Einsteiger Optik?

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Hi!

Für sich allein sind beide Teile (Teleskop und Montierung) gut, allerdings ist nicht sicher, ob Dir die Stabilität der Kombination ausreicht. Bei hohen Vergrößerungen wird das Wackeln vermutlich oft verhindern, daß Du richtig fokussieren kannst.

Grüße

fquadrat
 
Hi Daemon,

die Montierung kann bei Windstille das Teleskop gerade noch tragen, aber sobald man von Hand an den biegsamen Wellen nachführt, oder ein leiser Lufthauch weht, kommt es zu unangenehmen Schwingungen. Mit Motoren und Steuerung geht es etwas besser, da kann man dann auch stärker Vergrößern, ohne daß die Schwingungen zu sehr irritieren. Ein 8" Newton gehört auf eine EQ6.

Bei f=5 braucht man teure Okulare, wenn man die Newtonkoma kompensieren möchte um auch am Rand nadelfeine Sterne zu haben. Die mitgelieferten Okulare haben eine bescheidene Abbildung. Mann sieht "etwas", aber das Teleskop könnte wesentlich schönere Bilder liefern mit anderen, besseren Okularen. Außerdem muß man den Spiegel ab und an justieren. Dazu braucht man auch noch Zubehör...

Schnappschüsse von Mond und Sonnenflecken (mit Baaderfolienfilter vor der Teleskopöffnung!) gehen mit DSLR, auch Planetenvideos mit Webcam, aber Deepsky-Fotografie kannst mit dem großen Teleskop knicken. Langzeitbelichtungen werden verwackelt, der Hebel vom Teleskop ist da viel zu groß... Da paßt maximal ein 6" f=5 Newton drauf...

 
Erstmal vielen Dank für die Antworten. Wenn ich das genau verstehe, scheint ein newton 150/750 die bessere Wahl zu sein. Beim Thema Windanfälligkeit, Vergrößerung scheint das auf der NEQ5 besser zu funktionieren.
Ist dann ein Bresser Messier 150/750 eine bessere Wahl?

Gruß,
 
Hi,

die 6" f=5 Newtons der verschiedenen Hersteller geben sich gegenseitig nix bzw. unterscheiden sich nur beim Zubehör (6x30 Sucher, 8x50 Sucher, Telrad oder Red Dot Finder). Da kannst eigentlich jedes Label nehmen...

Ob 6" ausreichend Öffnung sind, kommt darauf an, was Du beobachten möchtest. Und unter welchem Himmel...

Da alle mit 2" Prismenschine auf die parallaktische Montierung gesetzt werden, ist es der HEQ5 völlig wurscht, welches Label auf dem Newton klebt. :D
 
Hallo.
Ich kann noch nicht so genau sagen, wohin die Reise geht.
Erstmal gucken was da oben so los ist:)
Die Spezialisierung (Planeten, DeepSky, Astrogotogrsphie) ist der zeite Schritt...
 
Hallo,

Zitat von daemon:

Sagen wir mal so, man (ich;)) neigt ja mit der Zeit dazu, parallaktisch mit Fotografie gleich zu setzen. Also, könnte man mit dieser Kombination fotografieren. Die Antwort ist, eher nicht, da die Montierung ihre Tragfähigkeit schon überschritten hat. Wir beurteilen also eine Montierung immer nach zweierlei Kriterien, einmal die visuelle Tragfähigkeit und dann die fotografische Tragfähigkeit, die immer niedriger angesiedelt ist, da ja jedes kleine Gewackel, das zwar visuell noch tolerierbar wäre von einer Kamera ja gnadenlos mit aufgezeichnet werden würde.

Ich konnte an einem Beobachtungsabend mal bei einem Sternfreund etwas Erfahrung sammeln mit eben einem 8" f/5 auf EQ5 (EQ5, NEQ5, Celestron CAM.... ist alles die gleiche Mechanik). Mit etwas Geduld, Windstille und vornehmlich leichten Okularen kann man mit dieser Kombi durchaus noch beobachten. Man braucht halt wie gesagt, Geduld und darf das Teleskop so wenig wie möglich berühren.

Besser wäre hier schon eine H-EQ5 aber auch hier wäre die fotografische Betrachtung noch grenzwertig zu sehen.

Nun bist Du aber in die andere Richtung gegangen, will heissen, Montierung bleibt stehen, Optik dazu passend etwas kleiner. Der 150/750 wird in jedem Falle von der EQ5 ausreichend gut getragen. Für Deepsky eignet sich die Optik auch, ist aber hier, ich will mal sagen, Einstiegsfutter. Ich selbst habe den 150/750 gerne für offene Sternhaufen eingesetzt, die üblichen Standardkerzen aus dem Messier-Katalog gehen damit auch schon.

Und doch bemerken wir immer wieder einen signifikanten Sprung von 6" zu 8" in der Deepsky-Beobachtung. Das mag mit der größeren Lichtsammelfläche zusammen hängen oder auch mit der maximal sinnvollen Vergrößerung. Nicht wenige, so auch ich sagen hier also, Deepsky wird ab 8" richtig spaßig.

Versuchen wir es mal nun in den Kreis zu kriegen:
6" f/5 auf EQ5 ist eine schöne Kombi, leicht zu transportieren. Zusätzliche Okulare schlagen etwa mit 100-150€ pro Stück zu Buche.

8" f/5 kann entweder parallaktisch auf H-EQ5 rein visuell versuchen, künftige Fotoambitionen sollten meiner Auffassung nach aber besser mit einem 2., kleineren Teleskop begonnen werden. (Ohnehin bin ich ein Anhänger davon, visuelle und fotografische Geschichten in getrennten Setups aufzubauen).

8" rein visuell wäre aber auch deutlich günstiger in der Dobsonbauweise möglich. Man spart halt einen Haufen Geld und als Dobson ist das Teleskop nochmal mehr intuitiver zu bedienen.

So, das war bis dahin nur mal eine technische Betrachtung der beiden Teleskope. Es käme nun auch darauf an, ob ein lichtstarkes System bei Dir überhaupt in Frage kommt. Wohnst Du z.B. unter aufgehelltem Stadthimmel und kommst vergleichsweise selten raus unter dunklen Landhimmel, würde man die Karten sicherlich nochmal neu und ander mischen wollen.
 
Hallo Namenloser,
Zitat von daemon:
Ich kann noch nicht so genau sagen, wohin die Reise geht.
Erstmal gucken was da oben so los ist:)
Die Spezialisierung (Planeten, DeepSky, Astrogotogrsphie) ist der zeite Schritt...

glaube mir, das ist der völlig falsche Ansatz, leider.

Wenn Du erst in das Gebiet "Amateur-Astronomie" einsteigen willst, dann kann ich(als "älterer Hase") nur zu Folgenden raten:

1. Mache dich erst mal theoretisch(Literatur) sowie praktisch mit einem Fernglas, drehbarer Sternkarte sowie kostenlosen Planetariumsprogramm(http://www.stellarium.org/de/) mit den Grundlagen dieser Materie vertraut.

2. Fange mit der rein visuellen Beobachtung(z.B.: mit einem Dobson 8" Teleskop) des Himmels an, denn Astrofotografie bedarf eines mehr-/vielfachem an Aufwand und Erfahrung und damit auch an Investition. Bilder in der Art und Qualität vom Hubbleteleskop sind sowieso unerreichbar!

3. Solltest Du danach immer noch Lust und entsprechende Finanzmittel einsetzen wollen, kein Problem, kaufst dir eben ein entsprechendes Teleskop...aber auch der Arbeitsaufwand zum bearbeiten der Bilder ist sehr hoch und zeitintensiv und sollte man nicht unterschätzen!

NB: Wichtiger Hinweis! Suche Kontakt zu Gleichgesinnten in deiner Umgebung, schaue bei der Gelegenheit mal praktisch durch die verschiedensten Teleskope und/oder suche eine Sternwarte in deiner Nähe auf. Mache dich vor Allem mit der Größe/Sperrigkeit und dem Gewicht der Amateurteleskope vertraut!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sehe ich genau so wie meine Vorredner. Einem Einsteiger würde ich immer empfehlen, erstmal viesuell zu beginnen. Mit einem 8 Zoll Dobs bist Du gut beraten, da es einfach ein Super Universal-Instrument ist und ohne Probleme transportabel (mit Auto).

Wenn Du später weist, wo die Richtung hingehen soll, kannst Du entweder visuell mit dem 8 Zöller lange Zeit glücklich sein, Dich visuell vergrößern auf 12 oder 16 Zoll, oder dem 8 Zöller eine Montierung gönnen und fotografieren. Oder ein kleineres Gerät zum fotografieren kaufen.

Vergiss es einfach, alle Anforderungen mit einer einmaligen Investition erschlagen zu wollen. Macht keinen Sinn!

Viele Grüße
Axel
 
Vielen, vielen Dank euch allen für die wertvollen Tips. Ich habe da noch mal eine Frage bezüglich der Größe des Teleskops. Meine Frage bezieht sich auf die Verunreinigungen durch Licht des Himmels. Da ich leider in der Nähe von Köln lebe und der Himmel nachts stark beleuchtet ist, Ist meine Frage ob man sich lieber 150/750 oder ein 200er Newton kauft. Ich frage mich ob die Verschmutzung durch Licht bei einem 200er Teleskop eine größere Rolle spielt als bei 150er Durchmesser?
Vielen Dank, im voraus...
 
Hi!

Zitat von raziel28:
man (ich;)) neigt ja mit der Zeit dazu, parallaktisch mit Fotografie gleich zu setzen.
Komisch, ich setze "parallaktisch" eher mit ruhigem Beobachten gleich. ;)

Der 150/750 wird in jedem Falle von der EQ5 ausreichend gut getragen. Für Deepsky eignet sich die Optik auch, ist aber hier, ich will mal sagen, Einstiegsfutter. Ich selbst habe den 150/750 gerne für offene Sternhaufen eingesetzt, die üblichen Standardkerzen aus dem Messier-Katalog gehen damit auch schon.
Man kann so ein Teleskop auch sehr gut für Gasnebel nutzen. Der Cirrusnebel paßt so eben in ein 35-mm-Panoptic oder ein 32-mm-Erfle und recht gut in ein 31-mm-Nagler. Nimmt man einen schmalbandigen [O III]-Filter, so sieht man den Nebel sogar ...

Grüße

fquadrat
 
Zitat von daemon:
Da ich leider in der Nähe von Köln lebe und der Himmel nachts stark beleuchtet ist, Ist meine Frage ob man sich lieber 150/750 oder ein 200er Newton kauft.
Hilfreicher könnte die Frage sein, ob Du Dir ein Auto kaufst. Gelobt sei die Provinz. ;)

Die Lichtverschmutzung stört in Abhängigkeit von der genutzten Austrittspupille, da ist es egal, ob man einen 150er, einen 200er oder einen 400er Newton kauft. Allerdings kann man ersteren eher in eine dunkle Gegend verfrachten.

Grüße

fquadrat
 
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