Einsteiger Setup für Planeten und Mond

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Moin,

Du stehtst auf keinem Schlauch, der OAZ sollte ein Gewinde haben, an das man adaptieren kann. Wenn da genug Backfokus vorhanden ist, was beim Omegon ja der Fall zu sein scheint, wäre die Möglichkeit die mit dem von Dir gezeigten Ring versehene Kamera und einem weiteren Gewindeteil fest mit dem OAZ zu verschrauben. Dann ist das maßstabil und wackelt bzw. verkippt nicht.

Ich hab grad mal die Original-Produktbeschreibung angesehen, der OAZ verfügt über ein T2-Gewinde, allerdings wie es aussieht auf dem 2'' - 1.25''-Adapter, da kannst Du Deinen T2-Ring direkt einschrauben ohne die 1.25'' - Stecktülle. Das ist schonmal besser als 2 Steckverbindungen hintereinander. In wie fern sich in dem Crayford nochmal ein Gewinde versteckt kann man so nicht erkennen.

Was Dir der Typ da ins Ohr gedrückt hat war Vollquatsch. Und ich verrat Dir was, das wirst Du bei allen Händlern hören, denn bei Fotografieren rappeln bei denen die Dollarzeichen in den Augen. Da kommen dann gleich mal ein paar fachlich fundiert verkaufte Mumpitzaussagen und Du bist vierstellig Geld los. Weil Deine Kamera ist garantiert auch völlig unbrauchbar.

Selbstredend sind Dobsons primär für visuelle Beobachtung, zumal Dir für ernsthafte Fotografie auch sowas wie ein Komakorrektor usw. fehlt, aber um mal gelegentlich durchs Teleskop zu fotografieren oder besser zu filmen ist das völlig Banane. Klar gehen wegen dem manuellen Nachschubsen immer nur kurze Sequenzen, aber auch so kann man Planeten angehen. Das ist alles eine Frage der Technik.

Zum Einstieg in die Astrofotografie ist das System Dobson nix, aber darum geht's ja auch nicht. Und richtig, um das Trum auf ne Montierung zu setzen brauchst Du ne richtig große Montierung min. EQ-6, wegen des riesigen Tubus, des Gewichts und des Hebels. Aber auch das war ja nicht Thema. Für Fotografie kleiner APO, EQ-5 mit ordentlicher Nachführung/Goto ist ein ganz anderes Schlachtfeld. Und nix was (neu) in Deinem Budget vernünftig geht.

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich brauche als auf jeden Fall den T2 Adapter um auf das richtige Maß zu kommen.
Nein, den T2 Adapter brauchst du um die Kamera ans Teleskop anschließen zu können. Entweder geht das über einen 2"-T2 Adapter oder über einen Korrektor, der das Bildfeld ebnet. Bevor du dir einen Adapter holst, solltest du aber wissen, wie hoch der Brennpunkt über dem voll eingezogenen Okularauszug liegt. Das ist dein Backfokus.

Wenn der kleiner 55mm ist, was bei einem visuell ausgelegten Gerät sehr wahrscheinlich ist, dann brauchst du einen möglichst kurzbauenden Adapter. Ich komme z.B. mit meiner Systemkamera und einem möglichst kurzbauenden Adapter auf 26,5mm Auflagemaß insgesamt. Bei dir wirst du vermutlich so 30mm erreichen können. Für Micro Four Thirds gibts auch elativ kurzbauende, aber da steht nie dabei, wieviel optischen Weg die tatsächlich brauchen.

Die 55mm sind ein Standard aus einer Zeit wo es nur (D)SLRs gab. Das wird in der Astrofotografie heute aber noch gerne als Arbeitsabstand für Korrektoren verwendet, weil für die DSLRs die gängigen T2 Adapter die 55mm liefern. Wenn du deine Kamera ohne einen solchen direkt anschließt, spielt das aber keine Rolle. Da zählt nur der Backfokus, d.h. die Lage des Brennpunkts über Okularzug.

Mit der Systemkamera am Dobson Bilder machen, hat aber seine Grenzen...
 
Was Dir der Typ da ins Ohr gedrückt hat war Vollquatsch. Und ich verrat Dir was, das wirst Du bei allen Händlern hören, denn bei Fotografieren rappeln bei denen die Dollarzeichen in den Augen. Da kommen dann gleich mal ein paar fachlich fundiert verkaufte Mumpitzaussagen und Du bist vierstellig Geld los. Weil Deine Kamera ist garantiert auch völlig unbrauchbar.
Das war ein typisches verkaufsförderndes Gespräch. ;)
Nie einen Händler fragen ob was geht oder nicht, wenn's eine teurere Lösung gibt. ;)

Selbstredend sind Dobsons primär für visuelle Beobachtung, zumal Dir für ernsthafte Fotografie auch sowas wie ein Komakorrektor usw. fehlt, aber um mal gelegentlich durchs Teleskop zu fotografieren oder besser zu filmen ist das völlig Banane. Klar gehen wegen dem manuellen Nachschubsen immer nur kurze Sequenzen, aber auch so kann man Planeten angehen. Das ist alles eine Frage der Technik.
Bitte nicht die Lösung EQ-Plattform vergessen. Damit machen ja inzwischen einige (mich eingeschlossen) ansprechende Astrofotos mit Dobsons.

Ach noch vergessen. Den Dobson 150/1200 würde ich nie kaufen. Viel zu grosses Öffnungsverhältnis.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

genau, es geht mir in erster Linie um die Visuellebeobachtung.
Vielleicht möchte ich dann doch mal meine Kamera ansetzten und schauen was so geht.
Wie Peter sagt, wäre auch eine entsprechende Platform für Dobson nicht schlecht.

Ich werde einem anderen Händler mal eine Anfrage schicken mit einer explezieten Frage welchen Adapter ich nehmen sollte für meine Kamera.
Vielleicht bekomme ich ne bessere Antwort.

Wenn ich einen T2 Adpter kaufe der sehr flach baut kann ich ja, falls es so ein sollte, über den OAZ noch immer weiter raus fahren um Fokus zu erreichn richtig?


Wie ich ganz am Anfang gesagt habe. Ich möchte erstmal schauen was ich möchte.
Nur visuell oder doch Fotografie?
Wenn ich weiß wo ich hin will kann ich immer noch mehr Geld für entsprechende Optik und Technik in die Hand nehmen.

Grüße
Brian
 
Hi Brian,

genau, der OAZ liefert ja auch noch Weg.

aber:

1. - Fragen, wie viel Backfokus vorhanden ist, das ist die Basis.
2. - Wenn genug Backfokus da ist kannst Du ganz entspannt Deinen T2-MFT-Ring nehmen und weiterbauen.
3. - Wenn der Backfokus knapp ist mußt Du nach einem kurz bauenden Adapter suchen, damit das hinhaut.
4. - Wenn Du dann öfters zur Kamera greifst solltest Du über einen Komakorrektor nachdenken, der fototauglich ist.
5. - Wenn's ganz ernst wird Richtung Langzeitbelichtung -> Äquatorialplattform.

Für auftretende Probleme gibt's die Selbsthilfegruppe hier.

Also von wegen alles völlig fotounbrauchbar - alles Unsinn. Das ist Verkaufsgeschwätz. Frag nicht nach irgendwelcher Beratung sondern nach einer konkreten Angabe ohne Drumrum, "Was ist der Backfokus von ...?" - Das zwingt zu ner konkreten Antwort und vermeidet wildes rumgeschwurbel das Dich nur verunsichern und die Kasse klingeln lassen soll.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

danke für die Infos.
Ich schreib dann mal ne Mail.

Ist es auch möglich, dass ich selbst mit dem flachesten Adapter keine Fokus bekomme oder ist das ehr unwahrscheinlich?

Grüße
Brian
 
Moin,

das ist eher unwahrscheinlich. Nachdem gerade bei dem Omegon Advanced noch ne 30mm Verlängerungshülse dabei ist denke ich das das auf jeden Fall geht. Das Package gefällt mir wie den Kollegen eh am besten.

CS
Jörg
 
Ich habe den Verkäufer schon angeschrieben.
Auch die des anderen Omegon und des Skywatcher.

In der Nähe ist auch noch ein weiteres Dobson aufgetauscht.
Ein Skywatcher 200P 200/1200mm. Dies stand 5 Jahre in einem Wohnzimmer und wurde nicht genutzt.
Preislich liegt es bei 300€ wie die Omegon.
Aber wegen dem Zubehör liegt das Omegon vorne.
Vielleicht ergibt sich was und ich fahre morgen mal anschauen.

Grüße
Brian
 
Moin,

was an dem Omegon auffällt ist die Hülse, wenn man die braucht um mit den Okularen in den Fokus zu kommen ist das ein Indikator für einen auskömmlichen Backfokus.

CS
Jörg
 
Komisch ist aber, dass bei dem Teleskop, wenn man es neu kauft, diese Hülse nicht dabei ist.
Heißt es, dass man mit den beiliegenden Okularen Fokus bekommt und mit anderen (nachgekauften) nicht oder wie muss ich das verstehen?
 
Hallo,

wenn du den Verkäufer besuchst frag nach wie weit die bei der Beobachtung den OAZ ausziehen mussten.

da diese Teleskope nur für die optische Betrachtung sind und auch da das Fotografieren, selbst mit dem richtigen Zubehör, keine gute Ergebnisse bringen wird.
Ja ja, deswegen habe ich auch die Threads eingestellt. Planeten aber vor allem auch Deepsky, da dies ja meist noch mehr ausgeschlossen wird.

Da ist dann aber wirklich die EQ-Plattform nötig. Planeten kann man auch durchlaufen lassen, dabei aufnehmen, nachschubsen und wieder durchlaufen lassen, bis ein paar Tausend Frames im Avi sind. Das habe ich früher auch so gemacht ist natürluch nicht gerade konfortabel aber es geht.

Ich hatte sogar ohne Digiklemme einfach die Kamera auf ein Stativ gesetzt und mit Objektiv durchs Okular gefilmt. Das war richtig umständlich.

Aber nochmal, ich würde bei einem Einstieg erst einmal visuell starten. Dann musst du auch nocht so viele Kompromisse bei der Öffnung eingehen.
Das macht auch die Entscheidung viel einfacher.

Ich weiß auch nicht ob ich da in Adapter inverstieren würde, da wird der Aufpreis zu einer kleinen Astrokamera aber schon ziemlich gering.
Da musst du dir dann keine Gedanken über den Backfokus machen, die wird einfach wie ein Okular in den OAZ gesteckt.

Wenn es einer der Dobson´s wird würde ich zumindest erst einmal ein paar visuelle Erfahrungen sammeln und dann überlegen ob du damit Fotos machen möchtest.
Ohne jegliche Kosten kannst du testweise einfach mit Objektiv durch das Okular filmen / oder fotografieren. Für Schnappschüsse sollte das reichen.

Du musst jetzt entscheiden was dir wichtiger ist. Willst du gleich richtige Deepsky Fotografie mit Langzeitbelichtungen machen ist der Dobson die falsche Wahl.
Ich habe mir dafür sogar extra einen kleinen Mini Newton gebastelt, den meine alte EQ2 Montierung vernünftig tragen kann.
Aber eigentlich macht das bei dem geringern Budget gar keinen Sinn. Mir war und ist das alles zu teuer gewesen, so habe ich auf den Dobson gesetzt um bei meinem knappen Budget alles in die Optik zu stecken. Ich wollte nach meinem 114/900 mm Newton auf Wackelmontierung ein günstiges Upgrade auf mehr Öffnung und damit ein größeres Auflösungsvermögen. Der 8" F6 Dobson sorgte da visuell wirklich für einen WOW Effekt.
Der Wunsch das bildlich festzuhalten war aber auch da und so habe ich die Möglichkeiten immer weiter ausgereizt.
Erst mit Digicam, dann der Selbstbau der Plattform (ca. 10 Euro Materialeinsatz ohne professionellem Werkzeug und ohne besonderen handwerklichen Geschick)
Diese Plattform war ein riesen Schritt nach vorne, alles war nun viel konfortabler obwohl ich selbst mit der Hand am Hebel nachführen muss.
Danach der Umstieg auf die kleine Asi120mc für unter 200 Euro. Laptop und inzwischen kleiner sff Rechner waren vorhanden.

Vorteil: unkomprinierte Aufnahmen mit sehr hoher Framerate. Das brachte dann den richtigen Qualitätssprung.
Aber wie du siehst, ein Weg über mehrere Jahre und das war auch gut so. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und dadurch eigentlich keine Fehlkäufe getätigt.

Ein güstiges Angebot wird eventuell den Ausschlag bei dir geben, keine Ahnung, aber damit ist ein Anfang gemacht, es muss nicht gleich alles auf einmal berücksichtigt werden. Wenn du ernsthaft dabei bleiben wirst kommt das zweite Teleskop schneller als du denkst aber lass dir damit ruhig etwas Zeit.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

vielen Dank für deine Worte.

Ich kann ja auch mal testen mit dem Handy durch das Okular zu fotografieren.

Wie du sagtest, alles kommt mit der Zeit.

Erstmal möchte ich visuell beobachten.
Dann schaue ich mal wie es mit unserem Mond aussieht. Den find ich grad am interessantesten.



Grüße
Brian
 
Ich kann ja auch mal testen mit dem Handy durch das Okular zu fotografieren.
das wird wahrscheinlich immer besser und wichtiger. Es gibt einige Apps, die da jetzt schon viel können.
ZB unter Android die DeepSkyCamera:

In der Pro Version ist sogar Live-Stacking versprochen.
Dann kann man EAA nur mit dem Smartphone machen.

Gruß
Peter
 
Komisch ist aber, dass bei dem Teleskop, wenn man es neu kauft, diese Hülse nicht dabei ist.
Heißt es, dass man mit den beiliegenden Okularen Fokus bekommt und mit anderen (nachgekauften) nicht oder wie muss ich das verstehen?
Das weiß vermutlich nur der Vorbesitzer...

Ich würde mir den Adapter für Deine Kamera kaufen, den kannst Du auch für eine Menge anderer Sachen nutzen.

Den Dobson musst Du Dir eh holen, sowas kauft man nicht per Versand. Dann kannst Du das ausprobieren. Natürlich nicht am Himmel sondern an einem sehr entfernten Objekt (Turm oder sowas).

Wir werden an dieser Stelle nicht alle Fragen mit finaler Sicherheit klären können.

CS
Jörg
 
Der Omegon 203/1200 war mein aller erstes Teleskop. Ich hab mal nach alten Bildern geschaut (inzwischen verkauft). Ich hatte keine Verlängerung auch nicht später für mein 30mm 82° ES Okular. Deshalb meine Vermutung, der hat nicht so den Backfocus für ne DSLR

Der Okularauszug ist nicht toll, ist mir damals aber nocht wirklich aufgefallen (kannte nix anderes), hat aber komisch gekratzt.
Aber für 300€ hab ihn damals zum Neupreis von 370€ gekauft ist es nen guter deal.
und nen guter Einstieg.

Ich persönlich würde aber nen 4 zoll achro mit Eq5 oder ähnliches empfehlen aber das Thema scheint inzwischen abgehakt auch gut.

Ne EQ Plattform hatte ich erst nach nen par Monaten zugelegt, dadurch war es so unfassbar entspannt. von Dieter Martini gebraucht für 200€.

Clear skies Felix
 

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Zuletzt bearbeitet:
Moin,

er braucht ja nur den Platz für 'ne Microfourthirds, also knapp unter 20mm. Die Frage ist eher wie groß der BF ist damit man eine Adaption finden kann...

CS
Jörg
 
Der Okularauszug ist nicht toll, ist mir damals aber nocht wirklich aufgefallen
Wäre es denn ein Argument das Teleskop nicht zu nehmen?
Es wäre ja auch möglich, dass es bei deinem Exemplar so war und andere ggf. besser sind. Ist aber nur eine Überlegung.

Die Frage ist natürlich ob es die anderen Hersteller viel besser machen.


Ich habe insgesamt 4 Verkäufer von entsprechenden Teleskopen angeschrieben. Es ging sich um den Backfocus.
Einer hat noch nicht geantwortet (der mit dem Interessenten Omegon Angebot).
Zwei konnte dazu keine richtige Aussage machen, da sie nur visuell beobachten.
Der letzte hat mit einfachen vom Fotografieren mit dem Teleskop abgeraten, ist nichtmals auf meine Frage eingegangen.

Es wäre jetzt aber auch nicht das größte Problem wenn es nicht klappt.
Zum ausprobieren reicht mir, denke ich, das Fotografieren mit dem Handy und einer besseren App für die Kamera aus.

Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

wir haben hier in alle Richtungen überlegt, die Entscheidung können wir Dir nicht abnehmen, dafür ist das alles zu spekulativ.

Wenn Dir im Zweifelsfall auch Handy reicht tun sich die diversen betrachteten Röhren alle nicht viel.

Da wird auch am Horizont kein leuchtender Finger auftauchen der auf ein Teleskop zeigt...

Dazu sind die Teile zu ähnlich.

CS Jörg
 
Ich denke du hast recht. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken.

Grüße
Brian
 
Moin,

man kann Dinge auch totmeditieren. Du mußt eine Entscheidung treffen und ANFANGEN! - Dann siehst Du was ansteht und ob das überhaupt in Deine Richtung geht. Auch so'n Riesenteil hat seine Pro's und Con's - aber das kann das Forum nicht für Dich entscheiden. Da Du hauptsächlich visuell arbeiten willst wie Du schreibst ist der Dobs ein guter Weg. Der Schwerpunkt der Ratschläge im Forum liegt auf dem Omegon Advanced - nimm den oder einen anderen und Lebe damit.

Alles andere danach.

Wie sich aus dem Thread ergibt kann man sehr viele Dinge machen bis hin zur Äquatorialplattform wenn man fotografieren will, genau so kannst Du wenn Du ernsthaft Interesse an der Fotografie entdeckst alle weiteren Schritte unternehmen, aber dann hast Du erstmal praktische Beobachtungserfahrung und spielst nicht Trockenfisch im Trockenaquarium.

CS
Jörg
 
Hallo Brian, anders als Du wusste ich vor einem Jahr gar nicht so recht, was ich tatsächlich machen will. Als ich entschieden habe, dass ich in das Hobby einsteigen will, dachte ich zunächst, es ginge lediglich darum, sich für die Größe eines Teleskops zu entscheiden. Von Dobson und Apo hatte ich noch nie gehört, abgesehen von "Außerparlamentarischer Opposition". ;) Als ich dann hier das Forum entdeckte, tat sich eine komplett neue Welt auf und es hat auch bei mir etwas gedauert, bis mir klar wurde, was ich denn machen will. Mir war zwar schnell klar, dass ich auch in irgendeiner Form fotografieren will, was ich beobachte, aber welches Instrument dafür am geeignetsten ist, wusste ich überhaupt nicht. Auch heute fühle ich mich noch oft überfordert, wenn es um bestimmte Grundlagen geht. Anders als Du habe ich aber sofort mit irgendwas angefangen und dadurch sicher den ein oder anderen überflüssigen Euro ausgegeben, aber das war dann buchstäblich Lehrgeld, das ich als Investition betrachte. Kurse kosten auch Geld. Die Erfahrungen musst Du selbst machen, die kann Dir keiner abnehmen. Zum Nulltarif ist das nicht zu haben. Trotzdem ist es richtig, dass Du hier nachfragst und Reinfälle versuchst zu vermeiden, das habe ich auch getan.

@Optikus Jörg hat aber absolut Recht: Fang mit irgendwas an. Du hast ja die klare Präferenz, Dich zunächst aufs Visuelle zu beschränken. Dann ist der Dobson sicher die erste Wahl. Ich hab mich damals dagegen entschieden, weil ich Linsenfernrohre praktischer finde, obwohl ich damit bewusst auf Auflösung verzichte. Das gleiche ich dadurch aus, dass ich damit neben dem rein visuellen Beobachten auch EAA mache, also mit Kamera beobachte. Ich weiß aber schon jetzt, dass ich irgendwann auch mal einen Newton ausprobieren werde. Der Dobson, solltest Du ihn kaufen, wird auch nicht Dein letztes Teleskop bleiben. Aber bei Deinen geäußerten Präferenzen, wäre das meine Wahl. Welchen der oben verlinkten Du kaufst, ist quasi Wurscht. Das würde ich vom jeweiligen Zustand abhängig machen und nicht davon, ob Du da irgendwann eine Kamera dranhängen kannst. Denn wenn der Wunsch nach Fotos aufkommt, wirst Du Dir was anderes kaufen, mit der Erfahrung, die Du bis dahin gesammelt hast.

LG Olaf
 
Zwei konnte dazu keine richtige Aussage machen, da sie nur visuell beobachten.
Es würde ja reichen wenn sie ungefähr sagen könnten wie weit sie beim Beobachten mit dem Okular den Okularauszug ungefähr ausziehen mussten.

Den Dobson musst Du Dir eh holen, sowas kauft man nicht per Versand. Dann kannst Du das ausprobieren. Natürlich nicht am Himmel sondern an einem sehr entfernten Objekt (Turm oder sowas).
Bei mir geht das z..B. nicht, keine freie Sicht auf derart weite Objekte. Ich habe ja auch schon Vögel und Flugzeuge mit dem Dobson aufgenommen und selbst da ist die Fokuslage noch unterschiedlich.
Bei mir kann ich das verlässlich nur an Flugzeugen in Resieflughöhe testen. Da ist der Fokus praktisch fast identisch mit der Fokuslage bei Sternen. Das wäre ohne freie Sicht am Tag möglich, falls es nicht bewölkt ist.

Aber wie schon gesagt, mit dem Handy wären auch schon gute Schnappschüsse möglich, ganz unkompliziert. Wenn Freihand zu umständlich ist gibt es da auch günstige Handyhalterungen. Damit wird das Handy mit dem Okular verbunden.

Gruß,
Holger
 
Hi,

wenn das mit der Kamera wichtig ist, würde ich das definitiv am Teleskop am besten direkt mit der Kamera testen. Wenn man nur mit einem Okular testen kann, dann muss man den Unterschied zur Fokuslage mit der Kamera abschätzen.

Man kann dabei auch auf einen Gegenstand fokussieren, der näher ist und dann mit der folgenden Formel berechnen, wie weit der OAZ im Vergleich zu Unendlich dann nach innen verschoben werden muss:

Delta B = 1 / (1/f - 1/G) - f

f = Brennweite

G = Gegenstandsweite, Entfernung des scharfgestellten Objekts.

Beispiel mit Brennweite 1,5m, Gegenstandsweite = 300m (Baum geschätzt)
Das ergibt dann ungefähr 8mm Unterschied zu Unendlich.

Das kann man dann am OAZ abmessen und abschätzen wieviel da noch Luft ist oder auch nicht.

Gruß
Peter
 
Es würde ja reichen wenn sie ungefähr sagen könnten wie weit sie beim Beobachten mit dem Okular den Okularauszug ungefähr ausziehen mussten.
Wissen die Verkäufer leider auch nicht.
Der Verkäufer des Omegon welches ich gern gehabt hätte hat sich leider noch nicht gemeldet.
Mal schauen ob das was gibt.

Ich schaue mich natürlich weiter um.
Es ist wieder ein 10" aufgeploppt, leider sind die Dinger so groß...
Ich glaube ein 8" ist genau der richtige Kompromiss für mich.

Grad gesehen:
Super viele Teile dabei. Habe von den Galaxy Teleskopen nur gutes gelesen.
Was sagt ihr?
Viel Zubehör ist auch dabei.
Brauche ich diesen UHC-FIlter?
320€ wäre ja kein schlechtes Angebot.

Denn wenn der Wunsch nach Fotos aufkommt, wirst Du Dir was anderes kaufen, mit der Erfahrung, die Du bis dahin gesammelt hast.
Genau so habe ich mir das ja eigentlich gedacht.
Wenn ich mit dem Dobson vielleicht ein paar Schnappschütte vom Mond mit Handy oder Kamera machen könnte wäre
es eine nette Sache, aber es muss nicht sein.
Wenn ich dann irgendwann mal richtig Fotografieren möchte kommt ein zweites Setup nur dafür.
Soweit will ich aber garnicht denken.

Aber wie schon gesagt, mit dem Handy wären auch schon gute Schnappschüsse möglich, ganz unkompliziert. Wenn Freihand zu umständlich ist gibt es da auch günstige Handyhalterungen. Damit wird das Handy mit dem Okular verbunden.
Solche Halterungen habe ich auch schon gesehen.
Dazu vielleicht noch eine anere Kamera App wo man ein bisschen mehr einstellen kann.
Dann bekommt man bestimmt schon nette Bilder hin. Zeigt ja die Galerie ganz gut.

Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

das ist aber ein tolles Angebot. Klingt echt sehr gut.

Ich habe keinen UHC Filter, 2" müsste dann in den 2" zu 1,25" Adapter geschraubt werden.
Also ohne 320 Euro, dann noch mit 8mm Hyperion und 5mm Planetary.

Echt günstig, da würde ich aber schnell Kontakt aufnehmen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

habe den Verkäufer schon angeschrieben.

Dann lasse ich, wenn es das Teleskop wird, den Filter weg.

Grüße
Brian
 
80€ ist für diesen ICS (=Astronomik) UHC-Filter ein Schnäppchen, sofern der Zustand ordentlich ist. Sinnvoll ist er obendrein. Ich würde ihn mitnehmen....

Gruß Horst
 
Moin,

das Galaxy D8 ist erstmal für mich reserviert.

Muss ich irgendwas beachten oder bevor ich es vor Ort anschaue und ggf. kaufe?
Muss ich an dem Teleskop irgendwas bestimmtes kontrollieren?

Viele Grüße

Brian
 
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