Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Swift

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Docman
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Docman

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

neben meinem Teleskop möchte ich nun noch gerne ein Fernglas anschaffen. Vorwiegend Nachtbeobachtung, aber begrenzt auch Natur.

Gedacht habe ich, nach etwas Recherge hier und of Cloudynights an folgendes:

Pentax 10x50 PCF WP II ~140$
Pentax 12x50 PCF WP II (lichtstärker, Gewicht gleich, wasserdicht) ~150$
Swift 10x50 BWCF Kestrel Binoculars ( USA-Preis , aber ist es das 826er?) ~220$

Einen Stativadapter würde ich mitbestellen, aber der Lieferumfang von Pentax ist schon gut und das Aussehen erst... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Besonders beim Pentax 12x50 ist das Gesichtsfeld recht klein, doch stört es bei Nacht?

Ich wäre Euch riesig dankbar, wenn Ihr mir die Vorteile/Nachteile erläutern könntet, wo Ihr Probleme für mich seht und worauf ich achten sollte...

Mehr als 220$ sind erstmal nicht drin, Zoll und schweizer MWST kommen ja auch noch drauf...

Schonmal vielen Dank

Gruss
Daniel
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Habe gerade gesehen, dass nach dem Dämmerungsindex eigentlich das Swift für die Nacht ungeeignet ist, oder?
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hi Daniel,

auf Cloudy Nights sind die Leute ja ganz begeistert von dem Pentax. Es soll eine gute Randschaerfe haben - keine Kunst bei einem 10x50 mit nur 50 Grad scheinbarem Sehfeld, wie ich meine. Wer mit dem 'Tunnelblick' klar kommt, der wird sicher Freude an dem Pentax haben. Fuer mich kaeme es nicht in Frage. Das Swift Kestrel ist ganz gut, hat aber ein leichtes Streulicht Problem (das kann in der Daemmerung schon mal stoeren), und ist, als Weitwinkel mit 70 Grad Sehfeld, natuerlich am Rande nicht mehr besonders scharf. Ein 12x50 kann ich freihaendig nicht mehr ruhig halten.

Das Fernglas in Deinem Link scheint das Original Kestrel zu sein. Vorsicht mit hotbuyselectronics: Wenn sie Dich nach der Bestellung auffordern, sie anzurufen, lass es sein! Das kostet (vom Ausland aus) Geld, die labern rum, und dann sagen sie Dir, dass sie das Fernglas nicht haben und dass sie Dir ein anderes unterjubeln wollen!

Gruss,
Holger
 
Vorsicht bei "hotbuyselectronics" - unseriös!

Diese Warnung vor „hotbuyselectronics" kann ich nur unterstreichen, denn ich hatte exakt die gleichen Probleme, als ich im April 2004, also vor inzwischen mehr als einem Jahr dort eine Bestellung aufgegeben hatte.

Meiner ordnungsgemäßen Bestellung eines NICHT als „derzeit nicht lieferbar” gekennzeichneten Gegenstandes folgte eine Auftragsbestätigung, die ebenfalls keinen derartigen Vermerk enthielt. Vielmehr wurde ich aufgefordert, mich telefonisch zu melden, um die von mir bereits beim Bestellvorgang eingegebenen Zahlungsmodalitäten zu bestätigen. Es wirkt also, als wäre alles nur eine der Sicherheit dienende Formalität. Das Telefongespräch verlief dann so, als erhielte hotbuyselectronis von den beteiligten Telefongesellschaften eine Provision: Langes Palaver um den heißen Brei herum, u.a. Suche nach dem Vorgang, der sich offenbar in den Tiefen der Festplatte versteckt hatte, mehrfache Abfrage der Schreibung meines Namens und meiner Adresse, dann Wunsch nach Zusendung einer Abbildung der Vorder- und Rückseite der für die Zahlung zu benutzenden Kreditkarte als Fax oder als digitales Foto per eMail-Anhang. Dann Erklärung, daß man internationale Kreditkarten gar nicht akzeptiere (wovon in den Geschäftsbedingungen aber nichts steht), schließlich auch noch, als das Gespräch schon fast eine Viertelstunde gedauert hat, die Feststellung, daß das Produkt derzeit nicht ieferbar sei, und als ich darauf beharrte, nur dieses und nichts anderes als Ersatz kaufen zu wollen, die Information, daß man dieses von mir gewünschte Produkt (das seither unverändert bis heute mit demselben Preis in der Liste auf der Website steht) nicht nachbestellt habe und wohl auch innerhalb der nächsten Monate nicht liefern könne.

Diese Fiirma ist übrigens nicht das einzige schwarze Schaf unter den US-Internethändlern. Es scheint dort ganze Herden schwarzer Schafe zu geben, die so oder ähnlich Dumme suchen, an denen Sie mit falschen Versprechungen und späteren „Nachbesserungen" der Bestellung Geld verdienen wollen. So habe ich ähnliche Erfahrungen z.B. mit …

• A&M Photo World
• Royal Camera
• Radioactive Deals

gemacht, die einige populäre Digitalkameras zu sensationell günstigen Preisen anboten, dann aber beim zur Bedingung gemachten Telefongespräch zur angeblichen „Order Confirmation” erst versuchten, noch eine extrem überteuerte Speicherkarte (zum ca. dreifachen hiesigen Preis!) und ein ebenfalls deutlich zu teures Objektiv (ca. 50% teurer als bei uns) draufzupacken, so daß das Gesamtpaket viel teurer als in Deutschland gewesen wäre, und dann - als ich nicht mitmachte, sondern sagte, bereits Speicherkarten und genügend passende Objekte zu besitzen - auch wieder erklärten, daß sie das Gehäuse nur mit Speicherkarte und Objektiv verkaufen oder daß sie internationale Kreditkarten nicht akzeptieren und ich das Geld als „Wire Transfer" schicken müsse, die Lieferung aber nicht zugesagt werden könne, weil die Kamera derzeit ausverkauft sei.

Auch ich kann daher jeden, der bei den genannten Firmen einkaufen will, weil die Preise im Internet anscheinend (aber in Wirklichkeit: scheinbar) so günstig sind, nur warnen. Es kostet Zeit und per Telefonrechnung Geld und bringt am Ende nichts als Enttäuschung.

Es gibt (oder gab) aber auch positive Erfahrungen: Bei der Firma smilephotovideo habe ich mehrfach unkompliziert und günstig gekauft, bis dann eines Tagen nach einer weiteren Bestellung, für die meine Kreditkarte noch nicht belastet worden war, keine Reaktion mehr kam und meine anschließenden Recherchen ergaben, daß es die Firma nicht mehr gibt. Ob ein Krankheits- oder Todesfalls oder Konkurs (bei den günstigen Preisen wohl am wahrscheinlichsten) die Ursache war, ließ sich nicht feststellen.

FAZIT: Ein guter heimischer Händler hat auch dann seine Vorteile, wenn ein günstiger Umrechnungskurs trotz hoher Versandkosten, Zoll und MwSt. die Bestellung in den USA attraktiv erscheinen läßt - nicht zu vergessen seien auch noch die Garantieprobleme (Garantie muß ggf. in den USA geltend gemacht werden, was so hohe Kosten und Umstände bereiten kann, daß man billiger fährt, wenn man auf Garantie verzichtet und hier die Reparatur teuer bezahlt).

Walter E. Schön
 
Hallo,

ich sehe, dass die Preise der von Dir ins Auge gefassten Ferngläser in US-Dollar angegeben sind. Willst Du Dein Fernglas in den USA bestellen?
Nach einigen schlechten Erfahrungen mit Internet-Händlern in den USA würde ich vom Kauf eines Fernglases bei US- Händlern eher abraten.
Als deutscher Kunde ist man für die Amerikaner ein Exot. Die Liefermodalitäten sind für den Händler aufwändiger, weil z. B. US-amerikanische Ausfuhrbestimmungen zu beachten sind. Ein Kunde könnte ja auch im Kontakt mit Terroristen stehen...

Das bei uns übliche Verfahren, dass man als Käufer Geld auf ein Konto des Händlers überweist, wird von den US-Händlern fast immer aus "Kostengründen" abgelehnt. In der Regel wird nur eine Bezahlung mittels bestimmter Kreditkarten akzeptiert, verbunden mit diversen Rückfragen. Evtl. wird auch Paypal akzeptiert.
Die Bearbeitung der Bestellungen zieht sich jedenfalls hin.

Kommt die Lieferung und ist die Lieferung unvollständig, lässt sich das selten mit Erfolg reklamieren. Vorkasse ist üblich, und wenn vom Händler weniger geliefert wurde als man ihm bezahlt hat, kann es schon mal passieren dass das Fehlende aus "Kostengründen" von ihm nicht mehr nachgeliefert wird!

Die Lieferfähigkeit wird in der Regel nicht garantiert. Fällige Garantieleistungen werden nur in den USA gewährt.
Wenn man zum Kaufpreis noch die Kosten für den Zoll und Transport addiert, schmilzt der wechselkursbedingte Preisvorteil rasant dahin.

Es macht mir immer Spass, mit den Jungs und Mädels jenseits des Großen Teichs zu kommunizieren, aber dennoch kommt man oft nur mit Mühe, viel Freundlichkeit und deutlich teurer als erhofft zum Ziel.

Aus diesen Erfahrungen rate zum Kauf bei deutschen Händlern. Die reagieren in der Regel sehr schnell, sind kundenorientiert, kompetent und zuverlässig. Die Transportkosten sind niedriger, und wegen der fehlenden Zeitverschiebung sind sie auch viel besser erreichbar.


Beste Grüße,

Günther
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hallo Holger,

vielen Dank für Deinen Tip.
Hättest du eine etwas vergleichbare Alternative zu den Pentax Binokularen?

Das Krestel hattest du, glaube ich, ja mal getestet. Aber wahrscheinlich ist das Glas für die Nacht wirklich weniger geeignet.

Gut zu wissen, das mit hotbuyselectronics. Ich wollte u.U. erst bei Adorama bestellen, doch die haben anscheinend auch diese Methode drauf.

Gruss,
Daniel
 
Re: Vorsicht bei "hotbuyselectronics" - unseriös!

Hallo Walter E. Schön,

oh man, vielen Dank für Deine Beschreibung der Problematik. Wirklich interessante Masche, welche manche zutage legen.

Wie ich schon Holger geschrieben habe, hörte ich jetzt nach Deinem Hinweis, dass Adorama gleiches macht, da dachte ich zu bestellen.

Im Moment scheint mir 17th Street Photo Supply interessant zu sein. Beinahe ähnliche Preise.

Hättest du sonst einen noch existierenden (guten) Händler in den USA?

Gruss
Daniel
 
Hallo Günther,

ja es stimmt, es geht natürlich für mich als Doktorand um den Preis.

Zusätzlich kommt aber hinzu, dass ich in der Schweiz wohne und so nur 7.6% MWST zahlen muss. Desweiteren wird der Zoll in der Schweiz nach Gewicht, relativ warenunabhängig berechnet.

So habe ich bei Siebert Optics mir ne 2" Barlow gekauft, da wurde sogar der Zoll "vergessen". Weil vermutlich aussen keine Rechnung angeklebt war, keine Ahnung.

Soll nicht heissen, dass es immer so ist. Beim Fitnessgerät, Kosten 100Euro, war der Zoll 33 Franken, aber nur weil es 20 Kilo wog. Bei meiner TS Lieferung, volle Ausrüstung habe ich umgerechnet ca. 6% Zoll bezahlt.

Und mal ehrlich, das Pentax 12x50 kostet 150$ und in München das WP, nicht WP II (Unterschied?) 289 Euro. Auch nach MWST hin und her kein Vergleich. Zuletzt bleibt noch die Frage, ob sich ein Garantiefall später überhaupt rechnen würde.

Bitte sag mir ruhig, ob ich falsch liege.
Vielleicht hast du auch einen US Händler zu empfehlen?

In der Schweiz sind diese Fergläser leider noch wesentlich teurer als in meiner Heimat DE.

Gruss und Dank
Daniel
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hi Daniel,

das Kestrel hatte ich getestet und es ist durchaus fuer die Nacht geeignet - in der Daemmerung, wenn das Restlicht des aufgehellten Himmels schraeg einstrahlt, dann sieht man, je nach Beobachtungsrichtung, ein stoerendes diffuses Streulicht. In der Nacht ist das aber kein Problem mehr.

Hier im Forum wurden oefter 10x50 Geraete von Minolta und Olympus empfohlen - die sind aber eher aus der gehobenen Unterklasse (Made in China), nicht so gut wie das Kestrel, Jenoptem/Dekarem oder (vermute ich mal:) Pentax. Falls Du Lust auf Abenteuer hast, kannst Du auch mal das neue russische 10x50 aus KOMZ ausprobieren:
http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=7531673530&category=50538&rd=1

Das muss neu sein, jedenfalls hatte ich es vorher noch nicht gesehen. Fuer einen Aufpreis(!) kannst Du sogar eine Rotverguetung bekommen (mach das auf keinen Fall!!). KOMZ hat in der Vergangenheit gute Fernglaeser gebaut, ich hoffe, bei denen geht es mit der Qualitaet jetzt nicht auch abwaerts.

Viel Spass beim Suchen,
Holger

 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hallo Holger,

danke für den Tip, klingt für mich, als "ahnungsloser" Laie <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> , recht interessant. Sollte, wenn es ankommen sollte, auch günstig sein, jedenfalls scheinen Sie beim Import zu unterstützen... wie immer man das auch gewichten mag.

Nur der Verkäufer scheint mir auch sehr neu zu sein...

Allerdings war ich gerade in Kazan, schade hätte ich das nur gewusst. Qualität glaube ich haben Sie schon, subjektiv, denn wenn sie die Möglichkeiten haben können sie sehr gute Sachen produzieren.

Mal schauen...

Gruss
Daniel
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hallo Holger,

hatte mal bei KOMZ über eBay nachgefragt, wegen Dämmerungszahl usw. und bekam folgende Antwort:

"Foton" BPC 10x50 - is a NEW model. Attractive design! High quality!
Professionally calculated by highly skilled designers optical scheme and use of special marks of an optical glass has allowed to receive the effect of a built-in optical filter raising contrast of the image and other high characteristics.
High-quality manufacture of all optical details and a multilayer clarifying coverage ensure fine quality of the image on all field of vision. High illumination (force of light) of binoculars (diameter of an output pupil of 7,1 and 5 mm accordingly) allows to observe at weak illuminance since early morning till the late evening (a transmittance of light not less than 85%).
You will recieve good image (observation) in all weather conditions and time of day.

Sagt mir nicht viel, wahrscheinlich sagt es eh nichts aus, doch wie kann man Zitat "(a transmittance of light not less than 85%)" interpretieren? Steht es in Bezug zu einer Grösse, welche sonst angegeben wird?

Ich denke ich probier es vielleicht echt mal aus. Falls ich es tue, kann ich gerne etwas testen, wenn mir jemand erklärt was und wie man es mit "Hausmitteln" durchführen kann.

Kann man so ein Glas eigentlich selbst justieren?

Gruss
Daniel
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Sorry Holger, aber auch alle anderen Mitleser,

bin am surfen und suchen...

Wäre das Jenoptem/Dekarem, ist ja viel gelobt, meinen Anforderungen gerecht, oder welche Unterschiede erwartest du? Z.B. hier bei eBay

Gruss
Daniel
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hi,

ich wäre extrem skeptisch bei dem Teil (KOMZ/Foton 10x50). Es sieht äußerlich und von der Artikelbeschreibung her (Gelaber) eher wie ein Billigchinese aus als wie die robuste Qualität der UdSSR-Gläser. Allein die Option der Ruby-"Vergütung" lässt mich schon skeptisch werden. Die Okularbrücke sieht nach billigem Plastik aus. 111m auf 1000m Sehfeld ist auch nicht der Hit. Ich würde so ein Teil nur mit vollem Umtauschrecht ausprobieren wollen. Ich würde eher ein altes gebrauchtes UdSSR-Glas vom Flohmarkt oder bei ebay kaufen wollen.

Zu den Pentax-Gläsern: die neuen PCF WP II kenne ich nicht, aber so ein Tunnelblickglas mit nur 87m auf 1000m macht IMHO keinen Spaß. Ich hatte mal einen Vorläufer in der Hand, ich glaube es war ein PCF V, das hatte auch Tunnelblick, chinesische Verarbeitungsqualität (wackelige Okularbrücke) und machte optisch auf mich keinen überzeugenden Eindruck. Weder Schärfe noch Kontrast waren berauschend. Die älteren PCF-Gläser aus japanischer Produktion sollen wesentlich besser gewesen sein.

Ein Dekarem / Jenoptem mit MC-Vergütung ist sehr schön und es wird hier zu Recht gelobt. Ich habe mit meinem viel Beobachtungsspaß am Himmel und auch bei terrestrischer Beobachtung, gerade wegen der knackigen Schärfe auf der Achse und dem weiten Sehfeld. Aber es gibt IMHO drei Dinge zu beachten: Die Gläser sind nicht brillenträgertauglich, die Randunschärfe ist oft störend, und die Preise bei ebay sind ganz schön überzogen. Zudem gibt es oft keine Garantie und es werden oft dejustierte Gurken angeboten. Unbedingt sollte man vor dem Kauf Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen wegen Umtauschrecht und der Frage nach dem Justagezustand. Auch ein Laie kann ein stark dejustiertes Glas mit seinen Doppelbildern erkennen, wer als Verkäufer da kein Zugeständnis zu machen bereit ist, hat meistens etwas zu verbergen.

CS,

Christof
 
Re: Einsteiger sucht Fakten & Empfehlung Pentax/Sw

Hi Daniel,

das ist das uebliche Gefasel. Scheinbar hat es eine Transmission von 85%, d.h. 85% des einfallenden Lichtes kommen am Okular wieder raus. Dieser Wert scheint sogar realistisch zu sein, im Gegensatz zu den 'mehr als 95%!!!', die man manchmal auf E-bay liesst.

Ob das Fernglas brauchbar ist, weisst Du erst, nachdem Du es benutzt hast, daher ist es schon ein Risiko, diese 'Gurke' zu bestellen. Aber manchmal hat man auch Glueck - das meinte ich mit "..falls Du Lust auf Abenteuer hast..". Bei dem Dekarem weiss man, was man hat, im Rahmen der Einschraenkungen, die Christoph erwaehnt hat.

Nach der Daemmerungszahl brauchst Du nicht zu fragen, die wird aus dem Objektivdurchmesser und der Vergroesserung berechnet, ist also fuer alle 10x50 Fernglaeser genau gleich. Entscheidend ist ohnehin nur die Groesse der Austrittspupille d=D/M, wo D=50mm der Objektivdurchmesser und M die Vergroesserung ist. Ab d=5mm, so die Faustregel, ist das Fernglas (bedingt) Daemmerungstauglich, ab 6mm kann man von einem Nachtglas sprechen. Viel mehr geht auch nicht, da sich die Augenpupillen in der Nacht, je nach Individuum und Alter, kaum ueber 7mm weiten koennen. Du weisst vielleicht, dass man in der Astronomie oft mit 4-5mm besser faehrt, denn die Nachtglaeser hellen den Himmelshintergrund auf, falls es nicht perfekt dunkel ist, und dadurch verliert man Kontrast. Daher hast Du mit 5mm einen guten Kompromiss.

Gruss,
Holger
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben