.B. Justagemöglichkeiten und die tatsächliche ausnutzung gegebener Öffnung.
Das Teil gibt es auch bei anderen Händlern, gebraucht eher selten.

Gruß
*entfernt*
 
Mit einem 8x42 Fernglas, erwirbt man ein Glas, das noch recht komfortabel ohne Stativ am Nachthimmel händelbar ist, mit einer Austrittspupille von 5mm ein ziemliches Optimum am leicht verschmutzten Nachthimmel bietet und auch gut als Tagesfernglas taugt.
Ich selber nutze sehr gerne und häufig mein 5x25 Glas, das es für ca. 50€ bereits als Neuware gibt. Für einen schönen Himmelsüberblick sehr geeignet, z.B. die Leier auf einem Blick im Fernglas sehr geeignet, aber eben mit geringer Vergrößerung...

Gruß Horst
 
Hallo Daniel,

ich kann Dir leider kein konkretes Fernglas empfehlen, da ich die in Frage kommenden Geräte noch nicht (lange genug) in der Hand hatte.

Das Gegenstück zur vielfach gelobten Olympus DPS-1 Serie bei Nikon ist die Aculon Reihe, die Action EX sind eher eine Klasse höher, allerdings hauptsächlich betreffend Mechanik und dann noch Pupillenabstand.

Solange Dein Sehfehler keinen oder wenig Astigmatismus beinhaltet, kannst Du auch als Kurzsichtiger gut mit Dioptrienausgleich und entsprechender Scharfstellung ohne Brille beobachten.

Schwieriger und meistens teurer wird es, wenn Du für ein brauchbares Bild zwingend eine Brille tragen musst. Dann brauchst Du Ferngläser (oder Teleskop-Okulare) mit langem Pupillenabstand (> 16...20mm, je nach Brille, Gesichtsform und Okularkonstruktion).

Ausprobieren im Geschäft wäre daher ideal. Selbst wenn Dein Wunschkandidat nicht dabei ist, lernst Du damit schnell, was für Dich funktionieren könnte und was nicht. Nur auf den Eindruck der Zittrigkeit kann man sich beim Ausprobieren tagsüber nicht verlassen. Unter den Sternen scheint alles viel mehr zu wackeln.

Mein Tipp daher: Schau Dich nach einem 7x35 um. Das recht weite Feld sollte Dir am Anfang die Orientierung erleichtern und die Wackelei hält sich in Grenzen. Das Fernglas kannst Du später immer noch gebrauchen, wenn dann vielleicht noch ein Teleskop oder ein größeres Fernglas dazukommt.

Literatur ist ebenfalls ein guter Punkt. Mein Favorit wäre das Buch von Rony de Laet „The Casual Sky Observer‘s Guide“, leider ziemlich teuer, aber für den Anfang tut es auch seine Website.

Viele Grüße
Sebastian
 
oder in Buchform, das gabs kürzlich sogar im hiesigen Bieteboard als Gebrauchtangebot, wie z.B. auch (und nun kommen wir zur befürchteten Budgetüberschreitung) diesen Dobson


Gebraucht könnte da für 100 Euro auch mehr möglich sein, ich habe da gerade mal bei Ebay Kleinanzeigen nach Dobson gesucht und sogar ein Angebot vom 24.10.19 für einen 150 / 1200 mm aus Hannover gefunden. VB 180 Euro aber vielleicht kann man da auf 150 Euro runter handeln.

Das klingt beides auch erstmal interessant und ich bin Gebrauchtkauf nicht abgeneigt. Natürlich kommt bei mir dann ggf die Schwierigkeit dazu, 25kg per Bahn und zu Fuß zu transportieren :D
Schweirig wird es dann momentan nur, weil ich mit Hinweisen wie "2“ OAZ und red. auf 1,25“ ist dabei " wenig anfangen kann, d.h. ich müsste mich dann komplett auf die Aussagen hier verlassen :).
 
Eben! Lass Dir keine so großen Teleskope einreden. Wenn Du wirklich mit nem Teleskop anfangen willst dann tut es ein kleiner Refraktor, also ein klassisches Linsenteleskop. Eine beliebte Größe ist das 80/400, das es von Skywatcher, Orion oder Meade im Bundle mit einem Fotostativ gebraucht sicher schon für um die 100 Eur gibt.

Das Gerät hat schon eine ganz gute Optik, wiegt 1,5 kg und passt in ein normales Daypack. Das Stativ klemmst Dir unter den Arm und gut.

Bsp.: Meade Teleskope - Serie : Adventure Scope

Das Stativ ist natürlich etwas wackelig aber ich würde mit dem Gerät auch max. 80fach vergrößern und da geht das noch.

Ich finds fast ein bissl nervig, dass jeder Neueinsteiger hier - und wenn er noch so klein anfangen will - immer gleich auf ein Newton mit möglichst großer Öffnung gehievt werden muss. Auch wenn bestimmte Vorgaben, wie hier der Transport mit Öffis im Rucksack, klar dagegen sprechen.

Just my 2 cents

CS.Oli
 
Hallo David,

oh ja, einen Dobson samt RockerBox zu Fuß oder per Bahn zu transportierne könnt ich mir abenteuerlich vorstellen :rolleyes:.

Mit 2"- OAZ (Okularauszug) und red. (reduzier Adapter auf 1,25") kann Dir geholfen werden.
Okulare gibt es in 2" (Zoll) und 1,25" (Zoll) Steckmaß.
Damit ist der Durchmesser, also die Öffnung im Okularauszug, gemeint, in die das Okular kommt.
Der reduzier Adapter auf 1,25" ist ein Teil das auf der einen Seite 2" hat um in den OAZ zu passen und auf der anderen Seite eine Öffnung für 1,25" Okulare.

Wenn ich es mal pauschal beschreiben darf, die meisten (größeren) Teleskope haben einen 2"-Okularauszug.
Meine Refraktoren (Linsenteleskop) FH (Frauenhofer) haben alle einen 2"-OAZ, so wie auch meine Newton's (Spiegelteleskope).
Mein kleines Maksutov-Teleskop (katadiotprisches Teleskop, Kombination aus Linse und Spiegel) hat einen 1,25"-OAZ.

Vielleicht können die Bilder es etwas verdeutlichen:
20191125_130334.jpg
Links zwei 1,25" reduzier Adapter. Gibt es in verschiedenen Bauformen.
Rechts oben ein 2"-Okular, darunter ein 1,25".

20191125_130358.jpg
1,25"-Okular in den Adapter gesteckt.

20191125_130529.jpg
2"-OAZ an einem 150/750 Newton.

20191125_130559.jpg
Der selbe OAZ mit reduzier Adapter.

20191125_130615.jpg
OAZ und Adapter (rechts).

Hoffe es hilft.
:coffee:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Oli,

ich kann Dir nur beipflichten.

Die Vorteile eines Dobson sind unbestritten, aber wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Punktum.
Genauso wenn man sich mit einem Dobson so gar nicht anfreunden kann. Dann ist es eben so.

:coffee:
 
Zuletzt bearbeitet:
Eben! Lass Dir keine so großen Teleskope einreden. Wenn Du wirklich mit nem Teleskop anfangen willst dann tut es ein kleiner Refraktor, also ein klassisches Linsenteleskop. Eine beliebte Größe ist das 80/400, das es von Skywatcher, Orion oder Meade im Bundle mit einem Fotostativ gebraucht sicher schon für um die 100 Eur gibt.

Das Gerät hat schon eine ganz gute Optik, wiegt 1,5 kg und passt in ein normales Daypack. Das Stativ klemmst Dir unter den Arm und gut.

Bsp.: Meade Teleskope - Serie : Adventure Scope

Das Stativ ist natürlich etwas wackelig aber ich würde mit dem Gerät auch max. 80fach vergrößern und da geht das noch.

Ich finds fast ein bissl nervig, dass jeder Neueinsteiger hier - und wenn er noch so klein anfangen will - immer gleich auf ein Newton mit möglichst großer Öffnung gehievt werden muss. Auch wenn bestimmte Vorgaben, wie hier der Transport mit Öffis im Rucksack, klar dagegen sprechen.

Just my 2 cents

CS.Oli

Erstmal danke für die Antwort. Grundsätzlich wäre das natürlich kein riesen Problem, für den einmaligen Transport zu mir nach Hause würde ich sicher schon jemanden finden, der nen Auto hat und mir da einmal hilft. Heißt dann halt nur, mitnehmen in den Harz etc. ist nicht, sondern wenn dann wird nur aus dem Zimmer/Balkon oder vielleicht in Zukunft dem Garten im Vorort der Großstadt beobachtet.

Sehe momentan für 80/400 nur Angebote um die 130€, die Frage ist dann natürlich, ob da die 150€ für das gebrauchte 150/1200mm Dobson nicht sinnvoller investiert wäre bei dem geringen Preisunterschied.

Dazu auch: Bei diesem wäre allerdings nur ein Orion Sirius Plössl 25mm dabei. Ich weiß nicht wie qualitativ das ist, und ob man ggf. noch weitere dann dazu kaufen müsste.

@mbba18 Danke, das hat mir sehr geholfen :)!
 
Ein 150/1200 Dobson ist natürlich das bessere Gerät, aber regelmäßig Bus fahren wirst Du damit nicht wollen.

Okulare wirst Du Dir mit der Zeit auf jeden Fall mehrere anschaffen müssen bzw wollen. Was genau wissen andere besser, denn ich habe keinen Newton.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo David,

Du schreibst, dass Du den erwähnten Dobson 150/1200 evtl. auf deinem Balkon nutzen könntest.
Dobson und Balkon kann sehr problematisch werden.
Als erstes ist da die Brüstungshöhe. Da bin ich mir sehr sicher, dass da auf jedem Balkon was unter die RockerBox (Montierung des Dobson) muss. Im einfachsten Falle eine umgedrehte Getränkekiste, damit Du über die Brüstung kommst.
Als nächstes, wie tief ist Dein Balkon?
Bei 1200mm Brennweite hast Du schon eine ziemliche Kanone. Da das Teleskop ja ein Newton ist, ist der Einblick in das Okular vorne. Also muss das Ganze nach hinten gerückt werden , von der Brüstung weg, damit Du Dich nicht über die Brüstung lehnen musst, was sehr gefährlich wäre. Oder Du lernst vorher das fliegen ;).
Ich habe auch einen Dobson mit 1200mm Brennweite, einen allseits beliebten 8"-er, der auf meinem Balkon mit 1,60m Tiefe gut zu handhaben ist. Aber weniger Tiefe sollte es m.E. nicht sein.
In Deinem zukünftigen Garten, ist das natürlich kein Problem.
 
Hallo David,

die Einschränkung bezüglich des Trtansports hatte ich übersehen und sie ist m.E. wichtig. Was nutzt das größte teleskop im Harz, wo es einmalig hingeschafft wurde, wenn Du zu Hause auf Deinem Balkon hockst und mal ne Stunde oder zwei Mond/Planeten gucken willst?!
Ich denke, das wird mit einem 150/1200er Dobson genau so schwierig (bis unmöglich) wie mit tauglichen Refraktoren um/ab 4 Zoll (~100 mm Öffnung) plus Montierung und Stativ.

Transportierbarkeit sollte also bedacht werden, allerdings von Dir ohne unbedingt auf den Forenzauber anzuspringen, der hier z.B.

Eben! Lass Dir keine so großen Teleskope einreden. Wenn Du wirklich mit nem Teleskop anfangen willst dann tut es ein kleiner Refraktor, also ein klassisches Linsenteleskop. Eine beliebte Größe ist das 80/400, das es von Skywatcher, Orion oder Meade im Bundle mit einem Fotostativ gebraucht sicher schon für um die 100 Eur gibt.

Das Gerät hat schon eine ganz gute Optik, wiegt 1,5 kg und passt in ein normales Daypack. Das Stativ klemmst Dir unter den Arm und gut.

Bsp.: Meade Teleskope - Serie : Adventure Scope

Das Stativ ist natürlich etwas wackelig aber ich würde mit dem Gerät auch max. 80fach vergrößern und da geht das noch.

Ich finds fast ein bissl nervig, dass jeder Neueinsteiger hier - und wenn er noch so klein anfangen will - immer gleich auf ein Newton mit möglichst großer Öffnung gehievt werden muss. Auch wenn bestimmte Vorgaben, wie hier der Transport mit Öffis im Rucksack, klar dagegen sprechen.

Just my 2 cents

CS.Oli

anklingt und sowie auch nur "Dobson" genannt wird, seine Fortetzung findet, z.B. auf dem Balkon.
Das was da schon mal als schwierig bis gefährlich geschildert wird geht ganz einfach, z.B. so

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/6er3.jpg

und wenn die Breite des Balkons passt, dann passt auch ein Dobs, im Bild ein 150/750er.

Du kommst aber letztenendes durch diese ganzen Bedenken in genau diesen Zwiespalt, den Du schon selbst erkennst,

... Grundsätzlich wäre das natürlich kein riesen Problem, für den einmaligen Transport zu mir nach Hause würde ich sicher schon jemanden finden, der nen Auto hat und mir da einmal hilft. Heißt dann halt nur, mitnehmen in den Harz etc. ist nicht, sondern wenn dann wird nur aus dem Zimmer/Balkon oder vielleicht in Zukunft dem Garten im Vorort der Großstadt beobachtet.
Sehe momentan für 80/400 nur Angebote um die 130€, die Frage ist dann natürlich, ob da die 150€ für das gebrauchte 150/1200mm Dobson nicht sinnvoller investiert wäre bei dem geringen Preisunterschied........

und dann auch nicht so leicht aus dem Zwiespalt heraus.
Ich meine, teleskopseitig ist der 80/400er im Vergleich überaus dürftig, transporttechnisch und damit auch nutzungstechnisch ist der 150/1200er Dobson m.E. überaus dürftig bis......untauglich.

Neben dem Fernglas hatte ich ja auch den 130/650er Skywatcher Dobson, den man im Internet auch nochmal etwas günstiger bekonnen kann, als ich ihn in Post #12 verlinkt hatte.
Das Ding bietet Dir viel Optik fürs Geld, da gehen auch mal 200fach und mehr, ist kompaktierbar, passt locker in Deinen 50 kg Rucksack, wiegt allerdings nur 6-7 Kilo, und braucht kein Stativ, wenn es am Beobachtungsort einen stabilen Tisch, einen Mauerpfosten oder einen Baumstumpf zum Draufstellen gibt.
Natürlich kann man so ein Teleskop auch auf ein Stativ adaptieren, wenn denn das Hobby dauerhaft Spass macht.

Egal wie, wenn du ein wenig zukunftsorientiert und mit der Hoffnung, dass dieses Hobby dich faszinieren kann, an die Sache rangehst, wären transportable, farbreine 5" Öffnung schon recht nützlich.

Gruß
*entfernt*
 
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In einigen Beiträgen liest man die implizite Behauptung, Astronomie würde erst ab einer bestimmten Teleskopgröße Spaß (bzw. noch schlimmer: Sinn) machen.

Ich sehe das anders. Man kann vieles unter Astronomie subsumieren. Einiges davon lässt sich auch mit deutlich kleineren Öffnungen langfristig gewinnbringend betreiben. Ich habe seit zwei Jahren lediglich ein 71mm Doppelteleskop (quasi ein Fernglas) als astronomisches Hauptgerät und bin noch lange nicht am Ende der Nutzungsmöglichkeiten angekommen.

Der Einstieg mit einem großen Gerät mag aus finanzieller Sicht verlockend sein, aber da hängt einiges mehr dran. Passende Okulare, diverses Zubehör, Lagerung & Wartung usw. Ein Fernglas ist erstmal minimalinvasiv. Selbst wenn es das Doppelte eines 12“ Spiegelteleskops kosten würde (was gar nicht schwierig ist), belastet es einen in vielerlei Hinsicht deutlich weniger.

Aber vielleicht hilft es auch, mal den Diskussionsfaden eines gerade erfolgten Einstiegs nachzulesen. Die Argumentation ähnelt sich zunehmend und Du kannst mal abgleichen, ob Deine Schlussfolgerungen ähnlich ausfallen, wie beim dortigen Themenstarter.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

das

In einigen Beiträgen liest man die implizite Behauptung, Astronomie würde erst ab einer bestimmten Teleskopgröße Spaß (bzw. noch schlimmer: Sinn) machen.

könnte z.B. darauf gemünzt sein, dass ich den 130/650er Newton/Dobson dem 80/400er Achromaten vorziehe.........und geht, falls es denn so ist, völlig an den Tatsachen vorbei!
Öffnungsmangel ist in dem Falle längst nicht alles, was gegen den Achromaten spricht.

Wäre ein 80/600er "Volksapo" (....für David......das ist ein Linsenteleskop welches mit ED-Gläsern ausgesattet einen deutlich geringeren Farbfehler aufweist als der 80/400er Achro) preislich drin würde so Einiges gegen den 130/650er sprechen, der ED ist aber nicht drin und wäre auch schon transportmäßig mit höherem Aufwand gesegnet.

Wollen wir das also mal aufdröseln!?
Sorry David, das kannst Du wahrscheinlich noch nicht alles verstehen, aber das muss jetzt sein und kann auf Nachfrage auch genauer erklärt werden.

Warum sollte David für 30/40 Euro weniger
1. einen eklatanten Farbfehler bei höheren Vergrößerungen akzeptieren, wenn er es farbrein haben kann?
2. eine Wackelmonti unter dem Refraktor in Kauf nehmen, die schon ohne Berücksichtigung eines Farbfehlers dem Spaß an der Beobachtung LAUT BEFÜRWORTER DER KOMBI bereits bei 80 fach ein Ende setzt?
3. ein 80 mm Teleskop wählen, welches schon bei 1 mm AP, also 80fach, einen starken Farbfehler aufweist und selbst bei völliger Ignoranz dem gegenüber allerspätestens bei 0,7 mm AP und 114fach auflösungstechnisch am Limit ist, wenn er mit dem 130 mm Teleskop bei 1 mm AP 130fach und bei 0,7 mm AP 185fach erreicht und zwar immer farbrein, ob man das will oder nicht?

Warum empfehle ich nun ausgerechnet den 130/650er Heritage und keinen anderen, auch keinen kleineren Tischdobson, gibt ja auch 76er und 100er!?
Weil
1. der 130er der Erste dieser Sorte ist, der voll justierbar ist.
2. weil er diese Auszugsstangen hat und daher kleiner zu mahen ist als ein Volltubus.
3. weil er daruch diesen rudimentären Auszugsstummel hat, der zwar nur leichte Okulare zulässt, abe eben auch den kleinen Fangspiegel ermöglicht mit dem dieser Newton volle Öffnung mit optimaler Ausnutzung gegebener Qualität hat.
Das ist eben nicht so ein verbautes Teil mit einem über 10 Zentimeter hohen Okularauszugsturm der einen übergroßen Fangspiegel bedingt und wo dann doch noch allein durch den Durchlass am Okularauszug die Öffnung drastisch beschnitten wird.

Bei den Newtons ist es (derzeit) in der Tat so, dass "Teleskope" die man von der Stange kaufen kann erst ab etwa 130 mm Öffnung und da längst nicht in jedem Falle, anfangen Teleskope zu sein und sich von Spielzeug zu unterscheiden und den Unterschied sieht man ihnen nicht immer an.

Daher ist, bei Bedarf, in der Öffnungsklasse darunter in aller Regel ein guter Refraktor die bessere, wenn auch teurere Wahl.
Im vorliegenden Fall fehlt es jedoch der Empfehlung zum 80/400er Achro schlicht daran, eine ernsthaft und sachlich überlegenswerte Alternative zum 130/650er Tischdobson zu sein.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,

[...]
könnte z.B. darauf gemünzt sein, dass ich den 130/650er Newton/Dobson dem 80/400er Achromaten vorziehe...[...]

Nein, darauf bezog ich mich nicht. Ich meinte (neben Beiträgen anderer) diese Passage:

[...], wenn du ein wenig zukunftsorientiert und mit der Hoffnung, dass dieses Hobby dich faszinieren kann, an die Sache rangehst, wären transportable, farbreine 5" Öffnung schon recht nützlich.
[...]

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ist an diesem Satz etwas auszusetzen?

Sind 5 Zoll farbreine Öffnung nicht nützlich?:eek:

Die Argumentation dafür steht immerhin, wer weiß Besseres?

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo David,

noch jemand aus Hannover! Ich bin am Harzrand aufgewachsen, habe kurz in Hannover gelebt, wohne jetzt aber weiter außerhalb im Norden der Region Hannover (Wedemark).

Mein eigener Leidensweg ist zu lang, meine Erfahrungen zu gering, als dass mir anmaßen würde, dich perfekt beraten zu können, aber eines kann ich bedenkenlos empfehlen: Ersteinmal möglichst wenig Geld ausgeben und das für möglichst wenige Dinge! Konkret würde ich mir für 10 Euro eine drehbare Sternkarte kaufen und ansonsten mit Anschaffungen warten. Lies dich ein wenig ein, das Internet bietet eine Fülle an Informationen, wie du selbst gemerkt hast. Konkrete Empfehlungen sind hier schwierig, mir haben damals die Seiten von Sven Wienstein, DeepSky-Brothers u.a. und Einsteiger-Astronomiebücher weitergeholfen. Da finden sich bestimmt auch interessante Bücher zum Ausleihen in der TIB, Informationsbeschaffung ist damit schonmal kostenlos. ;)

Wenn du die Zeit hast, würde ich so oft es geht das Studententicket benutzen, damit entweder in Richtung Bad Harzburg fahren und dann so weit wie möglich in den Harz rein oder z.B. (nicht aus eigener Erfahrung, nur nach dem was die Lichtverschmutzungskarten zeigen!) auch mal den Metronom in Richtung Uelzen nehmen bis Eschede/Unterlüß/Suderburg. Später, im Beruf, gegebenenfalls mit Familie, fehlt für sowas dann immer häufiger die Zeit. Nimm die drehbare Sternkarte und ein dunkles Rotlicht mit, eine bestimmt bereits vorhandene Fahrradrückleuchte reicht für den Anfang ersteinmal aus. Jemanden mit Fernglas kennt man auch immer, da würde ich mir für den Anfang versuchen eines auszuleihen. Schon mit einem typischen Allrounder wie 8x40, 10x50 etc. wird der Wunsch aufkommen, besseres Kartenwerk zu nutzen und du kannst dich mit Objekten außerhalb des Sonnensystems schon eine ganze Weile beschäftigen und lernst vor allem das A und O: Dich zu orientieren. Die seitenrichtige und aufrechte Abbildung eines Ferngläser erleichtert anfangs das Auffinden ungemein. Auch erste Details am Mond und bsplw. der Lauf der Galileischen Monde am Jupiter sind so schon gut beobachtbar. Für mehr Objekte mit Details im Sonnensystem empfiehlt es sich dann wirklich, mal die Volkssternwarte Hannover aufzusuchen, denn das geht auch gut aus der Stadt heraus.

So kannst du für dich herausfinden, was dich am meisten interessiert und dann irgendwann einmal etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Bezüglich der üblichen Empfehlung Dobson: Ich bin selber vor ein paar Jahren, als ich als Student ohne Auto in Hannover lebte, mit Skywatcher 150/750, aber nicht als Dobson, sondern auf NEQ3, nach Jahren der Abstinenz wieder ins Hobby eingestiegen. Eigentlich keine schlechte Wahl, kommt das Teleskop der eierlegenden Wollmilchsau recht nah, was bei begrenztem Budget nicht unbedingt verkehrt ist. Stativ und Montierung in den Rucksack und der Tubus unter den Arm, so war mein Gedanke. Ich habe es zügig wieder verkauft, denn ich bin damit einfach nicht mit vertretbarem Aufwand an dunklen Himmel gekommen und in Hannover hatte ich einfach keine Freude damit. Selbst der Kilometer Fußweg aus Hannover raus auf die Felder (was Steulicht beseitigte, aber keinen dunklen Himmel zauberte) war es mir nicht wert und zu umständlich, von Mitnahme im Zug ganz zu schweigen. Es war mein bisher "bestes" - oder anders gesagt: hinsichtlich Auflösung und Lichtsammelvermögen leistungsfähigstes, mechanisch hochwertigstes - Equipment, jedoch zur falschen Zeit, nicht passend zu meiner persönlichen Situation. Ich hatte allerdings auch keinen Balkon. Nur bleibt Hannoveraner Himmel so oder so wie er ist und auch Steinwedel liegt noch nah an Hannover, außerdem nicht weit entfernt von Burgdorf, Lehrte und sicher auch gestört von Hildesheim, Celle...
Meine bisher schönste Astronacht hatte ich dagegen im Harz auf dem Scharfenstein mit meinem TS LE 15x70. Ganz einfach, weil ich es mitnehmen konnte, mitsamt Stativ, wärmenden Sachen und anderen Dingen, die man noch so mitnehmen möchte und einem Mountainbike unter mir. Mit einem Gerät wie dem 150/750 hätte ich sicher keinen so tollen Ort aufgesucht. Dem Öffnungswahn würde ich am Anfang unter deinen Umständen nicht verfallen, denn das beste Gerät ist, welches man am häufigsten nutzt!
Weiterhin möchte ich dir mitgeben: In meiner Jugend konnte ich zeitweise ein Carl Zeiss Jena 10x50 Fernglas nutzen, welches echt toll war, ich heute so auch nicht mehr nutzen würde, da ich mittlerweile eine Brille brauche und das Glas einen zu kurzen Augenabstand hat. Es mag jedem anders gehen, ich persönlich mag dieses hin und her mit der Brille nicht.
Noch etwas zum Kauf von günstigen Teleskopen allgemein: An solchen Einsteigergeräten verbaute Sucher taugen wirklich nur zum Suchen, aber finden tut man oft nichts. Ich habe ihn durch einen Leuchtpunktsucher ersetzt, nur um zu erfahren, wie es beispielsweise beim Aufsuchen von Uranus ist, wenn die Lichtglocke von Hannover dafür sorgt, dass der nächste anpeilbare Stern 10 Grad entfernt ist. Am Beispiel meines Teleskops komme ich auf knapp unter 2 Grad Himmelsausschnitt, zumindest nachdem ich mir ein Okular dafür gekauft habe, größere Felder sind aber nicht möglich damit. Was mit dem Fernglas noch ganz einfach war, möchte dann plötzlich nicht mehr so leicht gelingen. Hinter dem Gedanken, mit 100 Euro ein Teleskop zu kaufen und einfach mal so los zu beobachten, kann sich der ein oder andere Stolperstein verbergen, den zu beseitigen leider nur zu oft Folgekosten mit sich bringt...

Viele Grüße

Dominik
 
Hallo Günther,

die semantische Verknüpfung von
[...]wenn du ein wenig zukunftsorientiert [...]
mit
wären transportable, farbreine 5" Öffnung schon recht nützlich.[...]
legt nahe, dass kleinere Öffnungen nicht zukunftssicher sind. Das sehe ich anders, wie ich bereits schrieb.

Verständnisfragen könnte man auch als Direktnachricht stellen, dann bleibt die Diskussion beim Thema.

Viele Grüße, Sebastian
 
Hallo Sebastian,

Du hast Post.

Und hallo David,

für den Fall, dass dem Fernglas als der ersten genannten Option doch das Fernrohr als zweite Option vorgezogen werden soll, ist noch die Info wichtig, dass man Newtonteleskope selbst justieren kann, wenn sich mal was verstellt hat.
Das geht mit entsprechenden Hilfsmitteln, aber in für visuelle Zwecke durchaus ausreichend guter Form z.B. so

Gruß
*entfernt*
 
Hallo.
Im vorliegenden Fall fehlt es jedoch der Empfehlung zum 80/400er Achro schlicht daran, eine ernsthaft und sachlich überlegenswerte Alternative zum 130/650er Tischdobson zu sein.
Wer sich nicht vorstellen kann, dass auch dieser Achro (oder ein 80/640, und selbst ein Fernglas oder Spektiv) sehr wohl "eine ernsthafte und sachlich überlegenswerte Alternative" zum Tischdob sein kann, hat für meinen Geschmack einen viel zu engen Blickwinkel.

Viele Wege führen nach Rom, selbst Umwege. Der anfangs scheinbar breite Weg mit maximaler Öffnung kann auch bald beschwerlich oder zur Sackgasse werden. Wichtig scheint mir, die eigenen Bedürfnisse und Umstände möglichst selbstkritisch und realistisch einzuschätzen und sich zu fragen, womit käme ich am Anfang voraussichtlich am häufigsten zurecht. Werde ich z. B. für einen Tischdob oft genug Tische finden? ;)

Und selbst wenn, ist m. E. (und nicht nur unter Davids Umständen) eine kleine, leichte, günstige gebrauchte Linsenfernoptik zum Einstieg durchaus empfehlens- oder "sachlich überlegenswert" : transportabel, ohne Justage und Auskühlen sofort startklar und als Schnellspechtel-, Weitfeld- und Reisegerät oder für Tagbeobachtung auch später noch gut zu brauchen, wenn der Weg sich im Öffnungsfieber verbreitern sollte. Gibt' s sogar mit Tischmonti...

Gruss,
T.
 
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