Hallo,
Zitat von daemon:
Sagen wir mal so, man (ich

) neigt ja mit der Zeit dazu, parallaktisch mit Fotografie gleich zu setzen. Also, könnte man mit dieser Kombination fotografieren. Die Antwort ist, eher nicht, da die Montierung ihre Tragfähigkeit schon überschritten hat. Wir beurteilen also eine Montierung immer nach zweierlei Kriterien, einmal die visuelle Tragfähigkeit und dann die fotografische Tragfähigkeit, die immer niedriger angesiedelt ist, da ja jedes kleine Gewackel, das zwar visuell noch tolerierbar wäre von einer Kamera ja gnadenlos mit aufgezeichnet werden würde.
Ich konnte an einem Beobachtungsabend mal bei einem Sternfreund etwas Erfahrung sammeln mit eben einem 8" f/5 auf EQ5 (EQ5, NEQ5, Celestron CAM.... ist alles die gleiche Mechanik). Mit etwas Geduld, Windstille und vornehmlich leichten Okularen kann man mit dieser Kombi durchaus noch beobachten. Man braucht halt wie gesagt, Geduld und darf das Teleskop so wenig wie möglich berühren.
Besser wäre hier schon eine H-EQ5 aber auch hier wäre die fotografische Betrachtung noch grenzwertig zu sehen.
Nun bist Du aber in die andere Richtung gegangen, will heissen, Montierung bleibt stehen, Optik dazu passend etwas kleiner. Der 150/750 wird in jedem Falle von der EQ5 ausreichend gut getragen. Für Deepsky eignet sich die Optik auch, ist aber hier, ich will mal sagen, Einstiegsfutter. Ich selbst habe den 150/750 gerne für offene Sternhaufen eingesetzt, die üblichen Standardkerzen aus dem Messier-Katalog gehen damit auch schon.
Und doch bemerken wir immer wieder einen signifikanten Sprung von 6" zu 8" in der Deepsky-Beobachtung. Das mag mit der größeren Lichtsammelfläche zusammen hängen oder auch mit der maximal sinnvollen Vergrößerung. Nicht wenige, so auch ich sagen hier also, Deepsky wird ab 8" richtig spaßig.
Versuchen wir es mal nun in den Kreis zu kriegen:
6" f/5 auf EQ5 ist eine schöne Kombi, leicht zu transportieren. Zusätzliche Okulare schlagen etwa mit 100-150€ pro Stück zu Buche.
8" f/5 kann entweder parallaktisch auf H-EQ5 rein visuell versuchen, künftige Fotoambitionen sollten meiner Auffassung nach aber besser mit einem 2., kleineren Teleskop begonnen werden. (Ohnehin bin ich ein Anhänger davon, visuelle und fotografische Geschichten in getrennten Setups aufzubauen).
8" rein visuell wäre aber auch deutlich günstiger in der Dobsonbauweise möglich. Man spart halt einen Haufen Geld und als Dobson ist das Teleskop nochmal mehr intuitiver zu bedienen.
So, das war bis dahin nur mal eine technische Betrachtung der beiden Teleskope. Es käme nun auch darauf an, ob ein lichtstarkes System bei Dir überhaupt in Frage kommt. Wohnst Du z.B. unter aufgehelltem Stadthimmel und kommst vergleichsweise selten raus unter dunklen Landhimmel, würde man die Karten sicherlich nochmal neu und ander mischen wollen.